Ihre Meinung zu: Der Nachhall des Ersten Weltkriegs

10. November 2018 - 5:02 Uhr

Vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Es war ein Krieg, dessen Auswirkungen über Europas Grenzen hinausreichten - und bis heute spürbar sind. Von Ute Spangenberger.

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Kommentare

Weiterführung des Krieges in Osteuropa

Der Erste Welrkrieg endete 1918 in Mittel- und Westeuropa, in Osteuropa aber nicht. Das darf nicht vergessen werden, darf auch eigentlich nicht so unreflektiert in einem Beitrag wie diesem hier so stehen bleiben.

Geschichte

Mein Großvater(geb 1897 gest.1986) hat diesen Krieg als Soldat noch mitgemacht.
Was er mir so erzählt hat,muß es echt übel gewesen sein-man kann sich so etwas garnicht vorstellen.
Auch über die Zeit der ersten Republik hab ich viel von meinen Großeltern gehört.
Und gerade wenn man selber noch Zeitzeugen kennt ,und immer von Lehren aus dem Krieg erzählt wird-dann versteht man die Politik unserer etablierten Parteien überhaupt nicht!
(Für alle die jetzt rechnen-ich bin Jahrgang 67)

Der Versailler Vertrag war

Der Versailler Vertrag war der Grundstein für den Zweiten Weltkrieg. Clemancau: Das ist ein Waffenstillstand für 20 Jahre

Deutsche und Franzosen

Der wichtigste Nachhall des 1. Weltkrieges war wohl - neben den Revolutionen in Russland und Deutschland - der 2. Weltkrieg. Der Zweite Weltkrieg war so sehr ein Resultat der Situation zum Ende des Ersten, dass manche Historiker nur noch vom "Weltkrieg" reden - einem Krieg, der 1914 begann, ab 1918 einen Waffenstillstand hatte, 1931 ( mit der japanischen Invasion der Mandschurei) wieder heiss wurde und erst 1945 endete, nachdem er alles in allem über 100 Millionen Menschenleben gekostet hatte.

Der wichtigste Nachhall beider Weltkriege für mich ist der seit 73 Jahren anhaltende Frieden zwischen Deutschland und Frankreich. Mein Urgrossvater, mein Grossvater und mein Vater haben zwischen 1870 und 1944 alle irgendwann in Frankreich im Schützengraben gelegen. Meine Generation ist die erste Generation von Deutschen und Franzosen seit 800 Jahren, die keinen Krieg miteinander hatten. Das habe ich heute mit meinen französischen Freunden gefeiert.

"Poppy Day" und "Veterans Day"

"In Frankreich und in Großbritannien ist der morgige 11. November ein Feiertag."

Hier in den USA übrigens auch. Der Veterans Day wird immer an dem Montag, der dem 11. November am nächsten kommt, begangen (am Montag, damit es auch dann ein Feiertag ist, wenn der 11. November wie in diesem Jahr auf ein Wochenende fällt).

Was ein einziges...

...Attentat doch so alles ausrichten kann!?

Ist wie der berühmte Flügelschlag eine Schmetterlings.

Und gelernt haben wir bis heute nicht viel.
Immer noch müssen tausende Menschen jährlich in Kriegen sterben.

Ja schade

Wirklich schade, wir könnten 100 Jahre weiter sein und unser Europa würde ganz anders aussehen. Wirtschaftszohnen und Verkehrswege wären anders. Wir hätten ganz andere Ballungsräume und Sprachgebiete.
Alles kaputtgemacht durch zwei sinnlose Kriege.
Und das schlimme daran, die Politik hat nichts dazugelernt. Im Gegenteil, durch die Gier werden neue unsichtbare Grenzen gezogen

Vorgeschichte

Die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" geschah nicht grundlos. Zu viele Akteure, welche die entscheidenden Machtstellen besetzten, wollten einen Krieg, ja drängten dazu, einen Krieg zu beginnen. "Jetzt oder nie", da man sich dem vermeintlichen Gegner gerade eben überlegen fühlte. So gab die Militärelite des deutschen Kaiserreichs die Option "Aufmarsch nur gegen Russland" auf. Einmal die Mobilmachung in Gang gesetzt, bestimmte der Takt der Zugfahrpläne den Countdown.
Tatsächlich war der 1. Weltkrieg Ergebnis eines Versagens der von Männern patriarchalisch und paternalistisch dominierten Eliten verbunden mit einer "Krise der Männlichkeit". In den industrialisierten Gesellschaften wurden die Geschlechterrollen neu definiert. Die Ökonomie der Städte bestimmte und nicht mehr der Landadel. Neue Medien, die Tageszeitungen zusammen mit Funk und Telegraph, beschleunigten die ideologisierte Meinungsbildung.
Hinzu kam, dass keine Instanz zur Vermittlung auf internationaler Ebene existierte.

@Sasquatch - "Poppy Day" und "Veterans Day"

Das sind Gedenktage für die Gefallenen des WK1

Der einzige welcher sich heute feiert ist Trump
Schon alleine das Twitter-Fake
Macron will eine EU-Armee um sich gegen die USA zu verteidigen
zeigt welches geistes Kind er ist.

Und wieder blüht der Nationalismus

Zwei Weltkriege haben wohl noch nicht gereicht. Die Geschichte ist eine gute Lehrerin, es fehlen ihr nur intelligente Schüler.

@skydiver Nichts daraus gelernt

"Und gerade wenn man selber noch Zeitzeugen kennt ,und immer von Lehren aus dem Krieg erzählt wird-dann versteht man die Politik unserer etablierten Parteien überhaupt nicht!" - Eines der wichtigsten Ergebnisse der beiden Weltkriege in Europa ist die europäische Einigung durch die Schaffung der Europäischen Union. Dieses welthistorisch einmalige Konstrukt, das uns seit 70 Jahren Frieden beschert, wurde ins Werk gesetzt von den "etablierten Parteien". Und die "etablierten Parteien" sind es, die die EU verteidigen, und zwar insbesondere gegen diese tolle "neue" Partei, die AfD. Die AfD lehnt die EU ab, und zwar aus Gründen des Nationalismus (Hauptursache beider Weltkriege) - und weil sie ihr einfach zu teuer ist. Die EU ist wahrhaftig nicht perfekt - aber jeder Cent ist gut angelegtes Geld, denn Frieden ist das allerallerwichtigste, was wir haben, die Grundvoraussetzung zum Glück.

Und die Moral...

von der Geschichte: Nichts gelernt, da Waffenproduktion und Geschäfte damit blühen und militärische Konflikte befeuern, und es uns wegen unserer Ignoranz bzw. Egozentrik auf Kosten anderer, benachteiligter Regionen bzw. Länder dieser Welt so gut geht...

Deutschland sollte bis 1984 zahlen

So sah es der (mehrfach überarbeitete) Young Plan vor. Dazu kam es nicht, wegen Hitler. Er hat daraus immensen Nutzen für seinen Aufstieg gezogen: die Wirtschaft stand mehrheitlich hinter ihm, auch aus Angst vor den Kommunisten die wiederum profitierten von der wirtschaftlich schwierigen Lage in der Deutschland nach dem Börsenkrach 1929, da Investoren aus Übersee ihre Kredite widerriefen. Auch der Verlust der Kolonien war damals ein Stachel in der deutschen Seele. Das man Deutschland nach dem 2. WK vergleichsweise gnädig behandelte, hat auch viel mit den Folgen von Versailles zu tun. Ohne die beiden Weltkriege übrigens wäre Indien eventuell heute noch britische Kolonie. Auch die Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten wäre ohne die Kriegsfolgen kurzfristig nicht erreichbar gewesen. Nicht zuletzt haben wir die Ost-West Systemkonkurrenz aber ebenfalls den Folgen des 1. Weltkriegs zu „verdanken“.

re klausewitz

Ja der Versailler Vertrag war ein Grund für das Scheitern der Weimarer Republik.
Aber eben bei weitem nicht der einzige:
1. Die Weltwirtschaftskrise von 1929
2. Die mangelnde Kompromissfähigkeit der demokratischen Parteien untereinander
3. Die Konstruktionsfehler der Weimarer Verfassung (Art. 48 u.a.)
4. Das Streben der antidemokratischen, rechts-konservativen Eliten (Von Papen, Hugenberg, Hindenburg) einen autoritären Staat herbeizuführen

Sie haben Recht, der VV machte eine Versöhnung unmöglich.
Aber ihn als einzigen Faktor zu nennen und die anderen (bewusst? ) zu ignorieren ist unwissenschaftlich und nicht zielführend.

Die EU ist die neue Nation

@CMartin: Volle Zustimmung, besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

@Knorlo: Einen alternativen Verlauf der Geschichte durchzuspielen hat in aller Regel keinen Sinn. Abgesehen davon, dass ich den jetztigen Status Quo mit der EU sehr positiv einschätze, ist ja auch der Status von 1914 nicht isoliert zu betrachten. Was da ihrer Meinung nach sinnlos kaputtgemacht wurde, entstand ja auch nicht durch Zufall, sondern durch drei Einigungskriege (1864,1866,1870-71). Außerdem war der Erste Weltkrieg nur die konsequente Fortschreibung einer Politik, die schon Jahrzehnte vorher begonnen hatte. Wir sollten uns einfach klarmachen, dass das heute normal erscheinende Konzept der Nation einmal genauso "künstlich" war, wie manchen heute die EU erscheint. Es bringt nichts alten Strukturen nachzutrauern, wenn die neuen so viel leistungsfähiger sind und besser auf neue Herausforderungen reagieren können. Wir müssen die EU stärken, verbessern, bürgernäher machen, aber nicht 1914 nachtrauern!

Der rührende Blick nach hinten

Der rührende Blick nach hinten hat den Sinn, den Blick nach vorne zu verstellen: weltweite Steigerung der Rüstungsausgaben, größtes NATO-Manöver aller Zeiten in Norwegen. Russland als "Bedrohung" hat man ja beim Manöver ausdrücklich ausgeschlossen, denn es ging ja nur darum, potentielle Angreifer abzuschrecken. Denkt man da an die Mongolen oder die Kosaken?
.
Wenigstens geben die Amerikaner - einzig und allein zu unserem Wohle - über 10 Mal so viel für Rüstung aus, wie das böse Russland, ja es ist gar mehr, als der Rest der Welt für Rüstung ausgibt.
.
Mein Opa war mit 17 im 1. Weltkrieg, mein Vater mit 17 im 2. Weltkrieg. Da wird man meine Begeisterung darüber verstehen, dass wir wieder so "gut" aufgestellt sind.

Hier irrt der Historiker!

"Dennoch wäre es zu einfach zu sagen, dass Briten und Franzosen langwirkende Fehler gemacht haben, die bis heute nachwirken", bewertet Rödder. "
Das Pulverfaß Balkan wurde doch nicht 1918 vernagelt! Die selben Mächte (F, GB + D!) haben doch gerade erst vor knapp 20 Jahren das damals vernagelte Pulverfaß Balkan (mit der Zerschlagung Jugoslaviens) wieder aufgemacht. Und ganz nebenbei, nicht wie fälschlicherweise durch Frau Merkel (Krim) in die Welt gesetzt, wurden in den 90ern mit dem Jugoslavienkrieg erstmalig seit 1945 in Europa Grenzen neu gezogen. Sträubt sich Merkel deshalb so energisch beim Kosovo (Gebietstausch mit Serbien) gegen neuerliche Grenzziehungen?
Und niemand will es in der EU wahrhaben. Mit der Aufnahme auch der letzten Splitter des Balkan holen wir uns ohne Not das Pulverfaß direkt in die EU! Oder glaubt jemand ernsthaft, die "Schlachten" bleiben auf den Fußball begrenzt?

Hoffnung auf dauerhaften Frieden

"Die Hoffnung auf dauerhaften Frieden allerdings erfüllte sich nicht - weder in Europa, noch darüber hinaus."

Den "dauerhaften Frieden" (für die BRD) hat übrigens eine rot/grüne Bundesregierung am 30. Juni 1995 mit dem Beschluss zum Einsatz der Bundeswehr in Bosnien beendet.

@c.Martin

...und genau da haben sie Recht.Die EU ist eine gute Idee-das ist auch meine Meinung.
Es kann aber nicht sein das zum Beispiel Defizitverfahren gegen DE eröffnet werden-aber gegen FR nicht.
Es kann nicht sein das die EU einen Konfrontationskurs gegen RU fährt-denn RU hat UNS überhaupt nichts getan.
Im Bezug auf die UKR meie ich das-ein Putsch gegen eine gewählte und vob der EU anerkannte Regierung wird akzeptiert,aber ein Referendum einer Bevölkerungsmehrheit wird abgelehnt.
Da liegt doch das Problem.
Und wenn sie die AfD ansprechen...warum haben denn die so einen Erfolg?Weil die etablierten seit 70 Jahren so garnichts auf die Reihe bekommen im Bezug auf die EU

Wann

war die Schlacht um Teutoburger Wald?

Was soll ich dazu noch sagen?

Was soll ich dazu noch sagen? Zwei Weltkriege wegen Nationalismus, und nichts daraus gelernt. Mit Begriffen wie "Nation" und "Volk" wird schon wieder um sich geschmissen wie vor 90 Jahren. Ich habe zwar keine akuten Befürchtungen, dass in Europa wieder einzelne Nationalstaaten aufeinander losgehen, aber die z.Z. entstehende Grundstimmung ist schon bedenklich.

Die Situation von 1914 scheint sich zu wiederholen!

Die heutige (westliche) Politik beschwört zwar, dass sich ein solcher Krieg nicht wiederholen dürfe, aber in der Realität ist davon nichts zu spüren! Unter dem Vorwand "Verantwortung übernehmen" wird in Europa wieder aufgerüstet und interveniert, weil uns angeblich zum Beispiel Russland bedroht und angeblich das Völkerrecht mißachte! Dabei werden die eigenen Machtambitionen in der Welt, Sicherung von Rohstoffwegen, Märkten usw., die auch eine Ursache des 1. WK waren, komplett ausgeblendet. Das gilt auch für die eigenen Völkerrechtsverstöße, z. Bsp. im Irak, in Libyen oder Syrien! Der Westen beansprucht zum Erhalt der eigenen Macht in der Welt Rechte, die er anderen, wie Russland, China oder dem Iran eben nicht zugesteht und erklärt deren Widerstand dagegen als aggressives Verhalten! Und so schaukelt sich die Kriegsgefahr wie 1914 Stück für Stück nach oben! Einsicht auf Seiten westlicher Politik in diese Spirale ist dabei nicht erkennbar!

Den Balkan betreffend: Im

Den Balkan betreffend:
Im 1.Weltkrieg verlor Deutschland 10% seiner Bevölkerung, Serbien 30 %.
Das kroatische Territorium war zu 1/3 von Serben bewohnt.
Die Habsburger selbst hatten diese Besiedlung vorangetrieben um einen Schutzwall gegen die Osmanen zu haben.
Vor dem 1.Weltkrieg gab es auf dem Balkan die Balkankriege.
Die Habsburger wussten das es nur eine Frage der Zeit war bis man sich von ihnen auch befreien mochte nachdem eine Jahrhunderte lange Herrschaft der Osmanen innerhalb von Monaten beendet wurde.

08:49 von Nico Mavelli

Welchen Nationalismus meinen Sie, den in der Türkei und ähnlichen Staaten ?
Den europäischen Nationalismus?Der jetzt mit einer eigenen,und dann wohl großen Armee uns schützen soll,wie Macron meint. Vor wen eigentlich? Ja,das kann einen schon Angst machen,dieses mit dem Säbel rasseln.

Ende des . Weltkriegs

Es ist ja gut ,die Ursachen zu ergründen ,warum Kriege ausbrechen und geführt werde, insbesondere die beiden, die von Deutschen entfacht wurden. Ich für meinen Teil kann nur sagen ,mögen sie uns allen eine Mahnung sein, auf das die daraus resultierenden Aufgabe, nämlich die Vereinigten Staaten von Europa, gelingen möge.

Rührend

10. November 2018 um 09:23 von DeHahn

Leider ist aktuell jeder Cent, sowohl Euro als auch US, für Rüstung und Manöver berechtigt. Der Agressor ist in der direkten östlichen Nachbarschaft zu finden: die Russische Förderation.
Die Russische Föderation unter der Herrschaft von Herrn Putin ist seit 15 Jahren die einzige Macht, die mit militärischen Mitteln ihre Staatsgrenzen auf Kosten der Nachbarländer ausdehnt. Und die RF interveniert aktiv mit Geldmitteln sowie Informationsmitteln in Wahlkämpfe und soziale Gefüge anderer Staaten. Insbesondere einige der wichtigen Geldquellen der rechtspopulistischen Parteien sind ominös. Die Ergebnisse des Brexit-Referendums und von weiteren Wahlen wären ohne massive Botaccounts, Trollen und Fake News vermutlich anders ausgegangen.
Nicht umsonst sieht sehen sich NATO und die Bundesrepublik zu größeren Rüstungsausgaben genötigt. Die Verschwörer sitzen dieses Mal nicht im Westen.

Nix daraus gelernt.

Man gehört wieder zu den kriegs führenden Nationen. Demokratiefolklore im Bundestag mit täglichen Belehrungen für den Bürger, weil man den Bezug verloren hat.

Es grenzt schon an Masochismus

das hier in Deitschland fortwährend auf Ereignissen vor 80 oder 100 Jahren herumgeritten wird. Natürlich waren die Dinge schlimm und mörderisch und man sollte sich daran erinnern.
Aber kein Land der Welt hat eine dermaßen selbstzerstörerische Schuldkultur wie Deutschland. Dies geht bis zur Aufgabe der Nation und des Staatsbewusstseins.
Oder hört man so etwas bei den Amerikanern über die Ausrottung der Indianer, bei den Franzosen über deren Taten in Indochina, bei den Belgiern im Kongo, den Briten in ihren Kolonien oder den Türken bei den Armeniern?

Nein, dieses Eintrichtern der ewigen Schuld gibt es, als staatlich gelenkte Dioktrin, nur hier.
Und die Medien sind leider willige Helfershelfer.

Versailler Vertrag

Der Versailler Vertrag war völlig rechtens:
1. Deutschland und Österreich waren die Verursacher des Krieges:
Siehe Schlieffenplan,
Siehe Kriegserklärung an Russland, siehe Besetzung Belgiens,

2. Der 1. Weltkrieg fand fast nirgendwo in Deutschland statt. Somit hatte Deutschland massive Reparationen als Entschädigung für die Zerstörungen in Frankreich, Belgien etc. zu leisten.

Den Fehler, den die Ententemächte begingen, war der, das Deutsche Reich nicht wie die Habsburger Monarchie aufzulösen. Nur dies hätte den 2. Weltkrieg verhindert.

JensL.

Am 10. November 2018 um 09:36 von JensL.
Wann

war die Schlacht um Teutoburger Wald?
___

im nicht um ;o)

das war 9 nach Christi

Aber warum die Frage?

Der gute alte Lenin

Der gute alte Lenin sah die Ursachen für die Entstehung von Kriegen in der unterschiedlichen Entwicklung von Staaten. Das war die Ursache des 1. WK und wir erleben eine heute eine vergleichbare Entwicklung. Die USA und die westlichen Staaten wollen ihre Machtpositionen in der Welt gegen aufstrebende Staaten wie Russland, China oder den Iran mit allen Mitteln verteidigen. Wir erleben die westlichen Interventionen im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und die Ausbreitung der NATO, um den Einfluss Chinas, Russlands oder des Iran einzudämmen. Die UNO, die gegründet wurde, um Konflikte friedlich zu lösen, ist nach westlicher Lesart "nicht handlungsfähig", wenn sie nicht dem Willen westlicher Staaten folgt. Und so erleben wir eine höchst gefährlicher Aufrüstung gerade auch in Europa und es nicht erkennbar, dass die westliche Politik etwas aus der Geschichte und den Ursachen des 1. WK etwas gelernt hat!

Am 10. November 2018 um 10:06 von FritzF

Welche Kriege führen wir wo genau? Und was für Kriege sind das? Angriffs- oder Verteidigungskriege?
Oder sind unsere Soldaten nur dort vor Ort um die Bevölkerungen vor dem eigentlichen Krieg im Land so gut es geht zu beschützen?

AfD und EU

10. November 2018 um 09:29 von skydiver-sr

Sie schrieben: "Und wenn sie die AfD ansprechen...warum haben denn die so einen Erfolg?Weil die etablierten seit 70 Jahren so garnichts auf die Reihe bekommen im Bezug auf die EU"

Ich darf Sie erinnern, dass die EU geschaffen wurde, als noch niemand an ein Phänomen wie das der AfD dachte. Die AfD wurde vielmehr als strikt anti-Euro- und anti-EU-Partei gegründet wurde. Auch heute sind die programmatischen Aussagen der AfD zu Europa und der EU indifferent. Recht dominant ist der Ruf nach einem "Europa der Völker und Nationen", mit Verweis auf lang überholte Forderungen von Herrn De Gaulle. Tatsächlich geht es der AfD wie allen Rechtspopulisten bzw. Rechtsextremen nur um "unser Volk zuerst", also Nationalismus, und dies gewürzt mit einen kräftigen ausländerfeindlichen Schuss "Blut und Boden"-Ideologie. Spannend wäre, die Finanzierungsquellen der AfD zu kennen, da sie mit zur Destabilisierung eines starken und vereinten Europas beiträgt.

Wieso ist die Russische Förderation Aggressor?

Wieso ist die Russische Förderation der Aggressor? Wie viele Kriege gegen andere Länder hat Russland in den letzten Jahren geführt und in wie vielen Ländern haben USA und NATO - ohne UN-Mandat - interveniert und dort Militärbasen eingerichtet? Allein dieser Vergleich widerlegt ihre Behauptungen!
Ist diese westliche Interventionspolitik keine Einmischung in die Politik anderer Staaten? Wer hat den ABM-Vertrag gekündigt, die USA oder Russland? Wo hat die RF, nicht Privatpersonen, in die Wahlkämpfe anderer Länder eingegriffen? Tun nicht gerade westliche Staaten das, z. Bsp. mit 5 Mrd. $ die USA in der Ukraine? Woher wissen Sie, dass Botaccounts oder Trolle "vermutlich" andere Ergebnisse bei Wahlen oder dem Brexit ergeben hätten? Ihr Beitrag gehört in die Kategorie "Nicht vermittelbar"!

DeHahn

Sie treffen den Nagel auf den Kopf!

um 10:02 von wie-

Warum haben massive Botaccounts, Trollen und Fake News nicht bei der Wahl von Macron gewirkt? Haben die Verschwörer im Osten da versagt,und deshalb Le Pen die Wahl verloren

Traumata, die zu heilen sind.

10. November 2018 um 10:11 von dummschwaetzer

Ja, Sie haben recht. Das Erinnern an und Aufarbeiten der deutschen Schuld an den beiden größten Katastrophen des "kurzen 20. Jahrhunderts" ist schmerzlich. Erst seit etwa einer Generation kann überhaupt einigermaßen frei und neutral über die erlittenen Traumata berichtet werden.
Ihr Begriff von "selbstzerstörerischer Schuldkultur" und Ihre Verweise auf die Schuld anderer Nationen sind aber zurück zu weisen.
1) Die deutschen Verbrechen als Kolonialmacht stehen den vergleichbaren Verbrechen anderer Nationen in nichts nach.
2) Die deutschen Verbrechen als Massenvernichtungskrieg auslösende Nation sind aber singulär. "Der Tod ist ein Meister aus Deutschland."
Viele Deutsche wurden zu Tätern unsäglicher Verbrechen. Alle überlebenden Menschen wurden aber zu Opfern. Traumata werden in den Familien vererbt, bis heute. Erinnerungskultur, seriöse Aufarbeitung, Analyse und Versöhnung, hilft, diese Traumata zu heilen und dauerhaft Frieden zu sichern.

@ um 06:35 von Sasquatch

"...
Der wichtigste Nachhall beider Weltkriege für mich ist der seit 73 Jahren anhaltende Frieden zwischen Deutschland und Frankreich.
..."
Das ist es. Hinzukommt die deutsch – französische Freundschaft, die Kohl und Mitterand ins Leben gerufen haben. Frieden und Freundschaft könne nicht hoch genug bewertet werden.

Der Nachhall des ersten Weltkriegs.......

Beendet wurde er durch Arbeiter und Matrosen.Die später um die Früchte ihres Aufstandes betrogen wurden.Von dem Teil der "Arbeiterbewegung" der im Krieg die Burgfriedenspolitik betrieb und im Reichstag für die Kriegskredite stimmte.

Aber immerhin wurde in Deutschland der Kaiser gestürzt und viele Völker konnten sich von der österreichischen Habsburger-Monarchie freimachen.

08:56 von CMartin

"aber jeder Cent ist gut angelegtes Geld, denn Frieden ist das allerallerwichtigste, was wir haben, die Grundvoraussetzung zum Glück."

Bin da ganz bei Ihnen.

Richtigstellung

10. November 2018 um 09:25 von Mitleser97

An dem von Ihnen erwähnten Datum, 30.06.1995, dauerte noch die Ära von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl an. Die Bundesregierung wurde unterstützt durch eine Koalition von CDU/CSU und F.D.P. Die von Ihnen zitierte "Rot/Grüne"-Regierung kam erst 1998 zustande. Allerdings entschied diese für einen aktiven Beitrag zur militärischen Intervention der NATO im Kosovo - der "Sündenfall" der pazifistischen Partei Bündnis90/Die Grünen.
Der Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina 1995 und später basierte dagegen auf einem Mandat der Vereinten Nationen und der KSZE. Hier ging es allein um Friedensschaffung und Schutz der Zivilbevölkerung.

Macron hat recht

Nur mit einer unabhängigen und schlagkräftigen Armee werden wir in der Zukunft unsere Interessen verteidigen können. Und natürlich passt es Trump nicht wenn Europas Abhängigkeit von der USA schwindet. Denn nur wenn man Europa als Vasallen, Erfüllungsgehilfen und Geldgeber klein halten kann, nutzt es Amerika. Ein gleichberechtigter Partner, der seine Interessen auch gegen USA durchsetzen kann, wäre wohl das Letzte was sie wollen.

Und ja, Trump weiss sehr genau das die Vormachtstellung der USA nur mit dem Bündnis der NATO zu halten ist. Ohne Stützpunkte, Logistik und anderer Hilfe würde die Hemisphäre der USA massiv schrumpfen.

Das ist der Grund warum Trump sauer ist. Wir sollen zahlen aber nicht mitbestimmen.

Erst Urkatastrophe Europas dann katastrophaler Friedensvertrag

Der Versailler Friedenvertrag hat die Schnurr an die Lunte zum zweiten Weltkrieg gelegt. Er war die Keimzelle für Konflikte die uns bis heute verfolgen und die im Bericht auch schon erwähnt worden sind. Die Kolonialmächte Frankreich und UK teilten die Welt neu auf mit willkürlichen Grenzziehungen per Linealstrich. Hass und der Wille den unterlegenen Gegner zu demütigen sprachen in den Augen, nicht nur der Deutschen, aus dem "Friedensdiktat". Die USA der eigentliche Kriegsgewinner zog sich enttäuscht aus Europa zurück. Das Völkerrecht, das Selbstbestimmungsrecht der Völker auf das so viele nach Wilsons 14 Punkte Rede vertraut hatten wurde mit Füßen getreten. Deutsch-Österreich wurde die Vereinigung mit dem übrigen Deutschland untersagt.

BRD muss zahlen!!

BRD-stämmige haben zwei WK verschuldet, ebenso wie viele andere Kriege, von Kreuzzuegen bis hin zur BRD-Exportaggression! Dennoch weigert sich BRD historische Schuld einzugestehen und IhrrVerantwortung durch Zahlung angemessener Reparationen zu tragen. Das wäre endlich eine längst Überfällige Reaktion zum Jubiläum!

@Sasquatch

"...Krieg, der 1914 begann, ab 1918 einen Waffenstillstand hatte, 1931 ( mit der japanischen Invasion der Mandschurei) wieder heiss wurde und erst 1945 endete..."

Also ein Waffenstillstand war da nicht wirklich.
Rumänien kämpfte mit Ungarn um Siebenbürgen, Jugoslawien kämpfte mit Italien um Rijeka, Polen kämpfte mit der Tschechoslowakei um Teschen, mit Deutschland um Posen (siehe Großpolnischer Aufstand) und mit der Ukraine um Galizien (siehe Polnisch-Ukrainischer Krieg). Die Ukrainer, Weißrussen, Litauer, Esten und Letten bekämpften sich gegenseitig und die Russen. ... usw. usf...
Nur ein kleiner Auszug davon, was in Europa los war.
(Quelle: Wikipedia)

Es ist immer wieder

etwas befremdlich anzusehen wie naiv und fröhlich die Soldaten aller beteiligten Länder in diesen Krieg marschiert sind.
Besonders die Deutschen mit ihrem Kaiser, die seit über 40 Jahren keinen keinen direkt mehr erlebt hatten und daher glaubten bis Weihnachten wäre der Feind besiegt.

Am 10. November 2018 um 10:11 von Bigbirl

"Der Versailler Vertrag war völlig rechtens:
1. Deutschland und Österreich waren die Verursacher des Krieges:
Siehe Schlieffenplan,"
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Der Schlieffenplan ist im Jahr 1905 entstanden. Zu diesem Zeitpunkt waren schon alle Seiten aufgerüstet und warteten nur auf den Kriegsbeginn.
Aus der Geschichte kann man erkennen, wenn man es will, das die erste Botschaft an den Feind Sanktionen sind. Dann wird dem Volk erklärt das der Nachbar böse (auch zu seinem eigenen Volk) ist und daher mehr Geld in die "Verteidigung" gesteckt werden muss.

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