Ihre Meinung zu: Bundesrechnungshof kritisiert Bahn: Abkassieren durch Abwarten?

6. Dezember 2018 - 20:26 Uhr

Es läuft einiges schief bei der Bahn - vor allem auf den Gleisen, kritisiert der Präsident des Bundesrechnungshofs. Sein Vorwurf: Die Bahn spare solange, bis nicht sie, sondern der Bund zahle. Von Birgit Becker.

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Kommentare

Wie kann man jemandem

der sich an die Regeln und Gesetze hält diese vorwerfen? Der die Regeln erstellt ist in der Pflicht.

Bahn endlich privatisieren

Die Bahn verhält sich betriebswirtschaftlich genau richtig. Wann denkt der Staat eigentlich an eine vollständige Privatisierung?
Nur eine echt private Bahn kann rentabel sein und Gewinne einfahren.

Die Bahn

hätte niemals privatisiert werden dürfen.
Andererseit, wenn ich so darüber nachdenke, wäre es unter staatlicher Obhut auch nicht besser.

Es sollte grundsätzlich bei allen Unternehmensformen die ranghöchsten mit ihrem Privatvermögen haften. Denn das Geld, das dem Unternehmen für eine funktionierende Infrastruktur fehlt, besitzen die Herren aus dem Management.

Bei Kleinstbetrieben unterhalb der GmbH muss auch der Inhaber persönlich haften.

Wäre dem so, gäbe es auch keine Bankenrettung oder vielleicht bald die Rettung der Bahn.

Übrigens, in staatlicher Hand war die Bahn auch nie perfekt.

Die Privatisierung - ein Fehlschlag.

"...keines dieser Ziele sei erreicht worden, so Scheller, und darunter leide als erstes die Zuverlässigkeit."

Muss es erst so weit kommen wie in Großbritannien?

Die Nachbarn können es auch.

Lebe seit ca. einem Jahr in der Schweiz. Ach wie toll das hier läuft mit dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr... Aber was will man auch von einem CSU geführten Ministerium groß erwarten?!

@von hinten - Bahn endlich privatisieren

Das dieses nicht fuktioniert hatte man in England gesehen !
Selbst hier ist die Schieneninfrastruktur zu 100% in Staatsbesitz
und der Staat verlangt eine nicht machbare Dividende.
Selbst Autobahnen/Wasserstraßen werfen keine Dividenden ab, jedoch sind diese volkswirtschaftlich unverzichtbar und generieren zu den Mautgebühren unmengen an Mehrwertsteuern, von diesen geht aber nix
in die Infrastruktur :-)

@ 20:51 von hinten

>> Bahn endlich privatisieren - Die Bahn verhält sich betriebswirtschaftlich genau richtig. Wann denkt der Staat eigentlich an eine vollständige Privatisierung? Nur eine echt private Bahn kann rentabel sein und Gewinne einfahren. <<
_
Na klar ... wie zB. in GB oder in den USA... Kennen Sie die dortigen Bahnangebote und die Ticketpreise...? Dort ist - im Fernverkehr - das Fliegen oftmals viel billiger und bequemer ... ähnlich wie in DE... ABER - wie ist das möglich angesichts der technisch viel höheren Anforderung ans Fliegen gegenüber den vergleichsweise einfachen Anforderungen an die Bahntechnik... Könnte das am insgesamt miesen Bahnservice liegen..? ... von oft versifften Waggons bis hin zur inzwischen sprichwörtlichen Unpünktlichkeit..?!

20:51 von hinten

"" Nur eine echt private Bahn kann rentabel sein und Gewinne einfahren.""
#
So gesehen haben Sie Recht ,aber dann werden viele Strecken die unrentabel sind stillgelegt und die dort an den Strecken wohnenden Bürger haben das große Nachsehen. Das darf es m.M.n. nicht geben. Deshalb muss die Bahn in staatlichen Händen bleiben.

Übrigens...

... und mal nur nebenher... Ich bin zwar aus gewissen Gründen immer wieder in DE, habe aber seit einigen Jahren als Auswanderer meinen Lebensmittelpunkt in Neuseeland. Dortige Bahnen sind nicht nur "preußisch pünktlich", sondern die Waggons auch stets vorbildlich sauber. Und die Bahnschaffner / Zugbegleiter oder das Bahnhofspersonal haben das absolute Sagen... und sind dabei zwar nachdrücklich, aber immer auch überragend höflich... ebenso wie das Personal in den Bistros der Züge. Kurzum - ich erlebe anderswo, daß es auch anders und viel besser als in DE geht... Das kann freilich auch an einer insgesamt konstruktiveren Einstellung der Bürger / Benutzer zum Bahnfahren liegen...

@20:51 von hinten

"Nur eine echt private Bahn kann rentabel sein und Gewinne einfahren"....
warum muss eine Bahn Gewinne einfahren?
Die Bahn als Massenverkehrsmittel hat den Sinn der Daseinsvorsorge...
Beispiel Nahverkehr, nennen sie ein einziges Bahnunternehmen eines Landes auf dieser Erde, welches kostendeckend Regionalverkehr betreiben kann und dennoch wird kein vernünftiger Mensch den ÖV einstellen wollen.

auf den bahnsteigen sieht es

auch nicht besser aus. obwohl, pofalla könnte das thema doch als erledigt ausweisen.

Nur eine echt private Bahn kann rentabel sein und Gewinne einfah

Wo haben Sie diese Einsicht denn her?

Am 06. Dezember 2018 um 21:15 von kuk-saar

Zitat:
"Übrigens, in staatlicher Hand war die Bahn auch nie perfekt."

Das ist vollkommen richtig. Man fand auch damals schon genug zum kritisieren.

Aber sie war trotzdem deutlich besser als heute. Immerhin konnte sie m.E. vollkommen zurecht damit werben:

Wir fahren bei jedem Wetter.

21:20 von gottloser_kritiker

was will man auch von einem CSU geführten Ministerium groß erwarten?!
.
es ist schon deprimierend, dass es in der Schweiz hervorragend läuft
hierzulande viel im Argen liegt
ob da allerdings alles an der CDU liegt ?

wo wollen sie denn lieber leben herrscht ein besserer Lebensstandard
in Berlin / Bremen ... oder in Bayern
und wer finanziert über den Länderfinanzausgleich die restliche Republik
also ganz so schlecht kann die CSU nicht sein
oder liegt es womöglich gar an der Bevölkerung ?

Was anderes konnte man vom Ist-Zustand erwarten?

Wer die Mängelliste, für die er im Anschluss kritisiert wird, selbst aufstellen darf bleibt in der Selbstkritik zurückhaltend. Und die schönste Jahresbilanz ist mit sparsamer Instanthaltung ein gutes Stück näher. Koste es, was es wolle.
Anderseits ist es nicht sinnvoll, Geld in Instanthaltungen stecken, wenn eine Modernisierung bereits feststeht. Wie lange muss davor instantgehalten werden? Was passiert im Falle langwieriger Entscheidungen wie Stuttgart 21: Jahrelang wurde diskutiert. Mit der Zeit wurde die Erneuerung bestehender Anlagen dringender. Ein Selbstläufer.
Mängel und Instanthaltung - ein Fall für unabhängige Gutachter? Einmal mehr stellt sich die Frage, ob man Netz und Betrieb nicht trennen sollte. Oft unter dem Titel "Zerschlagung" diskutiert und mit Hinweis auf die Funktion als Gesamtsystems verworfen. Um welche "Synergien" es dabei auch geht beschreibt der Beitrag zutreffend.

Marktorientiert

Die Bahn muss wieder pünktlicher werden, weniger bürokratisch und wieder mehr markorientiert im Sinne von kundenorientiert. Staatlich wird das nix. Eine gute Bahn kann nur privat sein und Gewinne einfahren.

Reiseprotokoll

Ich bin heute von Osnabrück nach Berlin gefahren. Der Intercity nach Berlin fuhr ein, ich stieg ein. Dann kam eine Durchsage, es gäbe technische Probleme. Gut. Wir standen eine Weile, dann kam eine Durchsage, der Zug führe leider nicht weiter. Man bitte um Entschuldigung. Zum Glück hatte ein IC nach Hamburg siebzig Minuten Verspätung, den nahm ich dann und stieg in Hamburg um. Dieser Zug kam dann erstaunlicherweise mit nur zehn Minuten Verspätung in Berlin an.

Ich bin ja Kummer gewöhnt, aber das, was momentan abgeht, das toppt wirklich alles.

Man macht echt was mit.

Ich warte darauf, daß die Bahn den Betrieb komplett einstellt.

Es ist ja nicht nur die Bahn....

Was ist nur aus diesem Land geworden? Die Deutsche Bundesbahn hatte seinerzeit nicht von ungefähr den Slogan "Alle reden vom Wetter - wir nicht." Das war ein verlässlicher Betrieb. Vergangenheit.
Bundeswehr: War mal ein einsatzbereiter Laden auf dem Stand der Technik. Vergangenheit.
Gesundheitssystem: Heute soll mit Krankenhäusern und Altenheimen Geld verdient werden. Wie krank ist das denn?
Infrastruktur: Baustelle an Baustelle. Von zügiger Abarbeitung keine Spur. Baustellen sind nun Dauereinrichtungen.
Telefonie: Früher brauchte man die Störungsstelle so alle 5 bis 10 Jahre einmal. Und heute?
Energiekonzept des Landes: Ich kenne keins. Viele der Windräder stehen still, aber es werden immer neue gebaut.
Europäische Integration: Früher waren wir mal Motor, heute bremsen wir Herrn Macron aus.
Dafür beschäftigen wir uns mit der überaus wichtigen Gender-Problematik, sind politisch besonders korrekt, machen Leute wie Christian Wulf zur Schnecke (wir sind ja alle so edel).
Irgendwo hakt's.

keine Bonis auf Kosten...

Keine Bonis auf Grund von Einsparungen!
Bonis nur bei Kundenzufriedenheit.

Leider bekamen die Letzten Bahnchefs ihren Boni nach Einsparungen.
Das ist der Grund warum die Bahn so marode ist.
Und wer hat Schuld?
Die Bundesregierung!

@von hinten

Privatisieren soll das Allheilmittel sein?? Genau das Gegenteil!! Die Bahn muss VOLLSTÄNDIG zurück in öffentliche Hand. Ziel der Bahn darf nicht das Erwirtschaften von Profit sein sondern die Mobilität der Deutschen Bürger.

Vom Auto auf die Schiene

Steckt endlich mehr Geld in Schienennetz und weniger in die Straßen! Auto fahren darf keine Zukunft haben!

Genau DAS

hat die DB kaputt gemacht, die Vorbereitung auf die Privatisierung. Private wollen Gewinne und Dividenden sehen und nicht in marode Infrastruktur finanzieren. Und ehrlich, was solls? Die DB ist zu 100% in Bundesbesitz, ob die DB bezahlt oder der Steuerzahler (führ den Erhalt von Infrastruktur bezahlen wir übrigens auch Steuern) Ist somit Egal. Besser mehr Gelder aus dem Staatssäckle, und damit die Preise senken. Wir brauchen eine Staatsbahn die keine Gewinne einfahren muß, in der Struktur nicht so zerrissen ist wie die DB und Beamte/Bahner (hier muß allerdings in Bezug auf Renten und Versicherung einiges geregelt werden) und keine BWLer und Manager/Ex-Politiker im Vorstand/Leitung.

BWLer

In vielen Gesprächen mit dem von der Misere wirklich betroffenen Personal ( in den Zügen und nicht in der Verwaltung im Moloch Berlin) kommt die eigentliche Crux zum Vorschein: Inkompetente BWLer, die von den technischen Problemen keine Ahnung haben!
Das gilt auch für andere Großbetriebe in Deutschland!

SBB

Die Bahn in der Schweiz hat keine andere Wahl als gut zu sein. Denn ihr Anteil an der Mobilität ist viel höher als in Deutschland.
Sie hat keine so schwierige Zeit hinter sich wie den Übergang von der Deutschen Bundesbahn zur DB AG: Mit ihr wollte nie ein Bahnchef ernsthaft an die Börse…
Aber auch an den SBB geht das immer höhere Fahrgastaufkommen nicht spurlos vorbei und führt zu den beschriebenen Pannen.
Wohl dem, der gar nicht mehr fahren und reisen muss.

Warum wird die DB nicht

Warum wird die DB nicht endlich verstaatlicht.

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