Ihre Meinung zu: Fall Gülen: Viel Aufregung um wenige Worte

16. Dezember 2018 - 20:06 Uhr

Steht die Auslieferung Gülens in die Türkei kurz bevor? Wenige Worte, die der US-Präsident vor zwei Wochen gesagt haben soll, sorgen nun für große Aufregung. Michael Lehmann mit einer Einschätzung.

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Kommentare

Amerikanische Gerichte....

werden eine Auslieferung Gülens nicht zulassen...Erdogan hat bisher nicht einen einzigen Beweis für eine Schuld Gülens an dem Putsch erbracht...die türkischen Gerichte haben dagegen zehntausende "Anhänger Gülens" einfach verhaftet oder aus ihren Anstellungen entlassen...in den meisten Fällen wurde der Vorwurf der Terrorpropaganda erhoben...wie soll man da noch die Türkei als Rechtsstaat bezeichnen.

Das ist mehr

Ich denke die US-Regierung feilscht um Gülen, um das beste für sich herauszuholen. Genauso wie Erdogan die Saudis mit Beweisen im Fall Khashoggis erpresst.

Moral und Werte sind leider nichts mehr wert. Syrien spielt wohl dabei auch eine Rolle.

Gerüchte verbreiten sich ...

... auf dem Hintergrund eines wahrscheinlich tatsächlich stattfindenden Geschachers hinter den Kulissen.

So sehe ich die Meldungen der letzten Tage, wie z.B. auch die von einer bevorstehenden weiteren Militärinvasion in Nordsyrien, angekündigt von Erdogan vor Vertretern der türkischen Rüstungsindustrie.

Gibst Du mir, geb ich Dir. Dabei geht es um Machtinteressen - die angeblich heren Ziele dienen nur der Veschleiherung der wahren Absichten.

Erdogan: Druck auf Trump

Erdogan kann im Zusammenhang mit der Ermordung Jamal Khashoggis möglicherweise einigen Druck auf Trump ausüben.

Trumps Äußerungen sind nichts wert

Noch vor ein paar Monaten hatte Trump gesagt, dass sich die USA aus Syrien zurückziehen werden. Das sei alles zu teuer wurde behauptet.

Aber statt Rückzug bauen die Amerikaner ihre Stützpunkte in Syrien systematisch aus (mittlerweile 12 Stützpunkte). Die Zusammenarbeit mit der kurdisch-marxistischen YPG klappt auch wunderbar. Die bekommen von den Amerikanern jährlich 500 Mio $ an Unterstützung. Ideologische Scheuklappen (Marxismus-Leninismus) haben die USA offenbar nicht. In Afghanistan hatte man in den 1980ern noch die Taliban unterstützt - gegen die Kommunisten. Irrsinn!

Was zählt ist halt "America First". Dies wird auch bei Gülen nicht anders sein.

Dies wäre ein großer Fehler Trumps

Wenn Macron ums politische Überleben kämpft, wird er die Saudis nicht für einen Mord bestrafen, der schon geschehen ist.

Wenn May um die Britische Wirtschaft in ihrem Brexit-Chaos kämpft, wird sie ähnlich handeln.

Erst das Fressen, dann die Moral. Die Saudis haben mit der Erhöhung ihrer Förderquote schnell den Spritpreis in Frankreich, GB, USA und so fort, gesenkt.

Sie machen sich also nützlich. Und wenn so Unruhen in F vermieden werden - werden so möglicher Weise Tote verhindert.

Das schöne an den USA aber ist, dass sie so groß und mächtig sind, dass sie sich die Moral auch leisten können.

Sie konnten ein weiteres Abschlachten der Kurden durch Invasion Erdos in Syrien verhindern.

Und natürlich funktioniert die große Politik ähnlich wie die Nachbarschaft unter Kleingärtnern: mal helf ich dir, mal hilfst du mir.

Aber wenn man, auch durch Trump, so stark wie die USA ist, sollte man sich von Zeit zu Zeit einfach mal ein Portion Moral gönnen.

Als weltweites Leuchtfeuer für Freiheit

Gülen

Warum lebt ein reiner Relifionsmann, als das sich Gülen ausgibt im Exil in USA? Weil er meinte den Atatürk und die Regierungsform aufs übelste zu beschimpfen vielleicht? Hat ein Religionsmann nichts besseres zu tun gehabt? Oder wollte er doch politisch tätig werden? Warum ging er dann nicht in die Politik? Weil dann über die Hälfte mindestens seiner Anhänger direkt von ihm abgelassen hätten, da er immer angab nur ein Religionsmann zu sein. Was bleibt einem da nur noch über an die Macht zu kommen? Vielleicht per Putsch mit Hilfe einiger?
Nein das wäre alles sehr unlogisch?

Der Trump verspricht viel

Aber ihm würde ich niemals glauben. Die Frage ist doch, warum die USA so hinter dem religiösen Prediger Gülen stehen? Er lebt seit 1999 ununterbrochen in den USA, ohne dass er dort einer Arbeit nachgeht.

Sind die Amerikaner auch bei anderen Ausländern (z.B. Latinos) so großzügig und gewähren eine permanente Aufenthaltsgenehmigung? Oder ist diese Person aus anderen Gründen für die USA sehr wichtig?

In der Türkei spricht man das ganz offen aus. Für die Türkei ist Gülen nichts anderes als ein CIA-Projekt, mit dem Auftrag die Türkei im westlichen Lager (also Pro-USA) zu halten.

Erdogan macht sich halt unbeliebt, seit er enger mit Russland zusammenarbeitet (Öl-Importe nur noch mit Rubel) oder die eigene Rüstungsindustrie stark ausgebaut hat. Da verlieren ausländische Hersteller einen großen Markt.

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