Kommentare

Religion und Politik....

...zwei Welten treffen aufeinander....

Der Nationale oder

ethnische Bezug hat in einer christlichen Kirche nichts zu suchen.
Man wuenscht sich eher eine Losloesung von Grenze und ethnischer Herkunft. Die Entscheidung des Istanbul Patriarchen empfinde ich anachronistisch.

Abspaltung von Moskau:Patriarch erkennt ukrainische Kirche an...

Zuerst mal will Poroschenko also eine ihm genehme Kirche schaffen.
Und dann ergeben sich doch auch noch Fragen:Wie viele Gemeinden machen das mit und treten über?
Vor wenigen Jahren noch gab es Prozessionen von hunderttausenden Gläubigen in der Ukraine wegen des militärischen Einsatz gegen die Ostukraine.

Jesus

hat die Religion ohne nationalen oder ethnischen Bezug offenbart. Anderes Gebahren ist bestenfalls vorchristlich.
Schade, anstelle nach vorn zu laufen macht man einige Schritte zurueck. Ich hoffe dass wenigstens die Wahlfreiheit der Religion in der Ukraine bleibt.

Russlands Othodoxe und Putin mit verfehlter Politik

Während sich im Westen Europa zusammenschließt, gibt es im Osten immer mehr Streit. Putin und nun auch seine Unterstützer in der russischen Orthodoxie bekommen es einfach nicht hin, mit Nachbarn Kompromisse zu finden. Lieber streitet man sich bis aufs Blut und unterstützt Kriege gegen Nachbarn. Selbst beim schwierigen Brexit zeigt die EU, wie man sowas abwickelt ohne alle Türen zuzuschlagen. Mit Ruhe und Kompromissbereitschaft. So wird England irgendwann auch wieder zurückkehren können.

Anders in Putins Russland. War es nötig, dass die russisch orthodoxe Kirche Putins Feldzug in der Ukraine massiv unterstützt ? Ist es schlau völlig distanzlos Putins Politik wo es nur geht zu loben und preisen ? Von großer Weisheit scheinen die Moskauer Patriarchen nicht gesegnet zu sein. So wird Ihnen nun die Rechnung präsentiert: Wir wollen mit Euch nichts mehr zu tun haben.

So wird es wohl nichts mehr mit dem großen Russland und einer bedeutsamen russischen Orthodoxie. Traurig.

Wichtiges Symbol der Freiheit der Ukraine

Die Loslösung der Ukrainischen Kirche von der Russischen Kirche ist ein wichtiges Symbol der Unabhängigkeit und Freiheit der Ukraine.

Es bleibt - bei allem Politikum - immer eine Glaubensfrage.

Und eben diese -neutrale- Glaubensfreiheit, wird - zumindest- durch westeuropäische Werte jedenfalls immer geschützt bleiben.

dass muss mir wohl ein Gläubiger erklären

wie es sein kann, dass sich eine Kirche, also eine spirituelle Gemeinschaft, einem weltlichen Gebilde wie einem Staat für zugehörig erklären kann. Atheisten wie ich verstehen wohl die Logik dahinter nicht. Beten jetzt die einen zu einem russischen Gott und die anderen zu einem ukrainischen?

Die "Anerkennung" ist unwichtig...

...denn der Patriarch von Konstantinopel hat keine Ermächtigung sich in die Angelegenheiten der anderen Patriarchaten einzumischen. Natürlich sowohl in der Ukraine, als auch im Westen wird diese "Unabhängigkeit" sofort anerkannt, was darin nichts ändert, dass sie rechtswidrig ist.
Aus anderer Seite, Unabhängigkeit von dem russischen Patriarchat bedeutet noch
größere Abhängigkeit von Konstantinopel. Der Patriarch von Konstantinopel hat die sich bietende Gelegenheit gut ausgenutzt.

auch im Westen 'nationale' Kirchenstruktur

Auch im Westen und in Deutschland werden die Kirchen national strukturiert, die deutsche Bischofskonferenz (o.ä.) untersteht dann dem Vatikan... und nicht einer anderen katholischen Kirche, die dann erst ihrerseits dem Vatikan unterstünde.

Insofern ist mir ohnehin kulturell fremd, daß orthodoxe Kirchen in Ex-Sowjetrepubliken erst noch Moskau unterstehen - ein Relikt der Sowjetunion (damals war es halt die nationale Verwaltung).

Es mag zwar nicht urchristlich sein, aber irgendeine Form von Struktur bei Millionen von Gläubigen & Tausenden Gemeinden ist wohl notwendig. Eine nationale Struktur ist da eher praktisch und entspricht ja auch kulturellen Unterschieden... wenn sie auch leider zu nationalistischen Ansichten paßt. Vielleicht sollten Kirchen generell grenzübergreifend organisiert sein? Ist aber mehr Bürokratie, schon allein durch Sprachhürden. Und eben kulturell eher unsensibel.

Politisch steht's natürlich eh alles auf einem anderen Blatt.

@ 19:54 von frosthorn

"Atheisten wie ich verstehen wohl die Logik dahinter nicht"

Danke für die Aufheiterung:
Religion und Logik ...

Ach, jedem das seine.

Hier wird Ökomene betrieben, da spalten sie sich ab.

Wird jetzt inhaltlich etwas anders gemacht, oder geht es nur um Verwaltung?

Haben wir jetzt den 30-jährigen Krieg zu befürchten? Na ja, 5 Jahre sind ja bald durch, dann sind es "nur" noch 25 Jahre sinnfreier Aggression auf beiden Seiten.

In Namen Gottes lassen sich die Menschen jetzt ganz bestimmt besser überzeugen - im Namen des wirtschaftlichen Aufschwungs glaubt es eh keiner mehr.

Allen armen Menschen in der Ukraine wünsche ich ein besseres Jahr 2019 und eine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse.
Poroschenko und Co. wünsche ich eine Reise zu Mondrückseite.

@19:54 von frosthorn

"dass muss mir wohl ein Gläubiger erklären
wie es sein kann, dass sich eine Kirche, also eine spirituelle Gemeinschaft, einem weltlichen Gebilde wie einem Staat für zugehörig erklären kann. Atheisten wie ich verstehen wohl die Logik dahinter nicht."

In den Stammlaendern der oestlichen Orthodoxie wird man als russisch, serbisch, rumaenisch,...... Orthodox geboren. Es ist wie eine Stammeszugehoerigkeit. Die Religion verbindet zur Ethnie und zum Stammesgebiet. Nach meiner Erfahrung findet eine spaetere religioese Orientierung nicht mehr statt. Der Gottesbezug ist weitgehend in den Hintergrund gedraengt.
Leider

Endlich!

Dass die ukrainisch-orthodoxe Kirche dem Moskauer Patriarchat unterstand, war historisch gesehen ohnehin nur dem Gesetz des Stärkeren folgend, denn als Kiew schon in seiner Blüte stand, war Moskau noch ein Dorf. Entscheidend ist aber die unselige Verquickung von Politik und Kirche. Dass Kyrill I. sich von Präsident Putin für seine Zwecke vollkommen hat vereinnahmen lassen, zeigen auf besonders anschauliche Weise die Bilder, auf denen er die zum Kampf bereiten Waffen segnet. Putin wiederum gibt sich seit einigen Jahren gern besonders gläubig, um Kyrill weiterhin für seine Zwecke zu instrumentalisieren. Eine Kirche, die auch die russische Invasion in der Ostukraine und die illegale Krim-Annexion gutheißt, hat in der Ukraine nichts mehr verloren. Es ist dem Großmut der Ukrainer zu verdanken, dass Gläubige dennoch weiterhin zwischen der russisch-orthodoxen und der ukrainisch-orthodoxen Kirche wählen können.

"nichts als Probleme, Spaltung und Sünde"

"Dieses Vorgehen wird der Ukraine nichts als Probleme, Spaltung und Sünde bringen." So ein Sprecher der ukrainischen orthodoxen Kirche.

Als ein Teil der orthodoxen Kirche mit den Geistlichen einen Friedensmarsch nach Kiew machte, wurde er von von rechtsradikalen Kreisen massiv behindert.

Poroschenko, der bei freien Wahlen keinerlei Chancen hat, fährt in seiner das Land spaltenden Politik fort.

19:54 von frosthorn

Sehr gute Überlegung. Deshalb sage ich immer, gläubig ja, aber an keine Konfession gebunden.

19:56, lubat

>>Die "Anerkennung" ist unwichtig...
...denn der Patriarch von Konstantinopel hat keine Ermächtigung sich in die Angelegenheiten der anderen Patriarchaten einzumischen. Natürlich sowohl in der Ukraine, als auch im Westen wird diese "Unabhängigkeit" sofort anerkannt, was darin nichts ändert, dass sie rechtswidrig ist.
Aus anderer Seite, Unabhängigkeit von dem russischen Patriarchat bedeutet noch
größere Abhängigkeit von Konstantinopel. Der Patriarch von Konstantinopel hat die sich bietende Gelegenheit gut ausgenutzt.<<

Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel ist als "primus inter pares" das Oberhaupt sämtlicher orthodoxer Bischöfe. So etwas ähnliches wie ein orthodoxer Papst. Der römisch-katholische sieht sich in der Nachfolge von Paulus, der orthodoxe in der von Andreas.

Der einzige, der diese Rolle nicht anerkennt, ist Recep Tayyip Erdogan. Warum auch immer. Aber der ist für die orthodoxe Christenheit eher weniger wichtig.

Poroschenko verglich das Abendmahl mit "Gift" aus dem Moskauer..

@19:54 von frosthorn
Poroschenko versucht - trotz seiner Geschäfte in/mit Russland - die nationale Karte zu spielen und benützt dafür jetzt auch die Religion:
"Die Ukraine trinkt nicht länger das Gift aus dem Moskauer Kelch."

Die ethnische und religiöser Teilung bestand schon vorher. Jetzt wird sie durch diese Aktionen natürlich noch stärker.

@Niemand

"Religionsfreiheit wird groß geschrieben in der Türkei. Die Kirchen haben alle Freiheiten wie sonst auch in der freien Welt. Nur Mal nebenbei erwähnt.

Wirklich ?"

Ganz ruhig einsacken lassen, langsam ein und ausatmen. Die Wahrheit ist schwer zu ertragen, ich weiß...

Aus dem Artikel: Istanbul, dem Zentrum der orthodoxen Welt...
Aber natürlich hat das nichts zu bedeuten...

Ist die Ukraine wirklich europatauglich?

Alle überzeugten Europäer, die sonst nationale Wege als Nationalismus verteufeln, sind angesichts des Nationalismus in der Ukraine verdächtig leise.

Apropos Ukraine und verdächtige Stille:

Der ORF-Journalist Christian Wehrschütz sieht sich aufgrund seiner Berichterstattung in der Ukraine massiven Anfeindungen durch die ukrainische Regierung ausgesetzt, weil er genau das macht, was Journalisten machen sollten: eine - soweit möglich - objektive und unabhängige Berichterstattung.

Merkwürdigerweise war es in den deutschen Medien dazu auch verdächtig leise. Wo bleibt die sonst so beschworene Solidarität?

Im Grunde zeigt das schön...

... daß es bei Religion eigentlich doch immer nur ganz simpel um Macht geht.

Das ist schon seit der Steinzeit so.

Gegen die Abspaltung gibt es

Gegen die Abspaltung gibt es an sich nicht viel auszusetzen. Schade nur, dass die Politiker (allen voran proroschenko) das für seine intolerante nationalpolitik ausnutzt. Das passt zu den Ereignissen in den letzten Jahren. Das ukrainische Volk (dass nahezu zur Hälfte russissprachig ist) soll hier zwangsweise umerzogen. Und der Westen schaut zu...

21:07, MGD HerrenSpezies

>>@Niemand
"Religionsfreiheit wird groß geschrieben in der Türkei. Die Kirchen haben alle Freiheiten wie sonst auch in der freien Welt. Nur Mal nebenbei erwähnt.

Wirklich ?"

Ganz ruhig einsacken lassen, langsam ein und ausatmen. Die Wahrheit ist schwer zu ertragen, ich weiß...

Aus dem Artikel: Istanbul, dem Zentrum der orthodoxen Welt...
Aber natürlich hat das nichts zu bedeuten...<<

Ich empfehle den Wikipediaartikel "Ökonomischer Patriarch von Konstantinopel". Wenn man den gelesen hat, dann hat man einige Indizien an der Hand dafür, wie "groß" Religionsfreiheit in der Türkei geschrieben wird.

Christian Wehrschütz

Wenn ein Journalist in Artikel- und auch in Buchform die inzwischen längst widerlegte Mär des "Bürgerkriegs" nach Kreml-Lesart nachbetet, verstehe ich nur allzu gut, dass er in der Ukraine angefeindet wird. Und warum sollten deutsche Medien über noch einen Putin-Apologeten berichten? Mit Krone-Schmalz, Kujat, Platzeck und Konsorten gibt es derer ohnehin schon zu viele.

@nehciezreeL um 20:00 Uhr

Soweit es die katholische Kirche betrifft, ist Ihre Darstellung sachlich unzutreffend. Die "Deutsche Bischofskonferenz" ist nach katholischem Kirchenrecht eine Versammlung der Ortsbischöfe (und ihrer Auxiliarbischöfe) mit überwiegend beratender Funktion. Daran ändert auch die übertriebene Selbstdarstellung des gegenwärtigen Vorsitzenden und deren bereitwillige Rezeption durch die Medien nichts.
Kirchenrechtlich gesehen besteht die katholische Kirche in Deutschland aus 27 Diözesen, die in 7 Kirchenprovinzen organisiert sind. Die nächst höhere rechtlich relevante Ebene ist der Heilige Stuhl im Vatikan. Insofern kann von einer nationalen Organisation keine Rede sein.

@ schmidtchen66

"denn als Kiew schon in seiner Blüte stand, war Moskau noch ein Dorf" Am 05. Januar 2019 um 20:10 von schmidtchen66

O Gott, was für Parolen...
Wann soll das denn gewesen sein?

Wenn Sie so sehr auf Geschichte erpicht sind, dann wird Sie sicher interessieren, dass vermutlich die Polanen Kiew gegründet haben. Also die Vorfahren der heutigen Polen. Ukrainer gab es damals noch nicht.

Und jetzt? Was ändert das an dem Ist-Zustand?

@ 19:26 von IBELIN

Nach der Logik sollte sich das russische Patriarchat ganz mit dem in Konstantinopel, dass das Seniorat hat, verschmelzen. Gerade das russische Patriarchat ist doch schon immer streng nationalrussisch gewesen - Ukrainer sind da doch nur geduldet, solange sie spuren.

@XYZ321

"Ist die Ukraine wirklich europatauglich?" Am 05. Januar 2019 um 21:18 von XYZ321

In der EU arbeiten sehr viele Ukrainer. Diese sind europatauglich.

Aber der Staat mit der Führung... Erinnert eher an eine andere Föderation.

Ich denke nicht, dass die EU alles und jeden aufnehmen und in Sachen Demokratie und Sozialverhalten fortbilden und erziehen muss (oder das leisten kann).

@ 19:36 von Bernd Kevesligeti

Sie meinen, so wie sich Stalin und Putin eine ihnen genehme russische Kirche geschaffen haben? Da hat Poroschenko wirklich noch Nachholbedarf. Haben sie die hunderttausende Gläubigen selbst gezählt? Klar, dass die russisch gesteuerten bisherigen orthodoxen Gemeinden gegen die Verteidigung der Ukraine gegen den von Russland gesteuerten Krieg in der Ostukraine protestieren lässt. Deshalb ja ist der Schritt des ukrainischen Klerus ein Schritt zur Entpolitisierung der Kirche.

@ 19:56 von lubat

Nach der Logik ist auch das russische Patriarchat rechtswidrig. Es wurde bekanntlich nicht von Gott gegründet, sondern vom russischen Zaren, ohne irgendein anderes Patriarchat um Erlaubnis zu bitten. Warum soll die Ukraine nicht genauso ein Patriarchat gründen dürfen, wenn Russland das durfte?

@ 20:21 von fathaland slim

"Der römisch-katholische sieht sich in der Nachfolge von Paulus, der orthodoxe in der von Andreas." Haben Sie da nicht ein bisschen den Paulus mit dem Petrus verwechselt? Die werden zwar oft in einem Atemzug genannt, aber Petrus ist von Jesus zum ersten unter den Aposteln gemacht worden, Paulus hat Jesus nie zu sehen bekommen.

Abspaltung von Moskau:

Abspaltung von Moskau: Patriarch erkennt ukrainische Kirche an
Ja, mit dem da „Oben“, wie immer man ihn nennt, ist schon alles in Ordnung. Nur viele vom Bodenpersonal taugen nichts.

Und ich dachte

wir leben in 2019.
Aber wenn man 100 Jahre zurück ist dann sind Staat und Kirche natürlich wieder eins.
Ich war der Meinung das die Ukraine andere Probleme hat, Korruption zum Beispiel.
Aber wenn der Glauben wichtiger ist, dann sollen Sie machen.
Als Religionsfeier schwer verständlich.

22:05, Autograf

>>@ 19:36 von Bernd Kevesligeti
Sie meinen, so wie sich Stalin und Putin eine ihnen genehme russische Kirche geschaffen haben?<<

Die russisch-orthodoxe Kirche war schon zu Zarenzeiten den russischen Herrschern innig verbunden.

Es hat sich also nicht viel geändert.

Gut gesagt!

Stimmt, Gott ist ok.

nicht tauglich

Nationalismus ist das schlimmste in der Ukraine

22:16, Autograf

>>@ 20:21 von fathaland slim
"Der römisch-katholische sieht sich in der Nachfolge von Paulus, der orthodoxe in der von Andreas." Haben Sie da nicht ein bisschen den Paulus mit dem Petrus verwechselt? <<

Sie haben natürlich Recht.

Vermaledeite Flüchtigkeit!

Asche auf mein Haupt.

21:18 von XYZ321

Herr / Frau XYZ321,

Sie fragten, - zu Recht:

"Ist die Ukraine wirklich europatauglich?"

Auf diese Frage gibt es genau zwei definitive Antworten

1.: Die Ukraine gehört kulturell, wie auch nahe geographisch zu Europa!
Unser Nachbarland Polen bildete gemeinsam mit Litauen ein gewaltiges Reich, d. über die Ukraine bis z. Schwarzen Meer reichte.
Das heutige Kiew i. eine Wiege russisch-(griechisch)christlich-orthodoxer Kukltur. Und gehört somit, - nicht z. asiatischen, - sondern -eindeutig- z. europäischen Kultur.

2.: Die Abspaltung der Ukrainischen von der Russischen Kirche macht eines noch mehr deutlich: Die Ukraine besteht auf ihre Freiheit als eigenständige Nation!
Sie gehört geografisch und kulturell zu Europa!
Die Frage ist also gar nicht die der "Europafähigkeit", - sondern vielmehr d."EU-Fähigkeit"!
Und die EU erscheint nach dem Brexit - und anderen Ausrutschern, selbst nicht mehr so ganz total europafähig zu sein.

-Das ändert nichts an d. geschichtl.-kult. Zugeh. z. Europa!

22:16 von Autograf

, Paulus hat Jesus nie zu sehen bekommen.
.
das kann man so nicht sagen

als Saulus auf dem Weg nach Damaskus war erschien ein helles Licht,
welches ihn zu Boden warf und eine Stimme die rief:
"Saulus! Saulus! Warum verfolgst du mich?"

zumindest gesprochen hat er mit ihm, wenn man der Apostelgeschichte glauben darf :-)

20:10 von schmidtchen66

Es ist dem Großmut der Ukrainer zu verdanken, dass Gläubige dennoch weiterhin zwischen der russisch-orthodoxen und der ukrainisch-orthodoxen Kirche wählen können.
.
finde ich auch unheimlich großzügig :-)

da bin ich richtig froh Katholik zu sein
da gibt es keine nationale Kirche keinen nationalen Gott

21:18 von XYZ321

>> Ist die Ukraine wirklich europatauglich? <<
_
Meiner Meinung nach weder außenpolitisch noch innenpolitisch eindeutig nicht.! Punkt.

Russlandtreu?

Mein Gott, wieso ist denn eine Kirche "russlandtreu", wenn ihr Oberhaupt in Moskau sitzt?

Sind die Katholiken denn "Rom-treu"?

Und so, wie Ukrainer der "russlandtreuen" Kirche dann keine ukrainischen Patrioten sind, sind dann Katholiken auch überall so eine Art "fünfte Kolonne"?

Bismarck war ja der Meinung, also bei den Katholiken - hieß dann Kulturkampf! Aber der war auch der Meinung, gute deutsche Außenpolitik bestünde primär in guten Beziehungen zu Russland...

19:47 von Herd "Lieber

19:47 von Herd
"Lieber streitet man sich bis aufs Blut und unterstützt Kriege gegen Nachbarn. Selbst beim schwierigen Brexit zeigt die EU, wie man sowas abwickelt ohne alle Türen zuzuschlagen. Mit Ruhe und Kompromissbereitschaft. So wird England irgendwann auch wieder zurückkehren können."

Na ja, wo ist die "Ruhe und Kompromissbereitschaft" der EU/USA/NATO in den 90zigern nach dem Zerfall der UDSSR oder des "Warschauer Paktes" gewesen. Wo ist diese "Ruhe und Kompromissbereitschaft" der EU bei der NATO-Osterweiterung oder bei dem gewaltsamen Sturz eines zwar koruppten, aber lt.OSZE demokratisch gewähltem Präsidenten in einem sopuveränen Landes geblieben. Und wo ist "Ruhe und Kompromissbereitschaft" der westlichen Alliierten einschließlich fast der gesamten EU bei der hochtourigen Rüstungsspirale?

Schaut man sich die Geschichte seit 1989 aus Sicht der Russen an, dann war es doch mit der Westen, der nun auch noch die Religion zur Bannung der Russen herbei gezogen hat.

Die Religion

sollte sich aus der Politik ganz raushalten. Das sollte meiner Meinung nach reine Privatsache sein.Ein Jeder kann nach seinem Glauben leben,und ich selber nehme die 10 Gebote aus der Bibel als " Leitfaden " oder " Gebrauchtanweisung " um im täglichen Leben damit einen Anhalt zu haben.

Patriarchat

Einige Religionen sind tatsächlich der einzige Ort, wo das Patriarchat nicht nur ein ideologisches Hirngespinst in wirren Köpfen ist. Naja, wers braucht...

22:29 von fathaland slim

«Vermaledeite Flüchtigkeit!
Asche auf mein Haupt.»

Russisch-orthodoxe oder ukrainisch-orthodoxe Asche …?

@22:29 von fathaland slim

//>>@ 20:21 von fathaland slim
"Der römisch-katholische sieht sich in der Nachfolge von Paulus, der orthodoxe in der von Andreas." Haben Sie da nicht ein bisschen den Paulus mit dem Petrus verwechselt? <<

Sie haben natürlich Recht.

Vermaledeite Flüchtigkeit!

Asche auf mein Haupt.//

Ich hab's gar nicht gewusst. Vermaledeite Unwissenheit!
(Und Flüchtikeit beim Tippen.)
Ich nehme auch die Asche - ist (in der Regel) steril. Beim Weihwasser wäre ich da nicht so sicher.

Orthodoxie

Hallo @frosthorn,
man muss sich die Geschichte der Russisch Orthodoxen Kirche ansehen um zu verstehen, das jene schon immer sehr eng mit den regierenden verbunden waren. Das war zur Zeit des Zaren und mittlerweile unter Putin gerade heute wieder.
Da Abspaltung ist der ukrainischen Orthodoxen ist nicht weiter als ein politisches Signal das sagt: wir stehen zur der ukrainischen Regierung und unterstützen sie.
Liturgie, Gebete, Riten sind in beiden aber vollkommen identisch.
Kurz: das ist Politik, nicht Religion.

@19:54 von frosthorn

"dass muss mir wohl ein Gläubiger erklären
wie es sein kann, dass sich eine Kirche, also eine spirituelle Gemeinschaft, einem weltlichen Gebilde wie einem Staat für zugehörig erklären kann. Atheisten wie ich verstehen wohl die Logik dahinter nicht. Beten jetzt die einen zu einem russischen Gott und die anderen zu einem ukrainischen?"

Die Gläubigen muss man nicht verstehen. Die beten ja selbst im Falle eines Krieges für den Sieg. Und manche auch nur für den Sieg bei einem Fußballspiel. Die machen es ihrem Gott wirklich nicht leicht.

Kirchenpolitik

"Die Ukrainer seien nach Jahrhunderten endlich frei von externen Einflüssen, sagte Bartholomaios in einer Ansprache."
> Das wäre vielleicht glaubhaft, wenn er "Nordkoreaner" statt "Ukrainer" gesagt hätte. Die Ukraine wird nie unabhängig sein.

[...] ist eine Loslösung aber für viele Ukrainer eine wichtige symbolische Geste."
> Solche "Gesten" werden den Separatisten im Osten weiteren Zulauf bescheren.

Schisma

Hallo @fathaland slim,
erst einmal Danke für Ihren Beitrag.
Sie schrieben: "Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel ist als "primus inter pares" das Oberhaupt sämtlicher orthodoxer Bischöfe. So etwas ähnliches wie ein orthodoxer Papst. Der römisch-katholische sieht sich in der Nachfolge von Paulus, der orthodoxe in der von Andreas."
Ja, das das große morgenländische Schisma 1054. Die Nachfolge von Andreas der Orthodoxen habe ich glatt vergessen ..

Das der Islamist Recep Tayyip Erdogan jene Rollen nicht anerkennt, ist kein wunder, da das Christentum für ihn eh zweitklassig ist und in der Türkei mittlerweile nur geduldet.

Ach, in der Ostukraine leben

Ach, in der Ostukraine leben also keine Ukrainer, sondern nur russische Invasoren?
Komischerweise habe ich von einer Invasion gar nichts mitbekommen.

Es mag Ihnen die Meinung von Christian Wehrschütz nicht gefallen. Und sie mag auch dem Kiewer Regime nicht gefallen. Aber als Musterdemokraten Europäischen Formats sollten sie diese tolerieren oder ignorieren. Ansonsten sind sie nichts anders als das Spiegelbild ihrer Gegner.

Ich halte ungeachtet ihrer Anwürfe und Unterstellungen Christian Wehrschütz für einen anständigen und aufrechten Journalisten, der analytisch beide Seite in dem Konflikt kritisch journalistisch begleitet.

Des Weiteren gibt es Beweise, dass mittlerweile in den Foren Propagandisten unterschiedlicher Lager unterwegs sind. Auch im Westen gibt es "Initiativen", die sich um "Integrität" sorgen - nicht unbedingt auf die feine e n g l i sc h e Art oder PR-Agenturen, die manche Regierung "betreuen" und ihrerseits ihre Propaganda verbreiten.

@Autograf

Können Sie uns Beispiele bitte nennen? Wann und wo soll es sowas in der Türkei ereignet haben? Warum gibts dann so viele Kirchen in der Türkei (solls ja auch meinetwegen)?
In Suchmaschine mal eingeben:
Kirchen in der Türkei.

Religionsfreiheit

ist eine der wichtigsten Errungenschaften der Menschheit. Nur so gibt es Entwicklung. Keiner Herde folgen zu muessen ist letzlich auch die Voraussetzung glaeubig zu sein.

Petrus - Paulus

Hallo fathaland slim,
Sie schrieben: "Der römisch-katholische sieht sich in der Nachfolge von Paulus, ..."
Hups, habe ich überlesen. Die Römisch-Katholische Kirche bzw. der Papst sieht sich der Nachfolge von Petrus.
Paulus hat Jesus nicht kennen gelernt und ihn erst in Visionen gesehen. Ich sehe die Paulusbriefe deswegen auch sehr kritisch.

Flüchtigkeit

Hallo @fathaland slim,
passiert mir auch, keine Ursache.
Ich habe es beim ersten lesen auch überlesen.

22:26 von fathaland slim

«Die russisch-orthodoxe Kirche war schon zu Zarenzeiten den russischen Herrschern innig verbunden.»

Und haben schon immer "in gegenseitiger Befruchtung" für ein gesellschaftspolitisches Klima gesorgt, dass wenig bis sehr wenig bis gar nichts übrig hat für Andersdenkende und Minderheiten, die nicht den Normvorstellungen entsprechen.

Da hat sich tatsächlich gar nichts geändert. Und das orthodoxe Christentum ist da noch weitaus rigoroser als das römisch-katholische als das protestantische.

Ob in der Ukraine, in Russland, in Griechenland. Ich denke da stets an die Mönchsrepublik "Athos" auf dem Felsen in Griechenland, die Frauen ja nicht einmal betreten dürfen …

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