Kommentare

EU planlos!

Das hat die EU nun davon so übel mit GB umzugehen. Und dies wohl hauptsächlich aus Angst und daher um weitere abzuschrecken...

Nun ist die EU südland-dominiert (Machtverhätnis aus dem Gleichgewicht) und damit finanziell extremst gefährdet. Und D verliert deutlichst beim GB-Export. Das wird insgesamt für die EU und gerade D sehr teuer!

Das nennt sich mal planlos hoch zehn von der EU. Wie kann man nur so kurzsichtig verhandeln und die Briten so verärgern (um nicht schlimmere Worte zu verwenden)?

Europa hat weitsichtigeres Handeln verdient.

Schuld sind immer die anderen ...

Die Tories sitzen in der Regierung und haben es verbockt. Und schuld ist natürlich die Opposition; das klingt nach Trump oder jedem anderen Populisten. Herr Corbyn hätte sein schielen auf Downing Street No. 10 unterlassen, und sich klar positionieren müssen.
Die komplette politische Führung Großbritanniens hat völlig versagt !!!

Gruß Hador

@ 14:13 von MatthiasS

Hier wird ja wohl alles auf den Kopf gestellt. Die EU ist durchaus planvoll. Ab 30.3.2019 ist UK ein ganz normaler Drittstaat, der mit der EU in eine Vertragsbeziehung treten will. UK will ausdrücklich keine so enge Beziehung, wie z.B. Norwegen oder Island haben - also können sie auch nicht entsprechend große Vorteile haben. Die hätte UK aber gerne. Das geht aber nicht. UK hat bis heute noch nicht gesagt, wie sie sich die Beziehung ansonsten vorstellt, abgesehen von Wünschen, die UK eine Vorzugsbehandlung (wie sie es aus EU-Zeiten gewöhnt ist) geben würde. Die Exportmaschine Deutschland wird temporäre Einschränkungen auf dem UK-Markt problemlos verschmerzen - da die Briten die benötigten Waren nicht selbst herstellen und es viele Jahre dauern würde, bis sie es könnten, müssen sie weiter bei uns kaufen und zwar zum bisherhigen Preis, den wir bekommen, plus Zoll, den die Briten bezahlen müssen. Wir können hingegen die Einfuhren aus UK problemlos aus anderen EU-Ländern erhalten.

Optionen

Falls May im Amt bleiben sollte, hat sie nur zwei denkbare Optionen. Die unwahrscheinlichere wäre, das Volk direkt über den im Parlament gescheiterten Vertrag abstimmen zu lassen - mit ungewissem Ausgang. Die andere Variante wäre, mit der EU so schnell wie möglich ein Abkommen über die zukünftige Situation an der Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland auszuhandeln und so den "Backstop" aus dem Vertrag herauszulösen - dann wäre auch eine parlamentarische Mehrheit über diesen Vertrag möglich.

Beide Lösungen bedeuten, dass May Zeit benötigt. Sie wird um eine Verschiebung des Vertrags bitten müssen. Alle anderen Wege hat sich May selbst verbaut oder würden GB ins wirtschaftliche Desaster führen.

May war zu ungeschickt beim Klären der britischen Position für den Brexit, sie hat im eigenen Land versagt und nicht am Verhandlungstisch in Brüssel. Ich glaube nicht, dass sie eine Irland-Lösung finden kann, nicht einmal eine britsche Position.

Bleibt also nur: Rücktritt. Schnell.

Es giebt keinen Plan - Außer Votum nicht umzusetzen

Jeder im Parlament weiß das ein Austritt
Großbritannien nur schadet.

Die Anti EU Brexit, Dexit - gröhlenden Populisten
sehen jetzt welche hochkomplexe Lösungen
sie für einen Austritt in der hochvernetzten EU-Wirtschaftsgemeinschaft
zuerst einmal auf den Tisch gelegt werden muß.

MatthiasS 14:13

Wo ist die EU denn Ihrer Meinung nach "so übel mit GB umgegangen". Ich kann da wirklich nichts erkennen, auf dessen Basis man das behaupten könnte. Geht es Ihnen nur um EU-Bashing? zeigen Sie doch bitte mal die Punkte auf, die Sie für so übel halten.

????

Inwiefern ist die EU übel mit GB umgegangen? Die GB bekommt seit Jahren schon den Briten Rabat und den Brexit hat man selbst angezettelt um der EU weitere Rabatte abzuknöpfen....hat aber alles nicht so geklappt wie sich das manch Politiker gewünscht hat, das Volk hat halt anders entschieden. Jetzt wäre es endlich an der Zeit für einen harten Brexit. Das gute daran, der Planet dreht sich trotzdem weiter. Somit. Alles gute.

Alle Kritik an Frau May ist

Alle Kritik an Frau May ist kein Grund, dass nicht die Opposition unter Leitung von Corbyn irgendwelche Alternativvorschläge benennt, und sei es, ein zweites Referendum abzuhalten. So ist das rein destruktiv. Es düpiert auch die andere Verhandlungsseite bei der EU. So ganz blöd sind die ja alle doch nicht.

re matthiass

"EU planlos!

Das hat die EU nun davon so übel mit GB umzugehen. Und dies wohl hauptsächlich aus Angst und daher um weitere abzuschrecken...

Nun ist die EU südland-dominiert (Machtverhätnis aus dem Gleichgewicht) und damit finanziell extremst gefährdet. Und D verliert deutlichst beim GB-Export. Das wird insgesamt für die EU und gerade D sehr teuer!"

Was heißt denn "südland-dominiert"? Es gibt keine Länderfraktionen in der EU und schon gar keine Abstimmungsregeln, mit denen man jemandem eine Mehrheitsmeinung aufdrücken kann.

Die Finanzen der EU werden im Kompromiss zwischen allen geregelt.

Re: EU planlos!

Was heist da übel mit GB umgehen? GB hat in der EU zahlreiche Sonderregeln und Vorteile gegenüber anderen EU Mitgliedsstaaten. Wenn sie nicht wollen, dann wollen sie nicht. Auch wenn ich stark bezweifle das wirklich eine Mehrheit für den Austritt ist. Um ehrlich zu sein hätte ich GB nur EFTA + einige Übergangsregelungen angeboten.

re demokrateur

"Die andere Variante wäre, mit der EU so schnell wie möglich ein Abkommen über die zukünftige Situation an der Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland auszuhandeln und so den "Backstop" aus dem Vertrag herauszulösen - dann wäre auch eine parlamentarische Mehrheit über diesen Vertrag möglich."

Die Lösung hat schon auf dem Tisch gelegen und wurde von GB abgelehnt: eine EU-Außengrenze in der Irischen See.

Ihre erste Option ist auch keine, weil es keine parlamentarische Mehrheit dafür gibt.

it´s mayday

dieser zustand "great" britains zeigt, dass politik der rechten und nationalisten immer ins chaos führt: siehe england, brasilien, usa, russland usw...
dies alles ist ein düsteres erscheinungsbild einer welt, die ihre probleme nicht mehr lösen kann, weil jeder egoistisch denkt und handelt, im privaten ebenso wie national gesehen. vom klima mal abgesehen, auch hier ist der zug abgefahren...
vermutlich werden die rechten europa zerstören, damit wird der frieden abgeschafft... jetzt wird es schlimm.
england sollte endlich aus der eu verschwinden, egal ob weich oder hart. lieber ein ende mit schrecken, europa wird das überleben, wenn die menschen in europa das wollen.

@14:13 von MatthiasS - Irrtum

Wie man seit dem Referendum sehen konnte, hat es die britische Politik nicht geschafft, eine britische Position für die Verhandlungen zu finden.

Dabei geht es ganz besonders um die zukünftige Regelung an der Grenze zwischen Norirland und der Republik Irland. Mit der EU und ihren Positionen hat das so gut wie nichts zu tun.

Das und genau das sieht man am gestrigen Abstimmungsergebnis.

GB ist ein Land, in dem verschiedene Interessengruppen vor allem innerhalb der konservativen Partei in völlig unterschiedliche Richtungen zerren und May hängt dazwischen. Statt die Initiative zu ergreifen und offensiv eine britische Position zu schaffen, hat sie sich nur mit ihrem eigenen Machterhalt beschäftigt - von Abstimmung zu Abstimmung.

