Kommentare

Wer nicht spenden will,

Wer nicht spenden will, braucht nichts bekommen. Deshalb braucht jeder einen Pass, auf dem das vermerkt ist. Damit erhöhen wir nicht die Bereitschaft, aber senken den bedarf außerordentlich.

Hirntot ist nicht tot!

Nach meinem Tode könnt ihr alles haben, aber dann wollt ihr höchstens noch das Zahngold. Lebendspenden, die mich nicht töten, auch gerne: Ich spende bereits ausgiebig Blut und Blutprodukte.

Sorry, was gibt`s hier zu debattieren ?

Hunderttausende Patienten (tägl. Neue landesweit) könnten gerettet werden, wenn der Vorschlag der Widerspruchsregelung als Gesetz durchkäme.

Den Widerspruch könnte man doch schlicht mit einer einfachen Servicetelfonnummer beim Bundesgesundheitsministerium regeln, die dann die Papiere zur Unterschrift schickt.
Nicht jeder ist in einer Krankenkasse, daher kann man das über die Kassen nicht managen.

re weltmensch

" Lebendspenden, die mich nicht töten, auch gerne: Ich spende bereits ausgiebig Blut und Blutprodukte."

Das ist ja außerordentlich hilfreich, wenn einer eine Niere oder ein Herz braucht.

@ Weltmensch

"Hirntot ist nicht tot!"
.
Dann definieren Sie doch mal bitte "leben"! Hirntot heißt, dass da genau nichts mehr ist. Sie existieren nicht mehr! Das einzige was da noch ist, ist ein von Maschinen "am leben" gehaltenes Schnitzel.

Nach der Logik Hirntot ist nicht tot lebt eine Kartoffel auch.

Organspende ist eine Selbstlose Tat ohne eigenen Nachteil. Fertig.

Solange nicht die

Voraussetzungen geschaffen sind, alle Spender zu erfassen, ist die Diskussion fehlgeleitet. Darüberhinaus frage ich:"Was ist schlimmer, den Ausweis zur Spendenbereitschaft nicht finden und eine Spende verpassen oder einen Widerspruch nicht zu "finden" und gegen den Willen des "Verstorbenen" die Organe entnehmen?"
Da die Organentnahme von Leichen verboten ist, werden die Organe von Sterbenden entnommen. Der Hirntod ist eine pragmatische Definition zur Erreichung eines Zieles. Ob alle Organspender wisssen, dass ihr Organismus künstlich am Leben gehalten wird, um Organe entnehmen zu können, ist aus meinen Erfahrungen zweifelhaft. Selbst die Unterschiede zwischen Organ- und Gewebespende und unterschiedlichen Voraussetzungen sind ungenügend verbreitet. Selbst wenn alle potentiell möglichen Organspender genutzt werden, wird der Bedarf nicht gedeckt. Es gibt kein Recht auf ein Organ. Wer sich verweigert, ist kein "Unmensch". Versachlichung ist erforderlich.

18:47 von flodian

Organspende ist eine Selbstlose Tat ohne eigenen Nachteil. Fertig.
.
schön
dann machen sie´s
aber bitte !
lassen sie mich aussen vor
als Spender wie als Empfänger

Und was passiert bei Betrug?

Es sind schon zu viele Schweinereien durch die Medien gegangen. Man nenne mir auch nur ein einziges Gefängnis, in dem jemand einsitzt, der so eine Warteliste manipuliert hat, und ich stecke meinen Organspenderausweis sofort wieder in mein Portemonnaie. Vorher nicht!

Ich habe einen Organspenderausweis

in meinem Geldbeutel, seit es diesen Ausweis gibt.

Wer spenden will, kann dies so ausdrücken.

Allerdings dürften die meisten diesen Ausweis nicht haben, weil sie keine Organe spenden wollen, sondern weil es ihnen einfach Wurst ist.

Dieser Interesselosigkeit könnte man durchaus mit der Widerspruchsregelung begegnen.

Wer zur Spende bereit ist, dem ist das ohnehin egal.

Spahns Vorschlag widerspricht

dem Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit. Das gilt auch bei schwerster Erkrankung!

Um einmal ein (hoffentlich) nicht erfolgendes Szenario zu zeigen:

Auf einer Intensiv-Station zieht ein skrupelloser Arzt den Stecker für die Überwachungsmaschine = keine Hirnstrommuster auf dem Gerät => Hirntod => jetzt ganz schnell alles verwertbare ausweiden und mit höchstmöglichem Gewinn verscherbeln.

Genau diesem Vorgehen öffnet Herrn Spahns Vorschlag Tür und Tor.

Es gibt so viele Menschen auf der Erde ...

... und es werden immer mehr.

Warum also versuchen wir mit allen Mitteln, diese Leben immer weiter zu verlängern? Lassen wir doch der Natur wieder etwas mehr ihren Lauf.

Ich jedenfalls lehne Organspenden ab!

"Ich bin bereit alles für

"Ich bin bereit alles für dich zu geben, wenn du bereit bist alles für mich zu geben". Ist eine Art Versicherung. Wer spendenbereit ist, hätte später auch Anspruch auf ein Organ. Der spendenunwillige Bürger bekommt auch kein Organ. Vielleicht erhöhte diese Regelung die Bereitschaft sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und auch die grundsätzliche Spendenbereischaft? Klingt erstmal hart. Das Sterben vieler Patienten aufgrund der Unwilligkeit die eigene Position zum Thema festzulegen, ist auch hart.

18:47 von flodian

sie machen es sich verdammt einfach
mit Leben ... Hirntod
Sterben ist ein längerer Prozess
und der Begriff/Zustand "Hirntod" wurde gewählt,
weil die Organe eben nicht tot sind, noch verwendet werden können

Hirntot

Es gibt immer wieder Fälle wo Menschen aufwachen nachdem Sie für Hirntot erklärt wurden. Das englischsprachige Google News hilft da weiter. Der Tod wird nur definiert. Sie atmen noch , ihr Herz schlägt usw.
Die Wissenschaft hat sich schon häufig geirrt. Ich finde den Gedanken lebendig auseinandergenommen zu werden erschreckend.
Woher kommt eigentlich der Anspruchsglaube man müsse Menschen unbedingt mit Organtransplantationen das Leben verlängern ?

@ karwandler 18:37

" 'Lebendspenden, die mich nicht töten, auch gerne: Ich spende bereits ausgiebig Blut und Blutprodukte.'

Das ist ja außerordentlich hilfreich, wenn einer eine Niere oder ein Herz braucht."

Unser Bundespräsident hat seiner Frau eine Niere gespendet und ist m.W. quicklebendig.

von Sisyphos3

„schön
dann machen sie´s
aber bitte !
lassen sie mich aussen vor
als Spender wie als Empfänger“

Klare Aussage! Dagegen lässt sich nicht ernsthaft argumentieren.

Spende?

Wenn Organe nach Tod verschwenderischer Luxus sind, dann verscharre man alle Toten billigst und spende das Geld der Bestattung für gute Zwecke. Ein Grabstein bringt dem Toten auch nichts!

Das ist ein Unding!

Sorry, aber nichts zu sagen, heißt weder ja noch nein!
Und ich erinnere mich noch gut an den Transplantations-Skandal.
Nein, ich halte von dieser Widerspruchslösung mal so gar nichts! - Wann machen dann wohl die Ersten Jagd auf Obdachlose, um daran zu verdienen?!
Will ich einem Gauland oder Spahn ggf. das Leben verlängern? - Ganz gewiss nicht.
Für jedes Bild, jede Behandlung, jede OP muss man seine schriftliche Einwilligung geben, aber für mein persönlichstes Eigentum soll das nicht gelten? - Wie dreist kann Politik noch werden?!
Herr Spahn verkennt die Tatsachen, eine Spende ist eine freiwillige Gabe, die man von sich heraus macht und keine Form von "Solidaritätszuschlag", den der Staat zu regeln hat!
Es mag hartherzig klingen, aber ich habe mich bereits vor Jahren gegen jede Form von Spende entschieden, daran wird sich auch nichts mehr ändern.
Ein Eingreifen des Staates in das Spendenverhalten ist völlig inakzeptabel,er sollte erst einmal wieder für Solidarität untereinander sorgen

um 18:52 von Odi.14

>>Solange nicht die
Voraussetzungen geschaffen sind, alle Spender zu erfassen, ist die Diskussion fehlgeleitet. Darüberhinaus frage ich:"Was ist schlimmer, den Ausweis zur Spendenbereitschaft nicht finden und eine Spende verpassen oder einen Widerspruch nicht zu "finden" und gegen den Willen des "Verstorbenen" die Organe entnehmen?"<<

Schade, dass Sie als vernunftbegabter Mensch nicht 'unser' Politiker sind, der über unser Lebens-/ Todesthema zu bestimmen hat!! -

Meine Kreuzchen - zu Lebzeiten - hätten Sie.
(Ihrem Standpunkt schließe ich mich vollumfänglich an!)

Amerikanische Verhältnisse

Dies ist der erste Schritt zur Umkehrung der Rechtsprinzipien in Deutschland.
In den USA sagt man: du bist ein Mörder, beweise mal das Gegenteil, wenn du das Geld dafür hast.
In Deutschland soll es heißen: Jeder ist Ersatzteilspender, wenn er nicht das Gegenteil beweisen kann.

Das andere Problem ist doch, dass es schon etliche Fälle in Deutschland gab, in denen nicht nach LIste transplantiert worden ist, sondern nach dem Willen der jeweils Verantwortlichen. Mit einigen zehntausend oder hunderttausend Euro ist ein Wille leicht zu manipulieren.
Wer bekommt also meine Ersatzteile - der an der Reihe ist oder der Millionär?

Wenn ein Vorschlag vom Pharmalobbyisten Spahn kommt, muss man mehr als vorsichtig sein.

Im Tod kein Anrecht

Ich finde im Tod hat man kein Anrecht mehr auf seine Organe, wenn sie jemand benötigt.

Jeder nimmt gerne von allem und jedem mit vollen Händen, besonders wenn es notwendig ist (Arbeitslosigkeit, selbst einen Unfall haben der mehr kostet als bisher eingezahlt wurde..).
Und im Tod dann noch kniestig sein?

Für mich unverständlich

Selbstlos?

Ich habe gestern eine Sendung gesehen und da hat sich eine Koordinatorin beschwert, dass „Kinderorgane“ fehlen und ich war entsetzt! Wird da auch mal daran gedacht, dass dafür ein Mensch sterben muss?! Dass Eltern ihre Kinder und Familien ihre Angehörigen verlieren? Ich verstehe, dass man weiterleben möchte, aber auf diese Kosten? Ich für mich bin kein Organspender und möchte auch keine gespendet haben. Wenn man ein Organ (Leber) teilen, oder eine Niere spenden kann oder will ist das für mich in Ordnung. Das ist dann eine bewusste Entscheidung. Aber als Verstorbene künstlich am Leben gehalten werden möchte ich für mich nicht. So etwas sollte jeder für sich selbst entscheiden dürfen.

Vertragsrecht

Widerspruchlösung ist ein Widerspruch in sich.

Ein Vertrag kommt NUR zustande, sobald man EINWILLIGUNG gibt.

Ein Vertrag kann nicht durch Nicht-Widerspruch zustande kommen!

Sonst würden wir alle ununzerbrochen Dinge kaufen, die wir gar nicht wollen!
Evoziert durch Werbung.

SO kann das nicht gehen.

Diese Spahn'sche

Diese Spahn'sche Widerspruchslösung hat ein Aurium von Haustürgeschäften. Herr Spahn sollte sich überlegen, ob die Bürger sich nach ihrer ungefragten Bezahlerrolle in EU und weltweit nun auch noch als Ausbeinkadaver mißbrauchen lassen werden. Hier wie da müßte man gefragt werden, ob man das so will, aber unsere Nachwuchspolitiker sind eben mittlerweile von der Generation, der man in ihrer Erziehung nicht mehr beigebracht hat, dass man erst um Erlaubnis zu fragen hat, bevor man anderen irgend etwas abverlangt, was aber natürlich für eine politische Kariere besonders vorteilhaft ist. Aber wie man bei Frau Merkel sieht, war dieser Erziehungsstil wohl auch schon eine Generation früher durchaus in den damaligen russischen Kolonien auch verbreitet. Was folgt als nächstes, werden die Internetfirmen dann nach diesem Spahnprinzip bald auch operieren und uns dann einfach Bestellungen nach dem gleichen Prinzip unterstellen können und wir zahlen uns dann schutzlos zu tode? Wir werden ausgenommen!

Automatische Organabgabe

Automatische Organabgabe durch Nicht-Widerspruch ist de fako keine Spende mehr.

