Ihre Meinung zu: Vor Rückkehr nach Afghanistan: Hochrangiger Diplomat sucht Schutz

9. November 2018 - 18:00 Uhr

Ein hochrangiger Diplomat aus Afghanistan hat in Deutschland Asyl beantragt. Dass er sich dabei auf die Sicherheitslage beruft, kommt für die deutsche Politik zur Unzeit. Von L. Kampf und D. Hekimoglu.

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Kommentare

Ich glaub es nicht

...was ist hier los?
Der Diplomat soll nach Hause zurückkehren und die Lage für sein Volk verbessern.
Von unseren Soldaten verlangt man das ja auch-welche sich auf Befehl dort angagieren müssen

Wenn der Diplomat von Folter oder mit dem Tod bedroht ist

(von seiner Regierung), ist der Asylantrag gerechtfertigt.
Wenn er von seiner Regierung so bedroht sein sollte, hat die Bundeswehr dort nichts zu suchen.

Sicherheitslage in Afghanistan

Ich gehe davon aus, das für die Beurteilung der Sicherheitslage in Afghanistan die Bundesregierung entsprechende Experten hat. Die Meinung eines Diplomaten der um Asyl bittet ist dafür nicht ausschlaggebend, insofern glaube ich auch nicht, das sein Asylgesuch und seine rein persönliche Meinung zur Sicherheitgslage in Afghanistan für die Bundesregierung zur "Unzeit" kommt.

wer bewust die westliche Welt

wer bewust die westliche Welt länger kennen gelernt hat,und ohne religeösen Fanatismus ist ,hat dann schon eher Schwierigkeiten in eine andere Welt zurückzukehren.Nichtsdestotrotz sollte er in sein Heimatland zurückkehren.

Das ein

Das ein regierungsangestellter ein höheres Risiko hat als hinz & kunz ist wohl klar. Er muss nur seinen pass wegwerfen und blos nicht deutsch oder englisch reden. Dann wird er schon rein gelassen. Btw, was hat dieser Afghanistan Einsatz der nato gebracht? Absolut nichts. Taliban. Mudshahedin (?). Die machen eh, was sie wollen. Die Russen konnten es nicht ändern. Und die Nato auch nicht.

Hochrangiger Diplomat

Afghanistan ist nun mal ein hochgefährliches Land, in das niemand gerne freiwillig zurückgeht!
Als Diplomat seines Landes wird er die Lage besser beurteilen können, als irgendein sogenannter Experte.
Und Niemand sollte einen Menschen, der nichts Unrechtes getan hat, dahin zurückschicken, wohin er nicht mehr will.

Es ist wohl eher so, dass der

Es ist wohl eher so, dass der Mann sich in Deutschland ein besseres Leben als in Afghanistan verspricht. Das Regierungs- und Diplomatenviertel in Kabul ist ja bestens gesichert. Verständlich, ja. Aber kein Asylgrund. Immerhin halten deutsche Soldaten in Afghanistan ihren Kopf hin.

/// Am 09. November 2018 um

///
Am 09. November 2018 um 19:01 von Pummi
Hochrangiger Diplomat

Afghanistan ist nun mal ein hochgefährliches Land, in das niemand gerne freiwillig zurückgeht!
Als Diplomat seines Landes wird er die Lage besser beurteilen können, als irgendein sogenannter Experte.
Und Niemand sollte einen Menschen, der nichts Unrechtes getan hat, dahin zurückschicken, wohin er nicht mehr will.///
.
Es gibt kein Recht auf Niederlassung in ein Land der eigenen Wahl. Es gibt m.W. weltweit nur eine Ausnahme für Bürger des Schengen-Raums innerhalb desselben.

@ Werner40

"Es ist wohl eher so, dass der Mann sich in Deutschland ein besseres Leben als in Afghanistan verspricht."
-
Ich wundere mich, daß es hier so viele Afghanistanexperten gibt: Woher wissen Sie das denn? Kennen Sie den Mann persönlich? Waren Sie vielleicht kürzlich in Afghanistan, da Sie so exakt über die Sicherheitslage dort informiert sind.
Sie sind anscheinend sogar besser informiert als die Bundesregierung, siehe Artikel:("...aufgrund der schlechten Sicherheitslage im Land hatte die Bundesregierung bis zum Sommer 2018 einen teilweisen Abschiebestopp verhängt...).
Oder ist hier wieder Märchenstunde angesagt?

