Kommentare

Ich dachte wirklich...

... die Briten bekommen das nun endlich mal hin. Auf der anderen Seite sitzt man gerade in einer Vorlesung und darf jedes mal laut auflachen wenn eine Eilmeldung zum Brexit kommt. Auch schön :-)

WOW

Sind die Briten in der Pubertät? Wollen die mit aller Gewalt auf den Putz hauen? - Und die Mutter blicket stumm auf dem ganzen Tisch herum!

Dominic Raab:

"Die Pläne von Premierministerin Theresa May gefährdeten die Integrität Großbritanniens."

Das wäre ja ein großartiger Erfolg!

Das ist erst der Anfang

was dort ausgehandelt ist macht keinen Sinn für die, welche den den Brexit haben wollten.
Bei dem Vertrag können sie auch gleich in der EU bleiben, dann haben sie noch was zu sagen.
Alles was sie nicht wollten ist drin.

Kommentar von Ralph Sina

Herrn Sinas Kommentar ist zu vorschnell:
Wie u.a. in der Zeit zu lesen ist, geht es
a) zunächst nur um die Übergangsregelung bis 2020
b) wird GB in dieser Zeit nicht mehr stimmberechtigtes Mitglied der EU sein, d.h. sein politischer Einfluss wird stark reduziert - bereits hier liegt Sina falsch wenn er glaubt, dass die Brexiteers bekommen hätten, was sie wollten: Sie wollten kostenfreien Zugang zum Binnenmarkt. Den werden sie nicht bekommen, da sie nun Souveränität abgegeben haben (ohne Stimmrecht...)
c) Zwar kann das UK nun mit Drittstaaten Handelsverträge beginnen, allerdings nur dann, wenn sie NACH der Übergangsfrist gültig werden. Egal ob Japan oder die USA (Obama wie Trump): Jedes Land hat seine Beziehungen zur EU als wichtiger bewertet als jene zum UK. Außerdem wird diese Regelung dem UK nicht viel bringen, da die Drittstaaten keine Verhandlungsgrundlage bei UK sehen werden (dessen künftiger Status immer noch ungeklärt ist). Zudem dauern die Verhandlungen im Schnitt 8 Jahre...

Einfach...

... mal darüber nachdenken, ob es nicht doch für alle Parteien das Beste wäre, wenn man dieses bekloppte Referendum ad acta und in der EU bleibt.

Aus dem Handbuch: "Politiker"

1. An Anfang steht der "Deal" - mit sog. Interessengruppen bzw. Investoren
2. Richte soviel Chaos wie möglich an, zerschlage das staatseigene Familienporzellan, versprich´ das Blaue vom Himmel herunter.
3. Versuche in einem möglichst angestrengenden, langwierigen und nervigen Prozess wenigstens etwas zu retten.
4. Feier den faulsten aller Kompromisse als Geniestreich.
5. Lass´ dich als Held feiern und wechsele dann in die Wirtschaft.

Anglo-Saxon privileges

Es war halt schon immer so mit den Angelsachsen und ihren Verwandten diesseits der Nordsee: Man hält sich für privilegiert, da vom Kriegervolk der Germanen abstammend und alles keltischstämmige für dumm und ausnutzbar.
Deshalb: Schottland sollte sich mit dem Norden Irlands verbünden. Wenn das den DUPES nicht passt,weil sie dann niemanden zur Ausbeutung haben, können sie ja auf die Falklands ziehen...

Ich....

bin gespannt ob das Abkommen mit Brüssel durch das Unterhaus kommt. Vielleicht muss das Oberhaus noch zustimmen. Es wäre gut wenn das Volk nioch einmal abstimmen könnte. Die Schottland frage ist auch noch nicht vorbei.

Norwegen-Option

Die "Norwegen-Variante" ist bereits 2016 von einigen Brexiteers beworben worden, allerdings wurde den Wählern nicht erklärt, was das bedeutet:
Norwegen ist im Binnenmarkt (ohne EU-Mitgliedschaft), jedoch nicht in der Zollunion. Es besitzt bei den Verhandlungen von Richtlinien und Verordnungen daher kein Stimmrecht, sondern wird lediglich angehört. Bei neuen Projekten oder Änderungen kann Norwegen teilnehmen oder auch nicht, allerdings kann es nicht bestimmen, wie Projekte/Änderungen geschaffen werden ("take-it-or-leave-it-Logik")...

Es gibt besonders unter den pro-europäischen Norwegern den Spruch, dass Norwegen daher im Grunde ein 75%-Mitglied der Union ist, es aber tunlichts vermeidet, sich daran zu erinnern, weil die komplette Mitgliedschaft für die EU-Gegner im Land ein rotes Tuch ist... Dem Land geht es also gut, weil es de facto "Mitglied" ist, während es freiwillig auf erweiterte politische Rechte verzichtet.

@ JSK Ich stimme Ihnen zu.

@ JSK

Ich stimme Ihnen zu. Die geplanten Regelungen machen es zudem möglich, dass eine " vernünftigere " Nachfolgeregierung wieder leichter in die EU eintreten kann.

@ maketheworldabetterplace

Ich stimme ihnen 100%ig zu, nur übersehen Sie eines:

Eine solche Erkenntnis benötigt ein Mindestmaß an common sense. Der ist in GB aber nicht mehr vorhanden (mit einem marginalen Unterschied von 2% ist die Gesellschaft in 2 genau gleich große Lager gespalten).

Ich sehe schwarz für das "Vereinte" Königreich...

Realsatire...

...da wird der Entwurf eines BREXIT-Abkommens als Erfolg präsentiert, und dann tritt der BREXIT-Minister zurück, weil er das Dokument so nicht akzeptieren kann. Wenn's nur nicht so traurig für alle Beteiligten wäre, könnte man direkt darüber lachen...

Mal wieder UK ...

Ich kann dieses hin und her nicht nachvollziehen .. man will raus aus der EU ... aber nicht so ganz ... oder doch ... aber zu sagen haben will man, aber nicht in den EU-Topf zahlen, man will alle Vorteile, aber hat sich immer ausbedungen auch nein zu gemeinsamen Handlungen wie Flüchtlinge, Steuern, Rechtsprechung .... sagen zu können. Die noch aktive Mitgliedschaft der Briten ist immer schon gespickt von Ausnahmen und Sonderregelungen bis hin, dass sie noch ihre eigene Währung haben.
Warum kann die EU nicht klar und deutlich formulieren, Wenn raus, dann bitte, aber ohne SonderSonderSonderregelungen.
Gibt die EU nach, wird sich das nächste EU-Land melden und es den Briten gleich tun wollen - alle Annehmlichkeiten, aber nichts dafür zurück geben. Bin gespannt wie es mit Italien, Ungarn, Polen, Österreich ... usw. weiter geht.
Macht man einmal die Tür auf, wollen alle hindurch - und wer zahlt es? Die Nettoeinzahler - und wer ist das ?

Zeitschiene

Mir ist gar nicht klar, wie die Briten sich die Zeitschiene eigentlich vorstellen. In der langen Mitgliedschaft in der EU gab es unglaublich viele Detailregelungen, die eben auch in GB galten. Das muss nun alles national geregelt werden. Das geht von von Abkommen über Visafreiheit für EU-Bürger mit allen möglich Staaten, über Handelsabkommen, technische Standards, Zulassung von Medikamenten, Flugrechte und vermutlich eine Million anderer Dinge, die einem Normalo gar nicht auffallen.
Das heißt z.B., GB-Bürger dürfen nicht mehr visumfrei einreisen in Länder, in die EU-Bürger das dürfen, Handelsabkommen müssen mit jedem dieser Länder separat geschlossen werden usw.
Man kann natürlich mit einem Federstrich einfach die bisherigen EU-Standards zum nationalen Standard machen, alle Medikamente einfach übernehmen. Also alles, was GB-interne Regelungen sind. Aber ist das der Sinn des Brexits? Und das Ganze in der verbleibenden Zeit.

Die Briten haben im

Die Briten haben im Referendum für dieses Chaos gestimmt. Muss man so akzeptieren. Das ein oder andere Volk hat halt etwas mehr Humor als die Deutschen und können über soviel Realsatire in ihrer Politik hoffentlich schmunzeln. Aber Auslöser dieser Geschichte ist das britische Volk und ihr Wille beim Referendum. Daher kommt dieses Chaos ja nicht aus heiterem Himmel und wurde auch niemanden aufgezwungen.

Das Britische Volk...

.....wurde vor der Abstimmung belogen und Theresa May hat die Realität nicht erkannt. Deshalb konnte keine befriedigende Einigung erziehlt werden. Die Regierung wird Auseinanderfallen und es wird eine neue Abstimmung geben mit einer viel stärkeren Beteiligung als in der Ersten. Danach wird GB in der EU bleiben und man wird den Brexit ganz schnell vergessen. Gut so, denn GB gehört zu Europa!

@JSK von 10:23

Stimmt, die hier vorgestellte Lösung liest sich mehr und mehr wie das Norwegen-Modell.

Allerdings sollten Sie bei Ihrer Ausführung zwei Sachen nicht vergessen.

1. Auch Norwegen zahlt als Teil des Binnenmarktes eine "Mitgliedsgebühr". Nicht so hoch wie eine Vollmitgliedschaft, aber doch substantiell.
2. Norwegen wird auch gerne Faxdemokratie genannt. Denn jede Änderung im Binnenmarkt wird (salopp) aus Brüssel nach Oslo gemeldet und Oslo muss diese umsetzen.

Beides waren Punkte welche die Brexiteers nicht wollten. Denn sie wollten volle Souveränität zurück. Und kein Geld nach Brüssel überweisen.

Aber ich gebe Ihnen Recht. Norwegen geht es gut, weil es für eine relative kleine Bevölkerung, sehr hohe Staatseinnahmen generieren kann. Ähnlich Saudi-Arabien. Die sind auch nicht Teilnehmer des Binnenmarkts oder der Zollunion. Das eine hängt aber nicht unbedingt mit den anderen Zusammen. In keinem der beiden Fälle.

@akü von 10:29

John Cleese, ehemaliges Mitglied der Satire-Truppe Flying Circus (bekannt für "Das Leben des Brian), hatte in diesem Jahr ein längeres Interview zur "State of the Union" gegeben und auch den Brexit angesprochen.

Er führt den Brexit als einen der wichtigsten Gründe an, warum er jetzt mit über 70 aus dem UK in die Karibik zieht. Seinen Humor in diesem Interview würde ich aber eher als Galgenhumor denn Satire bezeichnen.

Damit ist Mays Deal möglicherweise schon wieder tot

Mit Raabs Rücktritt ist der Deal, den May ausgehandelt hat, möglicherweise schon tot - und May müsste dann zurücktreten.

Raabs Beispiel könnte andere Minister ermutigen, es ihm gleichzutun. Und in jedem Fall hat es eine Signalwirkung auf die Brexit-Hardliner im Parlament. Britische Medien spekulieren bereits, dass wohl sehr viele Tories gegen den Entwurf stimmen werden und dass May die Abstimmung ziemlich klar verlieren würde.

Unter diesen Umständen ist fraglich, ob eine Abstimmung im Parlament überhaupt zustande kommt. Mir erscheint es wahrscheinlicher, dass May demnächst zurücktreten muss.

Zerfleddert

GB ist völlig zerfleddert. Neben den großen Lagern pro und Contra sind insbesondere die Brexiteers uneins wie nie. Was für ein Chaos. Chancen wachsen, dass aus dem Brexit nichts werden wird. Zurück auf Start.

@Maketheworldabe

Das Referendum ad acta legen ist weder rechtlich möglich -- die Austrittserklärung GBs gegenüber der EU ist verbindlich, zum Stichtag sind sie schlicht nicht mehr Mitglied, egal, was sie jetzt vielleicht wollen -- noch politisch durchsetzbar noch sinnvoll.
Die Wahlberechtigten in GB haben sich gegen eine EU-Mitgliedschaft entschieden, und das war und ist ihr gutes Recht. Statt GB jetzt wieder Sonderregeln, Übergangsfristen und ähnliches zu ewähren wäre seitens der EU eigentlich eine klare Haltun gefragt: "Ihr wollt raus -- ok, dann seid ihr raus.", mit allen entsprechenden Folgen. Rosinenpickerei hätte es eigentlich nicht mehr geben dürfen, wer die Pflichten der E nicht will hat auch keinen Anspruch auf die Rechte und Vorzüge.
Dann wäre so manchem vielleicht recht schnell aufgegangen, welche Rechte und Vorzüge die EU uns allen gibt und das Anti-EU-Gerede quer durch Europa hätte ein schnelles Ende gefunden. So geht's leider munter weiter, weil's "halb drinnen, halb draußen" gibt.

Wo bleibt der Text?

Dieses Abkommen ist höchstpolitisch! Es geht um existenzielle Fragen auf allen Seiten, um Frieden in Nordirland, um freien Handeln in Europa, um die Existenz der City of London, um die Gleichbehandlung aller Bürgerinnen und Bürger der EU und vieles mehr. Aber bis jetzt warten wir immer noch darauf, den Text auch mal lesen zu dürfen. In sehr kurzer Zeit sollen Abgeordnete diesseits und jenseits des Ärmelkanals Entscheidungen treffen, die für Generationen prägend sein werden, aber den Menschen - dem Souverän ! - wird der Text vorenthalten? Natürlich ist Demokratie riskant, das Brexitvotum der Briten beweist dies. Aber jetzt muss man Demokratie auch aushalten und die damit verbundene Diskussion! Die Offenlegung des Gesamttextes sofort tut Not!

Brexit und Neuantrag

Die Briten haben sehr viel Porzellan zerschlagen und nun über fast zwei Jahre einen Gutteil der EU-Behörde beschäftigt gehalten.
Viele (federführende) Verantwortliche haben bereits das Handtuch geworfen, es entsteht der Eindruck das britische Parlamentarier gerne mitbestimmen (wollen) und wenn´s nicht so läuft schleicht man(n) sich aus der Verantwortung.
Das vereinigte Königreich soll doch bitte einfach den Brexit durchziehen (Boris wandert dann wahrscheinlich aus) und nach einem erneuten Referendum einen regulären Beitritt zur EU beantragen. Das dann aber ohne Sonderrechte.

Tory-Chaostage

Das Resultat eines Hasadeurs Cameron, der bekanntermaßen das Referendum nur angesetzt hatte, um die rechten EU-Feinde seiner eigenen Fraktion ruhigzustellen, damit eine Kampagne lostrat in der die EU-Feinde in der Wählerschaft nicht wussten wogegen sie stimmten und der Einfachheit halber den rassistisch geprägten UKIP-Parolen folgte, die zudem irgendwas zum Thema Gesundheitssystem herbei fantasierte.

Die Irlandfrage wurde vollkommen ignoriert und damit das Andenken an über 3000 Tote während der 'Troubles' bis 1998.

So geht rechtskonservative, "vorausschauende" Politik begleitet von rechtsradikaler Hasspolitik der UKIP.

Ein Anschauungsbeispiel. Nicht nur in UK dieser Tage.

Jetzt heißts schonmal Popcorn

Jetzt heißts schonmal Popcorn kaufen....

In England wird es wohl zu Parlaments Wahlen kommen

Premierministerin May
wird sich nicht mehr lange halten können.

Der Zerfall von Britannien geht weiter

Gutes Zeichen für uns

Wenn die Briten so reagieren nach diesem gestrigen Abkommen, dann ist es ein sehr gutes Zeichen für die EU. Für mich verdeutlicht dies eindeutig, die EU hat richtig verhandelt und auf keinen Fall irgendwelche Spielchen der Briten mitgespielt. Wer weis vielleicht gibt es nach dem Misstrauensvotum gegen May (dies wird sie nicht gewinnen) ein neues Referendum. Es würde mich gar nichts mehr wundern bei den Briten.

GB muss wohl erst

die Erfahrung machen, wie es dem Land ohne EU Mitgliedschaft und deren Vor- oder Nachteilen ergeht.

Es mag sein, dass die Hardliner recht behalten und GB aufblüht. Oder es geht schief. In beiden Fällen werden sich die pro und contra Anhänger zahlenmäßig dann deutlicher Unterscheiden. Danach kann die Politik sich dann auch wieder nach dem Willen einer echten Mehrheit ausrichten.

Nur sollten die Briten sich klar machen, dass die EU es sich nicht wirklich leisten kann große Geschenke für den Abschied zu machen. Das könnte man der Bevölkerung der restlichen Mitgliedsstaaten schwer verkaufen.

Trauerspiel

Ich finde es inzwischen nur noch traurig, wie sich das UK immer weiter selbst zerlegt. Für Genugtuung oder gar Schadenfreude gibt es nicht den geringsten Anlass. Der einzige Lichtblick: Gestern hat May erklärt, es gebe jetzt noch drei Alternativen: Brexit nach dem jetzt vorliegenden Vertragsentwurf, No-Deal-Brexit oder kein Brexit. Ich habe immer noch die Hoffnung, das es nach dem Rücktritt der May-Regierung und ggf. nochmals einer Volkabstimmung und/oder Neuwahlen im allerletzten Moment doch noch zum Verbleib es UK bei uns bleibt. Noch ist England nicht verloren.

@Quereinwerfer von 11:00

Nichts mit "Zurück auf Start". Das UK verlässt die EU März 2019. Es wird gerade nur darüber verhandelt, wie danach eine Übergangsfrist aussieht. Es wird aber nicht darüber verhandelt ob UK die EU verlässt.

Ich zitiere mich 'mal einfach

Ich zitiere mich 'mal einfach selbst: "Glaubt jemand ernsthaft, dass die Wirtschaft es duldet, dass die Politik Großbritannien nach dem Brexit anders behandelt, als sie die Schweiz oder Norwegen behandelt?"

@Rosengregor um 11:04

Haben Sie denn danach gesucht oder bedienen Sie sich ihres unbeirrbaren Bauchgefühls?

Der Text wurde heute Nacht von der EU Kommission auf deren Homepage veröffentlicht. Ich habe diesen Text heute morgen kurz angesehen. 550 Seiten sind mir aber als Morgenlektüre etwas zu viel.

Also bevor Sie hier herumschreien, erst einmal informieren.

P.S. Der Vertrag ist immer noch online auf der Seite der EU Kommission, aber alles Verbrecher, ich verstehe schon.

Wenn GB mit einem Vertrag

Wenn GB mit einem Vertrag weiter die Vorteile der EU behält, nicht aber die Pflichten, wird dieser Vertrag eine "Blaupause" für andere Austritt-Kandidaten sein.

an die Brieten

An die Brieten:
Lieber kein Deal als ein schlechten Deal.
Und dies ist ein schlechter Deal.
(für England)

leere Versprechungen

Er könne "die Bedingungen des Abkommens nicht mit den Versprechungen in Einklang bringen, die dem Land gemacht worden seien," sagt Raab.

Da hätten sich die Brexiter eben vorher mal ein paar Gedanken z.B. zum irischen Grenzproblem machen sollen, anstatt den Leuten das Blaue vom Himmel herunter zu versprechen. Das machen Populisten ja gerne, scheitern dann aber kläglich an der Realität.

Sowas kommt von sowas. (S. Laurel)

May fliegt ganz sicher

May wird jetzt einen harten Gegenwind bekommen und fliegt für immer.

Eigentlich hat sich May damit auch entlarvt. Sie war von Anfang an gegen den Brexit und ihre Position als Vermittlerin hat sie mit dem letzten Vertragsentwurf komplett ausgepielt.

Meiner Vermutung nach wird es auch keine Einigung mehr geben können. Ein harter Brexit ist zu erwarten.

@10:40 von dr.bashir

"Man kann natürlich mit einem Federstrich einfach die bisherigen EU-Standards zum nationalen Standard machen, alle Medikamente einfach übernehmen."

Das Problem hiermit ist, dass die jetzigen EU-Regelungen nur sozusagen ein Snapshot darstellen. Wenn GB ausfällt, wird auch es von der EU auch nicht mehr mit in Betracht gezogen, und somit kann GB ab da nicht mehr so einfach jede Regelung übernehmen. Das heisst sie müssen dann ihre Regulierungen ab da selbst bestimmen, und wo es in einer reichen EU sehr gemütlich ist, salopp gesagt einfach "abzuschreiben", sieht es schon ganz anders aus, wenn man jeden Diplomaten, Wissenschaftler, Ingenieur, ect selbst bezahlen muss. Regulierungen angefangen bei Nahrungsmitteln, Medikamenten - die ständig Aufmerksamkeit benötigen - müssen ebenso geregelt sein und bleiben, wie Mobilfunk-Standards und zich andere Bereiche, allein schon in der Technik.

Brexit

Jetzt wurde ihnen schon die Zollfreiheit zugestanden und Zugeständnisse aller Art ohne klare Gegenleistungen (hier wurden die europäschen Bürger vom europäischen Brexitunterhändler schlicht belogen) gemacht und trotzdem reicht es nicht . . .
Da bleibt nur noch Kopfschütteln und der harte Brexit!

///Zuvor hatte mit dem

///Zuvor hatte mit dem Nordirland-Staatssekretär Shailesh Vara der erste aus Mays Regierungsreihen die Segel gestrichen, ebenfalls aus Protest gegen die Brexit-Pläne. Der Tory-Politiker schrieb auf Twitter: "Die Menschen in Großbritannien verdienen Besseres."///
.
Da ha er recht. Die Briten verdienen in der EU zu bleiben. Denn das ist das Beste, was ihnen passieren kann.

Astrix und Obelix heute

"Wir befinden uns im Jahre 50 v.Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt... Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten."
.
Wir befinden uns im Jahre 2018 n.Chr.. Ganz Europa ist von der EU überzogen ... Ganz Europa? Nein! Eine von unbeugsamen Briten bevölkerte Insel hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. (Moderne Übersetzung)
.
Und bald drehen die den Spieß mit dem Wildschweinbraten überm Feuer und trinken Zaubertrank. Ugh, ugh.

Das unlösbare Nordirland-Problem.

Ich habe es schon einmal geschrieben: Das Karfreitagsabkommen (Friedensabkommen) Nordirlands verlangt die offene Grenze zu Irland.

Ein echter Brexit verlangt wieder Kontrolle und Grenzen.

Der Widerspruch ist rational nicht wirklich lösbar. GB will Nordirland nicht aufgeben (z.B. Vereinigung mit Irland). Die vermutlich immer noch protestantische Mehrheit würde das auch nicht akzeptieren.

Der vorliegende Kompromiss scheint ja genau darauf Rücksicht zu nehmen und verursacht dann die entsprechenden Schwierigkeiten.

Durchboxen

"dass May wahrscheinlich nicht auf seine Partei zählen könne, um die Stimmen der Abgeordneten ihrer Konservativen Partei auszugleichen, die wohl dagegen stimmen werden"
Da frage ich mich schon, wie Frau May regieren will, ohne die Stimmen ihrer eigenen Parteifreunde.
Wäre ja so, als würde Angela Merkel gegen die CDU und mit Grünen und Linken regieren.

Brexit

Zwei Dinge kann man lernen.

1. Eine Volksabstimmung kann eine representative Demokratie in den Ruin stürzen.

2. Wenn kleine Staaten in der heutigen globalen Welt den Nationalismus gegen den Rest der Welt proben, gerät dies leicht zur Realsatiere.

Egal wie das Gezänk ausgeht, die Verlierer stehen schon heute fest. Die Bevölkerung in England wird die Zeche zahlen.

Trennt sich England von der EU, verschwindet die Nation in der Bedeutungslosigkeit. Die Wirtschaftskraft der Briten ist einfach zu klein, als das Sie eine weltpolitische Bedeutung hätte.

Bleibt England in der EU ist die Stellung innerhalb der EU bereits heute durch dieses Theater erheblich geschwächt. In die Führungsrolle der EU wird England sicher auf absehbare Zeit nicht mehr kommen.

Vielen Dank Boris.

Brexit-Votum I & II

Das Brexit-Votum hat dazu geführt, dass die Regierung den Austritt aus der EU verkünden musste. So weit so gut! Nur war es den Wählern damals nicht klar, was der Brexit am Ende wirklich bedeuten würde, nachdem man vor allem ja auch reumütig eingestehen musste, dass die angeblichen Vorteile, die der Brexit mit sich bringen sollte, erstunken und erlogen waren!

Aufgrund der nun einschneidenden Veränderungen, die ein (harter) Brexit oder ein No-Deal-Brexit bedeuten könnten, Folgen die die Bürger am Ende zu tragen haben, sollte man doch noch einmal soviel Mut aufbringen und die Menschen im Land fragen, ob sie nach all den Informationen, die jetzt bekannt sind, weitermachen sollen oder ob die Briten doch einen Verbleib in der EU wünschen. Immerhin ist das damalige Votum so nur zustande gekommen, weil man den Menschen eine goldene Zukunft verheissen hatte, welche nun mit ziemlicher Sicherheit nicht eintreten wird!

Die genauen.....

Hintergründe für diesen Entwurf eines Vertrages sind bisher nicht bekannt und ich bezweifle auch, ob Journalisten die Bedeutung und Folgen jedes Abschnittes beurteilen können. Es bleibt also unklar, ob Großbritannien nicht doch wieder einige Rosinen erreicht hat. Auch die Hintergründe und wirtschaftlichen Folgen einer "harten" Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland sind mir nicht ganz klar. Es ist ja nicht so, daß es sich um eine riesige Grenze handeln würde. Ich gebe auch gerne zu, daß ich nicht weiß, ob die Zustimmung des EU-Parlamentes reichen würde, oder ob nicht doch jedes einzelne Parlament der EU-Mitglieder zustimmen müßte. Wenn dem so wäre, dann ist der Entwurf nur ein Stück Papier, aber mehr nicht!

Und nun?

Wissen die eigentlich noch, was sie tun? Nein, ich denke, dass die Briten sich nun endgültig in Abseits gestellt haben und nun schauen müssen, dass das Vereinigte Königreich nicht auseinanderbricht.

Die anderen EU-Staaten sollten jetzt abwarten und natürlich für den „Zirkus“ eine zusätzliche Rechnung stellen und die vorhandenen Forderungen erhöhen.

Einfach unfassbar, was sich die Briten erlauben.

Und liebe Iren und Schotten: nutzt jetzt eure Chance ...

hauen und stechen

ein hauen und stechen ohne rücksicht auf irgendwelche verluste läuft da.
leittragend dabei wird vor allem das land bzw GrossBritanien sein.

erst wenn dann das land ins chaos stürzt, wird man aufwachen und sehen was man da gerade anrichtet.

WENN, wenn nicht,
wird man selbst im steiflug nach unten noch aufeinander einprügeln und sich gegenseitige vorwürfe machen, statt sich darum zu kümmern das es besser wird.

wie ein sprung aus dem flugzeug ohne fallschirm wo man sich als man das bemerkt nur streitet wer den vergessen hat ein zu packen und wer schuld hat diesen nicht angelegt zu haben und keiner denkt an den reseveschirm...

Neuste Umfragen zeigen:

Eine große Mehrheit der Briten möchte erneut über den Brexit abstimmen und dem Wunsch zu verbleiben würde eine erdrutschartiger Sieg vorhergesagt.

Warum ist das so?

Weil die EU den britischen Bürgern mittlerweile reinen Wein einschenkt bezüglich der Folgen.

Im Vorfeld der Brexit Abstimmung, wurde den hardcore Brexetieeres weit mehr mediale Aufmerksamkeit eingeräumt als den Remainern.

Cameron hat es außerdem unterlassen, die Bürger über die verheerenden Folgen des Austritts zu informieren und hat sie den Lügen der UKIP Populisten anheim fallen lassen.

Der Brexit an sich ist ein perfektes Beispiel für die Katastrophen die uns ereilen, wenn wir populistischen Nationalisten kampflos das Feld überlassen.

@JSK

Sehe ich genauso. Allein die Tatsache, dass die Regierung mal wieder auseinander fällt widerspricht der Aussage, dass die Briten genau das bekommen hätten, was sie wollten.

Respekt Mr. Raab

Da war ja noch der Rücktritt von Minister Raab: Eines muss man den brit. Politikern lassen; in puncto Rücktritt sind sie beispielgebend - fast vorbildlich.
Ziemlich zackig und kleben nicht am Sessel - so kann man das auch machen...

Urteilsbildung

Wie soll man als politisch interessierter
Mensch eine Meinung über den Brexit-Plan bilden, wenn man von der Presse nur Bruchstücke des Inhalts erfährt?
Sollte es sich wirklich um ein "halb drin in der EU, halb draussen" handeln, dann wird damit Tür und Tor für weitere Exits geöffnet.
Polen, Ungarn Tschechien, Italien und auch Österreich wären dann animiert es den
Briten gleich zu tun.
Damit wäre die EU nur noch ein Konglomerat von ganzen und halben Mitgliedern und kaum noch das grosse
Staatenbündnis, das sich in der Welt behaupten kann.

@ Rosengregor

"Aber bis jetzt warten wir immer noch darauf, den Text auch mal lesen zu dürfen."

Das stimmt nicht. Der Entwurf kann auf der Webseite der Europäischen Kommission als PDF heruntergeladen werden. Wenn Sie Spaß daran haben, können Sie sich die ganzen 585 Seiten durchlesen.

Bitte erst mal informieren, bevor Sie wieder gegen die angeblich undemokratische EU wettern.

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