Kommentare

Das wird wohl in erster Linie

Das wird wohl in erster Linie daran liegen, dass Männer durch die verbesserten Möglichkeiten der Arbeitgeber, Lohndumping umzusetzen und durch gesetzlich verordnetem Minilohn immer weniger verdienen.

hmmm....

" In Berufen, die vornehmlich Frauen ergreifen, würden oft geringere Gehälter gezahlt" warum wird dann beharrlich auf dem Gender Pay Gap herum geritten? Ich finde die Tatsache das ein Einkommen eines Vollverdieners nicht mehr reicht um einen Familie über die Runden zu bringen viel schlimmer als das Teilzeit und Jobs mit geringerer Qualifikation nicht genauso entlohnt werden wie Vollzeitstellen mit hochwertigen Abschlüssen .
Die Entscheidung ob Doppelverdiener oder nicht, ist in den meisten Fällen keine bewusste Entscheidung sondern aus der Notwendigkeit heraus getrieben.

der Mann verdient mehr

also ich habe noch selten erlebt dass eine Frau sich nen Partner sucht,
der sozial ebenso wie intellektuell unter ihr steht
..
wer das bezweifelt
nicht untypisch, dass ein Arzt sich ne Krankenschwester sucht,
(eine Ärztin wohl eher keinen Pfleger)

das wird wohl dann auch in der Bezahlung seinen Niederschlag finden

11:45 von Hadbang

das ein Einkommen eines Vollverdieners nicht mehr reicht um einen Familie über die Runden zu bringen
.
also ich bin Alleinverdiener (gewesen) bis zu meiner Rente
meine 3 köpfige Familie kam recht gut über die Runden

Der Hinweis, dass sich der Vergleich

auf gemischt Geschlechtliche Partnerschaften bezieht ist einerseits logisch aber andererseits? Fakt ist das gleichgeschlechtliche Paare ein höheres Einkommen erzielen, andererseits aber extrem privilegiert sind. Soviel zur Gleichbehandlung. Das Recht wird hier pervertiert.

Rechenfehler

Wenn tatsächlich 14 % der in einer Partnerschaft lebenden Frauen mehr verdient als ihr Mann, dann komme ich in Anbetracht der vielen Alleinerziehenden und Alleinlebenden NICHT auf "jede 7. Frau".

Es müsste wohl eher heißen: "In jeder 7 Partnerschaft/Ehe verdient die Frau mehr als der Mann."

Da Alleinerziehende oft Frauen und oft erwerbslos oder in Teilzeit beschäftigt sind, ist die Aussage dieses Artikels irreführend. Suggeriert man hier doch einen Trend, der für die Gesamtsituation der Frauen in Deutschland nahezu unbedeutend ist.

@11:50 von Sisyphos3

Das ist schön für sie und meine ich ehrlich.

Ich werde dieses Jahr 30. Habe studiert und eine Vollzeitstelle.

Momentan knabbere ich an dem Problem in der Metropolregion in der ich wohne eine Wohnung zu finden die nicht ~50% meines Nettos aufbraucht.

Eine Familie könnte ich mir finanziell als Alleinverdiener nur schwer vorstellen.

Jede siebte Frau ist Hauptverdienerin....

Und warum auch nicht ?
Aber warum verdienen hierzulande Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer ? Aber im Durchschnitt der EU-Länder liegt der Abstand bei 16,8 Prozent.
Das liegt vielleicht daran,daß die Bundesrepublik europäischer Vorreiter bestimmter Reformen ist:Bei Leiharbeit,bei Minijobs,bei Befristungen,"Früchte" der Agenda 2010.

re nie wieder spd

"Das wird wohl in erster Linie daran liegen, dass Männer durch die verbesserten Möglichkeiten der Arbeitgeber, Lohndumping umzusetzen und durch gesetzlich verordnetem Minilohn immer weniger verdienen."

Das ist ja mal ein ganz krampfhafter Versuch, das Thema mit: "Lohndumping - aber nur für Männer" zu beleuchten.

Übrigens ist der Mindestlohn nicht gesetzlich verordnet. Man darf ruhig mehr verdienen.

re sisyphos3

"der Mann verdient mehr

also ich habe noch selten erlebt dass eine Frau sich nen Partner sucht,
der sozial ebenso wie intellektuell unter ihr steht"

Und weil Sie das selten erlebt haben kann der Artikel nicht stimmen?

Oder was wollen Sie uns sonst sagen?

Ich finde das gut

wenn Frauen mehr verdienen als Männer, können die Männer endlich zu Hause bleiben.
Aber ich kann in den 47 Arbeitsjahren das so nicht bestätigen, bei gleichen Job ob am Band oder dann an diversen Schulen, gab es keine Unterschiede.
Es sei denn Firmenjahre oder Qualifikation waren unterschiedlich, da bekommen aber auch Männer dann mehr oder weniger.
Das Frauen sich mit Männern verbinden die unter ihrer Finanziellen und Geistigen Leistung liegen, ist mir persönlich nicht bekannt oder jemals begegnet.
Diese Frauen habe gewisse Ansprüche an das Leben die der Müllfahrer oder Lokführer ( Beispiel ), eben nicht ganz erfüllen kann.
Auch der Lebensstil ist ein anderer.
Bei Männern ist das aber übliche Praxis, wobei es immer auch Ausnahmen gibt.
Kommt darauf an wie man sein Leben gestalten will.

@Sisyphos3

Kommt halt auf den Beruf an, ob dieser gut bezahlt ist oder man ein "einfacher" Fabrikarbeiter ist? Irgendwer muss aber auch die anderen Arbeiten erledigen und meist sind es Ausländer, auf die manche so gerne schimpfen, welche das tun müssen. Ausländer bringen nicht nur Nachteile, wie manche behaupten.

re sprachloser

" Fakt ist das gleichgeschlechtliche Paare ein höheres Einkommen erzielen, andererseits aber extrem privilegiert sind."

Könten Sie mal beide Behauptungen konkretisieren:

a) Höheres Einkommen - als wer?
b) Extrem privilegiert - gegen über wem?

Und deshalb sind diese

Und deshalb sind diese dauernden Tatarenmeldungen, daß Frauen weniger verdienen nur Fake News.
Das betrifft höchsten 0,01 Prozent der Frauen, vielleicht die in Vorständen der Deutschen Bank.

@Sisyphos3

Vielleicht ist die Frau halt allgemein etwas intelligenter als der Mann und geht nicht nur nach äußerlichem Aussehen? Im Grunde ist ja alles mehr als nur Bett. :)

re diemuebs

"Da Alleinerziehende oft Frauen und oft erwerbslos oder in Teilzeit beschäftigt sind, ist die Aussage dieses Artikels irreführend."

Wenn in der Überschrift "Hauptverdienerin" steht ist eigentlich jedem klar, dass alleinerziehende Frauen nicht das Thema sind.

Das mit "irreführender Aussage" zu bezeichnen kann man nur unter gesuchter Haarspalterei verbuchen.

@Rochhardo

In den Metropolen sind die Mieten immer immense teuer und gar in etwas größeren Städten auch schon. Was hatten Sie studiert? Haben Sie auch einen angemessenen Lohn beim Vorstellungsgespräch ausgehandelt gehabt? Müssen Sie unbedingt in einer Metropole leben oder können Sie auch ein Job in einer Mietkosten günstigere Gegend ausweichen? Sie sind noch relativ jung, da lohnt sich jede Überlegung, allerdings gut durchdenken und nicht unmöglichen Träumen nachrennen.

"Aber warum verdienen

"Aber warum verdienen hierzulande Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer ? Aber im Durchschnitt der EU-Länder liegt der Abstand bei 16,8 Prozent."

Ein unhaltbarer Zustand! Es sollten endlich Anstrengungen unternommen werden, Frauen in gutbezahlte Jobs, wie z.B. Dreher, Schweisser, Industriemechaniker oder Straßenbauarbeiter zu bringen. Die verdienen nämlich wesentlich mehr wie z.B. Friseusen, Krankenpflegerinnen oder Verkäuferinnen! In der Sowjetunion waren Strassenbauarbeiterinnen übrigens keine Seltenheit!

Oh, statistischer Obstsalat?

Über die hier gezogenen Schlüsse kann ich nur herzhaft lachen.

Der Gender pay gap ist definiert als der Unterschied in der Entlohnung von Männern iund Frauen bei GLEICHER Tätigkeit. Und genau da erlebe ich, zumindest bei lange bestehenden Firmen, keine oder eine kaum wahrnehmbare Veränderung an dieser Lücke. Es sei denn, ein Betriebsrat arbeitet sehr aktiv mit.

Überall dort, wo sich diese Tradition noch nicht bilden konnte, bestehen Chancen, sie gar nicht zur Ausprägung kommen zu lassen.

Alleinerziehende kann man nur vergleichen, indem man ihr Gehalt auf Vollzeit umrechnet und erst danach vergleicht.

Ein Friseur verdient regelmäßig dann mehr als seine Kollegin, wenn er das Risiko der Selbständigkeit auf sich nimmt oder eine Nische gefunden hat. Das schaffen aber auch Frauen - regelmäßig aber nicht in Teilzeit.

mE hat man hier zu sehr versucht, alles passend zu machen, um einfach mal so über ganz Deutschland und alle Beschäftigten eine statistische Aussage zu zimmern.

Frauen auf Arbeit

Frauen sind besser für Büroarbeit geeignet, da meist Männer körperlich überlegen sind. Natürlich gibts Ausnahmen.

12:28 von Hackonya2

alles möglich :-)

und wenn der Mann vielleicht mehr nach Äußerlichkeiten geht
ich vermute halt, er kann besser Sehen als Denken

@ 11:36 von nie wieder spd

Makaber, aber ein sehr interessanter Ansatz.

Gleicher Lohn?

Der Lohn bestimmt sich über den gewerkschaftlichen Organisationsgrad der jeweiligen Branche und die Kampfbereitschaft von Belegschaften.

In meinem ehemaligen Betrieb waren 60 Prozent der Belegschaft in der Gewerkschaft, - Frauen allerdings nur zu 10 Prozent organisiert!
In Betriebsrat war gerade mal eine Frau. Hier genauliegt der Hund begraben: Frauen überlassen allzu oft den Männern den gewerkschaftlichen Kampf. Daher auch die geringe Bezahlung in den sogenannten typischen Frauenberufen.

Kann wohl auch daran liegen

das der Arbeitgeber davon ausgeht die Frauen könnten einmal schwanger werden und dann dem Betrieb nicht mehr zur Verfügung stehen.

12:04 von Rochhardo

Kamerad @Hadbang hat hier seine Erfahrung eingestellt ich die meine

Volksschule, mit 14 Lehre, nebenher Fachschulreife, danach 2. Bildungsweg,
Ingenieurschule, Immobilie angeschafft, erst danach die Familie gegründet ...
aber vielleicht war das Leben früher ja auch einfacher

@12:04 von Rochhardo

Ich werde dieses Jahr 30. Habe studiert und eine Vollzeitstelle. ... Eine Familie könnte ich mir finanziell als Alleinverdiener nur schwer vorstellen.

Dann warten Sie halt ein paar Jahre, bis Sie einen vernünftigen Verdienst haben. Ich habe, aus ähnlichen Gründen, auch erst mit 40 eine Familie gründen können.

Für Kinder ist es mE allemal besser, wenn ein Elternteil zu Hause bleibt. Eine ganztägige externe Kinderaufbewahrung schon ab dem Säuglingsalter, die bei zwei arbeitenden Eltern idR notwendig ist, halte ich, auch wenn viele gutbezahlte "Experten" etwas anderes behaupten, für schädlich (und die fortschreitende Entwicklung der Gesellschaft hin zu einer Ansammlung von Egomanen gibt mir da offensichtlich recht).

re zauberin

"Der Gender pay gap ist definiert als der Unterschied in der Entlohnung von Männern iund Frauen bei GLEICHER Tätigkeit. Und genau da erlebe ich, zumindest bei lange bestehenden Firmen, keine oder eine kaum wahrnehmbare Veränderung an dieser Lücke."

In wieviel Firmen haben Sie Erfahrungen zum Thema gesammelt?

10? 20? 50?

Und nicht mal dann könnte man fundierte Aussagen dazu machen.

@Hackonya

Ich weiß ja nicht wo sie leben,aber Frauen finden sie heute in fast allen Berufen außerhalb von Büros.Außer vielleicht im Steinbruch.

Geschlechterbilder

06. Januar 2019 um 12:36 von Hackonya2

Sie sind sich aber schon bewusst, dass Ihr Welt- und Geschlechterbild eher zum 19. Jahrhundert passt als zur Jetztzeit.
Frauen haben in erheblichen Maße die Männer in Rüstungsbetrieben ersetzt während Phasen der Kriege - um nach den Kriegen sich um Ausbildung der vaterlosen Kinder zu kümmern und die Hinterlassenschaften der Kriege aufzuräumen (Stichwort: Trümmerfrauen). Dass Frauen auch in der Produktion "ihren Mann" (was für ein Vergleich) gleichauf leisten, hat die Gesellschaft der DDR gezeigt. Merke: früher wurden Frauen immer dann zur "Männerarbeit" gerufen, wenn die Männer anderweitig "beschäftigt" waren. Anschließend hieß es stets frei nach Schiller: die Frau hat ihre Schuldigkeit getan, die Frau darf gehen. In der Regel ohne Dank und Anerkennung.
Heute dienen Frauen in Kampfeinheiten der Bundeswehr im weltweiten Einsatz. Und Frauen besetzen zunehmen wichtige Positionen, als Ingenieurinnen, Ärztinnen, Politikerinnen, Bundeskanzlerinnen etc.

Handlungsbedarf

06. Januar 2019 um 12:47 von schiebaer45

Wenn eine potentielle Schwangerschaft in Deutschland im 21. Jahrhundert noch ein Karriererisiko und Anlass für Ungleichheit darstellt, wie Sie dies als Entscheidungsgrund definieren, dann kann etwas ganz gehörig nicht stimmen in der deutschen Gesellschaft. Schließlich ist Forderung des Grundgesetzes, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind und niemand wegen eines körperlich bedingten Merkmals schlechter gestellt werden darf.

Was ist das Ziel?

Mich beschleicht bei solcher Berichterstattung immer ein leichtes Unbehagen. Erst heute las ich wieder, dass die Frau nur eine Scheidung weit von der Armut entfernt sei, wenn sie weniger verdiene. Bei uns blieb mein Mann zu Hause, ich verdiente das Familieneinkommen. Mein Mann ist nur eine Scheidung weit von der Armut entfernt. Das ist immer so! Warum eigentlich? Ist das Zu-Hause-Bleiben bei den Kindern eigentlich gar nichts wert? Und - gleichberechtigt ist das deshalb auch nicht, denn die Kinder KRIEGEN muss immer die Frau, mit allen körperlichen Konsequenzen. Da kann die ganze Gleichmacherei auch nichts dran ändern.

@12:06 von Bernd Kevesligeti

Aber warum verdienen hierzulande Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer ? Aber im Durchschnitt der EU-Länder liegt der Abstand bei 16,8 Prozent.

Wieviele Frauen finden sich in D zB in Ingenieursstudiengängen? Wieviele in Naturwissenschaften? Als ich vor knapp 4 Jahrzehnten mit einem naturwissenschaftlichen Studium anfing, gab es genau eine Frau, die mit dem Diplomstudiengang anfing, und noch eine Handvoll, die das Lehramt anstrebten - bei ca 80 Studienanfängern im Semester. Ähnlich sah und sieht es bei technischen Handwerksausbildungen aus. Wieviele Automechanikerinnen finden Sie beispielsweise in Ihrer Auto-Werkstatt? Das liegt aber zu einem großen Anteil an den Frauen selbst, die sich scheuen, eine enstsprechende Ausbildung zu beginnen. In einigen Bereichen, zB der IT, ändert sich das Verhältnis m/w zusehends, aber in vielen nicht.

re riewekooche

" Eine ganztägige externe Kinderaufbewahrung schon ab dem Säuglingsalter, die bei zwei arbeitenden Eltern idR notwendig ist, halte ich, auch wenn viele gutbezahlte "Experten" etwas anderes behaupten, für schädlich (und die fortschreitende Entwicklung der Gesellschaft hin zu einer Ansammlung von Egomanen gibt mir da offensichtlich recht)."

Dass Kinder, die unter Gleichaltrigen sozialisiert werden, eher zu Egomanen werden als das unter mütterlichem Schirm aufwachsende Einzelkind ist eine Theorie, die wohl nur auf festgefügtem Vorurteil wachsen konnte.

re von riewekoche

Und es ist doch auch so,daß Berufe wie Friseurin,Verkäuferin oder Bürokraft nicht gerade üppig bezahlt sind.Offensive Tarifpolitik-Fehlanzeige.Und auch dort die Instrumente der Agenda,also Minijobberei,Befristungen,Befristete,Abrufkräfte voll greifen.

Am 06. Januar 2019 um 13:00 von karwandler

" Dass Kinder, die unter Gleichaltrigen sozialisiert werden, eher zu Egomanen werden als das unter mütterlichem Schirm aufwachsende Einzelkind ist eine Theorie, die wohl nur auf festgefügtem Vorurteil wachsen konnte. "

Der Satz ist gut.
Egomanen wachsen wohl eher zu Hause auf und meist dort wo man sich Privatschulen leisten kann.
In der Armenhütte lernt man Teilen, nicht in der Oberen Etage.

Langsam wird die Debatte realistischer...

Die Ungleichheit liegt in den ungleichen Vorlieben für bestimmte Berufe. Und natürlich, wie auch erwähnt, in den Erziehungszeiten usw. Wenn man gar die Halbtagsttätigkeiten noch hinzunimmt, wird´s ganz abstrus.
Es ist davon auszugehen, daß Altenpfleger, Krankenpfleger, Kindergärtner nicht mehr verdienen als die Frauen, wenn sie die selben Zeiten vorweisen, in denen sie den Beruf ausüben. Schade, daß hier häufig nicht korrekt argumentiert wird. Die künstlich erzeugten Gräben braucht unsere Gesellschaft nicht.
Väter mit entsprechend langen Ausfallzeiten für Kindererziehung erleiden ebenfalls Nachteile bei ihrer Karriere.
Wirklicher Ausgleich fände statt, wenn die Erziehungsarbeit der Frauen und Männere entsprechend aufgewertet und bei der Rente berücksichtigt würde.

@

Sysiphos 3:
Sie führen den Einkommensunterschied auf den unterschiedlichen Bildungsstand zurück? Sie gehen also davon aus, dass zu 80% der Mann in der Beziehung (aus-)gebildeter ist? Kommt Ihnen das nicht komisch vor?

Sprachloser:
Gleichgeschlechtliche Paare sind extrem privilegiert? Wodurch? Vielleicht weil es bei gleichgeschlechtlichen Paaren keine so klassischen Rollenbilder gibt? Das könnte ich mir vorstellen...

@traurigerdemokrat

"@ 11:36 von nie wieder spd
Makaber, aber ein sehr interessanter Ansatz."

Nein.
Wurde von karwandler (Vielen Dank dafür!) bereits vollständig widerlegt.

@Caligula 19

"[...] daß Frauen weniger verdienen nur Fake News.
Das betrifft höchsten 0,01 Prozent der Frauen, vielleicht die in Vorständen der Deutschen Bank."

Bitte den Artikel lesen!
Da steht, dass gerade diese Frauen durchschnittlich um einiges besser bezahlt werden als die Männer.

@collie4711

"Verdienen Lehrer mehr als Lehrerinnen, Erzieher mehr als Erzieherinnen, Beamte mehr als Beamtinnen in der jeweils vergleichbaren Gehaltstufe und Position?"

Nein. Wie kommen Sie darauf?

Unsere Gesellschaft besteht allerdings nicht nur aus dem öffentlichen Dienst, sondern es gibt auch noch die freie Wirtschaft. Und dort kommt es anscheinend hin und wieder zu ungleicher Bezahlung, mit leicht abnehmender Tendenz.

Nicht mehr und nicht weniger will uns der Artikel sagen.

13:19 von DemokraSte

ich brachte ein Beispiel
haben sie ein Gegenbeispiel ?

@ 12:28 von Hackonya2

"Vielleicht ist die Frau halt allgemein etwas intelligenter als der Mann"

"Frauen sind besser für Büroarbeit geeignet ..."

----

Mit den beiden oben zitierten Aussagen, denen wie ein anderer Forist bereits konstatierte, ein Weltbild aus dem 19. Jahrhundert zugrunde liegt, zeigen Sie ein, nun ja, etwas ungewöhnliches Geschlechterverständnis.

Sie haben hier im Forum selbst des öfteren darauf hingewiesen, dass Sie bekennender Muslim sind.

Darf ich davon ausgehen, dass das lediglich Ihre persönliche Einstellung widerspiegelt oder sprechen Sie im Namen Ihrer Glaubensgenossen?

@Waltraud Gundlach

"Es ist davon auszugehen, daß Altenpfleger, Krankenpfleger, Kindergärtner nicht mehr verdienen als die Frauen, wenn sie die selben Zeiten vorweisen, in denen sie den Beruf ausüben."

Vom öffentlichen Dienst abgesehen gibt es trotzdem die sog. Gender pay gap. Selbst wenn man die strukturellen Unterschiede und auch die Kindererziehungszeiten herausrechnet, gibt es sie. Allerdings liegt sie dann bei viel weniger als 21%.

Was heißt: Keineswegs überall, aber in einer signifikanten Anzahl von Betrieben verdienen Frauen mit gleicher Beschäftigung in gleicher Position weniger als die Männer.

Meine Ehefrau war die Hauptverdienerin,

und ich war-bedingt durch viele Umstände-, schon ab Geburt der gewollten Kinder, Twins, hauptsächlich für die Twins, und für den gesamten Haushalt zuständig und war somit der Hausmann, doch würde ich selbst diese Konstellation nicht mehr wiederholen. Schon der Anschluß nach der Tätigkeit als Hausmann an das übliche Arbeitsleben gestaltet sich schwierig bis unüberwindbar, ganz klar, man wird dabei nicht jünger. Nach einer Trennung, ohne medialer Einigung, wo Einigung das Familiengericht entscheidet, ist meiner Meinung nach, schwieriger in Fragen Versorgungsausgleichs und in Fragen Unterhalt vor Scheidung, nach Scheidung, gegenüber einer Ehefrau, diese müssen juristisch tatkräftiger angegangen werden, da immer wieder die Frage als Antwort auftaucht, "warum warst nicht du arbeiten, die Frau muss bei den Kindern bleiben", -dieses Vorurteil ist noch immer da, und das muß gesetzlich abgebaut werden, damit sich Mann traut, auch über längere Zeit, Hausmann zu sein.

Ursachensuche für strukturelle Ungleichheiten

06. Januar 2019 um 13:00 von riewekooche

In den von Ihnen genannten Beispielen findet sich kein Grund, weshalb Frauen grundsätzlich strukturell beim Gehalt schlechter gestellt sind.
Übrigens: in Deutschland ist Freiheit bei der Berufswahl gegeben. Frauen können grundsätzlich selbst entscheiden, welchen Beruf sie ergreifen wollen. Im Zugang zu diesem Beruf darf es dann keine Einschränkung oder Benachteiligung geben. Das gilt übrigens auch für Männer, wie an dem unrühmlichen Beispiel, wie im Bericht über die häufige Befristung bei Erziehern in Kindergärten oder Grundschulen zu lesen war.
Ach ja, Analyseinstrumente für strukturell bzw. kulturell gegebene Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern finden sich in der Gendertheorie. Spannenderweise führt vor allem die autoritär, patriarchalisch und maskulinisk geprägte AfD einen regelrechten, von hektischen Allergien geprägten Glaubenskrieg gegen die Analyseperspektive "Gender". Hoffnung auf Gleichberechtigung macht das nicht.

@ wenigfahrer "Der Satz ist

@ wenigfahrer

"Der Satz ist gut.
Egomanen wachsen wohl eher zu Hause auf und meist dort wo man sich Privatschulen leisten kann.
In der Armenhütte lernt man Teilen, nicht in der Oberen Etage."

Zwei Schubladen auf, "arm" und "reich" rein und schon sind alle Menschenwesen und ihre charakterlichen Eigenschaften erklärt.
Man kann sich die Welt durch Verallgemeinerungen schon recht einfach machen, wenn man dann auf fundiertes Wissen / Argumentieren verzichten möchte.

@ Karwandler

" Eine ganztägige externe Kinderaufbewahrung schon ab dem Säuglingsalter, die bei zwei arbeitenden Eltern idR notwendig ist, halte ich, auch wenn viele gutbezahlte "Experten" etwas anderes behaupten, für schädlich (und die fortschreitende Entwicklung der Gesellschaft hin zu einer Ansammlung von Egomanen gibt mir da offensichtlich recht)."

Dass Kinder, die unter Gleichaltrigen sozialisiert werden, eher zu Egomanen werden als das unter mütterlichem Schirm aufwachsende Einzelkind ist eine Theorie, die wohl nur auf festgefügtem Vorurteil wachsen konnte."

Hat alles seine Vor- und Nachteile u es hängt immer von den Bedingungen vor Ort ab. Wenn ich den ein oder anderen Kindergarten / die ein oder andere Krippe sehe und die Eltern u Kinder, die da verkehren, können Kinder garnicht lange genug zu Hause bleiben, um so lange wie möglich ein sozialisiertes Leben zu ermöglichen, bei anderen Krippen u Kindergärten u den Kindern u Eltern, die da verkehren, ist der Aufenthalt hingegen problemlos

@riewekooche

"Für Kinder ist es mE allemal besser, wenn ein Elternteil zu Hause bleibt. Eine ganztägige externe Kinderaufbewahrung schon ab dem Säuglingsalter, die bei zwei arbeitenden Eltern idR notwendig ist, halte ich, auch wenn viele gutbezahlte "Experten" etwas anderes behaupten, für schädlich"

Abgesehen vom Inhalt dieser Aussage, die ein wenig vom Thema abweicht, finde ich Ihre grundsätzliche Haltung etwas fragwürdig. Denn Sie halten anscheinend Ihre eigene sehr subjektive Meinung für richtiger als die Meinung der Fachleute, die sich beruflich mit diesem Thema befassen, jede Menge Daten erhoben, Studien durchgeführt haben und deshalb zu der Meinung gekommen sind, dass es eben nicht schädlich, sondern im Gegenteil für eine signifikante Anzahl Kinder sogar mehr als förderlich wäre.

Jede siebte Frau ist

Jede siebte Frau ist Hauptverdienerin
Interessant, Interessant der Beruf eines Statistikers im Dienste der Auftraggeber.....
Da ist die Auswahl der Berufsgruppe zielführend von Fleißig nach Reich medial unter Top 1, alles wird besser, angesiedelt. Da fällt einem der Sozialfall einer allein erziehenden Mutter ein, welche in Hessen nach 5 Jahren als Wahlbeamtin, im Alter von 42 Jahren sofort mit 2200€ plus der „mageren“ Steigerung monatlich und lebenslang ihr Dasein bis heute fristen muss. Finde den Fehler!

Ganz wichtiges Thema!

Die weiter bestehenden Ungerechtigkeiten in der Lohn-und Rentenpolitik sind fuer mich einer der entscheidenden Faktoren für das Auseinanderdriften in kultureller und sozialer Hinsicht.
Es gibt viele Untersuchungen ,welche den Wohlstands-und Zusammengehoergkeitsfaktor mit der Gleichstellung von Mann und Frau -oder dem Streben nach solchem inVerbindung bringen.
Ein hochentwickeltes Land,welches die doppelte oder dreifache Belastung von Frauen nicht in die Lohn-und Steuerpolitik einfließen laesst schadet sich selber!Und wenn man dann auch noch das Rentenniveau der Frauen ansieht,dann ist dies eine Schande.
Der Artikel ueberzeugt mich nicht,denn eine gegenläufige Tendenz ist nicht politisch in ausreichendem Maße gewollt.
Es gibt fuer die meisten Frauen meist nur die Wahl zwischen Kinder kriegen und akademischer Karriere.

11:57 von sprachloser - wie bitte?

was wird hier denn "pervertiert" ? Mal auf die Idee gekommen, das gleichgeschlechtliche Paare seltener Kinder im Haushalt haben und deshalb schon Verdiener/Hausfrau-mann weg fällt? Bevor hier etwas als "pervers" hingestellt wird, einfach mal die Logik walten lassen. Danke.

Ich habe ich einen Kollegen

der zwar recht gut verdient, für den es aber ein großes emotionales Problem darstellt, dass seine (höher qualifizierte) Frau etwas mehr verdient als er. Weswegen er händeringend nach Karriereoptionen sucht, bei denen er etwas mehr verdient. Von Seiten der Frau kommt auch Druck, ihr scheint das Gehaltsgefälle peinlich zu sein. Der umgekehrte Fall (Frau soll unbedingt mehr verdienen als der Mann) ist wohl seltener.

12:42 von Bigbirl und 12:59 von Dennis K.

Nimmt man beide Kommentare zusammen bzgl. der Probleme der von Frauen dominierten Berufe (Steuerfachangestellte, aber auch andere wie Krankenschwester, Kindergärtnerin etc.), nimmt hinzu, dass auch die Arbeitgeber- bzw. Abnehmerseite schnell dabei ist zu sagen "wird ja von Frauen gemacht, muss man nicht viel für zahlen", so wundert einen die Verteilung des Einkommens nicht. Es hat also nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass bei gleicher Qualifikation Frauen weniger gezahlt bekommen ("gleiche Qualifikation" ist ohnehin kaum messbar, wenn Gehalt wesentlich von der Berufserfahrung abhängt), sondern es liegt auch viel an den Berufen, die gewählt werden und deren Entlohnung. Wie kann man sicherstellen, dass Kindergärtnerinnen und Krankenschwestern entsprechend ihrer Leistung für die Allgemeinheit entlohnt werden? Welche Bevölkerungsgruppe verzichtet zu deren Gunsten auf Wohlstand? Vermutlich meldet sich jetzt niemand "hier, ich". Sondern wieder nur: "Die anderen da".

Am 06. Januar 2019 um 13:53 von berelsbutze

Man kann auch behaupten das die Kinder die zeitig in den Kindergarten müssen oder andere Einrichtungen besuchen, Egomanen werden.
Darauf war das die Antwort, und ich weis bei großer Familie und selber im Kindergarten in 50ziger Jahren aufgewachsen, wovon ich rede.
Ob Sie auf soviel Erfahrung zugreifen können weis ich nicht, bei bestimmten Dingen erklärt sich die Welt aber sehr einfach.
Es ist und bleibt ein Unterschied ob man mit Porsche oder Bollerwagen aufwächst, und das war schon vor 70 Jahren so.
Erfahrung und Leben sind wissen was auf keiner Schule gelehrt wird.

@13:49 von wie-

In den von Ihnen genannten Beispielen findet sich kein Grund, weshalb Frauen grundsätzlich strukturell beim Gehalt schlechter gestellt sind.

Sind sie das denn? Aus der Statistik geht das nicht hervor, denn es wurden nicht die Gehälter innerhalb von ähnlichen Berufen verglichen, sondern pauschal das Einkommen. Eine unterschiedliche Bezahlung bei gleichem Beruf läßt sich aus dieser Statistik nicht ableiten. Wenn aber Frauen häufig zu Berufen tendieren, die schlechter bezahlt werden, ist ein ungleiches Einkommen eine logische Folge daraus.

Im Zugang zu diesem Beruf darf es dann keine Einschränkung oder Benachteiligung geben.

Bei den von mir genannten Beispielen gibt es diese Einschränkungen nicht, und ich habe durchaus auch schon Frauen in technisch-handwerklichen oder naturwissenschaftlichen Berufen, oder auch als Geschäftsführer/in kennengelernt. Sie sind nicht besser oder schlechter als Männer.

Unsinn.

Es gibt keine Gender Pay Gap. Frauen Entscheidungen als Männer und Männer andere Entscheidungen als Frauen. Wenn Frauen wirklich die billigeren Arbeitskräfte für gleiche Arbeit sind eröffne ich ein Unternehmen, stelle nur Frauen ein und mache jede Konkurrenz platt...

@ Sysiphos - Gegenbeispiel

Ok. Ich kenne eine Ärztin die mit einem Krankenpfleger verheiratet ist. Sie verdient mehr.

Soll ich das Gegenbeispiel jetzt auch verallgemeinern und damit die unterschiedliche Bezahlung von Frau und Mann erklären?

Ich kann Ihnen aus der Medizin ein Dutzend erlebte Beispiele dafür nennen, wie mit der Schwangerschaft die Karriereleiter endete. Dann verdient Frau am Ende weniger. Da liegt das Problem. Ihre Erklärung trifft nicht den Punkt.

Frauen immer noch benachteiligt

Ich arbeite mit meinem Mann in der selben Branche im ö.D. Ich bin mit zwei abgeschlossenen Studiengängen wesentlich besser qualifiziert. Er hat keinen. Dennoch verdient er mehr und wird beruflich gefördert. Ich hingegen muss mir alles erkämpfen. Das ist mühsam und sicher nicht Fair aber ich kämpfe wie eine Löwin, dass ich es irgendwann mal besser mache, als meine Vorgesetzten jetzt, die mich immer vertrösten, wenn es um Förderung geht.

@skreetzh1dda

"Es gibt keine Gender Pay Gap."

Das ist einfach nur falsch. Es gibt genug Untersuchungen zu diesem Thema.

@ wenigfahrer "Man kann auch

@ wenigfahrer

"Man kann auch behaupten das die Kinder die zeitig in den Kindergarten müssen oder andere Einrichtungen besuchen, Egomanen werden.
Darauf war das die Antwort, und ich weis bei großer Familie und selber im Kindergarten in 50ziger Jahren aufgewachsen, wovon ich rede.
Ob Sie auf soviel Erfahrung zugreifen können weis ich nicht, bei bestimmten Dingen erklärt sich die Welt aber sehr einfach.
Es ist und bleibt ein Unterschied ob man mit Porsche oder Bollerwagen aufwächst, und das war schon vor 70 Jahren so.
Erfahrung und Leben sind wissen was auf keiner Schule gelehrt wird."

Ich habe da auch meine Erfahrungen und jeder macht total andere Erfahrungen, deshalb gibt es da sicher auch kein richtig und falsch. Meine Erfahrung ist, dass es bei Kindern (denn denen ist das Geld der Eltern herzlich egal) eher einen Unterschied macht, ob sie in der Stadt oder auf dem Land groß werden.

@karwandler

Ich lebe nicht in einer Glaskugel, sondern bin weltoffen, mit einem großen (arbeitenden) Bekannten- und Freundeskreis, mit Familie gesegnet.

Am Ende meiner Berufstätigkeit angekommen, traue ich mir tatsächlich eine Tendenz auszusprechen zu, die ich als solche wahrnehme.

Dazu muß man weniger Job-Hopping hinter sich haben, als vielmehr hinreichende Kontakte haben.
Mit weniger Information würde ich das hier nicht posten :-).

unterschiede sichtbar!

die unterschiede in der bezahlung sind doch offensichtlich! - und dabei ist erstmal unerheblich ob, der job an sich, oder doch die individuell verhandelte lohngruppe dabei ausschlaggebend ist!

denn eines ist klar: der mit dem geringeren lohn steht immer in abhängigkeit zu dem, der den höheren lohn bekommt!

und wenn wir tatsächlich einmal auf die typischen "frauenberufe" schauen, welche wohl auch zu einem erheblichen teil für die lohnunterschiede verantwortlich sind, dann stellt man fest, (bsp. krankenschwester, kindergärtnerin, altenpflege...) dass diese berufe völlig unterbezahlt sind, im verhältnis zu dem, was die einzelne arbeiterin zu leisten hat.

und hier stellt sich dann doch wieder die frage, ob die lohngestaltung nicht doch etwas mit geschlechtsspezifika zu tun hat (weniger durchstzungsvermögen der frauen, ignoranz der meist männlichen unternehmensleitung, oder eine gesellschaftliche toleranz gegenüber üblicher unterbezahlung weiblicher arbeiterinnen?)

Statistik

Der Statistik glaube ich wohl.
Aber was soll uns das mitteilen ?
Soll irgendwann in Zukunft alles gleich sein ?
Muss alles gleich sein ?
Wohin führt das ?
Gibt es evtl. zu Recht Unterschiede ?
Und welche Unterschiede sind zu Unrecht ?
Und wer bestimmt dieses Recht ?
Und warum soll manches nicht mehr so sein wie es früher mal war ?
Es scheinen sich weitere Klassenkämpfe anzudeuten. Nicht nur der Clash of Civilisations.
Auch der "Clash" zwischen "emanzipierten" Frauen und zw. Männern. Männer die ein althergebrachtes Familienbild bevorzugen und/oder die fühlen zu kurz gekommen zu sein ?
Wird das die Gesellschaft aggressiver machen ?
Bin mal gespannt...

15:14 von Spock-an-Käpten

«Der Statistik glaube ich wohl.
Aber was soll uns das mitteilen ?
Soll irgendwann in Zukunft alles gleich sein ?
Muss alles gleich sein ?»

Weder soll noch muss "alles gleich sein".

Auch nicht die Vergütungen auf vergleichbaren Posten mit vergleichbaren Qualifikationen "auf den Euro gleich". Das hängt in jedem Einzelfall auch vom Verhandlungsgeschick der Stelleninhaber/innen ab.

Da tun sich viele Frauen oft schwerer als Männer, sich selbst und ihre Fähigkeiten so zu präsentieren, "dass möglichst viel Gehalt dabei rausspringt". Eine der Erklärungen, die zur Existenz des Gender-Pay-Gap beiträgt.

«Gibt es evtl. zu Recht Unterschiede ?
Und welche Unterschiede sind zu Unrecht ?
Und wer bestimmt dieses Recht ?
Und warum soll manches nicht mehr so sein wie es früher mal war ?»

Für stark unterschiedl. Bezahlung auf gleichwertigen Positionen bei gleichwertigen Qualifikationen (> ca. 5%) gibt es keinerlei Berechtigung.

"Dinge bleiben nicht, wie früher mal", weil das untauglich ist …

Männer muten sich mehr zu

Ich kann aus etwa 7 verschiedenen Firmen berichten, in denen ich meist in leitender Tätigkeit angestellt war (u. a. Bundeswehr, Uni und mehrere private mittelständische Unternehmen). Überall wurden Männer und Frauen gleich bezahlt!

Eins wird allerdings stets unterschlagen:
Die Männer sind härter im Nehmen und muten sich höhere Belastungen zu. Es fängt an mit der Pendelei und der Wahl des Arbeitgebers. Frauen arbeiten meist in der Nähe des Wohnorts; die meisten Fernpendler - auch 2. Wohnsitz oder Pensionen - sind Männer. Auch abends sind es fast immer die Männer (Vertrauensarbeitszeit!) bei denen als letzter das Licht ausgeschaltet wird.

Fazit: Die Familie und die Gesellschaft erwartet mehr von den Männern. Männer sind karriereorientierter und die zusätzlichen Anstrengungen rechtfertigen den angeblichen "Gender-Pay-Gap".

@AbseitsDesMains..., 1542

"...rechtfertigen den angeblichen "Gender-Pay-Gap". ..." -

Etwas, das angeblich ist, also nicht besteht, braucht man doch nicht zu rechtfertigen? Oder sehen sie vielleicht doch selbst ein, das der angebliche Gap doch nicht so angeblich ist?

Den Rest ihrer Aufzählung von Unterschieden zwischen Männern und Frauen kommentiere ich lieber nicht. Ich dachte nämlich, das diese Sichtweise nicht mehr in dieser Form besteht. Falsch gedacht von mir.

@skreetzh1dda - geschlechtertypische Berufe

14:45 von skreetzh1dda:
"Wenn Frauen wirklich die billigeren Arbeitskräfte für gleiche Arbeit sind eröffne ich ein Unternehmen, stelle nur Frauen ein und mache jede Konkurrenz platt..."

Gute Idee! Nur leider werden Sie mit einem Unternehmen im technischen Sektor gar nicht genug Bewerberinnen finden. Und falls Sie sich für einen Friseursalon entscheiden, ist ihr gewünschter Vorteil auch hin: Die Konkurrenz stellt nämlich auch nur Frauen ein.

Da stimmt etwas nicht !

Diese Meldung kam gestern (05.01. über das Radio. Den Sender habe ich mir leider nicht gemerkt.
In der Radiomeldung wurde aber ausgeführt daß jede vierte Frau, nicht jede siebte mehr verdient als der dazugehörige Mann. Vor ein paar Jahren war es noch jede fünfte Frau.

Da ist jetzt eine Abweichung in der Berichterstattung ! Bitte erklären Sie die !

Am 06. Januar 2019 um 15:42

Am 06. Januar 2019 um 15:42 von AbseitsDesMains...
Männer muten sich mehr zu

Die Männer sind härter im Nehmen und muten sich höhere Belastungen zu

nnnnn

Es gibt eine Untersuchung über die Verdienste bei Fachärzten; da haben wir den Fall, daß die Fr. Dr. im Schnitt bis zu 21% des Verdienstes zu den männlichen Kollegen zurückfallen.
Niemand weiß auf warum dem so ist:
Beide sind selbsständig aber die Männer behandeln entweder mehr Personen oder haben das bessere Zeitmanagement.

@Spock-an-Käpten - freiwilliger Wandel

15:14 von Spock-an-Käpten:
"Soll irgendwann in Zukunft alles gleich sein ? Muss alles gleich sein ?"
> Gleich nicht, aber gerecht. Die aktuelle Studie sagt darüber aber wenig bis gar nichts aus.

"Und warum soll manches nicht mehr so sein wie es früher mal war ?"
> Weil früher vieles nicht besser war. Wer die alten Strukturen mag (Mann arbeitet, Frau am Herd), kann sie ja auch heute noch ausleben.

"Wird das die Gesellschaft aggressiver machen ?"
> Eine Lohnanpassung zwischen Frauen und Männern ganz sicher nicht. Aber viele Menschen scheinen ja Spaß daran zu haben, sich über Dinge aufzuregen, die sie überhaupt nicht betreffen.

Werden hier Frauen wirklich diskriminiert?

Ich habe nun schon in mehreren, großen Unternehmen Gehaltszahlen sehen können und durfte feststellen, dass Frauen für gleiche Tätigkeiten nicht weniger bekamen als Männer, gerade in der Verwaltung. Frauen haben aber oft eine Teilzeitstelle während Männer Vollzeit arbeiten! Nach Mutterschutz und Elternzeit haben Frauen dann auch weniger Berufserfahrung um bspw. aufsteigen zu können oder für besser bezahlte Aufgaben, wobei ich in meinem Leben schon mehr Chefinnen als Chefs hatte.
Dass Frauen für Jahre daheim bleiben, wenn sie Kinder haben, ist für mich ein Zeichen Luxus und jammern auf sehr hohem Niveau. Meine Mutter hat immer Vollzeit gearbeitet, war nach der Schwangerschaft immer nur max. ½ Jahr daheim. Meine Großmütter haben alle Vollzeit gearbeitet, wie auch alle meine Urgroßmütter und deren Mütter. Deren Elternzeit war sogar noch kürzer als bei meiner Mutter!

@AbseitsDesMains... - gesellschaftliche Erwartung

15:42 von AbseitsDesMains...:
"Fazit: Die Familie und die Gesellschaft erwartet mehr von den Männern."

Väter verbringen nach der Geburt ihrer Kinder mehr Zeit im Büro. Ich wage zu behaupten, dass das keine finanzielle Notwendigkeit ist, sondern die Flucht vor den familiärer Belastung. So gesehen sind die Erwartungen an Männer keinesfalls höher, sondern nur anders.

Nicht zuletzt hat es jeder von uns in der Hand, diese Erwartungen selbst zu prägen.

einfach nur baff

bin ich, dass es hier tatsächlich Foristen gibt, die den Gender-Pay-Gap nicht nur anzweifeln, sondern gleich noch hinterherschieben, dass er, wenn es ihn denn gibt, auch berechtigt ist. Da liest man, dass Männer klüger, belastbarer oder ähnliches wären. Und wie erfolgreich sie mit dieser Einstellung ihre eigenen Familien durchs Leben geführt haben. Deren Frauen würde ich gern mal kennenlernen. Meine wäre längst auf und davon, wenn ich so ein Bild von ihr hätte.

@schabernack - männliche Vorgesetzte

15:40 von schabernack:
"Das hängt in jedem Einzelfall auch vom Verhandlungsgeschick der Stelleninhaber/innen ab. Da tun sich viele Frauen oft schwerer als Männer, sich selbst und ihre Fähigkeiten so zu präsentieren [...]"

Liegt das vielleicht auch am meist männlichen Geschlecht des Vorgesetzten? Oder eben daran, dass Frauen weniger bekommen "müssen", weil Frauen nach dem gängigen Gesellschaftsbild ja nur Zuverdiener sind?

Was die Statistik nicht sagt

Dass die Frauen in den Berufen Lehrer, Kindererzieher und Pfleger so viel weniger Geld bekommen, nicht aber bei den gleichen Jobs.
Würde der Staat endlich seiner Pflicht nachkommen und Grundschullehrerinnen genauso bezahlen wie Oberstufen Lehrer, obwohl sie sogar mehr Stunden leisten müssen, dann gäbe es diese Schere auch nicht.
Schande auf alle Politiker die so tun, als läge es an irgendwelchen Firmen!

Vorsicht.

"Immer noch verdient der Mann in den allermeisten Paaren mehr als seine Partnerin."

Das mag schon sein.

Wer allerdings glaubt, daraus Frauenbenachteiligung ablesen zu können, ist auf dem Holzweg.

Bekanntlich verpartnern sich Frauen gehaltsmäßig eher nach oben, Männer eher nach unten (mir ist bekannt, dass es Ausnahmen gibt, danke).

Heißt, bei den nicht Verpartnerten sind die Frauen eher reich und die Männer eher arm. Weil die nämlich niemanden finden.

Diese Menschen erfasst diese Studie aber gar nicht.

Am 06. Januar 2019 um 12:24

Am 06. Januar 2019 um 12:24 von karwandler
re sprachloser

" Fakt ist das gleichgeschlechtliche Paare ein höheres Einkommen erzielen, andererseits aber extrem privilegiert sind."

Könten Sie mal beide Behauptungen konkretisieren:

a) Höheres Einkommen - als wer?
b) Extrem privilegiert - gegen über wem?

nnnnnnn

Durch die naturgegebene Kinderlosigkeit der Paare, können beide Vollzeit arbeiten. Selbst bei Steuerklasse vier bleibt mehr vom Lohn als bei wirtschaftlicch gleichgestellten Normal-Paaren, denn Kinderkosten fallen ja nicht an.

Bei den Rentenansprüchen kumulieren sich die Beträge auf, obwohl hier nur ein finanzieller Bruchteil der Normalfamilien geleistet wurde, der Generationenvertrag nicht erfüllt wurde.

Und ja...das ist Extrem bevorzugt !

Männer- und Frauenberufe - @13:34 von Tarek94

In diesem Falle sollte eine Männerquote für diesen Beruf gesetzlich vorgeschrieben werden. Es ist nicht einzusehen, warum nur Frauen schlecht bezahlt werden sollten!
Ich sehe durchaus Frauenquoten für angebracht, auch wenn mir das Problem fehlender Bewerbungen bewusst ist. Als Beispiel käme da Schichtarbeit in der Produktion, Staplerfahrer in der Verladung (gerade auf dem Hof, im Sommer wie im Winter), Fernfahrer, Müllabfuhr, Bauarbeiter im Straßenbau und ähnliches in Frage. Die Berufe sind nicht immer schlecht bezahlt, nur Bewerbungen von Frauen sind selten.

equal pay

In unseren Schulen verdienen Lehrerinnen exakt gleich viel wie Lehrer. Das ist auch nur fair.

@ nie wieder sfb

Das wird wohl in erster Linie
... Möglichkeiten der Arbeitgeber, Lohndumping umzusetzen und durch gesetzlich verordnetem Minilohn immer weniger verdienen.

Ja, ja, die übliche Schelte auf den Staat. Weiter bringt es uns nicht, da die Kritik so pauschal gar nicht sachlich richtig ist.

16:35 von ihoecken

Grundschullehrerinnen genauso bezahlen wie Oberstufen Lehrer
.
... und nen Gymnasiallehrer wie Hochschullehrer ?

oder wir bezahlen alle Menschen gleich
gelernte ungelernte ... studierte
motivierte, weniger motivierte ... total desinteressierte

@ Sisyphos

also ich habe noch selten erlebt dass eine Frau sich nen Partner sucht,
der sozial ebenso wie intellektuell unter ihr steht

Statistisch gesehen sind etwa 50 Prozent der Frauen intelligenter als der durchschnittliche deutsche Mann.

16:34 von Nachfragerin

15:40 von schabernack:
«Das hängt in jedem Einzelfall auch vom Verhandlungsgeschick der Stelleninhaber/innen ab. Da tun sich viele Frauen oft schwerer als Männer, sich selbst und ihre Fähigkeiten so zu präsentieren [...]»

«Liegt das vielleicht auch am meist männl. Geschlecht des Vorgesetzten? Oder eben daran, dass Fr. weniger bekommen "müssen", weil Fr. nach dem gängigen Gesellschaftsbild ja nur Zuverdiener sind?»

Dazu gibt es interessante Untersuchungen & "fiktive Rollenspiele", die alle 4 mögl. Konstellationen zw. Vorgesetzen / Bewerbern berücksichtigen
(M - M / M - F / F - M / F - F).

Es stellte sich heraus: F sind in der Mehrheit stärker konsens-orientiert als M.

Sie bestehen i.d.R. "weniger vehement & standhaft" auf ihren Forderungen, sind stärker bereitwillig ("um des Friedens willen"), sich Abstriche von ursprüngl. Forderungen von Vorgesetzten aufschwatzen zu lassen.

Auch waren Ausgangs-Forderungen von F oft (deutl.) niedriger als die der M. Wird (sehr) ausgenutzt …

@ Sisyphos3

der Mann verdient mehr also ich habe noch selten erlebt dass eine Frau sich nen Partner sucht, der sozial ebenso wie intellektuell unter ihr steht.

Das glauben jedenfalls die meisten Männer. Viele Männer überschätzen sich eben.

re mein blauer engel

"Durch die naturgegebene Kinderlosigkeit der Paare, können beide Vollzeit arbeiten. Selbst bei Steuerklasse vier bleibt mehr vom Lohn als bei wirtschaftlicch gleichgestellten Normal-Paaren, denn Kinderkosten fallen ja nicht an.

Bei den Rentenansprüchen kumulieren sich die Beträge auf, obwohl hier nur ein finanzieller Bruchteil der Normalfamilien geleistet wurde, der Generationenvertrag nicht erfüllt wurde."

Leider alles Unsinn.

Auch Paare mit Kindern können Vollzeit arbeiten. Und bei Paaren ohne Kinder kann einer den Haushalt führen. Nichts davon ist gesetzmäßig, sondern dem eigenen, selbstständigen Lebensentwurf geschuldet. Und vor allem ist nichts davon "ungerecht", weil weder gesetzlich noch sonstwie erzwungen.

Eine Rente erhält jeder in der Höhe der jeweils eigenen Rentenansprüche. Was wird da kumuliert?
Der Generationenvertrag ist ein rentenmathematisches Modell. Weder wird er individuell erfüllt, wenn man Kinder hat, noch individuell nicht erfüllt, wenn man keine hat.

Am 06. Januar 2019 um 18:34 von forensüchtig

" der Mann verdient mehr also ich habe noch selten erlebt dass eine Frau sich nen Partner sucht, der sozial ebenso wie intellektuell unter ihr steht.

Das glauben jedenfalls die meisten Männer. Viele Männer überschätzen sich eben. "

In dem Fall würden sich Männer dann wohl eher unterschätzen als über ;-). Das Leben beweist aber bis auf Ausnahmen, das es so ist.
Soziale und intellektuelle Stellung spielen bei der Partnerwahl eine dominierende Rolle.
Einfaches altes Sprichwort, Gleich und Gleich gesellt sich gerne, gilt heute zu 90 Prozent immer noch.

@ mein blauer engel

Rein finanziell gesehen lohnen sich Kinder bei weitem nicht, auch wenn es Vergünstigungen für Eltern gibt (z. B. bei der Steuer). Ich kenne aber keine Paare, die so denken.

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