Ihre Meinung zu: NSU-Verfahren: Prozessende ohne Frieden

30. Dezember 2018 - 12:15 Uhr

Im Juli ging das größte Rechtsterrorismus-Verfahren der deutschen Geschichte zu Ende. Doch auch nach der Verurteilung von Zschäpe und vier NSU-Unterstützern kann kaum jemand mit dem Fall abschließen. Von Ina Krauß.

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Kommentare

NSU

Ich erwarte mal eine Erklärung für den Kern dieses Problems bzw. Ursachengrund. Unzwar genau von den Kommentatoren, welche meinen es bei Terroranschläge zu wissen.

Was haben wir denn erwartet?

Was haben wir denn erwartet? Die Angeklagten wurden so verurteilt, wie es unser Rechtssystem hergibt. Nämlich nach FDGO, und nicht nach akuter Stimmungslage. Die eigentliche Frage, warum es überhaupt gewaltbereite Neonazis gibt, kann nicht vor Gericht geklärt werden. Da landen nur die Kinder, die schon im Brunnen liegen. Dass die rechtzeitig abgedeckt werden, muss anderswo geleistet werden.

Frieden

Im Artikel wird nicht mal erwähnt wie viele Personen ermordet wurden. Wie soll in einem Mord noch die Rede von Frieden sein?

@ Hoch-Intelligent

"Bei mir hätte das Verfahren 2 Minuten und 1 Sekunde gedauert" Am 30. Dezember 2018 um 11:23 von Hoch-Intelligent

Das hatten wir schon im Nationalsozialismus.

Wie heißt es so schön:
Es stehen genug Fehler zur Auswahl, man muss nicht immer nur die alten wiederholen.

Problematik

"Zschäpe habe kein faires Verfahren gehabt, findet Grasel. "Wenn beinahe die gesamte Bevölkerung eines Landes über Jahre hinweg eingetrichtert bekommt, dass dort ein Monster auf der Anklagebank sitzt, das strahlt natürlich auch in das gerichtliche Verfahren aus." Grasel sagt, Zschäpe sei für etwas verurteilt worden, was sie weder gewollt noch getan habe."
Die ersten beiden Sätze kann ich nachvollziehen, der letzte Satz ist ungewiss. Soweit ich den Prozess verfolgt habe, habe ich den Eindruck gewonnen, dass hier noch nicht einmal sichere Indizien vorlagen, die eine solche Verureilung rechtfertigen. Gut, mein Bauchgefühl sagt mir, die Frau ist schuldig. Allein mein Verstand sagt mir, welche guten Beweise gibt es dafür? Dieses Dilemma dürfte wohl auch der Grund für die Länge des Prozesses sein. Wir haben ein abschreckendes Urteil, das ist alles. Die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren.

@ Hoch-Intelligent

Bei mir hätte das Verfahren 2 Minuten und 1 Sekunde gedauert

In der Nazizeit nannte man das "kurzen Prozess machen". Etwas für die, die immer genau wissen, wer schuldig ist.

Frieden?

Nachwelchen Kriterien sollen die Opfer der drei Sachsenausgesucht worden sein.
*
Hat Frau Tschäpe auch im gesamten Bundesgebiet Telefonbücher besorgt?

Schnellgericht?

@ Hoch-Intelligent:
Viel zu lange. Bei mir hätte das Verfahren 2 Minuten und 1 Sekunde gedauert

Wenn Sie Ihren Hund bestrafen, mag das angehen. In einem Mordprozess muss dem Angeklagten die Tat jedoch zweifelsfrei nachgewiesen werden. Ihr Glaube reicht da nicht.

Bei zehn Morden und über 400 Zeugen konnte das Verfahren nicht kürzer sein als es tatsächlich war.

@ 11:35 von Hackonya2

Der Kern des Terrorismus-Problems? Ganz einfach: Menschliche Hybris. Zur Selbstkritik unfähige Leute verabsolutieren ihre eigene sehr unvollkommene Weltsicht so gründlich, dass sie glauben, damit über jedem menschlichen Recht zu stehen. Vielmehr glauben sie, ihre ganz persönliche Wahrheit gebe ihnen das Recht, sich zum alleinigen und letzten Richter über andere Menschen zu machen. Dazu kommen noch andere psychische Defekte, die als Motor dienen, wie Minderwertigkeitskomplexe, Opferkomplexe. Terrorismus ist in erster Linie ein psychologisches Problem, kein politisches. Oft verbinden sich hier verquere hochintelligente Menschen mit einfältigen Dummköpfen. Im letzten Grad der Verblendung ist solchen Leuten auch das eigene Leben egal und sie riskieren bei ihren Terrortaten auch dieses.

@ Hackonya

Im Artikel wird nicht mal erwähnt wie viele Personen ermordet wurden.

Wirklich nicht? Ich zitiere:
"Seine Mandantin wurde wegen Mittäterschaft unter anderem an zehn Morden zu lebenslanger Haft mit Feststellung der besonderen Schwere der Schuld verurteilt."

Wer mit dem Fall abschließen

Wer mit dem Fall abschließen möchte, sollte sich ein Beispiel am Verfassungsschutz nehmen: Akten zusammen sammeln und schreddern und einfach nicht drüber reden.

Prozessende ohne Frieden ....

Der Staat soll zwar den Frieden bewahren, aber das ist doch ein äußerer Friede, der da erhalten bleiben soll. Für den inneren Frieden der Menschen sind andere Institutionen zuständig.
Wen es nach Rache oder Vergeltung dürstet, der soll dafür nicht den Staat inanspruch nehmen, der muss selbst tätig werden. Wer "absolute" oder auch nur befriedigende Aufklärung verlangt, der muss sich anderen Delikten zuwenden, wo weniger Institutionen verquickt sind.
Hier kann es nur noch darum gehen ein halbwegs präsentables, den Taten wie den Opfern gerecht werdendes Urteil zu verkünden. Und nie, werden alle alles befriedigend finden, wenn es anders wird, ist das unnormal.

Da man halt für eine Terrororganisation ..

im formaljuristischen Sinne immer mindestens(!) drei Haupttäter(!) benötigt, wurde die einzige Überlebende in dieser Angelegenheit halt einfach zur moralisch Schuldigen erklärt, und dementsprechend verurteilt!

Gut, strenggenommen konnte man Frau Zschäpe überhaupt keine aktive Beteiligung an den Haupttaten selbst nachweisen, und strenggenommen ist Frau Zschäpe von jeden anderen x-beliebigen Gangsterliebchen, das ebenfalls mit irgendwelchen x-beliebigen Verbrechern unter einem Dach leben, faktisch nicht zu unterscheiden, aber wen interessiert das schon!

Mein Fazit daher:

Hätte es in dieser Angelegenheit nicht nur zwei, sondern drei Uwes gegeben, hätte es ein Strafverfahren gegen Frau Zschäpe in dieser Form niemals gegeben!

@11:46 Hackonya2

Natürlich steht das im Artikel. Andererseits denke ich, dass das mittlerweile auch bekannt sein dürfte, ohne dass es in jedem Bericht über die Morde des sog. "nationalsozialistischen Untergrund" steht. Ihrem letzten Satz "Wie soll in einem Mord noch von Frieden die Rede sein?" verstehe ich nicht.

@ 11:23 von Hoch-Intelligent

"Bei mir hätte das Verfahren 2 Minuten und 1 Sekunde gedauert"

Nun, da bin ich froh, dass Sie mit Gewissheit nichts mit unserer Rechtssprechung zu tun haben.

Mit Äußerungen dieser Art diskreditieren Sie eine ganze Nation treffsicher für jede Art von Plebiszit.

Dass André E. wieder in der

Dass André E. wieder in der Neonazi-Szene aktiv ist, ist für alle Angehörigen und Freund*innen der Ermordeten unerträglich und ein Schlag ins Gesicht aller engagierten Demokrat*innen. Politisch ist das ein wesentlicher Grund, gegen NPD, ihre Straßengangs und auch den rassistischen Flügel der afd klar und deutlich auch mit den Mitteln des Rechtsstaates vorzugehen.

@ 12:53 von Frank von Bröckel

"... strenggenommen ist Frau Zschäpe von jeden anderen x-beliebigen Gangsterliebchen, das ebenfalls mit irgendwelchen x-beliebigen Verbrechern unter einem Dach leben, faktisch nicht zu unterscheiden ..."

Diesen Gedanken hatte ich in ähnlicher Form auch.

Aus diesem Grund halte ich zumindest die Feststellung der 'besonderen Schwere der Schuld' Zschäpes für ein reines Zugeständnis an den Populismus.

@12:53 Frank von Bröckel

"Streng genommen" ist Ihre Argumentation einerseits genau die, die man in rechtsextremen Verharmlosungsstrategien findet, und andererseits eine völlige Verkennung rechtsstaatlicher Prozesse, die auch mit Indizien, Zeugenaussagen und Gutachten arbeitet. Das ist der Grund, warum das Verfahren auch so lange dauerte - ist so im unabhängigen Rechtsstaat.

Für mich

ist der Prozess einfach viel Zeit, viel Geld, und wenig Ergebnis. Anwälte und sonstiges haben lange und gut davon gelebt, es hat weder den Opfern geholfen, noch hat es andere sichtbare Ergebnisse für die Zukunft erbracht.
So sehe ich das, muss sich niemand anschließen.

@ 13:10 von andererseits

Ist Ihnen schon einmal die Idee gekommen, dass sowohl Ihre Argumentation als auch der von Ihnen so abfällig als "rechtsextreme Verharmlosungsstrategie" bezeichnete Gedankengang durchaus nebeneinander ihre Berechtigung haben können?

Diese Abwertung anderer Standpunkte durch Polemisierung als 'rechtsextrem' ist bei Ihnen leider häufiger zu beobachten und sollte in einer intellektuellen Diskussion eher verpönt sein.

Ich teile beispielsweise von Bröckels Einschätzung des aus populistischen Interessen heraus überbestraften 'Gangsterliebchens', ohne auch nur in Sichtweite irgendwelcher rechtsextremer Ansichten zu sein.

Bitte bringen Sie Linke nicht durch die unsachliche Verwendung von unsachlichen Totschlag- oder Schubladenargumenten in Verruf.

@ frank von bröckel

Beate Zschäpe als "Gangsterliebchen" zu bezeichnen finde ich in mehrfacher Hinsicht daneben. Es geht hier nicht um irgend ein romantisches Bonnie und Clyde-Gedöns. Der NSU ist eine politisch motivierte kriminelle Organisation, von der gezielt bestimmte Menschen ermordet wurden.

@ andererseits

Apropos Zeugenaussagen... Da sind ja einige im Laufe der Ermittlungen einfach mal so verstorben. Darunter vor allem recht junge Leute. Hier ein Selbstmord aus Liebeskummer, da eine Embolie...

Es war schon sehr praktisch, daß die beiden "Hauptverdächtigen" in dem Camper ebenfalls "Selbstmord" begingen, wobei es einem der beiden gelungen sein muß, mit weggeschossenem Schädel die Waffe noch einmal durchzuladen. Ein Wunder! Und dann fand man im Camper und in der Wohnung plötzlich "Beweismittel" wie eine blutbefleckte Hose, die die Täter wohl als Reliquie aufbewahrt und seit dem Polizistenmord in Kassel nicht gewaschen hatten... statt sie einfach zu vernichten...

Nein, in Sachen NSU wissen wir praktisch noch gar nichts! Daß Rechtsradikale damit zu tun hatten, dürfte klar sein. Aber daß es die beiden waren, ist nahezu ausgeschlossen. Googlen Sie mal nach der SWR-Doku "Tod einer Polizistin - Das kurze Leben der Michele Kiesewetter". Da werden Ihnen die Augen aufgehen!

Am 30. Dezember 2018 um 11:47

Am 30. Dezember 2018 um 11:47 von Tada
@ Hoch-Intelligent

"Bei mir hätte das Verfahren 2 Minuten und 1 Sekunde gedauert" Am 30. Dezember 2018 um 11:23 von Hoch-Intelligent

Das hatten wir schon im Nationalsozialismus.

Wie heißt es so schön:
Es stehen genug Fehler zur Auswahl, man muss nicht immer nur die alten wiederholen.

nnnnnn

Das war nur ehrlich.
Insofern ist es auch kein Fehler.

Ich bin mir sicher von solchen Szenarien träumt die Mehrzahl der "im Kampf gegen rechts" Mitläufer und Aktivisten.

@ moderandi 11:46 Uhr

"Die eigentliche Frage, warum es überhaupt gewaltbereite Neonazis gibt, kann nicht vor Gericht geklärt werden. Da landen nur die Kinder, die schon im Brunnen liegen. Dass die (Brunnen) rechtzeitig abgedeckt werden, muss anderswo geleistet werden."
Bislang wurde das von keiner politischen Institution auch nur im Ansatz geleistet und ich sehe auch den Willen dazu nicht.

@ Rumpelstilz

Wen es nach Rache oder Vergeltung dürstet, der soll dafür nicht den Staat inanspruch nehmen, der muss selbst tätig werden.

Nein, muss er nicht. Rache ist ein niederer Beweggrund. Ein Mord aus Rache wird mit lebenslanger Haft bestraft.

Am 30. Dezember 2018 um 13:38

Am 30. Dezember 2018 um 13:38 von Lutz Jüncke
@ 13:10 von andererseits

Ist Ihnen schon einmal die Idee gekommen, dass sowohl Ihre Argumentation als auch der von Ihnen so abfällig als "rechtsextreme Verharmlosungsstrategie" bezeichnete Gedankengang durchaus nebeneinander ihre Berechtigung haben können?

Diese Abwertung anderer Standpunkte durch Polemisierung als 'rechtsextrem' ist bei Ihnen leider häufiger zu beobachten und sollte in einer intellektuellen Diskussion eher verpönt sein.

Ich teile beispielsweise von Bröckels Einschätzung des aus populistischen Interessen heraus überbestraften 'Gangsterliebchens', ohne auch nur in Sichtweite irgendwelcher rechtsextremer Ansichten zu sein.

Bitte bringen Sie Linke nicht durch die unsachliche Verwendung von unsachlichen Totschlag- oder Schubladenargumenten in Verruf.

nnnnn

Sie haben nur zu Recht mit ihren Anmerkungen.
Es wird Zeit, daß wir wirklich um die Dinge sprechen, und alles Andere zwangsläufig Pause hat.

um 13:48 von vox moderandi

>>
Beate Zschäpe als "Gangsterliebchen" zu bezeichnen finde ich in mehrfacher Hinsicht daneben. Es geht hier nicht um irgend ein romantisches Bonnie und Clyde-Gedöns. Der NSU ist eine politisch motivierte kriminelle Organisation, von der gezielt bestimmte Menschen ermordet wurden.
<<

"Gangster-Liebchen" mag sehr zugespitzt ausgedrückt sein. Aber meiner Erinnerung nach, ist das heute von Beate Zschäpe existierende Bild insbesondere durch die "Berichterstattung" der Boulevard-Presse geprägt, der sich am Ende kein Gericht mehr entziehen konnte. Vielleicht können Sie uns ja erklären
1. was der NSU genau ist und aus wem er besteht
2. welche politische Motivation Sie erkennen und
3. wie Sie auf die Idee kommen, dass gezielt bestimmte Menschen ermordet wurden, wo es doch bisher immer hieß, die Auswahl wäre zufällig gewesen.

Frank von Böckel

„Da man halt für eine Terrororganisation im formaljuristischen Sinne immer mindestens drei Haupttäter benötigt“
Wie kommen sie denn auf diesen schiefen Pfad?
Eine Terrororganisation hat doch nichts mit der Gründung eines Vereins zu tun. Und soweit ich weiß ist Das Vereinsrecht für das Strafrecht völlig unbedeutend
Eine terroristische Vereinigung haben sie immer bei mehr als einer Person

um 15:40 von von Schlotterstein

>>
Wie kommen sie denn auf diesen schiefen Pfad?
Eine Terrororganisation hat doch nichts mit der Gründung eines Vereins zu tun. Und soweit ich weiß ist Das Vereinsrecht für das Strafrecht völlig unbedeutend
Eine terroristische Vereinigung haben sie immer bei mehr als einer Person
<<

Ableitung aus der Bildung einer kriminellen Vereinigung gemäß § 129, Abs. 2 Strafgesetzbuch: Mehr als 2 Personen.

Sie ALLE kennen aus der Vergangenheit .

ja noch die vielen Prozesse gegen die Mitglieder der RAF!

Wieviele Lebensgefährten bzw Ehepartner der damaligen RAF Terroristen, die damals mit diesen Leuten auch tatsächlich zusammenlebten, wurden denn jemals wegen der Begehung der Haupttaten der RAF vor einem deutschen Gericht gestellt?

Richtig, NIEMAND!

Und wieviele Lebensgefährten bzw Ehepartner "normaler" Serienmörder, "normaler" Serieneinbrecher, "normaler" Drogendealer, werden denn in Deutschland wegen der Begehung der Haupttat angeklagt?

Soweit keine absolut gerichtsfesten BEWEISE vorliegen, das die Person an der Haupttat tatsächlich beteiligt war, ebenfalls niemand!

Was zu bedenken ist!

@andererseits

Wieso Verkennung rechtsstaatlicher Prozesse?

Die unglaublich hohe Anzahl der zugelassenen Nebenkläger war politisch motiviert, und hat den gesamten Prozess um viele Jahre unnötig in die Länge gezogen!

Aber eine direkte Tatbeteiligung an den Haupttaten(!), denn es geht hier ausdrücklich NICHT um Beihilfe oder Mitwisserschaft, sondern ausschließlich um die Haupttäterschaft, konnte das Gericht Frau Zschäpe selbst in diesen vielen Jahren strenggenommen trotzdem nicht nachweisen!

Sie war als einzig Überlebende halt die moralisch Schuldige, deshalb wurde sie halt schuldig gesprochen!

So einfach ist das!

Wenn man sich die Doku über

Wenn man sich die Doku über die Strafverteidiger im NSU Prozess angeguckt hat kommen einem da schon Zweifel, ob da nicht ein Deal mit Zschäpe gemacht wurde. Die Handlungsweise des Richters und des quasi aus dem Nichts auftauchenden Strafverteidigers kurz vor Prozessende, in deren Folge dann Zschäpe geredet hat ist vorsichtig gesagt dubios. Hätte Zschäpe geschwiegen, wie die Sturm, Stahl und Heer es angeraten haben, wäre Zschäpe wahrscheinlich glimpflich davon gekommen. Aber die Öffentlichkeit wollte Blut sehen, ohne Verurteilung wegen Mord oder Beihilfe hätten sich Presse und Politik blamiert, nachdem sie seit Prozessbeginn auf ein Exempel gedrängt, eine Kampagne gegen die Strafverteidiger von Zschäpe gefahren und eine die RAF toppende Terrororganisation heraufbeschworen haben.

bitte nicht

Sollte ich, warum auch immer, irgend wann vor Gericht stehen, dann möchte ich nicht so wie sie nach Indizien bestraft werden.

Die obenangesprochene Frage wegen dem Hunde ist hier angebracht.
2 Menschen laufen mordend durch Deutschland, sterben bei einem Unfall und der Hund geht dafür ins Gefängnis.
Bei all meiner Verachtung für diese Frau und den Tätern sollten auch die Unterstützer und Helfer, die den beiden den Weg gezeigt und geebnet haben mitangeklagt werden.
Aber das ist leider unmöglich wegen einer umsichgreifenden Lungenembolie.
Und der mMn Hauptschuldige, der bekommt seine dicken Beamtenbezüge weiter.

Tolles Rechtssysthem.

14:17 von Sesselrevoluzzer ... ja, ja...

Nur gilt wie immer, Juristengewäsch ändert nichts an den Tatsachen.
Und nochmal, man sollte nicht Sätze aus dem Zusammenhang zerren, der Staat ist für den Friedenserhalt zuständig, nicht für mehr und nicht für weniger und wie wir hier sehen, gibt es immer welche, die keinen Frieden geben können und Ihren auch nicht finden mögen, da hilft dann auch keine vorgebliche Gerechtigkeit.

Die Schuld ist erwiesen

@ Hoch-Intelligent:
Leider ist in dem Verfahren rein gar nichts "zweifelsfrei erwiesen" worden.

Die Schuld der Angeklagten ist zweifelsfrei erwiesen. Das ist die Voraussetzung für eine Verurteilung. Wenn Sie die Auffassung des Gerichts nicht teilen, könnte das auch am mangelnden Studium der Beweise liegen.

NSU-Verfahren: Prozessende ohne Frieden

Öffnet endlich die dubiose Akte, die für über 120 Jahre gesperrt bleiben soll. Dies wird nur die Vorstellungen nähren, dass das deutsche Volk eine unbequeme Wahrheit, die verschleiert werden soll, nicht erfahren darf.

Was für ein bizarrer Thread

Die Uwes sind also unschuldig, Zschäpes Verteidiger wurden aus populistisch-verschwörungstechnischen Gründen ausgetauscht, und rechtsstaatliche Prozesse dauern wenige Minuten.

Manchmal glaube ich, im falschen Film zu sein.

Gnadenlos haben sie ihre Opfer verfolgt...

....doch im Prozess machten sie alle Rechtsmittel geltend, logen, vertuschten, deckten sich gegenseitig. Ihnen wurde die Fairness eines "gerechten Urteils" zugestanden. Schliesslich erteilte man ihnen - laut Prozessordnung - sogar noch das letzte Wort. Aber welche Milde haben sie ihren Opfern zukommen lassen? Dass die Urteilssprüche unter dem Gejohle des rechten Unterstützer- und Symphatysantenkreises stattfanden, kann Angehörigen der Opfer nur eines verdeutlichen: Hier wurde Unrecht gesprochen!
Der Rechtsstaat ist komplett unfähig, rechtem organisiertem Terror mit ganzer Härte entgegen zu treten. Das wäre nötig, jeder weiss es, aber es ist nicht erfolgt.

um 17:01 von leider geil

>>
Die Schuld der Angeklagten ist zweifelsfrei erwiesen. Das ist die Voraussetzung für eine Verurteilung. Wenn Sie die Auffassung des Gerichts nicht teilen, könnte das auch am mangelnden Studium der Beweise liegen.
<<

Wir können mit unserem Rechtssystem schon ganz zufrieden sein. Dennoch gibt es jede Menge Fehlurteile. Als Beweis genügen bereits die Urteile, die in Berufungs- oder Revisionsverfahren aufgehoben oder geändert werden.

NSU-Verfahren:Prozessende ohne Frieden....

Und ohne die Aufarbeitung des V-Männerwesens.Wie nah waren die Dienste am NSU dran ? Welche Rolle spielt Andreas Temme,Mitarbeiter des Verfassungsschutzes,der bei einem Anschlag im Internetcafee anwesend war,sich aber auf den Aufruf der Polizei nicht als Zeuge gemeldet hatte ?
Und die Justiz hält strikt daran fest,daß der NSU aus drei und nicht mehr Mitgliedern bestand.

@ 17:48 von fathaland slim

Niemand behauptet, daß die beiden Uwes "unschuldig" seien. Sie gehörten zu einem rechtsradikalen "Club", waren an Straftaten beteiligt, bauten offenbar Bomben etc. pp. Nicht ohne Grund sind sie ja vor der Justiz untergetaucht. Übrigens noch VOR Beginn der ihnen angelasteten Mordserie!

Das Problem ist nur: Wären in deren halb ausgebrannten Camper und in der durch Brand und Explosion schwer zerstörten Wohnung nicht offenkundig manipulierte und dort ausgelegte Beweisstücke gefunden worden, hätte man sie für die Mordserie gar nicht verurteilen können! An den Tatorten jedenfalls fehlte es an allem, was sie damit objektiv in Verbindung bringen könnte: Es gab keine Fingerabdrücke von ihnen, keine DNA-Spuren, keine Fotos oder Videos, auf denen man sie identifizieren konnte, und Zeugenaussagen paßten AUCH nicht auf sie! Wie beim Polizistenmord in Kassel, wo Zeugen von 4 (!!) verdächtigen Personen sprachen, von denen keine ein "Uwe" gewesen sein konnte.

Also was soll man nun glauben?

@ Klärungsbedarf, 15:39

Ihre Fragen:
1. Was der NSU genau ist.
2. Welche politischen Motive ich erkenne.
3. Wie ich auf die Idee komme, dass bestimmte Menschen ermordet wurden, obwohl es immer hieß, die Auswahl wäre zufällig.

Antwort von hinten:

3. Es wurden Menschen mit türkischem und anderem Migrationshintergrund ermordet. Innerhalb dieser Gruppe war die Auswahl zufällig. Der Hintergrund war kein Zufall.

1. und 2. NSU heißt Nationalsozialistischer Untergrund. Das ist ja wohl politische Aussage genug.

17:48 von fathaland slim

Was für ein bizarrer Thread

Die Uwes sind also unschuldig, Zschäpes Verteidiger wurden aus populistisch-verschwörungstechnischen Gründen ausgetauscht, und rechtsstaatliche Prozesse dauern wenige Minuten.

Manchmal glaube ich, im falschen Film zu sein.
///
*
*
Das Gefühl kenn ich noch von der RAF-Inszenierung.
*
Was doch so ein Farbunterschied über die Jahre ausmacht.

Unser Rechtssystem kann den Anforderungen nicht gerecht werden

17:49, @r0lt0:
„Schon am Urteilstag wurde klar, dass das Ende des Verfahrens den Familien der Opfer keinen Frieden bringen wird“
+
17:17, @Robert Wypchlo:
Aktensperrungen und sonstige „Maßnahmen“ der Obrigkeit, um Transparenz zu verhindern werden tatsächlich Vorstellungen nähren, dass das deutsche Volk eine unbequeme Wahrheit, die verschleiert werden soll, nicht erfahren darf. Welchen Grund gibt es sonst?

Es spricht alles dafür, dass Sie mit Ihren Einschätzungen durchaus richtig liegen:

„Bei den Opferfamilien hallt bis heute der anschließende Applaus der Neonazis auf der Zuschauertribüne nach. "Das hat einen ziemlich faden Nachgeschmack hinterlassen, zumal beide jetzt wieder in der Neonaziszene aktiv sind und da wie Ikonen gefeiert werden“, ...“

Ganz besonders aber das hier:

„Bei den Opferfamilien hallt bis heute der anschließende Applaus der Neonazis auf der Zuschauertribüne nach. "... zumal beide jetzt wieder in der Neonaziszene aktiv sind und da wie Ikonen gefeiert werden ...“.

17:49 von r0lt0

Gnadenlos haben sie ihre Opfer verfolgt...

....doch im Prozess machten sie alle Rechtsmittel geltend, logen, vertuschten, deckten sich gegenseitig. Ihnen wurde die Fairness eines "gerechten Urteils" zugestanden. Schliesslich erteilte man ihnen - laut Prozessordnung - sogar noch das letzte Wort. Aber welche Milde haben sie ihren Opfern zukommen lassen? Dass die Urteilssprüche unter dem Gejohle des rechten Unterstützer- und Symphatysantenkreises stattfanden, kann Angehörigen der Opfer nur eines verdeutlichen: Hier wurde Unrecht gesprochen!
Der Rechtsstaat ist komplett unfähig, rechtem organisiertem Terror mit ganzer Härte entgegen zu treten. Das wäre nötig, jeder weiss es, aber es ist nicht erfolgt.
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Da Ihre Überschrift auch so gut zu den Taten der RAF passt, hoffe ich das Frau Tschäpe nicht wie Susanne Albrecht auch in meinem Bundesland in der Kinderbildung resozialisiert wird.

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