Ihre Meinung zu: "Lebensbedingungen erodiert" - IWF kritisiert Italien

13. November 2018 - 20:42 Uhr

Schulden, Arbeitslosigkeit, Abwanderung - der IWF hält wenig vom Zustand der italienischen Volkswirtschaft. Ebenso kritisch sind die Autoren eines Jahresberichts, wenn es um die Haushaltspläne der Regierung geht.

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Kommentare

In Italien glaubt man,

dass man immer so weiter machen kann und die Staatsverschuldung weiter nach oben treiben kann.
Italien ist in einem katastrophalen Zustand und es ist an der Zeit, dass die Leute bereit sind dagegen was zu tun.
Das Privatvermögen der Italiener liegt deutlich über dem europäischen Durchschnitt und ist auch höher als in Deutschland.
Die Staatsverschuldung wiederum ist exorbitant hoch.
Ein klares Indiz dafür, dass die Steuern in Italien über all die Jahre zu niedrig waren.

Italien lebt über seinen Verhältnissen!

Niemand kann von den Gläubigern erwarten, dass sie dies weiterhin akzeptieren.

Neue Euros sind schnell gedruckt :-)

Die Höchststrafe für Italiens Rechtspopulisten wäre neue Euros welche Italien nicht bekommt und alle Euronoten mit der NZB-Kennung "S" werden nur noch abgewertet umgetauscht und aus dem Verkehr gezogen.
Beim Bankverkehr hilft die IBAN "ITpp" :-)

Die hohe Gesamtverschuldung

Die hohe Gesamtverschuldung kann ja nicht nur rechtspopulistischen Regierungen angelastet werden. Die anderen Regierungen haben genauso daran ihren Anteil.
Woran liegt das alles genauer? Dazu wird immer vornehm geschwiegen. Liegt es vielleicht auch an gewissen Strukturen innerhalb der EU?

Italien / Deutschland

"Das reale persönliche Einkommen liege auf dem Niveau von vor zwei Jahrzehnten,"

Der Mindestlohn liegt heute in Deutschland 8.75€.
Der Mindestlohn mit dem ich 1993 in Ffm. im Lager angefangen habe war 15,50DM.

Die Preise waren damals aber viel humaner.
Miete 380 DM, Strom 35 DM.
Den Italienern geht es also genau so gut wie den deutschen Arbeitern.

Der größte Fehler der EU war den Freihandel über die Steuer-undLohngleichheit zu stellen.
Dazu das Unwissen darüber, dass jedes Land eine "eigene" Wirtschaft hat.

Was diese geforderten Strukturreformen..

Bringen werden?
Es läuft alles darauf hinaus Italien genauso zu "versklaven" wie Griechenland.
Da man kein Geld drucken kann müsste Italien die Löhne senken,die Renten senken,das Leben teurer machen um mehr Geld einzunehmen. Anschließen das Tafelsilber verschleudern.
Wenn das alles geschehen ist wird man feststellen das sich nichts geändert hat und die schulden noch da sind.
Wer sind diese Ratingagenturen die die macht haben ein Land zu ruinieren? Wer ist der Markt? De angeblich panisch reagiert und mehr Zins möchte?
Der Markt hat dem Staat zu dienen und der Staat den Menschen,alles andere führt zu Zuständen in denen es keine Mittelschicht mehr gibt entweder reich oder arm,was für eine tolle Gesellschaftsform.
Das Italien so dasteht ist das unsolidarische Konkurrenzverhalten anderer Länder die mit ihrem Niedriglohnsektor alle anderen an die Wand konkurrieren,leide haben viele in diesen Ländern nichts vom "Erfolg".
Fairer Handel für alle nur wenn beide seiten profitieren.

re schaunwamal

"Das Italien so dasteht ist das unsolidarische Konkurrenzverhalten anderer Länder die mit ihrem Niedriglohnsektor alle anderen an die Wand konkurrieren"

Das Hochlohnland Italien wird vom Niedriglohnland Deutschland unterboten?

Wahrlich was ganz Neues ...

die italiener beherrschen die kunst,

die leichtigkeit des lebens über die härten der realität zu stellen.

was für ein kunststück.

allerdings sollten sie nicht darauf vertrauen, daß die europäischen partner sie darin bestärken.

20:20 von karwandler

Das Hochlohnland Italien wird vom Niedriglohnland Deutschland unterboten?

Wahrlich was ganz Neues ...

Die Entwicklung in den letzten 8 Jahren haben sie anscheinend nicht mitbekommen.

