Ihre Meinung zu: Hoffnung für Syrien: Verfassungsausschuss soll tagen

18. Dezember 2018 - 17:55 Uhr

Nach fast acht Jahren Bürgerkrieg in Syrien gibt es Hoffnung auf einen Friedensprozess. Anfang 2019 soll eine verfassunggebende Versammlung zusammenkommen. Die Rolle der syrischen Kurden steht aber noch nicht fest.

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Kommentare

Wie kommt Assad dazu, das

Wie kommt Assad dazu, das anzuerkennen? Wenn sowas schule macht, könnnen sich alle Regierungen und Länder ohne Bündnispartner als genäht betrachten. Die komplette dritte Welt wird vogelfrei. Denn als blockfreie sind sie jedem block im weg.

Assad, der gewählte Präsident, hatte schon eine Verfassungsref.

...orm durchgesetzt.
Demzufolge waren bei der letzten Wahl mehrere Parteien zugelassen.
Hoffentlich gibt es jetzt einen Kompromiss, der den Wiederaufbau ermöglicht.

Wer wird die Kurden schützen?

Die Kurden drohen wieder einmal im strategischen Machtpoker geopfert zu werden. Erdogan wartet nur noch, bis sie den IS aufgerieben haben. Davon sind sie so weit geschwächt, dass er dann nach Syrien einfallen kann, ohne großen Widerstand zu befürchten. Die USA werden dann keinen Grund mehr haben, die YPG zu schützen, weil der Grund für ihre Unterstützung der YPG - die Zerschlagung des IS - weggefallen ist. Putin und Assad werden wohlwollend zusehen und dann das Schicksal der syrischen Kurden mit Erdogan unter sich ausmachen.

Das syrische Terror-Regime und der Kreml

sind sich da mit Trump und seinem Kurs gegenüber Saudi-Arabien sehr ähnlich.

Einer fehlt

Im Bericht fehlt ein wesentlicher Player in Syrien, ohne den jedwede Friedensbemühung zum Scheitern verurteilt ist. Die VSA verfolgen ganz eigene Interessen in Syrien und die Beendigung des Konfliktes mit Assad als Präsident gehört sicher nicht dazu. Ich begrüße jeden Schritt zu einem Schritt hin zur "Normalität" und es wäre dem geschundenen Volk zu wünschen, dass endlich Frieden einkehrt - allein die Tatsache, dass die VSA trotz "America First" nach wie vor diesen extrem teuren Einsatz auf Kosten der VS-amerikanischen Steuerzahler (natürlich) weiterführt - lässt mich nichts gutes erahnen.

Die Mitglieder des IS

sollten vor den internationalen Gerichtshof in Den Haag und wegen Voelkermord angeklagt werden.

Die Rueckfuehrung deutscher IS Menschenquaeler nach Deutschland lehne ich ab. Fuer diese Verbrecher sollte Deutschland keine Verantwortung uebernehmen.

Ich befürchte wie Weltmeister

Das die Kurden aufgeopfert werden sollen. Sie sind die einzige Volksgruppe, die in allen angrenzenden Länder zu Syrien Feinde habe. Türkei zählt zwar zu dem ärgsten Feind eines Kurdistan, aber auch Iran und zum Teil der Irak hegen feindliche Absichten, sind in ihren Grenzgebieten die Kurdische Bevölkerung selbst doch zahlenmäßig stark vertreten. Man fürchtet überall Aufstände und vorallem den Landverlust.

Kurdistan wäre aber ein stabilisierender Faktor. Die Kurden sind weniger religiös als das sie nationalistisch (geworden) sind. Sie sehen in Israel keinen Feind, auch wenn sie mit dem Schicksal der Palästinenser nachfühlen.

Und viel wichtiger als all das, wäre der Fakt, dass die Kurden sowohl Sunniten als auch Schiiten sind. Ein Zusammenführen innerhalb eines Landes könnte die Islamische Welt wahrlich revolutionieren und den islamischen Religionsfrieden stiften, wovon auch der Rest der Welt profitieren würde. Wenn die Kurden sich einigen können, dann ist der Nahe Osten befriedet.

@19:23 von Jayray

" Wenn die Kurden sich einigen können, dann ist der Nahe Osten befriedet." Ja genau, wenn. Die Kurden haben sich in den letzten Jahrhunderten nicht einigen können, sonst hätten sie längst einen eigenen Staat gegründet. Andere Völker im Nahen Osten haben es doch auch getan.

