Ihre Meinung zu: Brinkhaus für härtere Strafe bei Datendiebstahl

12. Januar 2019 - 10:00 Uhr

Wer Daten stiehlt, kann nach derzeitiger Rechtslage mit maximal drei Jahren Haft bestraft werden. Zu wenig, sagt Unionsfraktionschef Brinkhaus. Der Datenschutzbeauftragte warnt indes vor der Benutzung von WhatsApp.

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Kommentare

Richtig

Wer Daten stiehlt, kann nach derzeitiger Rechtslage mit maximal drei Jahren Haft bestraft werden. Zu wenig, sagt Unionsfraktionschef Brinkhaus

Richtig. 5 Jahre sind viel Zeit zum Nachdenken. Allerdings geht es hierbei um eine Höchststrafe, die erst ausgesprochen werden muss, wobei viele Faktoren hineinspielen müssen.

Datenklau ist im Prinzip nichts anderes, als wenn ein Unbefugter meinen Briefkasten ausräumt.

Milde?

Drei Jahre Gefängnis finde ich nicht milde, das ist schon kräftiger Tobak.
Wen drei Jahre nicht schrecken, dem machen auch 5 oder mehr als Aussicht nichts aus.
Im Vergleich dazu sollte man auch sehen, wie Strafen für andere Vergehen aussehen, die weitaus größeren Schaden verursachen, und zwar ohne "Mithilfe" der Opfer, die in diesem Fall oft unglaublich leichtsinnig waren und sind.

Die Tagesschau ...

... dürfte ruhig Begriffe korrekter benutzen - statt umgangssprachlich.

Es.gibt keinen Strafgesetzbuchparagraphen Daten "Diebstahl".

Daten wurden ja nicht entwendet, sondern ausgespäht. Beim Diebstahl kann der Eigentümer nicht mehr darüber verfügen, was bei den Daten der.Abgeordneten und Promis nicht der Fall war. Die Daten waren ja immer noch da.

Deswegen heißt es im Strafgesetzbuch auch nicht "Diebstahl" sondern "Ausspähung von Daten". Paragraph 202 a StGB

Irgendwie absurd

Wenn das im ganz grossen Stil (siehe dazu zb https://tinyurl.com/ycf3yj9x - aber auch google, amazon, facebook, .. sammeln so viele Daten wie nur irgend möglich) gemacht wird, dann stört das offenbar niemanden. Seltsam, das!

Verhältnismäßigkeit

Man sollte immer die Verhältnismäßigkeit der Strafe beachten.
Physische Schäden oder gar Tod des Opfers sollten auf jeden Fall wesentlich höher bestraft werden als die gekränkte Eitelkeit von Politikern und sog. Künstlern (zB Böhmermann).
Oder sind wir schon wieder in der Adelsherrschaft, wo Majestätsbeleidigung oft stärker bestraft wurde als Kapitalverbrtechen?

Staatstrojaner und Funkzellenortungen

Schon interessant, wie kriminalisiert der Datenklau wird.
Demnach ist dann unser Staat der größte Kriminelle:
Er erlaubt sich Staatstrojaner oder Funkzellenortungen, ohne dass der Normalbürger etwas davon weiß.
Natürlich alles nur, um uns vor Terroristen zu schützen.

Die Strafe passt

Der Strafrahmen passt in meinen Augen. Er liegt höher als bei einem Hausfriedensbruch. Meines Erachtens wäre es ein Wertungswiderspruch, wenn das heimliche Betreten einer Wohnung, um dort Daten zu lesen, Fotos zu machen etc. deutlich milder bestraft würde als das Hacken von Daten.

Diebstahl ist das falsche Vergleichsdelikt und wieso Diebstahl und nicht Unterschlagung, die auch nur bis 3 J. geht?

Im übrigen der allgemeine Hinweis, dass höhere Strafen in der Regel keine abschreckende Wirkung haben (außer Wirtschaftskriminalität).

Daher wieder ein Beispiel für Symbolpolitik mittels des Strafrechts.

