Kommentare

Ist es nur Frau May?

Wer gestern die Redebeiträge von Julie Kurz bei Plasberg gehört hat, erhielt eine noch differenziertere Sichtweise des Brexitverlaufs und eine Ahnung darüber, dass der Zug eigentlich längst abgefahren war, als Frau May einem Brexit noch längst nicht so gewogen gegenüberstand wie ab dem Moment ihrer Wahl.
Daher glaube ich, sie hätte machen können was auch immer: Die Brexit-Befürworter waren und sind in der Überzahl, und ich glaube mittlerweile auch nicht mehr, dass ein erneutes Referendum ein grundlegend anderes Ergebnis brächte.
Die Engländer haben offensichtlich eine masochistische Veranlagung.

@ all: bitte kriegt mir diesen Brexit-Vertrag durch!!

hey zusammen,

hatte gerade einen Termin bei meinem Börsenbankster und der ist heute auch ziemlich angefressen. Ihr verhagelt dem und mir die Börsenfiesta. Von daher ihr Leutz, kriegt mir bitte diesen Brexit-Vertrag unter Dach und Fach. Es reicht mal mit dem Börsencrash.

Von daher kann ich dem hier:

https://www.tagesschau.de/kommentar/may-brexit-171.html

Theresa May hat das Chaos, auf das Großbritannien zusteuert, selbst zu verantworten. Ob Strategie, Taktik, Verbündete - die britische Premierministerin hat so ziemlich alles falsch gemacht, was sie falsch machen konnte.

nur absolut zustimmen. Exakt genauso ist es. Genauer gesagt: das Unterhaus in England hat totalen Mist gemacht wegen dieser DUP. May muss sich endlich von dieser DUP losmachen und eine alternative Mehrheit fuer den Brexit-Vertrag suchen. Wo sind die Vernuenftigen in London???

Die ganze Situation würde es

Die ganze Situation würde es in dieser Form nicht geben, hätte Frau May 2017 nicht unnötig Neuwahlen ausgerufen.
Ebenso wie Cameron damals meinte, er würde das No-Brexit-Referendum gewinnen.
Politiker neigen manchmal zur Selbstüberschätzung, was ihre Beliebtheit angeht. Gestützt von den guten Umfragewerten der Qualitätsmedien.
Nicht auszudenken Frau Merkel würde die Vertrauensfrage stellen.

Frau May hat die ganze Entwicklung ...

... mit großartig ruhiger Hand und steter positiver Ausstrahlung vorangetrieben! Der Lohn hierfür wird noch heute in einer deutlichen Zustimmung zu ihrem Brexit-Deal eintreten – auch wenn die Kommentatorin und die ganze besserwisserische Medienzunft dies noch nicht so recht wahrhaben wollen...

da ist unsere bundeskanzlerin aber von ganz anderem

Kaliber. die wartet erst mal ob, woher der wind weht und wie stark. wenn sich das ergebnis abzeichnet erhebt sie sich und trottet hinterher um den zug anzuführen. das ist staatsführung, woll frau dittert!

Es wäre so einfach

Der Weg hinaus wäre wirklich einfach: Das Brexit-Votum war nicht bindend. Das Land befindet sich in einer Sackgasse. Also: Artikel 50 widerrufen (EU hat zugesagt, dass das geht, ist also nicht Gegenstand von Verhandlungen mit den 27, anders als ein Hinausschieben), nochmal in Ruhe über die Bücher gehen, und wenn die Willensbildung innerhalb von UK abgeschlossen ist (durch neue Abstimmung oder klare Parlamentmehrheit), Artikel 50 ggf. neu aktivieren. UK Entscheidungsfreiheit wäre voll gewahrt, und man könnte eine saubere und wohldurchdachte Lösung finden. Brexit oder nicht. Wo ist das Problem?

Tragische Figur

Wer auch immer den Posten von Frau May nun innen hätte, würde in dieser Zwickmühle scheitern. Sie ist nichts weiteres wie eine tragische Figur. Schade nur, dass nicht einer dieser Brüllhälse und Heilsversprecher wie Boris Johnson oder Nigel Farage gerade Premierminister sind. Diese wären nach der Abstimmung auch erledigt.

Hoffentlich ist es bald vorbei

Dieses Kaugummithema Brexit ist dermaßne anstrengen und destruktiv, da hoffe ich nur noch, dass die Briten endlich aus der EU aussteigen und wir in Resteuropa die wirklich wichtigen Probleme angehen können.

Referendum

Es ist langsam schon ein peinliches Theater das hier aufgeführt wird. Ob man nun für oder gegen den Brexit ist ist dabei völlig unerheblich. Fakt ist, die jetzt ausufernden Streitereien und Diskussionen hätten vor der Abstimmung erfolgen müssen.
Nur um eines beneide ich die Briten. Sie wurden gefragt und sie durften Abstimmen. Das wäre bei uns niemals möglich.

Lose-Lose

Ich bin mit einigen Engländern in Kontakt. Von keinem habe ich gehört, daß er den Brexit befürwortet, im Gegenteil. Es muß wohl knüppeldicke kommen, um danach hoffentlich daraus zu lernen. Warum sind einige Politiker nur so machtbesessen? So wird es keine Win-Win-Situation geben, sondern eine Lose-Lose. Krank.

3 mal täglich

neue Wasserstandsmeldungen von den Insulanern. Hoffentlich ist bald Ende März. Brexit means Brexit, Farewell!

re jautaealis

"Frau May hat die ganze Entwicklung ...

... mit großartig ruhiger Hand und steter positiver Ausstrahlung vorangetrieben! Der Lohn hierfür wird noch heute in einer deutlichen Zustimmung zu ihrem Brexit-Deal eintreten – auch wenn die Kommentatorin und die ganze besserwisserische Medienzunft dies noch nicht so recht wahrhaben wollen..."

Dann bin ich jetzt schon gespannt, was Sie nach der Abstimmung posten werden.

Es gibt kein richtiges Leben im falschen

Die Entscheidung "Pro Brexit" kostet das britische Volk seit zweieinhalb Jahren etwa 730 Euro pro Sekunde, das sind etwa 440 Millionen Euro in der Woche. Und der Austritt ist noch nicht einmal vollzogen.

Wenn er kommt, werden die meisten Briten, also vor allem die Brexit-Befürworter auf dem Land erst merken, was er bedeutet. Keine Krankenversorgung mehr, keine Post, keinen Supermarkt und abends keine Kneipe. Denn diejenigen, die in den letzten Jahrzehnten den britischen Alltag in der Provinz mit ihrer ebenso unermüdlichen wie unterbezahlten Arbeit gestemmt haben, sollen ja "vor die Tür" gesetzt werden.

Ohne den europäischen Binnenmarkt wird die britische Wirtschaft implodieren. Statt "Krabben-Cocktail" wird es Schuhsohle und Teppichleiste zu kauen geben, bis "Käse und Zwiebeln" irgendwann mal wieder - und eher unter der Hand - zu haben sein werden.

Der Brexit war von Anfang an ein riesengroßer Murks, erschwindelt und erlogen von realitätsfernen Populisten. Gute Lösung? Fehlanzeige.

@ 13:10 von Karl Napf

"da ist unsere bundeskanzlerin aber von ganz anderem Kaliber. die wartet erst mal ob, woher der wind weht und wie stark. wenn sich das ergebnis abzeichnet erhebt sie sich und trottet hinterher um den zug anzuführen. das ist staatsführung, woll frau dittert!"
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Da gebe ich Ihnen Recht!
In 13 Jahren kann man mehr ohne Plan aussitzen, als wenn man einen festen Termin von 2 Jahren hat!

Versagt - auf ganzer Linie hatte David Cameron

Anstelle sich politisch mit Argumenten der rechten Ukip zu stellen,
hat sich er sich von dieser zum EU-Referendum treiben lassen.

Auch hat er den Lügengeschichten der Ukip
mit den angeblichen Einsparungen und der Gleichen sich nicht gestellt
um Reale Fakten aufgezeigt.
Die Ganze Brexit Abstimmung war eine reine Protestwahl der älteren Bevölkerung
gegen den unfähigen Britischen Debattierclub.

May konnte diesen Scherbenhaufen
mit diesem unfähigen Britischen Debattierclub auch nicht mehr kitten

Politik heißt gestalten und Verantwortung übernehmen
und nicht gleich nach des Mamas Rockzipfel (Volksabstimmung) greifen.

Aktuelle politische Kultur - ein Teufelskreis!

Nun die ganze Schuld bei Frau May zu suchen, ist vielleicht etwas einfach.

"Zeiten wie diese brauchen politische Führer, die mit Demut, Charme und Überzeugungskraft das Parlament und ihr Land einen können."

Das ist richtig, setzt jedoch voraus, das Parlamentarier zuhören können und Bürger sich für Politik interessieren. Wenn man an Populisten wie Boris Johnsen (der Trump für Arme) denkt, so wird klar, dass man mit Argumenten nicht weit kommt.
Politische Entscheidungen werden heute leider nicht mehr unter Berücksichtigung von Fakten ausdiskutiert. Stattdessen werden kurze, möglichst einfache Parolen bei Twitter & Co gepostet. Die Mehrzahl unserer heutigen Politiker verwechseln diese Werbeplattformen mit einem politischen Plenum. Und auch die Medien sind eher an schnellen Schlagzeilen und Zuschauerzahlen interessiert, als Sachverhalte gründlich zu recherchieren und verständlich im Zusammenhang darzustellen.
Als Folge nehmen in allen Ländern die Populisten zu - ein Teufelskreis

Verwunderlich !

Die Engländer haben sich für den BREXIT in einer freien Wahl entschieden . Dass einiuge geglaubt haben , sie brauchen sich an der Wahl nicht zu beteiligen, Pech geahbt. Bitte keine Extra Würste für die Briten, raus aus der EU und das war es. Die deutsche Wirtschaft jammert , von wegen sinkender Gewinne und Verlusten von Arbeitsplätzen .die heutigen Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor oder befristet als Leiharbeiter sind auch nicht das gelbe vom Ei.

Ich finde bei der ganzen verkorksten

Brexitsituation hat Frau May noch das Beste für ihr Land herausgeholt. Egal was sie sonst noch gemacht hätte sie wäre immer gescheitert denn zu uneins und zerstritten ist das Parlament und die EU redet schließlich auch noch ein Wort mit.
Wenn Frau May heute scheitert soll sie zurücktreten und den Besserwissern das Feld überlassen. Bin mal gespannt wer es von den Großmäulern dann besser macht.

"Splendid Isolation" nannten sie es früher

Was diese rückwärtsgewandte Politik anrichtet werden sie bald zu spüren bekomnen.
Diesmal gibt es keine Kolonien mehr, deren Rohstoffe man ausplündern kann um die eigene Wirtschaft am Leben zu halten.

Wes Geistes Kind Theresa May ist, hätten die

Briten wissen können, seit sie als Innenministerin die "hostile environment"-Politik verfolgte, die Politik des "feindlichen Umfelds". Die wandte sich gegen illegale Einwanderer, traf aber auch viele aus den ehemaligen Kolonien und ausländische Ehepartner von Briten. Sie wurde auf Kleinlastern mit Sprüchen wie "go home or face arrest" propagiert und mündete oft in Deportationen Unschuldiger.

Camerons Abtauchen nach dem Referendum und Johnson's Unverschämtheiten, David Davis, der zur ersten Verhandlung mit der EU keinen Plan sondern nur einen leeren Notizblock mitbrachte, lassen einen auch fragen, ob die Brexit-Wähler all diese kindischen Machtspielchen als Beweis sehen, dass GB am längeren Hebel sitzt und es diesem diktatorischen EU-Regime schon tapfer kämpfend zeigen wird.
Aber auch die Wähler haben Schuld an diesem Chaos;die Mehrheit wusste vor dem Referendum nur Schlagworte zur EU, und es war wohl zu beschwerlich, inzwischen mehr sachliche Informationen zusammenzutragen. Ein Drama

13:10 Karl Napf

"Da ist unsere Bundeskanzlerin aber......."

Sehr gut analysiert.

13:21 von vonkracht

>>UK Entscheidungsfreiheit wäre voll gewahrt, und man könnte eine saubere und wohldurchdachte Lösung finden. Brexit oder nicht. Wo ist das Problem?<<

Das Problem liegt wohl in einer (vollzogenen) Spaltung des Landes. Ob jetzt Brexit oder kein Brexit oder kontrollierter Brexit; das wird die Spaltung nicht aufheben können. Diese Art der Politik scheint wohl arg in Mode zu sein (USA, Ungarn, Türkei etc.). Die Zeit der "Politik" mit mitteln der Diplomatie und Erreichung eines Konsens, das können unsere machtbezogenen Egomanen nicht mehr.

Verengte Sichtweise Frau Journalistin

Da hat die Journalistin eine sehr verengte Sichtweise, die Schuld auf May zu verlegen!

Da sagt der britische Professor Anthony Glees etwas weitsichtiger, zB auch Frau Merkel hat eine großen Anteil am Brexit. Ja wir Deutschen und die EU haben da einen großen Anteil! Aber klar - es ist leichter Fehler auf andere zu schieben...

Es kommt jetzt auf Vernunft und guten Willen der Bürger an

„Zeiten wie diese brauchen politische Führer, die mit Demut, Charme und Überzeugungskraft das Parlament und ihr Land einen können.“

Amen.

In Anbetracht der heutigen politischen Lage sind die Aussichten dass die sich wo es sie gibt auch durchsetzen können derzeit offenbar nicht so gut.

Selbst dort, wo echter Wille, die Gesellschaft als Ganzes voranzubringen und die Demokratie zu stärken erkennbar ist und echte Fortschritte zu verzeichnen sind, stehen die Politiker, wenn es hart auf hart kommt (zum Showdown mit waffenstarrenden Autokraten, die angeblich die sogenannten Weltmächte repräsentieren) anscheinend auf verlorenem Posten.

Guter politischer Wille ist sicher überall gegeben. Den zu erkennen ist aber oft nur denjenigen möglich, die überhaupt die Mittel dazu haben, d.h. Möglichkeit und v.a. Interesse, unverfälschte Dokumentationen aus dem Alltagsleben aller Regionen dieser Welt zu verfolgen, deren Produzenten idR in Ländern leben, wo Meinungsfreiheit und Transparenz gegeben sind.

Als Rechtfertigung dazu

Als Rechtfertigung dazu diente ihr (May) der sogenannte Wille des Volkes, eine klassische rhetorische Figur jedes autokratischen Populismus. Der Wille des Volkes, einmal abgefragt, gilt und rechtfertigt jede weitere Handlung einer einmal gewählten Regierung. Noch einmal nachfragen gilt nicht. Das Volk könnte ja seine Meinung geändert haben.
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Wer Nationalisten aus reinem, persönlichen Machterhalt hinterher hechelt, statt ihnen die Stirn zu bieten, endet mit ihnen im Chaos. Siehe die Geschichte!

13:31 von Smoerebroed

>>Nur um eines beneide ich die Briten. Sie wurden gefragt und sie durften Abstimmen. Das wäre bei uns niemals möglich.<<

…. und hätten wir dann eine richtige Entscheidung getroffen?
Mit den damals vorliegenden Informationen für die sogenannte Öffentlichkeit war eine durchdachte Entscheidung (Referendum) nicht möglich und ich bin sicher, das würde "uns" auch passieren. Wer verfolgt denn schon im Detail alle Entwicklungen die es in der EU gibt? Ein Blick hier im Forum genügt da schon und.... ich bilde mir nicht ein eine "richtige" Entscheidung treffen zu können.

Verlotterter Haufen

Wer hätte sich vor der Brexiterei je vorstellen können, wie verlottert und infantil die englische Politikerkaste in großen Teilen ist? Diese Karre wäre immer im Graben gelandet, egal wer zu steuern versucht.

Genau...die EU hat versagt!

Tatsache ist das die EU es England so schwer wir möglich macht. Nur das ja kein anderes Land auf die Idee kommt auszutreten.
Die EU ist eine Totgeburt und wird scheitern.
Und der Brexit wird kommen. Ob es der deutschen Presse gefällt oder nicht!

Brexit ist langfristig das Aus für die EU

Der Brexit ist weder für GB noch für die EU verkraftbar, weil der innere Zusammenhalt schon längst in der EU nicht mehr als erkennbare Strabilitätsgröße vorhanden ist. Die EU wird zunehmend auseinanderbrechen, weil nicht ausreichend auf konforme Prinzipien, Ausgleiche im Vorsorgebereich, tragfähige, abgestimmte und nationengerechte Übereinstimmung in der Außenpolitik geachtet worden ist und nationale Alleingänge von Frau Merkel (Türkei, Russland) die Stimmung für einen Konsens abgewürgt haben. Anstatt ein starkes Europa, was bindet, erleben wir in der Turbulenz von eigensüchtigen Wirtschaftsinteressen und ihren politischen Referenten ein Desaster, wie der Tanz des Popanz um das goldene Kalb.

"Um dem rechten populistischen Flügel ihrer Partei zu gefallen, machte sie dann aus dem Referendum allzu bereitweilig ein Votum für die Rückbesinnung auf den englischen Nationalismus. Aus der Vielzahl der Motive der Wähler identifizierte sie die ausländerfeindliche Stimmung im Land als das Hauptmotiv und erklärte die Kontrolle der Grenzen um jeden Preis zum Willen des Volkes."

Das ist nicht nur ein Fehler, sondern unverzeihlich.

Niemand sollte sich anmaßen dürfen, für das ganze "Volk" - also für jeden einzelnen seiner Bürger - zu sprechen.
Und erst recht nicht, zu definieren, was dessen Wille ist.

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