Ihre Meinung zu: Geht das Pflege-Paket zu Lasten der Schwächsten?

9. November 2018 - 5:02 Uhr

Der Bundestag hat das Pflege-Paket beschlossen: Das Gesetz soll Krankenhäusern und Pflegeheimen helfen - doch das könnte ausgerechnet zu Lasten der häuslichen Pflege gehen. Von Tamara Anthony.

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Kommentare

Zu viel Fahrzeiten bei den ambulanten Diensten

In meiner Region gibt es ca 20 Pflegedienste, die alle mit ihren Autos in immer größeren Regionen unterwegs sind.
Es wäre schon eine Abhilfe, wenn Pflegekräfte sich kleiner Gebiete teilen könnten statt einen wertvollen Teil der Zeit im Auto -und bei Berufsverkehr in Staus- zu verbringen...
Das löst zwar nicht das Grundproblem, dürfte es aber entschärfen.

Dazu braucht man keine "Umfrage"

" Die Barmer Krankenkasse nennt die Ergebnisse ihrer Umfrage "besorgniserregend"."
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Das ist seit Jahren bekannt. Aber unsere Politiker, die vorgeben das Volk zu vertreten, verhalten sich so, als wissen sie das nicht.
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Da wird dann auch mal der Zoll zu einer Privatwohnung geschickt, weil Ausländer als illegale Pfleger tätig sind.
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Wir haben (fast) die allerhöchste Steuerbelastung in Europa, aber haben kein Geld für die Pflege.
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Schwächsten?

Natürlich. Jede Bankangestellte oder Autoverkäufer verdient mehr. Sehr viel mehr. Unsere Gesellschaft klagt zwar oft und viel, aber sie hat einen anderen Focus als die Mißstände abzustellen. Alte Menschen und Kinder werden immer keine Lobby haben. Da wird mehr über den Diesel und Entschädigung gesprochen, als über die Krankenschwestern. Wertet den Beruf auf. Bezahlt anständig. Auch die Hebammen. Und redet nicht ständig. Damit meine ich uns. Denn wir haben immer die Wahl...

Systemfehler

Es wird noch schlimmer, als beschrieben. Die Zahl der Demenzkranken steigt. Damit sind Angehörige vollkommen überfordert.Die Pflegeheime bekommen aufgrund einer unrealistischen Kostendeckelung nicht genug Erstattung von der Pflegeversicherung oder den Kommunen, um die extrem betreuungsintensiven Demenzkranken wirtschaftlich betreuen zu können und bauen deshalb genau dort Pflegeplätze zugunsten wirtschaftlicherer Plätze ab. Die Heime sind Wirtschaftsunternehmen. Diese Entwicklung geht voll zu Lasten der Angehörigen.

Aus meiner Sicht kann man alles auf einen Nenner bringen,

Konjunkturmotor, Konjunkturmotor, Konjunkturmotor. Viele Entscheidungen dienen dem ankurbeln der Konjunktur auf Kosten der Allgemeinheit, denn die kapitalistische (mit Absicht überspitzt) Hilfe kostet 3-5 Mal so viel wie die häusliche Hilfe. Wobei die häusliche Hilfe mit gigantischem Abstand die menschlichere Hilfe ist. Man könnte meinen alle sind zur FDP mutiert. Was mich richtig wütend macht ist, die Linke macht sich selbst unwählbar und die Grünen sind mir zu international. Die SPD hat sich mit der Agenda 2010 selbst aufgelöst. Die Agenda mag seinerzeit sinnvoll gewesen sein aber die Zeiten haben sich geändert. Ehrlich gesagt, wird es immer schwieriger auch den Protest zu wählen, denn auch bei den Protestparteien muss man zwischen Pest und Cholera wählen. Ich denke viele Wähler haben mein Problem und deshalb gibt es so starke Schwankungen.

Vollbeschäftigung

Ein Mensch, der in einem maßgeblichen Umfang auf fremde Hilfe angewiesen ist, der beansprucht 1 Menschen, der rund um die Uhr nur für ihn da ist. Und da braucht der Pflegebedürftige nicht einmal nach Pflegegrad 5 schwerstpflegebedürftig sein; es reicht schon Pflegegrad 2 aus. Das geht von der Hilfe beim Aufstehen morgens an, über das Anziehen der Kleidung, das Mahlzeiten vergeben bis zum Bettgehen. Auch nachts, wenn der Pflegebedürftige zur Toilette muss. Den ganzen Tag nur für einen Menschen da sein, ist anstrengend. Kaum hat man sich eine Ruhepause vergönnt , ist wieder etwas, was der Pflegebedürftige benötigt, und wenn es nur ein Glas Wasser ist. Das geht an die Grenzen der Belastbarkeit. So die Erzählung eines Bekannten, der eine pflegebedürftige Person zu Hause hat.

Krank

Die Angehörigen die ihre Lieben selbst pflegen müssen und ihren Alltag, neben Arbeit etc., völlig umkrempeln müssen, werden meist selber krank. Streß und das Muss, alles unter einem Hut zu bringen, zermürbt.

Pflege-Paket

Um die Eingangsfrage zu beantworten: Zu wessen Lasten denn sonst?Vermutlich die Folge,wenn sich die Politik um Dinge kümmert, wo sie keinerlei Sachverstand hat. Die Betroffenen werden vorsichtshalber gar nicht befragt....

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