Wie

man sieht, hat der fragile Volkswirtschaften fressende EURO Italien richtig gut getan. Mit der Lira war es zwar auch chaotisch (Wechselgeld in Bonbons oder "Gutscheinen"!), aber es ging immer irgendwie weiter, dank steuerbarer Geldmenge und Inflation.
Nun, da das nicht mehr möglich ist, kommen alle strukturellen Probleme gnadenlos ans Tageslicht.

Wie lange ist die Regierung im Amt?

und wie lange haben vorher Renzi und Nachfolger und davor Berlusconi regiert? Die Situation in Italien ist doch den Vorgängerregierungen geschuldet und die aktuelle Regierung muss mit dem schwierigen Erbe umgehen- der Staatsverschuldung, der Jugendarbeitslosigkeit, der verrottenden Infrastruktur, der Wachstumsschwäche. Aber für Manche wieder eine zu verlockende Gelegenheit auf eine nicht genehme Regierung loszugehen.

re barbarossa 2

"Die Entwicklung in den letzten 8 Jahren haben sie anscheinend nicht mitbekommen."

Untermauern Sie doch mal mit mit belastbaren Zahlen, was ich nicht mitbekommen habe.

So einen allgemeinen Satz kann jeder aus reinem Widerspruchsgeist hinschreiben.

@20:02 von zyklop

"Die hohe Gesamtverschuldung kann ja nicht nur rechtspopulistischen Regierungen angelastet werden. Die anderen Regierungen haben genauso daran ihren Anteil. Woran liegt das alles genauer? Dazu wird immer vornehm geschwiegen."

Aber das wird in dem TS-Artikel doch klar gesagt: geringe Produktivität, nicht funktionierendes Gerichtswesen - neben einer mangelnden Ausgabedisziplin in den (letzten?) Jahrzehnten.

"Liegt es vielleicht auch an gewissen Strukturen innerhalb der EU?"

An welchen soll es denn liegen und wie sollen die das marode Wirtschaftssystem Italiens verschuldet haben?

20:36 von karwandler

Warum so polemisch? Der Werdegang zum Billiglohnland seit 2010 kann jederzeit nachgelesen lassen. Und ja, ich war mit der Agenda 2010 nicht einverstanden, genauso wenig wie für Harz 4.

@ Sparer 20.34h - Der Euro hat ein Eigenleben? Witzig!

.............Wie man sieht, hat der fragile Volkswirtschaften fressende EURO Italien richtig gut getan..............

Quatsch. Der Euro ist nicht fragil. Höchstens die Politik einzelner Länder. In Italien sind es zudem die mafiösen Strukturen, die "dem Euro gut tun". Der Euro in Deutschland ist der gleiche wie der in Portugal oder Niederlande.
Die Unterschiede in den Ländern liegen v.a. in den Produktivitäten. GR hat eine bemitleidenswerte Produktivität im Vergleich zu D. Das gilt übrigens auch für Russland und den am Hungertuch nagenden Rubel. Mit dem Euro in Russland ginge es dem Land auch nicht schlechter... aber auch nicht besser.

Ich kann mich nicht erinnern, dass die EU jemals ....

... einen Berlusconi, einen Renzi oder gar einen Romano Prodi so angegangen wäre.
.
Alle haben sich durchs Schuldenmachen hervorgetan. Allen hat man vergeben.
.
Aber jetzt wird alles getan, weil ja die pösen Rechtspopulisten an der Macht sind. Und es muss offensichtlich alles getan werden damit die keine Erfolge verbuchen.
.
Das führt zu noch mehr EU-Müdigkeit ... und das ist gut so.

@12:11 von schaunwamal

Der Markt hat dem Staat zu dienen ? Das ist vielleicht im Marxismus/Leninismus mit Planwirtschaft so, aber nicht in einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung. Oder würden Sie lieber in einem Ostblockland der 80er Jahre leben ?

@karwandler, 20:36

Dass Deutschland (nicht nur) in Europa die Preise im Niedriglohnsektor seit Jahren nach unten treibt, ist nun wirklich bekannt.

Wenn Sie dem keinen Glauben schenken, müssen Sie schon selber nach Belegen suchen.

