Ihre Meinung zu: Attentäter von Straßburg war wohl Anhänger des IS

16. Dezember 2018 - 10:33 Uhr

Nach dem Anschlag von Straßburg sind die vier festgenommenen Angehörigen des Attentäters aus dem Gewahrsam entlassen worden. Der Vater des getöteten 29-jährigen sagte, sein Sohn sei Anhänger der Terrormiliz IS gewesen.

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Kommentare

Diese fehlgeleiteten

Diese fehlgeleiteten Einzeltäter haben eine ziemlich gestörte Wahrnehmung. Was glauben die wohl erreichen zu können ? Ungefähr nichts. Bei einer Gesellschaft mit Tausenden Verkehrstoten jedes Jahr wird das Terrortodesrisiko als das wahrgenommen was es ist, nämlich äußerst gering.

"Mein Sohn war IS Anhänger"

Sowas müsste strafbar sein, zu wissen das jemand dem IS angehört und dies nicht meldet. So macht der Vater sich mit schuldig!

Vater

Der Vater hätte dem Sohn noch deutlicher nahe bringen können, das es nicht gerecht sein kann, das man feige unschuldige Menschen ermordet und das für eine gerechte Sache stehen soll, dann dem Sohn sagen, das wenn er damit nicht aufhört ihn als Sohn nicht mehr anerkennt und falls nicht geschehen der Polizei diese Sympathie des Sohnes melden. Ich wiederhole nochmal: Im Islam ist Selbstmord und unschuldige Menschen töten strikt verboten.

Verbindungen

So wie ich das sehe haben die meisten Attentäter eine Verbindung nach Deutschland. In Deutschland sollte man nun konsequenter gegen Terror Organisationen vorgehen. Mit nur kuscheln wird man dem Fall nicht Herr.

@LPferd

Woher wissen Sie den das er es nicht gemeldet hatte? Leider kann man weder noch behaupten, da man es nicht weiß? Als Gefährder war er bereits ja bekannt.

Familie

würde man seinen eigenen Sohn an die Polizei verraten, ich weiss es nicht.Wenn ein Mensch überzeugt ist einer Gruppierung anzugehören , die andere töten, und ich weiss von dieser Anhängerschaft und reden mit diesem Menschen ändert seine Einstellung nicht....was dann....
Angst vor den Konsequenzen, vor häuslicher Gewalt diese Menschen...
Bei einem Menschen, egal welcher Gesellschaftsschicht kann die eigene Familie sogar Auslöser sein, das handeln, eine kriminelle Karriere kann ja auch im Blut liegen, also so viele Fragen wie man damit umgehen soll, wenn in der Familie oder Freundeskreis "Auffälligkeiten" wahrgenommen werden.Selbst so hierarchische familielle Strukturen oder Religionen haben keinen Einfluss bzw können helfen , Hassprediger wissen das...

Schaue ich mir die Lebensgeschichte der IS Terroristen an,

stelle ich fest, dass deren Leben von Misserfolg und Kriminalität geprägt ist. Die Führung des IS nutzt dies aus und verspricht ihnen das Paradies und Ansehen als Märtyrer. Komisch ist nur, dass die IS Führung selbst solche Aktionen nie machen würde. Das sollten alle, die sich vom IS angezogen fühlen, mal durch den Kopf gehen lassen! Sie folgen einer Idiologie von Menschen, die selbst nicht an das glauben, von was sie reden. Ich hoffe nur, dass der IS bald Geschichte wird!

Der Vater hat also gewusst....

.... dass sein Sohn Terrorist ist. Na super. Und nun ist der Mitwisser wieder frei. Seine anderen Söhne sind wahrscheinlich auch bei der IS. Falls die ihrem Vater sagen sollten, dass sie einen Anschlag planen, würde er sie bestimmt melden.

Rechtlich ist es ein Problem, Gefährder einfach fest zu nehmen.

Keiner kann ins Gefängnis kommen, für eine Tat, die man ihm zutrauen könnte. Viel wichtiger ist es, den IS, durch mediale Aufklärung zu entzaubern. Das heißt, den Islam, in seiner gemäßigten Form zu zeigen. Dieser ist, mit nichten, so intolerant, wie er von der IS Führung dargestellt wird. Er ist eine Religion, mehr nicht!

Wow!

Was für eine Erkenntnis!

Kein Einzelfall?
Islamistischer Terrorismus?

Wer hätte das gedacht?

re r0lt0

"Der Vater hat also gewusst....

.... dass sein Sohn Terrorist ist."

Nein, hat er nicht gewusst.

Die meisten, die sich selbst als IS-Anhänger bezeichnen, begehen keinen Anschlag.

@rolto

rolto: << Der Vater hat also gewusst, dass sein Sohn Terrorist ist. Na super. Und nun ist der Mitwisser wieder frei. >>

Genaueres weis ich auch nicht. Im Beistrag der Tagesschau heißt es aber lediglich, der Sohn wäre "Anhänger des IS", das bedeutet noch lange nicht, dass er da auch Mitglied war.

Sie versuchen gerade einen Mann zu kriminalisieren, der sich vom IS, seinen Verbrechen und von den Verbrechen seines Sohnes (zumindest öffentlich) distanziert. Es gibt bislang keine Anhaltspunkte oder gar Beweise gegen den Vater. Wieso tun Sie das? Sie versuchen auf unzulässige Weise zu generalisieren, um Vorurteile gegenüber Moslems zu befeuern. Ziemlich billig im Übrigen..

Und dass ein Vater seinen Sohn nicht meldet, weil er einer falschen Ideologie nacheifert, sonder zunächst zu bekehren versucht, ist auch nachvollziehbar. Kriminell im terroristischen Sinne ist der Sohn bis dato ja nicht geworden, oder?

12:20, Einfach Unglaublich

>>Wow!
Was für eine Erkenntnis!

Kein Einzelfall?
Islamistischer Terrorismus?

Wer hätte das gedacht?<<

Natürlich ein Einzelfall. Was denn sonst? Jedes Verbrechen ist ein Einzelfall. Und daß der Knabe seine Mordtat bzw. seinen erweiterten Suizid vor sich und der Welt islamistisch rechtfertigte, das war ja wohl auch klar.

@11:07 von Werner40: nämlich äußerst gering.

"Bei einer Gesellschaft mit Tausenden Verkehrstoten jedes Jahr wird das Terrortodesrisiko als das wahrgenommen was es ist, nämlich äußerst gering."

Leider ist dem nicht so. Nüchtern analysierende Menschen sehen es so wie Sie. Ich übrigens auch.

Die Wahrscheinlichkeit im Auto zu verunglücken oder sich auf der Treppe zu Tode zu stürzen ist um ein Vielfaches höher als einem Terroristen auch nur zu begegnen.

Das sehen die Rechten in Deutschland und Europa allerdings ganz anders. Vor einiger Zeit diskutierte ich dies mit einem AfD-Anhänger.
Er sagte: "Pro Jahr werden in Deutschland ca. 400 Menschen ermordet. Wenn davon nur 1 von einem Ausländer getötet wurde, dann hätten wir ohne Ausländer nur 399 Ermordete. Also wäre es in Deutschland ohne Ausländer sicherer."
Dagegen kann man nicht sinnvoll argumentieren.

Genauso verhält es sich mir der Terrorgefahr. Der Attentäter von Straßburg war ein Frankreich geborener französischer Staatsbürger. Für die Rechten war er Algerier.

11:14 von LPferd

So macht der Vater sich mit schuldig!
.
würden sie ihren Sohn anzeigen
ihre Frau ihren Vater
wenn er straffällig wird
Hasch in der Wohnung hat oder sonst was ?
bleiben wir doch realistisch
das ist doch gar nicht möglich

Schlimme Kommentare

Wenn ich ehrlich bin, widern mich manche Kommentare bei dem Thema regelrecht an.

Seit dem Vorfall werden hier Kommentare abgegeben, die offen rassistisch, hetzerisch, islamfeindlich und gegen das Grundgesetz sind - also im Prinzip eine Straftat als solches darstellen.

Schlimm, was in den Köpfen der Kommentatoren abgehen muss.
Noch schlimmer, dass diese Verfassungswidrigen Kommentare von der Redaktion freigegeben werden.

Was der angebliche Attentäter gemacht haben soll, ist eine Sache.
Sich aber aus der untersten Schublade zu bedienen um pauschal gegen den Islam, die Muslime und generell gegen Ausländer mobil zu machen ist ekelhaft und hat mit Demokratie, Menschlichkeit und Niveau nichts gemein.

Wer solche Phrasen von sich gibt, ist in meinen Augen eine Gefahr für die Allgemeinheit und gehört verwarnt/bestraft.

Sich über Antisemitismus zu beschweren aber im gleichen Atemzug radikal gegen den Islam auszuteilen ist hochgradig paradox.

Hackonya2

Iyyi günler! Ihnen glaube ich, dass Sie den Koran so verstehen und für ein friedliches Miteinander stehen. Wäre schön, wenn man das für alle Moslems sagen könnte. Leider ist das nicht so und die Zahl der Dschihadisten ist viel zu hoch. Hier sieht man auch das Problem der heimlichen und offenen Unterstützer in der Umma wie bei dem Vater und dem Umfeld. Das war ja in Brüssel-Molenbeek auch der Fall, wo sich ein Paris-Attentäter monatelang verstecken und offenbewegen konnte. Da muss von den Sicherheitsdiensten viel genauer hingesehen und von der Justiz auch härter geahndet werden.

Autoverkehr

Ich bin durch den Autoverkehr tausend mal gefährdeter als durch den „Terror“! Über die Abschaffung des Autos als Massenverkehrsmittel redet aber niemand! Wie kommt‘s??!!

Mehr als 1.500.000.000 friedliche Muslime weltweit

Es gibt über anderthalb Milliarden friedlicher Muslime auf dieser Welt.

Sehr sehr traurig mit anzusehen, wie einige Menschen krampfhaft versuchen, den Islam und die Muslime anhand weniger Irrläufer als das Böse auf dieser Welt darzustellen.

12:53, deutlich

>> Hier sieht man auch das Problem der heimlichen und offenen Unterstützer in der Umma wie bei dem Vater und dem Umfeld. <<

Worauf gründet sich Ihre Annahme, der Vater hätte den ideologischen Irrweg seines Sohnes unterstützt?

Aus dem hier diskutierten Artikel geht doch eigentlich das Gegenteil hervor, oder?

@ Defender411

"Schaue ich mir die Lebensgeschichte der IS Terroristen an, stelle ich fest, dass deren Leben von Misserfolg und Kriminalität geprägt ist. Die Führung des IS nutzt dies aus ..."

Das ist doch immer so. Wer regelkonform lebt und erfolgreich ist, wendet sich keinen devianten Vereinigungen zu. Und welche Konsequenzen ziehen wir daraus? Ich würde sagen: möglichst allen eine möglichst große Chance bieten, etwas aus ihrem Leben zu machen. Hört sich irgendwie nach Binsenweisheit an. Fragt sich nur, warum verantwortliche Kräfte es dann nicht umsetzen.

@ fünf vor zwölf

Die Verantwortung unserer Verbündeten für das Entstehen des IS darf hingegen nicht thematisiert werden.

@11:07 Werner40

Was die erreichen? Eine unselige Allianz aus ideologisch verblendeten Tätern, die von der einen Seite unsere Gesellschaft destabilisieren wollen, und aus fremdenfeindlichen bis rechtsradikalen Gruppierungen und Parteien auf der anderen Seite, die unsere Gesellschaft destabilisieren wollen.

vox moderandi 13.11

"möglichst allen eine möglichst große Chance bieten, etwas aus ihrem Leben zu machen. "

Sehen Sie, in Frankreich gibt es ein vernünftiges Bildungssystem und einen funktionierenden Sozialstaat. Wenn Chekatt nur einen Hauptschulabschluss hatte und keine Ausbildung, dann hat er die Bildungschancen schlicht nicht genutzt. Das liegt nicht an "verantwortlichen Kräften"- es gibt auch so was wie Selbstverantwortung. Nicht an allem, was nicht läuft ist "die Gesellschaft" schuld. Für Bildungsverweigerung, Faulheit, Arbeitsunlust nicht.

@11:29 Hackonya2

In Deutschland wird konsequent und rechtskonform gegen Terror-Organisationen vorgegangen. Was meinen Sie also mit Ihrem "kuscheln"-Vorwurf?

@Werner40 - Wie bitte?!

11:07 von Werner40:
"Bei einer Gesellschaft mit Tausenden Verkehrstoten jedes Jahr wird das Terrortodesrisiko als das wahrgenommen was es ist, nämlich äußerst gering."

Wie kommen Sie auf diesen Unsinn? Vergleichen Sie mal die Berichterstattung über Verkehrsunfälle mit der von Amokläufen.
Auch die Kommentare unterscheiden sich deutlich. Oder haben Sie schon mal Forderungen gehört, Autofahrer besser zu überwachen oder noch bessere Schutzmaßnahmen für Verkehrsteilnehmer einzuführen?

13:11, vox moderandi

>>Das ist doch immer so. Wer regelkonform lebt und erfolgreich ist, wendet sich keinen devianten Vereinigungen zu. Und welche Konsequenzen ziehen wir daraus? Ich würde sagen: möglichst allen eine möglichst große Chance bieten, etwas aus ihrem Leben zu machen. Hört sich irgendwie nach Binsenweisheit an. Fragt sich nur, warum verantwortliche Kräfte es dann nicht umsetzen.<<

Zu den verantwortlichen Kräften zählt jeder einzelne, also auch der, der aus seinem Leben etwas machen sollte, es aber nicht tut.

Oder würden Sie mir da widersprechen?

@12:40 fathaland slim

Wir werden hier noch so oft die simple Tatsache benennen können, dass es natürlich eine Einzeltat war; das wird diejenigen, denen es um ideologische Instrumentalisierung geht, nicht überzeugen. Genausowenig wie sie argumentativ erreicht werden durch die Unterscheidung von gläubigen Muslimen einerseits, die natürlich jede Form von Terror ablehnen, und ideologisch verblendeten radikalisierten Tätern andererseits, die mit einem durch den Glauben ethisch ausgerichteten Leben nichts am Hut haben, sondern meist als Kleinkriminelle, Dealer oder sozial Abgehängte begannen und dann dem Missbrauch von Religion auf den Leim gingen oder diesen aktiv selbst mit betrieben.

Bigbirl

Was soll der komische Vergleich von Autoverkehr und Terrorismus? Autos sind schließlich zu etwas gut, unsere Gesellschaft beruht auf der Mobilität, die durch Kraftfahrzeuge ermöglicht wird (ihr Supermarkt wird auch nicht von der Straßenbahn beliefert). Hingegen ist Terrorismus zu gar nichts gut.

@LPferd - § 138 StGB Nichtanzeige geplanter Straftaten

11:14 von LPferd:
"Sowas müsste strafbar sein, zu wissen das jemand dem IS angehört und dies nicht meldet."
> Nur weil jemand die Propaganda des IS glaubt, der muss derjenige noch kein Mitglied sein. Darüber hinaus dürfte es schwer sein, den europäischen Sympathisanten ohne "Auslandserfahrung" eine Mitgliedschaft nachzuweisen. Umgekehrt ist es die Strategie des IS, sich zu jeder Straftat zu bekennen, die irgendwie als "Terror" verstanden werden kann. Ob der Straftäter tatsächlich Kontakt zum IS hatte, spielt dabei überhaupt keine Rolle.

"So macht der Vater sich mit schuldig!"
> Der Vater hätte sich nur schuldig gemacht, wenn er von Anschlagplänen wusste (in Deutschland § 138 StGB). Der Tathergang wirkt aber eher spontan - womöglich gab es gar keine Planung.

Unglaubwürdig

Ich glaube dem Vater nicht. Der Vater ist in moslemischen Familien die höchste Respektsperson. Kein Kind würde sich seiner Meinung entgegenstellen, vor allem nicht in Glaubensfragen. Es gibt eine Ausnahme und zwar wenn der Sohn nicht gerade die hellste Kerze am Tisch war und sich somit leicht von Hasspredigern beeinflussen ließ. Spätestens, als sich vor einigen Monaten im Irak zwei Selbstmordattentäter genau in der Mitte von Tagelöhnern in die Luft sprengten, wurde mir nämlich eines klar, der IS hat gravierende Probleme mit dem geistigen Niveau seines Nachwuchses. In Zukunft werden wir also mit noch dummdreisteren Attentaten rechnen müssen, als diesem hier. Ich bin mir sicher, irgendwann wird sogar der Hassprediger selbst dieser Dummheit zum Opfer fallen.

Der IS ist als terroristische Organisation...

in Deutschland und in Frankreich verboten. Jegliche Unterstützung von IS Anhängern steht unter Strafe. Mitwisserschaft ebenfalls. Da derzeit zu viele IS Anhänger bekannt sind, zu viele sogenannte "Gefährder" frei herumlaufen, hat unser Verfassungsschutz ein ...... Personal-Problem. Man wird der Lage nicht mehr Herr. Der laxe Umgang mit Mitwissern und Unterstützern wird das Problem auf Dauer gewiss nicht lösen. Der Täter war als Gefährder geführt, sogar sein Vater wusste bescheid. Wenn ihre Frau, ihr Kind ermordet worden wäre, würden sie hier noch die Mitwisserschaft von IS Angehörigen kleinreden wollen?

13:50, Heißer Schnee

>>Ich glaube dem Vater nicht. Der Vater ist in moslemischen Familien die höchste Respektsperson. Kein Kind würde sich seiner Meinung entgegenstellen, vor allem nicht in Glaubensfragen.<<

Mann, Sie kennen sich aber aus!

Sie müssen wirklich sehr, sehr viele islamische Familien persönlich kennen.

Generationenkonflikte? Kinder, die ihren Eltern entgleiten? Gibt es dort nicht.

Weswegen man wohl auch davon ausgehen kann, daß der Vater den Drogenkonsum und die kriminelle Karriere seines Sohnes zumindest billigend in Kauf genommen, wenn nicht sogar tatkräftig unterstützt hat.

Nicht wahr?

@Defender411 - Der IS in unseren Köpfen.

12:04 von Defender411:
"Schaue ich mir die Lebensgeschichte der IS Terroristen an, stelle ich fest, dass deren Leben von Misserfolg und Kriminalität geprägt ist."
> Das ist richtig. Wer ein angstfreies und geregeltes Leben hat, fühlt sich von Extremisten kaum angezogen.

"Ich hoffe nur, dass der IS bald Geschichte wird!"
> Der IS ist kaum mehr als eine Religion, aber als solche nur schwer auszurotten. Letztendlich reicht ein Twitterbot, der die Nachrichten nach Terroranschlägen durchforstet und zu jedem Fund ein "Wir waren das!" postet. In Kombination mit der unvermeidlichen medialen Präsenz sorgt das für den nötigen Glauben, der sich bei den meisten als Angst und bei ganz wenigen als vielversprechende Perspektive äußert.

@r0lt0 - Ist jeder Naivling ein Terrorist?

12:05 von r0lt0:
"Der Vater hat also gewusst, dass sein Sohn Terrorist ist."

Ist in Ihrer Welt jeder ein "Terrorist", der irgendeiner Propaganda verfallen ist? Falls ja, muss es wirklich sehr viele "Terroristen" geben...

rOltO um 12.05 Uhr

Der Vater wusste um die Haltung seines Sohnes zu Daesh und hat gegen diese gesprochen. Die Dienste allerdings wussten auch um die Gefährdung. Sie sind sehr schnell mit Unterstellungen gegenüber der Familie. Auf welcher Basis?

13:54, r0lt0

>>Der IS ist als terroristische Organisation...
in Deutschland und in Frankreich verboten. Jegliche Unterstützung von IS Anhängern steht unter Strafe. Mitwisserschaft ebenfalls. Da derzeit zu viele IS Anhänger bekannt sind, zu viele sogenannte "Gefährder" frei herumlaufen, hat unser Verfassungsschutz ein ...... Personal-Problem. Man wird der Lage nicht mehr Herr. Der laxe Umgang mit Mitwissern und Unterstützern wird das Problem auf Dauer gewiss nicht lösen. Der Täter war als Gefährder geführt, sogar sein Vater wusste bescheid. Wenn ihre Frau, ihr Kind ermordet worden wäre, würden sie hier noch die Mitwisserschaft von IS Angehörigen kleinreden wollen?<<

Sie schreiben am Anfang Ihres Kommentares von IS-Anhängern, am Ende desselben von IS-Angehörigen.

Es entsteht der Eindruck, das wäre für Sie das selbe.

Dem ist aber nicht so.

Ersteres ist eine Meinung, letzteres ein Tatbestand, nämlich Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation. Die kann man bestrafen, eine Meinung nicht.

@fathaland slim - volle Zustimmung

12:40 von fathaland slim:
"Und daß der Knabe seine Mordtat bzw. seinen erweiterten Suizid vor sich und der Welt islamistisch rechtfertigte, das war ja wohl auch klar."

Erklären Sie das mal jemandem, der von seinem Feindbild genauso überzeugt ist, wie diese Möchtegern-Terroristen von ihrer Auslegung des Islams.

13:14, Hugo Kemper

>>Die Verantwortung unserer Verbündeten für das Entstehen des IS darf hingegen nicht thematisiert werden.<<

Wer verbietet das denn?

Und weswegen hat es beispielsweise der Spiegel-Journalist Christoph Reuter geschafft, darüber zahlreiche Artikel und sogar ein Buch, nämlich "Die schwarze Macht", in dem er faktenreich darlegt, daß der IS eine direkte Folge des Sturzes von Saddam Hussein ist, zu schreiben?

Wie konnte er dieses Verbot umgehen?

Weswegen wurde der Wikipediaartikel über den IS noch nicht gelöscht?

Sie sehen mich ratlos.

@von deutlich um 12:53 Uhr

"Hier sieht man auch das Problem der heimlichen und offenen Unterstützer in der Umma wie bei dem Vater und dem Umfeld."

Haben Sie und ich verschiedene Artikel gelesen? Aus welcher Textstelle entnehmen Sie, dass der Vater und das Umfeld die fehlgeleitete Haltung des Täters unterstützt haben? In der Debatte um den Terrorismus melden sich inzwischen zu viele mit Generalisierungen und der Bereitschaft das Recht zu beugen. Wie Sie lesen konnten, wurde das Umfeld des Täters von den Sicherheitsdiensten geprüft. Ihre Forderung nach Hinsehen wurde damit eingelöst.
Deutlich wird auch, dass es in der Koordination der Terrorbekämpfung Lücken gibt. Diese gilt es zu beseitigen. Allerdings ist Sippenhaft nach wie vor abzulehnen.

14:15, GeMe

Ich halte solche Attentate für erweiterte Suizide. Ich glaube nicht, daß ein Mensch so etwas aus finanziellen Gründen tut.

Gut so

Liebe französische Polizei. Alles richtig gemacht, nicht schwätzen, sondern neutralisieren. Mit Terroristen spricht man nicht, die neutralisiert man. Anderswo werden Gefährderansprachen etc. begonnen, der Wahn der Gefährder hat so die Chance von Tag zu Tag zu wachsen.

@Nachfragerin

... in der Bundesrepublik ist Verbreitung von IS Propaganda ebenfalls verboten. Ob das öffentliche Bekenntnis, der Vater eines Terroristen zu sein, als Propaganda zu bewerten ist? Aber ja doch. Ich denke sogar, dass ein deutscher Vater, der weiss dass sein Sohn gemordet hat, sich vor Scham in ein Loch verkriechen würde. Das offene Bekenntnis sieht mir eher wie eine Verspottung des schwachen Rechtssystems aus, das Mitwisser schont. Wir Europäer können uns eine Welt, in der Mörder der IS als Märtyrer verehrt werden, nicht vorstellen. Es ist höchste Zeit, dass wir aufwachen.

///Am 16. Dezember 2018 um

///Am 16. Dezember 2018 um 13:49 von nelumbo
Bigbirl
Was soll der komische Vergleich von Autoverkehr und Terrorismus? Autos sind schließlich zu etwas gut, unsere Gesellschaft beruht auf der Mobilität, die durch Kraftfahrzeuge ermöglicht wird (ihr Supermarkt wird auch nicht von der Straßenbahn beliefert). Hingegen ist Terrorismus zu gar nichts gut.///
.
Es ging hier nur um das persönliche statistische (Todes)Risiko. Die Abwägung welches in welcher Höhe in Kauf genommen wird ist eine Politische/ Gesellschaftliche.
Letztlich läuft es immer auf die Abwägung zwischen " Bürgerfreiheit und " Sicherheit " hinaus.

@ von Hackonya2

Der Attentäter saß auch in der Schweiz (Basel) hinter Gittern aufgrund eines Deliktes.

@fathaland slim

Angehöriger oder Anhänger des IS, das ist hier Jacke wie Hose. Der IS ist kein Verein, dem man per Mitgliedsantrag beitritt. Bzw. ein Terrorakt ist als Mitgliedsantrag zu betrachten. Der IS bezeichnete den Terroristen als „Soldaten des IS“, dh. jeder der in deren Sinn handelt ist dabei.

14:17, Nachfragerin

>>Erklären Sie das mal jemandem, der von seinem Feindbild genauso überzeugt ist, wie diese Möchtegern-Terroristen von ihrer Auslegung des Islams.<<

Ich bin sowieso der Meinung, daß sich Islamisten und eine bestimmte Sorte von "Islamkritikern " ideologisch durchaus ähnlich sind. Das fängt schon mit der Auslegung des Korans, die beide Gruppen auf der Basis von aus dem Zusammenhang gerissenen, teils falsch übersetzten Zitaten vornehmen, an.

re fünf vor zwölf: Danke!

„Was der angebliche Attentäter gemacht haben soll, ist eine Sache.
Sich aber aus der untersten Schublade zu bedienen um pauschal gegen den Islam, die Muslime und generell gegen Ausländer mobil zu machen ist ekelhaft und hat mit Demokratie, Menschlichkeit und Niveau nichts gemein.

Wer solche Phrasen von sich gibt, ist in meinen Augen eine Gefahr für die Allgemeinheit und gehört verwarnt/bestraft.“

Es tut sehr gut, solche Stimmen wie die Ihre hier zu hören!

Ja, es ist eine Seuche, für Alles und Jeden eine spezielle Gruppe oder spezielle Lehre -welcher Art auch immer- verantwortlch zu machen. Man kann über alles nachdenken und diskutieren, aber verantwortlich ist immer nur der Einzelne.

Es wird höchste Zeit, dass auch in der gesellschaftlichen Wahrnehmung wieder das Individuum mit allen seinen Stärken und eben auch Schwächen in den Mittelpunkt gestellt wird.

Das ständige Verallgemeinern durch das entmenschlichende „Die ...“ ist wirklich eine Degeneration menschlicher Moralität.

12:53 von deutlich: "Wäre

12:53 von deutlich:
"Wäre schön, wenn man das für alle Moslems sagen könnte. Leider ist das nicht so und die Zahl der Dschihadisten ist viel zu hoch."

Haben Sie verlässliche Zahlen, wie viele Kriminelle es unter den jeweiligen Religionen gibt?

"Hier sieht man auch das Problem der heimlichen und offenen Unterstützer in der Umma wie bei dem Vater und dem Umfeld."
> Falls Ihre Erkenntnisse nicht auf innerer Überzeugung ("Wunschdenken") sondern auf Fakten basieren, sollten Sie den französischen Ermittlern ihre Hilfe anbieten.

"Da muss von den Sicherheitsdiensten viel genauer hingesehen und von der Justiz auch härter geahndet werden."
> Wie stellen Sie sich das vor? In einem Rechtsstaat kann die Justiz nur Straftaten bewerten, die auch begangen wurden. Und da der Täter auch dieses Mal behördlich bekannt war, bringt "genaueres Hinsehen" wenig.

@r0lto

Der Vater hat - so schreibt die TS - gewusst, dass sein Sohn die IS-Propaganda glaubt. Das ist wohl etwas anderes, als ein Terrorist zu sein.
Und wegen radikaler Gesinnung können Sie auch bei uns niemanden einsperren - sondern nur wenn jemand eine Straftat begangen hat.
Das ist sicher manchmal schwer zu ertragen (siehe Neonazis), aber wenn wir das Prinzip aufgäben, wäre die gesamte bürgerliche Freiheit bedroht und Staatswillkür immer möglich (siehe Diktaturen, siehe 3. Reich, siehe Kommunistenverfolgung USA, "McCarthy-Ära" in den 40er/50er Jahren).

Sie unterstellen ohne jeden Beweis, dass die anderen Söhne auch IS-Anhänger sind - wie kommen Sie dazu?
Wie dem auch sei, sie waren nun in Polizeigewahrsam, wurden verhört und freigelassen, "weil ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nichts zur Last gelegt werden kann". Also, die französische Polizei wird sie wohl im Auge behalten und weiter ermitteln. Was wollen Sie noch?

@11:15 von Hackonya2

"Ich wiederhole nochmal: Im Islam ist Selbstmord und unschuldige Menschen töten strikt verboten."

Aber schuldige Menschen darf man töten? Und mit was macht man sich schuldig und wer entscheidet das?
(Oder war das "unschuldige" hier nur rhetorisch gemeint?)

"Der Vater hätte dem Sohn noch deutlicher nahe bringen können,..."

Wer bereits mit dem IS sympathisiert, ist wahrscheinlich auch mit besten Argumenten und vor allem mit Logik nicht mehr zu erreichen. Eltern haben es da besonders schwer.

14:22, Icke 1

>>Gut so
Liebe französische Polizei. Alles richtig gemacht, nicht schwätzen, sondern neutralisieren. Mit Terroristen spricht man nicht, die neutralisiert man. Anderswo werden Gefährderansprachen etc. begonnen, der Wahn der Gefährder hat so die Chance von Tag zu Tag zu wachsen.<<

Ach je.

Ihre Rambofantasien in schnarrend-martialischer Sprache in allen Ehren, aber was meinen Sie denn, wie ein deutscher Polizist reagiert, wenn jemand das Feuer auf ihn eröffnet?

Mit einer Gefährderansprache?

Was für ein Quatsch.

14:30, nelumbo

>>@fathaland slim
Angehöriger oder Anhänger des IS, das ist hier Jacke wie Hose. Der IS ist kein Verein, dem man per Mitgliedsantrag beitritt. Bzw. ein Terrorakt ist als Mitgliedsantrag zu betrachten. Der IS bezeichnete den Terroristen als „Soldaten des IS“, dh. jeder der in deren Sinn handelt ist dabei.<<

Sie meinen, jemand, der der Meinung ist, der IS wäre eine tolle Sache, sollte automatisch als Mitglied desselben betrachtet werden?

@ fathaland slim

"Ich bin sowieso der Meinung, daß sich Islamisten und eine bestimmte Sorte von "Islamkritikern " ideologisch durchaus ähnlich sind."
Aber hoffentlich sehen Sie auch den entscheidenden Unterschied: welcher "Islamkritiker" ist denn bislang als Selbstmordattentäter oder sonstiger bewaffneter Attentäter in Erscheinung getreten? Bitte nicht Breivik, der war ein isolierter Spinner, nicht organisiert.
Merkwürdigerweise gibt es etliche Islamkritikerinnen wie Frau Kelek, die selber in einer islamischen Society aufgewachsen sind. Dagegen gibt es konvertierte Islamisten, die ihrerseits in einem liberalen Umfeld aufgewachsen sind. Auch das ist ein entscheidender Unterschied.

@deutlich - Einzelfall oder Fehler des Systems?

13:29 von deutlich:
"Sehen Sie, in Frankreich gibt es ein vernünftiges Bildungssystem und einen funktionierenden Sozialstaat. Wenn Chekatt nur einen Hauptschulabschluss hatte und keine Ausbildung, dann hat er die Bildungschancen schlicht nicht genutzt."

Sind Sie schon mal auf die Begriff "Banlieue" oder "sozialer Brennpunkt" gestoßen? Den wenigsten Menschen ist es möglich, aus dieser Falle zu entkommen. Das ist Fakt und lässt sich nicht mit Schlagworten wie "Eigenverantwortung" abspeisen.

"Nicht an allem, was nicht läuft ist 'die Gesellschaft' schuld."
> Bitte entscheiden Sie sich: Sind diese Taten nun "Einzelfälle" mit individuellen Ursachen, oder handelt es sich um eine Anhäufung von Fällen mit denselben (also systembedingten!) Ursachen?

@14:22 von fathaland slim: aus finanziellen Gründen

"Ich halte solche Attentate für erweiterte Suizide. Ich glaube nicht, daß ein Mensch so etwas aus finanziellen Gründen tut."

Das Attentat halte ich auch für den Abschluss eines Lebens, in dem der Attentäter keinen Sinn mehr sah.
Möglicherweise hatte er auch einen Hass auf die ihm gegenüber vielleicht als ungerecht empfundene Gesellschaft, der ihn dazu brachte auf seinem letzten Weg noch so viele Menschen wie möglich mit zu nehmen.

Mit finanziellen Interessen meinte ich die Zeit vor dem Attentat. Radikalisiert hat sich der Attentäter ja angeblich im Gefängnis. Vielleicht hat er sich ja als bezahlter Unterstützer des IS anheuern lassen. Auch ein radikaler Islamist muss von irgendetwas leben. So wäscht dann eine Hand die andere.

@nelumbo - Autos und Terroristen

13:49 von nelumbo:
"Was soll der komische Vergleich von Autoverkehr und Terrorismus?"
> Dieser Vergleich soll jede Menschen in die Realität zurückholen, die auf Weihnachtsmärkten mehr Angst um ihr Leben haben als im Straßenverkehr.

"Hingegen ist Terrorismus zu gar nichts gut."
> Das sehen Populisten garantiert anders. Und natürlich jenen Interessengruppen, denen die Abschaffung der Bürgerrechte am Herzen liegt.

@13:11 von vox moderandi

"Ich würde sagen: möglichst allen eine möglichst große Chance bieten, etwas aus ihrem Leben zu machen. Hört sich irgendwie nach Binsenweisheit an. Fragt sich nur, warum verantwortliche Kräfte es dann nicht umsetzen."

Ich wage sogar zu behaupten, dass wir uns immer weiter von Chancengleichheit entfernen. Wir investieren viel zu wenig in Kitas, Schulen und andere Bildungseinrichtungen. Vor allem die notwendige Integration (vor allem das Erlernen der deutschen Sprache) von Zuwanderern kommt viel zu kurz. Ohne entsprechend geschultes Personal wird das alles nichts und da fehlt es an allen Ecken und Enden.

um 14:03 von fathaland slim

Ja, kenne ich sehr gut. In der Straße, in der ich aufgewachsen bin, waren einige moslemische Jungs meine besten Freunde. In meiner Kindheit war ich ständig bei denen im Hoagarten, wie es meine Mutter formulierte. Es gab jedenfalls niemanden dieser Spielkameraden, der auch nur auf die Idee kam, seinem Vater zu widersprechen. Ich habe auch viele sonstige Stereotypen mitbekommen, wie z.B. die älteste Tochter, die sich bei der Heirat mit ihrem Cousin dem Willen des Vaters unterzuordnen hatte. Ich erinnere mich noch gut an die Tränen dieses Mädchens. Damals habe ich das alles natürlich nicht richtig verstanden. Erst später wird einem das alles bewusst.

re nachfragerin: Wohltat!

„ Wie stellen Sie sich das vor? In einem Rechtsstaat kann die Justiz nur Straftaten bewerten, die auch begangen wurden. Und da der Täter auch dieses Mal behördlich bekannt war, bringt "genaueres Hinsehen" wenig.“

Es ist wirklich eine Wohltat, Ihre durchdachten und ausgewogenen Kommentare zum Wesen unseres Rechtsstaats zu lesen.
Sie sprechen mir hiermit aus der Seele!

@r0lt0 - selbsterfüllende Propezeihung

14:25 von r0lt0:
"... in der Bundesrepublik ist Verbreitung von IS Propaganda ebenfalls verboten. Ob das öffentliche Bekenntnis, der Vater eines Terroristen zu sein, als Propaganda zu bewerten ist? Aber ja doch."
> Sie wollen die Sippenhaft wieder einführen?

"Ich denke sogar, dass ein deutscher Vater, der weiss dass sein Sohn gemordet hat, sich vor Scham in ein Loch verkriechen würde."
> Dann informieren Sie sich mal über die Väter biodeutscher Amokläufern. Ich möchte behaupten, dass das Vatersein wenig mit dem Glauben zu tun hat.

"Das offene Bekenntnis sieht mir eher wie eine Verspottung des schwachen Rechtssystems aus, das Mitwisser schont."
> Das sieht nur so aus, weil Sie es gar nicht anders sehen wollen.

"Wir Europäer können uns eine Welt, in der Mörder der IS als Märtyrer verehrt werden, nicht vorstellen."
> Stellen Sie sich einen Amokläufer und einen Nachahmer aus der Zeit vor, als es noch keinen "islamistischen Terror" gab.

Nachfragerin 14.31

Sehen Sie, man kann natürlich Alles klein reden. Aber es war bekannt, dass nach Chekatt gefahndet wurde wegen des Attentats. Trotzdem konnte er in seinem Wohnviertel untertauchen, genau wie seinerzeit Abdessalam in Molenbeek, der sogar monatelang. Die mussten in der Zeit essen und trinken und A. war sogar öffentlich unterwegs. Soll mir Niemand erzählen, das habe Niemand gesehen und vor der Polizei verheimlicht.
Ich kann mich noch an die RAF-Zeit erinnern. Da wurde auf die Unterstützer- und Sympathisantenszene sehr genau geachtet und Druck ausgeübt. Ohne diese Szene wäre es für den Terror schwieriger.

@ fathaland slim

und @ deutlich.

Ja doch, die Herrschaften. Ich trete normalerweise auch für Eigenverantwortung ein. Aber ein paar bessere Rahmenbedingungen von "oben" fände ich trotzdem ganz hilfreich. Ich weiß nicht, ob der Typ zu "retten" gewesen wäre, aber ein paar weitergehende Gedanken kann ich mir doch mal machen.

14:53, Heißer Schnee

Ich kenne viele, die ihrem Vater nie widersprechen würden, aber trotzdem nicht das tun, was er gutheißen würde. Und das beschränkt sich nicht nur auf moslemische Jungs.

14:46, GeMe

>>Mit finanziellen Interessen meinte ich die Zeit vor dem Attentat. Radikalisiert hat sich der Attentäter ja angeblich im Gefängnis. Vielleicht hat er sich ja als bezahlter Unterstützer des IS anheuern lassen. Auch ein radikaler Islamist muss von irgendetwas leben. So wäscht dann eine Hand die andere.<<

Ich habe noch nie davon gehört, daß der IS in Europa Gehälter zahlen oder Menschen finanziell unterstützen würde.

Wissen Sie da näheres?

Entschuldigung,

..vielleicht habe ich es ja nur verpasst, aber weshalb wurde (nicht wird!) "Chekatt (...) verdächtigt, am Dienstagabend auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt auf Passanten geschossen und sie auch mit Messern angegriffen zu haben"?

Wie kam man eigentlich so schnell auf eben genau diese Person?

..und was ist, wenn er vielleicht garnicht der Täter gewesen ist???

Und, gibt es eigentlich außer den Polizisten noch unbefangene Zeugen, die bestätigen können, dass der dann "eliminierte" zuerst auf seine "Eliminierer" geschossen hatte???

Das würde mich schon auch mal interessieren.

Vielleicht kann mir ja jemand diese Fragen beantworten..

Danke.

14:53, Heißer Schnee

>>Ich habe auch viele sonstige Stereotypen mitbekommen, wie z.B. die älteste Tochter, die sich bei der Heirat mit ihrem Cousin dem Willen des Vaters unterzuordnen hatte. Ich erinnere mich noch gut an die Tränen dieses Mädchens. <<

Arrangierte Ehen kenne ich aus dem Artland, nördlich von Osnabrück, in den 70er Jahren. Ich kannte ein Mädchen, das war deswegen in Osnabrück sozusagen untergetaucht. Sie war übrigens katholisch. Da ging es darum, wer den Hof mal erbt.

Ostanatolien und das Artland sind in vieler Hinsicht vergleichbar. Hinterwäldlerische Gegenden. In den USA gibt es das Sprichwort "You can take the boy out of the country, but you can't take the country out of the boy".

Das dauert mindestens ein bis zwei Generationen.

@fathaland slim

Ich schrieb doch: Jeder der im Sinne des IS handelt, ist dabei. Ich schrieb nicht „jeder der den IS toll findet, ist dabei“. Um die Taten geht es. Ich frage mich allerdings wie ich das in meinem Kommentar noch deutlicher hätte ausdrücken können.

14:56, vox moderandi

Eigentlich bin ich völlig Ihrer Meinung. Andererseits kenne ich aber viele Menschen, die für ihr Scheitern ständig äußere Umstände verantwortlich machen. Das ist ja auch so schön bequem...

@Nachfragerin

sie meinen, die Populisten freuen sich über den Terrorismus? Sollte man dann nicht erst recht Terrorismus verhindern, schon alleine um die Populisten zu ärgern? (Sind sie auch der Meinung, die Grünen hätten sich über Fukushima gefreut? Das denke ich nicht, auch wenn es ihnen Stimmen gebracht hat)

15:17, nelumbo

>>@fathaland slim
Ich schrieb doch: Jeder der im Sinne des IS handelt, ist dabei. Ich schrieb nicht „jeder der den IS toll findet, ist dabei“. Um die Taten geht es. Ich frage mich allerdings wie ich das in meinem Kommentar noch deutlicher hätte ausdrücken können.<<

Ja, sehen Sie, und ich dachte, ich hätte mich in meinem Kommentar um 14:10, auf den Sie ja ursprünglich antworteten, deutlich und unmissverständlich ausgedrückt.

Tja, so kann man sich irren und aneinander vorbeischreiben.

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