Ihre Meinung zu: USA, Kanada und Mexiko unterzeichnen NAFTA-Neuauflage USMCA

30. November 2018 - 18:47 Uhr

Nachdem US-Präsident Trump das Handelsabkommen NAFTA aufgekündigt hatte, einigten sich die USA, Kanada und Mexiko auf die Neufassung. Nun unterzeichneten sie USMCA am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires.

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Kommentare

Etwas irritierend

"Das Abkommen regelt eine der größten Freihandelszonen der Welt. Foto: Eine Zollstelle an der Grenze zwischen Mexiko und den USA."

Eine Zollstelle in einer Freihandelszone?

Irgendwie bleibt auch rätselhaft, ob es denn wirklich bedeutende Veränderungen zu NAFTA gibt und wenn, zu wessen Vorteil oder Nachteil.

USMCA

Am letzten Tag seiner 6-jährigen Amtszeit unterzeichnet der unbeliebteste (und zugleich unfähigste) Präsident in der Geschichte Mexikos (seine Zustimmungszahlen liegen bei etwa 10%) ein extrem wichtiges und weitreichendes, um nicht zu sagen folgenschweres Abkommen.

Schwer sich vorzustellen, dass aus seiner Feder etwas auch nur annähernd Wohldurchdachtes für sein Land tropft.

Autozölle

So sehr ich auch ein Gegner der Politik Trumps bin, finde ich seine Idee mit den Autozöllen ganz gut. Hoffentlich macht er bald ernst und erhebt endlich hohe Zölle auf PS-Starke Luxusautos.

Das wünsche ich mir schon seit langem. Dies sollte dann weltweit Schule machen und auch von anderen Ländern übernommen werden. So bleiben nämlich wichtige Devisen im eigenen Land. Auch gibt es dann nicht mehr einen "Export-Weltmeister", sondern viele Dutzend. Fände ich toll!

Für Trump egal

Trump wird es herzlich wurscht sein, ob das jetzige Abkommen wirklich besser für die USA ist als das vorige... Hauptsache, er konnte sein Versprechen umsetzen, das alte zu kündigen und ein neues auszuhandeln. Da kann er sich wieder feiern als most fantastic Dealmaker ever.

USA, Kanada und Mexiko unterzeichnen ..

wenn es ihnen dann damit besser geht, dann ist das ja gut.
Die Spinne im Netzt erkennt man daran, dass sie in vielen solcher Zweckbündnisse mit mischt und damit an den meisten Fäden zupfen kann.

Kraftwerk Trump

Trump gestaltet die Welt zu Vorteil seines Landes um. Er liebt sein Land und kämpft um dessen Vorteile. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Ein Trojanisches Pferd "Amerika first"

Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte
bleiben selbstverständlich

Zollfrei bleiben nur Autos deren Teile zu 75 Prozent in den USA produziert wurden.

Auch müssen 45 Prozent der hergestellten
Bauteile von Arbeitnehmern stammen welche mindestens 16 US-Dollar verdienen.
Das liegt um einiges über dem mexikanischen Durchschnittslohn :-)

Ob das durch beide US Kammern geht ?

NAFTA 2.0 muss einen anderen Namen tragen...

... weil Trump's Ego es nicht ertragen hat, dass eine weithin erfolgreiche Handelsarchitektur, die einen der größten Wirtschaftsräume des Globus verbunden hat, anderen Autoren als ihm selbst zugeordnet werden kann.

NAFTA 1.0 wurde vor allem im Hinblick auf Festlegungen des Wertschöpfungsanteils in Nordamerika produzierter Güter auf der Basis schon bestehender Regelungen zu NAFTA 2.0 aufgebohrt, das nun den Namen USMCA trägt.

Die Vorteile einer arbeitsteiligen, marktwirtschaftlich organisierten Weltwirtschaft für die Mehrung des Wohlstandes aller ist dem Immobilien-Händler, der er im Geiste nach wie vor ist, einfach völlig fremd.

Um objektiv beurteilen zu können,...

...was Trump tatsächlich mit seinen
unverhohlenen Drohungen erreicht
hat, wär es sinnvoller gewesen,
die UNTERSCHIEDE des neuen
NAFTA - USMCA Abkommens
Vorher/Nachher herauszustellen!!
SO weiß man eigentlich gar nichts
und ist so klug wie ohne diesen
Bericht...!
Schon der neue Name vermittelt
den Eindruck, dass es sich wohl
eher um ein Allein-Produkt der
US- Regierung handelt = US-MCA...!!
Auch Trudeau macht - nicht nur
auf dem Foto - keine gute Figur...!

@Paul Puma: Euphemistische Umschreibung für Nationalismus

"Trump gestaltet die Welt zu Vorteil seines Landes um"

Das ist eine zukunfsträchtige Vision von "der Welt"? Wenn die Welt zum Vorteil eines Landes umgestaltet wird, dann kann es nur 1 Gewinner und 200+ Verlierer geben.

"Er liebt sein Land und kämpft um dessen Vorteile."

Das ist der Euphemismus, mit der alle "Nationisten" (Trump über sich selbst) ihr Tun umschreiben. Das kann schon in der Basislogik nicht funktionieren. Im Weltmaßstab hat das immer nur zu Konfrontation und Desaster geführt.

Wirtschafts- und Handelsarchitekturen können nachhaltig nur nur bestehen, wenn alle Beteiligten davon profitieren.

Unabhängige Schiedsgerichte

"Im Gegenzug besteht die US-Regierung nicht mehr auf Abschaffung des unabhängigen Schiedsgerichts für Handelsstreitigkeiten."
Unabhängige (private) Schiedsgerichte, wo Firmen Staaten verklagen können, standen ja während der TTIP-Verhandlungen schwer in der Kritik. Und einige Staaten haben mit solchen "unabhängigen" Gerichten schon leidvolle Erfahrungen gemacht.Da wollte Trump mal was Richtiges und hat es versemmelt.

@1.Senator - Um objektiv beurteilen zu können,...

Schon alleine die China-Klausel ist nicht WTO konform

Kapitel 32

Hier schreibt Trump schreibt den Vertragsparteien vor, die Partner
über Verhandlungen mit China zu informieren.

Im Falle des Zustandekommens eines
Abkommens (mit China) kann das USMCA gekündigt werden :-)

18:50 von Paul Puma

"Trump gestaltet die Welt zu Vorteil seines Landes um. Er liebt sein Land und kämpft um dessen Vorteile. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit."

Klar, denn wenn jeder nur an sich denkt, ist ja auch an alle gedacht ;))).
Ist Ihnen bereits in den Sinn gekommen, dass jede Politik des "my country first" voraussetzt, dass alle anderen sich widerspruchslos hintanstellen und willentlich Nachteile für sich in Kauf nehmen?
Oder dass der deutsche Wohlstand erheblich auf dem Exportüberschuss basiert?
Nach solcher "Logik" müssten alle anderen Länder diesem Modell doch einfach nur nacheifern und ebenfalls mehr exportieren als importieren, das wird dann ganz sicher richtig gut funktionieren... :O

Kluge Köpfe setzen auf "win-win(-win-win)".
Also das Gegenteil Trumpscher "Politik".

@1. Senator: Der Unterschied vorher/nachher

(1) 75 % der Komponenten eines Autos müssen künftig in Mexico, USA oder Canada produdziert werden. Unter NAFTA lag der Satz bei 62,5 %.

(2) 40 – 45 % der Autoteile müssen von Arbeitern produziert wrden, die 16 $/h + verdienen. Das liegt über den Löhnen in Mexico aber unterhalb derer in den USA und Canada.

(3) Canada öffnet seinen Markt stärker als bislang für Milchprodukte für amerikanische Farmer

(4) Intellectual Property Regel wird von 50 auf 70 Jahre verlängert. Hinzu kommen Regelungen für die Digital Economy.

(5) Sunset Clause: das Abkommen endet nach 16 Jahren und muss dann wieder bestätigt/erneuert werden.

Die Handels- und Zollpolitik schlägt negativ auf die ....

... amerikanischen Unternehmen und Wirtschaft zurück.

Die "Trumpanomics" wird dieser Tage aus dem Wolkenkuckucksheim auf den Boden der harten Realität zurückgeholt.

(1) die Zölle auf Stahl und Alu kosten einen Konzern wie General Motors um die 700 Millionen US $. Das vernichtet in dem Unternehmen, das Werksschließungen in Ohio angekündigt hat, bestehende Arbeitsplätze.

(2) die pro-zyklischen Tax-Cuts blähen das US-Haushaltsdefizit bereits in 2019 auf nahezu eine Billion $.

(3) Zusammen mit den Importverteuerungen durch Trump's Zölle treibt das die Inflation.

(4) Der wirkt die Fed mit Erhöhungen des Leitzins' entegegen.

(5) Das treibt die Finanzierungskosten von Investitionen für die Unternehmen nach oben.

(6) die Zinserhöhungen treiben das Budgetdefizit.

(7) die Börsen-Hausse, die Trump gerne als Indikator für seinen Erfolg heranzieht, hat einen merklichen Dämpfer erhalten.

Kurzum: die "Logik" der Trumpanomics ist
in der Realität ein Sammelsurium von Widersprüchen.

Gemeinsamer Binnenmarkt ohne gemeinesame Währung/Regierung?

Wie ist denn das möglich?

Ständig erzählt man uns, dass wir Deutschen als Exportnation ganz schön schlucken würden, wenn es die EU oder den Euro nicht geben sollte.

Wie kann es denn sein, dass neben all den anderen Freihandelszonen dieser Welt, die NAFTA keine gemeinsame Regierung oder Währung für die USA, Mex und Kanada braucht?

Raffe ich mal wieder Null!

Der Widerspruch im Denksansatz des Protektionismus ...

... nach Trump's Rezeptbuch liegt offen zutage.

Nicht nur in der Theorie der Nationalökonomen wie Ricardo sondern in der globalen Realität zeigt sich, dass internationale Arbeitsteilung, die Fokussierung auf die Stärken der Wirtschaft eines Landes, die Spezialisierung von Unternehmen und die Nutzung komparativer Kostenvorteile vorteilhaft für alle Akteure ist.

Voraussetzung: sie bringen innovative, an Kundenbedarfen orientierte und wettbewerbsfähige Produkte auf den Markt und leisten einen guten Service.

Viele amerikanische Unternehmen tun genau das. Trump's falsches Versprechen des Protektionismus richtet sich an die anderen, die diesen Zug verpasst haben.

Wenn es nach seinen antiquierten merkantilistischen Vorstellungen von "Fairness" geht, wird der Innovations- und Produktwettbewerb ausgesetzt und die Staaten nehmen sich im Tausch Quoten von Produkten, z.B. Autos ab.

Dazu muss man "nur" den Konsumenten die Wahlfreiheit nehmen.

20:12 von Bote_der_Wahrheit

Gemeinsamer Binnenmarkt ohne gemeinesame Währung/Regierung?

Wie ist denn das möglich?

Ständig erzählt man uns, dass wir Deutschen als Exportnation ganz schön schlucken würden, wenn es die EU oder den Euro nicht geben sollte.

Wie kann es denn sein, dass neben all den anderen Freihandelszonen dieser Welt, die NAFTA keine gemeinsame Regierung oder Währung für die USA, Mex und Kanada braucht?

Raffe ich mal wieder Null!
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Sie haben Recht, nicht nur die Amerikaner zwingen EU- Länder auf Dollarbasis zu fakturieren.
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Die deutschen Interessen betreffen aber auch die Toscanafraction die auch dem Weg zu den dortigen Landsitzen nicht umrechnen muss.
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Positiv aber auch, die Umrechnung der Haftungsrisiken für faule EU-Kredite unterbleibt für den deutschen Steuerzahler.

18:04 von karwandler

Etwas irritierend

"Das Abkommen regelt eine der größten Freihandelszonen der Welt. Foto: Eine Zollstelle an der Grenze zwischen Mexiko und den USA."

Eine Zollstelle in einer Freihandelszone?

Irgendwie bleibt auch rätselhaft, ob es denn wirklich bedeutende Veränderungen zu NAFTA gibt und wenn, zu wessen Vorteil oder Nachteil.
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Richtig, wenn man unterstellt, das alles was Trump macht den Amerikaner schadet, dann ist man irritiert, wenn Kanada und Mexico nachgeben.
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Meistens stört Ideologie eben bei Logik.

19:11 von Karl Klammer

"Ein Trojanisches Pferd "Amerika first"
Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte
bleiben selbstverständlich.
Zollfrei bleiben nur Autos deren Teile zu 75 Prozent in den USA produziert wurden.
Auch müssen 45 Prozent der hergestellten
Bauteile von Arbeitnehmern stammen welche mindestens 16 US-Dollar verdienen.
Das liegt um einiges über dem mexikanischen Durchschnittslohn :-)"

Sie haben keine Bezugsgröße des Einkommens (Stunde, Tag etc) genannt, dennoch möchte ich gerne ausführen:

Der mexikanische Mindestlohn wurde am 01.01.2018 um mehr als 10% erhöht, auf nun 80 mxn/Tag (also für 8+ Stunden). Entspricht 3,46 €/Tag.

Ein Akademiker verdient durchschnittlich etwa 700 €/Monat.

NAFTA

NAFTA war ja schon abgemacht, wurde aufgekündigt und umbenannt, damit unser Held Trump es als Erfolg auf seine Fahne schreiben kann. Ach was tolles er doch so alles leistet und kann.

@von träumensollteer.- So niedrig sind die Löhne auch nicht

Der einfache Bandarbeiter bei Automobilbauern in Mexico erhält 3,57 Euro/h
+ Gratifikationen

21:27 von Karl Klammer

@von träumensollteer.- So niedrig sind die Löhne auch nicht
Der einfache Bandarbeiter bei Automobilbauern in Mexico erhält 3,57 Euro/h
+ Gratifikationen

Ich sprach vom Mindestlohn und Durchschnittseinkommen eines Akademikers.
Nachweisbare Zahlen.

Gruß aus Mx

@Karl Klammer

Selbst dann könnte man davon nicht leben und nicht sterben, weil ich denke das Mexiko auch nicht alles billiger ist, wie hierzulande. Irgendwo Ausbeutung. Ich hoffe ja das e auch ein Mindestlohn in Mexiko gibt.

21:27 von Karl Klammer

"So niedrig sind die Löhne auch nicht
Der einfache Bandarbeiter bei Automobilbauern in Mexico erhält 3,57 Euro/h
+ Gratifikationen"

Das wären, bei einer 40-h-Woche, doch immerhin "satte" 642 €/Monat. Brutto.
Abzüglich Steuern und Sozialversicherung... (die bei internationalen Arbeitgebern zu berücksichtigen sind)

Wirklich ein Hochlohnland, ich sehe schon...

@träumensollteer. - Quelle mexikanischen Wirtschaftsministerium

Für Mexico sind 3,57 Euro/h (4$)schon ein ganz ordentlicher Lohn bei den niedrigen Nebenkosten.
Trumps Forderungen von 16$ würde
die Lebenshaltungskosten im Mexikanischen Staat explodieren lassen.
Solche Lohnsprünge kann kein Staat von Heute auf Morgen machen !

Noch mal Vergleichszahlen im Automobilbau
Brasilien 10Euro (11$)
Ungarn 8 Euro Dollar (9$)
USA 44 Euro (50$)

21:04 von Hackonya2

NAFTA war ja schon abgemacht, wurde aufgekündigt und umbenannt, damit unser Held Trump es als Erfolg auf seine Fahne schreiben kann. Ach was tolles er doch so alles leistet und kann.
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Und Mexico und Kanada haben nur zugestimmt, um solche Theorien in DEutschland zu stärken??

@Paul Puma

Trump gestaltet die Welt zu Vorteil seines Landes um. Er liebt sein Land und kämpft um dessen Vorteile. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Selbstverständlichkeit? Ich nenne es Arroganz. Die USA nehmen sich, was sie haben wollen. Das ist nicht Zivilisation, das ist nicht Stärke des Rechts, das ist knallharte Wildwest-Mentalität. Wenn jeder auf der Welt so handel würde, wären wir nicht mehr kurz vor dem Abgrund, wir wären schon hinabgestürzt.

20:39 von Boris.1945

Wenn man natürlich meint, dass Mexico und Kanada damit Trump Recht geben, dann stört Ideologie natürlich nicht ...

21:50 von Hackonya2

"Selbst dann könnte man davon nicht leben und nicht sterben, weil ich denke das Mexiko auch nicht alles billiger ist, wie hierzulande. Irgendwo Ausbeutung. Ich hoffe ja das e auch ein Mindestlohn in Mexiko gibt."

Der aktuelle gesetzliche Mindestlohn beträgt 3,46€/Tag in Mx. Wiederholung: Pro TAG. Wird natürlich auch gelegentlich unterboten...

Die Lebenshaltungskosten sind nicht so niedrig, als dass man damit wirklich (über-)leben kann. Geschweige denn, Miete zahlen und eine Familie ernähren.

Die in Mx durchschnittlich erbrachten Arbeitsstunden/Erwerbstätigen/Jahr sind laut internationalen Studien die höchsten der Welt und liegen um etwa 50% höher als in Deutschland.

Solange die Einkommen aber derart niedrig liegen, können sich viele abstrampeln, so lange sie wollen: Perspektiven eröffnen sich dadurch nicht.

22:16 von Karl Klammer

@träumensollteer. - Quelle mexikanischen Wirtschaftsministerium
Für Mexico sind 3,57 Euro/h (4$)schon ein ganz ordentlicher Lohn bei den niedrigen Nebenkosten.

Das bestreite ich nicht, nur sind es eben vergleichbar wenige Mexikaner, die so ein "stolzes" Einkommen von etwa 650 €/Monat brutto(!) erzielen.

Ohne Details: Leben ist hier nicht so billig, wie viele meinen. Die Kosten für Grund(!)nahrungsmittel z.B. sind oftmals denen in Deutschland vergleichbar oder liegen sogar höher.

PS: Ich lebe seit 6,5 Jahren in Mx, falls Sie meine Aussagen anzweifeln sollten...

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