@weltmeister - Kurden

"Die Kurden drohen wieder einmal im strategischen Machtpoker geopfert zu werden."

Und der angekündigte türkische Angriff bedroht den möglichen Sieg über die letzte IS-Bastion Hajin.

Das sind schlechte Nachrichten für diejenigen, die noch immer unter der IS-Herrschaft leiden. Dass die Befreier nun selbst unter Beschuss geraten, ist für viele hier unbegreiflich.

Die Kurden haben sich aus dem Bürgerkriegsgemetzel heraus gehalten. Sie strebten von Anfang an im Bündnis mit anderen Parteien eine politische Lösung in Syrien an. Ihre Hauptforderungen sind eine föderale Demokratie und laut Programm der Partei der Demokratischen Union PYD unter anderem die Achtung der Menschenrechte, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Freilassung politischer Gefangener, Meinungsfreiheit und die Abschaffung der Todesstrafe.

Langsam aber sicher geht es vorwärts, ...........

............auch wenn es einigen nicht gefällt, das sie dabei nicht zu sagen haben.

Und die Kurden haben ein Problem!

Sie werden sich entscheiden müssen: Entweder zu Syrien gehören, oder sich von anderen aufhetzen und mißbrauchen lassen.

Und die Terroristen in Idlib werden Syrien verlassen müssen, egal ob zu Fuß, oder ob sie getragen werden.

Langsam aber sicher geht es vorwärts!

@19:23 von Jayray

"Ich befürchte wie Weltmeister, dass die Kurden aufgeopfert werden sollen."
Da stimme ich Ihnen zu.

Sie schreiben weiter "Kurdistan wäre aber ein stabilisierender Faktor."

Die Ziele der Kurden könnten tatsächlich ein stabilisierender Faktor sein.
Sie haben aber schon lange nicht mehr die Schaffung eines kurdischen Staats zum Ziel, sondern einen demokratischen Föderalismus mit einer noch weitergehenden Selbständigkeit, wenn man mit Deutschland vergleicht. Im Nordosten Syriens versuchen sie dies schon seit einiger Zeit mit gewählten Verwaltungsorganen, in denen die verschiedenen Ethnien vertreten sind.

Syrien war schon tolerant in religiöser Hinsicht.

@19:05 von Frankfurter Helden
Vgl. Uni Heidelberg von 2009: „In keinem anderen Land dieser Region leben so viele verschiedene Völker mit unterschiedlichen Religionen und Sprachen wie in Syrien“ auf friedliche Weise zusammen.

Die in Syrien lebende amerikanische Ärztin Lilly Martin Sahiouni bestätigte: "Ich hatte in Syrien niemals religiöse Konflikte erlebt. Dank des säkularen Charakters der syrischen Regierung hatte jedermann vor dem Gesetz die gleichen Rechte, und untereinander verhielten sich die Syrer aller Glaubensrichtungen freundlich, ja herzlich."

Ich hoffe, dass dieses Ergebnis noch einmal erreicht wird.

unnötig gewesen

So viel Krieg und Flüchtlinge wären vollkommen vermeidbar gewesen, wenn der Westen 2012/13 den Friedensangebot aus Russland für Syrien angenommen hätten.

In Syrien ging es NIE um Demokratie oder den menschen dort, sondern der Westen vermutete ein schnellen Sieg über Assad und dem Iran.

Frage: Ist es nicht seltsam, ...

dass die Außenminister Russlands, des Iran und der Türkei verkünden, wie es in Syrien weitergehen soll?

interessant wäre doch

Frage: Ist es nicht seltsam, ...
dass die Außenminister Russlands, des Iran und der Türkei verkünden, wie es in Syrien weitergehen soll?

Finde es eher seltsamer, dass bisher hat nur USA gesagt wie es weitergehen soll. Ich erinnere mich da an: "Assad muss weg". So ging nämlich die Geschichte los.

Zweifrontenkrieg droht

steht im paralellen Artikel.
Die Türkei will für den IS gegen das des SDF-Bündnis eingreifen.
Das ist schon etwas komisch.

/// Am 18. Dezember 2018 um

///
Am 18. Dezember 2018 um 20:07 von VfG
Frage: Ist es nicht seltsam, ...

dass die Außenminister Russlands, des Iran und der Türkei verkünden, wie es in Syrien weitergehen soll?///
.
Ob seltsam oder nicht; wenn 3 Vertreter von autokratischen Regimen mitbestimmen, wird sicher keine Demokratie dabei herauskommen.