Die Unversehrtheit

Er hatte massenhaft Daten von Politikern und anderen Personen des öffentlich Lebens ausgespäht und ins Netz gestellt.

Die Daten waren bereits massenhaft im Netz. Der Schüler hat sie quasi nur gesammelt und sortiert. Einzig sinnvoll ist der Appell des Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber. Ja, Datenschutz, auch der Umgang mit Medien gehört in den Schulunterricht.
Es gibt gerade für Politiker eine Eigenverantwortung im Umgang mit Daten. Dort sollte zuerst sanktioniert werden, wenn die Sorgfalt nicht ausreichend gewahrt wird. Herr Brinkhaus sollte bei seiner Fraktion beginnen bevor er härtere Strafen fordert.

Es ist erschreckend wenn Politiker die Lösung sofort in neuen Gesetzen oder Strafen sehen. Dabei fällt in diesen Tagen auf, dass bei der körperlichen Unversehrtheit differenziert wird. Es hängt da wohl bei mancher Beurteilung bereits wieder davon ab, welche Parteizugehörigkeit die Opfer haben.

Auch die körperliche Unversehrtheit ist ein Grundrecht aller Menschen.

Geht es einem Opfer dadurch besser oder

lassen sich Täter durch härtere Strafen abschrecken?
Wohl kaum!

Es ist doch so, als ob diese Menschen ihr Auto bzw. die Haustüre nicht abschließen würden und sich dann beschweren wenn unliebsame Gäste kommen.

Wie will man Menschen vor ihrer eigenen, groben Fahrlässigkeit schützen?
Wer Passwörter wie 123456 oder Ähnliches benutzt, gehört auch bestraft bzw. mit Teilschuld belangt.

Ist nur wieder mal ein äußerst fader Beigeschmack.
Kaum sind irgendwelche "Wichtigen" davon betroffen, dann ist das Geschrei wieder groß. Werden aber von einer großen Hotelkette z.b. Milliarden Kreditkarten-Daten gestohlen, dann ist das nichts.

Wird aber von einem Politiker oder B-Promi sein "wahres Gesicht" geleakt, dann ist das natürlich ein schlimmes Verbrechen?

3 Jahre zu milde

Dafür, dass er ignoranten und unfähigen Politikern den Spiegel vorgehalten hat.

Ich denke, man wird schon etwas finden, damit der junge Mann nicht zu billig davonkommt. Es gab ja schon ein paar Hinweise auf rechte Gesinnung. Da lässt sich bestimmt etwas basteln.

Vernünftiger wäre, dem Mann einen Job in einer Abteilung Datensicherheit anzubieten. Und ihn Politiker zeigen lassen, wie man sicher mit den eigenen Daten umgeht.

Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher müssen das schließlich auch können.

WhatsApp

Eigentlich ist die Nutzung von WhatsApp immer illegal. Laut AGB erklärt man, die Zustimmung aller Personen im eigenen Adressbuch zur Übermittlung Ihrer Daten zu haben. Wer hat die schon?

@10:53 von Lyn

"Vernünftiger wäre, dem Mann einen Job in einer Abteilung Datensicherheit anzubieten."

Dann kann man einen Alkoholiker auch einen Job in einer Schnapsbrennerei anbieten; oder einen Terroristen im Atomkraftwerk.

???

Die ganze Diskussion ist sehr fragwürdig, denn wer alle seine Daten im Netz preisgibt, ist vermutlich längst Opfer seiner Internetsucht geworden. Darüber sollten wir sprechen. Welchen Sinn hat das Internet in Blick auf die Zukunft??? Keinen. Aber lesen sie diese Sätze in ein paar Jahrzehnten. Dann werden sie über unser Zeitalter und die Aufgeregtheit dahinter nur müde lächeln. Haftstrafen für Datenmissbrauch verschärfen die Situation immer mehr, denn damit gewinnt das Internet an Gewicht. Wollen wir das wirklich zulassen, dass unsere Welt nur noch existieren kann, solange Strom fließt? Eigentlich sind wir eine kranke Digital-Spezies und darüber sollten wir uns aufregen.