Frage: warum bitte ist der Fall heikel??

Frage an die Bundesregierung:

warum bitte ist diese Fall heikel?? Dieser Diplomat hat - ganz genauso wie die anderen Fluechtlinge aus Afghanistan auch - das gleiche Recht auf Schutz bei uns. Außerdem ist es seit 2009 verfassungsrechtlich verboten, Leben gegen Leben abzuwägen, werte Bundesregierung!

https://www.merkur.de/politik/keine-abwaegung-leben-gegen-leben-405610.html

Die Entscheidung des Ersten Senats unter Gerichtspräsident Hans-Jürgen Papier vom 15. Februar letzten Jahres galt als glatte Ohrfeige für die Bundesregierung. Und zwar sowohl für die rot-grüne, unter der das Gesetz noch eingebracht worden war, als auch für die Große Koalition, die es in dem Karlsruher Verfahren verteidigte. Begründung des Urteils: Eine Abwägung Leben gegen Leben ist mit der Menschenwürde unvereinbar, so die Richter.

Und gleiches gilt auch bei Fluechtlingen. Die haben alle das gleiche Recht auf Schutz bei uns.

Diplomatische Vertretungen sind Flächen des Vaterlandes:

Er war Mitarbeiter in diplomatischen Vertretungen Afghanistans in Deutschland. Auf deren Flächen hat er sich jahrelang auf rein afghanischer Staatsfläche befunden. Auf diese Häuser und Grundstücke hat Deutschland keinen Zugriff.
Wenn er als hochrangiger Staatsbediensteter bisher keine Repressalien erleiden musste, warum also nach seiner Rückkehr nach Afghanistan vor Ort?

Aber hier hatte er ein schönes Leben, was er zuhause nicht haben würde. Denn da herrscht Unruhe, Krieg und Armut. Den Rest kann sich jeder denken.

wenn es dort so gefährlich ist

warum müssen dann unsere jungs/mädels der bundeswehr dort weiter ihren kopf hinhalten? also zurück nach Hause!

Warum ist das "heikel"...???

Ich war selbst mehrfach als Sodat in Afghanistan. Der Diplomat weiss, dass er ggf. in seinem Land weniger Geld bekommt als im Germoney. Wenn er nicht mit einem der "Warlords", der Drogen Mafia oder mit beiden zusammen arbeitet, sondern von seinem REGULÄREN Gehalt leben muss.
DAS ist die wahre Angst des "hochrangigen Diplomaten"!!!

Die Wahrheit!

Nicht die Taliban ist das Problem in Afghanistan, sondern von der NATO eingesetzte Regierung. Sie Foltert, stiehlt internationale Hilfsgelder, arbeitet mit Warlords und Islamisten zusammen etc.

Mich erstaunte es auch, dass Afghanen hier auch nur über die Regierung schimpfen und nie über die Taliban.

Spannend

Ein ohne Papiere eingereister Afghane ist ein Flüchtling - Afghanistan ist für ihn nicht sicher.
Ein afghanischer hohrangiger Diplomat ist da "heikel".
Was wäre, wenn ein US-Soldat in Deutschland Asylantrag stellen wollte, weil er nicht in Afghanistan kämpfen möchte.
Möchten ja der Diplomat und der afghanische Flüchtling ja auch nicht.
Das ist halt gefährlich.

Zwei alternative Begründungen könnten natürlich sein, dass

... ein Diplomat nach vielen Jahren im Westen das karge Leben in Afghanistan nicht mehr leben möchte.
.
Ein anderer vielleicht, dass ein Diplomat als Vertreter der Regierung im eigenen Land wohl ungleich mehr gefährdet ist als ein einfacher Bürger. Aus der Gefährdung eines Diplomaten auf die Gefährdung für einen gewöhnlichen Bürger zu schließen macht wenig Sinn.

"Angst um seine Sicherheit"

Was heute als Asylgrund alles durchgeht.

Es ist das Schicksal dieser Person Afghane zu sein. Statt sich in Deutschland um Asyl zu bemühen, sollte er helfen sein Land in Ordnung zu bringen.

Polens Außenminister brachte es mit Bezug auf die Syrer auf den Punkt:
Es muss verhindert werden,
" .. dass wir unsere Soldaten in den Kampf nach Syrien schicken, während hunderttausende Syrer Unter den Linden ihren Kaffee trinken"

TomTom0606

polemik vom rechten rand, wie man sie von seiten der Afd 24/7 zu hören bekommt. und sie waren soldat und in Afghanistan? Frau von de rLeyen, ihre Bundeswehr hat eben doch ein rechtes problem!

Garden.of.Eden, 20:20

||Diplomatische Vertretungen sind Flächen des Vaterlandes||

Nein (auch wenn Unwissende das noch so oft wiederholen).
Die Liegenschaften von Botschaften und Konsulaten gehören zum Staatsgebiet des Gastgeberlandes.

@DLGPDMKR

Es ist ja wohl eher so, das sich in Syrien so viele Soldaten aus anderen Ländern herumtreiben und auf Grund dessen die Bevölkerung nicht mehr ihren ''Kaffee zu hause trinken kann''

Und hier trinken die Syrer zusammen mit 2 Millionen Polen!

Afghanistan

Die Taliban haben längst die Kontrolle wieder in Afghanistan übernommen. Eine der Bedingungen für Friedensverhandlungen ist der Rückzug der Amerikaner. Die Rückkehr zu Scharia und religiöser Intoleranz steht unmittelbar bevor. Wird man davon in der Tagesschau hören ? Ich vermisse die kritische Berichterstattung - ohne US Manipulationen hätten wir diese Probleme in Afghanistan nicht. Weder diese, noch die Flüchtlingskrise, kein zerstörtes Libyen, und auch keinen Merz, als Vorsitzender von Blackrock (Deutschland) einer Investmentgruppe welche tief im Cum-Ex Skandal steckt und der Atlantikbrücke. Glaubwürdig wie Ersatzspieler Guttenberg, der nun Jahre in den USA als Politischer Berater verbracht hat. Die Basis - dazu haben diese "Politiker" keinen Anschluss mehr. Die Politiker der Basis - werden medial ignoriert.

20:40 von Tada

>>Was wäre, wenn ein US-Soldat in Deutschland Asylantrag stellen wollte, weil er nicht in Afghanistan kämpfen möchte<<

Den Fall hatten wir während dem Irakkrieg zwei mal sogar. Deutschland und Kanada lehnten damals den Asylgesuch des US-Soldaten ab und schiebten den "Deserteur" sogar ab. So viel zum Thema Schutz für Schutzsuchenden.

Wunsch und Wirklichkeit

„Aus Kreisen deutscher Behörden heißt es, er solle angegeben haben, in Afghanistan Angst um seine Sicherheit zu haben. Die deutschen Behörden könnte der Fall in eine diplomatisch und politisch heikle Lage bringen. In den vergangenen Monaten verstärkte Bundesinnenminister Horst Seehofer seine Bemühungen, abgelehnte Asylbewerber wieder nach Afghanistan abzuschieben.“

So geht „Realpolitik“:

Immer konsequent alle Realitäten ausblenden, die nicht ins festgezurrte politische Konzept passen. Sonst müsste man es ja wieder aufdröseln (und neu Dazugelerntes „unterbringen“).

@ Pummi

"Als Diplomat seines Landes wird er die Lage besser beurteilen können, als irgendein sogenannter Experte."
Aber er kann auch einfach persönliche Gründe haben, die er hinter der Sicherheitslage versteckt. Oder er ist in politischer Opposition zu der jetzigen Regierung. Möglicherweise hat sich seine Einschätzung durch den Deutschland-Aufenthalt auch verändert. Das alles wird ja nicht benannt. Aber nicht jeder, der Asyl beantragt, ist wirklich von Verfolgung in seiner Heimat bedroht. Das zu unterscheiden ist allerdings ein Riesen-Problem. Der pauschale Hinweis, da gebe es die Taliban, scheint mir nicht hinreichend zu sein. Sonst könnte die halbe Bevölkerung Afghanistans Asyl in Deutschland beantragen.

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