@20:11 von Toni81

Dass die USA versucht, Wiedersprüche in anderen Ländern auszunutzen, um ihre Einflussgebiete auszuweiten, ist bekannt. Weniger bekannt schein zu sein, dass Erdogan zunächst auch das Ziel hatte "Assad muss weg"; inzwischen musste er dies wohl aufgeben.
Der türkische Staat hat zeitweise auf den IS gesetzt, aber mit dem IS ist es bald vorbei. In Idlib benutzt die Türkei al-Nusra, sie benutzt uighurische und tschetschenische Dschihadisten, die sie in die Region gebracht hat.
Inzwischen ist aber Erdogans Hauptanliegen, die Fortschritte der Kurden bei der Schaffung einer demokatischen Selbsverwaltung der Volksgruppen im Nordosten Syriens zu zerstören.

20:11 von Toni81

Die "Geschichte ging los", als einige Jugendliche in der Provinz Daraa regimefeindliche Parolen an eine Wand gesprüht hatten und dafür vom Geheimdienst massiv gefoltert wurden. Dass "Assad muss weg!" zu diesen Parolen gehörte, ist nicht ganz unwahrscheinlich.

@20:07 von VfG - "Frage: Ist es nicht seltsam, ...

dass die Außenminister Russlands, des Iran und der Türkei verkünden, wie es in Syrien weitergehen soll?"

Wenn ALLE ausländischen Kräfte sich aus dem sich 2011 anbahnenden Konflikt in Syrien heraus gehalten hätten, wäre es sicher auch nicht friedlich in Syrien abgelaufen, aber ein Gemetzel und Zerstörung dieses Ausmaßes hätte es nie gegeben.

@20:29 von Werner40

"Ob seltsam oder nicht; wenn 3 Vertreter von autokratischen Regimen mitbestimmen, wird sicher keine Demokratie dabei herauskommen."

So sehe ich das auch.

"Die Türkei wiederum unterstützt die Opposition"

So steht es im Artikel. Wirklich die (!) Opposition?

Die Frage ist, welchen Teil der Opposition die Türkei unterstützt.

Es werden wohl islamistische Gruppierungen sein und sicher keine Gruppierungen, welche Demokratie zum Ziel haben.
Politisch in Oppposition zu Assad stehen übrigens auch die Kurden, die ganz sicher nicht von Erdogan unterstützt werden.

Am 18. Dezember 2018 um 20:46

Am 18. Dezember 2018 um 20:46 von VfG
@20:29 von Werner40

"Ob seltsam oder nicht; wenn 3 Vertreter von autokratischen Regimen mitbestimmen, wird sicher keine Demokratie dabei herauskommen."

So sehe ich das auch.

Naja, da wo die demokatischen USA mitbestimmten, kamen auch recht wenige Demokratien raus. Ich nenne mal den Irak, Libyen, Afghanistan und Vietnam als Beispiele.
Geben sie den anderen doch mal eine Chance. Und Frieden braucht Syrien ganz sicher dringend.

YPG

Ich möchte nur daran erinnern das die USA auch seiner Zeit Osama bin L. unterstützt hat.....

19:05 von Frankfurter Helden

Das syrische Terror-Regime
.
wie sehe ein mögliche Alternative aus ?
ich denke da können sie dann wirklich von Terror sprechen

In Syrien ist keine Demokratie geplant

In Syrien kommt Bewegung in den politischen Prozess. Anfang nächsten Jahres soll in Genf erstmals der Verfassungsausschuss tagen, teilten die Außenminister Russlands, des Iran und der Türkei ...

Was kann dabei herauskommen? Keines der drei Länder ist eine Demokratie. Wie wird dann Syrien? Bleibt es eine Militärdiktatur mit demokratischem Touch?

@Inge N.

Oh welch Zufall: Wieder Nachricht über die Türkei, wieder haben Sie nur dann Zeit.
Warum kommen nur täglich in den türk. Medien Syrer, welche beklagen, das die PYD/YPG denen alles weggenommen hat und die nun mit dem türk. Militär bereit sind sich Ihr Eigentum zurück zu holen? Es muss der Zustand vor der IS hergestellt werden, sonst garnichts.

Starke ethnisch politische Unterdrückung

@ krittkritt:
Syrien war schon tolerant in religiöser Hinsicht.

Tolerant? Assad unterdrückt bis heute die Sunniten systematisch. Sein Geheimdienst ist der umfassendste und brutalste in der arabischen Welt.