@ südbaden Und warum soll

@ südbaden
Und warum soll jetzt der Bürger dafür haften? Ist die Möglichkeit des Bürgers an dem steigenden Wohlstand zu partizipieren nicht sinnvoll? Oder soll wieder eine Sekte davon profitieren und dann die Zesche prellen?
Vermögen heißt nicht gleich Liquide sein. Es reicht Land und Haus zu haben. Eine Möglichkeit, welche „Gutverdiener“ in Deutschland kaum noch haben ohne sich hoch zuverschulden.
@karwandler gemessen an steigenden real Löhnen im Vergleich zu der Inflation. Nicht diese schwachsinnige 2 %. Sondern steigende Immobilienpreise von 50 %, Nahrung , Energie usw. hat Deutschland einer der größten Niedriglohnsektor. Messen sSie das an relativen nicht absoluten Zahlen. Da haben die Kollegen nicht ganz unrecht.

@20:36 von deutlich

"Wie lange ist die Regierung im Amt? und wie lange haben vorher Renzi und Nachfolger und davor Berlusconi regiert? Die Situation in Italien ist doch den Vorgängerregierungen geschuldet und die aktuelle Regierung muss mit dem schwierigen Erbe umgehen"

Yupp. Und sie hat darin bereits vom ersten Tag an erbärmlich versagt. Schlimmer als jede Vorgängerregierung. Statt die strukturellen Schwächen des Landes zu adressieren (die im Artikel ja benannt werden), wirft sie das Geld mit vollen Händen zum Fenster raus (wie weiland Griechenland) provoziert steigende Zinsen und damit eine Schuldenspirale, für die irgendwann mal irgendwer bluten muss …

"Lebensbedingungen erodiert"

Ist das eine Folge dieser Regierung?

Oder ist es nicht eher umgekehrt?
Diese Regierung ist eine Folge der Kritikpunkte des IWF: Erosion der Lebensverhältnisse, Abwanderung, Schulden,schlechte Wirtschaftslage...

Es wäre natürlich für IWF und ähnliche, gleichgesinnte Parteien und Organisationen eine Katastrophe, wenn es dieser Regierung mit ihrer Politik gelingen sollte, die Lebensverhältnisse der "gewöhnlichen" Italiener zu verbessern.

Nichts gelernt

Es fängt wieder genau so an wie 2009/2010 in GriechenLand. Ist denn aus dem Desaster gar nichts gelernt worden? Ich bin es so satt.

@Der Nachfrager - " Dazu das Unwissen darüber,

dass jedes Land eine "eigene" Wirtschaft hat."

Das scheint sehr merkwürdig, denn "die EU", das sind 28/27 Länder mit "eigener" Wirtschaft, die gemeinsam Beschlüsse fassen.

Was also Priorität in der EU hat, wurde von ihren Mitgliedern - inklusive Italien - beschlossen.
Und diese Mitglieder wollten offensichtlich die Kontrolle über ihr Steuersystem und ihr Lohngefüge behalten.

Letztlich war ja auch bisher gar nichts anderes möglich, weil das Gefälle der Wirtschaftskraft zwischen den westlichen EU-Mitgliedern und den osteuropäischen enorm war und oft noch ist.
Man hätte jedoch früher auch in D einen Mindestlohn fordern müssen, der für alle Arbeitnehmer in D gilt. Damit wäre die Lohnunterbietung - meist durch osteuropäische Arbeitsvermittlungsagenturen - unmöglich gewesen, die hier von einheimischen Unternehmen nur zu gerne genutzt wurde.

Inzwischen sieht man, dass mehr gemeinschaftliche Organisation nötig und auch möglich ist - wenn sich dann alle 27 darauf einigen können...

warum kein Aufschrei in der Vergangenheit

I liegt noch in den offiziellen Maastricht-Grenzen für die Neuverschuldung. Die Stabilitätskriterien wurden in der Vergangenheit von einigen Staaten schon in gröberer Weise verletzt.

Mir kommt es so vor, dass die IWF-Kritik besonders scharf ausfällt, da es sich um eine rechtsorientierte Regierung handelt. Im Grunde handelt es sich um sehr lobenswerte Wahlversprechen.

Naja, die anderen EU-Regierungen retten scheinbar lieber Banken anstatt arme Rentner.

Die Italiener werden ärmer-so wie die Griechen werden

und manche daran gut verdienen. So wie bei den Griechen.
Andere Länder dieser träumenden Wertegemeinschaft werden für das Geld haften, welches schlußendlich der breiten Masse der Bürger dieser Gemeinschaft sozusagen weggenommen wird.
Zuvor aber wird die EZB den Euro noch einige Zeit weiter verdünnen und verdünnen und die Menschen die gespart haben jeden Tag ein wenig ärmer werden. Dies scheint jedoch Politiker und Gewerkschaften recht wenig zu interessieren und die meisten Menschen scheinen dies nicht zu kapieren.

Vermögen.

Italiener sind viel vermögender als Deutsche.

Wer ist verantwortlich?

Wer ist denn für die desolate Lage in Intalien verantwortlich? Das ist doch nicht die neue Regierung, sondern ihre Vorgänger. Ich finde jedenfalls eine Regierung, der die Interessen der eigenen Bevölkerung am Herzen liegen sehr symphatisch, da ich so ein Verhalten von unserer Regierung nicht kenne.

Am 13. November 2018 um 20:50 von Sparer

Zitat:
"Der Markt hat dem Staat zu dienen ? Das ist vielleicht im Marxismus/Leninismus mit Planwirtschaft so, aber nicht in einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung. Oder würden Sie lieber in einem Ostblockland der 80er Jahre leben ?"

Da haben Sie wohl eine andere (m.E. falsche) Auffassung der Bedeutungen der Worte "Staat" und "dienen".

Der Staat ist nicht die Regierung, sondern die Summe der Bürger.
Und mit "dienen" ist nicht gemeint, dass die Wirtschaft im Staatseigentum ist (Kennzeichen der Ostblockländer) sondern der Gesamtbevölkerung nützen soll.

@Kokolores2010: "Inzwischen

@Kokolores2010:
"Inzwischen sieht man, dass mehr gemeinschaftliche Organisation nötig und auch möglich ist - wenn sich dann alle 27 darauf einigen können..."

Genau wie in einer Demokratie!
Einer kann alleine gut regieren.
Zwei Parteien finden immer Kompromisse.
Drei Parteien verabschieden nur Dinge wo jeder ein Thema durchbringt.
Ab Vier wirds schwierig, da gibts auch keine Kompromisse mehr.
Innerhalb der EU werden Subventionen gezahlt, und die Verteilung legt nahe, dass da eine Zustimmung gekauft worden sein könnte.

@20:52 von rossundreiter

"Dass Deutschland (nicht nur) in Europa die Preise im Niedriglohnsektor seit Jahren nach unten treibt, ist nun wirklich bekannt."

bis vor zehn, 15 Jahren jammerte man hierzulande, weil Unternehmen ihre Produktion nach Osteuropa und China verlagerten - wegen der Personalkosten. Man beklagte die hohe Arbeitslosigkeit und das Gefühl der Menschen nicht mehr gebraucht zu werden. Dann die Agenda 2020. Mittlerweile redet kaum noch jemand von Betriebsverlagerungen - dafür gibt es jetzt diesen unsäglichen Niedrigstlohnsektor inklusive Leiharbeit. War die Welt früher wirklich besser?

re barbarossa 2

" Der Werdegang zum Billiglohnland seit 2010 kann jederzeit nachgelesen lassen.

Ob Deutschland ein Billiglohnland ist will ich mal gar nicht kommentieren. Aber es ging um die Behauptung, Deutschland hätte im Vergleich zu Italien Konkurrenzvorteile ducrh die Arbeitskosten.

Das wäre doch ganz einfach zu belegen, wenn es stimmen würde. Warum ausweichen und drumherumreden?

genau

@Giselbert:
"warum kein Aufschrei in der Vergangenheit

I liegt noch in den offiziellen Maastricht-Grenzen für die Neuverschuldung"

Die Neuverschuldung war einer der vielen großen Fehler:
Jedes Jahr 3% mehr....
Irgendwann ist dann die Obergrenze erreicht, aber keiner hat vorher festgelegt was dann passieren soll.
Ich weis wie man dieses Problem lösen kann.
Raus aus der EU!
Nur noch Länder rein lassen, die keine Schulden machen.
Steuern müssen in dem Land gezahlt werden, in denen sie erwirtschaftet wurden.
Letztes wird natürlich von unserer Lobbyregierung nicht genehmigt.
Steuergerechtigkeit für jedes Land, ...undenkbar.

re rossundreiter

"Dass Deutschland (nicht nur) in Europa die Preise im Niedriglohnsektor seit Jahren nach unten treibt, ist nun wirklich bekannt."

Selbstwenn es stimmen würde hätte es nichts mit einem Konkurrenzvorteil gegenüber der italienischen Wirtschaft zu tun. Denn niedrige Löhne in Deutschland gibt es praktisch nur in nicht-exportierenden Branchen.

@ phme

Woran mag es gelegen haben?
Na, gibt es nicht auch die Korruption als mögliche Ursache? Und mit den "Strukturen innerhalb der EU" sind z.B. die komfortablen Möglichkeiten der Verschuldung gemeint, u.a. auch die TARGET-Kredite:
http://www.hanswernersinn.de/de/Target1000Mrd_17072018
Die EZB-Politik unter Draghi tat ein übriges. Und wie war das denn in Griechenland? Man hatte einen aufgeblähten Staatsapparat, und überhöhte Renten, finanzierte die auf Kredit und machte später andere Länder dafür verantwortlich (die EU-Institutionen). Außerdem hatte man korrupte Finanzämter. Italien gilt seit langem als ein ähnlicher Kandidat. Aber konkret wird das in dem Artikel jedenfalls nicht gesagt.

21:25 von HainFk

Die Italiener werden ärmer-so wie die Griechen werden

und manche daran gut verdienen. So wie bei den Griechen.
Andere Länder dieser träumenden Wertegemeinschaft werden für das Geld haften, welches schlußendlich der breiten Masse der Bürger dieser Gemeinschaft sozusagen weggenommen wird.
Zuvor aber wird die EZB den Euro noch einige Zeit weiter verdünnen und verdünnen und die Menschen die gespart haben jeden Tag ein wenig ärmer werden. Dies scheint jedoch Politiker und Gewerkschaften recht wenig zu interessieren und die meisten Menschen scheinen dies nicht zu kapieren.
///
*
*
Wem glauben Sie, wird für die Schulden der Griechen und Italiener in der EU am meisten weggenommen?
*
(oder kann man einem nackten Mann in die Tasche greifen?)

re thomas wohlzufrieden

"Ich finde jedenfalls eine Regierung, der die Interessen der eigenen Bevölkerung am Herzen liegen sehr symphatisch, da ich so ein Verhalten von unserer Regierung nicht kenne."

Dann wird es wenigstens von Ihnen nie mehr ein böses Wort über die deutsche Staatsverschuldung geben. Weil die mehr als doppelt so hohe pro Kopf finden Sie sehr sympathisch.

Wirtschaftswachstum, die Rettung

"Schnelleres potenzielles Wirtschaftswachstum" sei der "einzig nachhaltige Weg"

Sagen wir mal 1% Wirtschaftswachstum.
Dieses Jahr essen wir 1 Schnitzel die Woche.
In 10 Jahren essen wir ein bisschen mehr als 1 Schnitzel die Woche.
In 100 Jahren essen wir fast 3 Schnitzel die Woche.
In 1000 Jahren essen wir fast 21000 Schnitzel die Woche.
In 10000 Jahren essen wir 1,6*10 hoch 43 Schnitzel die Woche.
In 100000 Jahren essen wir...?
Scheint ein gutes Rezept zu sein, warum die Menschheit da nur nicht schon in der Steinzeit drauf gekommen ist?

um 20:59 von Juergen

Ich stimme Ihrem Kommentar in voller Länge zu, Gruß.

Ich habe mal einen Blick

von ca. einer Minute auf die Smava Schuldenuhr geworfen.
Da wird einem nur noch schlecht. Aber der Spitzenschuldenmacher ist nicht Italien sondern die Franzosen.
Ca.111000 Euro in der Minute für die Franzosen gegen 81000 Euro der Italiener. Wer ist Schuldenmacher Nummer Eins? Was macht die EU Kommission dagegen?
Der Abstand von 96% BIP von den Franzosen gegen 132,7% der Italiener düfte bald erreicht sein und es interessiert keine EU Kommission.
Frankreich Schulden 2 324 858 Milliarden
Italien Schulden 2 334 270 Milliarden aktuell.
Aber wahrscheinlich ist Macron der Gute der es schuldenmäßig treiben kann wie er will und die Italiener sind ja die Bösen denen man auf die Finger klopfen muß weil populistisch geht gar nicht.
Von daher liebe EU weiter so bis zum Abgesang.

Völlig falsches Bild

@ schaunwamal:
Es läuft alles darauf hinaus Italien genauso zu "versklaven" wie Griechenland.

Das ist doch Quatsch. Niemand wird hier versklavt. Aber wer über seine Verhältnisse lebt und sich immer höher verschuldet, muss damit klar kommen, dass die Gläubiger Auflagen machen. Das ist ihr gutes Recht, es ist ihr Geld.

@21:55 von zyklop

"Woran mag es gelegen haben?
Na, gibt es nicht auch die Korruption als mögliche Ursache? Und mit den "Strukturen innerhalb der EU" sind z.B. die komfortablen Möglichkeiten der Verschuldung gemeint, u.a. auch die TARGET-Kredite:
http://www.hanswernersinn.de/de/Target1000Mrd_17072018
Die EZB-Politik unter Draghi tat ein übriges. Und wie war das denn in Griechenland? Man hatte einen aufgeblähten Staatsapparat, und überhöhte Renten, finanzierte die auf Kredit und machte später andere Länder dafür verantwortlich (die EU-Institutionen). Außerdem hatte man korrupte Finanzämter. Italien gilt seit langem als ein ähnlicher Kandidat. Aber konkret wird das in dem Artikel jedenfalls nicht gesagt."

… alles richtig. Und was tut die jetzige italienische Regierung dagegen? Die EU-Kommission schreitet immerhin endlich mal ein …

Die geplanten zusätzlichen 38

Die geplanten zusätzlichen 38 Milliarden € durch Schulden finanzierte Ausgaben für " Konsum " statt wenigstens für Investitionen zu verwenden ist ein beschleunigtes auf den Abgrund zufahren. Warum muss es immer erst zum Beinahe-Crash kommen, bevor die Bevölkerung einsieht, dass man mittelfristig nur so viel ausgeben kann als man erwirtschaftet und Wettbewerbsfähigkeit nötig ist, um Wohlstand zu erhalten. .

@ schawamal

Das Italien so dasteht ist das unsolidarische Konkurrenzverhalten anderer Länder die mit ihrem Niedriglohnsektor alle anderen an die Wand konkurrieren, ...

Die Löhne in Deutschland sind merklich höher, als in Italien. Deutschland konkurriert nicht mit Lohndumping und macht die italienische Wirtschaft auch nicht kaputt. Außerdem ist Konkurrenz nicht per se unsolidarisch.

@ Thomas Wohlzufühlen

Wer ist denn für die desolate Lage in Intalien verantwortlich? Das ist doch nicht die neue Regierung, sondern ihre Vorgänger.

Beide. Die Vorgängerregierungen sind für die hoch aufgehäuften alten Schulden verantwortlich. Die neue Regierung ist dafür verantwortlich, dass noch neue Schulden hinzu kommen und die gemeinschaftlich beschlossenen Grenzen bewusst verletzt werden. Das ist unsolidarisch.


Ich finde jedenfalls eine Regierung, der die Interessen der eigenen Bevölkerung am Herzen liegen sehr symphatisch, da ich so ein Verhalten von unserer Regierung nicht kenne.

Ich sehe es umgekehrt, ich finde es sympathischer, dass unsere Regierung keine neuen Schulden mehr macht und ich würde es gerne sehen, dass ein Haushalt mit neuen Schulden gesetzlich verboten ist.

@ rossundreiter

Dass Deutschland (nicht nur) in Europa die Preise im Niedriglohnsektor seit Jahren nach unten treibt, ist nun wirklich bekannt.

Nein. Das ist völlig falsch. Produkte aus Deutschland sind eher hochpreisig, aber qualitativ gut und nah an den Marktbedürfnissen. Deutsche Unternehmen haben mehr als dreimal so viele Patente als italienische. Wer gut ist muss sich nicht selbst schlechter machen.
Und die deutschen Löhne liegen deutlich über dem Durchschnitt.

@ schnwamal

Das Italien so dasteht ist das unsolidarische Konkurrenzverhalten anderer Länder die mit...

Ich bin in der DDR aufgewachsen, wo ein sozialistisches Regime uns jedes unternehmerische Denken wegzüchten wollte. Am Ende war der Staat bankrott. Ich kann nichts damit anfangen, wenn jemand Konkurrenz als unsolidarisch abtut.

Konsum auf Pump

Die italienische Regierung braucht das geliehene Geld nicht für Investitionen in die Zukunft, sondern für Konsum auf Pump und für Wahlgeschenke. Da muss man sich nicht wundern, wenn man von den Agenturen runter gestuft wird.

@ Kein Weltbürger

Die aktuelle italienische Regierung pokert. Und wird das Spiel vermutlich gewinnen.

Das ist zumindest offen. Wenn die Anleger irgend wann keine italienischen Staatsanleihen mehr kaufen, kann der Finanzminister in den Haushalt schreiben was er will.

Ich halte mal fest

Bis jetzt hat sich keiner von den Kommentatoren, die behaupten, Deutschland würde die italienische Wirtschaft mit Niedriglöhnen zu Boden konkurrieren, mit Zahlen aus der Deckung getraut.

Weil's nicht stimmt.

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