Ihre Meinung zu: Zwei Frauen trotzen der Mauer aus Hindu-Männern

2. Januar 2019 - 13:56 Uhr

Unter Polizeischutz und bei Dunkelheit haben sie es geschafft: Zwei Frauen gelangten in einen Hindu-Tempel im Süden Indiens - und forderten so ihr Recht auf Gleichbehandlung ein. Der Konflikt schwelt seit Monaten.

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Kommentare

India, india.

Neues aus der sogenannten (westlich ausgerufenen) "größten Demokratie der Welt".

Würde Ähnliches in China geschehen, würde der Westen bereits Wirtschaftssanktionen debattieren.

Aber indem man Staaten schon vorher kategorisiert, spart man sich inhaltliche Diskussionen.

Hindu-Männer

Zum einen erkennt man, was auch heute noch Religionen gleich welchen Namens, anrichten, zum anderen sieht jeder, wie die Frauen weltweit unterdrückt werden.
Männer scheinen ein Privileg auf Sonderstellung zu besitzen, das ihnen immer und sofort genommen werden muß. Denn: die Welt wäre ohne Männer sehr viel friedlicher!!!

14:05 von rossundreiter

Herrliche Satire: Uiguren sitzen in der VR China zu hunderttausenden in Lagern, nur weil sie Uiguren sind.

In Indien bekamen die beiden Frauen sogar Polizeischutz gegen die erzkonservativen Hindus.

Den Rechtsstaat Indien kann man in dieser Hinsicht nicht mit der Einparteiendiktatur der VR China vergleichen, eher mit der Republik China, wo Chinesen in Freiheit und Demokratie leben können.

Gegen den Rechtsruck in Indien kämpfen Parteien und Gerichte, ein Rechtsstaat halt.

Respekt!

"Zwei Frauen gelangten in einen Hindu-Tempel im Süden Indiens - und forderten so ihr Recht auf Gleichbehandlung ein."

Richtig so. Diese Frauen sind mutig genug, sich als "Vorreiterinnen" für die Rechte anderer einzusetzen.

Recht zu "haben" ist nämlich nichts wert, wenn es nicht durchgesetzt wird. Also muss irgendjemand damit mal den Anfang machen.

Der (zu erwartende) erbitterte Widerstand, auf den sie dabei treffen, dürfte aller Welt allen sehr deutlich vor Augen führen, was es mit dem "Religions"-Verständnis erzkonservativer "Gläubiger" jeden Bekenntnisses auf der Welt auf sich hat:

Denen geht es offensichtlich nicht um wirkliche allgemeine Werte, sondern ausschließlich darum, sich aus der Zeit gefallene und durch nichts zu rechtfertigende Privilegien zu erhalten ("extremistischen Hindus ... Tempel in Kerala in eine Festung verwandelt haben und Frauen zurückhalten").

Ein wichtiger (und in seiner Wirkung nicht zu unterschätzender!) "Nebeneffekt" der Initiative der beiden Frauen.

@ Bagheria

Oha..... das klingt aber radikal..... man könnte glauben das solche geschriebenen Texte nur vom jemanden kommen können der ebenfalls ein wenig kriegerisch ist.

Wie dem auch sei, Männlein und Weiblein nehmen sich beide nichts, was keine Entschuldigung für das Geschehene sein soll. Wer Macht hat nutzt sie auch oder er wird abgesägt. Besonderheiten wie Gandi gibt es alle 100 Jahre mal. Diese zu erkennen und zu fördern ist die Kunst.

hier wird jetzt unser AM

den frauen und mädchen in indien hilfreich zur seite stehen. hat er zum un mandat über sich gesagt.

@rossundreiter

In China passiert weit Schlimmeres, und da China wirtschaftlich so bedeutend ist, gibt es keine Sanktionen.

Dass Indien zu einem bedeutenden Teil noch im Mittelalter lebt, ist allerdings richtig.

Denn: die Welt wäre ohne

Denn: die Welt wäre ohne Männer sehr viel friedlicher
-----------
Selten sowas dummes gelesen.
Als wenn Frauen an der Macht grundsätzlich besser regieren würden...
Sieht man an Dtl., an GB und ja an Indien!

Dem "demokratische" Prozess...

...ist in Indien doch in Form eines Gerichtsurteils Ausdruck verliehen worden.
Das Extremisten sich ihre Gottheit so bewahren wollen, wie sie es glauben hat mit der "größten Demokratie der Welt" direkt gar nichts zu tun.
Vor allem sollte man sich gegenüber Indien zumindest in dieser Frage zurück halten, sind wir was dieses Urteil angeht gegenüber Indien rückständig.
Ich habe nämlich noch von keinem Urteil in Deutschland gehört, daß die hiesigen Moscheen dazu zwingt das Gebet gemischt vornehmen zu müssen.
Normal sind getrennte Gebetsräume.

Nein, nicht auf andere zeigen !

Der 30-jährige Krieg lässt grüßen, die Rückständigkeit ist leider allgegenwärtig. Selbst bei uns, in diesem ach so aufgeklärten Land gibt es eine Glaubensgemeinschaft, in der Frauen noch immer nicht gleichberechtigt sind. Mitten unter uns - und wird bigott toleriert. Was sagt das Verfassungsgericht dazu? Nichts, denn wo kein Kläger, da kein Richter? Bullshit! Ein Verein mit solchen Statuten wäre erst gar nicht vereinsfähig, würde in der Vereinsrolle erst gar nicht eingetragen. Endlich weg mit derartigen alten Zöpfen und gleiche Behandlung eingefordert! Wir leben in der Neuzeit, Mittelalter und Kaiserzeit sind passé.

Schwaches Selbstwertgefühl der Männer

"Frauen zwischen 10 und 50 Jahren dürfen den vergoldeten Tempel nicht betreten, weil die dort verehrte Gottheit als unverheiratet gilt und Gläubige eine "Verführung" fürchten."
Kurzum: Die Angst der "menschlichen Männer" wird über der Souveränität einer Gottheit gestellt. Mit dem Verbot meint man einer Gottheit trotzen zu können und das diese Annahe funktioniert liegt einfach daran, dass diese Gottheit nichts anders ist, als die Projektion von Urängsten der Männer. Gottheiten, die sich verführen liesen oder Frauen (die nicht zu ihnen gehörten) verführten, gab es schon in den alten griechischen Sagen und zeugt von der tief verwurzelten Angst der Männer, dass man ihnen ihre Frauen wegnimmt oder diese sich was "Besseres" suchen. In beiden Fällen bricht sich die postnatale Verlustangst der "Mutterbrust" Bahn.
Da Frauen auszuschließen mit verschiedenen Begründungen, sich durch alle Religionen zieht, zeigt, dass ein grundsätzliches Problem des männlichen Gehirns vorliegen muss.

Ayyappa...

...hat laut dem Glauben dieser Männer wohl keinerlei Selbstkontrolle; sonst würden sie sich nicht um sein Zölibat sorgen, nur weil ein paar Frauen seinen Tempel betreten. Und das benötigte "Reinigungsritual" erinnert mich stark an misogynistische Ideen über Menstruationsblut u. ä. im Juden- und Christentum.

Aber das ist natürlich alles nur vorgeschoben; in Wahrheit geht es schlichtweg darum, Frauen zu kontrollieren. Bei all dem ist es gut zu sehen, dass die Gerichte das Gesetz vertreten; andererseits ist es traurig, wie viel Widerstand sich eben dagegen regt.

@ 14:06 von Bagheria

Zitat: Denn: die Welt wäre ohne Männer sehr viel friedlicher!!! Zitat Ende
Ich gebe Ihnen als Mann nicht Recht und verlange Emanzipation.
Aber ohne die Menschheit wäre unser Planet nicht ein vollkommen Friedlicher. Wäre da nicht die Evolution. Eine evolutionäre Auslese ist ohne Gewalt undenkbar. Aber immerhin wären schon mal die Menschen aussortiert.

@skudder, 14:44

"Weit Schlimmeres" kann ich nicht unterschreiben. Gerade, wenn ich mir das zementierte Klassensystem und die Frauenrechte in Indien ansehe.

Dass Indien im Westen als "Demokratie" bezeichnet wird und China als "Diktatur", ist im direkten Vergleich einfach lächerlich.

Vermutlich sind beide Staaten weder das eine noch das andere.

Unnötiger Seitenhieb

@ rossundreiter:
Neues aus der sogenannten (westlich ausgerufenen) "größten Demokratie der Welt".

Das sagen die Inder selbst über ihre Demokratie und Indien liegt (von Europa aus) im Osten. Der Seitenhieb gegen uns ist unsachlich und überflüssig.

Zwei Frauen trotzen der Mauer ..

Mag sein, das auch das ein Bericht aus der Rubrik "Mann beißt Hund" ist, ein "guter Bericht" wird es nichtsdestotrotz erst, wenn die Indischen Frauen nicht mehr in dem Tempel gehen, weil sie sich von den Positionen der Aufklärung haben überzeugen lassen, das Religion eben Humbuck ist und Götzenanbetung (wie Männeranbetng) höchst überflüssig.

@: 14:45 von Caligula19

Genau: Wer an der Macht ist, tobt erst einmal die, im Laufe seines Lebens erlangten Verletzungen aus - und wenn sich eine Gruppe um diese Person gesammelt hat, die ähnlich empfindet, wird es richtig gefährlich für die "Ohnmächtigen" - egal, ob eine Frau oder ein Mann an der Spitze der Machtpyramide steht.
Allerdings kann man aus Erfahrung sagen, dass es in der modernen Welt oft glimpflicher für einen Mann ausgeht, wenn man einen Mann zu Feind hat, als wenn dies eine Frau wäre. Im Umgang mit "Chefinnen" trifft gilt nach Schiller:
"Gefährlich ist’s den Leu zu wecken,
Verderblich ist des Tigers Zahn;
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn."
Schiller schreibt "Mensch" - also auch Frau!
Und weiterhin frei nach Schiller:
Doch furchtbar wird des Menschenkraft,
Wenn der Fesseln sich entrafft,
Einhertritt auf der eignen Spur
Die freie Tochter der Natur.
Wehe, wenn sie losgelassen
Wachsend ohne Widerstand
Denn ganz viele Frauen hassen
Das Gebild von Männerhand

Die indische Regierung sollte mal

einen Staatsbesuch im Vatikan machen, und sich dort über die Gleichberechtigung der Frau im religiösen Bereich schulen lassen.

Ja, aber...

... wo ist das Problem, wenn eine Religion einen Ort nur für Männer vorsieht? und anderswo vielleicht einen nur für Frauen? Und viele, viele andere, ja die allermeisten sind ja geöffnet für Männer UND Frauen? Warum wollen diese Frauen unbedingt eine alte religiöse Tradition brechen - und das per Gerichtsentscheid? Es handelt sich um Religion, um Glaube - wie kann man einen Glauben per Gerichtsentscheid ändern?? Das ist wie die Frauen, die hier in Deutschland sich gelegentlich mokieren, dass es Selbsterfahrung-Seminare nur für Männer gibt und unbedingt teilnehmen wollen - aber dieselben Gruppen nur für Frauen bis aufs Messer verteidigen!
Friede zwischen den Geschlechtern kann so niemals entstehen, das beginnt woanders!

rossundreiter um 14:58

Indien ist im Prinzip schon eine Demokratie. Die Probleme dort resultieren vor allem aus überkommenen Traditionen, nicht aus dem Staatssystem. Schließlich hat der Staat den Zugang zum Tempel erst ermöglicht.

China ist tatsächlich eine Diktatur, in der man gut leben kann, so lange man nichts gegen den Staat sagt. Dann allerdings kann man auch mal im Arbeitslager landen. Von systematischer Verfolgung z.B. der Uiguren ganz zu schweigen.

Man kann die beiden Länder nicht sinnvoll vergleichen.

@sasch, 14:19

Ihr Kommentar erscheint mir stark ideologisch geprägt. Dagegen kommt man hier schwer an, deshalb nur so viel:

"In einem "Lager zu sitzen", ist per se noch kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Massen an Menschen sitzen weltweit in Flüchtlingslagern und sind sehr froh, es dorthin geschafft zu haben!

Es kommt auf die Bedingungen des Lager an.

Dass Muslime in China diskriminiert werden, würde ich aber nicht bestreiten. Das ist aber nicht nur in China so.

rossundreiter

Die Republik China auf der Insel Taiwan ist eine Demokratie wie Indien.

Die Kommunistische VR China ist eine Einparteiendiktatur ohne echten Rechtsstaat und freie Wahlen!

In Indien versuchen Gerichte, Polizei und Wähler das Gesetz durchzusetzen, anders als im Reich der roten Mandarine, wo der Staatschef per dekret regieren kann und es keine unabhängige Gerichtsbarkeit gibt!

Der Unterschied ist mehr als deutlich, wenn man richtig hinschaut und während Mao das System mit Gewalt durchsetzte, tat es Gandhi mit Frieden.

Indiens Laster

Ich habe gerade 6 Monate in Indien gelebt und was ich hier teilweise lese ist wirklich selten dämlich. Indien befindet sich nicht im Mittelalter auch nicht teilweise. Wirtschaftlich wird es bald China überholt haben und ist somit nicht zu unterschätzen. Eines der größten Probleme Indiens ist defenitiv der Umgang mit Frauen. Mein persönliches Gefühl und Erfahrungen sehen jedoch nicht den Hinduismus als verantwortlichen sondern eher die Isolation so vieler Jahre und die somit komplett verlangsamte Emanzipation der Frau.
Als Atheist denke ich jedoch auch das jegliche extremistische Ansicht besonders im Glauben schadet. Jedoch ist der Hinduismus eine zutiefst friedliche Religion und keinesfalls mit der Kriegstreiberei des Islams zu vergleichen.

Religion

Ein weiteres Beispiel dafür, daß Religion regelmäßig mehr Schaden als Nutzen stiftet. Solange Religion privat bleibt, mag das noch angehen, denn wer sich selbst schaden will, soll das von mir aus tun, aber in der Öffentlichkeit hat Religion meines Erachtens nichts verloren.

Mit dem Argument der

Mit dem Argument der Gleichberechtigung von Frauen könnte in der christlichen Welt auch das Frauen - Priestertum in der katholischen Kirche durchgesetzt werden.
Und grundsätzlich auch die Geltung zB der Arbeitsrechts!
Oder hat Indien bezüglich der Gleichberechtigung andere Gesetze?

Die Damen

Könnten Vergleichbares mal auf Athos, Griechenland, versuchen.

Diese Mönchsrepublik (in Europa!) versagt bis heute Frauen und Mädchen den Zutritt.

Bri einem Schiffbruch durfte der Mann an Land gehen, während die Frau im Wasser stehen bleiben musste um dort auf Hilfe durch einen Hubschrauber zu warten.

Die Mönche dort sind so heilig, dass eine Frau notfalls auch ertrinken darf, Hauptsache sie kommt nicht auf den Boden von Athos.

Der geschilderte Vorfall begab sich vor wenigen Jahren.

@ Bagheria, um 14:06

“...Denn: die Welt wäre ohne Männer sehr viel friedlicher.“
Da haben Sie womöglich recht - und wie ruhig es erst mal wäre, wenn irgendwann auch die letzte Frau gestorben ist... :-)

Fein. Und jetzt warten wir

Fein. Und jetzt warten wir darauf, daß die katholische Kiche im demokratischen Deutschland Frauen als Priesterinnen zulässt, so wie auch jeder andere Arbeitgeber einzelne Geschlechter nicht diskriminieren darf.

Und warten, und warten...

Gäbe es eine Kirche,

die nur Frauen betreten dürften. Als Mann würde ich das respektieren. Ich weiss nicht wie sinnvoll es sein soll, religiöse Traditionen per Gesetz gegen Widerstand zu ändern.

Theodortugendreich

Könnte man zu Abwechslung nicht mal die Aufhebung der Geschlechtertrennung im Sanitärbereich fordern ...

Sie haben vermutlich gar nicht verstanden, um was es hier geht.

@ nelumbo, um 15:09

Da haben Sie aber einmal recht. :-)

@14:06 von Bagheria

"Männer scheinen ein Privileg auf Sonderstellung zu besitzen" - Sie schreiben zu Recht "scheinen". In Wahrheit ist es doch so, daß es den meisten Menschen gefiele Privilegien zu genießen, auch Frauen gegenüber Frauen !
"die Welt wäre ohne Männer sehr viel friedlicher"- wie kommen Sie denn auf so etwas ? Schauen Sie sich mal um in der Geschichte. Frauen machen vieles anders, aber in Summe nicht besser.
Ich habe mein Berufsleben in einem Metier verbracht, in dem viele Techn. Zeichnerinnen, Ingenieurinnen und Sekretärinnen arbeiteten. Es ging garnicht anders, als mit ihnen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Wie bei den Männern gab es da solche und solche. Ich sehe also die Unterschiede im Alltagsleben nicht so gravierend.
Im täglichen Konkurrenz"kampf" wird zum eigenen Vorteil genutzt was immer sich bietet, jeder kleinste Unterschied, auch der.

Gleichberechtigung

Auch wenn bei uns - in Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland [, insbesondere in Bayern (-; ] - immer noch längst/lange keine Gleichheit zwischen allen Geschlechtern (es sind bekanntermaßen mehr als nur zwei) erkämpft werden konnte,
bin ich doch gespannt,
in welcher der "anderen" Religionen als nächstes, und in welcher Zeit, wenigstens annähernde gesellschaftliche Gleichheit zwischen Mann und Frau erkämpft werden kann:
Islam, Buddhismus, ...
Jedenfalls wünsche ich den femininen Kämpferinnen viel Erfolg!!

Zitat von Bagheria um 14:06:

Zitat von Bagheria um 14:06: Denn: die Welt wäre ohne Männer sehr viel friedlicher!!
Ja, weil die Menschheit dann in einer Generation ausgestorben wäre!

Zwei Frauen trotzen der Mauer

Zwei Frauen trotzen der Mauer aus Hindu-Männern
Na, das wäre doch zielführend, wer nicht besser werden will, der hat aufgehört gut zu sein, eine Aufgabe für die mächtigste Frau der Welt!!! Wer hatte mal Kinder statt … Hab selber mit einem Dipl. Ing. „Inder“ seinerzeit bei den „Ford Werke Saarlouis „ seine Qualifikation respektvoll zur Kenntnis nehmen können. Religion war kein Thema, wie sagte mal ein Kapitän auf einer meiner Dienstreisen zur Religion: Das mit dem da „Oben“, wie immer man ihn auch nennt, ist schon in Ordnung. Doch viele von seinem Bodenpersonal taugen nicht. Ach, nicht nur Indien gewinnt jetzt an zusätzlicher Aufmerksamkeit!

@ nelumbo

Die indische Regierung sollte mal einen Staatsbesuch im Vatikan machen, und sich dort über die Gleichberechtigung der Frau im religiösen Bereich schulen lassen.

Auch Sie haben wenig verstanden. Es geht hier nicht um Priesterschaft. Es geht nur um den Zutritt zum Gotteshaus. Rom hat über 1000 Kirchen und in keiner davon sind Frauen ausgeschlossen.

Immer diese Vergleiche!

@ alu355 "Vor allem sollte man sich gegenüber Indien zumindest in dieser Frage zurück halten, sind wir was dieses Urteil angeht gegenüber Indien rückständig.
Ich habe nämlich noch von keinem Urteil in Deutschland gehört, daß die hiesigen Moscheen dazu zwingt das Gebet gemischt vornehmen zu müssen.
Normal sind getrennte Gebetsräume."

Wenn Sie schon vergleichen müssen, dann doch bitte richtig. Es ist schon ein Unterschied, ob es getrennte Gebetsräume für Männer und Frauen gibt oder ob Frauen einen Tempel gar nicht erst betreten dürfen.

Diese Trennung gibt es übrigens nicht nur im Islam, sondern meines Wissens auch im Judentum. Möglicherweise gibt es da Unterschiede bei den jeweiligen Strömungen.

Was die Urteile deutscher Gerichte angeht, werden wir wohl warten müssen, bis muslimische Frauen gegen die Geschlechtertrennung in Moscheen gerichtlich vorgehen. Vielleicht nehmen die dann aber an anderen Dingen eher Anstoss.

Irgendwann reicht es!

Religion ja, aber die Erzreaktionären gehören ausgegrenzt und zwar in jeder Religion und überall. Auf diese Typen kann in jedem Land und in jeder Religion verzichtet werden.
Außerdem muß in jeder Religion die absolut volle Gleichberechtigung angesagt sein.

Welt ohne Männer

@14:06 von Bagheria:
Ich bin ganz Ihrer Meinung - Privilegien Welcher Gruppe auch immer sorgen für Mißgunst und Neid und sollten daher abgeschafft werden. Aber Ihr Satz "die Welt wäre ohne Männer sehr viel friedlicher" wird seit dem Altertum von mächtigen Frauen immer wieder ad absurdum geführt!

14:05 von rossundreiter

Würde Ähnliches in China geschehen,
.
glauben sie was sie da schreiben ?

kümmert sich einer drum , dass in China die Tibeter oder Uiguren unterdrückt werden
und aktuell, wenn sich China Taiwan wie angedroht wieder einverleibt,
was geschieht dann vom Westen aus ... Boykott ?
Vorgehen wie im Fall Russland/Krim - und dort geschah es mit deren Einverständnis ?

14:06 von Bagheria

Denn: die Welt wäre ohne Männer sehr viel friedlicher!!!
.
zweifellos
weil die Menschheit dann aussterben täte ... übrigens auch der weibliche Anteil

"Denn: die Welt wäre ohne

"Denn: die Welt wäre ohne Männer sehr viel friedlicher!!!"

Da haben Sie völlig recht!

Wikipedia: "Am 25. Juni 1975 ließ Premierministerin Indira Gandhi den Ausnahmezustand in Indien proklamieren (englisch unter dem Begriff The Emergency bekannt). Der Ausnahmezustand bestand über 21 Monate bis zum 21. März 1977. In dieser Zeit waren die Grundrechte wie Pressefreiheit aufgehoben oder eingeschränkt, zahlreiche Oppositionelle wurden inhaftiert und die Premierministerin regierte weitgehend per Dekret."

Oppositionelle Männer waren zu der Zeit des indischen Ausnahmezustands eingesperrt und es herrschte Frieden in Indien.

@Bagheria..

Kann es sein, dass Sie mit ihrer "welt ohne Männer" eher eine "Welt ohne Machos" meinen?

Nur noch Softis (vulgo Weicheier)?
Nein danke, weil es dann keinen Fortschritt mehr geben würde..

@Kowalski

muss ich wirklich jeden ironischen Beitrag mit dem Hinweis „Achtung Ironie“ versehen?
Vieleicht haben auch Sie nicht verstanden: In beiden Fällen wird Frauen der Zugang verwehrt: Zu den Räumlichkeiten bzw. zu Positionen, die Frauen sollen sich den Anweisungen der Männer fügen aber brav befolgen, was ihnen die Männer in Glaubensangelegen vorschreiben.

@kba

Zitat: "... wo ist das Problem, wenn eine Religion einen Ort nur für Männer vorsieht? [...] Warum wollen diese Frauen unbedingt eine alte religiöse Tradition brechen - und das per Gerichtsentscheid? Es handelt sich um Religion, um Glaube - wie kann man einen Glauben per Gerichtsentscheid ändern?"

Das Problem ist, dass das Frauenverbot gar nicht alte religiöse Tradition ist. Im Artikel steht, dass das Frauenverbot in dem Tempel erst seit 1972 offiziell bestand, davor eine Weile inoffiziell. Davor war den Frauen das Betreten des Tempels durchaus gestattet. Das Frauenverbot ist also gar nicht das Produkt eines unabänderlichen Glaubens, sondern allein einem gewissen Zeitgeist geschuldet gewesen. Insofern ist es nur konsequent, rund 50 Jahre später gegen den Unsinn vorzugehen und das Recht wiederherzustellen.
Die Extremisten im Tempel dagegen sind wohl geistig in der Zeit hängengeblieben.

@tobeorwhat Reichlich Unsinn

@tobeorwhat
Reichlich Unsinn in pseudophilosophischer Sprache verfasst. Als ob ein Männer-Gremium, welche alle Männerwünsche repräsentiert, das eingesetzt hat. Nahezu ALLE Religionen sind von oben drübergestülpt worden, ja vielleicht von Männer, aber nicht auf Initiative von allen Männern. Sie dienten eher dazu die Männer auszubeuten und natürlich auch die Frauen. Bestandteil vieler Religionen ist doch Beten, Arbeiten, nochmal arbeiten, enthaltsam und bescheiden leben. Irgendwelche Genüsse, oder sogar Sinnesgenüsse, will man nicht.
Das sich das durchgesetzt hat liegt vielleicht eher am allgemeinen Herdentrieb und Obrigkeitshörigkeit, aber nicht an einer Dysfunktionalität des Männergehirns.

@ Kowalski, um 15:52

re nelumbo

Natürlich geht es nicht um Priesterschaft. Davon dürften Inderinnen nochmal einige Generationen weiter entfernt sein.
Ich denke mal, das hatte User nelumbo schon verstanden.

In allen Religionen

Gibt es keine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.
Weder im Christentum, Judentum oder Islam. Deshalb finde ich es um so trauriger hier über die Religionen des Ostens herzuziehen. Am trautigsten finde ich aber, das einige kommentatoren ihren hass gegen dem islam hier zum Ausdruck bringen, obwohl in diesem Beitrag der Islam garnicht behandelt wird.
Mehr Toleranz, Respekt und Emphatie würde uns allen gut tun.

@ 14:45 von alu355

Die Besonderheit bei dem Sabarimala-Tempel scheint darin zu bestehen, dass der Zutritt zu diesem Tempel gesetzlich geregelt ist. Ich vermute, dass der Tempel im öffentlichem Eigentum ist. Dieses Gesetz verbat bisher Frauen den Zutritt und war daher vom obersten Gericht als verfassungswidrig zu kassieren. Wäre der Tempel Privatbesitz, wie die Moscheen in Deutschland, könnte das Gericht hier natürlich keine Zugangsvorgaben machen. Auch in der EU sind staatliche Vorgaben zur Gleichbehandlung nach dem AGG nur im öffentlichen Raum erlassen, bzw. bei öffentlich ausgeschriebenen Angeboten z.B. für Arbeitsplätze oder öffentlich zugängliche Geschäfte. Daher ist es auch völlig rechtskonform, dass Synagogen und Moscheen in Deutschland bestimmte Zugangsvorgaben machen können. Niemand hat ein Recht darauf, bestimmten Privatgrund betreten zu dürfen, dies ist völlig im Ermessen des Eigentümers.

Was für ein Spruch

"Der Tradition nach dürfen Frauen zwischen zehn und 50 Jahren den vergoldeten Tempel nicht betreten, weil die dort verehrte Gottheit als unverheiratet gilt und Gläubige eine "Verführung" fürchten."

Da bin ich doch vor Schreck glatt vom Sofa gerollt. Zehnjährige Mädchen sollen eine Gottheit verführen können, 51-jährige Frauen hingegen nicht? Ist die Gottheit etwa pädophil? Oder ihre Anhänger?
Es gibt wohl noch einige Religionen, die der Aufklärung bedürfen.

Aber die meisten Kommentare lassen darauf schließen, dass nur die eigene Weltsicht, die nicht viel von Indien weiß, sich ergießen soll.
Das Problem mit diesem Tempel ist, dass er einer von wenigen einer männlichen Gottheit geweihten Tempeln in dieser Region ist.
Andererseits aber Frauen im Alltagsleben immer noch grundsätzliche. im öffentlichen Recht verankerte, Rechte vorenthalten werden.
Das macht die Sache so kompliziert und lässt sich wahrscheinlich nicht durch Gerichtsbeschlüsse und Polizeischutz lösen.
Es wird eher ein Lernprozess der über Generationen gehen kann.
Und an dessen Ende ein gegenseitiger Respekt stehen sollte.

Religionen sind immer ein Sonderfall

wollen sie die katholische Kirche etwa dazu zwingen
dass Frauen Priesterinnen werden dürfen ?
ich sehe da auch kein allzu großes Problem
wenn es mich stört, dass ich in meinem Golfclub nicht kicken kann,
werd ich halt Mitglied in einem Fußallverein
in angesprochener Sache eben Protestantisch oder Atheist

@ 15:43 von mündig12

Es gibt durchaus Kirchen, die nicht von Männern betreten werden dürfen. Z.B. dürfen kontemplative Frauenklöster nicht von Männern betreten werden. Selbst die Beichtväter bleiben in speziellen Außenräumen, die mit dem eigentlichen Kloster nur mit einem Fenster verbunden sind. Es ist durchaus das Recht jedes Menschen in seinem Privatgrund zu entscheiden, wem er Zutritt gewähren möchte. Wenn Frauen keine Männer hereinlassen wollen, ist dies ihr gutes Recht. Solche Rechte werden z.B. auch in sanitären Einrichtungen weltweit anerkannt. Hier entsteht ja eben erst ein Problem durch Menschen des Geschlechts "divers", mit der Folge, dass es im öffentlichen Raum möglicherweise irgendwann nicht mehr zulässig sein wird, Sanitärräume nach Geschlecht zu trennen, als Opfer auf dem Altar des Gottes "Gleichbehandlung". Wie bei Wilhelm Busch, die Ferkel gingen auch alle den gleichen Weg.

@ Bagheria

Denn: die Welt wäre ohne Männer sehr viel friedlicher!!!

Sorry, ohne Männer keine Frauen.
Mehr als die Hälfte der Lebewesen auf diesem Planeten gibt es in zwei (!) Geschlechtsformen und sie brauchen Sex zur Fortpflanzung.

@ um 14:06 von Bagheria

"... Denn: die Welt wäre ohne Männer sehr viel friedlicher!!!"
.
Stimmt, denn dann würden sich die Frauen nicht mehr um Männer streiten können.

Relionsstreit

Eine Welt ohne Religion ist eine wesentlich friedlichere Welt.

Welt ohne Männer

02. Januar 2019 um 16:07 von atratos

Dann fällt es Ihnen sicherlich leicht, auch nur drei Beispiele aus den letzten 500 Jahren für Angriffskriege und menschenverachtende Diktaturen zu nennen, die unter dem Oberbefehl bzw. der Hauptverantwortung von Frauen standen.

@Lutz Farning

Ich zitiere: „Männlein und Weiblein nehmen sich beide nichts“.
Das stimmt absolut nicht. 95% der Gewaltverbrechen weltweit werden von Männern begangen.

So ist das halt mit der von Menschen erfundeten...

...Religion

---

Wenn sich dazu erzkonservative und fanatische Züge hinzugesellen dann kann das böse enden für all diejenigen, die gegen die von Menschen (meistens Männer) aufgestellten Regeln und Vorschriften verstoßen.

Es spielt dabei keine Rolle bei welcher Religion man nachsieht.
Ob nun Christen, Muslime, Juden, Hindus etc. p.p.

Ich kenne für solche Auswüchse in der Religion nur ein Begriff.
Verblendete Rückständigkeit.

Warum ist die Gottheit eigentlich in den meisten Religionen männlich?

Was wäre wenn die Gottheit weiblich wäre?
Sollten sich dann nicht lieber die beiden (mutigen) Frauen dem Reinigungsritual unterziehen?

Ich weiß schon warum ich mich schon vor drei Jahrzehnten von der Religion abgewandt habe.
Egal wo ich hinschaue, überall versuchen Männer mit der Begründung ihrer Religion und des Glaubens daran anderen Menschen diesen aufzuzwingen.
Viele zum Glück friedlich.
Aber manche eben mit Gewalt.

Privattempel?

Bedauerlich, wenn diese erzkonservativen "Gläubige" den Tempel nur für sich beanspruchen. Am Ende dürfen auch sie erkennen ...

"Zwei Frauen gelangten in einen Hindu-Tempel im Süden Indiens - und forderten so ihr Recht auf Gleichbehandlung ein."

Richtig so. Diese Frauen sind mutig genug, sich als "Vorreiterinnen" für die Rechte anderer einzusetzen.

Recht zu "haben" ist nämlich nichts wert, wenn es nicht durchgesetzt wird. Also muss irgendjemand damit mal den Anfang machen.

Der erbitterte Widerstand, auf den sie dabei (erwartungsgemäß) treffen, dürfte der Weltöffentlichkeit sehr deutlich vor Augen führen, was es mit dem "Religions"-Verständnis erzkonservativer "Gläubiger" aller Bekenntnisse der Welt auf sich hat:

Denen geht es offensichtlich nicht um wirkliche, allgemeine Werte, sondern ausschließlich darum, sich aus der Zeit gefallene und durch nichts zu rechtfertigende Privilegien zu erhalten.

Die bei der Austragung von Konflikten wie diesem in der Öffentlichkeit zwangsläufig erfolgende "Aufklärung" derselben ist ein in seiner Wirkung nicht zu unterschätzender Nebeneffekt der Initiative der beiden Frauen.

@dobby.s

Nein, ohne Männer wäre die Menschheit nicht in einer Generation ausgestorben. Aus einem einzigen Samenerguss eines einzigen Mannes können Hunderttausende Kinder gezeugt werden. Utopisch vielleicht, aber machbar.

mündig12

WER hat die Gesetze gemacht???

atratos

Diese mächtigen Frauen sind aber im Vergleich zur Männergesellschaft Einzelfälle!

Ich finde es viel berichtenswerter, dass

Deutschland (und andere) an Indien immer noch Entwicklungshilfe bezahlt: 2017 waren es 677 Mio aus D.

Dabei ist Indien im wahrsten Sinne steinreich und besitzt Bodenschätze in Hülle und Fülle; dazu endlose landwirtschaftlich nutzbare Flächen und die besten Hänge für Teeplantagen im Norden. Die IT-Dienstleistungen aus Indien lassem die Mittelschicht ein wenig wachsen und stoßen weitere Industrien an - wieso dann die himmelschreiende und menschenverachtende Armut?

Vor ca. 60 Jahren war Auslandshilfe für ein aus der Kolonialzeit entlassenes, hochkomplexes Land sicher noch sinnvoll.

Aber warum hat sich nichts Grundsätzliches dort geändert? Es muss das Kastensystem sein, das übrigens auch von Gandhi für richtig befunden wurde. Das umfasst auch die Stellung der Frauen.
Das ist Ausbeutung von Indern durch Inder, wird wohl noch in 100 Jahren zumindest in den Köpfen bestehen und durch Entwicklungshilfe nur zementiert.
Unsere Hilfe wird wohl nur ein wieder ein Wirtschafts-Deal sein.

14:05, rossundreiter

>>Würde Ähnliches in China geschehen, würde der Westen bereits Wirtschaftssanktionen debattieren.<<

Ach Quatsch.

Oder wurden wegen der "Umerziehungslager" für die Uiguren Wirtschaftssanktionen diskutiert?

Wegen Tibet?

Tianmen Square?

Ich bitte Sie.

Erst wenn die letzte "Kirche"

Erst wenn die letzte "Kirche" ihre Pforten geschlossen hat, erst dann, wird es Frieden geben.

zu "Hindu-Männer" um 14:06 von Bagheria

Männer scheinen ein Privileg auf Sonderstellung zu besitzen

Ein Tempel ist kein Museum, Theater oder sonst ein Gebäude, das der Freizeitgestaltung dient.

Ein Tempel ist ein Gebäude, das der Religionsausübung dient; der einzige Grund, solch ein Gebäude zu betreten, ist, um die entsprechende Religion auszuüben.

(Gerade beim Blick auf Kirchen hier in Westeuropa habe ich manchmal den Eindruck, dass viele Personen das vergessen haben.)

Bei vielen Religionen ist es aber so, dass bestimmte Riten nur von Frauen und andere nur von Männern ausgeübt werden; wenn ich den Text richtig verstanden habe, dient der Tempel, um den es geht, ausschließlich letzteren.

Wenn eine Frau dieses Gebäude betritt, tut sie dies folglich genau so wenig zur Religionsausübung, wie wenn ein Christ dies tun würde oder wenn ein Mann einen Tempel betritt, der Riten dient, die nur von Frauen ausgeübt werden.

In allen drei Fällen ist der Aufenthalt im Gebäude missbräuchlich.

@Lutz Farning, 14:42

„@ Bagheria
Oha..... das klingt aber radikal..... man könnte glauben das solche geschriebenen Texte nur vom jemanden kommen können der ebenfalls ein wenig kriegerisch ist.

Wie dem auch sei, Männlein und Weiblein nehmen sich beide nichts, was keine Entschuldigung für das Geschehene sein soll. Wer Macht hat nutzt sie auch oder er wird abgesägt. [...]“

Dass Frauen und Männer sich nichts nehmen, mag auf individueller Ebene absolut stimmen.
Dennoch sehen wir weltweit im Schnitt Männer, die Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und auch Glaubensgemeinschaften dominieren und dabei ihresgleichen bevorzugen oder eben Frauen benachteiligen.
Ob das nur daran liegt, dass Macht korrumpiert, wage ich zu bezweifeln. Oder der Effekt ist über Jahrhunderte schon so massiv, dass er von den sozialen Gewohnheiten von Männern und Frauen kaum noch zu trennen ist.

@91541matthias

"@Bagheria..
Kann es sein, dass Sie mit ihrer "welt ohne Männer" eher eine "Welt ohne Machos" meinen?

Nur noch Softis (vulgo Weicheier)?
Nein danke, weil es dann keinen Fortschritt mehr geben würde.."

Sie haben ja ein seltsames Weltbild. Die meisten Wissenschaftler und Ingenieure, die ich kenne, fallen nicht wirklich durch aggressives Machotum auf.

(Höchstens vielleicht ihre Financiers (Musk und Co.).)

Fortschritt durch Machotum gibt es dagegen höchstens bei der PS-Zahl von Sportwägen.

Auch die Annahme "Kein Macho = Weichei" ist eindeutig mitschuld an Situationen wie der beschriebenen in Indien. Von Fortschritt würde ich da aber nicht wirklich sprechen.

@91541matthias, 16:22

„@Bagheria..
Kann es sein, dass Sie mit ihrer "welt ohne Männer" eher eine "Welt ohne Machos" meinen?

Nur noch Softis (vulgo Weicheier)?
Nein danke, weil es dann keinen Fortschritt mehr geben würde..“

Steile These - Fortschritt durch Softis soll unmöglich sein? Und durch Frauen dann ausgeschlossen???
So verallgemeinernd sind realistische Aussagen über Menschen in meinen Augen unmöglich.

@Am 02. Januar 2019 um 14:05 von rossundreiter

"Würde Ähnliches in China geschehen, würde der Westen bereits Wirtschaftssanktionen debattieren."
Amnesty kritisiert China jedes Jahr für die meisten Exekutionen aller Staaten und unter anderen dafür das viele Gefangenen am Morgen zum ersten mal ihren Anwalt sehen, Mittags zum Tode verurteilt werden und am Abend bereits exekutiert werden und sie glauben allen ernstes wir würden Wirtschafssanktionen gegen China verhängen weil zwei Frauen der Zutritt zu einem Tempel versagt würde?
Ich glaube nicht.

17:04, traurigerdemokrat

>>Erst wenn die letzte "Kirche"
Erst wenn die letzte "Kirche" ihre Pforten geschlossen hat, erst dann, wird es Frieden geben.<<

Das Sein bestimmt das Bewusstsein.

Und damit ist das ökonomische Sein gemeint.

Religion ist Überbau. Sie dient dazu, die bestehenden Verhältnisse zu rechtfertigen.

Diese Verhältnisse ändern sich aber nicht dadurch, daß man die Religion abschafft.

Es ist sowieso illusorisch, so etwas zu versuchen. Die Menschen hatten immer Religionen, und das wird sich wohl auch nicht ändern. Deutschland ist allerdings das wohl unreligiöseste Land auf dieser Erde.

@wolebenwirdenn

„Warum ist die Gottheit eigentlich in den meisten Religionen männlich?“ Ich würde nicht sagen „in den meisten“, sondern in den verbreitetsten. Es gibt unzählige Naturreligionen mit einer Erd-und Muttergottheit im Zentrum. Auch bei den alten Griechen gab es Göttinen und Götter. Zeus war zwar formal der Chef, aber seine Frau Hera hatte zuhause auf dem Olymp die Hosen an.

Reinigungsritual möglich?

"Der oberste Priester ordnete die Schließung des Tempels an, um ein "Reinigungsritual" vorzunehmen. Nach einer Stunde wurde er wieder geöffnet."

Ich weiß, es ist nicht meine Kultur, aber wenn weiter nichts ist, dann verstehe ich das Problem nicht. Die Frauen gehören zum Kulturkreis und wollen dahin.
Ein Reinigungsritual, der eine Stunde dauert kann die doch täglich durchgeführt werden. Ich wette, dass das Fegen dort länger dauert. (Und vermutlich ohne Umstände von Frauen durchgeführt werden kann, so wie Reinigungsarbeiten an etlichen Stätten etlicher Kulturen, an welchen sich "normalerweise" nur Männer aufhalten dürfen. Für Putzfrauen wird aber dann doch eine Ausnahme gemacht.)

PS. Ich erinnere mich gerade an Frauen, die endlich an der Klagemauer beten dürften.

Glückwunsch @grahamskij

"Eine Welt ohne Religion ist eine wesentlich friedlichere Welt."

Alle Achtung, dass Ihr kurzer Kommentar die Zensur dieser -, wenn auch im Vergleich zu anderen Redaktionen, - toleranteren ARD-Redaktion überwinden durfte, und frei gegeben wurde!
(Religionsfreiheit, auf welche sich sehr religiöse Bürger IMMER beziehen - da Teil unseres Grundgesetzes.)
Ich bin aber voll ihrer Meinung.

@ traurigerdemokrat

"Erst wenn die letzte "Kirche" ihre Pforten geschlossen hat, erst dann, wird es Frieden geben."

Meinen Sie? Für viele Menschen ist "Kirche" Frieden. Weil sie dort eben nicht unterschiedlich nach Geschlecht, Nationalität, Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Einkommen oder politischer und sexueller Ausrichtung behandelt werden - wenn sie es nicht wünschen. Das gilt zumindest für die "Kirchen" im aufgeklärten, neuzeitlichen Sinne.

@16:40 grahamskij @17:04 traurigerdemokrat

"Eine Welt ohne Religion ist eine wesentlich friedlichere Welt." (um 16:40 von grahamskij)
"Erst wenn die letzte "Kirche" ihre Pforten geschlossen hat, erst dann, wird es Frieden geben." (um 17:04 von traurigerdemokrat)

Da möchte ich an unser Grundgesetz (Artikel 4) erinnern und an Bestrebungen säkularer Ideologien Religion auszumerzen. Der Historiker Michael Rißmann verweist darauf, dass Hitler die Kirche als Krebsschaden angesehen hatte, der gründlich zertreten werden müsste. Hitler wollte die Kirchen durch Sternwarten ersetzen und dachte, dass durch die Verbreitung von Wissen über das Universum das Christentum ad absurdum geführt wird. Stalin veranlasste Kirchensprenngungen und inhaftierte Religiöse in Gulags.
Nicht umsonst heißt es im Artikel 4 des Grundgesetzes "Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich."

15:59 von Heidemarie Bayer

Außerdem muß in jeder Religion die absolut volle Gleichberechtigung angesagt sein.
.
warum ?

was ist dabei, wenn sie ne Religion erfinden wo es nur weiblich Götter gibt und ausschließlich aus Kühen und Einhörnern bestehend

@ Heidemarie Bayer, um 15:59

Die sind ja nicht “erzreaktionär“.
Die sind erzkonservativ, was keineswegs besser ist.
Nur: Was Sie fordern, ist bei allem Verständnis illusorisch.
In keiner Religion gibt es so etwas wie Gleichberechtigung - mindestens einer ist immer “gleicher“, sonst funktioniert das System nicht.

@Sisyphos3

"kümmert sich einer drum , dass in China die Tibeter oder Uiguren unterdrückt werden" Am 02. Januar 2019 um 16:14 von Sisyphos3

Also als Frau schaue ich erst, wie eine Kultur mit ihren Frauen umgeht.
Wen ich die Wahl nur zwischen Tibetern und Chinesen hätte: nie und nimmer Tibet!
Ich möchte auch nichts zu Erhaltung dieser Kultur so, wie sie ursprünglich praktiziert wird beitragen. Etwas Aktualisierung darf durchaus sein.

17:21, nelumbo

>>Auch bei den alten Griechen gab es Göttinen und Götter. Zeus war zwar formal der Chef, aber seine Frau Hera hatte zuhause auf dem Olymp die Hosen an.<<

Stimmt. Ohne Hera lief da gar nichts. Außerdem war Zeus ja bekanntermaßen ein notorischer Fremdgänger.

Der Mensch erschuf Gott nach seinem Bilde...

was für Sorgen

der Hinduismus kam aus einer Zeit da hat man eben andere Vorstellungen gehabt
zu Dingen wie Gleichberechtigung

wer weiß, würde heute ne Religion kreiert
wäre der Oberhäuptling schwul - lesbisch
womöglich Gender

@fathalandslim, 17:00

Da haben wir anscheinend, vor allem was die USA betrifft, etwas unterschiedliche Wahrnehmungen.

https://www.n-tv.de
/politik
/USA-erwaegen-Sanktionen-gegen-China-article20619266.html

Ich meine mich erinnern zu können, dass auch in der Tibetfrage in Deutschland insbesondere Sozialdemokraten Sanktionen diskutierten.

@kessl, 17:14

Ich sagte "debattieren", nicht "verhängen". Genau lesen.

@ um 16:37 von KowaIski

Das ist so nicht richtig, googeln Sie mal Haploidisierungsverfahren.

Normalerweise kann ich mit Marx wenig anfangen.

Hier bin ich seiner Meinung:
»Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.«

@grahamskij

"Eine Welt ohne Religion ist eine wesentlich friedlichere Welt." Am 02. Januar 2019 um 16:40 von grahamskij

LOL!!!
Dann gibt es nur noch Streit zwischen Kapitalismus, Kommunismus und Nationalsozialismus.

Schaffen wir auch ab?

OK. Dan nur noch zwischen den Anhängen verschiedener Fußballmannschaften.

Wird Fußball auch abgeschafft? Sportarten generell?

***

Meine Güte, das einzige "Problem" in jedem System ist der Mensch. ;-)

re martin djr

"Ein Tempel ist ein Gebäude, das der Religionsausübung dient; der einzige Grund, solch ein Gebäude zu betreten, ist, um die entsprechende Religion auszuüben.

(Gerade beim Blick auf Kirchen hier in Westeuropa habe ich manchmal den Eindruck, dass viele Personen das vergessen haben.)"

Sofern Kirchen offenstehen kann sie jeder besuchen und zwar ohne jede Rechtfertigung, aus welchen Gründen.

Wollen Sie in den Kölner Dom nur noch die reinlassen, die dort die "entsprechende Religion" ausüben?

Im Namen der Kirche, der

Im Namen der Kirche, der Religion, des Glaubens haben so viele Menschen in der Geschichte den Tod gefunden, wie sonst vermutlich aus kaum einen anderen Grund (ja, wirtschaftliche Interessen waren der Kirche auch natürlich nie fern).

Mit dem Blut an den Fingern wäre jede andere Organisation verboten und als Terrororganisation eingestuft worden

17:21 von nelumbo

Warum ?
.
das Gottverständnis war eben vom menschlichen Vorbild geprägt

Der Chef der Mann, Göttinnen die sich seltenst unterordneten, zänkisch, Zwietracht säend.
Es gab uneheliche Kinder betrügende/betrogene Götter wie im wahren Leben eben auch
Bis zu unserem (christlichen) Gott war ein weiter Weg, der sich erheblich von Jahwe unterschied

@ Wolebenwirdenn, um 16:54

re @ dobby.s

Jetzt untertreiben Sie nicht, damit gehen fast 20 Millionen Männer zu machen, wenn man nur die Hälfte der Spermien eines einzigen Ejakulats mit einer y-Chromosom Ausstattung annimmt.
Aber das wird die reinlichen Tempeldiener ja kaum interessieren...
Und darum geht's ja eigentlich auch überhaupt nicht.

@Sisyphos

"wollen sie die katholische Kirche etwa dazu zwingen, dass Frauen Priesterinnen werden dürfen ?"
Ja. Die Kirche ist hier ein Arbeitgeber und ich sehe nicht, warum die sich nicht an das Arbeitsrecht halten sollen, das jede Diskriminierung verbietet. Wenn ich einen Laden aufmache und nur Moslems einstellen will, finde ich mich ganz schnell vorm Arbeitsgericht wieder.

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