Ihre Meinung zu: Merkel in Chemnitz: Besuch in einer gespaltenen Stadt

17. November 2018 - 0:55 Uhr

Kanzlerin Merkel hat bei ihrem Besuch in Chemnitz die Bürger aufgefordert, gegen rechtsextremes Gedankengut aufzustehen. In Gesprächen mit den Bürgern erntete sie viel Lob - aber auch Unverständnis und Kritik. Von Angela Ulrich.

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Kommentare

Sie (Merkel) ist einfach zu konservativ und zu wohlhabend.

Sie kann die grundlegenden Bedürfnisse der (sozial untergebutterten) Bürger in Sachsen/Mitteldeutschland/Ostdeutschland nicht wahrnehmen.
Da das Fressen vor der Moral kommt, kann Engagement gegen Rechtsradikalismus nicht vor dem Engagement zum eigenen Überleben kommen.

Sie hat es wirklich noch nicht begriffen.

>>Manche Chemnitzer erwarten eine Art Entschuldigung der Kanzlerin für ihren Kurs in der Flüchtlingspolitik. Doch Merkel begründet stattdessen erneut ihr "Wir schaffen das!" von 2015. "Das war richtig, und außerdem: Soll ich als Kanzlerin etwa sagen: Wir schaffen das nicht?"<<

Ich bitte Sie, Frau Merkel. Viele Bürgerinnen und Bürger sind ziemlich sicher dass wir das nicht schaffen werden. Es besteht auch wenig Zweifel dass sich die Gräben welche Ihre unverantwortliche Flüchtlingspolitik in die Deutsche Gesellschaft gezogen hat eher vertiefen als wie glätten werden. Nein, ich sehe nicht dass Sie Deutschland mit Ihrer Flüchtlingspolitik einen Dienst erwiesen haben.

Souverän weggemerkelt

...Die Fragen. Was hätte man anderes erwartet. Vage trifft es gut. Ausserdem sind die Antworten unkonkret und platitudenhaft. Aber der Trost bleibt. Ihre Tage sind gezaehlt. Etwas Leid tat Sie mir trotzdem.

Lobhudelei nicht angebracht

"...und der Weg dahin sei das Gespräch, so hat es "Freie Presse"-Chefredakteur Thorsten Kleditzsch zum Auftakt der Runde formuliert. Angela Merkel hat dieses Gespräch spät gesucht. Aber nicht zu spät."

Richtig, aber aus meiner Sicht eben doch zu spät und auch zu selten. Für die Jüngeren vielleicht noch rechtzeitig.

Sichtbare Fehlentwicklungen, welcher Art auch immer (z.B. verfehlte Flüchtlingspolitik auf der einen Seite, Rechtsextremismus auf der anderen), darf man eben nicht aussitzen.

Viele Fragen - keine Lösungen?

Die deutsche Kanzlerin blieb vage, hat keine Lösungen...so ist hier im Artikel zu lesen.
Viele Fragen, viel Frust - so lautet die Headline.
Wenn in Deutschland 40 megareiche Menschen insgesamt vermögender, wohlhabender, einflußreicher sind als 40 Millionen ärmere Menschen, dann sollte die vage Kanzlerin bei diesem eminent wichtigen, vorrangigen Thema schon eine Lösung parat haben.

"Bei den jungen Basketballern hatte die Kanzlerin

eine Art Heimspiel." Kann nur mutmaßlich daran liegen, dass deren Turnhalle nicht zweckentfremdet wurde?! Als Linker habe ich oft sogar Verständnis für einige kritische Kommentare aus der "rechten Szene", denn Organisation zählten während des Flüchtlingsandrangs nicht zu den Stärken der Bundes- und Länderregierungen: Anruf an Bürgermeister/ -innen irgendeines Ortes von Irgendwoher, dass morgen früh um 6 Uhr 60 Flüchtlinge von da und da kommen werden. Welche Möglichkeiten haben Ortsvorsteher dann, wenn keine freien Hotelzimmer zu finden sind? Eben, andere öffentliche Einrichtungen anderweitig zu nutzen (die aber dann für die Interessen der ortsansässigen Bürger nicht mehr zur Verfügung stehen).

