Kommentare

Abzug

" Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtet, rund zehn gepanzerte Fahrzeuge und weitere Maschinen seien von der US-Basis in der ostsyrischen Provinz Al-Hasaka abgezogen worden. "

Abgezogen bedeutet aber nicht nach Hause gefahren, ich denke erst wenn der letzte US Soldat Syrien verlassen hat, dann ist es ein Abzug.
Kann noch viel passieren, und ist ganz schnell wieder geändert.

Voreilig

Der US-Abzug aus Syrien ist voreilig und strategisch ungeschickt, da die internationale Gemeinschaft noch nicht über die Zukunft Assads entschieden hat.

Eine gute Nachricht!

Nicht nur, dass der völkerrechtswidrige Einsatz der USA in Syrien beendet wird.

Nun kann es auch unter Russlands Ägide zu einem nachhaltigen Frieden in Syrien kommen.

Danke, Präsident Trump!

@ trans atlantiker

Syrien ist ein souveräner Staat. Da hat keine "internationale Gemeinschaft" über das Staatsoberhaupt zu entscheiden.

14:19 von Trans Atlantiker

zeit genug hatte sie aber, diese sog. gemeinschaft!

14:19 von Trans Atlantiker

, da die internationale Gemeinschaft noch nicht über die Zukunft Assads entschieden hat.
.
jetzt erklären sie mir mal was es die Internationale Gemeinschaft angeht,
wer in Syrien am Ruder ist

Die internationale

Die internationale Gemeinschaft, haben sie es doch erst zugelassen, das der IS erstarkte, waren sie es doch, die den syrischen Bürgerkrieg befeuerten. Sie sind es auch, die unter der Führung der USA , sowie den Briten und Franzosen völkerrechtswidrige Kriege führen oder mit begünstigen. Man kann es nicht verstehen, das sich Deutschland dem anschließt, man braucht es auch nicht, die Entscheidungen gibt es demnächst wieder an den Wahlurnen.

RE:Einfach Unglaublich; Sisyphos3

Es geht die internationale Gemeinschaft sehr wohl etwas an, wenn in Syrien Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Giftgasattacken) von der Assad-Regierung begangen werden.

Gruß Hador

Nicht gegen das Völkerrecht

@ Einfach Unglaublich:
Nicht nur, dass der völkerrechtswidrige Einsatz der USA in Syrien beendet wird.

Warum glauben Sie, dass der Einsatz völkerrechtswidrig ist? Wer hat das entschieden?

Den Kurden in Nordsyrien bleibt nur der eine Weg um sich vor der totalen Vernichtung zu retten. Ein Schulterschluß mit Assad, damit er ein Teil seiner Kriegstechnik und auch Truppen in den Norden Syriens verlegt. Die Türkei hat in der Vergangenheit genug trainiert um wehrlose Kurden zu töten, siehe Fakt Quelle: "Kurdengebiet - Türkei: 80 Prozent der Stadt Sirnak dem Erdboden gleichgemacht." Diese einst blühende Stadt hatte vor kurzem noch ca. 69 000 Einwohner, heute nur noch ca. 4 000. Viele 1 000de wehrlose Menschen wurden getötet bzw. gewaltsam aus dieser Stadt vom türkischem Militär vertrieben. Bestätigt von s. Quelle: "Menschenrechtsverletzungen: UNO wirft Türkei Verbrechen an Kurden vor." Die USA wird den Weg für die zweitstärkste Armee der NATO freimachen um weiteres Territorium in Syrien zu kolonisieren.

Chance für die Kurden

Außerdem sollte man den Kurden eine faire Chance geben, sie stehen unter Druck durch eine Drohung des Einmarsches der Türkei. Da wäre eine neutrale Schutzmacht wie die USA notwendig.

Ohne Absprache raus aus Syrien

Die Vereinigten Staaten werden durch den, ohne Rücksprache mit den Verbündeten vollzogenen Rückzug, zu einem unzuverlässigen Bündnispartner.
Das wird sämtlichen Bündnispartnern weltweit zu denken geben!

Gruß Hador

ich denke eher,dass die Syrer

ich denke eher,dass die Syrer über Assad entscheiden sollten,und nicht die internationale Gemeinschaft.Schon absonderlich,dass Sie solche Gedankengänge haben und meinen ,dass die Syrer und ein Volk
wären,über das andere bestimmen müssen.

Unsere Interessen sollten gewahrt bleiben

@ Sisyphos3:
jetzt erklären sie mir mal was es die Internationale Gemeinschaft angeht, wer in Syrien am Ruder ist

Syrien sollte eine demokratische Regierung haben. Der Westen hat hier verständliche Sicherheitsinteressen.

14:19 von Trans Atlantiker

mein Kommentar bezieht sich auf --Trans Atlantiker --

14:48 von m.g

Ein sehr guter Beitrag, den alle User genau studieren sollten, legt er doch die ganze Situation in Syrien faktenreich offen.

wenigfahrer

Stimmt! Übrigens ist die sog. "Beobachtungsstelle" in London ein sehr einseitiger Ein-Mann-Betrieb! NICHT auf Seiten der syr. Regierung.
Die Amis haben eine riesige Militärbasis Al-Tanf an der Grenze zwischen Syrien und Irak aufgebaut, mit einer 55km Flugverbotszone. Dort werden auch Rebellen-Brigaden ausgebildet.
Und die Welt schaut zu.

@m.g

Geht es eigentlich stumpf um Kurden oder eher um eine unakzeptable Ideologie? Die Türkei hat in Sirnak alles platt gemacht, aber eine PKK Terror Organisation,welche dort gar Kinder rekrutierte erwähnt man einfach nicht und gut ist? Hatten die Bewohner eine bessere Wahl oder hätten alle besser Ihre Kinder der Terror Organisation als Kämpfer geben sollen? Die PKK Terroristen sind nicht in der Lage zu zerstören? Dann sollten Sie mal erkunden, über wieviel Vermögen und bewaffnetes Personal die immer noch verfügen. Assad wird sicher helfen, der weiß ja nicht, das die gemeinsame Sache mit USA gemacht haben, welche ihn stürzen wollten und die selber das Land teilen. Desweiteren hat eine YPG/PYD nicht das Recht unter dem Deckmantel IS bekämpfen, dort Menschen zu vertreiben, dazu in Suchmaschine eingeben:
PYD Amnesty.

Demokratischer Neuanfang

@ Carlsand:
ich denke eher,dass die Syrer über Assad entscheiden sollten,und nicht die internationale Gemeinschaft.Schon absonderlich,dass Sie solche Gedankengänge haben und meinen ,dass die Syrer und ein Volk
wären,über das andere bestimmen müssen.

So war das auch nicht gemeint. In Syrien sollte es meiner Meinung nach freie Wahlen unter Aufsicht der UN geben, abgesichtert durch ausländische Truppen. Dann könnte eine Regierung demokratisch gewählt werden.

Im Moment hat der alawitische Assad-Clan alle Schaltstellen der Macht besetzt, einschließlich Armee und Geheimpolizei. Die Alawiten sind 4% der syrischen Bevölkerung und unterdrücken alle anderen Gruppen. Ein frei gewählter Präsident wird aller Wahrscheinlichkeit ein Sunnit sein.

@sisyphos, 14:37

Selbstverständlich geht es die internationale Gemeinschaft an, wer in Syrien am Ruder ist. Wie in jedem anderen Staat. Wenn von bestimmten Regierungen Menschenrechte verletzt werden, ist die internationale Gemeinschaft immer gefragt, einzugreifen.

Allerdings wurde Letzteres in Syrien durch die internationale Gemeinschaft nie demokratisch festgestellt.

Einzig der Westen (und seine Verbündete) ist der Meinung, dass Herr Assad die Menschenrechte verletzt.

Deshalb ist das Eingreifen der Amerikaner ja auch völkerrechtlich nicht gedeckt.

"Die" Kurden

gleichzusetzen mit den PKK, PYD oder YPG-Terroristen beruht entweder auf Unwissenheit oder stellt eine taktische Wortwahl dar, um Fakten zu verschleiern.

1. Die PKK ist eine (auch von der EU, von Deutschland und von den USA als solche anerkannte) terroristische Organisation.
2. Die PYD/YPG im Norden Syriens ist ein Ableger der PKK.
3. Die Türkei geht NICHT gegen die kurdische Zivilbevölkerung vor, sonder NUR gegen die o.g. Terroristen. In der Türkei selbst Millionen von Kurden und Türken friedlich zusammen.

Nur weil sich die USA zu einer Zusammenarbeit mit Terroristen entschlossen hat, werde diese keine Gutmenschen. Und nur weil ein Verbrecher (PYD/YPG) andere Verbrecher (IS) bekämpft hat, werden die ersten Verbrecher ebenfalls keine Gutmenschen.

Man stelle sich vor, ein Mörder bekämpft einen anderen Mörder und möchte zur Belohnung Autonomie und Anerkennung. Der Mörder bleibt Mörder.

USA sollten schnellstens RAUS aus dem gesamten Mittleren Osten

Die gesamte humanitäre Krise im Irak und in Syrien ist von den USA erschaffen worden.

Bewusste Falschinformationen des Geheimdienstes CIA, Saddam Hussein hätte "Weapons of Mass Destruction" genügte der "westlichen Wertegemeinschaft" als Alibi dort einzumarschieren. Wir können Exkanzler Schröder nur dankbar sein, dass er damals einfach NEIN gesagt hat. Wir wären somit völkerrechtlich selbst schuld gewesen.

Der von den USA kriegsmässig geplante Umsturz in Syrien, der uns Millionenflüchtlinge nach Europa und speziell dan Merkel nach Deutschland gebracht hat, war die nächste Katastrophe die uns die USA eingebrockt haben.

Deswegen: USA raus aus dem Mittleren Osten!

@Trans Atlantiker - Aufgabe nicht erkannt

"Der US-Abzug aus Syrien ist voreilig und strategisch ungeschickt, da die internationale Gemeinschaft noch nicht über die Zukunft Assads entschieden hat."

Welche Aufgabe hatte die Anti-IS-Koalition? Genau, den Daesh zu bekämpfen. Diese Struktur ist inzwischen weitgehend zerschlagen. Von daher gibt es keinen Grund in Syrien zu bleiben für die US-Armee und die anderen willigen Helfer. Regierungssturz ist durch die UN-Resolution auf keinen Fall abgedeckt.

@ 14:30 von Einfach Unglaublich

"Nun kann es auch unter Russlands Ägide zu einem nachhaltigen Frieden in Syrien kommen."

Diese Tatsache macht Syrien (mindestens unter Assad) dauerhaft zu einem Vasallenstaat Russlands. "Nachhaltiger Friede"? Ruhe sanft Demokratie!

"Danke, Präsident Trump!"

Wieso danken Sie diesem feinen Herrn dafür, dass er (überstürzt) die YPG als eine der wenigen, die den IS erfolgreich bekämpft haben, Erdogan zum Fraße vorwirft?

re trans atlantiker

"Syrien sollte eine demokratische Regierung haben. Der Westen hat hier verständliche Sicherheitsinteressen."

Und Sie gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass "demokratische Regierung" synonym ist mit dem Verfolgen "westlicher Sicherheitsinteressen"?

Da denkt man doch gleich z.B. an Chile und wie ganz schnell eine demokratische Regierung zum Gegner von westlichen Sicherheitsinteressen erklärt werden kann ...

Trans-atlantiker

Die USA verstoßen seit Jahrzehnten gegen das Völkerrecht und handeln nach Belieben ohne UN-Mandat.

@m.g

PYD/YPG wurde von genau dem Anführer der PKK Öcalan damals gegründet, dazu in Suchmaschine eingeben:
Öcalan Damaskus.
USA hat schon lange die PKK als Terror Organisation anerkannt, da wirds schwierig mit ideologisch als Erzfeind belegte USA Imperialismus auf einmal als Verbündete zu verkaufen, ging wohl halt gegen Zahlung der PYD/YPG Anführer nur, um US-Soldaten zu schonen. Eigene schuld der Kämpfer der PYD/YPG wenn die alles glauben ( gut die müssen ja gehorchen, sonst werden die eigens beseitigt). Geschichte zeigt, das USA keine Verbündete wirklich hat, sondern nur Vor- oder Nachteile, dazu Wiki Operation Cyclone mal lesen. Die Türkei habe keine Gemeinsamkeiten mit USA? Doch: Beide Länder sind in der NATO, die Türkei hatte damals schon nach Korea Soldaten entsandt und auch hatte die Türkei in Afghanistan schon mal die Führung der NATO Truppen übernommen, ob das nun auch seitens Türkei astrein war, sei dahingestellt.

@ m.g

Den Kurden in Nordsyrien bleibt nur der eine Weg um sich vor der totalen Vernichtung zu retten. Ein Schulterschluß mit Assad, damit er ein Teil seiner Kriegstechnik und auch Truppen in den Norden Syriens verlegt.

Militärisch hätte das keinen Sinn. Die syrische Armee wäre hoffnungslos unterlegen, sie ist schlecht ausgerüstet und demoralisiert. Außerdem besitzt die Türkei, wie Sie ja selbst feststellen, die zweit stärksten Streitkräfte der NATO. Sie kann sich leicht die Lufthoheit über Syrien sichern und die russischen Hilfstruppen vom Nachschub abschneiden.

Hador Goldscheitel

Wenn die sog. Verbündeten das jetzt erst merken....Unzuverlässig doch schon lange: Austritte aus zig- Verträgen, dafür Handelskriege und Sanktionen, usw.

Kurden

Der Türkei gehts nicht allgemein um Kurden, sondern um den Feind YPG/PYD, da exakt der Ableger der PKK Terror Organisation in Syrien, weil gleiche Ideologie und gleichen Anführer Öcalan.
Wenns der Türkei immer nur um gegen Kurden allgemein gehen würde, dann hätte man weder das autonome kurdische Nordirak zugelassen, noch die Peschmerga von dort mit selbst ausgebildet.

Kurdischer Träume

Die Kontrolle am Bosporus und die Gewogenheit der Erdogan Türkei, sind Trump und der Nato wichtiger, als irgend welche kommunistischen Kurden Nationalisten. Ob nun die Türken oder die US Streitkräfte Mann hat seinen Fuß in Syrien, und die US Streitkräfte haben Ihre Filialen doch ganz in der Nähe im Irak.

Trans-atlantiker

In welcher Welt leben Sie? Mit dem Kriegsruf "Demokratie" wurde dann Afghanistan, Irak, Lybien, etc angegriffen. W a s wurde erreicht? Chaos!

Welche Transportwege

Mich würde interessieren, auf welchen Transportwegen die USA ihre Truppen abziehen. Geht es über den Irak, über die Türkei oder kann man einen syrischen Hafen benutzen?

Kongruenz zu ...

...Benutzer Barbarossa 2 (11.01.19, 14:59).

Aber mit Sicherheit werden die von Benutzer m.g. (11.01.19 14:48) zur Verfügung gestellten Fakten (bzw. Quellen für diese) zeitnah von AKP-Anhängern als 'Fake' klassifiziert.

@ Carlsand

ich denke eher,dass die Syrer über Assad entscheiden sollten,und nicht die internationale Gemeinschaft.

Die Syrer können nicht entscheiden. In Syrien herrscht eine Militärdiktatur und General Assad hat den Oberbefehl.
Internationale Hilfe wäre da schon richtig am Platz.

@Trans Atlantiker um 14:55 Uhr

"Syrien sollte eine demokratische Regierung haben. Der Westen hat hier verständliche Sicherheitsinteressen."

Sind jetzt aber unterschiedliche Aspekte. Meinen Sie so eine demokratische Regierung wie Saudi-Arabien oder Ägypten?

Der Westen ist und wird von Syrien nicht angegriffen. Die Sicherheitsinteressen der syrischen Bevölkerung wurden massiv verletzt.
Der verfehlte Nahost-Politik mindert inzwischen sogar meine Interesse nach Sicherheit. Die syrische Bevölkerung soll über ihre Regierung entscheiden. Oder sehen Sie als Demokrat das anders?

@Carsland

Natürlich haben Sie recht, das das syr. Volk selber entscheiden muss, wer das Land zu regieren hat, nur glaub ich nicht daran, das es jemals frei Wahlen in Syrien gab. Lösung:
Wahlen unter OSZE Beobachtung.

"Ankara sieht die syrische

"Ankara sieht die syrische Kurdenmiliz als Bedrohung, da sie eng mit der türkisch-kurdischen PKK verbunden ist, die seit Jahrzehnten gegen den türkischen Staat kämpft."

Die PKK ist eine kommunistische Terrororganisation, die seit Jahrzenten Terroranschläge gegen die Türkei verübt und denen Zehntausende unschuldige Menschen zum Opfer gefallen sind.
Erst vor einigen Monaten hat ein PKK-Sprengsatz das Leben einer Frau und ihrem Neugeborenen beendet. Die Frau besuchte ihren Mann, der an der Grenze zu Syrien stationiert war. Auf der Heimfahrt wurde der Sprengsatz gezündet.

14:55 von Trans Atlantiker

"Syrien sollte eine demokratische Regierung haben. Der Westen hat hier verständliche Sicherheitsinteressen."

Wenn Sie mir jetzt vielleicht noch mitteilen könnten, seit wann sich "der Westen" für das Installieren von demokratische Regierungen interessiert.
Um Demokratie geht es da immer nur vordergründig. Sie können bei den 'Sicherheits'Interessen auch die Sicherheit weglassen und von Interessen sprechen. Dann stimmt's. Alle haben fast überall Interessen. Mal größere, mal weniger große. Nur - warum geht man unterschiedlich vor. Ich denke da z.B. an SaudiArabien, verschiedene afrikanische Staaten usw.

Wie Andere bin ich ebenfalls der Meinung, dass das einzig das syrische Volk zu entscheiden hat. Dazu hätte es schon vor Jahren die Gelegenheit gegeben. Wieso durften Auslandssyrer in Deutschland - von Deutschland nicht erlaubt! - eigentlich nicht wählen? Wovor hatte man denn Angst?

Wieso eigentlich..

..werden bezüglich dieses Truppenabzugs in den TS-Beiträgen neben den neutralen Fakten immer nur Befürchtungen und Skepsis mit verabreicht und niemals Hoffnungen und Zuversicht???

Ich dachte immer, ein Truppenabzug ist grundsätzlich eher etwas positives!?!

@Transatlantiker

Warum glauben Sie, dass der Einsatz völkerrechtswidrig ist? Wer hat das entschieden?

Das Völkerrecht, - junger Mann! Die USA haben durch die syrische Regierung keine Erlaubnis bekommen, syrischen Boden zu betreten, noch syrischen Luftraum zu überfliegen.
Alleine das ist ein ausreichender Grund, militärisch gegen die USA vorzugehen.
Nur Russland und der Iran wurden von der syrischen Regierung fiese Genehmigung erteilt.
Übrigens - wer ist eigentlich die „ internationale Gemeinschaft“ von der Sie hier faseln?? Die UNO können es kaum sein!

Es gibt Fehler, die kann man kaum korrigieren.

Herr Trump versucht nun, einen (der m.E. wenigen) Fehler seines Vorgängers zu beenden. Denn korrigieren kann er ihn nicht mehr. Die vielen Toten, die auf das Eingreifen diverser NATO-Staaten in Syrien zurückgehen, können nicht mehr zum Leben erweckt werden.

Ich kann mich noch daran erinnern, wie der IS trotz dieser "Koalition der Willigen" seinen Machteinfluss immer weiter ausgedehnt hat, bis die Russen diesem Treiben ein Ende setzten.

Vielleicht wäre es für die USA (und deren Verbündete) besser, sie würden sich nicht überall in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten mischen - insbesondere in Weltgegenden, wo sie wohl nicht so genau Bescheid wissen, was da genau abgeht.

Es gab genügend Experten, die genau vorhersagten, wie es in Libyen ausgehen wird. Dass Syrien nicht so im Chaos geendet ist, ist nur den Russen zu verdanken.

@Hador

Von was für einem Bündnis ist hier die Rede? Eher war das wohl ein kurzfristiges Interessen Überlappung. Wenn die YPG/PYD meint, das USA nur Aufgrund kämpfen gegen IS, denen das Land Syrien bzw. ein Teil davon schenken muss, dann ist man selbst schuld, den es gehört nun mal nicht USA, da können die schlecht was versprechen. Viele NATO Bündnispartner haben richtige Verträge, hat das eine YPG/PYD auch? Dann kommt hinzu das viele Partner von USA militärisch abhängig sind, was allerdings nicht bei der Türkei zutrifft. Tja dumm kann es manchmal laufen, daher wohl die Idee einer EU Truppe?

@ 14:47 von Hador Goldscheitel

"Es geht die internationale Gemeinschaft sehr wohl etwas an, wenn in Syrien Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Giftgasattacken) von der Assad-Regierung begangen werden."

Auch dann, wenn die Giftgasattacken gar nicht von der Assad-Regierung ausgingen sondern von den westlich unterstützten Rebellen?

Erdogan hatte zunächst das

Erdogan hatte zunächst das politische Ziel verfolgt, Assad loszuwerden und eine sunnitische Regierung der Muslimbrüder zu installieren. Ideologisch wäre eine solche Führung nah zu seiner Partei AKP. Seine Bemühungen sind aber trotz der Unterstützung islamistischer Milizen fehlgeschlagen.
Erdogans Hauptziel ist inzwischen: Er will verhindern, dass die Kurden in Syrien einen Föderalismus mit Selbstverwaltung der Kommunen erreichen, so wie sie es in den vom IS befreiten Gebieten in Zusammenarbeit mit Arabern, Assyrern und Turkmenen dort umsetzen.

Sie haben auch in unserem Interesse gegen den IS gekämpft und nun fordern sie die Anerkennung und den Respekt dafür ein.
Erdogan will, dass es nie dazu kommt.

Er nennt sie Terroristen. Tatsache ist, dass sie ein Ende des Syienkriegs wollen, dass sie nicht versucht haben, die syrische Regierung gewaltsam zu beseitigen und dass Sie eine politische Lösung durch Verhanlungen wollen.

@Trans Atlantiker

Faire Chance für eine gar Kinder rekrutierende Vereinigung? Den dieser wurde von niemand anderem als dem Anführer der Terror Organisation PKK ins Leben gerufen Namens Öcalan. Die Türkei hatte schon früher ein Problem damit, dazu in Suchmaschine eingeben:
Öcalan Damaskus.
Faire Chance damit die die Türkei noch besser organisiert terrorisieren können und am besten nochmal über 40.000 Opfer fordern? Es geht nicht stumpf um Kurden, sonst müsste die Türkei ha auch das autonome kurdische Nordirak angreifen und hätte dessen Peschmerga Kämpfer nie ausbilden dürfen?

Türkei

Die Türkei kann und darf gewährleisten das sich entlang seiner Grenze nicht der eindeutige Ableger der PKK Terror Organisation Namens PYD/YPG mit gleicher Ideologie und gleichen Anführer Öcalan breit macht, um zu verhindern das man die Türkei besser in Zukunft terrorisieren kann. Desweiteren muss die PYD/YPG den rechtsmäßigen Besitzern vor der IS alles zurück geben, damit die Flüchtlinge aus der Türkei und über all her zurück können. Das wollen die halt nicht freiwillig, sondern wollen es behalten, daher auch der Bericht der Amnesty das dort systematisch vertrieben wurde.

Kein Hinderungsgrund für einen Abzug.

Da die USA den IS eh nicht vom Boden, sondern nur aus der Luft angegriffen haben, kann der Kampf auch vom Irak aus geführt werden. Der IS ist somit kein Hinderungsgrund für einen Abzug aus Syrien.
Trump wurde unter anderem auch dafür gwählt, das er einen Rückzug amerikanischer Soldaten angekündigt hat. Im Gegensatz zu anderen Politikern hält er halt seine Wahlversprechen.

unglaublich

Ich kann noch immer nicht glauben, dass dieser Abzug tatsächlich stattfindet. Seit wann darf Trump solche Ideen einfach umsetzen?

14:19 von Trans Atlantiker

"Der US-Abzug aus Syrien ist voreilig und strategisch ungeschickt, da die internationale Gemeinschaft noch nicht über die Zukunft Assads entschieden hat."

Sie gestatten eine andere Sicht auf das Geschehen in Nah-Ost: "strategisch ungeschickt" und völkerrechtswidrig waren die voreiligen Kriege die die "internationale Gemeinschaft" der "Willigen" ganz Nah-Ost in Chaos stürzten. Arbeiten Sie einfach mal die dortige Geschichte auf. Meinetwegen sogar erst seit 1948. Schon da mischten sich "Ausländer " ein und entschieden über teils souveräne Staaten. (nur z.B. Ajax Iran 1953)

Egal, wer nach Assad kommt,

Egal, wer nach Assad kommt, demokratisch wird es dort nie.
Ich kenne kein fundamental religiöses Land, daß irgendwie demokratisch wäre. Und der arabische Frühling hat doch gezeigt, wie es geht. Wahlen , Putsch, Wahlen , Putsch....
Da sind die Leute mit EINEM starken Herrscher besser dran.
Evtl gibt es dann keine Meinungsfreiheit, aber auch nicht dauernd irgendwelche Explosionen.

15:04 von rossundreiter

Wenn man in jedem Land eingreifen würde, in dem Menschenrechte verletzt werden, hätte man (wer eigentlich?) viel zu tun. Dann müsste man fast ganz Afrika "demokratisieren".

Warum wird das eigentlich immer selektiv gemacht? Syrien soll "demokratisiert" werden, aber Ägypten (genauso wenig demokratisch, und auch da wird systematisch gefoltert) liefert man Waffen.

Das alles hat mit Demokratie null und gar nichts zu tun sondern mit eiskalter Interessenspolitik, und zwar sowohl des "Westens" als auch der anderen Beteiligten.

Militärisch sollte man sich am besten aus fast allem raushalten. Was es bisher "gebracht" hat, sieht man ja.

@ Goldscheitel

Wieso sollen die USA denn Ruecksprache halten, und mit wem, wenn sie sich aus Syrien zurückziehen? Eine Ankündigung reicht wohl. Es sind ihre Jungs und ihre Dollars.
Wenn die westliche Präsenz fuer die 'Verbündeten' so wichtig ist, koennen diese ja die Lücke füllen.
Komisch ist schon, wie alle sich aufregen, wenn sich die USA engagieren, und sich dann erneut alle aufregen, wenn sich die USA zurückziehen.

@Hackonya2

"in Suchmaschine eingeben:
PYD Amnesty."

Da finde ich außer "Türkei muss schwere Menschenrechtsverletzungen in Afrin stoppen"

"Amnesty International wirft Kurden Vertreibung vor" - einen Artikel von 2015.

Im Unterschied zur Erdogan-Türkei, welche beim Krieg im Südosten der Türkei ab Mitte 2015 keine UN-Beobachter in diese Gebiete lies, haben PYD und YPG unabhängige UN-Beobachter eingeladen umd die Vorwürfe zu überprüfen.

Der UN-Menschenrechtsrat weist in einem Report aus dem März 2017 die Vorwürfe der ethnischen Säuberung zurück. Zwar seien vereinzelte (teils temporäre) Umsiedlungen aufgrund von Minen und selbstgebauten Sprengsätzen notwendig gewesen, allerdings gäbe es keine Hinweise darauf, dass die kantonalen Regierungen gezielt gegen arabische Gemeinschaften vorgegangen wären, noch dass die "demografische Zusammensetzung der von ihnen kontrollierten Gebiete durch Gewalttaten gegen bestimmte ethnische Gruppen systematisch verändert" hätte werden sollen.

@Trans Atlantiker

"Der US-Abzug aus Syrien ist voreilig und strategisch ungeschickt, da die internationale Gemeinschaft noch nicht über die Zukunft Assads entschieden hat."
Über Assad hat niemand außer den Syrern zu entscheiden!

Nun darf die EU die "Suppe" auslöffeln

Leider haben die Regierungen vieler EU Staaten blindlings und mutwillig alle geopolitische Ziele der USA mitgetragen, unterstützt und sich teilweise selbst beteiligt. Dabei war es vollkommen egal, ob die Einsätze Bürgerkriege nach sich zogen.

Auf dem Schaden bleiben in diesem Fall insbesondere Syrien hängen aber auch die EU. Die sich daraus resultierten Flüchtlingsströme brachten die EU an ihre Grenzen (siehe Brexit), ich denke, dass die wirklichen Probleme erst noch zur Geltung kommen. Die fehlende Integrationsbereitschaft sowie die Forderung dieser bleibt aus und insbesondere in der BRD werden in naher Zukunft große Parallelgesellschaften entstehen. Die EU wollte an mehreren Stellen Tatsachen schaffen, solange der "Bär" nicht erwacht war, dabei kam der doch schneller aus dem Schlaf und hat selbst wiederum Tatsachen geschaffen und ohne diesen sind viele Probleme nicht mehr zu lösen.

Es heißt "Versuch macht klug" nur wird Merkel-Deutschland wahrscheinlich nicht mehr klug.

Nicht zu glauben

wie manche das Verhalten von Erdogan und Assad verteidigen.
Nach Abzug der USA wird es 1000de von toten und vertriebene Kurden geben. Und nicht nur Kämpfer der YPG.
Erdogan und Assad sind nicht die Wiedergeburt von Mutter Theresa. Auch wenn es manche hier so darstellen wollen.

@Trans Atlantiker

15:14 von Trans Atlantiker:
"Sie [die Türkei] kann sich leicht die Lufthoheit über Syrien sichern und die russischen Hilfstruppen vom Nachschub abschneiden."

Das kann sie nicht. Sie muss es auch nicht, denn die Kurden sind allen am Syrienkonflikt Beteiligten völlig egal.

14:32 von Einfach Unglaublich

"Syrien ist ein souveräner Staat. Da hat keine "internationale Gemeinschaft" über das Staatsoberhaupt zu entscheiden."

Das syrische Volk hat die alleinige Legitimation, über das Staatsoberhaupt zu entscheiden. Dieses Recht wird dem syrischen Volk seit Jahrzehnten vorenthalten. Sie pochen hier auf das Völkerrecht, aber was ist mit den Menschenrechten die Tag für Tag durch das Regime Assad mit den Füßen getreten werden? Von diesen Rechten machen auch Sie hier gebrauch, um Ihre Meinung zu äußern. Ich kann also annehmen, dass diese Rechte für Sie von Bedeutung sind!

@Crosterland (11.01.19 15:37): Paralleluniversum?

Zu behaupten, daß Assad kein Giftgas eingesetzt hat, ist genauso realitätsfern wie die mantrahaft wiederholte Behauptung bekannter Kommentatoren, daß die von der AKP okkupierte Türkei der Friedensbringer in der Region und Herr Erdogan ein lupenreiner Demokrat ist.
Mit Verlaub, aber wer soll auf solche (hinreichend widerlegte) Behauptungen noch reinfallen?

@Hackonya2

"muss die PYD/YPG den rechtsmäßigen Besitzern vor der IS alles zurück geben, damit die Flüchtlinge aus der Türkei und über all her zurück können. Das wollen die halt nicht freiwillig, sondern wollen es behalten, daher auch der Bericht der Amnesty das dort systematisch vertrieben wurde."

Umgekehrt: Die Türkei und die islamistischen Milizen, unter denen in Afrin das Land verteilt wurde, sollten den hundertausenden, die aus diesem kleinen Landstrich geflohen sind, ihr Land wieder geben.
Die YPG als teil der multiethnischen Verbände der Demokratischen Kräfte Syiens SDF haben sich aus Städten wie Rakka und Manbidsch schon lange zurückgezogen und die Verwaltung den Zivilräten überlassen, in denen die verschiedenen Volksgruppen vertreten sind.
Im übrigen bin ich es leid, auf die Vorwürfe zahlreich hier vertretener Erdogan-Anhänger weiter zu antworten.

Jeder kann selbst entscheiden, ob er der Propaganda Erdogans glaubt, für den alle Gegner Terroristen sind.

Freie Hand für die Türkei

Amerika gibt freie Hand für die Türkei in Nahost. Dafür scheint es so als hätte sich die Türkei fester an Amerika gebunden, insbesondere bezüglich Waffenlieferungen. Und die Türkei wird ihren Traum eines Großtürkischen Reiches in den kommenden Jahren realisieren. Und dies reicht bis Mittelasien.

ohne Absprache

Trump, bzw. die USA sind keine zuverlässigen Partner.
Sie benutzen alles und jeden nur als Vasallen, denen man genügend Deals aufdrücken kann.
Europa sollte sich die Zukunft ohne USA vorstellen.

Der Irrsinn hat System

„… US-Außenminister Mike Pompeo in einer Rede in Kairo mehr Verantwortung der Länder der arabischen Welt im Kampf gegen den islamistischen Extremismus gefordert“

Daran sind die aber offensichtlich nicht interessiert. Genausowenig wie an den Folgen ihrer Machtspiele: Sie sorgen sich nicht um die Flüchtlinge, sondern für die Fluchtursachen.

In der Meldung über Müllers Pannenreise mit dem Regierungsflieger stand "Da sind wir Entwicklungsland":

Und wo wir keins sind, sorgen wir (bzw. unsere „Leistungsträger“) dafür, dass andere es bleiben:

„Rüstungsexporte 2018 Mehr Kriegswaffen für Riad und Ankara“ - „Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr Kriegswaffen nach Saudi-Arabien und in die Türkei exportiert worden als 2017. Beide Länder sind in militärische Auseinandersetzungen verwickelt“.

Dinge, die die Welt zwar nicht braucht. Aber mit denen sich Macht „sichern“ (und daher viel Geld verdienen) lässt.
Und - ganz nebenbei - eine Menge „Arbeitsplätze“ schaffen.
Einfach pervers, das alles.

@ 15:49 von KarlderKühne

"Im Gegensatz zu anderen Politikern hält er halt seine Wahlversprechen."

Er zeigt vor allem, dass die USA kein verlässlicher Partner ist. Der außenpolitsche Schaden, den Trump mit seiner rücksichtslosen Art anrichtet, wird schwer zu reparieren sein.

@Hackonya2 (11.01.19, 15:41): Und ewig grüßt ...

... das Murmeltier.

Schon mehr als mehrfach wurde detailliert Ihre Behauptung, daß die YPG Kinder rekrutiert hat, widerlegt.
Schon mehr als mehrfach wurde detailliert dargelegt, daß die von Ihnen genannte Opferanzahl von 40.000 zu fast 100% von den von der AKP okkupierten Sicherheitskräften der Türkei zu verantworten sind.

Man könnte jetzt noch über die getürkten Übersetzungen der Befragungen von Afrin-Bewohnern durch die AKP-treuen Medien sprechen, aber es dürfte auch so schon klar sein, wie die AKP-Propaganda auch hier in DE gestaltet ist.

15:03 von Trans Atlantiker

"Die Alawiten sind 4% der syrischen Bevölkerung und unterdrücken alle anderen Gruppen. Ein frei gewählter Präsident wird aller Wahrscheinlichkeit ein Sunnit sein."

Und dieser sunnitische Präsident wird dann der Präsident ALLER Syrer sein. Der wird dann auch niemand mehr unterdrücken.
Hat man sehr gut im "demokratischen" Irak gesehen, wie das funktioniert - mit einem Präsidenten von westliche Gnaden.
Oder in Libyen und mit der "international anerkannten Regierung" - international anerkannt, nicht aber vom libyschen Volk.

Wir sollten langsam im 21 Jahrhundert ankommen

@Trans Atlantiker
Ihr Kommentar von 14:55 erinnert mich an die Ideologie des 19. Jahrhunderts in der man die eigene kulturellen Überlegenheit über die unterentwickelten Völker als Rechtfertigung für die Kolonialisierung nutzte(offiziell). Heutzutage gilt als grundlegend das Interventionsverbot in der Satzung der Vereinten Nationen, Art. 2 Ziffer 7. Derzeit gibt es keine Resolution des UN-Sicherheitsrates der die Präsenz der USA auf Syrischen Staatsgebiet erlaubt. Folglich Völkerrechtswidrig. Ihr Bedenken von 14:51 das die Kurden Opfer eines (wieder einmal völkerrechtswidrig)Türkischen Einmarsches werden könnten teile ich. Das wird meiner Meinung nach auch der Grund sein, warum die USA abzieht. Die Türkei wird im Wesentlichen die Interessen der Nato (USA) vor Ort durchsetzen und die Kurdischen Opfer sind dann Kollateralschaden, den man dann der Türkei anlasten kann. Damit bekommt die USA wieder eine weißere Weste, zumal die Hintergründe sehr schnell in Vergessenheit geraten.

Abzug aus Syrien ist vernünftig

Die Syrer haben starke Partner (Russland, Iran), eine Einmischung (unter anhaltender Verletzung des Völkerrechts) durch NATO-Staaten ist ist deshalb weder erforderlich, noch förderlich. Trump ist für diesen Schritt ausdrücklich zu loben.

Ich bin......

jetzt nur noch gespannt, wann mit Assad und den Russen in Syrien Ruhe einkehrt, vermutlich Friedhofsruhe und wann sich dann Foristen wie @einfach unglaublich u.a. aufregen und etwas von "Völkerrecht" schwafeln. Niemand weiß, was Trump denkt, wenn er denkt. Es sieht jedenfalls so aus, als ob ihm seine Wähler wichtiger sind, als die Kurden oder vielleicht war der Rückzug auch nur der Preis für Wohlverhalten von Erdogan?

Wenn hier behauptet wird, die Kurden würden ...

... sich "Land unter den Nagel reißen".

Am Beispiel Manbidsch: Diese Stadt wurde 2014 vom „Islamischen Staat“ eingenommen. Am 15. August 2016 wurde Minbic von den YPG/YPJ und dem örtlichen Militärrat befreit.
Noch vor der Befreiung vom IS wurde im April 2016 ein Zivilrat gegründet, der zunächst 43 Mitglieder hatte und inzwischen auf 132 Mitglieder angewachsen ist. Alle Bevölkerungsgruppen sind darin vertreten.

Die YPG hat sich, wie im Juni 2018 von vielen Medien gemeldet, schon lange aus Manbidsch zurückgezogen, obwohl es hier einen erheblichen Anteil der Kurden an der Bevölkerung gibt.

Wer glaubt noch an die inflationär gebrauchten Terrorvorwürfe gegen Journalisten und politische Gegner?

Wichtig ist in der Zukunft das Verhalten der Türkei

Bisher scheint es darauf hinaus zu laufen, dass die Türkei Teile Syriens besetzen will, um diese mit der Zeit einzuverleiben.

Daraus ergeben sich meiner Meinung nach große Probleme. Türkei ist ein NATO Staat. Die Akzeptanz der NATO resultierte sich aus den Gegebenheiten nach dem 2. Weltkrieg und konnte sich bisher mit Erfolg als "Verteidigungsbündnis" vermarkten. Mit dem Einverleiben von Teilen Syriens durch die Türkei, kann die Vermarktung als Verteidigungsbündnis nicht mehr aufrecht erhalten werden. Mit der Zeit wird immer mehr Staaten bewusst, dass es auf der Welt ein noch nie dagewesenes Angriffs- und Besatzungsbündnis gibt.

Die psychologischen Folgen werden sehr wahrscheinlich dazu führen, dass immer mehr Staaten Massenvernichtungswaffen herstellen werden. Ob im Geheimen oder offen aber die Geschichte der Menschen hat immer wieder gezeigt, dass nach dem Entstehen von sehr großen Angriffsbündnissen, die Welt im Krieg und Chaos versank.

15:59 von Superschlau

"Ich kenne kein fundamental religiöses Land, daß irgendwie demokratisch wäre."

Syrien mag viel (gewesen) sein, ganz sicher aber nicht fundamental religiös.
Vielleicht wäre es - mit Unterstützung der "Rebellen" - zum religiösen Fundamentalismus dazu gekommen.

Aha,

der IS ist besiegt - was wohl nicht ganz so ist und wozu weder Assad noch die Rusen beigetragen haben. Alle gehen raus und die Russen und der Assad-Clan massakrieren die syrische Bevölkerung weiter.

die USA ziehen ab

und damit ist zumindest die Gefahr, dass nochmal Amerikaner und Russen direkt aneinandergeraten, gebannt. Das ist doch positiv. Außerdem weiß Keiner hier, was Trump und Erdogan vereinbart haben, weil nichts berichtet wurde. Ich bin aber ziemlich sicher, dass die USA sehr genau hinsehen, was die Türkei macht. Und es gibt auch noch Putin. Der und Assad würden sicher nicht zusehen, wenn die Türkei Teile Syriens besetzt und Kurden vernichtet und stattdessen Islamisten fördert.

re von Hador Goldscheitel

"Die Vereinigten Staaten werden durch den,ohne Rücksprache mit den Verbündeten vollzogenen Rückzug,zu einem unzuverlässigen Bündnispartner".

Wer sind denn in der Region die Bündnispartner der USA ? Die Türkei Erdogans ?
Und "unzuverlässiger Bündnispartner".Für was konkret sollen die denn "verlässlich" sein ?
Für Interventions-und Regime-change Kriege ?
Hat es da nicht schon seit den 90er Jahren genug von gegeben.

@ Bagheria

Stimmt! Übrigens ist die sog. "Beobachtungsstelle" in London ein sehr einseitiger Ein-Mann-Betrieb! NICHT auf Seiten der syr. Regierung.

Die syrische Regierung veröffentlicht mit ihren Systemmedien ihre Meinung und lässt eine oppositionelle Meinung nicht zu. Die syrische Beobachtungsstelle wird zwar von einem Journalisten geleitet, erhält aber sehr breit gefächerte Informationen aus erster Hand von ganz vielen Quellen am Puls der Zeit in Syrien. Sie steht zwar der Opposition nahe, man sollte sie aber trotzdem nicht unfair kritisieren.

@ um 16:07 von InsideOut

//Nicht zu glauben
wie manche das Verhalten von Erdogan und Assad verteidigen ...//

Ich denke, Sie verkennen, was eine Vielzahl von Kommentatoren zum Ausdruck bringen will. Der Einsatz einiger NATO Staaten begann mit der Unterstützung militanter Kämpfer bis hin zur Besetzung von Gebieten in Syrien. Assad ist alles andere als Segen für Syrien aber die Gesellschaft in Syrien war und ist einfach nicht bereit gewesen, die sozialen Standards anzunehmen, die für "uns" selbstverständlich sind z. B. Gleichberechtigung von Mann und Frau oder freie Religionsausübung. Das, was den meisten Kommentatoren quer steht, ist/war der militärische, pro-westliche Versuch für eine Handvoll Syrer einen ganzen Staat in Chaos und Gewalt zu treiben.

Stellen Sie sich vor, Saudis wären stärker als die USA und würden z. B. in der BRD ihre Lebensweise gewaltsam einbringen, weil einige wenige in der BRD deren Lebensweise gerne leben würden.

re trans atlantiker

"Außerdem besitzt die Türkei, wie Sie ja selbst feststellen, die zweit stärksten Streitkräfte der NATO. Sie kann sich leicht die Lufthoheit über Syrien sichern und die russischen Hilfstruppen vom Nachschub abschneiden."

Sie erklären ja ziemlich leichthin die Türkei bereit, sich in einen Schießkrieg mit den Russen zu begeben.

So leichthin geht das nicht.

@bounty77, 15.05h

Sie und Hackonya2 vergessen immer wieder, dem staunenden Publikum mitzuteilen, wer in der Türkei festlegt, wer ein Terrorist ist.

Das ist eine sehr einseitige Sache und außer den Verehrern des großen Führers glaubt da niemand daran.

Die Diktatoren/Autokraten

Die Diktatoren/Autokraten Assad, Putin, Erdogan und die Theokratie Irans werden Beifall klatschen. Verloren haben demokratiewünschende Syrer.

Völkerrecht

@ Bagheria:
Die USA verstoßen seit Jahrzehnten gegen das Völkerrecht und handeln nach Belieben ohne UN-Mandat.

Sie sollten aber unterscheiden zwischen Ihrem durch persönlich-politische Überzeugungen geleiteten Empfinden und dem tatsächlichen Völkerrecht. Der Aufenthalt der US-Armee verstößt nicht gegen das Völkerrecht.

Türkei ebenfalls ohne Mandat, also völkerrechtswidrig aktiv.

@15:14 von Trans Atlantiker
– Die syrische Armee ist entgegen allen Voraussagen immer noch in einem vergleichsweise "moralischen" Zustand. Dazu dürfte beitragen, dass sie von der Bevölkerung unterstützt werden, was auch die innere Moral stärkt.

– Die Türkei hätte gegen Syriens und Russlands Luftabwehr keine Chance für ihr völkerrechtswidrigen Vorgehen gegen die legal agierenden syrischen und russischen Truppen.

@16:12 von Inge N.

"Im übrigen bin ich es leid, auf die Vorwürfe zahlreich hier vertretener Erdogan-Anhänger weiter zu antworten.

Jeder kann selbst entscheiden, ob er der Propaganda Erdogans glaubt, für den alle Gegner Terroristen sind."

Dem kann ich nur zustimmen. PYD und YPG werden im eigenen Land nicht als Terroristen angesehen, Erdogans islamistsche Verbündete, zum Teil Al-Kaida-Ableger und andere Dschihadisten, allerdings schon und die türkische Besatzung ist Unrecht. Außerdem geht es hier um den Abzug der US-Truppen.
Ich war schon immer gegen Auslandseinsätze, aber die Unterstützung des Kampfs gegen den IS ist eigentlich zu begrüßen. Wie jede fremde Macht hat natürlich auch die USA darüber hinaus gehende Interessen.
Salih Muslim hat klar zum Ausdruck gebracht, dass an die Unterstützung des Kampfs gegen den IS geknüpfte Bedingungen nicht akzeptiert werden.

@ Ditib57

Sie sind es auch, die unter der Führung der USA , sowie den Briten und Franzosen völkerrechtswidrige Kriege führen oder mit begünstigen.

Es hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack, wenn Sie einseitig nur westliche Nationen nennen.

@koandra, 15.09h

Sie haben natürlich überwiegend recht.

Allerdings gibt es für einen anderen Staat keinesfalls einen gerechtfertigten Anlass, in Syrien einzumarschieren.

Umso mehr als dass dieser Grund mehr als durchsichtig ist und ein neuer Völkerrechts- und Menschenrechtsbruch wäre.

Da hielte ich die schützende Hand der USA doch eher für vertretbar.

16:12 von Inge N

da haben sie recht. Sind auch die gleichen Leute die den Genozid an den Armeniern leugnen und jetzt das gleich mit den Kurden vorhaben.

Ich kann außer Selbstbestellung keinen Grund für die Anwesenheit

- fremder Truppen in Syrien sehen.

Präsident Assad und seine Jeans-tragende Ehefrau sind Gold gegen das, was an religiöser Bevormundung rundum herrscht und Assad ist aus Wahlen hervorgegangen.

Mir ist nicht bekannt, dass Staatsmänner ihre Wahlen zunächst vom amerikanischen Kongress bestätigen lassen müssen, weil ansonsten von dort ihr Regime-change angeordnet werden könnte.

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