Ihre Meinung zu: ARD-Reihe "Flucht": Die globale Herausforderung

18. November 2018 - 12:55 Uhr

Die Zahl der Flüchtlinge wird in den nächsten Jahrzehnten dramatisch zunehmen. International sind deshalb langfristige Konzepte nötig, meint Reinhard Baumgarten. Auch die Zivilgesellschaft ist gefordert.

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Kommentare

Mauern oder auch Bretter vor den Köpfen ....

.....halten niemanden auf.

Noch fahrlässiger wird es jedoch wenn ein Präsident wegen den Grenzen sogar einen
""Government shutdown"" ankündigt, den eigenen Staat lahmlegt und alle Staatlich angestellten keinen Lohn mehr erhalten.

Die globale Herausforderung

Die globale Herausforderung ist nicht die Flucht, sondern die Fluchtursachenbeseitigung!
Bisher wird aber nahezu ausschließlich an der Schaffung von Fluchtursachen gearbeitet.
Durch miese Handelsverträge, durch Waffenlieferungen nicht nur in Krisengebiete, sondern auch in Gebiete, die sich dadurch erst noch in Krisengebiete verwandeln werden, durch Ausnutzung korrupter Strukturen in Krisenstaaten, durch den Migrationspakt.

Duales Konzept

Es gibt nur eine Kombilösung: (i) Die Beseitigung der Fluchtursachen in den betroffenen Ländern einhergehend mit (ii) der Kontrolle über die eigenen Grenzen und dem Signal, dass nicht jeder aufgenommenen wird.

Verteilungskampf

Da die Ressourcen auf der Welt endlich sind, kann man eben nicht jedem den freien Zugang in ein Land seiner Wahl gewähren, wenn man den Wohlstand und den Zusammenhalt der Gesellschaft nicht massiv gefährden will.
Hilfe den Bedürftigen ja, aber bitte schön keine naive no-border-policy.

Das

einzige probate Mittel scheint mir, von seiten der "Einwanderungsstaaten" (denen es ja offensichtlich gut geht) mit aller Kraft daran zu arbeiten, dass sich die Verhältnisse in den "Auswanderungsstaaten" zumindest soweit verbessern, dass dort ein lebenswertes Leben möglich wird. Alles andere wird unweigerlich dazu führen, dass sich die "Einwanderungsstaaten" schlussendlich auch zu "Auswanderungsstaaten" entwickeln.

@drhans, 13:16

Verstehe ich nicht.

Wenn die Fluchtursachen beseitigt sind, will doch eh keiner mehr kommen!

Warum dann noch Grenzschutz?

Fluchtbewegungen....

hat es früher auch schon gegeben, aber da nannte man sie Völkerwanderung und im Gegensatz zu heute gab es damals meistens noch keine etablierten Staaten und Systeme. Die Flüchtlinge oder Migranten mussten sich also selbst wieder auf die Beine helfen, was damals auch wegen der erheblich dünneren Besiedlung leichter gewesen sein dürfte. Leider habe ich den Eindruck, daß heute bei vielen Migranten unausgesprochen das Motto gilt: Ich existiere, also kümmert euch um mich! Hinzu kommt, das Unverständnis, daß für die Arbeitskraft der Migranten, die in deren Heimatland vielleicht ein Auskommen ermöglicht hat, in den Zielländern kein Bedarf besteht, ja sogar eher als Konkurrenz gesehen wird. Ärgerlich ist immer für mich, daß die Migranten den Eindruck erwecken, der Wohlstand wäre nur von Gott oder Marsmenschen ungerecht verteilt worden. Ich glaube aber, daß es immer noch darauf ankommt, wie man die Gegebenheiten beeinflußt und was man daraus macht. Prof.Michael Mitterauer zeigt es!

Das Problem

ist, es wird von Fluchtursachen Bekämpfung gesprochen, aber jeder weis das es nicht funktionieren kann.
Handel Kriege und Korruption und geostrategische Dinge beherrschen die Welt, dazu kommt noch ein ständiges anwachsen der Weltbevölkerung.