Die Brexit-Abstimmung wurde weder verstanden noch aufgearbeitet - nicht einmal die verlogenen Versprechungen der UKIP-Führer, die schon nach einer Woche zurückgezogen waren.

Faraged, faraged.

Schade. Die Briten sind ein großartiges Volk in Europa.

Plan?

Offensichtlich ist ja die Grenze in Irland ein Problem. Und das verstehe ich auch. Denn soweit ich das verstanden haben möchten die Briten mit dem Brexit u.a. Kontrolle über ihre Grenzen haben. Was auch immer das bedeutet, denn zu Schengen gehören sie ja sowieso nicht. Jetzt kann man aber nicht in Dover kontrollieren und in Irland eine grüne Grenze behalten. Da wüsste ich wo ich hin ginge, wenn ich was Illegales vor hätte.
Bei einem harten Brexit fallen von einem Tag auf den anderen alle Regelungen weg und ich habe das Gefühl, niemand hat sich Gedanken über neue Regeln gemacht. Weil selbst Zölle muss man erst mal festlegen, man muss Zollstationen aufbauen und Zöllner nach Dover stellen.
Man muss festlegen, wen oder was man nach welchen Regeln ins Land lässt. Kann man machen, aber bei der üblichen Dauer bürokratischer Prozesse ist die Zeit bis Ende März ein wenig knapp.

Klar doch, die Opposition ist Schuld

So sehr ich Corbyns politische Haltung schätze, so sehr hätte ich mir von ihm eine klare Positionierung zur EU gewünscht.

Wegen Konstruktionsfehlern und wohl auch weil er ein Inselbewohner mit entsprechenden Einsichten ist, hatte er aber schon immer eine EU-kritische Haltung. Zudem muß er zum jetzigen Zeitpunkt abwägen, wo er seine künftigen Mehrheiten bei einem angestrebten Machtwechsel herbekommt, eine demokratieimmanente Stärke und halt auch Schwäche.

Der Karren ist aber von den Tories im Dreck festgefahren worden, da kann man mal gerne die Opposition für verantwortlich machen, kommt bei deren Anhängern immer gut. Sprich: Wir haben keinen Plan und keine Idee und haben unter Beweis gestellt, daß wir es nicht können, aber daran ist Einzig und Allein die Opposition Schuld, weil die nicht bewiesen haben, daß sie es besser können.

Mit Horrorszenarien an die Wand

Brexitbefürworter malten schwarz.
Die EU, getrieben von Irland, musste unbedingt einen Backstop einbauen, statt die Entscheidung darüber ganz alleine England zu geben.
Das Horrorgemälde vom ausbrechenden Bürgerkrieg an der nordirischen Grenze überzeugte alle.
Dass man irischen Bürgern beiderseits der Grenze nach Jahrzehnten friedlichem Leben und der Lernzeit wegen ein paar Zollstationen immer noch sofortigen Bürgerkrieg zutraut spricht Bände: unflexible ideenlose Politiker, die an ihren einmal gewonnenen Freund- und Feindbildern bis in alle Ewigkeit festhalten.

Großbritannien spaltet sich gerade....

Ich sehe momentan auch kein EU-Bashing gegen die Briten wie hier in posts gesagt wurde-. Ich sehe allerdings eine gravierende Spaltung des Landes- quer durch viele Landesteile von Great Britain und besonders durch die Generationen in vielen Familien. Eine Mehrheit von jungen Menschen votiert gegen den Brexit und eine populistische Mehrheit der älteren Generation für einen radikalen Brexit.
Ich wäre deshalb für eine "große Koalition" aus Torys , Labour und kleineren Parteien, die in dieser Staatskrise ein zweites Referendum über die Ergebnisse der EU-Verhandlungen einholt und innenpolitische Kompromisslinien sucht.
Wenn auch dies nicht zustande käme, wäre ich für Neuwahlen.

Die EU macht sich Lächerlich und wird von den Briten veräppelt

Es ist wirklich eine Schande, wie sich 27 Länder der EU so von den Briten behandeln lassen!

Eine Aboslute Schande, die Briten halten die EU nur von wichtigen Aufgaben ab. 2 Jahre verhandlungen mit London und nichts wurde ereicht.

Zu Frau May ist ja alles gesagt,

schlimm aber für GB, dass Labour-Chef Corbyn
so eine verschnarchte Niete ist. Es wäre doch ganz einfach, sich jetzt an die Spitze derer zu stellen, die ein neues Referendum fordern, bei dem nicht mehr die grotesken Lügen der Brexiteers die Richtung vorgeben.

re von Hador Goldscheitel

"Völlig versagt und verbockt".

Und nicht völlig versagt und nicht verbockt,bedeutet dann wenn sich Abgeordnete dem Druck aus Brüssel und anderswo beugen und die Interessen des Landes verkaufen ? Sie erwarten doch nicht ernsthaft so etwas ?

@MatthiasS (14:13)

Das hat die EU nun davon so übel mit GB umzugehen. Und dies wohl hauptsächlich aus Angst und daher um weitere abzuschrecken...
Wo ist die EU denn bitteschön übel mit GB umgegangen? Das Gegenteil ist der Fall: GB hat jede Menge Extrawürste gebraten bekommen, aber das hat denen nicht gereicht, so dass sie jetzt austreten. Und selbst bei diesem Austritt picken sie sich noch die Rosinen raus: sämtliche Vorteile, aber keine der Verpflichtungen. Sie sollen endlich gehen, ohne Wenn und Aber mit Zollschranken und Visumspflicht. Oder aber bleiben, aber zu denselben Konditionen, die für alle gelten. Wenn ich in einem Verein Mitglied sein will, muss ich die Regeln akzeptieren. Und wenn ich dann wieder austrete, habe ich nichts mehr zu erwarten.
Die EU hat GB freundlicherweise noch ein Austrittspaket geschnürt, aber da man das anscheinend nicht will, muss man sich eben für die harte Variante entscheiden.

Was will das Volk eigentlich?

Wie man seit dem Brexit-Referendum und auch gestern in den Redebeiträgen im britischen Parlament sehen konnte, hat offenbar jeder einzelne Abgeordnete im britischen Unterhaus eine eigene, ganz persönliche Vorstellung davon, was dieses Referendum für ihn bedeutet und was die Mehrheit will. Das Ergebnis ist die Abstimmung von gestern.

Die britische Politik - quer durch alle Parteien - hat völlig darin versagt, das Ergebnis des Referendums in eine britische Position zu übersetzen, es aufzuarbeiten. Besonders die Regierung, also Frau May, wäre dafür verantwortlich gewesen. (Wenn Labour regieren will, benötigt es zuerst auch eine solche Position.)

Für diese Aufarbeitung wäre eine offene Debatte erforderlich gewesen, ohne Emotionen, ohne Machtspielchen, sachlich und am Interesse des eigenen Landes orientiert.

Völlige Fehlanzeige. Die britische Politik steht wieder völlig am Anfang.

May, Johnson, Corbyn - alle denken nur an ihren persönlichen Machterhalt bzw. -gewinn.

Politisches Desaster

Der Ausgang der gestrigen Abstimmung im britischen Unterhaus ist ein politisches Desaster. Offensichtlich ging es den Politikern mehr um Machtspielchen als um das Wohl der britischen Bevölkerung.

Bereits das Versprechen eines Referendums durch David Cameron damals war ein solches Machtspielchen. Ohne das Versprechen im Wahlkampf wäre Cameron nicht wiedergewählt worden. Schon hier war ihm die Machtoption wichtiger als das britische Gemeinwohl.

Theresa May hat in den Verhandlungen mit der EU einen grundlegenden Fehler begangen. Eine solch weitreichender Vertrag muss parteienübergreifend verhandelt werden, einerseits um einen breiten politischen Konsens zu bilden und andereseits um ein solches Abstimmungsdesaster gestern zu verhindern. Aber dazu waren Theresa May und Jeremy Corbyn machttaktisch nicht bereit.

Das Ergebnis ist gefährlich, nicht nur für die Briten und die EU, sondern für die Demokratie insgesamt, denn es stärkt die extremen Ränder. Die politische Mitte erscheint unfähig.