Das hat keinen Freiwilligencharakter mehr, der bei einer Spende vorauszusetzen ist

Mit mir nicht

Solange ich nicht bestimmen kann, wer meine Organe bekommt, bin ich nicht zu einer Spende bereit. Ein nicht leicht zu lösendes Dilemma.

@18:47 von flodian

"Organspende ist eine Selbstlose Tat ohne eigenen Nachteil. Fertig."

Und Sie haben zu respektieren, dass es Menschen gibt, die aus sehr unterschiedliche Gründen gegen Organspende sind.
Auch deren Gründe sollten Sie respektieren - verstehen müssen Sie diese nicht.
Fertig.

Bürgerentscheid?

Wow, jetzt ist der deutsche Michl sogar schon damit überfordert "nein" zu sagen, wenn er etwas nicht möchte!? Oder vielleicht nur zu bequem? Fragt doch einfach mal die für eine Organspende überhaupt in Frage kommenden Bürger/Wähler, ob sie für oder gegen Herrn Spahns Vorschlag sind! Sollten doch mündig genug sein das selbst zu entscheiden!

Baerbock hat völlig

Baerbock hat völlig Recht.

Allerdings finde ich die Personalausweisalternative erst dann akzeptabel, wenn der Antragsteller Mitte Zwanzig ist.

Vorher mit 18 finde ich das unlauter so eine.Frage zu stellen.

Es gehört dazu ein Maß an Lebenserfahrung und pdychischer Gefestigtkeit, was von 18 jährigen noch nicht allgemein erwartet werden kann.

Ansonsten gute.Idee.

die Lösung sind...

Kunstherzen, Kunstnieren, bessere Medikamente oder die Nachzucht der Organe aus Stammzellen. Gerade kürzlich habe ich einen Bericht über den Fortschritt bei der Entwicklung künstlicher Herzen gesehen. Doch oftmals mangelt es am Geld für deren Entwicklung und Ärzte profilieren sich lieber durch die Verpflanzung von menschlichen Organen. Der Hirntot ist auch nicht hundertprozentig erforscht und im Mai diesen Jahres erwachte ein für hirntot erklärter Junge aus Alabama wieder und ist heute wieder ganz gesund - die Medien weltweit berichteten. Der Hirntot scheint kein wirklich ausreichend gesichertes Kriterium für den Tod zu sein.

Gehirn als Sitz der Persönlichkeit?

Wenn ich auch (80) als Spenderin aufgrund meines Alters kaum noch in Frage komme, werde ich in meiner Patientenverfügung einer Organspende entschieden widersprechen, auch keine annehmen. Neue Forschungen machen wahrscheinlich, dass die Persönlichkeit in jeder Zelle gespeichert ist. Wer sich also fremdes Gewebe übertragen lässt, übernimmt auch Elemente eines fremden Menschen. Abgesehen davon sind Organempfänger lebenslang auf Immunsuppresiva angewiesen mit allen Konsequenzen. Antibiotika sind inzwischen eine stumpfe Waffe.
Berichtet wurde von einem Mann, der sich einen erfolgreich transplantierten Arm wieder abnehmen ließ, da er massiv den Einfluss eine fremden Bewusstseins spürte. Ich lebe gern, sollte es aber zu Ende gehen, nehme ich das Schicksal an, ohne mir fremden Einfluss transplantieren zu lassen.

@18:47 von flodian

"Nach der Logik Hirntot ist nicht tot lebt eine Kartoffel auch."

Ein unpassender 'Vergleich'. Aber wenn man sich schon darauf einlassen will, dann ist die Kartoffel hinsichtlich der messbaren elektrischen Aktivität 'lebendiger' als der Hirntote. Allerdings streuen auch bei der EEG-Messung eines Hirntoten immer noch EKG-Potentiale ein, die in der Amplitude so hoch sein können, dass nicht beurteilt werden kann, ob noch eine schwach ausgeprägte Hirnaktivität vorhanden ist. (Das EEG ist ohnehin eine höchst störanfällige Messung.)

Man merkt

dass Herr Spahn wenig bis keine Ahnung von der Materie hat.
Mir wird Angst und Bange wenn ich mir vorstelle dieser inkompetente Mann aus zukünftiger CDU Vorsitzende oder gar als Kanzler.

Den vernünftigsten und besten

Den vernünftigsten und besten Vorschlag vertritt Frau Baerbock von den Grünen, und parteiübergreifend haben sich diesem Vorschlag viele angeschlossen: Bei behördlichen Vorgängen wie Passbeantragung/-verlängerung wird jede*r gefragt und kann mit "ja", "nein" oder "entscheide ich später" antworten. Das nimmt einerseits die Entscheidungsfreiheit des einzelnen ernst und berücksichtigt andererseits das Ziel der Erhöhung von Organspenden. Ich hoffe, dieser parteiübergreifende Ansatz setzt sich durch.

Organe? Genug Organe wird es nie geben

Wer spenden will, der soll es tun.

Aber man sollte den der es nicht tun möchte nicht versuchen umzustimmen.

In diesem Sinne, genug Organe wird es übrigens nie geben. Denn, was "geliefert" wird, wird auch verbaut.

Kaum Nachvollziehbare Diskussion

Völlig unverständlich die Diskussion. Die Erfahrung anderer Länder mit dem aktiven Widerspruch zeigt, dass dadurch viele gerettet werden können die heute sterben. Der Egoismus und die scheinheilige Debatte ist schwer zu ertragen. Wenn da nicht bald was passiert, würde ich auch Nichtspender ausschließen.

Organspende?

Organspender sind lebende Menschen von denen mal annimmt und unterstellt dass sie nicht mehr aus dem Koma erwachen. Deshalb hat man den Begriff "Hirntod" kreiert (Das ist dann quasi der Freibrief zum Ausschlachten). Die Intensiv-Pflege benötigt man um den Hirntoten vor der Organentnahme zu konditionieren. Die Organe von Verstorbenen sind tot und daher zur Transplantation ungeeignet, Ausnahme Hornhaut des Auges.

Organspenden, nein Danke

Allen Foristen die sich hier pro Spende ereifern sei die Lektüre entsprechender neutraler Publikationen über Transplantationen, Abstoßung der Organe und vor allem des Begriffes "Hirntod" empfohlen.

Ich bin sicher, nicht wenige würden ihre Meinung ändern und ihren Spenderausweis ganz schnell der Vernichtung zuführen.

Das Leben ist nun mal endlich, daran ändert auch Organspende nichts, im Gegenteil.

@18:28 von Superschlau

"Wer nicht spenden will, braucht nichts bekommen. Deshalb braucht jeder einen Pass, auf dem das vermerkt ist. Damit erhöhen wir nicht die Bereitschaft, aber senken den bedarf außerordentlich."

Und was machen Sie mit denen, die aufgrund anderer Erkrankungen nicht als Spender infrage kommen?

Emotionales Problem

Was Ulla Schmidt im Bundestag sagte, scheint mir ein zentraler Punkt zu sein:

Viele Menschen seien emotional nicht in der Lage, eine Entscheidung zu treffen, bei der man den eigenen Tod ins Auge fassen muss.

Daraus folgere ich:
Menschen, die eine solche Entscheidung emotional nicht schaffen, werden zu der Organspende nach dem Tod gezwungen.
Und das ist gegen das Menschenrecht.

Ein paar Worte zum Nachdenken

Wenn ich den Löffel abgebe bin ich tot. Folgerichtig sind auch meine Organe tot und daher für eine Transplantation nicht mehr geeignet (Ausnahme die Hornhaut der Augen).

Welche Schlüsse sollten wie daraus ziehen?
Richtig, der Organspender ist nicht gestorben.
Vielmehr ist er wohl auf dem Wege zu sterben, aber tot ist er nicht.
Das bedeutet es wird zur "Organgewinnung" ein lebender Mensch, gleich einem Unfallwagen "ausgeschlachtet".
Wer spenden will, der soll es tun. Im Organspender Ausweis kann er dies kundtun.
Aber nun jeden der NICHT widerspricht automatisch zum Spender zu erklären zielt deutlich über das Ziel hinaus.

Die Vorteile der Organspenden

Die Vorteile der Organspenden liegen für die beteiligten Ärzten und die Pharmaindustrie klar auf der Hand.

So ist ein Organempfänger/in keineswegs gesund, er/sie ist, wenn er/sie die OP überlebt, krank, anders als vorher, aber er/sie ist und bleibt ein chronisch schwer kranker Mensch der monatlich für ca. 1000 EUR Medikamente benötigt.

Und das Lebenslang.

Und NEIN, ich selbst stehe weder als Organspender zur Verfügung, noch möchte ich welche transplantiert bekommen.
Und jetzt bitte nicht wieder die hinkenden Vergleiche mit Blinddarm OPs, Zahnkronen und Herzschrittmachern.

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Man nimmt sie ihm aber, wenn man Organe entnimmt, ohne eine vorherige Zustimmung erhalten zu haben.
Man kann nicht eine Zustimmung annehmen, weil jemand keine direkte Verneinung notariell oder anderweilig abgegeben hat.

Es ist schon ein Verstoß gegen unser eigenes Grundgesetz.
Es ist geradezu absurd, so Etwas beschließen zu wollen.
Entweder Bürger entscheiden sich freiwillig für eine Spende, oder eben gar nicht.
Der Mangel an Organen mag bedauerlich sein, aber der Mensch sollte nicht zum Revellbaukasten herabgewürdigt werden.

Wer gibt, gebe freiwillig und mit Freimut, nicht zwanghaft und nicht unter Druck.
Was für die einen ein logisches Mittel scheint, ist für den anderen die Freigabe von dem letzen Gut, was ein Mensch besitzt: Seinen Körper.
Selbst dieser soll sozialistisch aufgeteilt werden?
Machen diese Aufteilungsideen denn vor gar nichts Halt?
Kanibalismus steht nur eine Stufe dahinter, wie ich finde.

Nicht nur der Chef...

...des Ethikrats lehnt die Widerspruchsregelung als (staatlicher)
!) Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen ab.

Wie wohltuend, und ich spendiere den Linken selten Applaus, die Stellungnahme von Frau Kipping.

Dem kann man sich nur anschließen. Wer möchte kann ja spenden. Auf freiwilliger Basis.

Wenn jemand meint, das Geschäft des Organhandels unterstützen zu müssen so wie die Bundesärztekammer, muss man die Frage in den Raum stellen, warum der Spender an diesem Wirtschaftskreislauf nicht teilhaben soll...

Rache?

18:28 von Superschlau

"Wer nicht spenden will, braucht nichts bekommen. Deshalb braucht jeder einen Pass, auf dem das vermerkt ist. Damit erhöhen wir nicht die Bereitschaft, aber senken den bedarf außerordentlich."

Angewandt auf ein anderes Gebiet hieße das:
Wer nicht gegen Verhungern gespendet hat, dem spendet man - falls er in große Not gerät - kein Essen, sondern lässt ihn verhungern.

Mich schaudert vor so einem Denken.

Nach dem Tod?

@ Allahkadabra:
Solange ich nicht bestimmen kann, wer meine Organe bekommt, bin ich nicht zu einer Spende bereit.

Es ist Ihr gutes Recht, einer Organentnahme zu widersprechen. Falls Sie das nicht tun, werden Sie im Falle eines Falles keine Möglichkeit mehr haben irgendetwas zu bestimmen.

Widerspruchsregelung

Die geplante Widerspruchsregelung ruft Widerspruch hervor, weil sie Schweigen als Zustimmung wertet. Das könnte man dadurch umgehen, das jeder einfach zwanghaft gefragt wird, ob er spenden möchte. Zum Beispiel bei der Krankenkasse oder auf dem Passamt.
Dann kann jeder ja oder nein sagen und es fallen alle die weg, die nur deswegen keinen Ausweis haben, weil sie sich noch nicht darum gekümmert haben.

@19:10 von David Kalac

"Es gibt immer wieder Fälle wo Menschen aufwachen nachdem Sie für Hirntot erklärt wurden."

Das ist zwar richtig, liegt aber aus meiner Sicht am ehesten an mangender Erfahrung der Ärzte, die den Hirntod festgestellt haben.

"Sie atmen noch" ist falsch. Ohne Beatmung kann ein wirklich Hirntoter nicht überleben.

"Woher kommt eigentlich der Anspruchsglaube man müsse Menschen unbedingt mit Organtransplantationen das Leben verlängern ?"

Darauf hätte ich auch gern eine Antwort.

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist ein Menschenrecht, das unsere Verfassung garantiert. Es darf nicht einmal bei Tätern eingeschränkt werden, die schwerste Straftaten begangen haben (den Müttern und Vätern unserer Verfassung kann dafür gar nicht genug gedankt werden!!).
Wie man jetzt aber seitens des Staates herkommen kann, alle Menschen, die unter das GG fallen, zu verplichten, ihre Organe zur Verfügung zu stellen, erschließt sich mir nicht. Die Möglichkeit des Widerspruches halte ich rechtlich und moralisch für fragwürdig. Rechtlich ist es für mich fragwürdig, weil das Recht auf körperliche Unversehrtheit ein hohes Gut ist und nicht erst durch Widerpruch gesichert werden muß. Moralisch halte ich die Widerspruchlösung für fragwürdig, weil zumindest indirekt Druck auf jeden ausgeübt wird, "seine Organe doch zu spenden, um anderen zu helfen", so edel Letzteres auch sein mag.

Wo ist das Poroblem?

Wenn man nicht spenden will, kann man widersprechen. Ist doch kein Problem. Fakt ist doch, das zahlreiche potentielle Spender „verloren“ gehen, weil Sie wegen Desinteresse oder Faulheit kein Spendeausweis haben. Deshalb müssen tausende Mensch in Deutschland unnötig sterben. Durch die Umkehrung löst man das Proble und die die nicht wollen verweigern und gut ist.
Die hier als Kommentar aufgeführten Argumente gegen die Widerspruchslösung sind wirklich keine Guten, sondern zeugen von Ignoranz und Egoismus, der sich in unserer Gesellschaft breit macht.

Ein guter Freund von mir hatte kürzlich gerade rechtzeitig noch ein Lunge bekommen und lebt!

Yolo: You only live once! Deshalb ist es so bedeutsam

In den 80ern bekam mein Onkel damals etwas mehr als 2000 DM dafür, dass er seinen Körper entweder für die Organspende oder aber für Forschungszwecke der Klinik überstellen lassen würde. Da gab es einen Vertrag, das Geld wurde zu Lebzeiten ausgezahlt und die Studenten und Organsucher waren wieder etwas an Material reicher. Als er wegen eines Magendurchbruchs in die Klinik kam, starb er genau eine Stunde später. Das kann passieren. Allerdings hatte damals der Hausarzt meiner Oma signalisiert, dass der Vertrag dazu geführt haben könnte, dass man keine Operationsversuche unternommen hätte. Das ist eine krude Anschuldigung, aber der Beigeschmack blieb haften. Keiner aus unserer Familie hat sich je wieder für eine Organspende entschieden.

Zweifel bleiben immer.
Mein Onkel starb mit 52 Jahren. Ob man noch Organe verwenden konnte, erfuhren wir nicht. Wir hofften es aber, damit sein Tod nicht sinnlos gewesen sein mag.
Opfern würde ich aber freiwillig weder Familienangehörige, noch mich selbst.

@19:10 von David Kalac

"Woher kommt eigentlich der Anspruchsglaube man müsse Menschen unbedingt mit Organtransplantationen das Leben verlängern ?" Genau. Wozu brauchen wir eigentlich Ärzte und Krankenhäuser ? Wem es bestimmt ist, der stirbt mit 90 und andere mit 30 am vereiterten Blinddarm oder Tetanus.

Erweiterte Widerspruchslösung

Dieses vorgeschlagene Konstrukt wird ja auch "erweiterte Widerspruchslösung " oder "Doppelte Widerspruchslösung" genannt, aber... was nützt es mir, wenn der Organspendeausweis mit meinem Nein nach einem Unfall beispielsweise nicht gefunden wird? Ich habe keine Angehörigen außer meiner dementen Mama. Die können sie gerne fragen, aber im Zweifel sagt sie alles, was das Gegenüber hören möchte. Was dann der doppelte Widerspruch wert ist, wenn der eine nicht auffindbar und der andere nicht vorhanden/nicht verwertbar ist, möchte ich mal wissen. Wird dann nach "wir haben kein Nein gefunden, also gilt Ja" vorgegangen?
Ich kann mich also im Zweifel nicht mal darauf verlassen, dass mein "Nein" überhaupt beachtet wird, ganz großes Kino (nicht!).

“Ausnehmen - ausräumen - ausschlachten“ -

...was für ein erbärmliches Vokabular, das das Bild einen geldgeiernden, blutrünstigen Chirurgenmetzgers zeichnet, der sich mit Säge und Skalpell über den gerade von ihm zum Hirntod beförderten lebendwarmen Leichnam beugt, um ihm die Organe herauszuklauben.

Meine Güte, was ist denn das für eine Angst? Vor was? Wer das nicht will, kann sich ja in jede Tasche diesen Widerspruchszettel stecken, damit er dann irgendwann auf jeden Fall vollständig und unversehrt im Paradies oder wo auch immer anlangt.

Geht auch anders

Was für eine Aufregung -
absolut nicht nachvollziehbar. In anderen Ländern, wie z. B. Österreich klappt die automatische Organspende doch auch.....

So viel Halbwissen hier

Organspende ist immens wichtig für eine Bevölkerung, und jeder einzelne, der schon mal einen betroffenen Verwandten hatte weiß das! Deutschland ist europaweit das Schlusslicht in punkto Organspende!! Wie peinlich!!! Sämtliche Organe für Deutsche kommen aus dem europäischen Ausland! Sonst hätten wir weit mehr Tote zu beklagen! Und weiter, nach schwerer Krankheit eignen sich kaum/keine Organe für eine Transplantation - die Kriterien sind sehr streng. Die Angst vor korrupten Ärzten bleibt auch ohne neues Gesetz. Herr Spahn hatte die Idee nicht selbst, in vielen Ländern ist genau dieses Gesetz normal! Wollen Sie ihr Bücher und Kassetten auch mit ins Grab nehmen?sind dort nämlich genauso nutzlos! Aber wer dagegen ist kann ja sich immernoch für dagegen registrieren lassen, wo ist also das Problem? Da ist der Freiwilligencharakter gegeben - und man hilft als Toter sogar noch Lebenden! Und doch, Organe werden kürzlich Verstorbenen entnommen, nicht lebenden Menschen!

re rainer niemann

"Um einmal ein (hoffentlich) nicht erfolgendes Szenario zu zeigen:

Auf einer Intensiv-Station zieht ein skrupelloser Arzt den Stecker für die Überwachungsmaschine = keine Hirnstrommuster auf dem Gerät => Hirntod => jetzt ganz schnell alles verwertbare ausweiden und mit höchstmöglichem Gewinn verscherbeln.

Genau diesem Vorgehen öffnet Herrn Spahns Vorschlag Tür und Tor."

Der skrupellose Arzt würde auch Ihren Widerspruch irgendwie manipulieren können.

re david kalac

"Es gibt immer wieder Fälle wo Menschen aufwachen nachdem Sie für Hirntot erklärt wurden."

Dann verlinken Sie mal einen medizinisch nachgewiesenen Fall.

Tot?

Der Hirntot ist ein Zustand, der unwiderbringlich zum Tod führt. Tot ist man aber erst, wenn auch der Herztod eingetreten ist.
Was man nach dem Hirntod noch mitbekommt, weiß heute niemand.

Es ist nicht mehr zu fassen,

wie ein Herr Spahn individuell zu entscheidende RECHTE eines jeden Staatsbürgers ins Gegenteil verkehren möchte. Ohne Mich!

Ein User schrieb, dass es noch soweit kommen könnte, dass jeder Mensch sich als NICHT-Mörder/ oder -Verbrecher irgendeiner Art zu verteidigen habe.

Ich werde mich jedenfalls gegen solche Politiker, die mein Souveräne nicht sind, wappnen. - Und solche wie Herr Spahn, gehören dahin, wo der Pf..... wächst!

Organ Diebstahl...

... nach dem Tot, gesetzlich toleriert?

Klagen von Angehörigen nach dem Tot, wenn Organe illegal entnommen werden. Würde wahrscheinlich vor einer Klage vom Gericht eingestellt werden.

Außerdem der eigene Wille hätte keine Wirkung mehr nach dem Tot.

Für mich kann es nicht sein, dass überhaupt die Bundesregierung Grundrechte ändert oder gar in Frage stellt.

Wie oft werden Organe verpflanzt, die gar nicht mehr Funktionsfähig sind, weil in vielen Krankenhäusern nicht einmal die Zeit ist. Die tatsächliche Todesursache genau festzustellen.

Oft wird, wenn es keine sichtliche Todesursache gibt, eine fiktive angenommen. Bei fiktiven Todesursachen stirbt dann auch der Spenden Empfänger, welches schon oft vorgekommen ist.

Jeder der Spenden will sollte selbst diesem vor dem Tot zustimmen.

re anna-elisabeth

"Und Sie haben zu respektieren, dass es Menschen gibt, die aus sehr unterschiedliche Gründen gegen Organspende sind."

Und jetzt ist es schon respektlos, dass diese Menschen sich einmal im Leben aufraffen müssen und ihr Nein zu Protokoll geben?

Ob ich Organe spende oder

Ob ich Organe spende oder nicht ist meine persönliche Sache und geht gewiss keinen was an. Das WILL ich nicht in meinem Personalausweis dokumentiert wissen, den „Hinz und Kunz“ lesen darf. Das geht zu weit!
Machmal im Leben ändert man auch seine Meinung, soll ich dann jedesmal einen neuen Peso beantragen?
So geht das nicht.
Derzeit will ich weder spenden noch gespendet bekommen.
Derzeit!!
Mein Körper gehört mir und nur mir, keiner Gesellschaft, die sich immer mehr von mir entfremdet.

Organspende

Es wird langsam einmal Zeit des sich
in der Organspenden geschichte etwas ändert.
Ich trage seit 13 Jahren meinen Organspende-
Ausweis bei mir,
aber leider beschäftigt sich heut zu tage mit der Frage was ist wenn?
Wenn mit der Frage der Ablehnung der Organspende,
endlich einmal die Menschen zum Nachdenken bevor es zu spät ist finde ich es sehr gut.
Ich möchte nicht jedes Jahr einmal nachschauen ob mein Organspende-ausweis
noch lesbar ist,
Vieleicht klingen sich ja endlich einmal die Krankenkassen mit ein,
das ein jeder entscheiden kann ja oder nein
und das man sich einmal mit dieser Frage auseinander soll und muss.

Ich habe Angst vor der

Ich habe Angst vor der Vorstellung das man mir die Organe entnimmt. Das Problem ist das man nicht mehr in der Lage ist zu entscheiden wenn es soweit kommt... Und ja, auch wegen Missbrauch mache ich mir Gedanken. Die bisherrigen Verstöße wurden nicht mal ansatzweise gerecht bestraft (imho).

ich glaube gerne das es mehr Spender gibt sobald das Thema mehr Präsens hat und deshalb finde ich die "Verbindliche Entscheidungslösung" als den fairsten Kompromiss.

Jeder wird gefragt und kann direkt nein oder ja sagen ohne das stillschweigend die Unwissenheit der Beteiligten ausgenutzt wird. Die "erweiterte Widerspruchslösung" wird doch später gar nicht mehr richtig kommuniziert bzw. gerät in Vergessenheit weshalb die meisten Menschen das Thema gar nicht mehr vor Augen haben werden und so oder so zu Spendern gezwungen werden. Oder wer garantiert das alle künftigen Generationen immer ausreichend aufgeklärt werden?

re odi.14

"Da die Organentnahme von Leichen verboten ist, werden die Organe von Sterbenden entnommen."

Das ist nicht verboten, das ist witzlos, weil solche Organe nicht mehr transplantationsfähig sind.

"Der Hirntod ist eine pragmatische Definition zur Erreichung eines Zieles."

Das ist jetzt völliger Quatsch. Der Hirntod ist die Voraussetzung zur Beendigung der künstlichen Beatmung etc. Nur in einem Bruchteil der Fälle erfolgt danach eine Organentnahme.

Person = spenderausweis?

Es steht die Frage im Raum beim Pers beantragen die Frage zu stellen,

Wo wird es vermerkt, auf dem Perso, Ala diese Person ist Spender?

Wenn ja sinnvoll, wenn nein Schwachsinn

Wenn da steht nicht spender, was ist wenn man meinen Perso nicht findet... (egal ob man religiös oder warum nicht will, Skandale und Co)

genannter Vorschlag

Ich finde den hier genannten Vorschlag sehr gut:

Auf dem BPA z.B. könnte eingetragen werden, ob ich Organe spenden möchte. Gleiches muss ich vorweisen, sollte ich einmal welche benötigen. Falls dann dort aber ein "nein" steht, dann darf ich mich nicht beschweren.

Das halte ich für fair. Jeder kann seine Meinung auch ändern, Datum der Aenderungen können ja digital mitgespeichert werden.