In spätestens 5 Jahren sieht die Welt in Richtung Norden ganz anders aus, vermute ich jetzt mal.
So naiv wie es zur Zeit der Bevölkerung dargestellt wird, wird es nicht funktionieren.
Sieht man gut im kleinen bei der EU, viele Jahre redet man schon von Verteilung.
Und die kommt nie und nimmer.
Was kommen wird, ist der Schutz der Außengrenzen, sonst zerfällt einiges.

Das alles kann man auch gut an der Welt Handelsorganisation sehen, es geht um ganz andere Dinge.

13:16 Uhr, Dr. Hans

>>"Es gibt nur eine Kombilösung: (i) Die Beseitigung der Fluchtursachen in den betroffenen Ländern einhergehend mit (ii) der Kontrolle über die eigenen Grenzen und dem Signal, dass nicht jeder aufgenommenen wird."<<

Genauso ist es. Mit einem einzigen Satz auf den Punkt gebracht!

Dem kann ich mich zu 100% anschließen. Anders wird es nicht funktionieren.

Flucht und Migration sind nicht aufzuhalten

Die Menschen gehen immer dort hin, wo das Leben besser ist. Daher lässt sich Flucht und Migration nicht aufhalten. Ich bin sicher, dass in 20 Jahren die deutliche Mehrheit der Deutschen einen Migrationshintergrund hat.

Der Kreislauf der Gewalt

Krieg ist die wohl größte Ursache für Flucht. Und diese Ursache ist von Menschen gemacht. Auch Deutschland beteiligt sich an daran, in dem es Waffen in Krisengebiete verkauft. Das erzeugt dann Flüchtlingsstöme, die irgedwann auch an der deutschen Grenze ankommen.

Unvermögen der Politikeliten

Das Unvermögen der Politiker der Auswanderungsstaaten ist ein Hauptgrund für Fluchtursache. Das wird leider in dem Bericht nicht ausreichend erwähnt.

Viele Länder in Afrika und Südamerika sind eigentlich reich an natürlichen Ressourcen und habe eine geringe Bevölkerungsdichte.

Man kann aber nicht der Bevölkerung dieser Länder die Schuld geben. Die Machteliten schaffen es ihre Macht mit Gewalt und zu erhalten.

Was können wir tun? Mit korrupten Regierungen kooperieren, oder diese stürzen oder zurück zur Kolonialzeit?

„Auch die Zivilgesellschaft ist gefordert“

Lassen Sie einfach das „auch“ weg, dann kommt‘s hin.

Auch hier sind sie also breit

Auch hier sind sie also breit vertreten, die Menschen, die von "Fluchtursachen bekämpfen" reden ohne eine einzige Silbe dazu zu verlieren, was das denn ist und wie das denn geht... Mein Verdacht ist, das interessiert viele dieser Kommentierenden auch gar nicht, es ist eine Worthülse, mit der sie ihr autoritäres nationalradikales Abschottungskonzept einerseits kaschieren und andererseits durchsetzen wollen, was de facto politisch und logistisch Nonsens ist, kein Problem löst, aber neue nationalstaatliche Konfliktlinien eröffnet. Heute ist übrigens Volkstrauertag im Gedenken an alle Toten sämtlicher Kriege und Gewaltherrschaft.

Man kann es manchem nicht oft

Man kann es manchem nicht oft genug sagen: mehr als 70 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht vor Krieg, Bürgerkrieg, ethnischer Verfolgung, vor gewaltsame staatlicher Willkür, vor Vergewaltigung und Folter, vor der Zerstörung ihrer ökologischen wie ökonomischen Lebensgrundlagen. Die allermeisten sind in ihrem Heimatland auf der Flucht oder in angrenzenden Ländern. Ein geringer Teil im deutlich einstelligen Prozentbereich kommt nach Europa. Und wird hier instrumentalisiert für Fremdenfeindlichkeit.

Wir sind nicht dafür verantwortlich

Mit solchen Artikeln soll uns ein schlechtes Gewissen gemacht werden. Das Gegenteil wird erreicht. Ich stumpfe immer mehr ab.