Verdrehte Welt ?

Für mein Rechtsempfinden ist es vollkommen inakzeptabel , daß Delikte wie Datendiebstahl überhaupt höher bestraft werden , als jegliche Art von Körperverletzung oder gar sogeannante fahrlässige Tötung. Wenn Jugendliche bei illegalen Autorennen Menschen schwer verletzen oder gar Töten , kommen sie dann mit geringeren Strafen davon als Bagettdelikte wie Datendiebstahl insbesondere im privaten Umfeld. Dieser Staat entfernt sich immer mehr von den Bürgern.

Es

sieht wiedermal sehr nach Aktionismuss aus, was unsere Eliten da veranstalten. Ich sehe da andere Bereiche, wo eine Verschärfung und Umsetzung der Gesetze notwendig wäre.

@ elefant

Dieser Staat entfernt sich immer mehr von den Bürgern.

Die Aussage kann ich nur vollumfänglich bestätigen.

Was soll das?

Ich nehme an, dass die Strafverfolgung eh nur dann funktionieren wird, wenn es wiedermal Daten der Politiker betroffen sind.

Bei Normalleuten war das bislang auch kein Thema, egal, wer die Daten klaut. Da heißt es je nach Täter "selber schuld" oder "wer nichts zu verbergen hat, muss keine Angst haben". Ich denke da an Bundestrojaner und Vorratsdatenspeicherung...

@10:47 von Oxalis

"Es ist doch so, als ob diese Menschen ihr Auto bzw. die Haustüre nicht abschließen würden und sich dann beschweren wenn unliebsame Gäste kommen."

Betrachten wir es doch mal realistisch: Diese Häuser und Autos haben gar keine Schlösser, die man abschließen könnte. Sie haben zwar ein paar Riegel, aber die Riegel sind mit mehr oder weniger Aufwand von außen zu erreichen und zu öffnen.

Man müsste sich mal ernsthaft damit befassen, wie man Türen mit Schlössern baut. Aber wenn man selbst von offensiven Cyberangriffen phantasiert und daher daran interessiert ist, dass die potentiellen Opfer keine Schlösser haben, versucht man auch nicht ernsthaft, welche zu produzieren. Sicherheitsprobleme werden als potentielle Waffe gehortet anstatt behoben.

Das Problem ist nur, dass es uns überhaupt nichts nützt, wenn unsere IT kaputt ist, dass wir dann jemandem anderen vielleicht auch seine Systeme kaputtcybern können. Damit fangen wir unsere Daten nicht wieder ein.

Der Täter war sogar nach

Der Täter war sogar nach Aussage eines Freundes Geltungssüchtig, was typisch als Motiv für einen jungen Menschen ist. Ich frag mich aber, woher kommt diese Geltungssucht in einer Welt, wo der Einzelne bekanntlich nicht sehr viel gilt (nur auf dem Papier). Aber da wären wir beim Leistungsdenken, dem Hunger nach Anerkennung, was ja gottgegeben scheint und wir müssen das beibehalten, und Verwirrung in den Köpfen säen.

Es ist lächerlich

weil wieder einmal aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird. Da hat ein junger und intelligenter Lausbub gezeigt, wie einfach es ist, an Daten zu kommen. Nun sind zufällig unsere Vorzeigepolitiker Opfer des Datenklaus gewesen. Wäre Ottonormalo betroffen gewesen, so wäre es, wenn überhaupt, nur eine Randnotiz wert gewesen. Hier jedoch wird dieser Vorfall jetzt wieder instrumentalisiert, um nach härteren Gesetzen zu rufen. Auf der anderen Seite sind gewisse politische und mediale Stömungen dabei wirkliche Strafdelikte mit Körperverletzung zu bagatellisieren und das Opfer soll zum Täter abgestempelt werden.
Wo sind wir eigentlich? ich bin ratlos

Habe ich da was falsch in Erinnerung?

