Ihre Meinung zu: Rekord an deutschen Hochschulen: So viele Studierende wie noch nie

27. November 2018 - 12:29 Uhr

Fast drei Millionen Studierende sind an Deutschlands Hochschulen immatrikuliert - so viele wie nie zuvor. Hochschul-Hochburg bleibt NRW. Gesunkene Zahlen melden der Osten und ein westdeutsches Bundesland.

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Kommentare

Studieren für was

Mit ein Grund für den Mangel an guten Personal in wichtigen Bereichen des öffentlichen Lebens / Arbeitens.

"Du musst studieren! Was soll sonst aus dir werden?"
Es ist förmlich eine Pflicht zu studieren, auch wenn die jungen Leute nicht wissen was. Woher auch?

Eine gute und fundierte Ausbildung hat da leider seit Jahren das Nachsehen. Das liegt nach meiner Einschätzung häufig an den Eltern und allg. an den Erwartungen der heutigen Gesellschaft.
Auch nach einer Ausbildung kann ich z.B. noch den Gesellenbrief machen.
Eine Ausbildung ist nicht schlechter! Das sollte den jungen Menschen mal gesagt werden

Und dann wundern sich die Leute,

dass es einen Fachkräftemangel beim Handwerk gibt. Ich denke, dass man mittlerweile als Handwerker mehr verdient als ein Akademiker. Handwerk hat goldenen Boden, dies galt früher genau so wie heute.
Und, dieses Handwerk muss in der Gesellschaft wieder mehr Achtung finden.

Es gibt auch andere Rekorde

So viele wie nie zuvor sind unter den Studenten obdachlos oder wohnungslos.
Das sind auch die traurigen Rekorde dieser Regierung.
Noch nie war es so schwer, einen Platz im Hörsaal zu bekommen und noch nie war es so qualitativ schlecht, wenn es um die Meinungsfreiheit an Unis geht.
Das Zwangsticket für Studis in S-H ist eine Farce. Wer es nicht braucht, sollte es auch nicht zahlen müssen.
Gleichzeitig waren noch nie so viele Gelder zur Unterstützung von fragwürdigen NGOs ausgegeben worden, statt für Bildung.

Tja warum

woher diese Entwicklung?

Also als Grundvoraussetzung für die Studienaufnahme war bisher ein Abitur vorgegeben; An Fachhochschulen ein Fachabitur.
Ergänzt wurde dies für Fachhochschulen nun um eine abgeschlossene Berufsausbildung im Pilotprojekt.

Was ich in meiner lehrenden Tätigkeit feststellen konnte ist, dass die Qualität des Abiturs immer weiter abnimmt, nicht auf Verschulden der Schüler oder Lehrer sondern des Systems.

Das Abitur ist mittlerweile verhältnismäßig richtig leicht geworden, wenn man es mit dem Niveau von vor 20 Jahren vergleicht.
Kommt meiner Ansicht nach aus der zerstörerischen Einspahrpolitik.

Des Weiteren sehen sich viele gezwungen zu studieren, weil sie anders im Niedriglohnland Deutschland nie auf einen grünen Zweig kommen würden.

Denn unsere Weltweit geachteten Handwerker sind in Deutschland kräftig unterbezahlt.

Resultierend aus der Agenda 2010: du musst jeden Job annehmen egal wie unwürdig sie bezahlen... "Niemand" hätte denken können, dass das ausufert

Tolle Entwicklung

Zum Glück haben wir bald zig B & M, die die Durchflußgeschwindigkeit des Heizwassers bei Pumpenstufe 2 im Rohrleitunssystem berechnen können, aber keine Monteure mehr, die das Rohr verlegen.

Da ist der Fachkräftemangel.

Da ist der Fachkräftemangel. Sehr viele von denen werden das dritte Semester nicht überstehen. Die hätten erst gar nicht angefangen, zu studieren, wenn es in Industrie und Handwerk ordentliche Löhne und Aufstiegschancen gäbe. Obwohl es auch genügend Fun-Studiengänge gibt, die später für kein Einkommen gut sind. Es fehlen also keine Fachkräfte, die machen lediglich was anderes. Auch aus Lehrstellenmangel. Was JAhrzehnte verpennt wurde, soll jetzt mit Ausländern aufgefüllt werden. Wie soll das gehen?
Und diese Studenten werden auch erstmal 10 Jahre von Leiharbeit, befristeten Verträge und Praktika leben müssen. Das passt alles nicht zusammen, was uns so vorgeheult wird.

@ladycat

Sollte man meinen; aber das Problem von Handwerkern ist, dass sie nur Geld verdienen können, wenn sie Aufträge bekommen.

Durch die vom Staat seit mittlerweile 20 Jahren forcierte Niedrigstlohnpolitik.

Handwerksbetriebe müssten eigentlich deutlich besser bezahlen, um qualifizierten Nachwuchs anzusprechen.

Das Problem ist aber dieser höhere Lohn muss erst einmal erwirtschaftet sein; sprich höherer Lohn = höherer Preis für den Auftrag.
Und im Land des geilen Geizes ist dies kaum zu vermitteln.
Sei es bei den einen echter Geiz oder bei den anderen die Tatsache, es sich schlicht nicht leisten zu können.

Der deutsche Binnenmarkt ist von jeher ein gebranntes Kind.
Die Politik interessiert sich einen feuchten Kehricht für ihn, weil fast alle Konsumgüter die keine Verbrauchsgüter sind (Handys, Fernseher, PCs, Elektronik uvm.) aus dem Ausland stammen und somit der Deutschen Industrie egal sind.
Und wir wissen wer wirklich die Hosen an hat in Deutschland.

Studieren macht immer Sinn

denn die Anforderungen im späteren Berufsleben werden immer höher wenn es um High Tech Jobs geht. Aber natürlich ist ein Handwerk Beruf auch eine gute Entscheidung mit oder studiert zu haben.

Noch ein Rekord

In Berlin habe ich die geringsten Mittel seit 13 Jahren. Die Assistenten die ich für die Ausbildung einstellen kann ist nur noch ein Drittel dessen wie vor 13 Jahren, als ich angefangen habe. Konkret heisst das statt 3 Assistenten mit 50% Teilzeit nur noch einen. Ob da was Gutes rauskommt? In unserer Gesellschaft lohnt es sich anscheinend, sich mit sozialen Versprechen zu übertrumpfen. Für den Kahlschlag in Forschung und Hochschulen interessiert sich wohl niemand. Mal sehen wie sich Deutschland so entwickelt. Ich bin pessimistisch.

Wer seinen Lebensunterhalt,

medizinische Versorgung, Altersversorgung und die Bedürfnisse seiner Kinder nicht mehr durch handwerkliche Arbeit an einem 8,5 Stundentag plus 2 Stunden Fahrweg bestreiten kann, muss sich eben anderweitig umsehen. Da sind 500 Euro bis mehrer tausend Euro Unterschied im Monatseinkommen durchaus ein Argument, die 3 bis 5 Jahre Studium zu machen, wenn man es kann. Ganz unten in der Nahrungskette kann man sich auch noch später rumschubsen lassen. Arbeit wird nicht gut bezahlt, von Respekt dem Menschen gegenüber ganz zu schweigen.

Dem kann ich mich nur anschließen

was ladycat schreibt. Fachkräftemangel, Mangel, Mangel.

Ja woher sollen sie denn kommen wenn alle auf die Studierschiene wollen? Es sind also schon genügend Leute da, für die am Schluß des Studiums aber auch noch passende Stellen gefunden werden müssen.

Das merkt man vor allem im sozialen Bereich. Jede Schule genehmigt sich heute eine Menge an Sozialarbeitern, die das System massenweise ausspuckt. Arbeiten im Sinne von Werte schaffen, dürfen die Zurückgebliebenen. Da holen wir uns dann die "Fachkräfte" aus dem Orient oder Afrika. Prima Aussichten.

Zu den Kommentaren bzgl Fachkräftemangel

An meiner Uni gibt es 4000 Bewerber für Psychologie auf 170 Studienplätze. Auch Europäische Ethnologie und Bibliotheks- oder Kulturwissenschaften sind stark nachgefragt.
In meinem naturwissenschaftlichen Fach bekommen die Absolventen sofort Jobs. Und zwar mit sehr sehr guten Einstiegsgehältern. Wir reden hier nicht über Tariflöhne.
Wir haben aber auch Abbrecherquoten von 75-90 Prozent. Das Studieren würde ich nicht in Frage stellen, aber ein Abitur, welches den Namen verdient, wäre mal nett. Außerdem würde ich auch moderate Studiengebühren befürworten. Alles polotisch nicht durchsetzbar, wenn links gewählt wird.

Schiebaer

Das stimmt nicht so ganz. Gerade die Technischen Berufe sollte viel mehr Praxisbezug haben. Was ich hier so an Unsinn auf den Tisch bekomme, der von Architekten, Zeichnern und Ingenieuren kommt, ist erschreckend. Und wenn ich dann noch die Ausführungsanweisungen sehe, die sich irgendwelche Prüfstatiker einfallen lassen, weil sie nicht Willens sind, oder es einfach nicht können, richtig zu rechnen, dann greife ich mir an den Kopf. Das sind dann Leute, die in einer 10 Mann Firma sofort wieder rausfliegen, weil sie einfach nicht ein bringen. Die wären als Fachkraft sicher besser dran.

Der Fachkräftemangel ist ein Märchen

Der Fachkräftemangel ist eine einzige Lüge und unsere Regierung fällt auf dieses Gejammer herein. Sie beschreiben den angeblichen Mangel schon ganz gut. Leiharbeit, befristete Verträge, kostenlose Praktika ohne Übernahme ins Arbeitsverhältnis, schlechte Löhne und Aufstiegschancen, Das alles zeigt gerade das Gegenteil von Mangel. Wenn jemand wissen möchte, was Mangel bedeutet, dann soll er sich Bilder aus dem Krieg und der Nachkriegszeit anschauen. Da war jedes Stück Brot wertvoll, auch wenn es schon trocken war. Ein Mangel besteht nur an folgender Fachkraft: 20 Jahre alt mit 30 jähriger Berufserfahrung, Dr. Titel, kostenlose Arbeit gemäß Werkvertrag, zu jeder Zeit verfügbar und räumlich flexibel. Das beschreibt nämlich eine eierlegende Wollmilchsau und die gibt es nicht.

Verrückt !

Man hat den Eindruck, dass nur noch ein Hochschulabschluss die Zukunft sichert.
Natürlich ist das Quatsch.
Auch gute Ausbildungsberufe ermöglichen ein solides und sicheres Leben, sowie gute Einkommensmöglichkeiten.
Unsere 2 Jungs gehen auf´s Gymnasium.
Jedoch halten wir (Eltern) uns neutral und lassen ihnen später die Entscheidung bzgl. Aufnahme eines Studiums oder Start einer Lehre.
Für viele scheint es äußerst wichtig zu sein, dass sie selbst bzw. die Nachkommen eine höhere Schule besuchen.
Warum?
Bringt es tatsächlich Vorteile bzw. Sicherheiten?
Mal darüber nachdenken...
:o)

von Deeskalator, 11:51

„Was ich in meiner lehrenden Tätigkeit feststellen konnte ist, dass die Qualität des Abiturs immer weiter abnimmt, nicht auf Verschulden der Schüler oder Lehrer sondern des Systems.

Das Abitur ist mittlerweile verhältnismäßig richtig leicht geworden, wenn man es mit dem Niveau von vor 20 Jahren vergleicht.
Kommt meiner Ansicht nach aus der zerstörerischen Einspahrpolitik.“

Offenbar sind wir ja Kollegen (ich bin Universitätsprofessor) und kann Ihre Einschätzung nur bestätigen.
Was ich allerdings nicht bestätigen kann, ist Ihr Schluss, dass das in der Tat grottenschlechte Bildungsniveau heutiger Abiturienten auf Einsparpolitik zurückzuführen ist. Nach meiner Erfahrung (und da stimmen mir fast alle mir bekannten Gymnasiallehrer zu) wurde das Niveau durch Verfügung auf Ministerialebene derart gesenkt, dass 50% aller Schüler Abitur machen, und das kann schon per Definition keine Auslese mehr sein - und ist es auch nicht. Aber auch der dümmste Wähler hört es halt gern, abiturfähig zu sein.

Hochmut der Arbeitgeber

Mein Sohn berichtete mir von einer jungen Ingenieurin, die ihr Studium mit "sehr gut" abschloss. Sie machte ihre Masterarbeit in einem Industriebetrieb und wurde nicht !!! übernommen. Ich kenne Akademiker, die zum Mindestlohn im Einzelhandel arbeiten, nur um überhaupt einen Job zu haben. Wenn ich mir etwas Neues zum Anziehen kaufen will, begegne ich nur blutjungen "Verkäufern oder Verkäuferinnen", die null Ahnung haben und höchstens dazu geeignet sind, die heraus gezogenen Textilien wieder in das Regal zu sortieren. Wo sind die Verkäufer, die auf den ersten Blick sofort sehen, was der Kunde braucht? Sie sitzen zu hause auf HARTZ IV. Dafür boomen dann solche Märkte wie KiK und Premark. Was für eine Verschwendung von guten Fachkräften.

@Der Stadtpark

Es liegt offen in der Hand, das man mit einem Studium mehr Möglichkeiten hat. Allerdings muss man das Glück haben, das Eltern unterstützen, sonst ist das ehe so gut wie unmöglich. Richtig ist, das man darauf achten sollte was man studiert und ob man daran auch wirklich gefallen findet am Ende bzw. das Sinn macht für einen selber, sonst kann eher eine Ausbildung vielleicht wirklich mehr bringen.

...

und was wird studiert?

Warum heißt das eigentlich

Warum heißt das eigentlich "Studierende"? Ist das einfache Wort Studenten nicht mehr gut genug?

So wenig Qualität wie noch nie!

Das ist leider die Konsequenz.

"Jeder" wird irgendwie im Abi "durchgeschoben". Das berichten die Lehrer. Die Anforderungen sind stark gesunken.

Gleiches gilt immer mehr auch für die Uni.
Mit dem Bachelor/Master wurde dies sogar verschärft.

Und dann noch: Die Durchfallquoten sind negativ für die Gelder einer Uni. Was ist dann wohl die Konsequenz?

Studieren macht Sinn...

...wenn man nicht unterbezahlt Überstunden machen möchte. Die meisten meiner Freunde machen oder machten eine Ausbildung. Zu sehen wie sie ausgenutzt werden, reichte mir um mich für ein Studium zu entscheiden. Morgens um 6 aus dem Haus um Abends um 9 wieder daheim zu sein, weil der Cheffe keinen günstigeren Arbeiter hat.
Oder in die Industrie gehen, am Fließband schaffen...um immensen Stress zu erleben, Stückzahlen, die weit über dem Schaffbaren liegen...wer heute eine Ausbildung macht, so denke ich, muss echt viele Nerven haben! Am Ende wartet der zerstörte Rücken, die kaputten Knie...wofür? Um zu bangen ob das Geld reicht, wenn das Auto kaputt geht, oder die nächste Miete fällig ist?
Ausbildungen müssen sich lohnen...und im Moment scheint es nicht so zu sein für viele (junge) Leute.

Heute will jeder ...

auf jeden Fall Abitur machen, bzw. auch 99% der Eltern wollen das - und dann natürlich studieren ...
Bloß mit den Händen arbeiten, bzw. sich schmutzig machen, will kaum einer mehr ...
Ein Volk zweifelhaft studierter Menschen - und kaum einer mehr für das "schmuddelige" Handwerk ...

Genaugenommen kann man nicht

Genaugenommen kann man nicht mehr von einem Studium sprechen, denn bei einem solchen ginge es ums Lernen, wir haben heutzutage die universitäre Ausbildung, Menschen sollen ausgebildet werden um zu funktionieren, echtes Studieren stört dabei nur.

Auch für zukünftige

Auch für zukünftige Handwerker ist es sicherlich kein Schaden, wenn sie das Abitur gemacht und ein Studium absolviert haben.
Zumal gute Bildung auch sehr Hilfreich und die Vorraussetzung ist, um eine gute Weiterbildung hinzubekommen.
Lebenslanges lernen ist ja wohl auch die erforderliche Vorraussetzung, um den angeblichen Fachkräftemangel zu beheben.
Allerdings nützt Aus - und Weiterbildung nichts, wenn die Wirtschaft nur ca 1 Millionen freie Arbeitsplätze zur Verfügung stellt, aber ca 3,5 Millionen Arbeitslose einen Arbeitsplatz suchen und dabei sogar noch von den Arbeitsagenturen mit Harz4 schikaniert werden.
Um der Wirtschaft also ein bischen Zeit zu geben, für ein ausreichendes Arbeitsplatzangebot und für die erforderliche Weiterqualifizierung, zusammen mit den Arbeitsagenturen, zu sorgen, halte ich eine Schulzeitverländerung auf G15+ für nötig, mit dem Ziel, jedem Kind soviel Bildung angedeihen zu lassen, dass es das Abitur und ein Studium problemlos schaffen kann.

Die...

...entscheidende Frage ist, wieviele
dieser Rekordstudenten am Ende einen guten
Abschluss in den MINT Fächern hinlegen.
Sagen wir also mal beispielhaft Ingenieure aller Art, Informatiker, Maschinenbauer, Physiker, Mathematiker, etc.

Und das dann mal abgeblichen mit deren Können nach einem deutschen Studium als Bachelor/Master im
internationalen Vergleich mit Russen, Chinesen, Amerikanern, Briten und Franzosen.

Eine reine Rekordstudierende-Zahl sagt mir faktisch garnichts
über den Zustand. Wenn davon z.B. 75% Sozialpädagogen sind und nur 10 % Mintfächer und dort dann schwere Mängel
herrschen, dann weiß man wohin die Reise geht...wenn man es denn überhaupt wissen möchte.

Man informiere sich über die Alarmschreie der Professoren
quer durch ganz Deutschland in Sachen MINT-Begabung,
das gibt einen dann einen halbwegs realen Überblick
was auf uns zukommt.

Auch der Zustand der meisten deutschen Hochschulen ist
nicht mehr der Beste. In der internationalen Forschung = zweitklassig.

Der Meistertitel ist nichts mehr wert.

Unsere Regierung hat es ermöglicht, dass Betriebe ohne verantwortlichen Meister Häuser bauen dürfen. Maurer, Fliesenleger, Maler, etc. werden einfach aus noch billigerem EU-Ausland angefordert. Die Häuser haben durch die Unkenntnis der Handwerker schon bei der Entstehung schwerwiegende Bauschäden. Es ist schon Glückssache, wenn sich nicht der Schimmel einnistet und die Wände Risse haben. In einem nagelneuen Kaufhaus habe ich schon Risse an den Wänden gesehen und die Tiefgarage wurde bei mittlerem Regen schon überflutet. Und die Häuslebauer müssen dann Juristen einschalten, um zu ihrem Recht zu kommen und teuer die Mängel beseitigen.

Nach dem 9/11 frage ich mich, warum ich studiert habe.

Ich bin Diplom-Physiker, genauer Festkörperphysiker, doch nach der offiziellen Version über 9/11 frage ich mich mehrmals im Jahr warum ich überhaupt studiert habe.
Und da bin ich mit über 10.000 Wissenschaftlern nicht alleine.
Doch mir wurde bewusst, warum ich bei gewissen Forschungseinrichtungen keinen Job fand. Dort ist nur derjenige willkommen, der die Ergebnisse bestätigt, welche man zuvor bereits veröffentlicht hat.
(s. Klimawandel, Kernenergie, ...)
Und wenn ich die angepassten Studenten von heute sehe, dann mache ich mir große Sorgen um die Zukunft.
Wenn es so weiter geht, dann hat z.B. die dt. Automobilindustrie bereits den Anschluss (s. Tesla (USA), Tata (Indien) verloren und wir werden zu "Karrenbauer" und müssen die Technologie teuer einkaufen.
Allein die Anzahl von Hochschulabsolventen besagt gar nichts. Es muss sich in der Hierachie etwas ändern!
Angepasste Studenten sind nicht innovativ!

@ yolo

"Noch nie war es so schwer, einen Platz im Hörsaal zu bekommen ... "
Das gilt nur für bestimmte Fächer und meist nur für die Erstsemesterveranstaltungen. Die Fortsetzungen im zweiten Semester sind meist schon weniger voll. Die Leute studieren eben wie die Lemminge jene Massenfächer, die keine besonders gute Perspektive bieten, und kleinere Fächer an kleineren Hochschulen sind unterbesetzt.

Vielleicht bin ich ja ein

Vielleicht bin ich ja ein bisschen begriffsstutzig (obwohl ich unter anderem auch ein Studium abgeschlossen habe) - aber ich verstehe nicht, was daran so schlecht ist, wenn viele junge Menschen ein Studium beginnen. Was das auf Dauer bringt? Weiß letztendlich natürlich kein Mensch. Aber schaden tut es auf keinen Fall. Schöne Grüße an unsere geschätzten Dauernörgler. Yolo, Sie haben mal wieder den Vogel abgeschossen.

Man könnte das Problem lösen,

in dem man den Meister aufwertet, dann wäre es nicht mehr attraktiv, seinen Bachelor zu machen. Denn während der Auszubildende/Facharbeiter/Meister kontinuierlich in die Rentenkasse zahlt, verliert der Bachelor durch das Abitur und das Studium zum einen viel Rente und zum anderen hat er über Bafög auch noch Schulden an der Backe.
Die Politik muss entscheiden, ob sie steuernd eingreifen will oder doch besser die Probleme ignoriert, weil man ja immer jemanden auf die Füße tritt.

Studieren um sich zu retten

Aufgrund der rechtslastigen Politik der letzten Jahre ist in Deutschland eine mehrklassen Gesellschaft entstanden.
1., 2., 3. Klasse usw. oder Reiche und Arme. Wer zu der Gruppe der Reichen gehört, kann mittlerweile nur noch überleben. Insbesondere wenn man bedenkt, daß jedes Kind in Deutschland mit 250 000 EU Schulden auf die Welt kommt und die Renten nicht mehr gesichert sind, daß man mit Altersarmut nur noch leben kann.

Deswegen geht es bei den Kindern nur noch darum auf die obere Schicht zu kommen, koste es was es wolle. Mit dieser Politik ist deswegen auch nicht zu erwarten, daß Handwerker oder billig bezahlte Jobs nur noch fehlen werden oder die Qualität dort enorm abfällt, weil alle Kinder mit bißchen Talent werden versuchen guten Abschluß zu bekommen.

Dementsprechend ist aus der Schulbildung Rennen ums Leben geworden mit max. Nutzung des Ellenbogens.
Das sind die Früchte der rechtsgesinnten Gesellschaftsform.

Absurd

Als wenn die steigende Anzahl der Studierenden ein Indikator für irgendetwas wäre, außer für den ungebremsten Drang in die Hochschulen.
.
Die Gesellschaft braucht auch Handwerker und nichtstudierte Fachkräfte, um funktionieren zu können. Dies sehe ich übrigens als Akademiker so.
.
Was viel wichtiger wäre, wäre eine Stärkung der Bildungseinrichtungen und -qualität am anderen Ende des Spektrums. Hauptschulen müssen endlich wieder Volksschulen werden, die eine solide Allgemeinbildung vermitteln. Mittlerweile nimmt man die Hauptschulen nur noch als letzte Option wahr, und das ist fatal für die Gesellschaft.
.
Die steigenden Zahlen der Hochschulbesuche sind doch letztlich nur ein Ausdruck einer Bildungsinflation, bei der man als Sekretärin heute nur noch einen Job mit Magister in Germanistik bekommt, während Hauptschüler selbst bei der Bewerbung um einfache Handwerksberufe auf der Strecke bleiben.
.
Dies führt unser Bildungssystem ad absurdum.

Studierenden Rekord

ja wer wundert sich den da noch? Das Handwerk kann Aufgrund der Geiz ist geil Mentalität keine guten oder gar entsprechenden Löhne bezahlen und die "gut" bezahlende Industrie holt sich die Studienabsolventen . Mit der Forderung, daß man für den Beruf als "Straßenfeger" bald schon ein Abi benötigt wundert mich dies nicht. Das Handwerk hat goldenen Boden, den es funktioniert in der Praxis mit Material und Menschen. Was machen die anderen wenn mal der Strom ausfällt, der Aufzug stecken bleibt, die Heizung ausfällt oder gar das fliesende Wasser aus dem Hahn nicht mehr kommt? Sie berufen eine Gesprächsrunde ein und debatieren. Der zerlumpte Handwerker wird bis dahin das Bild in der Geselschaft prägen- bis zu dem Tag wo tatsächlich diese "Blase" platz. Ich hoffe die Handwerker haben dann den Arsch in der Hose und zeigen denen wo es langeht. Den so geht es nicht.

Einseitig Gebildete an der Macht?

In den Ländern mit der höchsten beruflichen Bildung - D, Österreich, Schweiz - ist der Anteil der arbeitslosen Jugendlichen nur etwa halb so hoch wie in den Ländern mit sehr deutlich höherer akademischer Bildung.

Leider sagt das unseren für die Bildung verantwortlichen Politikern offenbar nichts. Sie orientieren sich an OSZE-Empfehlungen nach ausschließlich schulischer - akademischer Bildung. Das sind wohl in der Regel auch nur Akademiker und die wissen bekanntlich auch nicht mehr, geschweige denn kennen sie der Wahrheit letzten Schluß. Sie sind halt auch nur einseitig gebildet.

Wäre zu hoffen, daß sie sich dessen bewußt werden und entsprechende Schlüsse ziehen.

Am 27. November 2018 um 12:43 von Zahnschmerzen

Warum heißt das eigentlich "Studierende"? Ist das einfache Wort Studenten nicht mehr gut genug?
-------
Weil das die grünlinke Ausrichtung dieses Senders in einem Wort zeigt.

13:23 von Orfee

"Das sind die Früchte der rechtsgesinnten Gesellschaftsform."
.
Das Problem einer schleichenden Bildungsinflation besteht mindestens schon seit Rot-Grün in den 90ern.
.
Vielleicht sollte man aufhören, eine Ideologie zu verbreiten, die alles auf die bösen "Rechtsgesinnten" schiebt, und stattdessen die Probleme an sich angehen? Das wäre deutlich zielführender, und unserer Jugend zu wünschen, die die Leidtragenden einer fatalen Bildungspolitik sind.

...

Sollte heißen: So viele Parkstudierende wie nie zuvor.
Es gibt eine Reihe von sozialen Vergütungen, die viele gerne mitnehmen, aber keinen Tag am Bildungsort verbringen.

Zieht man doch die Vielzahl Fachhochschulen ab, die oft eine ausgelargerte Betriebsausbildung oder Fortbildung sind, bleibt nicht mehr so viel übrig.

Das Handwerk beschäftigt im Übrigen nur 10% aller Erwerbstätigen. Das ist so ein "Talking Point", aber die Tatsache ist, dass es dort schlicht nicht viele Arbeitsplätze gibt.

Die Anzahl der Handwerker entspricht ungefähr der Anzahl der erwerbsfähigen Hartz IV Bezieher (d.h. Erwerbstätige UND Arbeitslose).
Ich finde es ironisch, dass diese "Experten" meinen es so gut zu wissen.

Am 27. November 2018 um 12:37 von Egleichhmalf

Bestätigung meiner Vermutung aus erster Quelle. Ich bin einer von denen, die vor 20 Jahren Abi gemacht haben.

Wenn ich heute frische Abiturienten sehe, die hier im Betrieb meist ein Kombistudium anfangen wird mir himmelangst. Für 2x2 brauchen die Taschenrechner, die Rechtschreibung ist abenteuerlich und Wissen wird auswendig aufgesagt, kann aber nicht in die Praxis umgesetzt werden.

Das hat mMn ganz viel mit falschem Verständnis von Gleichberechtigung in der Politik zu tun. Das komplette Konstrukt von Integrationsklassen, Aufweichung der dreigliedrigen Sekundärstufe, psychologische Überbetreuung, etc. hemmt die Elite und ich wage zu bezweifeln, daß die Benachteiligten gefördert werden.

Unser früheres Schulsystem war immer durchlässig, es war eben Leistung erforderlich. Die darf jeder bringen, so viel zur Gleichberechtigung. Aber einen 4er Grundschüler aufs Gymnasium schicken zu können ist wahnwitzig.

13:34 von Digitaler Fußabdruck

"... während Hauptschüler selbst bei der Bewerbung um einfache Handwerksberufe auf der Strecke bleiben."

Ihren Ausführungen kann ich viel abgewinnen, nur Ihrem Lapsus mit einfachen Handwerksberufen nicht. Möglicherweise mag ein Handwerksberuf intellektuell wenig anspruchsvoll erscheinen. Allerdings werden von einem Handwerker weit mehr Fähigkeiten und Eigenschaften verlangt als ausschließlich seine intellektuellen. Ein wesentlicher Unterschied zu vielen Akademikerberufen.

Vielleicht sind wir uns einig, daß es hier nicht um die Feststellung einer Wertigkeit von Berufen, von wertvoll oder weniger wertvoll geht. Es geht um das Wahrnehmen von Unterschieden einzelner Berufsfelder, in denen sich jeder mit seinen Möglichkeiten und Neigungen wiederfinden kann. Wo man einander respektiert und die Leistungen des anderen würdigt.

Da ist viel Nachholbedarf, auch finanziell.

Die Frage ist doch nicht,

wie viele sich für ein Studium eingeschrieben haben, sondern wie viele durchhalten und es auch abschließen. Und die nächste Frage, welche Fächer studiert werden und ob die Kombi Zukunftsperspektiven in der Wirtschaft hat? Wo sollen denn massenhaft Germanisten, Genderstudenten, Soziologen und andere Leichtmatrosen unterkommen, ohne den öffentlichen Dienst weiter aufzublähen nach griechischem Vorbild? Wie viele Maschinenbauer, Wirtschaftswissenschaftler, Naturwissenschaftler und Ingenieure sind unter den Studenten? Und machen sie nachher eine Arbeit, die früher Industrie- oder Bankkaufleute oder Techniker genauso gut erledigten?

Rekord an deutschen

Rekord an deutschen Hochschulen: So viele Studierende wie noch nie
Hochschul-Hochburg bleibt NRW.
Dat Ding is gut!!!!! Mal auf er Zeitachse Ursache und Wirkung darstellen!!!!!!!!! . Natürlich hat NRW einen gewissen Vorteil gegenüber einem Terrorpilot der in Hamburg die Diplomarbeit abgelegt hat!!!!!!!! Gut, Sami A. war einst der Bodyguard von Osama bin Laden, ist in NRW ein Einzelfall!!!!!!!!!!!!!!!! Was das ehrwürdige Handwerk betrifft, da wird ja seitens der Politik, was wollt ihr hören??? Wie sagte mal zum Lehrling der Ausbilder in der Schmiede beim Feuerschweißen 2 er Stahlstäbe? Wenn ich nicke, dann schlag zu. Er hat nie wieder genickt.

Rekorde feiern

Wetten es gibt bald auch neue Rekorde bei den Studienabbrechern?
Egal, Haupsache auf dem Bilanzpapier steht jedes Jahr Wachstum...

re caligula19

"Warum heißt das eigentlich "Studierende"? Ist das einfache Wort Studenten nicht mehr gut genug?
-------
Weil das die grünlinke Ausrichtung dieses Senders in einem Wort zeigt."

An jeder deutschen Uni wird "Sudierende" benutzt.

Sogar an den grünlinken im Freistaat Bayern.

Da fällt die Polemik mal wieder auf den Polemiker zurück.

Lustig wie man hier gegen das Studium schießt

Die Schüler von heute wissen nunmal, dass man mit einem abgeschlossenen Studium bessere Zukunftchancen hat als mit einer Ausbildung. Darum entscheidet sich auch die Mehrheit für ein Studium und dies zurecht. Anstatt Hasstiraden gegen das Studium zu schießen sollte man mal überlegen warum Ausbildungen oder Lehren unattraktiv geworden sind und daran arbeiten. Dies wäre produktiver.

Lasst die Leute doch studieren

Zum Glück leben wir in einem Land, wo jeder die Freiheit hat selbst zu entscheiden, was er oder sie werden will. Wenn jemand irgendeine „brotlose Kunst“ studiert und hinterher Taxi fährt ist das seine Entscheidung.
Dieses ewige „früher war das Abi schwerer“ nervt auch. Und wenn es so wäre? Wer nur ein „Billigabi“ hat, der wird eben im 2. Semester aussortiert oder er setzt sich auf den Hintern.
Das bestimmte Berufe Schwierigkeiten haben Nachwuchs zu finden, liegt an den Berufen und der Bezahlung. Handwerk hat goldenen Boden, wenn man Meister mit eigenem Betrieb ist. Aber als Angestellter in einem kleinen Betrieb wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Wenn selbst schlechte BWLer bessere Gehälter haben als angestellte Gesellen, dann will eben keiner mehr Bäcker werden. Und wenn die Kunden sowieso nur noch Billigbrötchen vom Discounter kaufen ist das auch eine richtige Entscheidung.

orfee

Wegen der rechtslastigen Politik?
Sie leben aber schon bei Uns in Deutschland, oder? Hier ist nichts rechts. Alles so links, wie seit langem nicht mehr. Und die Wirtschaftspolitik ist zu neoliberal. Wo ist oder war da rechte Politik?
Schauen wir uns mal die Qualifikationen heutzutage an. Es ist erschreckend. Wenn man sich mit Einserabiturienten unterhält, es gibt ja keine anderen mehr, fragt man sich, wie die je an ein Gymi gekommen sind. Weiter bei den Erstsemestern. Uiuiui. Oder den Berufsschülern, ach du meine Güte. Über die Bachelors und Ingis hab ich ja schon geredet. Da erkennt man überall Wissenslücken, bzw Wissens-Canyons. Btw, hab selber studiert und Metallbauer gelernt.

@ladycat 11:43

Wenn man soviel mehr als Handwerker verdient wie Sie es sagen, warum wollen dann immer weniger junge Leute Handwerker werden? Dies spricht eindeutig gegen Ihre Theorie. Es sieht genau anders herum aus. Die jungen Leute gehen natürlich dahin wo man das beste Geld verdient und dafür braucht man überall das Studium.

@Caligula19: Daneben

"Warum heißt das eigentlich "Studierende"? Ist das einfache Wort Studenten nicht mehr gut genug?
-------
Weil das die grünlinke Ausrichtung dieses Senders in einem Wort zeigt."

Da liegen Sie aber mal voll daneben. Mit diesem Sender oder seiner von Ihnen postulierten politischen Ausrichtung hat das absolut nichts zu tun.
"Studierende" ist mittlerweile der offizielle Terminus (als Substantivierung aus dem Partizip I), weil man von dem eher unhandlichen Begriff "Studenten/Studentinnen" oder auch "StudentInnen" wegkommen wollte.

@ Caligula

Weil das die grünlinke Ausrichtung dieses Senders in einem Wort zeigt.

Warum werden alle, die sich um faire Umgangsformen und ein gedeihliches Miteinander einsetzen, gleich als "grünlinks" abgekanzelt?

Überschwang im Pessimismus

@ yolo:
Es gibt auch andere Rekorde. So viele wie nie zuvor sind unter den Studenten obdachlos oder wohnungslos.
Das sind auch die traurigen Rekorde dieser Regierung.

Wie kommen Sie darauf, dass das die Schuld der Regierung ist (falls Ihre Aussage überhaupt zutrifft)?

Denken ist nicht immer richtig

@ ladycat:
Ich denke, dass man mittlerweile als Handwerker mehr verdient als ein Akademiker.

Niemand wird Ihnen vorschreiben wollen, was Sie denken oder fühlen müssen. Aber rein statistisch gesehen denken Sie falsch. Akademiker verdienen im Durchschnitt deutlich besser.

Bildung ist nicht alles

Dann haben wir wohl bald nur noch Ingeneure die Schrauben und Nägel konstruieren können, aber niemanden mehr, der sie auch in die Wand kriegt...

Entscheidend ist

wie viele einen Abschluss machen, und nicht wie viele eingetragen sind.
Und da ist Deutschland ganz hinten an.
In Asiatischen Ländern ist Bildung der größte Etat im Staatshaushalt, kommen 30 Stundenten auf einen Professor - bei uns sind das über 300 und es wird weiter gespart.
.
In den USA machen 70% einen Abschluss in China noch mehr. Bei uns sind das weniger als 40% und die einen machen bekommen auf 400 Bewerbungen keinen Job, sind gezwungen ins Ausland zu gehen wo ihnen hervorragende Forschungsbedingungen geboten werden - in Silicon Valley, Shanghai, Singapur . . . Und einige nach 2 Jahren als Nobelpreisträger nominiert wurden. Nur Deutschland hat kein Interesse denen und holt lieber per Greencard Fremde ins Land.

@ Deeskalator

... dass die Qualität des Abiturs immer weiter abnimmt, nicht auf Verschulden der Schüler oder Lehrer sondern des Systems.

Was kann ich mir denn unter "dem System" vorstellen?

@ladycat

"Ich denke, dass man mittlerweile als Handwerker mehr verdient als ein Akademiker."

Denken dürfen Sie, was immer Sie wollen, "die Gedanken sind (ja) frei". Ob Ihre Gedanken allerdings den Realitäten entsprechen, steht auf einem anderen Blatt bzw. hängt von den zu vergleichenden Berufen ab...
Zutreffend dürfte sein, dass im Durchschnitt z.B. ein Fliesenlegermeister mehr verdient als ein Sozialpädagoge. Unzutreffend dürfte hingegen sein, dass der durchschnittliche Bäckersgeselle mehr verdient als der durchschnittliche Maschinenbauingenieur.
Und unter den bestverdienenden Berufen in Deutschland finden sich leider keine Handwerksberufe, sondern ausschleißlich solche, die eine akademische Ausbildung erfordern (Quelle: https://www.stern.de/resource/blob/3015072
/5fa69d3de4bd77f6e21e2f57ad66ddc2
/gehaltsliste-01-
pdf--664225b22d1c8b55--data.pdf).

Am 27. November 2018 um 14:32 von Magfrad

Ein jeder versteht eben was er will...

Was ich aus den meisten Kommentaren herauslese hat mit Schießen gegen das Studium nichts zu tun.

Es geht darum, daß viele der derzeit eingeschriebenen qualitativ nicht oder noch nicht bereit für ein Studium sind. Das wiederum liegt an verpfuschter Bildungspolitik, die aus einem selektiven Schulsystem, das auf Qualität ausgelegt war, eine Massenabfertigung auf weitaus niedrigerem Niveau geschaffen hat.
Oder wie erklären Sie sich, daß bei sinkendem Angebot (an Schülern) der ca. doppelte Anteil von vor 20 Jahren Abitur macht und das ganze noch mit besserem Schnitt und kürzerer Zeit (G8)?
Das funktioniert nur auf weitaus niedrigerem Niveau. Die Differenz muß jetzt noch während des Studiums aufgearbeitet werden.

@ Wohlzufrieden

Können wir uns darauf einigen, dass es in Deutschland zu wenige Handwerker und zu wenige Ingenieure gibt? Es hat ja niemand gefordert, dass es ab jetzt nur noch Ingenieure geben soll.

13:41 von Caligula19

"Am 27. November 2018 um 12:43 von Zahnschmerzen

Warum heißt das eigentlich "Studierende"? Ist das einfache Wort Studenten nicht mehr gut genug?
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Weil das die grünlinke Ausrichtung dieses Senders in einem Wort zeigt."

Weil sich an den Universitäten eine große Mehrheit für diese Ansprache entschieden hat. Hat mit der ARD überhaupt nichts zu tun....

Ohne Perspektiven funktioniert das nicht...

Leider ist es doch so, wenn man in Richtung gesicherte Existenz blicken möchte, dann fällt dieser Blick deutlich einfacher mit einem akademischen Grad.
Unsere langjährige Bundesregierung (Frau Merkel & co) hat es nicht geschafft oder besser gesagt versäumt den Bürgern wieder langfristige Perspektiven zu Schaffen. Vor 25 Jahren gab es das Schreckgespenst Altersarmut noch nicht und heute heißt nur „rette sich wer kann“ ...bloß keinen Job der grundsätzlich abhängigkeit vom Arbeitgeber verheißt.
Wir wollen doch mal ehrlich sein, die Zeiten in denen man noch ohne Abi es später in die Führungsebene schafft sind doch längst vorbei. Also, warum soll ich meinen Kindern die Sackgasse Handwerk empfehlen?

Viele akademische Zahlen ...

... sagen alle herzlich wenig aus! Wichtig wäre Zahlen über Anteile dt. zu ausl. Studierenden und vor allem, welche Fächer belegen die Leute. Bekommen wir wieder eine Juristenschwemme, wenn Lehrer oder Naturwissenschaftler und Techniker fehlen?

@ X6XX

Und einige nach 2 Jahren als Nobelpreisträger nominiert wurden.

Mal Tacheles jetzt: welcher Student wurde denn bitte nach zwei Jahren Auslandsstudium schon gleich für den Nobelpreis nominiert? Das ist doch Kokolores.

@ yolo: Es gibt auch andere

@ yolo:
Es gibt auch andere Rekorde. So viele wie nie zuvor sind unter den Studenten obdachlos oder wohnungslos.
Das sind auch die traurigen Rekorde dieser Regierung.

Wie kommen Sie darauf, dass das die Schuld der Regierung ist (falls Ihre Aussage überhaupt zutrifft)?

Keine Sorge. Das ist Unsinn! Es gibt keine obdachlosen Studierenden. Ja, es stimmt, in vielen Städten ist es schwierig für Studierende bezahlbaren Wohnraum zu finden. Das gilt bekanntermaßen nicht nur für diese. Ich kenne allerdings in unserer Universitätststadt keine, die nicht nach ein paar Wochen eine Wohnung oder WG gefunden haben.

Ist ja nicht zu glauben,

Ist ja nicht zu glauben, wohin sich die Diskussion hier entwickelt. Ich halte mal fest: wir leben in einem Land, in dem wir im Prinzip alle die besten Startchancen haben, etwas aus unserem Leben zu machen. Egal, mit welcher Berufsausbildung. Warum konzentrieren wir uns nicht einfach darauf, das beste zu machen, so wie wir es für richtig halten - ohne anderen rein zu quatschen und sie schlecht zu reden?

@ Nordicman

Unsere langjährige Bundesregierung (Frau Merkel & co) hat es nicht geschafft oder besser gesagt versäumt den Bürgern wieder langfristige Perspektiven zu Schaffen.

Das sind doch dahin gesagte Allgemeinplätze. Klar kann ich immer die Regierung verantwortlich machen. In diesem Staat ist das ja sogar erlaubt.

Letztlich muss sich jeder seine Perspektive selbst schaffen. Und unter den Ländern, in denen man dazu gute Chancen hat, ist Deutschland definitiv in den top ten.

Am 27. November 2018 um 15:42 von Lachesis

Und heute bricht der durchschnittliche Bäckergeselle von früher nach dem 3. Semester ab, hat kein Diplom und landet dann als Ungelernter in einer Leiharbeitsfirma.
Das ist dann ja sicher besser für ihn für den Bäckermeister und für uns alle oder wie?

@ vox moderandi

Warum konzentrieren wir uns nicht einfach darauf, das beste zu machen, so wie wir es für richtig halten - ohne anderen rein zu quatschen und sie schlecht zu reden?

Keine Ahnung, ich kapier's auch nicht. Sie sprechen mir aus der Seele.
Meine Eltern haben Hauptschulabschluss (und Migrationshintergrund) und ich habe in diesem Land studiert und ein ausgefülltes Berufsleben. Notorisches Nörgeln über Deutschland kann ich nicht ab.

Warum Katastrophen herbei schreiben?

@ yolo:
Es gibt auch andere Rekorde. So viele wie nie zuvor sind unter den Studenten obdachlos oder wohnungslos.

Wissen Sie das oder sagen Sie das nur? Meine Schwägerin ist Sozialarbeiterin in Frankfurt am Main. Die werde ich mal fragen, wie viele obdachlose Studenten es dort gibt. Reiner Pessimismus, nur um andere Leser runter zu ziehen, geht mir allerdings auf den Zeiger.

@KowaIski 15:53

Auch Mitglieder von Forscherkollektiven werden als Titelträger bezeichnet.

Anwärter werden vom NB-Komitee 50 Jahre geheim gehalten.
Es wird also niemend erfahren wer auf der Strecke geblieben ist.

Ihre Bemerkung: Kokolores zeugt von Unwissenheit zumindest aber Überheblichkeit.

Ungeachte dessen geht es mir ums Prinzip welchen Stellenwert Bildung bei uns hat.

@Magfrad

"Die Schüler von heute wissen nunmal, dass man mit einem abgeschlossenen Studium bessere Zukunftchancen hat als mit einer Ausbildung. Darum entscheidet sich auch die Mehrheit für ein Studium und dies zurecht. "

Wir haben momentan in unserer Firma xx Studenten, sowie ehemalige Studierte, teilweise schon Mitte 30 - ohne Job. Die verdienen bei uns ein wenig zu ihrem Arbeitslosengeld bzw. Bafög dazu. Vorstellungen von ihrem zukünftigen Job haben die kaum. Wie auch - wenn man sowas wie zeitgenössische Kunstgeschichte studiert.
Auf Anfrage, warum gerade sowas, kommt die Antwort:
"Für mich, weil es mich interessiert, was ich damit verdienen kann, ist mir egal".
Teilweise studieren die schon das 3. Fachgebiet und kommen auf keinen grünen Zweig, geschweige denn vernünftigen Verdienst. Und das sind keine Ausnahmen, studiert wird oftmals nur zu Spaß, weil man den jungen Leuten seit Jahren einredet, mit einer Ausbildung wird man nix, dabei kann man da unterdessen mehr verdienen.

@11:43 von ladycat So lange

@11:43 von ladycat
So lange die künstlich geförderte Existenznot für alle Menschen herrscht, müssen alle ran klotzen und der Handwerker muss ebenso existieren, kriegt es oft nicht hin, und ist legendär geworden für seinen Pfusch oder noch mehr die Abzocke. Bei mir sind von mir bestellte Handwerker so eine Klientel, wo man sich in Acht nehmen muss - das ist eigentlich kein positives Zeichen für Handwerker.

Als Handwerker würd ich allerdings lieber arbeiten, als wie manchem anderen Job. Das Problem in unserer Gesellschaft sehe ich einfach in dem Zwang unbedingt jederzeit eine Arbeit haben zu müssen. Manche gehen studieren, weil sie gerad nichts besseres wissen. Es gibt eine hohe Quote Studierter, die keinen Abschluss haben . Jeder dritte! M.E. wird oft einfach Zeit gekauft. Wenn die Eltern die Gebühren zahlen? Oder wenn man Bafög kriegt? Was will man sonst machen, Hartz Vier grüsst.

@ 6X66

Anwärter werden vom NB-Komitee 50 Jahre geheim gehalten.
Es wird also niemend erfahren wer auf der Strecke geblieben ist.

Anscheinend niemand außer Ihnen. Oder wie darf ich Ihre Aussage verstehen? Sie war jedenfalls nicht als bloße Vermutung ins Blaue hinein gekennzeichnet.

@ 6X66

Ihre Bemerkung: Kokolores zeugt von Unwissenheit zumindest aber Überheblichkeit.

Sollte das so ankommen, bitte ich um Entschuldigung. Ich bin gelegentlich bei Allgemeinplätze und inhaltslosen Vermutungen, die ich hier als "Argument" lesen muss, etwas ungehalten.

Kowalski

Wenn man hier über zu viele Studenten ( der andere Terminus ist mir zu blöd) redet, dann doch deshalb, weil diese eigentlich wo anders gebraucht würden. Das wollen die aber verständlicher Weise nicht machen. Nur darum geht es. Und dadurch entstehen diese Probleme. Zu viele Studis brauchen auch zu viele Wohnungen. Alles hängt irgendwie zusammen. Und ganz vorne steht wie immer das Geld.

@buerdi 16:26

Sorry aber was Sie da sagen mag auf einige Leute zutreffen, aber pauschal zu sagen "studiert wird oftmals nur zum Spaß" ist Blödsinn! Mit einer Ausbildung wird man nirgendwo mehr verdienen als mit einem abgeschlossenen Studium. Dies ist nunmal ein Fakt. Wenn Studierte ohne Job sind, ist dies eine andere Baustelle, aber deswegen jetzt Ausbildungen in den Himmel zu loben und das Studium zu verfluchen ist wohl kaum der richtige Weg. Die jungen Leuten wollen nunmal das große Geld verdienen und dies winkt eher mit einem abgeschlossenen Master oder eine Diplomstudium als mit einer simplen Lehre oder ner Ausbildung.
Im Übrigen ich bin selber CEO und habe mein eigenes Unternehmen mit inzwischen über 5000 Mitarbeitern. Generell würden bei mir Leute die nicht mindestens einen guten Realschulabschluss haben nicht eingestellt. Ich erwarte bei meinen Mitarbeitern nunmal Qualifikationen und dies ist in anderen Unternehmen auch der Fall. 80% meiner Mitarbeiter haben ein abgeschlossenes Studium

@16:36 von Superschlau

"Zu viele Studis brauchen auch zu viele Wohnungen."

Handwerker brauchen auch Wohnungen und zu uns nach München ziehen bei Weitem nicht nur Studenten und Akademiker, sondern Menschen aller möglichen Berufe, die in anderen Teilen der Republik keinen Job finden.

Wer natürlich eine guten Ausbildungsberuf gelernt hat und in einer weniger begehrten Gegend zuhause ist, ist fein raus. Der hat auch mit einem geringeren Gehalt eine bessere Lebensqualität.

@vox moderandi 15:56

Absolut korrekt. Jeder hat selber in der Hand dafür zu sorgen dass er das beste für sich erreicht und so wie er es für richtig hält und zwar ohne dass irgendeiner kommt und ihm erzählt was er machen soll. Wenn die absolute Mehrheit der jungen Menschen studieren will, dann ist dies so und dann müssen Unternehmen die Lehrstellen und Ausbildungsstellen anbieten mal daran arbeiten attraktiver zu werden. Was anderes bleibt denen nicht übrig.

@Nordicman 15:50

Es ist nicht Aufgabe der Bundesregierung den Bürgern einen Job zu besorgen, dies müssen diese schon selber tun, gleiches gilt für Studium/Schule und Co. Für die langfristigen Perspektiven müssen die Bürger schon selber sorgen, einige scheinen zu glauben dass alles von selber kommt. Nein liebe Leute dem ist nicht so und man muss hart arbeiten um was zu erreichen!
Ohne Abi hat man es heutzutage schwerer, dies ist nunmal so und dass man es ohne Abi nicht in die Führungsebene eines Unternehmens schafft, ist auch klar. Es bringt nichts über solche Realitäten zu diskutieren. Die einzige Lösung ist Abi nachholen, wenn man unbedingt in die Führungsebene eines Unternehmens will.

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