Wenn die Syrer frei wählen dürften, wäre der nächste Präsident ein Angehöriger der sunnitischen Mehrheit und mit Sicherheit kein Alawit wie Assad.

@Toni81 - Stellvertreterkrieg

20:11 von Toni81:
"Ist es nicht seltsam, dass die Außenminister Russlands, des Iran und der Türkei verkünden, wie es in Syrien weitergehen soll?"

Das ist es nur für Menschen, die diesen Konflikt noch immer für einen Bürgerkrieg halten. Ansonsten ist die Einigung der oben genannte Gruppe ein besserer Garant für den Frieden als es die USA und deren Hilfsarmeen je sein könnten. Denn diese drei Länder sind auf ein stabiles Syrien angewiesen.

Am Ende bleibt allerdings die Frage, ob die USA den Frieden überhaupt zulassen. Schließlich wird ja die Bekämpfung des IS vorgeschoben, um die zahlreichen, auf syrischem Staatsgebiet errichteten Militärbasen zu rechtfertigen.

@collie4711

Die Türkei ist halt nicht dumm: Abwarten bis sich einer der beiden Feinde sich überlegen zeigt, dann den Rest des Drecks entfernen. Sowohl SDF als auch IS sind Feinde der Türkei, auch wenn Sie das andern darstellen wollen oder glauben. Die FSA agiert/operiert zusammen mit der Türkei.

@21:16 von Beobachter0815

@VfG: "Naja, da wo die demokatischen USA mitbestimmten, kamen auch recht wenige Demokratien raus."

Ich glaube nicht, dass VfG das behaupten wollte.

Sie haben Recht, wenn Sie sagen "Frieden braucht Syrien ganz sicher dringend".
Aber "Geben sie den anderen doch mal eine Chance" verstehe ich nicht! Eine Chance wofür?

Die Erdogan-Türkei hat den Syrischen Bürgerkrieg durch ihre Unterstützung von Dschihadisten mit angeheizt und jetzt will sie es so darstellen, als sei ihr Ziel der Frieden? Sie verfolgt in Wirklichkeit das Ziel, ihren Einflussbereich auszudehen und die Fortschritte der Kurden bei der Schaffung einer demokatischen Selbsverwaltung im Nordosten Syriens zu zerstören.

Kurdistan?

Hier träumen ja wieder einige von einem unabhängigen Kurdistan, was angeblich Frieden in die Region bringen würde.

Dieses Kurdistan, welches enstehen soll, ist lediglich ein vom Westen geplantes Konstrukt um noch mehr Unruhe in die Region zu tragen.
Wenn die Kurden das endlich mal verstehen würden.

Regime ohne Gnade

Man hört immer, das syrische Regime sei tolerant gegenüber Christen. Das ist falsch bis zur grotesken Verzerrung der Wahrheit. Christen werden nur geduldet weil sie vor dem Militärregime kuschen bis zur Selbstaufgabe. Eine Opposition ist unmöglich.

@Werner40 - Wer redet denn von Demokratie?!

20:29 von Werner40:
"Ob seltsam oder nicht; wenn 3 Vertreter von autokratischen Regimen mitbestimmen, wird sicher keine Demokratie dabei herauskommen."

Natürlich nicht. Aber darum ging es auch nie, wie der Kampfspruch des Westens unzweifelhaft beweist. Die Maximalforderung "Assad muss weg!" war die Basis zahlreicher "Friedensverhandlungen", bei denen das syrische Volk einfach übergangen wurde.

Die Friedensgespräche von Nationen, die Assad nicht stürzen wollen, sind daher weitaus vielversprechender.

@Wohlstandsbäuchlein

Ihre Aussage ist purer Unsinn, denn wie sollen denn 6 Prozent Alawiten 75 Prozent der Bevölkerung, die Sunniten sind, denn überhaupt dauerhaft unterdrücken können?

Außerdem ist die Ehefrau von Assad ja selbst Sunnitin!

Und sein Vizepräsident!

Und der Ministerpräsident!

Und sein Außenminister

Und..und..und!

@Superschlau

Anscheinend doch nicht super schlau: Ohne Russland und Iran ist der Assad ein Nichts. So ist das eben wenn man das Amt einfach manipuliert vom Vater über nimmt, da brauch man kein Volk hinter sich suchen.

Nicht Assad = Syrien ist das Problem eines sogenannten

Bürgerkriegs, der kein Bürgerkrieg ist, denn so viel Waffen, so viel finanzielle Ausstattung hat kein Volk um einen solchen Terror über Jahre aufrecht zu erhalten.

