Ihre Meinung zu: Grenzstadt Tijuana - Zwischen Angst und Hoffnung

19. November 2018 - 9:52 Uhr

Große Ablehnung und Unterstützung - beides erleben die Flüchtlinge aus Mittelamerika derzeit in Mexikos Grenzstadt Tijuana. Kaum ein Flüchtling hat Chance auf Asyl in den USA. Von A.-K. Mellmann.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3
Durchschnitt: 3 (4 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Alle unzufriedenen Migranten müssen

in ihren Heimatländern für Verbesserungen sorgen und kämpfen. Es kann doch nicht sein, dass so viele flüchten und Länder entvölkert werden, währenddessen andere Länder unter eine Überbevölkerung leiden.

Eine gute Idee ist ...

dieses "Interview der glaubhaften Angst", dass die US-Behörden machen, bevor es überhaupt zu einem Asylantrag kommen kann!
Nicht nur in diesem Bereich sind die USA den Europäern mal wieder voraus!

"Große Ablehnung der Migranten"

Ich war, wohl im Gegensatz zu Lesern, Mitkommentatoren und auch Frau Mellmann vergangenen Dienstag/Mittwoch in Tijuana.
Da waren bereits mehrere Tausend Migranten angekommen.

Die Situation an der Grenze (die ich zu Fuß überquerte) war völlig entspannt, relaxed, gelangweilt und ruhig. Ebenso in der Stadt.

Von "großer Ablehnung" seitens der Mexikaner ist auch seitdem nichts wahrzunehmen. In einer Stadt mit 1,5 Mio Einwohnern (Ballungsgebiet von 2-2,5 Mio) demonstrieren seit dem Wochenende einige Hundert Einwohner. Zugleich gibt es sehr viel Unterstützung.
Ansonsten war die Stimmung friedlich und freundlich. Wie ich es aus Mx kenne.

Viele mexikanische Privatpersonen haben die Migranten auf ihrem Weg mit Nahrung, Wasser, Kleidung bis medizinischer Versorgung unterstützt. Wie ich es aus Mx kenne.

Allerdings bemühen sich einige mexikanische Medien mit (Exklusiv-)Berichterstattung über einzelne Migranten, die sich nicht angemessen benehmen, ablehnende Stimmung gegen alle zu schüren.

Angst - Angst - Angst

Ich bin immer wieder erstaunt, was für Text die Redaktion genehmigt.

"Zwischen Angst und Hoffnung", "gefährliche Angst" und "glaubhafte Angst". Bei diesem Artikel wird einem Angst und Bange - man braucht nicht einmal eine AfD, um Ängste zu schüren - DANKE

Grenze Tijuana/San Ysidro (San Diego)

Ein paar Fakts zu o.g. "berüchtigter" mx/us-Grenze, die eher ein "schlechter Witz" ist.

Wer nicht mit (eigenem) Auto anreist, muss diese Grenze über eine Brücke zu Fuß überqueren. Grenzüberschreitender Bustransport existiert nicht.

Bei Ausreise aus Mx bedurfte es einiger Anstrengung, den mex. "Grenzposten" überhaupt zu finden (ich brauche als "Resident" immer einen Ausreisestempel). Normalerweise verlässt man Mx ohne Ausreisekontrolle. In den USA warteten freundliche, gelangweilte HS-Beamte, keine Wartezeit, keine Fragen, keine Gepäckrevision. Null. Ich hätte sonstetwas im Gepäck mitführen können... An einem Werktag gegen 12 h mittags.

Aus den USA (San Diego) nach Mx geht es mit Bus oder Tram zur Grenze, dann einfach weiterlaufen und man kommt direkt an die mex. Grenze. Ohne US-Ausreisekontrolle. Die Mexikaner dürfen in der Regel ohne Passkontrolle ihren eigenen Kontrollpunkt (offener Gang) durchlaufen, während für Ausländer ein zweiter, ebenfalls offener Gang zur Verfügung steht.

ablehnende Stimmung schüren

"Allerdings bemühen sich einige mexikanische Medien mit (Exklusiv-)Berichterstattung über einzelne Migranten, die sich nicht angemessen benehmen, ablehnende Stimmung gegen alle zu schüren."

Ich kann mir nicht helfen, aber diese Bemühungen, allerdings nicht auf Migranten bezogen, kommen mir irgendwie bekannt vor. Weiß jemand woher?

Hilf dir selbst - so hilft dir Gott

warum bemüht man sich nicht in seinem Heimatland die Zustände zu verbessern ?
Sind es immer nur die anderen, die Korrupt sind, stehlen, vergewaltigen, ihre Familien (Kinder) im stich lassen, dass dann die Mütter allein die Last tragen müssen ?

@ladycat 09:13

Es kann doch nicht sein, dass so viele fluechten und Laender entvoelkert werden, waehrenddessen andere Laender unter einer Ueberbevoelkerung leiden." Uberbevoelkerung; das ist die eigentliche "Fluchtursache". vor 30 Jahren haben Studien wie "Global 2000" u.ae. schon davor gewarnt, dass es zu globalen "Verteilungskaempfen" durch Uberbevoelkerung kommen wird. Jetzt sind wir an diesem Punkt angekommen Und es wird nicht besser werden. Nur wer den Mut hat sein eigenes Land, auch mit unpopulaeren Mittel zu schuetzen, kann mit einem blauen Auge davon kommen.

Gruss aus Brasilien

09:13 von ladycat

"Alle unzufriedenen Migranten müssen
in ihren Heimatländern für Verbesserungen sorgen und kämpfen. Es kann doch nicht sein, dass so viele flüchten und Länder entvölkert werden, währenddessen andere Länder unter eine Überbevölkerung leiden."

Hüstel. Durch 7000 bis 9000 Migranten werden Honduras, Guatemala und El Salvador entvölkert? Und Mexiko oder die USA überbevölkert?

Sinnlos, wiederholt zu versuchen, auf die Flucht- oder Migrationsursachen hinzuweisen: Das stößt auf taube Ohren bei denen, die einfache Lösungen und Urteile favorisieren.

Gegenüber Honduras, El Salvador und Guatemala ist Mexico mit seinen "nur" 22.000 Morden allein im laufenden Jahr vergleichsweise bereits ein friedvolles Paradies auf Erden.

Sie haben, pardon, wirklich keine Vorstellung davon, wie die Lebenswirklichkeit (nicht nur) in diesen zentralamerikanischen Ländern aussieht.

Ich habe mittlerweile rund 7 Jahre in Mx verbracht.

@9:46 von Der Besserwisser1

ich empfehle die Lektüre des Romans "State of Fear". Darin wird konkret beschrieben, warum die Medien mit unseren Ängsten arbeiten und überwiegend negative Nachrichten verbreiten.

aha,

jetzt wissen wir, warum die Migranten alle zur Grenze in Tijuana streben, und nicht zu einem der anderen Grenzübergänge.

Migration

Es scheint ein menschliches „Problem“ zu sein, Fremden nicht helfen zu wollen!

Eines kommt immer zu kurz

wir reden hier von dem versuch der illegalen Einreise. Natürlich müssen solche Menschen damit rechnen, das sie weder willkommen noch irgend eine Chance auf Einreise haben.
.
Was aber grundsätzlich fehlt, ist die Frage, warum diese Migranten nicht endlich damit beginnen, in ihren korrupten Regimen etwas zu ändern? Mit Ausnahme von Argentinien läuft in Südamerika derzeit alles in Richtung "failed States", denn die Drogenbarone haben Politik, Polizei, Justiz völlig verseucht. So sollten die Bürger vielleicht mal endlich damit beginnen, aufzustehen und etwas in den Heimatländern zu ändern, anstatt den bequemen Versuch zu unternehmen, dahin zu gehen, wo scheinbar (!) Milch und Honig fließt. Und wer auch gleich noch seine kleinen Kinder diesen Strapazen aus völligen Eigennutz heraus aussetzt, der hat's bei mir vollends vergeigt mit irgend einem Ansatz von Mitleid oder Verständnis.

vordergründig geht es den protestlern in tijuana

um die armen seelen aus mittelamerika als ausgemachte bedrohung.

tatsächlich wollen sie verhindern, daß die präsenz der amerikaner an der grenzstadt aufgerüstet wird, weil es ihren drogenübergang behindert.

Grenzstadt Tujuiana:Zwischen Angst und Hoffnung....

Und was sagen in diesem Zusammenhang die Regierungen der Herkunftsländer,Guatemala,Honduras etc. ? Da kommt nichts.Nur weiter die Interessen der Oligarchie(Großgrundbesitz) bedienen.Und sich weiter nach den Auflagen des IWF/Weltbank richten.Also denen aus dem Norden.Die Fluchtursachen schaffen.

Wodurch begründet sich die

Wodurch begründet sich die Annahme, man müsse Migration akzeptieren? Bis jetzt gab es bei jeder Völkerwanderung irgendwelche Verlierer. Ob das nun Römer waren oder Indianer. Beide konnten sich gegen die Invasoren nicht dauerhaft wehren. Nun die Frage, darf man sich gar nicht mehr wehren? Dann hätten Invasoren ja mehr Rechte, als Einheimische.

10:00 von Ach_so...

Zitat:
ablehnende Stimmung schüren
"Allerdings bemühen sich einige mexikanische Medien mit (Exklusiv-)Berichterstattung über einzelne Migranten, die sich nicht angemessen benehmen, ablehnende Stimmung gegen alle zu schüren."
Ich kann mir nicht helfen, aber diese Bemühungen kommen mir irgendwie bekannt vor. Weiß jemand woher?

Zitat Ende

Same procedure as everywhere, wenn "alternative Parteien" manipulativ mit "alternativen Fakten" Rassismus, Nationalismus und Separatismus den Boden zu bereiten versuchen.

10:09 von träumensollteer...

wie die Lebenswirklichkeit .... aussieht.
Ich habe mittlerweile rund 7 Jahre in Mx verbracht...
.
wenn sie sich dort wohlfühlen ....
wenn ich meinen alljährlichen Urlaub in Brasilien antrete
und die Lobeshymnen meines ausgewanderten Kumpels dort so anhöre
und vorallem die Verhaltensregeln

Zitat : klar muß man schauen, wenn die Straße plötzlich menschenleer wird
und die Läden geschlossen
dann schießen halt wieder ein paar Gruppen aufeinander, aber dann ist wieder Ruhe
wer ist denn in diesen Gruppen tätig ?
Leute vom Mars oder nicht auch der eigene Bruder, Sohn oder Neffe ?

Kein Recht auf Einwanderung

Auch in dem "Einwanderungsland" USA gibt es kein Recht auf Einwanderung.

Es wäre wünschenswert, wenn die Medien den Begriff "Migranten" verwenden würden. "Flüchtlinge" sollte nur im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention verwendet werden.

Die USA und Mexixo...

...sollten sich schämen, aber vorallem die USA, denn die meisten Probleme in Mittel und Südamerika haben die zu verantworten durch die vielen Eingriffe in die Politik... tegimechanhe, ich kann das nicht mehr hören....

Das Recht auf Migration

erachte ich grundsätzlich als ein Menschenrecht. Menschen sind immer schon migriert, aus den unterschiedlichsten Gründen.
Allerdings erwarten die heutigen Migranten, von den Durchgangs- und Zielländern kostenlos vollversorgt zu werden.
Im früheren Zeiten waren sich Migranten bewußt, dass sie auf dem Weg und auch im Zielland vermutlich auf sich allein gestellt sein werden und sich und ihre Familie ohne fremde Hilfe versorgen müssen. Unter solchen Voraussetzungen wären die Flüchtlingströme vermutlich ganz andere.

diese Menschen hier nicht wolle

Kann man ja auch gut verstehen. Wer in seinem eigenen Land es nicht schaft für Recht und Ordnung zu arbeiten und zu Kämpfen und gesetztwiedrig in ander Länder einreißt muss damit rechnen.

Zugleich gibt es sehr viel Unterstützung.

Dann müssen Sie dort bleiben. Was wollen Sie in einem Land wo die menschen Sie nicht haben möchten und Sie kein anrecht auf einreise haben.

10:36 von Sisyphos3

10:09 von träumensollteer...
wie die Lebenswirklichkeit .... aussieht.
Ich habe mittlerweile rund 7 Jahre in Mx verbracht...
.
"wenn sie sich dort wohlfühlen ....
wenn ich meinen alljährlichen Urlaub in Brasilien antrete
und die Lobeshymnen meines ausgewanderten Kumpels dort so anhöre
und vorallem die Verhaltensregeln

Zitat: klar muß man schauen, wenn die Straße plötzlich menschenleer wird
und die Läden geschlossen
dann schießen halt wieder ein paar Gruppen aufeinander, aber dann ist wieder Ruhe
wer ist denn in diesen Gruppen tätig ?
Leute vom Mars oder nicht auch der eigene Bruder, Sohn oder Neffe ?"

Brasilien und Mexiko sind nicht im Mindesten vergleichbar.
Ob Sie es glauben oder nicht: Ich habe in all diesen Jahren nicht ein einziges Mal Gewalt, sonstige Kriminalität oder "menschenleere Straßen" erlebt, dabei führe ich ein ganz normales mexikanisches Leben.

In Brasilien ist Gefahr allgegenwärtig, in Mexico fast ausschließlich auf das Umfeld organisierter Kriminalität beschränkt.

@träumensollteer...

"Hüstel. Durch 7000 bis 9000 Migranten werden Honduras, Guatemala und El Salvador entvölkert? Und Mexiko oder die USA überbevölkert?"

Wie viele andere auch scheinen Sie nicht weit in die Zukunft blicken zu wollen. Aus diesen 7000 bis 9000 können ganz schnell Millionen werden, sollten diese 7000 bis 9000 erfolgreich sein.

10:47 von Erny

"Die USA und Mexixo...
...sollten sich schämen, aber vorallem die USA, denn die meisten Probleme in Mittel und Südamerika haben die zu verantworten durch die vielen Eingriffe in die Politik... tegimechanhe, ich kann das nicht mehr hören...."

In Mexico nur die politisch Verantwortlichen, die sich als Handlanger der USA verdingen und z.T. unaussprechliche Massnahmen anordnen, damit zentralamerikanische Migranten gar nicht erst die US-Grenze erreichen.

Das mexikanische Volk hat damit gar nichts zu tun und zeigt sich üblicherweise hilfsbereit und solidarisch.

Sie sind nicht auf der Flucht ... sie migrieren !

Warum diese Wischi-Waschi-Sprache? Warum keine klare Differenzierung, wie es sich für intelligente Leute gehört? Diese Menschen suchen bessere ökonomische Bedingungen - auch wenn die Verhältnisse lokal im Heimatland kriegerisch sind, eine Flucht in eine andere Provinz würde zumeist helfen. Nein, man versucht einen Rechtsanspruch auf Amerika zu konstruieren - genauso wie bei uns in Europa. Dass es bei der Migration natürlich auch um (billige) Arbeitskräfte geht, schreibt niemand (Pflegekräfte-Azubis werden in BW schon nicht mehr abgeschoben!). Muss man das Asylrecht (hinter dem ich nach wie vor stehe!) - so mit Füßen treten? Kriegs-Flüchtlinge müssen Asyl bekommen - aber mit der Rückkehr-Option, wenn das eigene Land befriedet ist. Jetzt, wo die Kriegs-Handlungen in Syrien zurückgehen wird es interessant zu sehen, wieviele Syrer tatsächlich zurückkehren, denn sie werden für den Wiederaufbau dort gebraucht. Oder behalten wir die gut ausgebildeten Elektro-Ingenieure ua einfach hier?

11:09 von werner1955

Ich: Zugleich gibt es sehr viel Unterstützung.

Sie: "Dann müssen Sie dort bleiben. Was wollen Sie in einem Land wo die menschen Sie nicht haben möchten und Sie kein anrecht auf einreise haben."

Das Problem ist, dass es auch in Mx viel zu wenig Arbeit, viel (extreme) Armut und bis heute auch immer noch zahlreiche Hungertote gibt.
50% der Arbeit in Mx ist "informal", also offiziell inexistent, "selbstständig" als Straßenverkäufer, Schuhputzer etc.

Wirklich viel Perspektive kann Mx (als Staat) auch nicht anbieten, aber viele Menschen geben von dem bisschen, was sie haben, ein wenig an andere in noch prekärerer Situation.

11:15 von Alex Faulkner

@träumensollteer...
"Hüstel. Durch 7000 bis 9000 Migranten werden Honduras, Guatemala und El Salvador entvölkert? Und Mexiko oder die USA überbevölkert?"

Sie: "Wie viele andere auch scheinen Sie nicht weit in die Zukunft blicken zu wollen. Aus diesen 7000 bis 9000 können ganz schnell Millionen werden, sollten diese 7000 bis 9000 erfolgreich sein."

Ich denke, ich blicke weiter und realistischer in die Zukunft, als Sie es sich vorstellen können und tun.

Die Welt veränder sich. Immer. Permanent. Unaufhaltsam. Nur macht mir dies, im Gegensatz zu Ihnen, keine Angst.

Wenn die globale Politik nicht bald umdenkt und umlenkt, werden diese Millionen zweifelsfrei kommen.

Also wäre es besser, diesem Umstand im Vorfeld Rechnung zu tragen. Abschotten wird bei dem Ausmass zu erwartender künftiger Völkerwanderungen nicht mehr nutzen oder sehr, sehr blutig enden.

Das müssen ganz andere Lösungen her, und "Besitzstandwahrung" im heutigen Sinne zählt definitiv nicht dazu.

Bürgermeister von Tijuana

Zitat: Teilweise sind die Migranten sehr aggressiv. Dies sollten sie nicht sein. Dankbar und unterwürfig sollten sie gegenüber ihren Gastgebern sein,

11:02 von Sparer

"Das Recht auf Migration
erachte ich grundsätzlich als ein Menschenrecht. Menschen sind immer schon migriert, aus den unterschiedlichsten Gründen.
Allerdings erwarten die heutigen Migranten, von den Durchgangs- und Zielländern kostenlos vollversorgt zu werden.
Im früheren Zeiten waren sich Migranten bewußt, dass sie auf dem Weg und auch im Zielland vermutlich auf sich allein gestellt sein werden und sich und ihre Familie ohne fremde Hilfe versorgen müssen. Unter solchen Voraussetzungen wären die Flüchtlingströme vermutlich ganz andere."

Auch Ihnen möchte ich aus meiner mehrjährigen Erfahrung und vielen Gesprächen mit überwiegend Mexikanern, die mal "rübergemacht" haben und irgendwann zurückkehrten, widersprechen:
Diese Erwartungshaltung mögen einige aufweisen, aber die große Mehrheit suchte einfach nur die Chance auf Arbeit, nicht mehr, häufig verbunden mit der Absicht, mit dem Erarbeiteten-Ersparten nach Mx zurückzukehren und sich dort damit eine eigene Existenz aufzubauen.

Eine Flucht vor Armut und

Eine Flucht vor Armut und Bandenkriminalität ist nachvollziehbar, begründet aber keinen Anspruch auf Einreise in ein Sozialsystem, das von anderen Menschen über Jahrzehnte hinweg aufgebaut wurde, vor allem wenn auf dem Weg, der bei der Flucht genommen wird, bereits viele Regionen durchquert werden, in denen ein sicheres Leben möglich wäre, die aber auf der Wunschliste nicht ganz oben stehen.
.
Wer in ein anderes Land umsiedeln möchte, wogegen ja prinzipiell erst einmal nichts spricht, muss seinem Gastland auch etwas anbieten können. Ansonsten muss man bei der Wahl der neuen Heimat Abstriche machen.

von Sisyphos3

Ja du hast recht. Aber das Volk dort fällt wie überall immer auf den Populismus rein wie in Deutschland auch.
Das ist schwer zu verändern.

Was ist eine Grenze, wofür

Was ist eine Grenze, wofür gibt es Grenzen?
Darf man wegen humanitärer Einstellung Gesetze brechen?
Wer entscheidet welsche Gesetze gebrochen werden dürfen??????
Können wir in naher Zukunft alle unsere Pässe weckwerfen und tun was uns gefällt?!

@ Melanda

In Afrika muss zuerst die Bevölkerungsexplosion eingedämmt werden. Das ist das Hauptproblem. Ich würde eine Entwicklungshilfe erst genehmigen, wenn an dieser Aufgabe erfolgreich gearbeitet wird.

@ träumensollteer....

Ja, wem ist denn geholfen, wenn alle Mexikaner nach Amerika auswandern?
Natürlich gibt es in diesen Ländern eine schlimme Lebenwirklichkeit. Dies liegt aber hauptsächlich an den eigenen Politikern. Daran müssen die Leute arbeiten, denn die Probleme in diesem Land werden nicht dadurch gelöst, wenn sich alle in andere Länder aufmachen.

11:46 von Digitaler Fußabdruck

«Eine Flucht vor Armut und Bandenkriminalität ist nachvollziehbar, begründet aber keinen Anspruch auf Einreise in ein Sozialsystem, das von anderen Menschen über Jahrzehnte hinweg aufgebaut wurde …»

In den USA gibt es kein Sozialsystem, "in das hinein man einwandern könnte". Das gibt es nicht für US-Bürger, und schon gar nicht für Guatemalteken, Honduraner, etc.

«Wer in ein anderes Land umsiedeln möchte, wogegen ja prinzipiell erst einmal nichts spricht, muss seinem Gastland auch etwas anbieten können.»

Wie viele Mittelamerikaner und Mexikaner gegenwärtig in den USA leben (legal + illegal), weiß ich nicht. Es werden wohl einige (wenige) Millionen sein. Die allermeisten von ihnen bieten ihre Arbeitskraft für Jobs, die US-Bürger nicht machen wollen.

Nicht für die Löhne, die in derartigen Jobs gezahlt werden (Landwirtschaft, "Housekeeping", und was es da noch so alles gibt).

"Scheuchte man die alle wieder weg", würden sich "die USA" aber sehr schnell entsetzt umgucken …

11:40 von träumensollteerlaubtsein

«Auch Ihnen möchte ich aus meiner mehrjährigen Erfahrung und vielen Gesprächen mit überwiegend Mexikanern [aus meinen eigenen Erfahrungen berichten] …

Sehr wohltuend, aus Ihrer Feder "der Halb-Mexikanerin" eine Einschätzung der Lage zu lesen, die nicht nur vom Hörensagen kommt. Und sich auf "irgendeine diffuse allgemeine" Vorstellung von Migration stützt.

Ich kann das nicht wie Sie "von vor Ort" beurteilen. Da ich aber "ein begeisterter Fan" Mittelamerikas (+ MEX) bin, und gut Spanisch spreche, habe ich in den letzten Wochen ein wenig "La Prensa Mexicana" gelesen.

Wenn ich es richtig verstehe, liegt "die größte Angst" der MEX darin, dass viele Mittelamerikaner "solange an den Grenzen rumlungern werden", bis ihre in den USA gestellten Asylanträge bearbeitet sind.

Die haben ja in der Mehrzahl gar nicht vor, die Grenzen der USA zu erstürmen. Ich hoffe nur sehr, die MEX werden ihre freundlich-gelassene Art bewahren, "auch wenn aus allen Rohren gegen die Migranten geschossen wird" …

Die USA machen vor, wie man es besser macht

Da der UN-Migrationspakt nicht mehr zwischen illegaler und legaler Migration unterscheidet, ist es nur ratsam, dass die USA ihn nicht unterzeichnen werden, wie ja auch angekündigt.
Dass man später nicht mehr abschieben kann, ist von der UN gewollt, daher ist es richtig, dass man sie erst gar nicht ins Land lässt.

Die USA haben im Schnitt ca 80 000 legale Zuwanderer im Jahr. Das ist mehr als genug und damit leistet die USA genügend, um Migration zu ermöglichen. Die GreenCard ist ein Instrument, das es lange gibt und damit auch per Lotterie sogar den Zugang ermöglicht.
Eben aber alles gesteuert, gelenkt und unter Kontrolle.
Richtig so, kann ich da nur sagen.

Die UN ist für mich eine ideologieverseuchte Utopiekiste, die fernab von jeder Realität versucht Gott zu spielen; aber mit sehr sehr hoher Unfähigkeit.
Echte Traumtänzer, die die Welt ins Chaos stürzen. Gutgläubige Menschen meinen dann, sie hätte zu jeder Illegalität ein Recht.
Dabei ist es nichts anderes als Anarchie!

@10:44 von Einfach Unglaublich - Begriff "Flüchtling"

"Kein Recht auf Einwanderung

Auch in dem "Einwanderungsland" USA gibt es kein Recht auf Einwanderung.

Es wäre wünschenswert, wenn die Medien den Begriff "Migranten" verwenden würden. "Flüchtlinge" sollte nur im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention verwendet werden."

Die Tagesschau ist nicht diejenige Stelle, die den Anspruch eines Menschen auf den Status "Flüchtling" bewerten dürfte oder könnte und muss sich deshalb auf die Aussagen der Betroffenen stützen. Daher sind die Begrifflichkeiten, die die Tagesschau benutzt, angemessen.

Warum stört Sie der Begriff "Flüchtling"? Wieso glauben Sie, dass dieser Begriff auf keinen der Menschen zutrifft, über die in diesem Beitrag berichtet wird?

@10:44 von Einfach Unglaublich - Begriff "Flüchtling" 2

"[...] "Flüchtlinge" sollte nur im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention verwendet werden."

Im übrigen ist der Begriff "Flüchtling" in der deutschen Sprache keineswegs nur auf "Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention" anwendbar.

@13:02 von schabernack

"Nicht für die Löhne, die in derartigen Jobs gezahlt werden (Landwirtschaft, "Housekeeping", und was es da noch so alles gibt)."

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer.
Diese Illegalen / Legalen ohne Sprachkenntnisse machen die Jobs für Löhne wo die Einheimischen nicht für arbeiten würden.
Somit können diejenigen die diese beschäftigen günstiger anbieten und die Abwärtsspirale nimmt Fahrt auf.
Im Grunde geht es immer nur um die Ausbeuter, die sich unter dem Deckmantel der sogenannten Preise verstecken, ihr ausbeuterisches gebaren aber verschweigen usw.
Wie bei uns, Politik für Ausbeuter unter dem Deckmantel der Preise, so wie der Jobs die einheimische für die gezahlten Stundenlöhne nicht machen, die nennt man dann faul usw.
So schafft man sich immer mehr Arme die für wenige Reiche zur Verfügung stehen.
Nach dem altbewährten Prinzip teile und herrsche.

12:50 von ladycat

«Ja, wem ist denn geholfen, wenn alle Mexikaner nach Amerika auswandern?»

"Alle Mexikaner" - das sind ca. 125 Mio. Menschen. Die wollen ganz sicher nicht "in Gänze" in die USA migrieren. Und "in Gänze" sooo unerträglich sind die Lebensumstände nicht in ganz MEX.

Vertrauen Sie mal darauf, dass die Mitforistin @träumensollteerlaubtsein nach 7 Jahren Leben in MEX schon weiß, wovon sie redet und schreibt …

«Natürlich gibt es in diesen Ländern eine schlimme Lebenwirklichkeit. Dies liegt aber hauptsächlich an den eigenen Politikern. Daran müssen die Leute arbeiten …»

Die Kriminalitätsraten in den "Problemländern" Mittelamerikas (HON, GUA, EL SAL) sind derart exorbitant hoch, dass "der Normalbürger" daran gar nichts ändern kann. HON & EL SAL sind "Failed States", GUA steht besser da.

Failed States aus ganz anderen Gründen als es der Irak, Syrien, Somalia, Afghanistan, Libyen, … sind.

Solange sich das nicht ändert, werden auch Migrationsbestrebungen nicht abnehmen. Nirgendwo …

@13:02 von schabernack

""Scheuchte man die alle wieder weg", würden sich "die USA" aber sehr schnell entsetzt umgucken …"

Ja die sogenannten Ausbeuter der Gesellschaft.

Gefährliche Angst?

Ach so, jetzt ist die Angst gefährlich?

Illegal bleibt illegal - und ja, man darf zu Recht davor Angst haben, wenn Recht nicht mehr durchgesetzt wird.

Es gibt kein Menschenrecht auf Migration!

12:42 von Emil66

«Was ist eine Grenze, wofür gibt es Grenzen?
Darf man wegen humanitärer Einstellung Gesetze brechen?
Wer entscheidet welsche Gesetze gebrochen werden dürfen??????»

Diejenigen Migranten, die bisher an der Grenze MEX / USA ankamen, haben die Grenzzäune nicht "überrant oder erstürmt". Oder versucht, "klammheimlich rüber zu machen".

Die ganz große Mehrzahl stellt Asylanträge in den USA (an den Grenzübergängen, bei den dafür vorgesehenen Stellen).
Illegal ist daran gar nichts.

«Können wir in naher Zukunft alle unsere Pässe weckwerfen und tun was uns gefällt?!»

Ich sehe nicht den geringsten Grund darin, meinen Pass wegzuwerfen.
Warum denn auch?

Was dürfte ich denn ohne Pass tun, das mir mit verwehrt wäre?
Nun gut - auf dem Ordnungsamt ein Wartemärkchen ziehen, und mich dumm anstellen. Wenn ich dann doch wieder einen Pass brauche, um irgendwo einzureisen, wo ich gerne hin möchte.

Man übertrage nicht so einfach alles unterschiedslos von hier nach da nach dort nach irgendwo …

Warum versuchen die Medien

Warum versuchen die Medien und einige Mitforisten hier immer eine "Völkerwanderung" zu beschwören?
Wir leben eben nicht mehr im Mittelalter oder in der Steinzeit!
Jede Regierung hat Sorge für sein eigenes Volk zu tragen.
Es ist nun mal so, niemand hat ein Anrecht darauf, dort zu leben wo er will.
Dann kann die USA direkt die Bevölkerung von Venezuela, Kolumbien oder Guatemala einfliegen lassen.
Die Überbevölkerung in Afrika ist ein hausgemachtes Problem. Wie haben es die Chinesen geschafft? Warum gibt es dort keine Völkerwanderung? Und wohin? Nach Russland?

Darstellung: