Ihre Meinung zu: Flucht vor der Familie: Saudi-Araberin erhält Asyl in Kanada

11. Januar 2019 - 20:50 Uhr

Die aus Angst vor ihrer Familie geflohene Saudi-Araberin Rahaf Mohammed al-Kunun fliegt von Bangkok nach Kanada. Dort erhält sie Asyl. Die thailändischen Behörden wollten sie zunächst in ihr Heimatland abschieben.

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Kommentare

Ich finde es sehr bedenklich,

Ich finde es sehr bedenklich, dass jemand offensichtlich nur genügend öffentliches und medienwirksames Drama veranstalten muss, und schon bekommt er/sie/es alles auf dem Silbertablett serviert. Und im gleichen Moment sterben auf der Welt tausende an Misshandlungen, Gewalt und Vernachlässigung, weil deren Drama nicht dramatisch genug medial ausgeschlachtet wird. Und die Tagesschau lässt sich auch noch vor diesen Karren spannen. Diese Bigotterie ist wirklich widerlich.

Und nun?

Wann werden endlich Sanktionen gegen Saudi-Arabien, das nicht zuletzt hinter dem versuchten sunnitischen Putsch in Syrien steckt und wo mittelalterliche gesellschaftliche Zustände herrschen in Kraft gesetzt?

Wann gibt es Verurteilungen durch die UN?

Wann wird die Missachtung der allgemeinen Menschenrechte im Heimatland des Islam angeprangert?

Wetten nie?
Stattdessen steckt die einzige Demokratie in Nahost in der Dauerbeschuldigtenschleife.
Unternehmen und Regierungen im Westen sind scharf auf den Reibach, der mit den Scheichs zu machen ist.
Erst das Fressen, dann die Moral.

20:12 von Kommerz

"Ich finde es sehr bedenklich, dass jemand offensichtlich nur genügend öffentliches und medienwirksames Drama veranstalten muss, und schon bekommt er/sie/es alles auf dem Silbertablett serviert. Und im gleichen Moment sterben auf der Welt tausende an Misshandlungen, Gewalt und Vernachlässigung, weil deren Drama nicht dramatisch genug medial ausgeschlachtet wird. Und die Tagesschau lässt sich auch noch vor diesen Karren spannen. Diese Bigotterie ist wirklich widerlich."

Sorry, aber wirklich widerlich ist unser Desinteresse an den vielfältigen Toden weltweit. Von wegen Bekämpfung der Fluchtursachen. Dieser Terminus ist bigott und widerlich.

Tatsächlich legen es Welthandel und Waffenhandel geradezu darauf an, Fluchtursachen zu schaffen.

Wenn es unter 1000 negativen Fällen einer zu einem positiven Ende bringt, ist das trotzdem eine gute Nachricht.

Das heißt aber deswegen doch nicht, dass wir nicht alle um die 999 anderen wüssten, die dieses Glück nicht hatten.

@ Kommerz

"Ich finde es sehr bedenklich, dass jemand offensichtlich nur genügend öffentliches und medienwirksames Drama veranstalten muss, und schon bekommt er/sie/es alles auf dem Silbertablett serviert"

Wenn die junge Frau nicht soviel "Drama" veranstaltet hätte, wäre sie sang- und klanglos nach Saudi Arabien zurück geschickt worden. Es sind genau solche Einzelschicksale, mit denen ich mich identifizieren kann, die mir eine Probkematik wirklich näher bringen. Ihr Hinweis, dass es vielen anderen Menschen auf der Welt wesentlich schlechter geht, ist zweifellos richtig. Aber was hat denn der Begriff "medial ausschlachten" damit zu tun?

20:19 von DLGPDMKR

""Stattdessen steckt die einzige Demokratie in Nahost in der Dauerbeschuldigtenschleife.""

A) Irak ist auch eine parlamentarische Demokratie. Von USA selbst eingeführt.
B) Wer Krieg führt und Länder besetzt, wird nun mal beschuldigt (Israel).

Am 11. Januar 2019 um 20:12 von Kommerz

Und ich finde solch einen Kommentar sehr befremdlich.
M.E. ist jedes gerettete Leben eine gute und berichtenswerte Begebenheit.

Sie sollten bedenken:
Man (hier die TS) kann nur über etwas berichten, zu dem man an Informationen kommt.

@Kommerz 20:12

Woher wissen Sie denn bitte, dass diese Frau kein Drama hinter sich hat? Kennen Sie die Frau persönlich? Man sollte sich etwas zurückhalten, wenn man die betroffene Person und ihr Schicksal nichtmal genau kennt. Hier gleich das Wort Bigotterie zu benutzen finde ich sehr krass!

re kommerz

"Ich finde es sehr bedenklich, dass jemand offensichtlich nur genügend öffentliches und medienwirksames Drama veranstalten muss, und schon bekommt er/sie/es alles auf dem Silbertablett serviert. Und im gleichen Moment sterben auf der Welt tausende an Misshandlungen, Gewalt und Vernachlässigung, weil deren Drama nicht dramatisch genug medial ausgeschlachtet wird. Und die Tagesschau lässt sich auch noch vor diesen Karren spannen."

Mit anderen Worten: wenn man nicht allen helfen kann soll der einzelne ruhig vor die Hunde gehen?

@20:12 von Kommerz

"Ich finde es sehr bedenklich, dass jemand offensichtlich nur genügend öffentliches und medienwirksames Drama veranstalten muss, und schon bekommt er/sie/es alles auf dem Silbertablett serviert. Und im gleichen Moment sterben auf der Welt tausende an Misshandlungen, Gewalt und Vernachlässigung, weil deren Drama nicht dramatisch genug medial ausgeschlachtet wird."

Und weil es so vielen Menschen wirklich schlecht geht, soll auch diese Frau dahin zurückgeschickt werden, wo es ihr dann ebenfalls weiterhin schlecht geht? Oder was schwebt Ihnen da so vor?

Und Asyl erhalten ist für Sie "Alles mit dem Silbertablett serviert bekommen"?
Das gibt Ihrem Kommentar aber auch den Klang von Bigotterie.

Kashoggi-Mord

Das mit dem Zwischenstopp in Saudi-Arabien könnte auch eine Falle sein. Der ermordete Kashoggi wurde ja auch aus New-York weggelockt. Er sollte unbedingt nach Istanbul fliegen, zum saudischen Konsulat. Nur dort könne man ihm die Papiere aushändigen hieß es. Der Rest ist bekannt: Ermordung und Zerstückelung der Leiche, die übrigens bis heute nicht aufgetaucht ist. Man vermutet dass er sich in einem Brunnen auf dem Privatgelände des Konsulates befindet. Die Istanbuler Polizei wollte diesen Brunnen abpumpen, durfte aber nicht. Die Saudis haben keine Genehmigung erteilt.

Kommen jetzt Sanktionen?

Ich glaube nicht dass das Land Sanktionen zu befürchten hat, da Saudi-Arabien ein wichtiger Partner des "Werte-Westens" ist, insbesondere Israels.

Und das Waffenembargo Deutschlands dürfte meiner Meinung nach bald aufgehoben werden. Es muß nur genügend Gras über die Sache wachsen. Kashoggi-Mord und Yemen-Krieg hin-oder-her, ein dauerhaftes Embargo wie gegen die Türkei wird es jedenfalls nicht geben.

@ 20:30 von Stein des Anstosses

" Wenn es unter 1000 negativen Fällen einer zu einem positiven Ende bringt, ist das trotzdem eine gute Nachricht."

- Nicht wenn die Anderen ignoriert werden -

"Das heißt aber deswegen doch nicht, dass wir nicht alle um die 999 anderen wüssten, die dieses Glück nicht hatten."

- leider doch. -

Meinetwegen ...

...darf sie die Asylbescheinigung auf einem goldenen Teller serviert bekommen. Sie hat es sich verdient. Sie hat Mut bewiesen und war (medial) laut. Laut zu sein, wenn man in Not gerät, ist es nicht das, was Menschen beigebracht wird? In meinen Augen hat sie alles beispielhaft richtig gemacht.

Ja, sehr bedenklicher Kommetar von Kommerz

Es ist sehr bedenklich, derartige bedenkliche Kommentare zu lesen. Es ist schade, dass Sie als Verfasser dieses Kommentars keine Frau sind und in Saudi-Arabien zwangsverheiratet werden sollen. Denken Sie sich mal eine Sekunde in die Situation dieser Frau und was sie durchgemacht hat. Dann würden Sie sich derartige Kommentare nämlich verkneifen. Die Frau wurde mehrfach mit dem Tode bedroht, da sie zufälligerweise frei sein wollte. Es muss toll sein, wenn man mit 17 verheiratet werden und dann mit jemand zusammen sein soll, den man gar nicht liebt.

@23:03 von Randerscheinung

"Sie hat Mut bewiesen und war (medial) laut. Laut zu sein, wenn man in Not gerät, ist es nicht das, was Menschen beigebracht wird? In meinen Augen hat sie alles beispielhaft richtig gemacht."

Sehe ich auch so. Mit der 'Lautstärke' macht sie ja auch ganz allgemein auf die üblen Verhältnisse aufmerksam, die immer wieder schnell in Vergessenheit geraten.

23:03, Randerscheinung

>>Sie hat Mut bewiesen und war (medial) laut. Laut zu sein, wenn man in Not gerät, ist es nicht das, was Menschen beigebracht wird? In meinen Augen hat sie alles beispielhaft richtig gemacht.<<

Ja. Sie hat auch Diskriminierung und Unterdrückung ein Gesicht gegeben und damit ein Schlaglicht auf die saudischen Zustände geworfen.

Öffentlichkeit ist sehr, sehr wichtig.

Free Raif Badawi!

22:50 von pxslo

"Das mit dem Zwischenstopp in Saudi-Arabien ..."

Wie kommen Sie darauf, daß der Flug von BKK nach Canada einen Zwischenstopp in Saudi Arabien beinhaltet? Und selbst wenn, nach dem Kashoggi Mord werden die Saudis tunlichst einen 2. öffentlichen Eklat vermeiden. Dann könnte selbst ein Trump nicht mehr zur Tagesordnung übergehen. Das würden ihm die Reps nicht verzeihen.

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