Das Problem wird öffentlich verschwiegen, dass ein bestimmtes Land in Nahost, die Öl-Handels-Drehscheibe in Nah-Ost werden will und da stört Syrien, weil hier die Öl-Leitungen für irakisches Öl durchführen sollen.

Wegen dieser Handels-Planungen wurde ein sogenannte Krieg entzündet und die USA und die ehemaligen Kolonial-Herren Frankreich haben ja kräftig mitgewirkt zum Schaden der Syrer und der Nationen die die Flüchtlinge zu versorgen haben. Solche menschenverachtende Politik ist eine Schande.

"Ich glaube ja hingegen, dass

"Ich glaube ja hingegen, dass Sie davon mal ganz vorneweg überhaupt nichts "erlebt" sondern höchstens mal davon gelesen haben. Wohl auch später, als es tatsächlich geschah, Sie pflegen nämlich ein revisionistisches Weltbild." 19:32 von Phonomatic

Na, jedem seine Meinung. Ein kleiner Hinweis: habe eine Vertreibung erlebt und bin am 13-8-1961 an der westl.Seite der Weser Pionier gewesen.
Gruß QI

21:40 von Wohlstandsbäuchlein

Krittkritt rezitiert hier seit Jahren die Pressemitteilung eines Kolloquiums an der Uni Heidelberg im Jahr 2009 "https://www.uni-heidelberg.de/presse/news09/pm290710-2syr.html" ...
Sie können davon ausgehen, dass bei diesem Kolloquium wohl nicht nur Schönfärberei betrieben wurde, so wie Krittkritt es hier auf Basis der lapidaren Pressemitteilung tut.

Teilgenommen hat er/sie sicherlich nicht. Oder, @Krittkritt?

re wohlstandsbäuchlein

"Wenn die Syrer frei wählen dürften, wäre der nächste Präsident ein Angehöriger der sunnitischen Mehrheit und mit Sicherheit kein Alawit wie Assad."

Wenn die Syrer nur wählen würden um, wie in anderen Ländern auch, die eigene Fraktion an die Macht zu bringen und die anderen unterm Daumen zu halten, dan wäre es sogar besser, sie gar nicht wählen zu lassen.

Eine Unterdrückung durch eine andere zu ersetzen ist kein Fortschritt.

@Inge N. - gepokert und verloren

21:38 von Inge N.:
"Die Erdogan-Türkei hat den Syrischen Bürgerkrieg durch ihre Unterstützung von Dschihadisten mit angeheizt und jetzt will sie es so darstellen, als sei ihr Ziel der Frieden?"

Ich glaube, dass es tatsächlich so ablief. Zunächst setzten die (pro-)westlichen Länder auf einen schnellen Sturz Assads. Diese Pläne wurden aber durchkreuzt, so das die Türkei nur noch die negativen Auswirkungen des Konflikts zu spüren bekam (Wegfall des Ölhandels mit dem IS und Aufnahme vieler Flüchtlinge).

Ich denke daher, dass die Türkei (wie auch alle anderen Anrainerstaaten) von einem syrischen Frieden profitieren würde.

@Hackonya2

"Die FSA agiert/operiert zusammen mit der Türkei."

Die FSA von heute hat mit der FSA von 2012 nichts mehr zu tun.
Letztere bestand zunächst primär aus übergelaufenem Personal der Streitkräfte Syriens.
Heute ist die FSA eine Ansammlung von islamistischen Gruppierungen, darunter üble Dschihadisten.

Frz. Außenminister: Krieg gegen Syrien geplant.

@21:47 von Lim2010
Korrekt!
Dazu passt, was
der ehemalige französische Auߟenminister Roland Dumas sagte: "Der Krieg gegen Syrien wurde bereits zwei Jahre vor dem arabischen Frühling€ geplant."
In einem Interview mit dem Fernsehsender LCP meinte er weiter:

"€Ich werde Ihnen etwas sagen. Ich war zwei Jahre vor dem Beginn der Gewaltausbrüche in Syrien wegen anderer Unterredungen in England. Während meines Aufenthaltes dort traf ich mich mit britischen Spitzenbeamten, die mir gegenüber äuߟerten, dass man sich darauf vorbereite, etwas in Syrien zu unternehmen."

@20:29 von Werner40

.."wenn 3 Vertreter von autokratischen Regimen mitbestimmen, wird sicher keine Demokratie dabei herauskommen"....
richtig, Demokratie kann nur von den USA "gebracht" werden, dafür gibt es ja einige Beispiele.....