Wichtig für alle, die zweifel haben bzgl. dem Empfänger:
Es wäre wünschenswert, wenn es auch hier eine staatliche Kontrolle gäbe. Mit ausreichend Personal und Gegenkontrolle. Dann sollte es nicht erneut zu solch einem Skandal kommen - zumindest nicht in Deutschland.

re allahkadabra

"Solange ich nicht bestimmen kann, wer meine Organe bekommt, bin ich nicht zu einer Spende bereit."

Sie wollen nur spenden, wenn Sie dann selbst über Leben und Tod entscheiden dürfen?

Eine ziemlich schräge Phantasie ...

@karwandler

Wie geschrieben: Niere gerne, geht ja als Lebendspende. Herz nach meinem Tod auch gerne. NACH meinem Tod.

@flodian
Ja, bitte: Her mit Ihren Organen. Da es ja keinen Nachteil hat am besten sofort!

Wer stellt denn

sicher das diese kleine Kärtchen bei Unfall oder sonstigen auch gefunden wird.
Kommt ja oft vor das nicht gleich Personalien gefunden werden oder Verbrannt und so weiter.
Da hilft werde eine Karte noch eine Datenbank wo alle verzeichnet sind.

Und jetzt mal ganz hart ausgedrückt, nachdem vom Probanden alles Ersatzteile entnommen wurden, geht der Rest dann an die Familie ( falls vorhanden ). die darf dann was noch vorhanden ist für viel Geld bestatteten. Weil dafür gibt es ja auch konkrete Vorgaben in Deutschland.
Dafür sollte dann mal eine andere Lösung gefunden werden, diese Widerspruchslösung wird nie und nimmer funktionieren, mal sehen was unsere Staatslenker beschließen.

re sydb

"Organspender sind lebende Menschen von denen mal annimmt und unterstellt dass sie nicht mehr aus dem Koma erwachen. Deshalb hat man den Begriff "Hirntod" kreiert"

Koma ist ein viel umfassenderer Begriff für den Zustand eines Kranken und genau kein Synonym für Hirntod.

Bei allem Respekt vor den

Bei allem Respekt vor den Kranken die auf ein Organ warten. Aber so geht es nicht.

Zur Zeit gehört mein Körper mir und ich entscheide im Vorfeld ob er genutzt werden darf.
Nach Spahns Idee gehört mir mein Körper nicht und ich muss in mir "zurückholen" wenn er nicht genutzt werden soll.
Freiheit sieht anders aus.

Oder um es psychologisch zu betrachten:
Heute tue ich etwas gutes wenn ich Spende.
Morgen etwas Böses wenn ich verweigere.

Übrigens sind Spenden doch immer freiwillig. Nun soll spenden Pflicht werden. Und ich eine Spende verweigern. Interessanter Ansatz. Könnte aus der Steuer kommen.
Wusste nicht, das mein Körper zum Steuergut wird.

Bei allem Respekt aber so geht's nicht.

@19:32 von Svensker

"Wow, jetzt ist der deutsche Michl sogar schon damit überfordert "nein" zu sagen, wenn er etwas nicht möchte!?"

Bitte bedenken Sie, dass es Menschen gibt, die unter geistiger Behinderung leiden (es gibt da viele Abstufungen).
Viele dieser Menschen sind schon froh, wenn sie ihren normalen Alltag bewältigen können. Die sind mit solchen Entscheidungen tatsächlich überfordert. Es ist nicht immer alles so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint.

re sydb

"Das Leben ist nun mal endlich, daran ändert auch Organspende nichts, im Gegenteil."

Tausende Menschen leben dank einer Organtransplantation. Das ist schon recht vermessen wenn Sie die belehren wollen, sie hätten sich doch besser ins Grab legen sollen.

19:56 von MightyBo "Wo ist

19:56 von MightyBo
"Wo ist das Poroblem?
Wenn man nicht spenden will, kann man widersprechen. Ist doch kein Problem. F"

Das Problem ist, dass ich das MUSS, wenn ich es nicht will.

Hier wird Vertragsrecht verdreht.

Aber das eigentliche Problem ist, wenn man nicht widersprechen KANN, dann wird es automatisch so gedreht, als wolle man.

Wer nicht widerspricht, der stimmt eben NICHT automatisch zu.

Es ist eine Verdrehung von WILLENSÄUßERUNG.

19:42 von andererseits "Den

19:42 von andererseits
"Den vernünftigsten und besten
Den vernünftigsten und besten Vorschlag vertritt Frau Baerbock von den Grünen"

Das hoffe ich auch.

Alles andere würde mir das Blut in den Adern gefrieren lassen.

@19:56 von MightyBo

"Die hier als Kommentar aufgeführten Argumente gegen die Widerspruchslösung sind wirklich keine Guten, sondern zeugen von Ignoranz und Egoismus, der sich in unserer Gesellschaft breit macht."

Ich fürchte, diesen Vorwurf müssen Sie sich selbst gefallen lassen. Woher nehmen Sie den Anspruch, die einzig richtigen Argumente zu haben und Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen (z.B. religiösen) Egoismus vorzuwerfen? Das ist aus meiner Sicht schon sehr überheblich.

@karwandler

Ich weiß von einer Chirurgin, die nach ihrer Anwesenheit bei einer Organentnahme eines "Hirntoten" eine 180 Grad-Wendung vorgenommen hat und zu einer heftigen Organentnahmegegnerin wurde durch das, was sie bei dem angeblich Toten beobachtet hat. Wer weiß denn wirklich, was tot sein bzw. sterben eigentlich ist? Den tatsächlichen Zeitpunkt des Todesgeschehens könnte nur der Gestorbene selbst angeben und den kann man nicht fragen.....

re störschall

"Das Problem ist, dass ich das MUSS, wenn ich es nicht will."

Sie bleiben auch ewig in der Kirche, in die Sie hineingeboren werden, wenn Sie nicht ausdrücklich widersprechen. Da müssen Sie sich auch dazu aufraffen.

"Wer nicht widerspricht, der stimmt eben NICHT automatisch zu.

Es ist eine Verdrehung von WILLENSÄUßERUNG."

Es ist üblich, dass sich z.B. Zeitungsabos oder Handyverträge automatisch verlängern, wenn man nicht fristgemäß vor Vertragsende kündigt. Da findet auch die negative Willensäußerung statt.

Also lassen Sie mal lieber den Begriff Vertragsrecht hier fallen.

100% nein

Bis zum Jahr 2017 war es Homosexuellen verboten Blut zu Spenden und auch jetzt dürfen sie nur Blut Spenden nach einem Jahr sexueller Enthaltsamkeit.
Wem mein Blut nicht gut genug ist bekommt auch keine Organe, Basta.
Tja, hier hätten die Menschen die Organe brauchten den Mund aufmachen und lautstark Protestieren sollen und zwar gegen die Regel Homo = kein Blut.
Das ist aber nicht passiert und darum bekommt niemand meine Organe.
Seit dem 13.11. bin ich Körperspender. Mein Körper wird nach meinem Tod nach Heidelberg überführt und dort wird man entscheiden was mit meinem Körper geschieht. Entweder komme ich in die berühmte Ausstellung Körperwelten, oder mein Körper wird Medizinstudenten als Lehrobjekt zur Verfügung gestellt an dem sie rumschneiden können.

Ein Mensch ist NICHT

Ein Mensch ist NICHT verpflichtet eine Willensäußerung zu geben, um etwas NICHT zu wollen.

Die Widerspruchslösung will Menschen verpflichten sich zu äußern!

Das kann keine Regierung erzwingen, es sei denn wir leben in einem Gewaltregim.

Keine Zustimmung ist und

Keine Zustimmung ist und bleibt KEINE Zustimmung und hat auch bis auf Weiteres KEINE Zustimmung zu bleiben.

"Keine Zustiummung" darf nicht als "Zustimmung" gedeutet werden, weil es keine Zustimmung ist.

Nur Zustimmung ist Zustimmung.

Ist doch eigentlich nicht so schwierig.

Verbindliche Entscheidungslösung ist Unsinn

Leider ist die verbindliche Entscheidungslösung nur eine scheinbar gute Lösung.

Der Wirtschaftspsychologe Dan Ariely hat umfangreiche Untersuchungen dazu gemacht, wie das Design von Fragen unser Entscheidungsverhalten beinflusst. Man kann die Paper lesen, aber unterhaltsamer ist sein TED Talk auf Youtube, der sich speziell auch mit dem Thema Organspende beschäftigt (ID= 9X68dm92HVI, ab Minute 5). Darin zeigt er, dass die allermeisten Menschen mit der Entscheidung konfrontiert keine aktive Entscheidung treffen, sondern die Vorauswahl beibehalten.

Ist die Vorauswahl also "nicht spenden" kann man es gleich bei der alten Regelung belassen, ist sie "spenden", dann wäre es ehrlicher, wir führten die Widerspruchslösung direkt ein (was ich persönlich stark befürworten würde).

Ich respektiere aber die Ängste, die mit dem Thema verbunden sind und auch die Entscheidung gegen eine Spende. Einen Organspendeausweis sollte aber schon heute jeder haben - ggfs. mit "nein".

@18:58 von Rainer Niemann

"Auf einer Intensiv-Station zieht ein skrupelloser Arzt den Stecker für die Überwachungsmaschine"

Ich will hier keine Bedienungsanleitung schreiben, aber das geht wesentlich eleganter d.h. weniger leicht nachweisbar.

(Auch ein abgestellter Beatmungsalarm wird elektronisch aufgezeichnet.)

re amelia

" Wer weiß denn wirklich, was tot sein bzw. sterben eigentlich ist?"

Ist Ihnen noch nie aufgefallen, dass völlig unabhängig von diesem Thema jedem hirntoten Menschen auf der Intensivstation irgendwann die Maschinen abgestellt werden?

So mysteriös ist das mit dem Sterben wohl doch nicht.

Einfach schrecklich

Ich hoffe nur das man nichts spürt bei dem raus Operieren der Organe bei Hirntot.Der Mensch bekommt ja keine Narkose mehr weil er ja Tod sein soll.Darf gar nicht daran Denken, so gerne ich jemanden Helfen würde nach meinen Hirntot.Wer weiß ob man nicht doch alles spürt nach dem Tod,eventuell alles mit bekommt im Sarg,oder im Krematorium,zurück ist noch keiner gekommen der darauf eine Antwort geben könnte.

@19:45 von yolo

"Die Würde des Menschen ist unantastbar
Man nimmt sie ihm aber, wenn man Organe entnimmt, ohne eine vorherige Zustimmung erhalten zu haben."

Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen.

Die Theorie ist das eine, die Praxis das andere

Ein ganz gefährlicher und fast schon hinterlistiger Vorschlag des Herrn Spahn.
Er weiß natürlich genau,daß sich nicht jeder mit der Frage auseinandersetzen wird,ob er Organe spenden will oder nicht.
Ein gesunder 18 jähriger wird diese Frage nicht für so wichtig und dringend befinden,daß er sich damit beschäftigen und verbindlich festlegen wird. Das er am nächsten Tag einen lebensbedrohlichen Unfall haben wird,davon ahnt er natürlich am Tag zuvor noch nichts. Das er am Unfalltag seine Papiere nicht dabei haben würde,konnte ja keiner wissen er selbst auch nicht.
Ich will nicht wissen,wieviel Organe und sonstiges menschliche Gewebe und Knochenmaterial man ihm entnehmen wird.
Nur um Organe transplantieren zu können,wurde die Hirntoddiagnose kreiert. Tot sind die pot. Spender zu dem Zeitpunkt nicht,sie befinden sich lediglich in einem irreversieblen Zustand und können mit Sicherheit nicht mehr äußern,wie es ihnen ergangen ist bei einer Organentnahme.

Es gibt auch so etwas wie

Es gibt auch so etwas wie eine stillschweigende Verantwortung. In Spanien funktioniert die Widerspruchslösung, und es werden Menschen gerettet, die wir aktuell und ultrakonkret elendiglich zugrunde gehen lassen und stattdessen auf Moral,und Würde pochen - Bigott. Jeder kann vertraulich „NEIN“ sagen, wenn er keine Organe spenden möchte. Das ist wirklich nicht zu viel verlangt.

Organspende

Ich finde es gut und richtig, wenn Band bereit ist, seine Organe zu spenden, wenn er diese nicht mehr braucht bzw. ehe sicher stirbt. Das muss aber jeder für sich entscheiden, da es einem seine eigenen Organe sind. Ich hoffe ja das es niemand ausnutzt und jemanden der Organe beraubt, obwohl hätte mit großer Wahrscheinlichkeit weiter leben können. In Deutschland noch nie gehört, aber in anderen Ländern solls gar Organmafia geben.

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