@karwandler etc. Was heißt denn "südland-dominiert"?

Ihre Frage verweise ich auf Hans-Werner Sinn: "Durch den Brexit ist die Machtbalance zwischen Norden & Süden nicht mehr gegeben."
"Das größte Problem durch den Brexit sei nicht, wie viele glauben, dass die Exporte nach Großbritannien stark zurückgingen, sondern der Verlust der offenen britischen Denkweise in der EU. "
"Ganz konkret: Im Ministerrat gebe es eine Sperrminorität der Länder, die mindestens 35 Prozent der Bevölkerung der EU stellen. Damit hatten wir bisher ein Gleichgewicht von Nord (Deutschland, GB, Niederlande, Österreich, skandinavische Länder …) und Süd (Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland …).
Die Nordländer hatten bisher 39 Prozent, die Südländer 38 Prozent der EU-Bevölkerung. Beide hatten eine Sperrminorität, der Norden und der Süden. Wenn Großbritannien weg sei, habe der Norden nur noch 30 Prozent der Einwohner – und damit keine Sperrminorität mehr -, der Süden aber 43 Prozent. Das heißt, der Süden kann zukünftig machen, was er will."
Alles nun klar?

Jetzt ist die EU übel zu

Jetzt ist die EU übel zu GreatBritain, weil wir ihnen untersagen Rosinen zu picken oder ihnen gar gleich Rosinen liefern? Es kann ja nur so gehen, daß GB macht, was die EU sagt. Also unsere Bedingungen oder keine. Da wir kaum was aus GB brauchen, können uns die Steuern doch sowas von egal sein. Auch ist es mir egal, ob da lange Wartezeit an der Grenze ist. Sollte ich da hin müssen, nur mit dem Flieger. Der wartet an keiner Grenze. Aber die Grenzkontrollen hatten auch etwas positives, es hat sich nicht rentiert jeden Unsinn über 15 Grenzen zu karren.

@demokrateur (14:35)

Die Brexit-Abstimmung wurde weder verstanden noch aufgearbeitet - nicht einmal die verlogenen Versprechungen der UKIP-Führer, die schon nach einer Woche zurückgezogen waren.
Faraged, faraged.

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Meinen Sie nicht eher "verarscht"? Das kam mir nämlich als erstes in den Sinn, als Farage nach dem aus seiner Sicht erfolgreichen Referendum seinen Austritt aus der Politik erklärt hat. Erst mächtig zündeln, und wenn das Haus brennt, sich vom Acker machen.

Südland dominiert heißt, daß

Südland dominiert heißt, daß es jetzt mehr Südliche Länder gibt, als Nördliche. Man könnte auch mit Geber und Nehmerländern argumentieren. Jedenfalls bricht ein Leistungsträger freiwillig weg.

@Lesson43 (14:51)

Zu Frau May ist ja alles gesagt,
schlimm aber für GB, dass Labour-Chef Corbyn
so eine verschnarchte Niete ist. Es wäre doch ganz einfach, sich jetzt an die Spitze derer zu stellen, die ein neues Referendum fordern, bei dem nicht mehr die grotesken Lügen der Brexiteers die Richtung vorgeben.

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Das Problem ist aber, dass Corbyn, anders als viele seiner Parteifreunde, ebenfalls pro Brexit ist. Deshalb ist das zweite Referendum, selbst bei Neuwahlen, in weiter Ferne.

Ist die EU mit GB übel umgegangen?

Sehen wir das doch mal etwas differenzierter: natürlich war das Bestreben der UK, den Verlust durch einen Brexit zu minimieren. Anderseits wollte die EU durch eine harte Verhandlungsführung das Signal verhindern, ein EU-Austritt könne sich "lohnen".

Denn auf dieses Signal warten doch Herr Orban in Ungarn und die PiS-Partei in Polen nur, um sich dann selbst einen "goldenen Handschlag" abzuholen.

Von daher waren die Motivationen der Verhandlungsseiten klar und es musste ein tragbarer Kompromiss für beide Seiten gefunden werden.

Mit "Übel Mitspielen" hat das nun so gar nichts zu tun...

Jetzt wäre die beste Zeit,

Jetzt wäre die beste Zeit, eine pro EU Partei zu gründen nachdem die GBPolitik inklusive der Opposition völlig versagt haben. Sie könnte mit bis zu 50% der Stimmen rechnen.

RE:Bernd Kevesligeti

"dann wenn sich Abgeordnete dem Druck aus Brüssel und anderswo beugen und die Interessen des Landes verkaufen ? "

So weit ich weiß, wollen die Briten im EU-Binnemarkt bleiben. Was zur Folge hat, dass sie nach den Regeln der EU spielen müssen.
Die Brexiteers haben die Staatskrise verursacht, und die Populisten Rees-Mogg und Johnson verkaufen die Interessen der Menschen an die Spekulanten der City of London !

Gruß Hador

Das Problem ist nicht, dass

Das Problem ist nicht, dass keiner einen Plan hat. Den bedarf es gar nicht. Das Problem ist, das Grossbritannien nicht so will wie die EU. Man hätte sich das jahrelange debattieren sparen können, indem man einfach die Verträge zwischen der EU und Norwegen übernimmt. Und gut ist. Aber so darf es nicht sein, weil VW, Daimler, Siemens, BMW & CO. es nicht so wollen.

@Bernd Kevesligeti (14:51)

Und nicht völlig versagt und nicht verbockt,bedeutet dann wenn sich Abgeordnete dem Druck aus Brüssel und anderswo beugen und die Interessen des Landes verkaufen ? Sie erwarten doch nicht ernsthaft so etwas ?
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Mir ist völlig rätselhaft, von welchem Druck aus Brüssel Sie reden. Brüssel hat keinen Druck auf GB gemacht, dass sie aus der EU ausscheiden, das haben die völlig selbständig beschlossen. Und wenn ich irgendwo austrete, habe ich auch keinen Anspruch mehr auf die Privilegien, die eine Mitgliedschaft mit sich bringt. Das aber hätten die Briten gern. Aber was kann denn die EU für diese völlig weltfremde Vorstellung?

Kein Rausschmiss!

Soweit ich mich erinnere, wollte England auf eigenem Wunsch raus aus der EU.
Nun muss es damit zurecht kommen.

Was wirklich schlimm ist: Die Lügen der Befürworter und Scharfmacher des Brexit vor der (ersten) Abstimmung und ihr kollektives Verschwinden in der Versenkung nach dem Referendum.
Das allein schon rechtfertigt eine neuerliche Abstimmung und macht sie unverzichtbar.

um 14:47 von Marcus2

"Die EU, getrieben von Irland, musste unbedingt einen Backstop einbauen, statt die Entscheidung darüber ganz alleine England zu geben."

Entschuldigung, aber die Grenze zwischen Irland und Nordirland betrifft sowohl UK als auch Irland gleichermassen.

Alleine England (oder auch Irland) die Entscheidung darüber zu lassen ist in meinen Augen nicht legitim.

@MatthiasS (14:59)

Ihre Frage verweise ich auf Hans-Werner Sinn: "Durch den Brexit ist die Machtbalance zwischen Norden & Süden nicht mehr gegeben."
____

Hans-Werner Sinn? Gibt es diesen unsympathischen FDP-Lobbyisten immer noch? Wenn Sie sich auf den berufen, dann wird mir allerdings klar, wie Sie zu den kruden Theorien, die EU sei schuld, kommen.

14:59 von MatthiasS @karwandler

"... Hans-Werner Sinn: "Durch den Brexit ist die Machtbalance zwischen Norden & Süden nicht mehr gegeben."

Weil der Privatier Sinn eine Machtbalance zwischen Nord und Süd in der EU ausmacht, muß es diese Machtverteilung mit den zugeordneten Prozenten aber nicht wirklich geben. Als Blöcke treten die jedenfalls so nicht auf. Können Sie auch einen Beleg für Sinns Rechenoperationen beilegen, ich hab von dem Herrn jedenfalls nichts entsprechendes vernommen.

Der Brexit wird manches verändern. Ob aber Sinns politisch absichtsvolles Konstrukt da irgendeine Rolle spielt grenzt an Spökenkiekerei.

Ca. 400 von 600

Im englischen Parlament haben gegen Mays mühsam ausgehandelten Austrittsvertrag gestimmt.
Heisst das nun, dass die Mehrheit im Unterhaus einen harten ungeregelten Brexit will, oder was?
Nach einem verantwortungsvollem Umgang mit dem eigenen britischen Volk sieht mir das alles nicht aus.

Jetzt wird es Zeit für das extremste letzte Mittel,

was eine sog. Demokratie (= Volksherrschaft) hergibt. Man sollte nochmal das Volk befragen, das sicherlich jetzt etwas mehr Ahnung hat, worum es geht.

um 14:31 von karwandler

Zum Thema "südland-dominiert".

Endlich habe ich rausgefunden, was es damit auf sich hat:

Nach dem Vertrag von Lissabon (2009) sind für Beschlüsse mit qualifizierter Mehrheit mindestens vier Mitglieder des Rates zur Bildung einer Sperrminorität erforderlich.

Nach einem Brexit der traditionell wirtschaftsliberalen Briten verlieren Deutschland und die „nordeuropäischen Gleichgesinnten“ (Niederländer, Balten und Skandinavier)[299] diese Sperrminorität und könnten fortan von den anderen EU-Staaten in Fragen der EU-Haushaltsdisziplin oder der Einrichtung einer Bankenunion mit EU-weiter Einlagensicherung überstimmt werden.

Habe ich so aus Wikipedia kopiert. Stichwort "EU Austritt UK".

um 15:10 von Frank Mintenig

Ungarn und Polen werden einen Teufel tun.

Eines der Hauptargumente der Brexiteers waren die Zahlungen an die EU.
Polen ist der größte Nettoempfänger der EU-Gelder. Da wird gar nichts passieren. Und von den Ungarn auch nicht.

Und die EU hat, genau wie die Briten, rote Linien die nicht überschritten werden dürfen.

Die Briten können (aus meiner Sicht völlig zu recht) keine Zollinie zwischen Nordirland und Rest-UK akzeptieren.
Und die EU keinen gemeinsamen Markt ohne Zollunion.

Wenn man darüber nachdenkt ist das völlig logisch.
Unlogisch ist halt, wenn man als Brexiteer wieder "volle Kontrolle über die Landesgrenzen" haben will.
Ausser bei der einzigen nennenswerten Landgrenze.

Wer hat einen Plan?

Wer braucht überhaupt einen Plan - doch nur die, die des Austritt managen wollen. Wer das nicht will, der braucht allenfalls einen Plan für seinen eigenen Umgang mit dem Desaster (für das danach, oder das anstatt).
Gäbe es ein TTIP an dieser Stelle, gäbe es kein Problem - in sofern hat Trump den Brexiteers den Plan verhagelt.

Nach all dem hin und her kann

Nach all dem hin und her kann man sich nur wuenschen dass es bei dem Austrittsdatum bleibt.
Was die Irlandgrenze angeht, ein Sonderstatus fuer Nordirland duerfte doch wohl die einzigen Loesung sein. Sollen sie den mit Bruessel verhandeln, dann bedarf es nicht des Backstop und Rest-UK kann seine neuen Handelsvertraege machen.

Die EU hat sich verkalkuliert

Es bringt halt nichts jemanden in die Ecke zu treiben. Wer mit dem Rücken zur Wand steht wird sich ganz bestimmt nicht unterordnen sondern koste es was es wolle seinen Stolz behaupten.

Das wäre nicht nötig gewesen, wenn die EU den Briten entgegengekommen wäre und nicht trotzig einen auf verlassene Geliebte gemacht hätte.

Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre

Das wirklich tragische an dieser ganzen Brexitdilemma ist, dass nur eine kleine Minderheit das wollte.

Cameron hat das Referendum versprochen, um wiedergewählt zu werden. Und fest damit gerechnet, dass die Briten in der EU bleiben wollen.

Boris Johnson wollte sich bei den Brexiteers für die nächste Wahl zum Primeminister beliebt machen. Denn er ist erst zum Schluss auf den Brexit-Bus aufgesprungen als alle Vorhersagen eine deutliche Niederlage der Brexitees vorausgesagt haben.

Nigel Farage von UKIP wollte nur einen bequemen Job im EU-Parlament und Talkshowgast sein.

Die Ober-Brexiteers wollten gar nicht aus der EU, sondern nur von der Anti-EU-Stimmung persönlich profitieren.

Und echte Brexiteers wie Jacob Rees-Moog sind genau das, was die Brexit-Wähler bestrafen wollten. "Globalisten".
Die sehen im Brexit nur eine Möglichkeit, noch mehr Geld zu machen.

Brexit als Widerstand gegen Konzerne, Hedgefunds und Globalisten?
Die lachen sich kaputt.

re marcus2

"Die EU, getrieben von Irland, musste unbedingt einen Backstop einbauen, statt die Entscheidung darüber ganz alleine England zu geben."

Meines Wissens haben Verhandlungen mindestens zwei Partner. Wie kommen Sie erstens auf die Idee, man könnte einem die freie Wahl der Bedingungen lassen, und zweitens man könnte ein irisches Veto zum Austrittsvertrag einfach links liegen lassen?

Sie sind unrealistisch.

15:13 von Kölner 1

"Man hätte sich das jahrelange debattieren sparen können, indem man einfach die Verträge zwischen der EU und Norwegen übernimmt. Und gut ist. Aber so darf es nicht sein, weil VW, Daimler, Siemens, BMW & CO. es nicht so wollen."

Das Norwegen-Modell wurde sofort von den britischen Austretern verworfen, lässt sich nicht wegdebattieren. Warum sollten die genannten Konzerne etwas dagegen haben, das wäre denen allemale lieber als ein harter, ungeregelter Austritt.

re matthiass

" Das heißt, der Süden kann zukünftig machen, was er will."
Alles nun klar?"

Nö.

Die Rechenspielchen von Hans-Werner Sinn sind leider Unsinn (pardon the pun).

Kampfabstimmungen im Ministerrat gibt es nicht. Weil sich keine wie auch immer geartete Länderkombination dem Diktat einer anderen unterwirft. Selbst der Versuch dazu wäre der Untergang der EU.

Man sollte auch nicht vergessen, dass kurz vor dem Votum der damalige britische Premier monatelang mit der EU noch günstigere Konditionen und Sonderregelungen für sein Land ausgehandelt hatte. Da waren 27 andere Länder extrem kompromissbereit und sind auf GB und ihre speziellen Wünsche (nochmals!) eingegangen (was für eine verplemperte Zeit für alle!). Der EU jetzt Kompromisslosigkeit vorzuwerfen, wo die Briten doch selber entschieden haben den Club und damit alle damit zusammenhängenden Nach- aber eben auch Vorteile zu verlassen, ist schon ziemlich stark.
Und keiner hat die britische Regierung gezwungen, den Austritt zum 29. März zu verkünden. Es wäre wohl sinnvoll gewesen, sich erstmal Gedanken zu machen, wie man das Verhältnis mit der EU nach dem Brexit idealerweise in der Praxis regeln will u dann mit dieser Position in Verhandlungen zu gehen. Es wäre auch sehr sinnvoll gewesen, sich diese Gedanken bereits vor dem Votum zu machen und dann breit in der Gesellschaft zu debattieren...

@nikioko @proehi

@nikioko: "unsympathischen FDP-Lobbyisten" - Und das sind Ihre Argumente? Okay. Sie haben also keine - ausser pauschalisierende Vorurteile.

@proehi: Schauen Sie zB bei "hart aber fair" vorbei, dann haben Sie eine Quelle zu Sinn's Aussagen.
Wobei mich gewundert hat, dass sie diese kritische Stimme überhaupt erwähnt haben. Das war fair und hart.

Nicht alle für Harten Brexit

Die 400 Stimmen, die gestern gegen den Vertrag gestimmt haben, muss man sicherlich differenziert betrachten. Ich denke, dass da auch eine Menge dabei sind, die dagegen gestimmt haben, weil sie für einen Verbleib in der EU sind. Immerhin haben beim sogenannten Referendum, dass von massiven Lügenkampagnen der EU-Gegner befeuert wurde, 48,11% für den Verbleib gestimmt, und dass müsste sich ja irgendwie auch im Parlament abbilden, oder verstehe ich da etwas falsch?

???

@MatthiasS
Ich finde es immer wieder lustig, wie man Tatsachen einfach herumdreht und behauptet, dass der Schwanz mit dem Hund wedelt.
Die EU weiß genau, was sie will. Wenn man Zugang zum Binnenmarkt haben möchte - so wie GB das gern hätte - muss man sich auch an die Regeln des Binnenmarktes halten (keine eigenen Handelsabkommen, Personenfreizügigkeit usw.) Das wusste GB von Anfang an. Das gilt für alle Länder weiltweit, die FRIWILLIG dem Club EU beitreten wollen. Das gilt also auch für GB, die FREIWILLIG in den Binnenmarkt wollen. Wo geht die EU da übel mit GB um?
GB weiß im Moment nicht so ganz genau, wo es hin will. Es versucht immer wieder, Zugeständnisse aus der EU herauszupressen, die anderen Ländern nicht gemacht werden. Das ist übler Umgang mit einem Verhandlungspartner.

Sollte Corbyn wider Erwarten

Sollte Corbyn wider Erwarten das Misstrauensvotum gewinnen - was ich durchaus für möglich halte - wird er, nach erfolgtem Rücktritt Mays schon sagen, wie er sich die Zukunft vorstellt. Dann wäre auch der politisch geeignete Zeitpunkt dafür.

zu "2. Referendum" und "Wählerwille verbiegen"

Und zu allen, die ein 2. Referendum als Verbiegung des Wählerwillens hinstellen: dass sich die Wählermeinung ändert, stellt man alle vier Jahre (manchmal öfter) bei Bundestagswahlen fest. Da ändert sich das Ergebnis nämlich ständig. Warum findet man das bei Parlamentswahlen normal aber der Brexit muss, einmal so gewollt, immer so gewollt sein? Was ist passiert, wenn sich der Wählerwille ändert? Z.B. hat man festgestellt, dass die Partei, die man in der Regierung hat, doch nicht so tolle Arbeit macht wie man dachte. Oder man stellt fest, dass Wahlversprechen doch nicht so leicht umsetzbar sind wie suggeriert wird. Oder man hat schlicht und ergreifend seine Meinung geändert. Könnte es sein, jetzt auf den Brexit bezogen, dass immer mehr klar ist, welche Privilegien alle mit an einer EU-Mitgliedschaft dranhängen? Privilegien, die es nie in die Schlagzeilen gebracht haben, weil sie ja selbstverständlich waren? Und dass der ein oder andere Wähler deswegen seine Meinung geändert haben könnte?

re von Hador Goldscheitel

Die Spekulanten der City of London agieren schon lange.Kaum zu glauben,daß Sie dagegen was haben.Bezogen auf die EU und Deutschland schreiben Sie aber nichts gegen solche Einrichtungen.
Und wem der Binnenmarkt am meisten nützt,daß können Sie am agieren von Merkel oder dem BDI/BDA sowie dem Deutschen Industrie-und Handelstag in dieser Sache sehen.

@Kölner1um 15:13 - Köstlich ihre These

""Kein Unternehmen"" egal in Großbritannien
geschweige in Europa will einen Brexit.

Der ganze Brexit Irrsinn wurde nur von EU-Hassern verursacht.

Die Einzigen welche ein Interesse an der EU-Spaltung haben, sind Putin & Trump

Corbyns Schuld

So entstehen Narrative. Nicht Labour hat die Brexit-Abstimmung in die Wege geleitet, nicht Labour hat einen Vertrag a la Versailles II verhandelt. Heute hat May Corbyn offiziell ausgeladen, berichtet BBC. Dass Corbyn ein Gegner der EU ist, ist allseits bekannt. Das Misstrauensvotum kann er gewinnen, denn es wird Überläufer von den Tories geben. Geht das Votum für Frau May verloren, wird in 7 Wochen neu gewählt. Dann wird es einen No-Deal-Brexit geben, wie es auf der Linie von Corbyn und Johnson ist. UK geht dann erst in die Rezession und dann in die Staatspleite. Die Schulden müssen dann beim Exportüberschussweltmeister ausgebucht werden. Besser wäre es, wir wären vor den Briten und vor den Italienern ausgetreten. In fünf Jahren werden die Briten gut und die 33% der deutschen Bevölkerung, die überhaupt nur am Finanzmarkt investiert sind, alt aussehen. Wem nützt der Brexit-Abstimmung und wem der Bremain?

@15:18 von Ultimo25: ungeregelter Brexit

Einigen britischen Abgeordneten ging der Vertrag der EU zu weit und anderen ging er nicht weit genug.
Beide Fraktionen haben gegen den Vertrag gestimmt.

Das Ergebnis ist der nun mit großer Wahrscheinlichkeit folgende ungeregelte, harte Brexit.

And the winner is..... the people of Great Britain.

14:13, MatthiasS

>>Das hat die EU nun davon so übel mit GB umzugehen. Und dies wohl hauptsächlich aus Angst und daher um weitere abzuschrecken...<<

Woran machen Sie es fest, daß die EU übel mit Großbritannien umgegangen wäre?

armes GB

Man kann sicher über die EU schimpfen, teilweise sicher auch zu Recht. Man sollte aber bevor man austritt, sich Gedanken, wie man es anstellen will, anschließend besser leben zu können. Wie schon häufig festgestellt, kann man die Vorteile eines Vereins auch nicht mehr nutzen, wenn man ausgetreten ist. Abgesehen davon, dass ich der Auffassung bin, dass die EU den Briten keineswegs mehr entgegenkommen darf, so müssen doch die Briten, sich zunächst einmal Gedanken machen, wie sie ohne EU leben wollen. Eigentlich können sie doch kein Interesse an einer engen Bindung zur EU haben, wenn sie schon nicht dazu gehören wollen. Leider aber wissen die Regierenden dort überhaupt nicht was sie wollen. Der EUGH hat den Briten die Möglichkeit eingeräumt die Austrittserklärung zurückzunehmen. Das sollten Sie machen und sich dann überlegen, wie es nach einem EU Austritt ohne dieselbe weitergehen kann und dann erst erneut Austritt erklären, sie wissen ja jetzt was sie maximal von der EU bekommen können.

Politische Verfehlungen in UK

Ein Teil derer, für das sich anbahnende Desaster Verantwortlichen, hat sich aus der Schusslinie entfernt und schiesst hin und wieder giftige Pfeile nach Bedarf aus dem Hinterhalt. Der verbliebene Rest zeigt sich noch genau so handlungsunfähig wie zuvor.
Anstatt zu versuchen um zu retten was noch zu retten wäre hauen sie unverdrossen in die gleichen alten unsinnigen Kerben.
Das Volk, welches auf Grund völlig entstellter Tatbestände eine Entscheidung traf, sieht jetzt erst viel zu spät wohin sie die "Rattenfänger" mit ihrem Pfeifenkonzert geführt haben.
Wenn man sieht das ein Verzweifelter dabei ist Selbstmord zu begehen, sollte man ihn nicht dazu noch ermuntern, sondern ihn durch geeignete Massnahmen von seinem Ansinnen abkehren.
Bedauerlicherweise scheint mir die politische Führung des Landes mit einer solchen Aufgabe vollstens überfordert zu sein.

re rumpelstielz

"Gäbe es ein TTIP an dieser Stelle, gäbe es kein Problem - in sofern hat Trump den Brexiteers den Plan verhagelt.

Sie sprechen in Rätseln.

TTIP wäre ein Handelsabkommen zwischen USA und EU gewesen. Mit dem Brexit wäre auch TTIP fürs UK gegenstandslos geworden.

@ 15:13 von Kölner1

Die Norwegen-Lösung stand seitens der EU UK jederzeit offen - es war - mit diesmal guten Gründen - UK, dass diese Lösung kategorisch ausschloß.

Brexit braucht kein Plan

Man hat auch groß bei den Sanktionen gegen Rußland Katastrophenszenarien geschrieben. Meine Schwiegereltern leben dort und die sagen, daß sich nichts besonderes großartig geändert hat. Rubel ging runter und man hat gesagt Rußland sei am Ende.

Das gleiche Spiel werden wir bei Brexit erleben und es wird irgendwann man eine Apokalypse fehlen, die man den Briten prognostiziert hat.

Die Menschen können sich an alles anpassen. Es wird sicherlich einiges an Luxus fehlen aber eine Katastrophe ist hier nicht zu erwarten.
In einem Jahr ist Brexit kein Thema mehr. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß die Briten überhaupt noch Interesse an EU haben werden. EU wartet noch auf viele Krisen. Die Briten werden später viel mehr froh sein, daß sie die EU rechtzeitig noch verlassen konnten.

Die britische Linke

Die britische Linke sollte sich nicht anbieten, das von den Konservativen angerichtete Chaos aufzuräumen.
So viel wie ich von Jeremy Corbin halte, aber Neuwahlen zum jetzigen Zeitpunkt bringen nichts.
Lasst die Tories weiter in‘s Verderben rennen!
Den abzusehende Niedergang dieser Partei sollte man nicht aufhalten! Vielleicht beginnt mit den Tories das Ende der Rechtsentwicklung und der Niedergang der anderen Europäischen Afderparteien!

Schluss mit Rosinen

@ MatthiasS:
Das hat die EU nun davon so übel mit GB umzugehen.

Ja, böse EU. Hat irgendwie gar keine Rosinenpickerei mehr zugelassen. Und hat dann auch denen keine Geschenke mehr hinterher geworfen, die ohnehin gehen wollen.

15:13, Kölner1

>>Man hätte sich das jahrelange debattieren sparen können, indem man einfach die Verträge zwischen der EU und Norwegen übernimmt. Und gut ist. Aber so darf es nicht sein, weil VW, Daimler, Siemens, BMW & CO. es nicht so wollen.<<

Nein, sondern weil Großbritannien es so nicht will.

Norwegen ist zu 100% den Regeln der EU unterworfen, ohne sie mitbestimmen zu können.

?Plan: Corbyn hatt ihn=> seine eigene Karriere _Prämierminister

Corbyn steuert schon seit Jahrzehnten, schon vor dem Fall der IRA, das Amt des nächsten Premierministers an. Nur steifkommunistisch typisch__ die Folgen für die Wirtschaft des Landes, somit auch die Arbeitsrechts- & Arbeitsplatzperspektive, sind egal.

@ demokrateur

Falls May im Amt bleiben sollte, hat sie nur zwei denkbare Optionen. Die unwahrscheinlichere wäre, das Volk direkt über den im Parlament gescheiterten Vertrag abstimmen zu lassen

Das ist (nicht nur) in GB nicht möglich. Das Parlament hat einen regulär eingebrachten Gesetzentwurf abgelehnt. Fertig und aus.

@ Bernd Kevesligeti

... bedeutet dann wenn sich Abgeordnete dem Druck aus Brüssel und anderswo beugen und die Interessen des Landes verkaufen ?

Welchem Druck aus Brüssel denn? Das hätten die Brexiteers wohl gerne.
Aus Brüsssel und der ganzen Solidargemeinschaft EU kommt ein faires Angebot. Das wurde mehrheitlich ausgeschlagen. Ok. Jetzt müssen wir eben gucken, wie es vernünftig im Sinne der Menschen weitergeht.

@ Kölner

Man hätte sich das jahrelange debattieren sparen können, indem man einfach die Verträge zwischen der EU und Norwegen übernimmt.

Nach gestern Abend bin ich mir aber sicher, dass auch das nieder gestimmt worden wäre. Die einen wollten Mays Niederlage, die anderen den harten Brexit aus Prinzip (und aus Frust).

Kein Linker

Jeremy Corbyn will in erster Linie der EU und in zweiter Linie der Premierministerin eins rein würgen. Das ist populistisch und kurzsichtig. Für mich ist Corbyn kein Linker.

@ Bernd Kevesligeti

Und wem der Binnenmarkt am meisten nützt,daß können Sie am agieren von Merkel oder dem BDI/BDA sowie dem Deutschen Industrie-und Handelstag in dieser Sache sehen.

Frust ist nie ein guter Ratgeber.
Und gegen den Erfolg des Tüchtigen ist kein Kraut gewachsen.

Wenn Nordirland keine Grenzen

Wenn Nordirland keine Grenzen haben will, muss es aus gb austreten. So einfach ist das. Alles andere wäre genau die Rosinensuche, die gb auch versucht.
Aber dann wäre die grenze eben zu rest-gb. Man muss halt mal wissen, was man will.

re einfach unglaublich

"Das wäre nicht nötig gewesen, wenn die EU den Briten entgegengekommen wäre "

Seit Tagen phantasieren Sie vom 'Entgegenkommen der EU'.

Erzählen Sie doch mal konkret, welche britischen Wünsche und Privilegien die EU gewähren sollte.

16:06, Bernd Kevesligeti

>>re von Hador Goldscheitel
Die Spekulanten der City of London agieren schon lange.Kaum zu glauben,daß Sie dagegen was haben.Bezogen auf die EU und Deutschland schreiben Sie aber nichts gegen solche Einrichtungen.
Und wem der Binnenmarkt am meisten nützt,daß können Sie am agieren von Merkel oder dem BDI/BDA sowie dem Deutschen Industrie-und Handelstag in dieser Sache sehen.<<

Sie meinen, wenn die EU verschwände, dann würde das der Finanzspekulation einen Riegel vorschieben?

Und wenn es der deutschen Industrie schlechter ginge, dann ginge es den Menschen im Lande besser?

Kein Vertrauen

@ pnyx:
Sollte Corbyn wider Erwarten das Misstrauensvotum gewinnen - was ich durchaus für möglich halte

Ich nicht.
Es ist nämlich ein Misstrauensvotum und kein Vertrauensvotum.

RE:Bernd Kevesligeti

Die EU legt den Spekulanten, Steuervermeidern, Geldwäschern usw. schon Ketten an. Was glauben sie was los ist, wenn GB ohne EU und Regeln weltweit agiert.
Die wittern das ganz große Geschäft !

Gruß Hador

Was wollen die Gegner?

Mir ist nicht klar, was diejenigen wollen, die gestern Abend mit "Nein" gestimmt haben, anders wollen. Wenn der Backstop stört, will man dann eine harte Befristung oder eine sofortige Festlegung der Zollgrenze? Wenn ja, wo? Auf der irischen Insel oder in der irischen See?. Die einzigen, die ich bisher verstehe, sind die Freunde des "No deal", der scheinbar einfachen, klaren Lösung (die sich um so lästige Details wie Zolltarife, Visaverträge, Fischereirechte, Handygebühren oder oder nicht kümmern). Aber was wollen denn nun die anderen?

@ pnyx

Dass Corbyn im Parlament mehrheitlich Vertrauen entgegen gebracht wird, halte ich außerdem für relativ unwahrscheinlich.

@ edin

Ich denke, dass da auch eine Menge dabei sind, die dagegen gestimmt haben, weil sie für einen Verbleib in der EU sind.

Klar. Wer gegen den Brexit ist kann dem "Brexit-Deal" ja auch nicht zustimmen.

re bernd kevesligeti

"Und wem der Binnenmarkt am meisten nützt,daß können Sie am agieren von Merkel oder dem BDI/BDA sowie dem Deutschen Industrie-und Handelstag in dieser Sache sehen."

Was ist denn mit dem Agieren von Macron und den französischen Unternehmerverband?

fathaland slim

"Woran machen Sie es fest, daß die EU übel mit Großbritannien umgegangen wäre?"

Haben Sie eine Debatte in GB mal verfolgt? Auch beispielsweise gestern - vor der Abstimmung? Dann würden Sie diese Frage nicht mehr stellen.

Emphatie ist gefragter denn je!

Alternativlos?

Eigentlich liegen doch 3 Alternativen auf dem Tisch, die man hätte alternativ abstimmen müssen: This-Deal, No-Deal, No-Brexit. Dann hätte man noch überlegen können, eine zweite Abstimmung zu machen, bei der die Variante mit den wenigstens Stimmen wegfällt. Dann wüssten wir heute wenigstens, was sie wollen, die Briten ...

re orfee

"Die Menschen können sich an alles anpassen. Es wird sicherlich einiges an Luxus fehlen aber eine Katastrophe ist hier nicht zu erwarten."

Katastrophe ist ein weiter Begriff. Wenn man es erst Katastrophe nennt, wenn die Leute den Tapetenleim als Suppe kochen, dann gibt es natürlich keine Katastrophe.

Aber wie gesagt: ein weiter Begriff.

@14:34 von karwandler

Die Lösung hat schon auf dem Tisch gelegen und wurde von GB abgelehnt: eine EU-Außengrenze in der Irischen See.

Naja, das ist ja auch klar, dass das keine Option ist. Eine solche Grenze wird zur wirtschaftlichen Separation Nordirlands von GB führen und mittel- bis langfristig ziemlich sicher erst die wirtschaftliche und dann die politische Vereinigung mit der Republik Irland nach sich ziehen. Dafür wird es in London niemals eine Mehrheit geben.

Auch ich bin der Meinung, dass die Nordirland-Frage jede verhandelte Lösung unmöglich macht. Irgendwo muss die Außengrenze hin, aber weder zwischen Irland und Nordirland (das will die EU nicht) noch zwischen Nordirland und GB (das will das UK nicht). Also bleibt nur der harte Brexit (weil dieser von jeder Partei ohne das Einverständnis der anderen herbeigeführt werden kann) oder der Verbleib UKs in der EU. Entweder "bis auf weiteres" (das ist dieser "Backstop") oder dauerhaft (Exit vom Brexit).

re von Hador Goldscheitel

"Die EU legt Spekulanten,Geldwäschern,Steuervermeidern schon Ketten an".
Das ist aber eine unrealistische Beschreibung.Wie stehts mit Briefkastenfirmen in Luxemburg oder Amsterdam ? Die EU steht außerdem für Deregulierung,ob Postmarkt,Bahn.

17:22, MatthiasS

>>fathaland slim
"Woran machen Sie es fest, daß die EU übel mit Großbritannien umgegangen wäre?"

Haben Sie eine Debatte in GB mal verfolgt? Auch beispielsweise gestern - vor der Abstimmung? Dann würden Sie diese Frage nicht mehr stellen.

Emphatie ist gefragter denn je!<<

Die Debatten, von denen Sie reden, sind innerbritische Debatten. An denen ist die EU nicht beteiligt.

@16:58 von Superschlau

Nordirland ist Teil der Insel Irland. Mit dem Rest von Großbritannien hat es keine Landgrenze. Wo sehen Sie da ein Problem ?

@14:23 von Autograf

"...müssen sie weiter bei uns kaufen und zwar zum bisherigen Preis, den wir bekommen, plus Zoll, den die Briten bezahlen müssen." Eine Frage: Wer soll den Zoll festlegen, den die Briten bezahlen müssen ? Bis jetzt ist es doch so, dass der importierende Staat die Einfuhr-Zölle festlegt oder glauben Sie, dass die EU dem UK gegenüber Ausfuhr-Zölle festlegen wird ? Die Briten können ihre benötigten Waren überall auf dem Weltmarkt einkaufen und die Einfuhrzölle nach ihrem Gusto festlegen bis hin zur zollfreien Einfuhr. Sie sollten sich mal mit einem Zöllner darüber unterhalten.

Brexit aussitzen geht nicht ...

Ein Problem auszusitzen ist etwas was Politiker gerne machen - und mitunter kann es sogar richtig sein, weil sich das Problem von alleine löst. Die Kunst besteht darin, zu erkennen, welche Probleme man aussitzen kann, und welche durch aktives Handeln gelöst werden müssen.

Der Brexit ist ein Problem, das man definitiv nicht aussitzen konnte bzw. kann - allein schon wegen der Deadline 29.03.2019!

Trotzdem wurde ständig verzögert, zuerst durch die Neuwahl nach Übergabe des Antrags gemäß $ 50 (besser wäre es anders herum gewesen!), später durch Verzögerungen im Laufe der Verhandlungen und zuletzt noch durch die Verschiebung der finalen Abstimmung um einen Monat.

Jetzt wird die Zeit knapp, und zwar für alle möglichen Optionen: zweites Referendum, Nachverhandlungen, Verschiebung des Brexits um eine gewisse Zeit.

Im Ergebnis schlittert UK und die EU in einen harten No-Deal-Brexit hinein, denn eigentlich kaum einer wollte.

Handwerklich eine miserable Leistung, Mrs. May!

um 16:54 von KowaIski: " Kein

um 16:54 von KowaIski:
"
Kein Linker
Jeremy Corbyn will in erster Linie der EU und in zweiter Linie der Premierministerin eins rein würgen.
"

Jeremy Corbyn ist ein pro-europäischer Sozialdemokrat der "alten Schule" - also ein Vertreter der echten ursprünglichen sozialdemokratischen Werte - & nicht diese anderen Werte vom Seeheimer Kreis.

& genau deswegen hat Jeremy Corbyn auch ein Problem mit den ganzen Neoliberalen, die die EU gestalten, allerdings nicht mit der europäischen Idee an sich,dass die europäischen Länder "zusammenrücken" sollten.

Vertrag...

Erstaunlich, Grossbritannien ist einen Vertrag mit der EU eingegangen als es beitrat. Wer einen Vertrag kündigt muss sich der Kündigungsbedingungen bewusst sein. Feilschen geht da schlecht. Ignorieren,und sagen man halte sich nicht dran. Reiner Populismus. Muss sich niemand mehr an irgendwelche Regeln halten?
Scheint ja allgemein akzeptabel zu sein.

@ 16:58 von Superschlau

Wenn Nordirland keine Grenze zu Irland haben will, muß es nicht nur aus dem UK austreten sondern auch der Republik Irland beitreten. Da es eben beim Brexit für Nordirland auf alle Fälle eine neue Grenze geben wird (entweder Landgrenze zu Irland bzw. Seegrenze zu GB), sind die Nordiren die gelackmeierten des Brexits - weswegen sie auch mit großer Mehrheit gegen den Brexit gestimmt haben.

Schottland hat auch mehrheitlich gegen den Brexit gestimmt - die Schotten wollen eigentlich auch in der EU bleiben und sind über einen harten Brexit sicherlich not-amused! Für die Schotten stellt sich zukünftig die Frage: Remain in UK or back to the EU!

Theresa May hat dies übrigens vor der finalen Brexit-Abstimmung im House of Commens betont: Eine Ablehnung des Brexit-Deals kann zum Auseinanderbrechen des Vereinigten Königreiches führen!

@ 16:58 von Superschlau

Wenn Nordirland keine Grenze zu Irland haben will, muß es nicht nur aus dem UK austreten sondern auch der Republik Irland beitreten. Da es eben beim Brexit für Nordirland auf alle Fälle eine neue Grenze geben wird (entweder Landgrenze zu Irland bzw. Seegrenze zu GB), sind die Nordiren die gelackmeierten des Brexits - weswegen sie auch mit großer Mehrheit gegen den Brexit gestimmt haben.

Schottland hat auch mehrheitlich gegen den Brexit gestimmt - die Schotten wollen eigentlich auch in der EU bleiben und sind über einen harten Brexit sicherlich not-amused! Für die Schotten stellt sich zukünftig die Frage: Remain in UK or back to the EU!

Theresa May hat dies übrigens vor der finalen Brexit-Abstimmung im House of Commens betont: Eine Ablehnung des Brexit-Deals kann zum Auseinanderbrechen des Vereinigten Königreiches führen!

@16:06 von Bernd Kevesligeti

Und wem der Binnenmarkt am meisten nützt,daß können Sie am agieren von Merkel oder dem BDI/BDA sowie dem Deutschen Industrie-und Handelstag in dieser Sache sehen.

Der Binnenmarkt nützt Deutschland am meisten von allen EU-Ländern.

Und er nützt allen anderen Ländern auch! Es gibt tatsächlich Verträge (die meisten, übrigens), die sind zu beiderseitigem Vorteil.

Aus nahezu allen Ihren Kommentaren hier spricht die Vorstellung: Was schlecht für den einen ist, ist automatisch gut für den anderen. Und umgekehrt.