@karwandler - Frieden ist Fortschritt!

21:56 von karwandler:
"Eine Unterdrückung durch eine andere zu ersetzen ist kein Fortschritt."

Für Syrien wäre es bereits ein Fortschritt, den letzten Rest der sogenannten "Rebellen" zu vertreiben, damit die Kämpfe eingestellt werden können und sich das Leben wieder normalisiert.

Ich glaube, dass die Konferenz genau dieses Ziel verfolgte. Von Demokratie reden nur jene Kräfte, die ihre wahren Interessen nicht zugeben wollen.

21:52 von DKAQI

Wie soll ich Ihre kryptische westweser'61-Andeutung verstehen?

Die sowjetische Besatzung, das Leben in einem Land des Ostblocks und die Zeit der Anpassung ab 1989 haben Sie also nicht selbst erlebt?

@karwandler

Muss man davon ausgehen, das wenn die Syrer einen Sunniten wählen würden, andere unterdrücken müssen/werden? Kann nur ein Alewite für Gerechtigkeit und Ordnung sein? Oh welch Gottesgabe.

Verfassungsgespräche

Der einzige legitime Vertreter sind Vertreter der syrischen Regierung. Die zivile Opposition organisiert gibt es nicht. Alle Auslandsorganisationen mit dem Anhefter "Opposition" sind Eigenkreationen von bestimmten Gruppen (Muslimbrüder) oder gleich von westlich bzw. saudisch zusammengestellt.

Allein die Gruppe der zivilen herausragenden Persönlichkeiten lässt hoffen. Nur wer wählt sie aus?

Ich finde, Syrien sollte erstmal nach der gültigen Verfassung ein Parlament wählen, welches dann einen Ausschuss zur Reform der Verfassung bildet und die neue/geänderte Verfassung anschließend vom neu gewählten Parlament mit der üblichen 2/3 Mehrheit bestätigt werden sollte. Ein Referendum für das Staatsvolk find ich nicht gut, da hier wieder populistisch sonst Entzweiung unter den Gesellschaftsgruppen gesäht werden könnte.

Die Türkei erweist sich immer mehr als Beelzebub.....Erdogan kann seine Niederlage in der Syrienfrage nur mit einem Ersatzkrieg gegen die syrischen Kurden verstecken...

@22:05 von Nachfragerin

"Für Syrien wäre es bereits ein Fortschritt, den letzten Rest der sogenannten "Rebellen" zu vertreiben, damit die Kämpfe eingestellt werden können und sich das Leben wieder normalisiert."

Wenn Sie mit "Rebellen" die Dschihadisten meinen, haben Sie recht. Im Nordosten des Landes sind diese vertrieben und weitgehend besiegt, das Leben hat sich dort in vielen Regionen schon seit einiger Zeit normalisiert.

Aber was macht die Erdogan-Türkei? Ich meine nicht in Worten, sondern in Taten!
Teile ihrer isalmistischen "Rebellen" hat sie nach Afrin verklagert, wo sie sich um das Eigentum der Vertriebenen streiten. Andere wurden inzwischen in Militärlager an der Grenze verlagert für den angekündigten Angriff.

Syrische Kurden

Ich würde es nun nicht allgemein syrische Kurden nennen, den nicht alle gehören der PKK/PYD/YPG (alles der gleiche Verein) an. Die PKK/PYD/YPG hatte massive Erlaubnis und Unterstützung von Assad schon immer, dazu in Suchmaschine eingeben: Öcalan Damaskus. Nur sind die zu gierig und schlau, weil man meinte bei dieser Gelegenheit im Kampf gegen den IS reissen wir uns die Regionen selber unter den Nagel und versprochen wurde das anscheinend von USA, der Witz dabei: Diese Region en gehören aber nicht USA, also dürfen die auch nichts versprechen. Assad hat natürlich von diesen dann abgelassen, da diese mit USA gemeinsame Sache machen, den Assad ist kein Freund von USA. Selber schuld YPG/PKK/PYD aufs falsche Pferd gesetzt. Ich wüsste auch nicht warum ich denen dankbar sein soll, wenn eine Terror Organisation gegen eine andere kämpft oder ist jemand Al-Nusra dankbar, weil gegen IS auch gekämpft? Leben ich da oder die Kurden? Also mussten diese auch kämpfen und alle die dort leben.

Syrien war schon tolerant in religiöser Hinsicht!