Das alles hätte man viel besser und geordneter organisieren können, auch war die Bundeswehr zu kurz im Einsatz (beim Zeltaufbau, Gulaschkanone und humanitärer Versorgung macht sie ja endlich mal etwas Nützliches) - aber eben nur für knapp zwei Wochen...

Die Flüchtlinge sind nicht das Problem!

Diese haben der Wirtschaft bisher nicht geschadet (im Gegenteil) und auch nicht spürbar zu einer erhöhten Kriminalitätsrate beigetragen - Egal, was gelenkte Statistiken aus dem Dunstkreis der AfD auszusagen versuchen... Ich halte mich an offizielle Statistiken des BKA und IFO.

Problem ist, dass diese Regierung zu wenig in Infrastruktur, Bildung, Pflege und Bekämpfung von Armut investiert. In diesem Punkt ist Frau Merkel Herrn Schröder sehr ähnlich. Seit Willy Brandt war abzusehen, dass man die Rentenformel korrigieren müsste. Schröder und Merkel entschieden sich dafür, das Problem an die Privatwirtschaft auszulagern. Da diese aber aber seit der Lehmann- Pleite ein Minusgeschäft geworden war, hätte man vor mehr als 10 Jahren etwas machen müssen! Warum geschah damals nichts??? Weil die Rente von Politikern wirklich sicher ist?

Wie sagte doch treffend ein ...

Abgeordneter des EU-Parlaments, was er von der Rede Merkels erwartet:
"Eine gepflegte halbe Stunde Langeweile!"
Diese "Politikerin" leitet Deutschland und die EU weiterhin auf Sicht, hat keine Vorstellungen/Ideen, wie sich der Kontinent entwickeln soll und wird Deutschland in einem schlechten Zustand (Straßen, Schulen, Sicherheitsgefühl der Bevölkerung, ...) hoffentlich schneller als erwartet an eine/n Nachfolger/in übergeben, der/die Ziele hat!

Thema Pflege

Den momentanen Zustand der ambulanten und stationären Pflege kann man mit einer "offenen Unterschenkelfraktur" vergleichen - Die entsprechenden Maßnahmen der Politik mit einem einzigen Pflaster, das sie darauf legen wollen!
Man hätte viel früher viel mehr machen müssen (den zu pflegenden Personen mit Anstand und etwas Zeit zu begegnen, erfordert schon heute etwa 500.000 zusätzliche Pflegekräfte - von Seiten der Politik werden, bis sie ausgebildet sind, etwa 9.000 zusätzliche Stellen angeboten). Dieses "Pflaster" soll den Pflegebeitrag der gesetzlichen KK aber um 0,25% für alle Pflichtversicherten steigen lassen...

Das Pflegesystem muss hinterfragt werden, da zu viele gesetzliche und private Institutionen Pflegesätze und -art, sowie über Einrichtungen entscheiden können. Hinreichende Kontrolle des MdK lässt zu Wünschen übrig, besonders, da Pflegeheime meistens über Kontrollbesuche informiert werden (ZDF - Die Anstalt - 5. Dezember 2017).

Falls Wahrheit gestattet ist...

>>Die Migrationspolitik ist ihr Hauptanliegen<<

Davon war Ende 2014 bei der Kanzlerin nichts zu sehen! Der damalige italienische Ministerpräsident Matteo Renzi bat die EU und Deutschland um finanzielle Hilfe für die Flüchtlinge auf Lampedusa - Damals berief sich die Kanzlerin auf den Dublin-IV- Vertrag, von dem sogar der damalige Innenminister de Maizière später sagte, dass er wegen der Ungerechtigkeiten gegenüber EU- Außenstaaten neu verhandelt werden müsse.

Die Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien sind hauptsächlich über die Balkan- Route nach Frankreich, Skandinavien, UK und Deutschland gekommen, weil die EU die zugesagten finanziellen Mittel für Flüchtlingscamps im Libanon, Jordanien und der Türkei nicht mehr/ unzureichend ausgezahlt hatte. Warum hatte man das UNHCR nicht mehr im versprochenen Umfang unterstützt?

Tut mir leid, aber bei der Flüchtlingspolitik unserer Regierung kommen drängende Fragen bei Bürgern auf und ohne Erklärungen weichen sie Ablehnung oder schlimmeren.

###Hauptanliegen Migrationspolitik###

###Es ist eine dichte Diskussion mit ausgewählten Chemnitzer Bürgern. Manche loben Merkel überschwänglich.###Eine Diskussion mit "ausgewählten Bürgen" ist eine Sternstunde der Demokratie.So geht Meinungsfreiheit in einem Land in dem wir gut und gerne Leben. Auf ein weiter so die nächsten 3 Jahre. Es ist schön zu sehen ,alle haben sich lieb und der Rest (2500 nicht ausgewählte Bürger )darf draußen mitfeiern.

Schwache Kanzlerin scheitert an der Realität

Ich hatte mir den Live-Stream zu dem Zeitpunkt angeschaut, wo gefragt wurde wie man denn in Zukunft verhindern könne, dass Medien eine ganze Stadt durch den Dreck ziehen. Für mich eine sehr wichtige Frage, denn wenn jemand in Chemnitz ein ganz schlechtes Bild abgegeben hat, dann die Medien, bei denen der Eindruck bleibt, sie stellen eine gute Story über die Würde der Menschen.

Frau Merkel wich hier aus, verwies auf die Pressefreiheit, empfahl das alles nicht zu ernst zu nehmen und gab dann schließlich verzweifelt das Wort an den Mediensprecher ab, der natürlich abwiegelte und alles als nicht so schlimm empfand.

Dieser Moment wo Merkel so hilflos ruderte hat mir sehr deutlich gezeigt welche Macht die Medien eigentlich haben, und seit Chemnitz wissen wir, wie schamlos diese teilweise ausgenutzt wird.

Darüber sollten wir auch mal sprechen, denn an dem Tag hat nicht nur die Kanzlerin Fehler gemacht.

Es ist eine dichte Diskussion

mit ausgewählten Chemnitzer Bürgern.
.
noch Fragen !
" mit ausgewählten Chemnitzer Bürgern."
und dann "Straftaten bei Demonstrationen."
was waren das für Straftaten/Verbrechen ?

Der Unterschied zwischen“ wir schaffen das“

und
„das darf sich nicht wiederholen“ ist wesentlich. Der erst Satz ignoriert, dass z.B. 1 Million Zuwanderung und mehr pro Jahr verwaltungsmäßig und resourcenmäßig nach unseren Standards nicht reibungslos bewältigt werden kann. Der zweite Satz nimmt Bezug auf die Erkenntnis, dass die Regelung der Migrationsgrößenordnung beachtet werden muss. Insofern war der erste Satz keine Ermunterung für die Bevölkerung, sondern in der Einschätzung der Bevölkerung der Versuch der Bemäntelung einer Fehleinschätzung.
Es mag durchaus sein, dass diese Darstellung keine böse Absicht war, auch wenn die Folgen dieser Darstellungsweise nachteilig waren. In der Meinung der Bevölkerung ist die Darstellung des Erkenntniszuwachses jedoch zu kurz gekommen

Unsinn

"Merkel hat dieses Gespräch spät gesucht. Aber nicht zu spät."
Welches Gespräch? Merkel hat gefordert, aber nicht geliefert, wie immer.
Ansonsten hat sie ihre Phrasen abgelassen wie heiße Luft.
Und wieso nicht zu spät? Sie wird nicht mehr weiterkandidieren als Vorsitzende und als Kanzlerin sich nicht wiederwählen lassen.
Also auf jeden Fall zu spät. Aber es war ja auch kein Gespräch.

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