Fluchtursachen bekämpfen

Der Kampf um Ressourcen wird wohl zunehmen dank Klimawandel, wachsender Bevölkerung und mangelnder Handlungsbereitschaft.
Interessant im Zusammenhang mit der Handlungsbereitschaft sind die französischen Proteste gegen höhere Spritpreise. Diese wurden laut Bericht als Beitrag zum Klimaschutz eingeführt (CO2-Reduktion) - eigentlich sinnvoll, doch interessieren tuts am Ende kaum jemanden. Dann braucht man sich aber auch über Klimawandel oder Armutsflüchtlinge nicht wundern.
Um die Probleme zu lösen müssen ALLE handeln und auch bereit sein, ein Stück weit zu verzichten. Dazu braucht es mutige Politiker und einsichtige Bürger. Von Politikern erwarte ich allerdings, dass sie die Lasten gerecht verteilen (möglicherweise Problem in Frankreich?).

Flucht-die globale Herausforderung.....

In dem Artikel von Reinhard Baumgarten werden auch Mali und Niger genannt.Dort sind französische und deutsche Truppen.Die Firma Avrea fördert dort die Rohstoffe,die Länder gehören zur Franc-Afrique-Währungszone.
Offenbar dient das Engagement eben nicht der Entwicklung der Länder.

14:03, FreedomOfSpeech

>>Wir sind nicht dafür verantwortlich
Mit solchen Artikeln soll uns ein schlechtes Gewissen gemacht werden. Das Gegenteil wird erreicht. Ich stumpfe immer mehr ab.<<

Selbstverständlich sind die Kolonial- und Industrienationen verantwortlich.

Das wird deutlich, wenn wir die Machtverhältnisse auf dieser Erde betrachten.

Exemplarisch sichtbar wird dies beispielsweise an der Lebensgeschichte Patrice Lumumbas.

Die kann man nachschlagen.

Und wenn Sie immer mehr abstumpfen, dann werden Sie eben immer stumpfer. Ihre Entscheidung.

@ um 13:34 von karlheinzfaltermeier

Völkerwanderung. Richtig.
Da wurden Völker von stärkeren Völkern vertrieben und diese vertriebenen Völker haben auf ihrer Suche nach besseren Bedingungen wiederum selber andere Völker vertrieben oder gleich vernichtet.
Die letzte große Völkerwanderung fand nach Amerika statt.
Was mit den dort ansässigen Völkern passierte wissen wir und was aus ihnen wurde, können wir heute noch sehen.
Es spricht also schon aus Gründen der Menschlichkeit nichts dafür, Völkerwanderungen zu unterstützen und zu fördern, wie es ein Migrationspakt beabsichtigt.
Insofern ist nur die Fluchtursachenbeseitigung überhaupt ein Wert, den es umzusetzen gilt und den wir uns auf unsere Fahne schreiben müssten.
Und dazu sollte ein nicht ein Pakt beschlossen werden, sondern ein verpflichtendes Gesetz, das gerade für die Staaten gilt, die in der Lage sind Völkerwanderungen auszulösen!

@ Thomas W.

Krieg ist die wohl größte Ursache für Flucht. Und diese Ursache ist von Menschen gemacht. Auch Deutschland beteiligt sich an daran, in dem es Waffen in Krisengebiete verkauft.

Deutschland verkauft seine Waffen aber praktisch ausschließlich an Staaten, die sich damit verteidigen. Das ist ein riesen Unterschied. Und das sollte man mit den beiden Großmächten nicht über einen Kamm scheren. Siehe z. B. Syrien.

Unmenschliche Abwehrmechanismen ...

... wie die Sperrung der Grenzen mit Soldaten und Schießbefehl sind menschlich gesehen abzulehnen. Wir müssen diese Menschen hereinlassen und sie vernünftig in "unser" Land integrieren.

@14:03 von FreedomOfSpeech - Wer ist "wir"?

"Wir sind nicht dafür verantwortlich. Mit solchen Artikeln soll uns ein schlechtes Gewissen gemacht werden."

Wer ist "wir"?
Sie und ich sind sicher nicht Schuld an den Fluchtursachen.
Wir beide schließe keine unfairen Handelsverträge ab, wir fördern nicht korrupter Strukturen in anderen Ländern, wir liefern keine Waffen ...

Sie und ich sind sicher nicht Schuld an den Fluchtursachen, aber es gibt dafür Verantwortliche in Politik und Wirtschaft.

Es gibt zwei Hauptursachen

die eine ist die immer weiter ungebremst zunehmende Bevölkerung, gerade in armen Ländern. Früher bedeuteten viele Kinder (von denen aber nicht viele überlebten) gute Altersversorgung, es muß aber den Menschen klargemacht werden, daß diese Zeiten vorbei sind.

Die andere ist die hemmungslose Gier nach Macht und Geld einiger weniger Menschen in eben diesen Ländern.

Gerade in Afrika gibt es riesige Bodenschätze und reichlich Ressourcen, die Erlöse daraus fließen meist jedoch in einige wenige Taschen, anstatt der gesamten Bevölkerung zugute zu kommen. Zudem gibt es auf diesem Kontinent immer wieder blutige Auseinandersetzungen zwischen Bevölkerungsgruppen, aus nicht leicht ersichtlichen Gründen, zB in Rwanda vor wenigen Jahren.

Migration kann auf Dauer nicht die Lösung für diese Probleme sein, nur eine Verschleppung. Auch in Europa mußten wir das im Laufe vieler Jahrhunderte schmerzlich lernen, ehe wir einen politisch und wirtschaftlich einigermaßen stabilen Zustand erreichten.

Am 18. November 2018 um 14:03 von FreedomOfSpeech

Sie haben recht und doch nicht recht.

Solange hierzulande nicht genug Menschen erkennen, dass die falschen Politiker das Sagen haben und durch ihre m.E. zum Teil krassen Fehlentscheidungen viele Ursachen für Flucht erst geschaffen und/oder verstärkt haben, haben "wir" eine gewisse Mitschuld.

@robert, 14:20

"Sie und ich sind sicher nicht Schuld an den Fluchtursachen."

Ganz so einfach ist es nicht.

Wir Bürger schreiten schließlich alle vier Jahre zur Wahl (oder könnten dies zumindest).

Wer diese Möglichkeit nicht nutzt, um Parteien zu wählen, die sich gegen Grenzen und die Verelendung in Entwicklungsländern einsetzen, macht sich durchaus mitschuldig.

Fluchtursachen

Die ganz wesentliche Fluchtursache wird kaum benannt: Der Bevölkerungszuwachs! Wenn dieser größer ist als das Wirtschaftswachstum, werden diese Länder niemals aus ihrer misslichen Lage herauskommen. Im übrigen: Wir leben auf Kosten z.B. Afrikas - so ein Schmarrn. Wir stehen z.B. in China mit mehr als 25Mrd. Euro in der Kreide. Lebt China auf unsere Kosten? Ist doch absurd! Wenn mit afrikanischen Ländern Geschäfte abgeschlossen werden (z.B. land grabbing) sitzen auch immer afrikanische Politiker, Wirtschaftsführer etc. mit am Verhandlungstisch. Was hindert sie daran, Geschäfte abzulehnen, bei denen sie der Verlierer sind? Nein, nein, sie sind in erster Linie für sich selber verantwortlich!

14:16, nie wieder spd

Sie versuchen sich an einem sozialdarwinistischen Erklärungsansatz.

Der ist aber nicht zielführend.

@14:44 riewekooche

Sie benennen zwei mögliche Ursachen, die im übrigen zwei Faktoren unter vielen sind; interessanterweise lassen Sie alle bekannten Ursachen weg, die mit der Politik und der Lebensweise der Industrienationen zu tun haben. Ist halt einfacher, wenn die Probleme an der Kinderzahl der Afrikaner festzumachen sind, dann ist man selber fein raus.

@14:50 von rossundreiter

Wer diese Möglichkeit nicht nutzt, um Parteien zu wählen, die sich gegen Grenzen und die Verelendung in Entwicklungsländern einsetzen, macht sich durchaus mitschuldig.

Die Zahl der Parteien, die diesen Vorgaben entsprechen, und auch noch ansonsten ein akzeptables Wahlprogramm haben, ist allerdings äußerst begrenzt.

Wobei der Einsatz gegen Grenzen nichts an den Fluchtursachen ändert, jedenfalls nicht in der Hinsicht, daß dann weniger Menschen sich in Bewegung setzen.

@andererseits

Es ist nicht einfacher, die afrikanischen Probleme an der Kinderzahl festzumachen? Oh doch! Das ist genau der Punkt! Wenn nämlich das Bevölkerungswachstum größer ist als das Wirtschaftwachstum, wird Afrika niemals aus seiner Misere herauskommen. Einfache Rechnung für Sie: Wenn ich nur drei Kinder ernähren und in Arbeit bringen kann, kann ich nicht acht Kinder in die Welt setzen. Einfach, nicht wahr?

Fluchtursachen

Die Bekämpfung der Fluchtursachen hier: Klimawandel, Staatliche Gewalt (Willkür), Korruption, Bildungsmangel, Mangel an Ressourcen, an Medikamenten, an Geburtenkontrolle, Wohlstand, Infrastruktur, Frieden... Wir machen das nicht durch Refugee Welcome wett, sondern verlagern die Probleme nach Europa. Bürgerkriegs ähnliche Zustände wie in Frankreich werden die Folge sein und schlimmer.

@ Bernd Kevesligeti

Die von Ihnen genannte Firma bietet der lokalen Bevölkerung gut bezahlte Arbeitsstellen, bezahlbaren Wohnraum & eine begrenzt kostenlose Gesundheitsversorgung & Betreuung für Kinder. Außerdem führt diese Firma, wie auch viele andere, Steuern an die zuständige Regierung ab.

Kurz: Mir geht ihr permanentes "Der-Westen-ist-Schuld-an-Allem"-Paradigma derart auf die Senkel!

Nicht falsch verstehen: WIR haben natürlich auch eine Schuld an dem, was in den dortigen Regionen falsch läuft: Zölle auf Importe, billige Exporte der irren Überschüsse, die unsere Industrie produziert, Unterstützung von Despoten.. um nur einige Dinge zu nennen.

Aber tun Sie doch bitte nicht so "heilig", als wenn die Menschen in diesen Erdteilen nicht auch zum Teil selbst Verantwortung an ihrer Situation tragen. Wissen Sie eigentlich, dass Sie damit die Menschen dort entwürdigen, indem Sie diese darauf reduzieren, lediglich wie Schafe nicht selbst Verantwortung für ihr Leben tragen zu können? Wo ist da der Respekt?

Weder Flucht noch Migration sind eine Lösung

Man hilft einem überbevölkerten Entwicklungs-Land nicht indem man millionen Menschen aus diesem, einem anderen Land zuführt, dessen Menschen kulturell ganz anders sozialisiert sind. Das führt potentiell eher zu gesellschaftlichen Konflikten und sorgt für Instabilität. Kurzfristig mag es einen Entlastungseffekt für das Entwicklungsland haben, wenn man jedoch die Ursachen nicht bekämpft wie die Überbevökerung, die sprunghaften Geburtenraten ist mittelfristig niemanden geholfen. Im Gegenteil die Situation für alle verschlechtert sich und nichts ist gewonnen. Man muß den Menschen klarmachen Überbevölkerung ist die Ursache Nummer eins für Verarmung, Hungersnöte, Verteilungskämpfe, mangelnde Bildung, Diskriminierung etc. Hier muß die UN ran. So lange sich da nichts tut ist alles andere Flickwerk.

@ andererseits

Es ist aber umgekehrt auch völlig falsch, dem Westen einseitig die Schuld an der Misere dort in die Schuhe zu schieben. WIR tragen mit unserer Lebensweise unbestritten dazu bei... obwohl... wer ist "wir"? Ich persönlich zwinge unsere heimische Industrie nicht dazu, Überproduktionen anzuhäufen & diese billig z.B. nach Afrika zu verramschen. Lassen Sie mich also bitte bei dieser Rechnung raus, oder nennen Sie andere Beispiele...

Aber um wieder zu meinem Einwand zurückzukommen... auch die Menschen vor Ort in den ärmsten Erdteilen sind mit Schuld an Ihrer desolaten Situation. Sie sind AUCH in der Verantwortung, Ihre Schicksale selbst zum Besseren zu bewenden. Flucht ist dabei zwar eine Möglichkeit, aber keine Lösung, denn diese ändert nichts an den Zuständen in der Heimat, sondern lässt die, die nicht fliehen können, im Elend zurück.

Hätten unsere Vorväter nicht auch gegen ihre Unterdrücker gekämpft (frz. Revolution usw.) , sähe es heute bei uns nicht viel anders als in Afrika aus.

Darstellung: