Ihre Meinung zu: ARD-Serie "Flucht": "Lieber sterben als zurück nach Myanmar"

20. November 2018 - 12:19 Uhr

Laut UN sind die Rohingya die am meisten verfolgte Volksgruppe weltweit. Fast eine Million Menschen seien seit August 2017 von Myanmar nach Bangladesch geflüchtet. Zurück will keiner, wie Silke Diettrich berichtet.

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Kommentare

Einseitige Berichterstattung

Was mich an der"Leitlinie" der Tagesschau stört ist die Berichterstattung ohne den Gesamtzusammenhang. Rohynga = Opfer. Ja es ist schlimm, was dieser Volksgruppe widerfährt in naher Vergangenheit, aber jeder kann recherchieren, warum die Rohynga Vertreibung angefangen hat und wer den ersten Stein warf. Man könnte ja auch mal mehr über Muslime die andere Volksgruppen vertreiben schreiben zb die Jesiden. Aber das ist wohl gegen die Leitlinie.

sie ihn Frieden dort leben lassen?

bei den ersten Infos über die Rohingya wurde über deren Überfälle auf Polizeistation berichtet
verhält es sich in Burma wie bei Grimm´s Märchen
hier das Rotkäppchen und dort der böse Wolf ?

Wenn wir 1Mio Kulturfremder aufnehmen können,

sollte Bangladesh das mit 1Mio kulturverwandter auch können.

naja , wie schön dass die

bundesregierung hilfe schickt und auch sofort santktionen einggeführt hat. ist halt verlass auf diese regierung die überall auf der welt für gerechtigkeit kämpft.

war ein scherz von mir und es traurig genug ansehen zu müssen das von der politischen seite der westlichen welt und den usa nichts kommt, weder santionen, noch militär rein gar nichts und schauen nur zu und sagen: das ist ja traurig und sehr schrecklich!

Auch wenn der Artikel keine Angaben zur Repräsentativität der Aussage macht, dass keine, keiner der geflüchteten Rohingya zurück in ihr, sein Geburtsland will, so ist die Aussage plausibel. Die genannten Beispiele geben einen guten Überblick über die Gründe dieser Menschen.
1) noch mehr als die übrige Bevölkerung Myanmars haben die in jüngerer Vergangenheit stets ausgegrenzten Rohingya unter den Repressionen eines korrupten Regimes einer erratischen Generalsklicke zu leiden gehabt. Die Generäle halten auch jetzt die Macht in Händen, nun mit aktiver staatstragender Unterstützung der buddhistischen Bonzen, so dass selbst mit demokratischer Mehrheit gewählte Friedensnobelpreisträgerinnen kapitulieren.
2) die Geflüchteten haben nur minimalste Aussichten, ihre Landparzellen und Entschädigungen zu erhalten.
3) die über die sozialen Medien verbreitete Hetze gegen die Rohingya mit Fake News und Verschwörungen läuft dagegen weiter.
Vermutlich wollen die Generäle nur die Hilfsgelder abgreifen.

Britische Migrationspolitik war ein Fehler

Als die Briten die moslemischen Rohingjas nach Myanmar umsiedelte war der Grundstein für den Konflikt schon gelegt.

Wenn die muslimische Gruppe nun in ihre Heimat zurückkehrt, wird das die Situation befrieden. Maynmar zwingen zu wollen, die Moslems gegen ihren eigenen Willen eventuell gewaltsam wieder zurück zu nach Burma zu schaffen ist eine absurde Vorstellung.

Alte Narrative, neu aufgewärmt

Erneut ein Bericht über das Elend von mehr als einer Million Menschen, und erneut die altbekannten, unsinnigen und haltlosen Narrative, dass doch die Rohingya selbst Schuld an ihrem Schicksal seien:
1) Da sie als Muslime eine Minderheit in einem Land darstellen, dessen Bevölkerung mehrheitlich buddhistisch ist ("Kulturfremdheit").
2) Da sie einst vor Generationen Migranten waren.
3) Da es Anschläge auf Polizeiposten gegeben habe.
Richtig ist:
Zu 1) Muslim zu sein ist kein Grund, jemanden zu vertreiben. Es gilt das Grundrecht auf Religionsfreiheit.
Zu 2) Wie lange ist jemand "Migrant"? Wie lange darf jemandem das Recht auf eigenes Land, Eigentum und Sitten verwehrt bleiben. Nebenbei: Myanmar ist ein Vielvölkerstaat.
Zu 3) Selbst wenn es diese Einzelfälle gab, rechtfertigt dies keine Kollektivstrafe für Millionen. Nutznießer der Vertreibungen sind durch Fake-News in den sozialen Medien und religiöse Fanatiker aufgehetzte Nachbarn und gierige Investoren, die Ferienressorts bauen wollen.

@Scaramanga

Nicht nur die Jesiden werden von den Muslimen vertrieben.
Sie schrieben "wer den ersten Stein geworfen hat".
Inzwischen konnte man lesen, daß angestiftet von den Saudis Taliban-Gruppen in Myanmar angefangen haben birmesische Gemeinden zu zerstören und Birmesen töteten. Und dann erst hat das birmesische Militär so brutal zugeschlagen gegen die Rohyngas. LEIDER!
Dies wurde von der UNO mit Guterres offiziell noch nie erwähnt.

Sehr unglaubwürdig: bitte seriös belegen

20. November 2018 um 14:48 von Heidemarie Bayer

"Inzwischen konnte man lesen, dass ...", lautet Ihre Formulierung, mit der Sie in Ihren Beitrag starten. Wenn ein Beitrag ohne konkreten Hinweis auf eine verifizierbare Quelle beginnt, dann hat das ein starkes Odium nach Fake News. Vor allem, wenn Sie eine hübsche Nachricht folgen lassen, die sehr nach "Verschwörung" klingt.
Nur so viel: die Rohingya folgen einer Glaubensrichtung im Islam, die von den großen Rechtsschulen nicht anerkannt wird. Vor allem Strenggläubige, die dem sunnitischen Wahabismus folgen, lehnen die Rohingya als Glaubensverräter ab. Für die Rohingya eine Art doppelter Verfolgung, verfolgt von den Buddhisten ihrer Heimat, verstoßen von den Glaubensbrüdern. Sie müssten einmal die Diskurse in Indonesien verfolgen. Ein Szenario, dass ausgerechnet von Saudis finanzierte "Taliban" Myanmar unsicher machen, ist sehr unglaubwürdig. Kein Wunder, dass keine Nachrichten in seriösen Medien dazu existieren.

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