Das Wort "war" wollen wir unterstreichen.
Nur leider ist es nicht mehr so!
Ich wünsche mir, das dieses Syrien von dem Sie sprechen wieder den Frieden findet und alle geflohenen Syrer in das Land zurückkehren und wieder aufbauen können.

@Phonomatic

"
Am 18. Dezember 2018 um 22:06 von Phonomatic
21:52 von DKAQI

Wie soll ich Ihre kryptische westweser'61-Andeutung verstehen?

Die sowjetische Besatzung, das Leben in einem Land des Ostblocks und die Zeit der Anpassung ab 1989 haben Sie also nicht selbst erlebt?"

.

Ich Bitte um Entschuldigung! Was hat das Leben im "Ostblock" aktuell mit der Situation in Syrien zu tun?

@Frank von Bröckel

Ich wurde meinen es sund mehr als nur 6% Alewiten in Syrien, si fernnman Schiiten dazu zählt und Alewiten sind eine Abzweigung der Schiiten. Wenns keine Unterdrückung gab, wie entstand dann die FSA? Desweiteren ist das keine Unterdrückung gegen Sunniten allgemein, sondern gegen alles was sich politisch mit Assad Ausrichtung nicht deckte.

@Haconya2

"
Am 18. Dezember 2018 um 22:58 von Hackonya2
@Frank von Bröckel

Ich wurde meinen es sund mehr als nur 6% Alewiten in Syrien, si fernnman Schiiten dazu zählt und Alewiten sind eine Abzweigung der Schiiten. Wenns keine Unterdrückung gab, wie entstand dann die FSA? Desweiteren ist das keine Unterdrückung gegen Sunniten allgemein, sondern gegen alles was sich politisch mit Assad Ausrichtung nicht deckt"

.

Ganz einfach dank der Unterstützung des "Wertewesten" also durch uns. Wir unterstützen weltweit den Terrorismus. Nur das will kein Politiker zugeben,.

@Sag es

Genau das wünsche ich mur auch und das geht nur, wenn die PYD/YPG/PKK die besetzten Gebiete an die ursprünglich Besitzer vor der IS wieder hinterlässt. Beispiel: Afrin (Efrin), dorthin sind viele Flüchtlinge aus der Türkei wieder zurück gegangen.

@22:42 von Hackonya2

"in Suchmaschine eingeben: Öcalan Damaskus"

So richtig es ist, dass die syrische Kurdenpartei PYD das von Öcalan formulierte Ziel des demokratischen Konföderalismus anstrebt , so wahr ist es auch, dass sie nicht gewaltsam den Sturz Assads angestrebt hat.
Die syrische Kurdenpartei hat somit eine eigene Agenda, die in der Region ihresgleichen sucht. Wo sonst in Syrien wurde es geschafft, ein funktionierendes und friedliches Gemeinwesen mit Wahlen und unter Beteiligung der Frauen und aller ethnischen Minderheiten aufzubauen.

@Inge N.

Und für eine Normalisierung soll eine PYD gesorgt haben? Wodurch? In Suchmaschine eingeben:
PYD Amnesty.
Durch Vertreibung anderer und in Eigentum nehmen? Warum sehe ich täglich Syrer im türk. Fernsehen, welche beklagen das die PYD/YPG/PKK alles von Ihnen geraubt hat und vertrieben?

Syrische Kurden

Welche Wahl Ihrer Meinung nach, hätten die Kurden den?
Oder besser gesagt, auf welcher Seite, hätten sie sich stellen
müssen?

@Hackonya2 - Machterhalt

22:58 von Hackonya2:
"Desweiteren ist das keine Unterdrückung gegen Sunniten allgemein, sondern gegen alles was sich politisch mit Assad Ausrichtung nicht deckte."

Das ist das übliche Machterhaltungsprogramm einer jeden Regierung. Lediglich die Mittel der Unterdrückung sind verschieden.

@ laurisch_karsten

Ich Bitte um Entschuldigung! Was hat das Leben im "Ostblock" aktuell mit der Situation in Syrien zu tun?

Die Unterdrückung der Freiheit ist sicherlich eine wichtige Gemeinsamkeit. Ich kann das definitiv beurteilen, denn ich bin in der DDR aufgewachsen.

"Die sowjetische Besatzung,

"Die sowjetische Besatzung, das Leben in einem Land des Ostblocks und die Zeit der Anpassung ab 1989 haben Sie also nicht selbst erlebt?" 22:06 von Phonomatic

Mehr als Sie ahnen: Krieg, Chaos, sowjetische Besatzung, polnische "Besatzer" und eigene Vertreibung. Genug um auch den Balken im eigenen Auge/Land zu erkennen.

22:20 von Hackonya2 / Nachfragerin

Karwandler hat einen guten Punkt gemacht: Im Nahen Osten scheitern Gesellschaften - beispielhaft die syrische - an einem mangelnden Verständnis von Staat und Gemeinwohl. Das sei im Übrigen auch mal den ganzen Kurdenfürsprechern hier gesagt.

@Sag es

"
Am 18. Dezember 2018 um 23:20 von Sag es
Syrische Kurden

Welche Wahl Ihrer Meinung nach, hätten die Kurden den?
Oder besser gesagt, auf welcher Seite, hätten sie sich stellen
müssen?"

.

Auf die Seite da wo sie wohnen. In Syrien und nicht die USA.

Die Lösung liegt auf der

Die Lösung liegt auf der Hand.

Eine dezentralisierte "Demokratie". Das heißt, die Christen und Alewiten im Westen könne sich selbst "regieren". Und Idlib bekommt ein Sonderstatus bzw. eine Teilautonomie, also alle Islamisch orientierten können dort in ihrem "Paradis" leben.

Im Irak hätte nach 2003 solch ein Model so viel Krieg vermieden, selbst heute noch gehen die Iraker für solch ein Model auf die Strasse. Zuletzt August 2018, dabei starben 25 Demonstranten.

Gr, Googol

@Wohlstandsbäuchlein

"
Am 18. Dezember 2018 um 23:34 von Wohlstandsbäuchlein
@ laurisch_karsten

Ich Bitte um Entschuldigung! Was hat das Leben im "Ostblock" aktuell mit der Situation in Syrien zu tun?

Die Unterdrückung der Freiheit ist sicherlich eine wichtige Gemeinsamkeit. Ich kann das definitiv beurteilen, denn ich bin in der DDR aufgewachsen."

.

Ich bin auch in der DDR aufgewachsen. Irgendwie haben wir auf unterschiedlichen Sternsystemen gelebt und unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Kann ja mal vorkommen.

@Googol

"Im Irak hätte nach 2003 solch ein Model so viel Krieg vermieden, selbst heute noch gehen die Iraker für solch ein Model auf die Strasse. Zuletzt August 2018, dabei starben 25 Demonstranten.

Gr, Googol"

Was sollen in Idleb in Ihren Augen die Syrer machen die nichts am Hut haben mit den Islamisten?

Wieso Hoffnung?

Ich verstehe nicht, warum eine von außen initiierte Verfassungsänderung Frieden bringen soll. Natürlich freut sich der Westen, weil er Hoffnung hat, den Krieg gegen Syrien über die Verfassung ein bisschen zu gewinnen. Den Syrern aber nützt es wenig. Es ist fasst so, als ob man sich freuen sollte, wenn Russland, der Iran und die Türkei, meinetwegen auch die USA, Frankreich und Großbritannien sich einigen, dass Deutschland eine neue Verfassung bekommt.

Besser wäre es, Syrien in Ruhe zu lassen. Dann wäre der Krieg sehr schnell beendet!

23:36 von DKAQI

Das waren sicherlich schlimmste Erlebnisse.

Es trägt aber nicht zwangsläufig dazu bei, den Zusammenbruch des Sowjetimperiums sowie dessen Folgen zu verstehen. Vom Westen aus betrachtet hat das alles nichts gekostet - außer den Soli, über den man sich noch heute gern bitterlich beschwert ...

@Phonomatic - Waffenlieferungen & gescheiterte Gesellschaften

23:38 von Phonomatic:
"Im Nahen Osten scheitern Gesellschaften - beispielhaft die syrische - an einem mangelnden Verständnis von Staat und Gemeinwohl."

Diese Gesellschaften existieren schon seit über 1000 Jahren. Dass sie urplötzlich scheitern, ist wohl eher den Waffenlieferungen an irgendwelche "pro-westlichen Rebellen" zu verdanken.

Eine Vernachlässigung des Gemeinwohls führt meiner Meinung nach nur in Demokratien zu Problemen, weil sich nur dort die extremeren Ansichten ausbreiten können. In autoritären Staaten werden sich andere Sichtweisen nicht durchsetzen können.

23:55 von laurisch._karsten

Ich bin auch in der DDR aufgewachsen. Irgendwie haben wir auf unterschiedlichen Sternsystemen gelebt und unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Kann ja mal vorkommen.

Ähm, Nein. Das war System und kein Vorkommnis.

Darstellung: