Ihre Meinung zu: Rund 20.000 Serben protestieren gegen Präsident Vucic

30. Dezember 2018 - 9:49 Uhr

Die Demonstrationen gegen den serbischen Präsidenten Vucic weiten sich aus. Mindestens 20.000 Menschen protestierten in Belgrad gegen seinen Führungsstil. Kritiker werfen ihm vor, autoritär zu regieren.

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Kommentare

Das muss eine junge

Das muss eine junge Demokratie ertragen können, immerhin wurde Herr Vukic mit mehr als 55 % Zustimmung zum Präsidenten gewählt, und das ist noch nicht lange her. Es sind eben Minderheiten die demonstrieren, und ehrlich gesagt, ein Volk wie die Serben muss autokratisch regiert werden, was unser angeblich freies, liberales Europa nicht verstehen kann.

20.000 Serben protestieren gegen Präsident ..

Die Macht der Straße - dort gibt es verschiedenerlei Mächte, die sich austoben könnten. Das es wieder Usus wird in Europa, das sich die Straße gegen die Politik erhebt, mag manchen ein gutes Zeichen sein, im Zeitalter der "failed states" kann man diese Bewegung durchaus auch fürchten.

Interessante Aussagen

" Zu den Kundgebungen hatte ein Bündnis von Oppositionsparteien aufgerufen, dessen Palette von links bis ultra-rechts reicht. Die Proteste richten sich auch gegen die einseitige Parteinahme der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten für die Regierung und Vucic. "

Ich hab zwar Serbien nicht so auf dem Schirm weil ja meist über andere Dinge täglich oder stündlich berichtete wird.
Aber eine Front von ganz Links bis ganz Rechts ist schon ungewöhnlich, zu den Anstalten sage ich mal vorsichtiger weise nichts, hab ich irgendwie schon mal gehört.
Oder kommt mir gefühlsmäßig irgendwie bekannt vor.

re Didib57: Verstehen

und ehrlich gesagt, ein Volk wie die Serben muss autokratisch regiert werden, was unser angeblich freies, liberales Europa nicht verstehen kann“

Es ist umgekehrt genau diese „völkische“ Betrachtungsweise, die den Autokraten in die Hände spielt und die die „Völker“ gegeneinander ausspielt. Sie glauben ernsthaft, dass sich „Völker“ unterscheiden?
Wann gehört man denn dann zum „serbischen Volk“? Wenn ich in Serbien lebe? Wenn ich in Serbien geboren bin? Wenn mein Vater und/oder meine Mutter Serbe/Serbin ist?

Und wenn ich dann dazu gehören würde? Dann würde ich gerne autokratisch regiert werden? Und nur von einem „Serben“?

Und mit „Minderheiten“ würde ich nichts zu tun haben wollen? Weil ich „Serbe“wäre?

Ich hege den leisen Verdacht, dass ich dann das „freie, liberale Europa“ nicht verstanden hätte.

@didib57, 9:42

und ehrlich gesagt, ein Volk wie die Serben muss autokratisch regiert werden

"Ein Volk wie die Serben …", das ist ja interessant. Woran erkennen Sie denn ein Volk, das autokratisch regiert werden muss? Ich meine jetzt abgesehen davon, dass es aus lauter Serben besteht?

@ teachers voice

Sie fragten:
"Sie glauben ernsthaft, dass sich „Völker“ unterscheiden?"
Sie glauben ernsthaft, Völker würden sich NICHT voneinander unterscheiden?

@Spirit oft 1492

Selbst Geschwister unterscheiden sich, sei es im Aussehen oder im Charakter. Unter den Völkern gibt es aber auch Gemeinsamkeiten: Alles Menschen.

09:42, Didib57

>>und ehrlich gesagt, ein Volk wie die Serben muss autokratisch regiert werden, was unser angeblich freies, liberales Europa nicht verstehen kann.<<

Muss es das?

Ein Volk wie die Deutschen aber nicht?

Warum nicht?

Oder sind Sie generell ein Freund der Autokratie? Ich bekomme diesen Eindruck, wenn ich Formulierungen wie "unser angeblich freies, liberales Europa" lese.

Serbien gehört übrigens zu Europa.

20.000

Das ist nicht sonderlich viel, allein prozentual nur auf die Stadt Belgrad gesehen.

@Spirit of 1492, 11:14 re @teachers voice

Sie glauben ernsthaft, Völker würden sich NICHT voneinander unterscheiden?

Nun, wenn Sie so bewandert sind, was die Unterscheidungskriterien verschiedener Völker betrifft, können Sie mir bestimmt sagen, was denn nun einem Volk wie den Serben so zu eigen ist, dass es autokratisch regiert werden muss. Können die mit Demokratie nicht umgehen? Wenn nein, warum nicht? Zu ungebildet? Nicht kultiviert genug? Intellektuell überfordert, wenn nicht jemand bestimmt, wer der Herr ist und wer der Knecht?
Ich bin gespannt.

11:14, Spirit of 1492

>>@ teachers voice
Sie fragten:
"Sie glauben ernsthaft, dass sich „Völker“ unterscheiden?"
Sie glauben ernsthaft, Völker würden sich NICHT voneinander unterscheiden?<<

Für jemanden, der völkisch denkt, unterscheiden sich Völker natürlich.

Ich kenne allerdings Serben, die wären als solche nicht erkennbar, wenn ich nicht wüsste, daß es welche sind.

Aber daß so jemand wie ich den Mythos Volk nicht fühlen kann, das überrascht Sie wahrscheinlich nicht.

11:27, Hackonya2

>>@Spirit oft 1492
Selbst Geschwister unterscheiden sich, sei es im Aussehen oder im Charakter. Unter den Völkern gibt es aber auch Gemeinsamkeiten: Alles Menschen.<<

Wunderschön gesagt.

re Spirit of 1492: Völker

„@ teachers voice
Sie fragten:
"Sie glauben ernsthaft, dass sich „Völker“ unterscheiden?"
Sie glauben ernsthaft, Völker würden sich NICHT voneinander unterscheiden?“

Natürlich glaube ich das! Ansonsten würde ich ja zum „deutschen Volk“ gehören, wäre blond, blauäugig und hart wie Kruppstahl. Bin ich aber nicht - zumindest nicht hart wie Kruppstahl.

Möglicherweise verwechseln Sie das „Volk“ mit einer „Gesellschaft“. Das wäre dann das „Staatsvolk“, zu dem aber dann alle Bürger eines Staates gehören würden. Eben auch und gerade die „Minderheiten“, die eben auch zu einer Mehrheit werden können, zumindest aber Mehrheiten verändern können.
Womit wir wieder bei den Autokraten wären, die sich von Demokraten dadurch unterscheiden, dass sie ein bestimmtes „Volk“ vertreten und eben nicht die gesamte Gesellschaft.

@fathaland slim

@Didib57
Jedes Land sollte selbst frei entscheiden, wie es regiert werden will/soll. Vucic wurde gewählt, also haben in einer Demokratie seine Gegner ihn bis zu den nächsten Wahlen zu ertragen.

um 11:14 von Spirit of 1492

>>
Sie fragten:
"Sie glauben ernsthaft, dass sich „Völker“ unterscheiden?"
Sie glauben ernsthaft, Völker würden sich NICHT voneinander unterscheiden?
<<

Steht Ihre Frage in einem inneren Zusammenhang mit dem von Ihnen gewählten Namen "Spirit of 1492". Es war ja das Jahr von Columbus, mit dem die weitgehende Vernichtung der amerikanischen Ureinwohner begann. Außerdem war es das Jahr der Vertreibung der Mauren aus Südspanien, nachdem dort die verschiedenen Religionen Jahrzehnte lang friedlich zusammen gelebt hatten.
Und noch eine Frage für mein Verständnis: Sind die Serben ein Volk ? Oder sind sie nur Teil des slawischen Volkes ?

re Hackonya: Nicht viel?

„20.000
Das ist nicht sonderlich viel, allein prozentual nur auf die Stadt Belgrad gesehen.“

Werter Hackonya,

Sie haben doch sicher schon bemerkt, dass dieses „Argument“ hier bei absolut jeder Demonstration herangezogen wird.
Weil es eben immer passt - oder eben nie. Das ist hier ein und dasselbe. Weil es eben kein „Argument“ ist.

Eine Demonstration soll etwas demonstrieren. Und zwar eine andere Sichtweise als die der Regierung - sonst bräuchte man diese nicht.

Wenn aber Minderheiten demonstrieren, dann werben sie für neue Mehrheiten in einer Gesellschaft. Und genau davor haben die regierenden Autokraten eine geradezu panische Angst. Und behaupten dann einfach, dass es sich „nur“ um Minderheiten handele und diese deshalb nicht ernst genommen werden müsste.

Aber gerade deshalb müssen Demonstrationen ernst genommen werden. Und genau deshalb gehören sie zu den demokratischen, unverzichtbaren Grundrechten.

11:37, teachers voice

>>Möglicherweise verwechseln Sie das „Volk“ mit einer „Gesellschaft“. Das wäre dann das „Staatsvolk“, zu dem aber dann alle Bürger eines Staates gehören würden. Eben auch und gerade die „Minderheiten“, die eben auch zu einer Mehrheit werden können, zumindest aber Mehrheiten verändern können.<<

Jede Mehrheit ist aus Minderheiten zusammengesetzt. Mit ein wenig Nachdenken entpuppt sich dieser Satz nahezu als Allgemeinplatz.

Am 30. Dezember 2018 um 11:00 von teachers voice

Im Prinzip alles soweit richtig, aus einem Teil der Bevölkerung heraus, aber es gibt auch andere Teile die das eben anders sehen.
Und nicht so wie Sie mit frei und liberal, das Land Jugoslawien hat eine interessante Geschichte und die wird sich noch lange auswirken.
Es gibt einige Dinge die nicht besonders abgelaufen sind in den letzten 20 Jahren, Vielvölkerstaaten sind nicht ganz so einfach wie Sie es sich machen.
Freies Europa klingt zwar gut, ist aber nicht ganz so wie Sie es gerne hätten, Menschen sind sehr unterschiedlich.
Für Serben ist die Antwort auf Ihre Frage wann man Serbe ist, wahrscheinlich sehr einfach zu beantwortet werden, wird aber wahrscheinlich nicht ganz zu Ihrer Zufriedenheit ausfallen ;-).

11:39, Hackonya2

>>@fathaland slim
@Didib57
Jedes Land sollte selbst frei entscheiden, wie es regiert werden will/soll. Vucic wurde gewählt, also haben in einer Demokratie seine Gegner ihn bis zu den nächsten Wahlen zu ertragen.<<

Ja natürlich. Es gibt ja Legislaturperioden. Trotzdem haben die Menschen das Recht, gegen jemanden, den sie gewählt haben, zu demonstrieren. Demokratie bedeutet nicht, zu wählen und dann vier Jahre die Schnauze zu halten.

re hackonya: Wahl oder Abwahl

„Jedes Land sollte selbst frei entscheiden, wie es regiert werden will/soll. Vucic wurde gewählt, also haben in einer Demokratie seine Gegner ihn bis zu den nächsten Wahlen zu ertragen.“

Das ist hier weder das Problem noch die Frage. Es geht nicht um die Regierung Vucic, es geht um die Demokratie.

Und genau diese wird von der Regierung Vucic ausgehöhlt, damit es eben keine „nächste Wahl“ mehr gibt. Zumindest keine, bei der die „Regierung Vucic“ wieder abgewählt werden könnte.

Und genau deshalb ist eine Demokratie eben so viel mehr als die „Herrschaft der Mehrheit“. Es ist die Herrschaft der wechselnden Mehrheiten.

Wie Popper sagte: Nicht die Wahl ist entscheidend, sondern die Möglichkeit einer Abwahl.

um 11:32 von fathaland slim

>>
Aber daß so jemand wie ich den Mythos Volk nicht fühlen kann, das überrascht Sie wahrscheinlich nicht.
<<

Fühlen nicht. Aber im Sinne von Staatsvolk kann man den Begriff Volk immerhin verstehen. Und in dem Sinne unterscheiden sich die Völker auch - schon geographisch.

@Hackonya2, 11:39

Vucic wurde gewählt, also haben in einer Demokratie seine Gegner ihn bis zu den nächsten Wahlen zu ertragen.

Vucic wurde gewählt, und so lange er kein nationales oder internationales Recht bricht, kann er nur mit demokratischen Mitteln wieder aus dem Amt gebracht werden. Demonstrationen sind aber ein demokratisches Mittel, und mitnichten hat eine Gesellschaft mit ihrer Stimme auch das Recht abgegeben, sich gegen die Politik der Gewählten zu stellen.
Sonst wäre nichts leichter für eine gewählte Regierung, als erst mal alle weiteren Wahlen - notfalls durch Gesetz - abzusagen. Niemand könnte etwas dagegen unternehmen, denn schließlich war es ja die Entscheidung einer gewählten Regierung.

Das serbische Volk ist nicht

Das serbische Volk ist nicht der Souverän in Serbien, wie auch sonst fast überall sind die stärksten Akteure auf den Finanzkärkten der Souverän, dessen Beschlüsse der Präsident verkünden darf.

Wenn die Serben gegen den Präsidenten protestieren, wollen sie also das gleiche hören wie bisher, nur von jemand anderem.

11:55 von fathaland slim

11:39, Hackonya2

>>@fathaland slim
@Didib57
Jedes Land sollte selbst frei entscheiden, wie es regiert werden will/soll. Vucic wurde gewählt, also haben in einer Demokratie seine Gegner ihn bis zu den nächsten Wahlen zu ertragen.<<

Ja natürlich. Es gibt ja Legislaturperioden. Trotzdem haben die Menschen das Recht, gegen jemanden, den sie gewählt haben, zu demonstrieren. Demokratie bedeutet nicht, zu wählen und dann vier Jahre die Schnauze zu halten.
////
*
*
Richtig, wer auf die Schnauze auch noch ankündigt, für den Fall der Opposition, das sind die ganz Ehrlichen.
*
Die andern sind dann eben das P... .

Schlechte Verlierer in einer Demokratie

Zuvor ging er mit der Sozialistischen Partei Serbiens eine Koalition ein.
Seit 2017 hat er eine absolute Mehrheit und braucht die Sozialisten nicht mehr.
Die Demonstranten, die sich da treffen, sind meist Sozialisten, die nun an Macht verloren haben; sie stehen nicht für die Mehrheit des Volkes der Serben.

Wie immer bin ich der Meinung, wenn Sozialisten politische Enge spüren, fangen sie an, die demokratisch gewählten Vertreter mit Demos zu überziehen.
Die Serben haben 2017 Vucic bereits im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt.
Die Demonstranten stammen sicher nicht aus diesen Mehrheitsbereichen.

12:04, Not Helpless

>>Ein guter Freund [Arzt] welcher aus Serbien stammt und mit seiner Familie seit einigen Monaten in Deutschland lebt, sieht die Entwicklung nicht durch eine rosarote Brille. Er meint, viele Serben fühlen sich zu Russland hingezogen, vor allem die älteren Menschen. Die Jungen sind mehr westlich eingestellt und werden auch noch beeinflusst. Es sei in Serbien bekannt, dass England mehrere Millionen Pfund an Nichtregierungsorganisationen gespendeten haben.<<

Beschäftigen Sie sich mal mit dem Begriff "Panslawismus". Das ist eine Großmachtideologie, der ältere Leute gern anhängen, wohl aus nostalgischen Gründen. Auf Jüngere wirkt die eher exotisch.

Und das liegt an England, welches Geld an NGOs (welche denn?) gespendet hat? Diese Verschwörungstheorie ist mir neu.

12:24, Sisyphos3

>>11:48 von Kein Weltbürger
Deutsche zb sind obrigkeitshörig.
Franzosen zeigen hingegen ....
Russen sind duldsam und leidensfähig.
.
das hört man hier aber gar nicht gern !
Verallgemeinerungen
obgleich man nur mit offenen Augen durch die Welt gehen muß,
um das zu erkennen<<

Sind Sie Deutscher?

Wenn ja, finden Sie sich in obiger Beschreibung wieder?

Ich nicht.

12:24, Shuusui

>>Das serbische Volk ist nicht der Souverän in Serbien, wie auch sonst fast überall sind die stärksten Akteure auf den Finanzkärkten der Souverän, dessen Beschlüsse der Präsident verkünden darf.

Wenn die Serben gegen den Präsidenten protestieren, wollen sie also das gleiche hören wie bisher, nur von jemand anderem.<<

Die Akteure auf den Finanzmärkten treffen Entscheidungen, die dann den Regierungen der Welt zugestellt werden, auf daß sie sie verkünden?

Wer sind denn diese Akteure, wie viele sind es, und wo treffen sie sich diese Finanzmarkt-Weisen? Werden da Protokolle erstellt?

12:37 von yolo

So ganz verstehe ich nicht, was Sie eigentlich sagen wollen - Natürlich demonstrieren in einer Demokratie keine Mehrheiten, die können sich politisch ja durchsetzen ...

Das heißt aber eben nicht, dass sie alles richtig machen. Daher steht es insbesondere Minderheiten zu, zu demonstrieren und damit ihren Anliegen Gehör zu verschaffen.

PS: Warum man friedliche Demonstranten dann so konstruiert als "schlechte Verlierer" zu diffamieren versucht, verstehe ich auch nicht.

In Serbien möchte man eine Politik für Serbien...na und?

Linke rufen europaweit zu Aufständen auf.
Das tun sie immer, wenn sie an Machtnahme verlieren und nicht weiter wissen.
Sie hoffen dann, dass durch Gewaltausschreitungen ein Einlenken wie durch Macron in Frankreich passieren könnte.
Das ist alles andere als demokratisch.
Daher halte ich gar nichts von gewaltfrönenden Demos.

Die Initiative "Aufstehen gegen Rechts" ist auch so ein Versuch, die aufsteigenden Oppositionsparteien gleich mal zu ersticken.
Demokratisch ist das nicht sauber.
Man sollte mit Inhalten und Diskussionen, Wahlprogrammen und alternativen Vorschlägen seinen politischen Kampf leisten, aber nicht mit Aufständen und Chaos.

Solange die Demonstrationen daher friedlich bleiben, sind sie völlig legitim.
Aber sie sind wohl derzeit in Serbien zu vernachlässigen, das Vucic mit absoluter Mehrheit gewonnen hat.
Die Opposition in Serbien sollte die Zeit vllt lieber nutzen, um sich politisch besser aufzustellen und endlich mal pro Serbien zu agieren.
Denn das ist gerade der Tenor.

um 11:54 von wenigfahrer

"Vielvölkerstaaten sind nicht ganz so einfach wie Sie es sich machen."

Was man zuweilen ja auch in der Bundesrepublik Deutschland sehen kann. Zur Erinnerung, Deutschland als Staat gibt es erst seit 1870 und wurde aus vielen Völkern/Staaten gebildet.

röe solo: Mythos

„Schlechte Verlierer in einer Demokratie“

Auch ein immer wieder aufs Neue gebrachtes Scheinargument zur Geringschätzung einer demokratischen Opposition. Und immer wieder die gleiche Entgegnung:
Nach einer Wahl ist immer vor einer Wahl.
Zumindest in einer Demokratie!

„Die Demonstranten, die sich da treffen, sind meist Sozialisten, die nun an Macht verloren haben; sie stehen nicht für die Mehrheit des Volkes der Serben.“

Da ist es wieder, das „Volk der Serben“. Das es eben genauso wenig gibt wie das „Volk der Deutschen“ usw usw usw. Ich kann Ihnen nur dringend empfehlen, sehr sehr misstrauisch zu werden, wenn jemand im Namen eines „Volkes“ redet. Dies ist nämlich ein sicheres Indiz dafür, dass er einen Mythos über die Demokratie stellt.

wirklich nett

"die Alten" haben recht, "die Jungen" werden beeinflusst, "die Sozialisten" demonstrieren immer dann, wenn sie ihre Felle davon schwimmen sehen, und "die Serben" müssen autokratisch regiert werden.

Erinnert mich irgendwie an Madame von Thurn und Taxis "der Neger schnackselt halt gern" oder Gerhard Polt "der Asiate an sich ist ja sehr reinlich".

Ich blicke immer wieder ganz gelassen in die Zukunft, wenn ich erleben darf, wie wohlüberlegt, differenziert und voll geballter Sachkompetenz hier die Diskussionen geführt werden.

@ um 13:09 von Phonomatic

Ich schrieb ja, dass friedliche Demos absolut ein Mittel der Demokratie sind und auch legitim sind.
Allerdings finde ich die Forderungen abstrus.

Ursprünglicher Anlass war der brutale Angriff auf den Vorsitzenden der Serbischen Linken, Borko Stefanovic.
Vucic verurteilte diesen Anschlag, wird aber dennoch dafür verantwortlich gemacht.
Das wäre so, als würde man die Angriffe auf AfD-Politiker bei uns im Land Frau Merkel vorwerfen und ihren Rücktritt fordern.
Die Demonstranten werfen Vucic vor, mit seiner aggressiven Rhetorik gegen Kritiker und Oppositionelle zu einem Klima der Gewalttätigkeit im Land beizutragen.
Dabei gibt es auch bei uns im Land heftige Aufrufe gegen die AfD und sogar Drohungen gegen die Wähler dieser Partei als Opposition; also nichts anderes.
Niemand würde hier aber erwägen, dass Merkel deshalb zurücktreten müsste.
Im Gegenteil, hier wird mit allen Mitteln gegen die AfD gekämpft....auch über Medienlandschaften und Co.

Es ist also ein umgekehrtes Verhältnis in Etwa

Interessante Sätze

sind heute zu lesen, und ich frage mich gerade ob die Serben auch so über die Deutschen diskutieren und urteilen würden ?.
Und ich dachte bis jetzt auch immer das Deutsche und Franzosen oder Italiener und so weiter. Menschen Ihres Staates sind, und jeder eben andere Wurzeln und Lebensweisen hat, also grob gesagt eine Heimat wo sie/er geboren wurden.
Und sich auch einer anderen Sprache bedienen.

Wenn ich das so lese, scheint das bei den Serben nicht mehr so zu sein, wieder was gelernt.

@ fathaland slim um 11:34

Sie schrieben:
"Für jemanden, der völkisch denkt, unterscheiden sich Völker natürlich.

Ich kenne allerdings Serben, die wären als solche nicht erkennbar, wenn ich nicht wüsste, daß es welche sind."
Das heißt ja aber umgekehrt, dass Sie auch Serben kennen, bei denen Sie sofort erkennen würden, dass es Serben sind. Es muss also doch etwas geben, was Sie für "typisch serbisch/slawisch" halten.

Sie schrieben:
"Aber daß so jemand wie ich den Mythos Volk nicht fühlen kann, das überrascht Sie wahrscheinlich nicht."
Nein, das überrascht mich nicht.

12:52 von fathaland slim

wären alle Völker gleich in ihren Eigenarten in ihrem Weltbild
dann würden auch überall dieselben Lebensbedingungen herrschen
tut es das ?
und wenn Goethe sagte, sollten die Deutschen wählen müssen zwischen Unordnung und Unrecht würden sie sich für Unrecht entscheiden
könnte man sich die Geschichte vor 80 Jahren auch mit einem anderen Volk vorstellen ?
Disziplin, Verläßlichkeit und Pflichterfüllung ist eine Sache, Nibelungentreue und das komplette Fehlen von Mitgefühl ne ganz andere

re yolo: Der Tenor?

„Die Opposition in Serbien sollte die Zeit vllt lieber nutzen, um sich politisch besser aufzustellen und endlich mal pro Serbien zu agieren.
Denn das ist gerade der Tenor“

Sie bestätigen meinen Eindruck, dass es Vucic schlicht um die nationalistische Karte geht: „Pro Serbien“? Und damit ist jede Opposition „antiserbisch“? Kommt Ihnen dieses Muster nicht bekannt vor?

11:01 von frosthorn

wie man das erkennt

wie läuft denn das in einer Familie ab
wer bestimmt denn da wo´s lang geht
der Patriarch, oder fragt man da gelegentlich seine Frau und evt. die Kinder ?
denke wenn in einer Familie nur einer bestimmt, wie sollen dann "demokratische" Strukturen in einem Staat entstehen können

@Man muss nicht schreiben: Deutsche sind ..., 13:21 von Phonoma

Man sollte es vor allem nicht,
da es dem latenten Rassismus Vorschub leistet.

Gleichwohl gibt es wohl Tendenzen in dieser Richtung,
die in einem Volk mehr im andern weniger ausgeprägt sind.
Max Frisch hat das schon literarisch verarbeitet ( Biedermann und die Brandstifter )
Daher gibt es auch m.E. eine gewisse 'Hassliebe' zwischen Deutschen und Russen.

Die obige Tendenz ist nämlich in beiden Völkern historisch übermässig aufgetreten.
Daher mögen Sie sich auch so ;)

@ kein weltbürger

Mag ja sein, dass es unterschiedliche Volkscharaktere gibt. Die gibt es sogar im kleinen Rahmen: siehe gesellige Rheinländer vs. unterkühlte Nordlichter. Das hat dann aber mit Folklore zu tun. Und nichts mit weltpolitischer Großwetterlage. Obrigkeitshörigkeit gab es in der ersten Hälfte des 20. Jhd. nicht nur in D. Das hatten alle drauf. Dass der "Vogelschiss" im Deutschen Reich passiert war, hatte noch ein paar andere Gründe.

Am 30. Dezember 2018 um 11:51 von teachers voice

"Aber gerade deshalb müssen Demonstrationen ernst genommen werden. Und genau deshalb gehören sie zu den demokratischen, unverzichtbaren Grundrechten."
#
#
Beherzigen Sie in Zukunft Ihren Satz, wenn Menschen in Deutschland auf der Strasse demonstrieren, die nicht Ihre politischen Agenda vertreten.
Oder gilt dieser nur für andere?

13:21, Phonomatic

>>12:24 von Sisyphos3 @ 11:48 von Kein Weltbürger
Es ist nicht schwer, das so in Worte zu fassen, dass es hierzu oder dazu, hier oder dort eine Tendenz gäbe. Man muss nicht schreiben: Deutsche sind ..., Franzosen sind...

Das muss man vor allem dann nicht, wenn man verstanden werden möchte.<<

Sie möchten die Behauptung von Nationalcharakteren lieber zu Tendenzen abmildern, weil man dann besser verstanden würde?

Auch diese behaupteten Tendenzen gehen oft in die Irre.

Sie liegen oft in der Sprachbarriere begründet.

Meine Erfahrung.

Aber die ist natürlich nicht maßgeblich.

13:54, Spirit of 1492

>>Das heißt ja aber umgekehrt, dass Sie auch Serben kennen, bei denen Sie sofort erkennen würden, dass es Serben sind. Es muss also doch etwas geben, was Sie für "typisch serbisch/slawisch" halten.<<

Wenn Sie meinen.

Ich wüsste allerdings nicht, was das sein sollte.

@ wenigfahrer

"Und ich dachte bis jetzt auch immer das Deutsche und Franzosen oder Italiener und so weiter. Menschen Ihres Staates sind, und jeder eben andere Wurzeln und Lebensweisen hat, also grob gesagt eine Heimat wo sie/er geboren wurden.
Und sich auch einer anderen Sprache bedienen."

Nun ja, selbst das mit der Sprache ist nicht zwingend. Da müssen wir jetzt gar nicht nach Südamerika oder Afrika gehen - in der direkten Nachbarschaft leben die Belgier.
Die Sprache "Belgisch" gibt es nicht und ist auch nicht von Nöten was den Vorteil hat das die allermeisten Belgier mindestens zweisprachig in Wort und Schrift agieren können.
Dennoch haben die Belgier ihre eigenen Wurzeln und Kultur, völlig ohne eigene Sprache.

P.S.: Tut nichts zur Sache aber eine hervorragende Bierbraukunst ist in Belgien beheimatet. Da sind wir Deutschen nichts gegen...

13:56, Sisyphos3

>>12:52 von fathaland slim
wären alle Völker gleich in ihren Eigenarten in ihrem Weltbild
dann würden auch überall dieselben Lebensbedingungen herrschen
tut es das ?<<

Sie meinen, Wirtschaft wäre vom Nationalcharakter abhängig?

Und ja, Völker sind insofern gleich, als sie sämtlichst aus Individuen bestehen, die sehr unterschiedlich in ihren Eigenarten und ihrem Weltbild sind. Dieses Forum hier ist das beste Beispiel.

>>und wenn Goethe sagte, sollten die Deutschen wählen müssen zwischen Unordnung und Unrecht würden sie sich für Unrecht entscheiden
könnte man sich die Geschichte vor 80 Jahren auch mit einem anderen Volk vorstellen ?<<

Goethes Ausspruch liegt in etwa auf der Ebene von der Lenins und der Bahnsteigkarte und drückt wohl seinen profunden Frust über die Langsamkeit, mit der sich freiheitliche Ideen in Deutschland durchsetzten, aus.

Was die deutsche Geschichte vor 80 Jahren einzigartig macht, ist die bürokratische Effizienz, mit der der Völkermord organisiert wurde.

14:48, Tretschko

>>Die Sprache "Belgisch" gibt es nicht und ist auch nicht von Nöten was den Vorteil hat das die allermeisten Belgier mindestens zweisprachig in Wort und Schrift agieren können.<<

Die Erfahrung, die ich in Belgien gemacht habe, ist, das flämische Belgier kein Französisch und wallonische kein Niederländisch sprechen.

Ich habe mal in einer belgischen Band, deren Mitglieder aus beiden Sprachräumen des Landes stammten, gespielt. Die Verkehrssprache in dieser Band war englisch.

faterlandlim

Sie scheinen England wohl komplett vergessen zu haben bei ihren Kommentaren. Es wollte nicht Hitler auslöschen, noch die Juden retten. Einzig und allein galten Wirtschaftsinteressen: Man wollte die Wirtschaftskrafts Deutschlands in die Knie zwingen und niemals dulden (sh. Aussagen führender Politiker)

Am 30. Dezember 2018 um 14:48 von Tretschko

" Nun ja, selbst das mit der Sprache ist nicht zwingend. Da müssen wir jetzt gar nicht nach Südamerika oder Afrika gehen - in der direkten Nachbarschaft leben die Belgier.
Die Sprache "Belgisch" gibt es nicht und ist auch nicht von Nöten was den Vorteil hat das die allermeisten Belgier mindestens zweisprachig in Wort und Schrift agieren können. "

Nun wir müssen da nicht aus unserem Land raus, da gibt es so einen Volksstamm der sich Sorben nennt ;-).
Und dort gibt es alles zweisprachig, sogar die Ortsschilder, wenn man die fragt.
Dann sagen Sie, das sie Sorben sind, also müssen wir nicht bis nach Belgien gehen.
So etwas haben wir auch im Land oder besser in der Bundesrepublik.
Ob die Bier können weis ich aber nicht ;-).

14:13, tagesschlau2012

>>Am 30. Dezember 2018 um 11:51 von teachers voice
"Aber gerade deshalb müssen Demonstrationen ernst genommen werden. Und genau deshalb gehören sie zu den demokratischen, unverzichtbaren Grundrechten."
#
#
Beherzigen Sie in Zukunft Ihren Satz, wenn Menschen in Deutschland auf der Strasse demonstrieren, die nicht Ihre politischen Agenda vertreten.
Oder gilt dieser nur für andere?<<

Ich habe hier noch nie erlebt, daß der von Ihnen angesprochene Forist irgendwem das Demonstrationsrecht abgesprochen hätte.

Nicht einmal ansatzweise.

15:07, Bagheria

>>faterlandlim
Sie scheinen England wohl komplett vergessen zu haben bei ihren Kommentaren. Es wollte nicht Hitler auslöschen, noch die Juden retten. Einzig und allein galten Wirtschaftsinteressen: Man wollte die Wirtschaftskrafts Deutschlands in die Knie zwingen und niemals dulden (sh. Aussagen führender Politiker)<<

Ja gut.

Aber was hat Ihr britenfeindlicher Post jetzt mit dem Thema hier zu tun?

Meinen Sie, die Briten wollten jetzt Serbien wirtschaftlich in die Knie zwingen?

Ich bin ein wenig ratlos.

Im übrigen wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie es unterlassen würden, meinen Nick zu verstümmeln. Wenn Sie ihn nicht schreiben können, gibt es immer noch Copy and Paste.

@ 11:39 von Hackonya2

"Vucic wurde gewählt, also haben in einer Demokratie seine Gegner ihn bis zu den nächsten Wahlen zu ertragen" Absolut richtig. Aber Vucic hat in einer Demokratie auch zu ertragen, dass die 45% der Wähler (!) und der Rest der Bevölkerung, die ihn nicht gewählt haben, und auch die, die ihn gewählt haben, vielleicht bei der nächsten Wahl jemand anderes haben wollen. Und in einer Demokratie bedeutet das für diese das Recht, diesen Wunsch zu artikulieren und publik zu machen und dafür zu werben. Dazu gehört insbesondere auch der gleichrangige Zugriff auf die Medien. Die Regierung zu bilden heißt nicht, dass man den ganzen Staatsapparat einschließlich der Staatsmedien völlig für die eigene Wiederwahl einsetzen darf (wie dies in manchen Ländern Europas und in der Nähe so üblich ist), sondern dies muss schon allein mit Parteimitteln geschehen. Der Staatsapparat muss neutral bleiben. Aber das verstehen Sie vermutlich nicht ... In manchen Ländern gibt es halt andere "Traditionen".

@ fathaland slim

"Ich habe mal in einer belgischen Band, deren Mitglieder aus beiden Sprachräumen des Landes stammten, gespielt. Die Verkehrssprache in dieser Band war englisch."

Ups, nach meinen Erfahrungen mit Belgiern sind eigentlich das holländische und französische zumindest rudimentär bei Flamen und Wallonen vorhanden.
Aber davon ab (hoffe die Moderation gestattet mir diesen Zusatz): Habe mich jetzt mal mit Ihrer Musik auf YouTube eingehender beschäftigt. Saufett - Sie sind der schwärzeste unter den weißen Bluespianisten!! Ganz große Kunst aus der wohl auch ein Lebensgefühl spricht. Sauber!

@ teachers voice

Sie schrieben:
"Natürlich glaube ich das! Ansonsten würde ich ja zum „deutschen Volk“ gehören, wäre blond, blauäugig und hart wie Kruppstahl. Bin ich aber nicht - zumindest nicht hart wie Kruppstahl."
Ich habe doch auch nirgendwo behauptet, dass Sie zum deutschen Volk gehören?!

Nachdem ich nun alle Beiträge hier gelesen habe, …

… fällt mir auf, dass viel von "Charakter & Eigenheit eines Volkes" zu lesen war.

Davon, ob sich Völker unterscheiden lassen (wenn ja, wie und wodurch).
Woran man evtl. erkennen könnte, wer zu welchem Volk gehört.

Den Begriff "Nation" las ich nicht.

Ich halte diesen für stärker geeignet, um vorhandene Unterschiede und Eigenheiten von Gesellschaften zu charakterisieren, die sich ergeben, wenn sich Menschen in Staaten zusammenschließen.

Ecuador ist die Nation, die ich aus eigenem Erleben kenne, in der ich die meisten sehr verschiedenen Volksgruppen erlebte, die "den Nationalcharakter" des Landes formen. Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, in welchen sooo unterschiedlich Naturräumen die Menschen dieses kleinen Landes leben.

Japan ist die Nation, die mir am stärksten uniform erschien. Mir nach 6 Monaten aber schon deutlich weniger einheitlich vorkam.

Diese beiden Nationen haben sehr unterschiedliche Charaktere. Die aber nicht "vom Volk" geprägt sind. Viel eher doch "vom System" …

@ wenigfahrer

"Nun wir müssen da nicht aus unserem Land raus, da gibt es so einen Volksstamm der sich Sorben nennt ;-)."

Wo Sie recht haben haben Sie Recht - Sachsen ich weiß...

14:03, Sisyphos3

>>11:01 von frosthorn
wie man das erkennt

wie läuft denn das in einer Familie ab
wer bestimmt denn da wo´s lang geht
der Patriarch, oder fragt man da gelegentlich seine Frau und evt. die Kinder ?
denke wenn in einer Familie nur einer bestimmt, wie sollen dann "demokratische" Strukturen in einem Staat entstehen können<<

Gerade in patriarchalisch organisierten Familien haben die Mütter ungeheuer viel zu sagen. Ohne deren Zustimmung läuft gar nichts. Der Begriff "Pantoffelheld" stammt aus einer Zeit, in der das Patriarchat in Deutschland völlig unangefochten war. Diese Zeit ist gar nicht lange her.

Rund 20.000 Serben demonstrieren gegen Präsident Vucic...

Und das ist verständlich.Guckt man sich die Innen-und Wirtschaftspolitik an.Sie ist neoliberal.Stichwort "Belgrad am Wasser".Mit dem Projekt werden Bürger verdrängt und die Interessen von Spekulanten und Bauwirtschaft bedient.
In der Außenpolitik kommt bei ihm etwas Realismus auf:Er zeigte sich enttäuscht bezüglich der Haltung der EU und der Nato zur Aufstellung einer Kosovoarmee.Und gegenüber der Verhängung von Zöllen für Güter aus Serbien in das Kosovo von 100 Prozent.

um 13:31 von dermulla

>>
"Vielvölkerstaaten sind nicht ganz so einfach wie Sie es sich machen."

Was man zuweilen ja auch in der Bundesrepublik Deutschland sehen kann. Zur Erinnerung, Deutschland als Staat gibt es erst seit 1870 und wurde aus vielen Völkern/Staaten gebildet.
<<

Es ist ja noch viel komplizierter ... gehört man, wenn man in ein anderes Land auswandert noch zum alten Volk ? Oder zum neuen Volk ? oder ist man volklos ? Und gilt das auch für Nachkommen ? Gehört Trump in Wahrheit zum deutschen Volk ?

15:21, Tretschko

Sie machen mich verlegen. Trotzdem danke für das Kompliment!

Guten Rutsch!

CR

15:25, Spirit of 1492

>>@ teachers voice
Sie schrieben:
"Natürlich glaube ich das! Ansonsten würde ich ja zum „deutschen Volk“ gehören, wäre blond, blauäugig und hart wie Kruppstahl. Bin ich aber nicht - zumindest nicht hart wie Kruppstahl."
Ich habe doch auch nirgendwo behauptet, dass Sie zum deutschen Volk gehören?!<<

Was qualifiziert einen Menschen denn Ihrer Ansicht nach dazu, zum deutschen Volk zu gehören?

@ Klärungsbedarf 15.38h - gute Frage

........Es ist ja noch viel komplizierter ... gehört man, wenn man in ein anderes Land auswandert noch zum alten Volk ?...........

Noch komplizierter wird es, wenn man sich die Frage stellt, welchem Volk ein Mensch angehört, der einen Engländer und eine Mongolin als Eltern hat. Und wie siehts mit dessen Kindern aus?

Ich habe übrigens in meinem ganzen langen Leben noch nie den Begriff Volk verwendet. Höchstens bei Ameisen oder Bienen .

15:38, Klärungsbedarf

>>Es ist ja noch viel komplizierter ... gehört man, wenn man in ein anderes Land auswandert noch zum alten Volk ? Oder zum neuen Volk ? oder ist man volklos ? Und gilt das auch für Nachkommen ? Gehört Trump in Wahrheit zum deutschen Volk ?<<

Nun verwirren Sie die armen Nationalisten nicht so. Die haben es doch schon schwer genug.

13:52 von wenigfahrer

«Und ich dachte bis jetzt auch immer das Deutsche und Franzosen oder Italiener und so weiter. Menschen Ihres Staates sind, und jeder eben andere Wurzeln und Lebensweisen hat, also grob gesagt eine Heimat wo sie/er geboren wurden.
Und sich auch einer anderen Sprache bedienen.»

Einen Ort, an dem er geboren wurde, hat jeder Mensch. Wenn man davon ausgeht, dass die allermeisten Menschen ihr weiteres Leben in der Nation verbringen, in der sie geboren wurden, dann spielt Sprache natürlich schon eine wichtige Rolle.

Sprache ist nicht nur Mittel der Kommunikation, sondern auch Ausdruck von Denkweisen, die hinter "allgemeinem Sprachverständnis" stehen.
In verschiedenen Sprachen verschieden geformt.

Auch das trägt zu den unterschiedlichen Charakteren bei, die Nationen in verschiedenen Sprachräumen aufweisen.

Der Vergleich der beiden weit verbreiteten Sprachen ENG / ESP miteinander, und zum DEU macht das deutlich.

"Sprachexoten" wie JAP erklären dann recht viel "vom Nationalcharakter" …

@ fathaland slim 15.42h - "deutsche Qualifikation"

.............Was qualifiziert einen Menschen denn Ihrer Ansicht nach dazu, zum deutschen Volk zu gehören?.............

Wenn Sie diese Frage 10 Deutschen und Nicht-Deutschen stellen, dann bekommen Sie wohl 11 verschiedene Antworten.

ICH gehöre - zumindest rein äusserlich - zum deutschen Volk. Ich habe sogar seit 200 Jahren einen deutschen Pass. MUSS ich mich dann zum deutschen Volk zählen?? Der Islam gehört ja angeblich zu Deutschland. "Gehöre" ich konsequenterweise somit auch zum deutschen Volk? Rein gefühlsmässig kann ich das so nicht bestätigen.... Das zählt ja wohl nicht. Aber was zählt dann? Die Gene..... Das wirds wohl sein.

15:42 von fathaland slim @ 15:25, Spirit of 1492

Sie machen es sich wieder leicht, eine Fangfrage zu stellen. Man muss und darf aber irgendwo Grenzen bei der Volkszugehörigkeit ziehen ...

Wikipedia, Volk:
Der Begriff Volk bezeichnet Gruppen von Menschen, die aufgrund bestimmter kultureller Gemeinsamkeiten und enger Beziehungen sowie zahlreicher Verwandtschaftsgruppen miteinander verbunden sind.

@ DerGolem

"Ich habe übrigens in meinem ganzen langen Leben noch nie den Begriff Volk verwendet. Höchstens bei Ameisen oder Bienen ."

Das ehrt Sie!

Erstaunlicherweise verhalten sich Mitbürger die ständig vom Volke fabulieren ähnlich wie die von Ihnen genannten staatenbildenden Insekten.

Ich seh da ohne große Anstrengung Parallelen.

Rutschen Sie gut, ein feiner Kommentar von Ihnen!

@ Phonomatic 16.02h - das funktioniert so nicht

................Der Begriff Volk bezeichnet Gruppen von Menschen, die aufgrund bestimmter kultureller Gemeinsamkeiten und enger Beziehungen sowie zahlreicher Verwandtschaftsgruppen miteinander verbunden sind...................

Ich denke, ein Ostfriese und ein Franke haben weniger Gemeinsamkeiten und Beziehungen wie ein Südbadener und ein Nordschweizer. Die Wikipedia-Definition ist ziemlich unbrauchbar - zumindest wenn man sie so in den Raum stellt. Für die AfD ist sie aber sicher eine tolle Sache.

15:58, DerGolem

>> "Gehöre" ich konsequenterweise somit auch zum deutschen Volk? Rein gefühlsmässig kann ich das so nicht bestätigen.... Das zählt ja wohl nicht. Aber was zählt dann? Die Gene..... Das wirds wohl sein.<<

Mit den Genen kommen Sie beim Bestimmen der Volkszugehörigkeit auch nicht weiter. Ebensowenig wie mit Schädelmessungen und ähnlichem.

Es handelt sich IMHO um einen esoterischen Begriff. Von großer, grausamer Beliebigkeit. Selbst wenn Sie sich zugehörig fühlen wollten, könnte es sein, daß Ihnen dies von denjenigen, die die Deutungshoheit beanspruchen, versagt würde.

Den Mitgliedern des Verbandes der nationaldeutschen Juden hat es jedenfalls nichts genützt, daß sie sich so sahen.

14:15 von fathaland slim

Mein Beitrag beschäftigte sich im Grunde nicht mit etwaigen Nationalchrackteren ...

16:02, Phonomatic

>>15:42 von fathaland slim @ 15:25, Spirit of 1492
Sie machen es sich wieder leicht, eine Fangfrage zu stellen. Man muss und darf aber irgendwo Grenzen bei der Volkszugehörigkeit ziehen ...

Wikipedia, Volk:
Der Begriff Volk bezeichnet Gruppen von Menschen, die aufgrund bestimmter kultureller Gemeinsamkeiten und enger Beziehungen sowie zahlreicher Verwandtschaftsgruppen miteinander verbunden sind.<<

Tja.

Da stehe ich jetzt, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor.

Ich, mit meinen französischen und polnischen Verwandten...

Irgendwie muss man diesen künstlichen Begriff mit Leben füllen, das verstehe ich schon. Aber trotzdem...

@ fathaland slim um 15:42

Sie fragten:
"Was qualifiziert einen Menschen denn Ihrer Ansicht nach dazu, zum deutschen Volk zu gehören?"
Das ist eigentlich recht einfach zu beantworten: Abstammung und Wille zur Zugehörigkeit und der Wille, den speziellen Geist des deutschen Volkes, die wie ich es nenne "Deutsche Seele", zu leben und zeitgeschichtlich auch über das eigene Leben hinaus zu erhalten.

@ fathaland slim um 15:42

Sie fragten:
"Was qualifiziert einen Menschen denn Ihrer Ansicht nach dazu, zum deutschen Volk zu gehören?"
Das ist eigentlich recht einfach zu beantworten: Abstammung und Wille zur Zugehörigkeit und der Wille, den speziellen Geist des deutschen Volkes, die wie ich es nenne "Deutsche Seele", zu leben und zeitgeschichtlich auch über das eigene Leben hinaus zu erhalten.

15:51, schabernack

>>Sprache ist nicht nur Mittel der Kommunikation, sondern auch Ausdruck von Denkweisen, die hinter "allgemeinem Sprachverständnis" stehen.
In verschiedenen Sprachen verschieden geformt.

Auch das trägt zu den unterschiedlichen Charakteren bei, die Nationen in verschiedenen Sprachräumen aufweisen.

Der Vergleich der beiden weit verbreiteten Sprachen ENG / ESP miteinander, und zum DEU macht das deutlich.

"Sprachexoten" wie JAP erklären dann recht viel "vom Nationalcharakter" …<<

Aber wenn man dann beispielsweise Literatur der einzelnen Sprachräume übersetzt, dann schnurren die Unterschiede doch ziemlich zusammen, und unterschiedliche Denkweisen erkenne ich dann kaum.

Aber ich bin einfach national komplett unmusikalisch. Vielleicht können andere Menschen an einem ins Deutsche übersetzten Text erkennen, in welcher Sprache er ursprünglich geschrieben wurde. Ich kann das nicht.

@ 15:58 von DerGolem

"ICH gehöre - zumindest rein äusserlich - zum deutschen Volk. Ich habe sogar seit 200 Jahren einen deutschen Pass."
.
Echt? Da haben Sie sich aber gut gehalten....
Oder Highlander?
.
" MUSS ich mich dann zum deutschen Volk zählen??"
.
Wenn Sie den deutschen Pass nur wegen der Annehmlichkeiten angenommen haben, dann sicherlich nicht.
.
" Der Islam gehört ja angeblich zu Deutschland."
.
Eine immer wieder vorgetragene Lüge. Selbstverständlich gibt es hier muslimische Mitbürger, egal ob konvertierte Deutsche oder aus muslimischen Ländern. Und es gehört zu den Grundrechten seinen Glauben ausüben zu dürfen. Ich erkenne aber keinen Einfluß des Islam auf die deutsche Geschichte, oder das der Islam irgendwie prägend gewesen wäre. Oder ist der Buddhismus Teil der Kultur?
.
""Gehöre" ich konsequenterweise somit auch zum deutschen Volk? Rein gefühlsmässig kann ich das so nicht bestätigen...."
.
Das geben Sie doch Ihren Pass ab? Was wollen Sie sonst mit ihm, außer Vorteile?

16:22, Spirit of 1492

>>@ fathaland slim um 15:42
Sie fragten:
"Was qualifiziert einen Menschen denn Ihrer Ansicht nach dazu, zum deutschen Volk zu gehören?"
Das ist eigentlich recht einfach zu beantworten: Abstammung und Wille zur Zugehörigkeit und der Wille, den speziellen Geist des deutschen Volkes, die wie ich es nenne "Deutsche Seele", zu leben und zeitgeschichtlich auch über das eigene Leben hinaus zu erhalten.<<

Der Wille, den Geist des deutschen Volkes, die deutsche Seele, zu leben und über das eigene Leben hinaus zu erhalten?

Das ist Esoterik und sonst nichts. Und zwar der harten Art. Die Todesopfer, die eine solche Esoterik schon gefordert hat, sind nicht zu zählen.

16:17 von fathaland slim

Ist es nicht eher so, dass ein uralter Begriff, der hinreichend definiert und sinnbesetzt ist, von Ihnen aus politischer Motivation heraus wegdiskutiert werden soll?

16:02 von Phonomatic

«Was qualifiziert einen Menschen denn Ihrer Ansicht nach dazu, zum deutschen Volk zu gehören?»

«Sie machen es sich wieder leicht, eine Fangfrage zu stellen. Man muss und darf aber irgendwo Grenzen bei der Volkszugehörigkeit ziehen ...»

Das ist ja nun bei weitem keine "Fangfrage". Aber sie mag verdeutlichen, wie unsinnig es ist, den Begriff "Volk" zu verwenden, wenn von Staaten und Nationen die Rede ist.

Einst hatte ich viele japanische Arbeitskollegen hier in DEU. Einer von ihnen war "gnadenlos gewillt", nicht wieder nach JAP zurück zu gehen, sondern in DEU zu bleiben, und seine 3 Kinder hier aufwachsen zu lassen.

"Ein JAP ganz nach dem Klischee". Einer der stämmigen, fast mongolisch aussehenden, dauerhaft grinsenden, ständig scherzenden, kleinkindlich neugierigen.

"Der wird nie zum deutschen Volk gehören, so wie der aussieht".
Aber er wollte und will zur dt. Nation gehören, im dt. Staat leben, "hier zum Gemeinwohl beitragen".

Das ist es, was zählt. Nicht das Völkische …

@ Spirit of 1492 16.22h - das hört sich nach Rudolf Steiner an

...........Abstammung und Wille zur Zugehörigkeit und der Wille, den speziellen Geist des deutschen Volkes, die wie ich es nenne "Deutsche Seele", zu leben und zeitgeschichtlich auch über das eigene Leben hinaus zu erhalten.......

Au weia. Das hört sich mehr völkisch als volkszugehörig an. Könnte auch von Rudolf Steiner & Co. sein.

16:10 von DerGolem

Ich denke, ein Ostfriese und ein Franke haben weniger Gemeinsamkeiten und Beziehungen wie ein Südbadener und ein Nordschweizer.

Das mag mitunter mal so sein. In der Definition steht übrigens kein Wort über Nationen.

@ Neutrale Welt 16.28h - unter der Gürtellinie

Ich finde Ihren "Beitrag" unterhalb der Gürtellinie anzusiedeln. Da bin ich aber sicher nicht der einzige.

Die deutsche Seele... die serbische Seele...

Spirit of 1492

>>@ fathaland slim um 15:42
Sie fragten:
"Was qualifiziert einen Menschen denn Ihrer Ansicht nach dazu, zum deutschen Volk zu gehören?"
Das ist eigentlich recht einfach zu beantworten: Abstammung und Wille zur Zugehörigkeit und der Wille, den speziellen Geist des deutschen Volkes, die wie ich es nenne "Deutsche Seele", zu leben und zeitgeschichtlich auch über das eigene Leben hinaus zu erhalten.<<

Zwei Nachfragen:
a.
Wo kann man nachschlagen, was das Wesen der "deutschen Seele" ist?
b.
Ist die "deutsche Seele" vererbbar wie Haarfarbe etc.?

16:39, Phonomatic

>>16:17 von fathaland slim
Ist es nicht eher so, dass ein uralter Begriff, der hinreichend definiert und sinnbesetzt ist, von Ihnen aus politischer Motivation heraus wegdiskutiert werden soll?<<

Welche politischen Gründe sollte ich haben?

Es handelt sich gewiss um einen alten Begriff, der aber nicht eindeutig zu definieren ist, über die Geschichte hinweg zahlreiche Bedeutungswandel erfahren hat und auch heute von den verschiedensten Menschen mit unterschiedlichster Bedeutung benützt wird.

Ich halte ihn deswegen für unbrauchbar.

re Phonomatic: Zugehörigkeit?!

„Man muss und darf aber irgendwo Grenzen bei der Volkszugehörigkeit ziehen ...“

Nein, muss man nicht und man darf es nicht. Weil „man“ dann Andere aus einem „Volk“ ausschließen würde. Und genau dies darf nie wieder geschehen und genau deshalb geht es hier nicht um das serbische „Volk“, sondern um die serbische Gesellschaft. Und zu der gehören alle Menschen, die in Serbien leben.

Und Sie und ich gehören - sofern Sie in D leben - zur deutschen Gesellschaft. Sie können sich auch gerne dem „deutschen Volk“ verbunden fühlen. Kein Problem. Nur darf man Sie nicht bestimmen lassen, wer sonst noch dazu gehört. Und vor allem nicht, wer nicht dazu gehört.

Und genau das läuft zur Zeit nicht nur in Serbien ab und hier wie dort wehren sich viele Menschen gegen solche nationalistische Vereinnahmung und Bevormundung.

um 16:22 von Spirit of 1492

>>
Das ist eigentlich recht einfach zu beantworten: Abstammung und Wille zur Zugehörigkeit und der Wille, den speziellen Geist des deutschen Volkes, die wie ich es nenne "Deutsche Seele", zu leben und zeitgeschichtlich auch über das eigene Leben hinaus zu erhalten.
<<
Ich erzähle Ihnen mal etwas über Deutschland: Im Norden gibt es Südschleswig - nach Ihren Begriffen Menschen aus dem Volk der Dänen. Im Süden grenzt Bayern an Tirol, das früher einmal zu Bayern gehört hat (u.a.). Im Osten leben die Sorben - da gibt es Straßenschilder in 2 Sprachen. Im Südwesten liegt das Saarland, das mal deutsch, mal französisch, mal eigenständig war. Im Nordosten ist überall der slawische Einfluss spürbar bis hin zu den Ortsnamen.
Und da kommen Sie mit einer "deutschen Seele" ? Und die über das eigene Leben hinaus erhalten ? 1000 Jahre ?

um 15:58 von DerGolem

"Ich habe sogar seit 200 Jahren einen deutschen Pass."

Für Ihr Alter anscheinend äußerst rüstig. Aber vor 200 Jahren gab es doch noch keinen deutschen Staat....

16:28, NeutraleWelt @ 15:58 von DerGolem

>>Das geben Sie doch Ihren Pass ab? Was wollen Sie sonst mit ihm, außer Vorteile?<<

Sie meinen, solch vaterlandslose Gesellen wie unsereins sollten konsequenterweise die freiwillige Staatenlosigkeit wählen?

16:42 von schabernack

Sie brauchen mit mir keine Migrationsdiskussion führen. Eine Anerkennung des Begriffs Volk stört die Migration auch nicht, sondern ist mitunter wichtig. Wer hierher kommt möchte nämlich lieber klare Antworten auf die Frage, was Deutsch ist und wie er/sie sich in die Gesellschaft einfügen kann.

16:27 von fathaland slim

«Aber ich bin einfach national komplett unmusikalisch. Vielleicht können andere Menschen an einem ins Deutsche übersetzten Text erkennen, in welcher Sprache er ursprünglich geschrieben wurde. Ich kann das nicht.»

Das kann niemand.

Die unterschiedlichen Denkweisen und Einstellungen, die hinter Sprachen stehen, gehen verloren, wenn sie in andere Sprachen übersetzt werden.

Gehen immer verloren, weil die Übersetzung sich ja auf das Sprach-, Ausdrucks-, und Wahrnehmungsverständnis der Zielsprache einlassen muss.

Übersetzte man den einfachen Satz:

«Ich weiß, wo du wohnst.»

wörtlich aus dem JAP, würde er lauten:

«Ich bin der, der gegenwärtig wissend existiert, wo du gerade wohnend daher gehst.»

Die "Ehefrau" ist (in einem der mögl. Ausdrücke, aufgedröselt nach den Zeichen darin): "die Frau, die drinnen im Haus bleibt".

Die Prostituierte ist "die Frau, die ihren Frühling verkauft".

"Extremsprache", die aber "zum Charakter der Nation" viel beiträgt …

um 16:39 von Phonomatic

>>
Ist es nicht eher so, dass ein uralter Begriff, der hinreichend definiert und sinnbesetzt ist, von Ihnen aus politischer Motivation heraus wegdiskutiert werden soll?
<<

Tatsächlich ein uralter Begriff. Aus einer Zeit, wo er noch der Sippschaft entsprach. Die Völker der damaligen Zeit sind nicht alle vernichtet, sondern irgendwann in größeren Einheiten aufgegangen, die nicht mehr in erster Linie durch Verwandtschaftsverhältnisse gekennzeichnet waren, sondern durch eine gemeinsame Ordnung. Wir leben nicht mehr in der Zeit von Kimbern, Teutonen, Angeln, Goten, Vandalen oder Franken.

16:22 von Spirit of 1492

"Das ist eigentlich recht einfach zu beantworten: Abstammung und Wille zur Zugehörigkeit und der Wille, den speziellen Geist des deutschen Volkes, die wie ich es nenne "Deutsche Seele", zu leben und zeitgeschichtlich auch über das eigene Leben hinaus zu erhalten."

Von Demonstrationen in Serbien zu Ihrer Aussage deutscher Abstammung. Aber Hallo.
Ist Spirit of 1492 ein geistiges Getränk?

@16:22 von Spirit of 1492: ich es nenne "Deutsche Seele"

"Das ist eigentlich recht einfach zu beantworten: Abstammung und Wille zur Zugehörigkeit und der Wille, den speziellen Geist des deutschen Volkes, die wie ich es nenne "Deutsche Seele", zu leben und zeitgeschichtlich auch über das eigene Leben hinaus zu erhalten."

Ich schlage vor, dass Sie eine kleine Rundreise durch Deutschland machen und jemanden aus Flensburg, aus Greifswald, aus Chemnitz, aus Passau, aus Konstanz, aus Karlsruhe, aus Düsseldorf und aus Wilhelmshafen fragen, wie sie den Begriff "Deutsche Seele" definieren würden, bzw. wie sie im Sinne des Geistes des Deutschen Volkes ihr Leben gestalten.

Könnte spannend werden, am Ende Gemeinsamkeiten zu finden.

Man macht immer

neue Erfahrungen, nähme man das Forum als Querschnitt der Bürger im Land, dann würden sich viel Fragen aufwerfen.
Alle Leben hier nehme ich an, bis auf Ausnahmen die vom Ausland aus schreiben.
Aber keiner will mehr dazugehören ;-).
Also stelle ich mir gerade die Frage, wo ich noch sichtbar was auf dem Kopf hatte, da war das ganz hell.
Die Augenfarbe ist geblieben, und wo die Wurzeln sind, das gehört heute nicht mehr zur Bundesrepublik.
Muss ich jetzt zum Amt gehen und meine Zugehörigkeit ändern lassen ?.

Wenn man das so liest, wird man wirklich immer unsicherer wer man eigentlich ist.

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