Als ich mich 1996 für Facebook interessiert habe und beschlossen hatte, da mitzumachen ging es daum, dass meine beruflichen Daten und mein Werdegang als auch meine wissenschaftlischen Erkenntnisse mehr Menschen bekannt sein sollten.
Es kam dann aber anders.

Jedenfalls war damals schon klar, dass Daten quasi öffentlich sind, die bei Facebook und Ähnlichem hinterlegt werden.

Auch verstehe ich nicht, wieso sich gerade Menschen so aufregen, die sowieso im Licht der Öffentlichkeit stehen oder deren Beruf es ist, Wissen über Andere in die Öffentlichkeit zu bringen.

Übrigens wurden die Daten nicht gestohlen - zu ähnlichen Fällen gibt es Urteile, die diese Aussage sauber juristisch begründen. (Siehe Urteile zu den Steuerdatendisketten)

Whats App nicht benutzen?

IT-Sicherheit ist ein Spannungsfeld von zu schützenden Werten, Bedrohungen, die auf diese einwirken können, sowie technische und organisatorische Gegenmaßnahmen, die alle Risiken auf ein individuell vertretbares Restrisiko versammeln.
Vor dem Hintergrund kann man nicht pauschal sagen eine Technologie ist gut oder schlecht. Wenn Sie keine zu schützenden Werte haben und WhatsApp benutzen, um mit Ihrer Frau Nachrichten auszutuschen, ist das keine schlechte Technologie. Vorausgesetzt beide haben gegenseitig die Nutzung erlaubt und weitere Beteiligte sind nicht involviert.
Wer sich als Datenschützer mit solchen Statements veröffentlicht, stellt nur dar, dass er wenig echten Sachverstand anzubieten hat.

Härtere Strafen

Was nutzen verschärfte Strafen wenn sie nicht verfolgt werden ? Ich fahre jeden Tag 50 km zur Arbeit und da interessiert sich kaum noch einer für Verkehrsregeln .An einer Stelle jedoch blitzen die Heiligenscheine regelmäßig auf: Genau da wo gelegentlich eine Radarkontrolle steht .Dort wird die Höchstgeschwindigkeit exakt eingehalten-für maximal 200 m. Wenn man Daten schützen will sollte man also bei sich selbst anfangen und Maßnahmen treffen bevor man auf die Politiker schimpft . Diese müssen aber auch für eine Verbesserung bei der Verfolgung der Internetkriminalität sorgen. Dabei dürfen auch Grenzen kein Hindernis sein . Ein Server in Absurdistan darf nicht der Grund sein das keine Kriminalität mehr verfolgt wird . Ich denke da liegt die Herausforderung und nicht einen Internetjunkie ,der ein paar meist öffentliche Daten gesammelt hat , zu bestrafen .

Schreien könnte ich

Seit Jahrzehnten werden dutzende Firmen und tausende Privatpersonen jeden einzelnen Tag gehackt und die Politik hat nichts, aber wirklich gar nichts, unternommen.
Kaum erwischt es mal einen Politiker sind Gesetze nicht mehr streng genug und statt eines achselzuckenden Uniformierten der frage was genau er jetzt machen solle werden Sondereinsatzkommandos gegründet.
Wo ist da bitte die Gleichheit vor dem Gesetz?
Dieser Egoismus der Politik ist das aller, aller Letzte!
Mir kann ein Wechsel gar nicht radikal genug ausfallen.

Wie Einfach Unglaublich …

… um 10:33 schon schrieb: Es handelt sich nicht um Diebstahl, sondern um Auspähung. Auf den Punkt gebracht:
Wenn ich nackt durch meine Wohnung laufe und, jemand dringt in die Wohnung ein und beobachtet mich dabei, ist das sicher strafbar. Wenn ich mich aber nackt ans Fenster stelle, und jemand beobachtet mich dabei, macht der sich dann ernsthaft strafbar? Vielleicht sollte ich mich einfach nicht nackt ans Fenster stellen.

@ OrwellAG (11:29): gegen den laufen schon andere Verfahren

hi OrwellAG

Also da weiss ich aber mehr ueber den Täter als Sie. Denn ich weiss, dass dieser Täter schon vor diesem Hack mehrfach auffällig war und es schon mehrere Ermittlungsverfahren in anderen Bundesländern gegen den gab:

https://www.tagesschau.de/inland/hacker-ermittlungsverfahren-101.html

Der aktuelle Datendiebstahl war offenbar nicht sein erster: Gegen den 20-jährigen Hacker wurden schon vorher drei Verfahren wegen ähnlicher Vorwürfe eingeleitet. Er soll rechtsextreme Positionen verbreitet haben.

Gegen den 20-jährigen Hessen, der Daten von rund 1000 Politikern, Prominenten und Journalisten ausgespäht und veröffentlicht haben soll, wird auch in weiteren Fällen ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Gießen habe schon vor dem aktuellen Fall drei Ermittlungsverfahren wegen ähnlicher Vorwürfe eingeleitet, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Zuvor hatte "Spiegel Online" darüber berichtet.

@Juergen

Da waren Sie ihrer Zeit ganz schön voraus. Facebook wurde 2004 gegründet.

umbefugte Veröffentlichung persönlicher Daten

Wenn es um die unbefugte Veröffentlichung persönlicher Daten geht, kann den Betroffenen großer Schaden entstehen.
In solchen Fällen muss
Datendiebstahl hart bestraft werden!

Ich würde da unterscheiden.

Zwischen Datendiebstahl und Kriminalität.
Daten sind keine Sachen - keine materiellen Besitztümer. Entsprechend kann das Stehlen von Daten, also reinem Wissen, nicht schlimm sein. Erst wer dieses Wissen missbraucht, also zum eigenen Nutzen oder zum Nachteil seiner Mitmenschen gebraucht, handelt kriminell. Wenn Menschen (allgemein und allesamt) weder gierig, noch gehässig wären, sondern viel selbstloser und hilfsbereiter, dann wäre "Datenklau" völlig unproblematisch.

Höhere Strafen?

Der Straftrahmen für "Ausspähung von Daten" (Paragraph 202 a StGB) reicht m.E. schon aus.
Nur müssen Richter diesen Rahmen auch ausnutzen.

Es kann auch nicht richtig sein, dass Heranwachsene zwischen 18 und 21 i.d.R. automatisch nach Jugendstrafrecht verurteilt werden. Von jemandem, der volljährig ist und wählen kann, darf man m.E. regelmäßig auch die volle Verantwortung für sein Tun erwarten.

3 Jahre Maximalstrafe ist

3 Jahre Maximalstrafe ist ausreichend. In diesem speziellen Fall sollte man eher eine Bewährungsstrafe verhängen und dem jungen Mann einen Job beim BSI anbieten.

Umgang mit Daten

Der Umgang mit Daten (in die sem Fall e- Mails) ist der Hauptgrund das H. Clinton heute keine Präsi der USA sein darf.

um 10:54 von dropofrain
Eigentlich dürften wir aber mit unseren tollen Geräten gar keine Apps mehr nutzen, weil alle irgendwelche Daten abgreifen und selbst die Betriebssysteme schon die totalen Datenschnüffler sind.

Ansonsten ist dieser Beitrag eigentlich nur als unsinniges Getöse zu analysieren. Wer seine Daten in irgendwelche Wolken auslagert und dort nicht verschlüsselt und passwortgeschützt ablegt brauch sich z. B. nicht wundern. Die allseits gefürchteten Brute-Force- Attaken zum Beispiel sollten schon im dritten Versuch scheitern, weil die meisten Anbieter (auch Facebook) nach dem schon sperren.

Stellt sich mir also zum Schluß die Frage: was will uns Hr. Brinkhaus sagen? Das er von Datenschutz als Datenschutzbeauftragter keine Ahnung hat? Klingt vieleicht etwas polemisch, aber ...

Da wollte mal wieder ein

Da wollte mal wieder ein Politiker in die Zeitung kommen. Aufklärungsquote? Aufsicht ähnlich wie Bankenaufsicht oder Börsenaufsicht, und Strafverfolgung? BSI stärken? Ausspähung ist sowieso schon mit drei Jahren strafbedroht, Erpressung, Diebstahl vom Konto anhand ausgespähter Daten usw. usf. noch viel mehr, aber der will von sich reden machen, indem in jahrelangen Verfahren dann "5" statt "3" in Gesetze geschrieben wird, die noch keinen "Datendiebstahl" verhindert haben?

WhatsApp benutzen?

Privat nutze ich WhatsApp, weil es sehr bequem ist. Das ist meine Entscheidung. Auf meinem Dienst-Handy gibt es natürlich kein WhatsApp, hier hat der Datenschutz Priorität.

In der U25-Studie vom letzten

In der U25-Studie vom letzten November sorgten sich 30% der Befragten, dass ihre Daten im Netz nicht mehr sicher seien.

Aber erst jetzt, wo Politiker selbst betroffen sind, wird aufgejault.
Besonders beschämend: nicht etwa die Datensicherheit soll generell erhöht werden, sondern man fokussiert auf den (hier einzelnen) Täter.

Fahrlässiger Datenverlust betrifft Millionen Bürger, weil Firmen an IT-Sicherheit sparen und das bleibt weiterhin nur ein Image- und Marketingproblem und völlig straffrei.

Stattdessen populistische Harter-Hund-Vorschläge wie die Verlängerung einer möglicher Haft von 3 auf 5 Jahre.

Geradezu absurd: der Gedanke, eine Strafverschärfung würde sich positiv auf das gesellschaftliche Engagement auswirken.

Die größte Gefahr für die Demokratie waren und sind immer noch: unfähige Politiker.

Politischer Handlungsbedarf

Vielleicht wird die Politik durch Selbsterfahrung handlungsfähiger, wie Brinkhaus es durch seine Reaktion auf diesen Vorgang demonstriert.

Neben Datenklau wären da z.B. noch weitere Terminverspätungen durch Wartungsmängel, Fahrverbote, marode Straßen und Brücken, Ausschlag durch Nitrat im Trinkwasser oder Durchfall wegen dem Verzehr von belasteten Geflügelfleisch aus der Bundestagskantine.

@ wibo

Im Vergleich dazu sollte man auch sehen, wie Strafen für andere Vergehen aussehen, die weitaus größeren Schaden verursachen, und zwar ohne "Mithilfe" der Opfer, die in diesem Fall oft unglaublich leichtsinnig waren und sind.

Soll das ein Witz sein? Das sehe ich ganz anders.
Wenn ich vergesse, meine Haustür zusätzlich noch abzuschließen, kann das keine mildere Strafe für den Einbrecher bedeuten. Das wäre ja kurios. Es ist meine Wohnung und er hat da nichts zu suchen und nichts zu stehlen. Basta.

@11:38 von Stelia

Wer sich als Datenschützer mit solchen Statements veröffentlicht, stellt nur dar, dass er wenig echten Sachverstand anzubieten hat.

Anders als in Ihrer Theorie scheint dieser Datenschützer in der Realität zu leben und zu wissen, dass kein Mensch nur einen Kontakt im Telefonbuch hat. Also ist sein Sachverstand doch gut ausgeprägt und erlaubt ihm durchaus dieses "Statement"!

Warum schreibt die Bundesregierung oder die EU

Whats App nicht vor was es darf?
Die Warnung ist unmöglich.
Man sollte nicht mehr telefonieren, da man überall abgehört werden kann - ist das die nächste Stufe?
Das ist eine Bankrotterklärung der Bundesregierung

Kann sein.

Sie werden wohl recht haben - bin zu faul dies zu kontrollieren.

Dann hatte dieses Portal, auf das ich mich beziehe einen anderen Namen.

@ Stelia

Sie diskutieren an der Sache vorbei.