Das scheint mir die Hauptquelle für viele Fehleinschätzungen zu sein.

um 17:56 von Bernd Kevesligeti

>>
"Die EU legt Spekulanten,Geldwäschern,Steuervermeidern schon Ketten an".
Das ist aber eine unrealistische Beschreibung.Wie stehts mit Briefkastenfirmen in Luxemburg oder Amsterdam ? Die EU steht außerdem für Deregulierung,ob Postmarkt,Bahn.
<<

Das gesamte Arbeitsrecht incl. Mindestlohn liegt bei den Mitgliedsstaaten, nicht bei der EU. Würde man in Deutschland die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, so wäre es im Prinzip egal, ob eine Post staatlich oder privat ist.

Leinen los ohne Schutz durch die EU?

@ Bernd Kevesligeti:
Die EU steht außerdem für Deregulierung,ob Postmarkt,Bahn.

Sie sind wirklich jenseits aller Fakten auf den Brexit aus?
GB ist doch wesentlich weitergehend auf Deregulierungs-Kurs als der Durchschnitt der EU. Was denken Sie denn, wie es in GB mit Deregulierung abgeht, wenn die Brexit-Hardliner ohne schützende Hand der EU das Zepter in die Hand kriegen?

re von fathaland slim

"Die Debatten von denen Sie reden,sind innerbritische Debatten.An denen ist die EU nicht beteiligt".

Aber wiederspiegeln die nicht auch die Situation ? Den Druck und die Winkelzüge von Brüssel und Berlin(siehe Der Spiegel) und daraus resultierend das sinkende Ansehen derselben.
Und richtig:Mit Emphatie hat das nichts zu tun.

Geschmacksache

@ orfee:
Die Menschen können sich an alles anpassen. Es wird sicherlich einiges an Luxus fehlen aber eine Katastrophe ist hier nicht zu erwarten.

Sie meinen also, es ist Geschmacksache, ob Arbeitslosigkeit schon eine Katastrophe ist?

17:56, Bernd Kevesligeti

>>re von Hador Goldscheitel
"Die EU legt Spekulanten,Geldwäschern,Steuervermeidern schon Ketten an".
Das ist aber eine unrealistische Beschreibung.Wie stehts mit Briefkastenfirmen in Luxemburg oder Amsterdam ?<<

Sie meinen, die würden verschwinden, wenn die EU verschwände?

>>Die EU steht außerdem für Deregulierung,ob Postmarkt,Bahn<<

Dafür stehen die Regierungen der Nationalstaaten der EU. Auch die würden mit der EU nicht verschwinden.

15:53 von MatthiasS

"@proehi: Schauen Sie zB bei "hart aber fair" vorbei, dann haben Sie eine Quelle zu Sinn's Aussagen.
Wobei mich gewundert hat, dass sie diese kritische Stimme überhaupt erwähnt haben. Das war fair und hart."

Ich hab nicht die Aussagen von Hrerrn Sinn bestritten sondern deren Sinnhaftigkeit bezüglich seiner EU-Machtbalancethese Nord-Süd in Frage gestellt. Ein kleiner aber durchaus beachtenswerter Unterschied.

@Kowalski

"@ edin
Ich denke, dass da auch eine Menge dabei sind, die dagegen gestimmt haben, weil sie für einen Verbleib in der EU sind.<<

Klar. Wer gegen den Brexit ist kann dem "Brexit-Deal" ja auch nicht zustimmen."

Ganz so einfach ist es nicht.
Das Parlament war von Anfang an mehrheitlich gegen den Brexit, sah sich nach dem Referendum aber mit der selben Aufgabe wie Frau May konfrontiert: Als mehrheitlicher Brexit-Gegner gegen seine eigene Meinung den Willen der Mehrheit des Volkes, also den Brexit, zu organisieren.

Und jetzt zeigt das britische Parlament, dass diese Aufgabe zu schwierig war.

19:03, Bernd Kevesligeti

>>re von fathaland slim
"Die Debatten von denen Sie reden,sind innerbritische Debatten.An denen ist die EU nicht beteiligt".

Aber wiederspiegeln die nicht auch die Situation ? Den Druck und die Winkelzüge von Brüssel und Berlin(siehe Der Spiegel) und daraus resultierend das sinkende Ansehen derselben.
Und richtig:Mit Emphatie hat das nichts zu tun.<<

Von welchem Druck und welchen Winkelzügen reden Sie?

Und meinen Sie mit "Spiegel" immer noch das Interview mit dem Brexit-Hardliner und Rechtskonservativen David Davis?

re von fathaland slim

Die EU steht für diese Dinge.Bei Regierungswechseln in EU-Ländern wäre die Mitgliedschaft in der EU ein Hindernis für eine fortschrittliche Politik.Da Deregulierungen und Privatisierungen eben in entsprechenden Richtlinien festgelegt sind.
Außerdem sehen Sie die Austeritätsregeln(Schuldenbremse) und die Deindustrialisierung von Ländern des Südens durch Binnenmarkt und Währungszone durch den Exportmeister.

18:16, derkleineBürger

>>Jeremy Corbyn ist ein pro-europäischer Sozialdemokrat der "alten Schule" - also ein Vertreter der echten ursprünglichen sozialdemokratischen Werte - & nicht diese anderen Werte vom Seeheimer Kreis.

& genau deswegen hat Jeremy Corbyn auch ein Problem mit den ganzen Neoliberalen, die die EU gestalten, allerdings nicht mit der europäischen Idee an sich,dass die europäischen Länder "zusammenrücken" sollten.<<

Ich pflichte Ihnen selten bei, aber hier tue ich es. Aus vollem Herzen.

re von Wielstadt

Der Binnenmarkt nützt dem Exportstärksten.Das sehen Sie auch daran,wer händerringend dafür kämpft.Die Volkswirtschaften des Südens werden herunterkonkurriert.

20:11, Bernd Kevesligeti

>>re von fathaland slim
Die EU steht für diese Dinge.Bei Regierungswechseln in EU-Ländern wäre die Mitgliedschaft in der EU ein Hindernis für eine fortschrittliche Politik.Da Deregulierungen und Privatisierungen eben in entsprechenden Richtlinien festgelegt sind.
Außerdem sehen Sie die Austeritätsregeln(Schuldenbremse) und die Deindustrialisierung von Ländern des Südens durch Binnenmarkt und Währungszone durch den Exportmeister.<<

Das Ärgerliche ist nur, daß die Wahlbürger so gut wie aller EU-Länder rechts der Mitte wählen, und das eher mehr als weniger. Und das beileibe nicht nur in der EU. Insofern sind Ihre Betrachtungen hypothetisch.

Die EU ist die Summe ihrer Mitglieder. Wenn sich die Linke ähnlich international vernetzten würde wie paradoxerweise die Nationalisten, dann könnte man was bewegen. Aber "zurück zum Nationalstaat" macht nun wirklich nichts besser.

20:15, Bernd Kevesligeti

>>re von Wielstadt
Der Binnenmarkt nützt dem Exportstärksten.Das sehen Sie auch daran,wer händerringend dafür kämpft.Die Volkswirtschaften des Südens werden herunterkonkurriert.<<

Italien hat immer noch eine der stärksten Volkswirtschaften der EU und ist Nettozahler. Das Land weist nach Deutschland und den Niederlanden den dritthöchsten Exportüberschuss in der EU aus.

re von fathaland slim

Es ging erst mal darum in den Verhandlungen mit Großbritannien,daß Land weiter möglichst eng an die EU zu binden.Weiter einzahlen müssen,eingeschränkte Souveränität,Merkels Ausspruch laut SPIEGEL,auf den Sie einzugehen vermeiden.
Aber egal welcher Druck und welche Winkelzüge,Sie werden daß nicht so sehen wollen oder bestreiten.Bemerkenswert,die Treue nach oben.

@20:15 von Bernd Kevesligeti

Der Binnenmarkt nützt dem Exportstärksten.

Natürlich. Sag ich doch auch.

Ihr Denkfehler ist, dass Sie daraus schließen, dass er allen anderen nicht nützt. Das Gegenteil ist aber der Fall. Auch Italien, Griechenland und Spanien wollen ihre Produkte einfach, unbürokratisch und günstig verkaufen.

@ Bernd Kevesligeti

Die Volkswirtschaften des Südens werden herunterkonkurriert.

Ohne die EU wären die Chancen der "Volkswirtschaften des Südens" allerdings noch signifikant schlechter.

Darstellung: