Ihre Meinung zu: Schlechtes Wetter verhindert Container-Bergung

12. Januar 2019 - 15:48 Uhr

Alles ist vorbereitet, doch das Wetter im Nordseeraum spielt einfach nicht mit. Darum wurde die Bergung der Container der havarierten "MSC Zoe" verschoben. Ralf Lachmann über Tücken bei der Containersuche.

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Kommentare

ZOE-Container

In meiner Tageszeitung war heute zu lesen, daß der Kapitän bewußt die küstennahe, nicht für Schiffe über 10.000 BRT geeignete Fahrrinne benutzt hat. Das sagt alles........

Positiv

ist, dass die Reederei die Bergungskosten zahlen muss, das tut hoffentlich ein wenig weh. Für die Zukunft muss aber jede Reederei duch Strafandrohung etc. noch besser in die Pflicht genommen werden, Ladungen zu 100% zu sichern und ihre Subunternehmen dementsprechend zu kontrollieren. Wir Verbraucher sind aber auch in der Pflicht:
"Das Kaufen [ist] nicht nur ein wirtschaftlicher Akt, sondern immer auch eine moralische Handlung Daher ruft heute „das Thema der Umweltverschmutzung das Verhalten eines jeden von uns […] zur Rechenschaft.“
(Papst Franziskus Enzyklika Laudato SI)

Die Bergung der Container

Wie die Bergung nun im einzelnen abläuft ist ja Wetter bedingt und das kann dauern. Aber der Plan sieht ja aus m.S. sehr Profihaft aus und die Kosten übernimmt die Versicherung der Reederei.Dann hoffen wir mal auf gutes Wetter.

Versicherungsfall

Die Kosten für die Bergung werden ja sicherlich nicht von der Reederei direkt übernommen, sondern von deren Versicherung und die Übernahme steht doch überhaupt nicht zur Debatte. Dass die Container ungesichert an Deck standen, war mir noch gar nicht bekannt und letztlich weiß das auch nur die Schiffs-Besatzung. Nicht jede Reederei arbeitet kriminell und aus Profitgier !

@cw16

Wenn Container ungesichert bei ungünstigen Wetterbedingungen übers Meer geschipppert werden, sollte sich jede seriöse Versicherung für die Schadensübernahme verweigern!
Bei ungünstigen Wetterbedingungen raus zu fahren belegt die Profitgier!

@18:05 von Cw16

"Dass die Container ungesichert an Deck standen..." - wo haben Sie das denn her ?

18:05 von Cw16

Versicherungsfall

Die Kosten für die Bergung werden ja sicherlich nicht von der Reederei direkt übernommen, sondern von deren Versicherung und die Übernahme steht doch überhaupt nicht zur Debatte. Dass die Container ungesichert an Deck standen, war mir noch gar nicht bekannt und letztlich weiß das auch nur die Schiffs-Besatzung. Nicht jede Reederei arbeitet kriminell und aus Profitgier !
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Profitgier ist nach meinen langjährigen Erfahrungen im Transportgewerbe selten.
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Auch bei den Reedereien müssen derart erwirtschaftete, "wirtschaftwissenschaftliche Vorteile" zur Verdrängung an "die" Kunden weitergegeben werden.

@CW16

Und sie scheinen von Conatinerschiffen keine Ahnung zu haben.
Die stehen immer aufgestapelt auf Deck, gehalten und geführt von ziemlich dünnen Verstrebungen aus Stahl.
Das ist selbst bei hohem Seegang in aller Regel kein Problem, sonst wäre dieses System erst gar nicht zugelassen wurden auf allen großen Containerschiffen.

Zoe Container

@Bagheira

An deiner Stelle würde ich dem Artikel in deiner Zeitung keinen Glauben schenken!

Der Wahrheitsgehalt dürfte mehr als niedrig sein, da die Zeitung die Größe BRT verwendet, eine Messgröße die seit 1994 nicht mehr verwendet wird!
Wenn in dem Punkt schon so schlecht recherchiert wird dann in anderen Punkten bestimmt auch.
Außerdem dürfen Schiffe dieser Größe nur den Tiefwasserweg in der Deutschen Bucht befahren.
Davon abgesehen das sie aufgrund ihres großen Tiefgangs außerhalb gar nicht manövrieren können!

Huch ? Hab ich mich so

Huch ? Hab ich mich so missverständlich ausgedrückt ?
@Karussell
Das hatte weiter oben jemand vermutet, dass die Ladung nicht „...zu 100% gesichert...“ war. Das kam nicht von mir. ICH habe das angezweifelt, weil es dazu noch gar keine Belege gibt.
Und @hallo_frosch : Genau. Ctr. stehen i.d.R. gelasht an Deck. Ich weiß das. Die„Zoe“ ist ein sehr junges Schiff, unterliegt regelmäßigen Wartungen - ich hab‘ keine Zweifel, dass alles richtig gelaufen ist. Ich finde auch nicht, dass das „dünne Stangen sind“. Das Lashen ist jahrelang bewährt.
@lh : das werden die Untersuchungen ergeben, ob die Ctr. ungesichert waren. Ich kann es mir NICHT vorstellen ! Es ist auch keine kleine Vergnügungsjacht, wo man bei schlechtem Wetter entscheidet, ach, ich lauf‘ heute lieber nicht aus. Und eine Versicherung sollte schon immer für Schäden aufkommen. Dafür wird sie bezahlt.
@Arctic Fox : ja. Ich bin ganz Ihrer Meinung.

nicht mal 2% seiner Ladung ...

... hat der Dampfer verloren und schon ist die Rede von ein riesigen Umweltverschmutzung und Gefahr für das Wattenmeer und die andere Schifffahrt.
Man sollte sich mal Gedanken um die Konsequenzen eines Totalverlustes machen. Wenn ich mir da so die Daten der MSC Zoe (und vergleichbarer Frachter) anschaue scheint man den Gedanken an Redundanz den Kosten und der Gewinnmaximierung geopfert zu haben. Z.B. nur eine Maschine. D.h. bei Ausfall dieser einen Antriebsmaschine dümpelt der Kahn also hilflos im Sturm und evtl. aufs nächste Riff

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