Es ist Sache der Politik Rahmenbedingungen zu schaffen und man könnte ganz klar Datenhaien with FB & WhatsApp verbieten gewisse Daten zu bekommen und trotzdem die Technologie an sich unterstützen.

Außerdem sind natürlich die User selbst schuld und könnten wenn sie nicht so bequem wären andere Chat Dienste benutzen. Insofern oft eine selbstverschuldete Datenfreigabe. Schauen Sie mal nach Asien. Dort gibt es z.B. LINE mit wesentlich mehr technischen Möglichkeiten und ohne Zugriff auf alle Kontakte im Adressbuch.

Dennoch würde ich soweit gehen, dass die Politik einen sichereren Rahmen vorgeben muss. Man entscheidet ja auch auf Straßen, dass auf Landstrassen nur 100 gefahren werden darf.

11:19 von Tada >Was soll

11:19 von Tada
>Was soll das?
Ich nehme an, dass die Strafverfolgung eh nur dann funktionieren wird, wenn es wiedermal Daten der Politiker betroffen sind.

Bei Normalleuten war das bislang auch kein Thema, egal, wer die Daten klaut. Da heißt es je nach Täter "selber schuld" oder "wer nichts zu verbergen hat, muss keine Angst haben". Ich denke da an Bundestrojaner und Vorratsdatenspeicherung...<

Vor allem muss man den Diebstahl erstmal bemerken!
An diesem allerersten Schritt wirds wohl schon scheitern.

@ Kessl

Schreien könnte ich
Seit Jahrzehnten werden dutzende Firmen und tausende Privatpersonen jeden einzelnen Tag gehackt und die Politik hat nichts, aber wirklich gar nichts, unternommen.

Das ist doch gar nicht richtig. Es gibt wirksame Gesetze, man diskutiert jetzt nur eine geringfügige Änderung der Höchststrafe.
Wenn die "dutzende" Firmen Anzeige erstattet haben, sind Staatsanwaltschaft und Polizei auch tätig geworden.

Kritik ja, aber bitte fair bleiben. Und Schreien müssen Sie sicherlich nicht.

Schon Lustig...

Wäre der datenabgriff Privatpersonen passiert ( was übrigens ständig durch die übermultis passiert - vw, bmw, Mercedes etc. Die zb alle Bewegungsdaten einfach abgreifen, so ist das alles gut und niemand zuckt auch nur mit einem nasenhaar. Passiert das ganze aber unseren Werten Volksvertretern und irgendwelchen Promis , die schon ne Kamera verschlucken müssten, damit man noch was sehen könnte, was sie noch nicht gezeigt haben, daaaaannn ist aber der teufel los und das Geschrei ebenso. Wer Wasser Predigt, sollte sich halt nem Schirm zulegen....

Wiederholungstäter

Wenn der hessische Hacker ein Wiederholungstäter ist, kommt meiner Ansicht eine Haftstrafe ohne Bewährung in Betracht.
Denn hinter der Tat steht die klare Absicht, Menschen zu schaden, ihr Ansehen zu beschädigen.

.. hilft nichts mehr. Jede Aufklärung, jedes Argument ist dann für die Katz.

Wenn es um die unbefugte Veröffentlichung persönlicher Daten geht, kann den Betroffenen großer Schaden entstehen.
In solchen Fällen muss Datendiebstahl hart bestraft werden!

Es gibt und gab keinen Datendiebstahl. Es geht um Dummheit, Sorglosigkeit, Verantwortungslosigkeit und letztendlich auch um Datenmissbrauch und Spionage.
Die Daten waren längst zum Großteil von den Betroffenen selbst öffentlich gestellt!

§ 42 BDSG Strafvorschriften:
https://dsgvo-gesetz.de/bdsg/42-bdsg/

Wenn hier überhaupt noch etwas ergänzt werden sollte, dann müsste erst noch die Sorglosigkeit und Verantwortungslosigkeit von Mandatsträgern etc. sanktioniert werden.

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