Ihre Meinung zu: Was EVP-Spitzenkandidat Weber will

8. November 2018 - 15:14 Uhr

Ein Europa, in dem sich Europäer zu Hause fühlen - das wünscht sich der neue EVP-Spitzenkandidat Weber. Klare Worte richtet er auch an Nationalisten und Populisten. Einen erwähnt er jedoch nicht. Von Karin Bensch.

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Kommentare

Nee ist schon klar...

und da hat er die Rechnung ohne die Wirte gemacht. Ganz klare ansage und Abkehr, nur wen meint er mit Europäer die sich wohl fühlen mögen? Ich zähle mich schon mal nicht dazu!

Die Macht vor Augen ...

... verwandelt selbst einen Parteisoldaten der CSU zum EU-Prediger.
Und gegen Populisten wettert der CSU-Weber auch noch, wo die doch vor allem in seiner Partei stecken.
Seehofer, Söder, Scheuer, Dobrindt und Herrmann seien hier genannt.
Was für Sprücheklopfer und Heuchler - dieser Weber.

EVP-Spitzenkandidat Weber

"Ich möchte ein Europa, das die Interessen der Bürger respektiert und schützt", sagte Weber, "und ein Europa, in dem sich Europäer zuhause fühlen."
Das wollen doch viele Menschen in Europa. Aber dazu muss man bei der Europawahl nächstes Jahr nicht unbedingt die Konservativen wählen. Es reicht doch vollkommen, wenn wir die CSU schon in der Regierung in Berlin haben.

EVP

Solange sich Weber nicht von Orban distanziert, ist er für mich nicht wählbar.

Jeder Politiker ist ein

Populist, und jedem geht es ausschließlich um Macht, Einfluss und Geld.

jetzt

ist also schon die Bezeichnung ""Nationalist" negativ besetzt. Was wird als nächstes negativ besetzt werden ? "Konservativer"? Und danach "Liberaler"?
Was bitte ist für einen Politiker so verwerflich daran, hauptsächlich an das eigene Land zu denken ? Sind Politiker nicht per Eid dazu verpflichtet und werden dafür gewählt ?
Scheint bei vielen in Vergessenheit geraten zu sein.

Kurswechsel?

Zitat: "Darüber hinaus steht Weber für strengere Grenzkontrollen an den Außengrenzen der Europäischen Union. Illegale Migration müsse gestoppt werden. Das werde vielen ein Gefühl geben, in einem sicheren und geschützten Zuhause zu leben, sagte Weber."
Na das hört sich doch gut an - bedeutet dies den Kurswechsel, den so viele herbeisehnen? Neueste Statistiken zeigen, dass immer mehr Menschen in Deutschland und Europa die Problematik der illegalen Migration als Bedrohung unserer Kultur und der inneren Sicherheit sehen. Von anderen gesellschaftlichen Herausforderungen abgesehen.
Wenn dies ein Kurswechsel ist - wie ist dann in diesem Zusammenhang der Migrationspakt zu sehen?

Gute Vorsätze...

Zitat: "In seiner Rede vor der Abstimmung machte sich der Niederbayer für eine EU stark, die wieder mehr den Bürgern zuhören muss."
Das wäre zu schön, um wahr zu sein.
Diese Vorsätze sollte man in Stein meißeln und ihm in den Vorgarten einbetonieren, damit er sie nie vergisst...!

Glückwunsch an Seehofer

Obwohl die CSU nur in einem Bundesland existiert ist es dem Vorsitzenden Seehofer gelungen ein CSU Politiker als europäischen Spitzenkandidaten zu positionieren.

Das konsequente Eintreten für Rechtsstaatlichkeit und ein umfassenden Humanitätsbegriff, der auch Frauen und Kinder in den europäischen Ländern mit einschließt, haben der CSU in Europa Anerkenung und Respekt eingebracht. Die Unterstützung für Weber ist auch gegen Merkels verantwortungslosen und kurzsichtige Politik gerichtet.

Was EVP-Spitzenkandidat Weber will....

Was er will ist klar:Weiter so mit der Austerität,weiter so mit dem Binnenmarkt,weiter so mit der Euro-Zone.Und vor allem weiter so mit den deutschen Exportüberschüssen(exportierter Arbeitslosigkeit).

Und vorsorglich warnt er schon vor "Gefahren" und "Populisten".Denn ihm ist klar,was er vertritt.

Manfred Weber

Verehrte Frau Bensch, bitte BERICHT erstatten und nicht zündeln. Die ungarische Regierung steht hinter dem Absicht von Manfred Weber und der EVP, dass die illegale Einwanderung an der EU-Außengrenzen gestoppt werden muss. Die ungarischen Wähler werden Weber unterstützen und im Mai 19 viele Volksparteidelegierten nach Brüssel schicken. Populus = Volk. Ein Journalist soll berichten und nicht darüber spekulieren, was nicht gesagt worden ist. Den Kommentar schreiben dann die Leser.

Kurswechsel - dennn es ist kurz vor Zwölf

Bis zur Europawahl ist es noch ein halbes Jahr.
Tja, und dann kann man nur hoffen, das viele Menschen in Europa zur Wahl gehen und ihr Kreuz bei denen machen, die Europa tatsächlich sicherer machen und der bisher gesetzlich erlaubten Raubtierfinanzwelt einen Riegel vorschieben, damit sich Arbeit wieder lohnt und nicht nur Spekulation der Multimillionäre.

um 16:45 von Bernd Kevesligeti

"Weiter so mit der Austerität,weiter so mit dem Binnenmarkt,weiter so mit der Euro-Zone.Und vor allem weiter so mit den deutschen Exportüberschüssen(exportierter Arbeitslosigkeit)."
Ob das die Wähler auch so sehen, entscheiden sie 2019 zur Europawahl. Ich glaube eher, dass die große Mehrheit der Wähler für die EU, für die Eurozone und den Binnenmarkt ist. Und Sie können doch nächstes Jahr einen Politiker wählen, der das nicht will.

Prestige

Auch wenn jeder über Seehofer oder Söder redet. Aber der EU Kommissionspräsident ist viel wichtiger und mächtiger, als der Ministerpräsident eines Bundeslands oder der Vorsitzende einer Regionalpartei. Und ich wohne in Bayern. Einen JC Juncker kennt jeder zwischen Nordkap und Sizilien, Irlan und der Schwarzmeerküste. Währen viele von Bayern gerade mal München von der Landkarte kennen. Dieser Job wäre der wichtigste, den die CSU je hatte. Dieser Mann könnte bald über Trump und China über billionenschwere Handelsverträge reden.
Vielen ist die Bedeutung der EU noch nicht klar. Und gerade wegen Brexit, Trump und Putin nimmt diese sogar zu, und nicht ab.
Noch hat Europa keinen Präsidenten wie die USA. Auch wenn ich denke, in einer Generation wird das anders sein. Aber wenn es einen gibt, der dem am nächsten kommt, ist es der Kommissionspräsident. Von der Bedeutung würde ich ihn auf etwa den Level von Macron oder Merkel setzen, noch vor den Staatschefs von Italien, Spanien oder Polen.

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re von pkeszler

Sie haben recht,was die Bundesrepublik angeht.Aber in anderen,vor allem südeuropäischen Ländern ? Die werden vermutlich kein "weiter so" wollen.

um 19:11 von Bernd Kevesligeti

"Aber in anderen,vor allem südeuropäischen Ländern ? Die werden vermutlich kein "weiter so" wollen."
Da haben sie wieder vollkommen recht. Die Südeuropäer wollen zwar in der EU bleiben und ihre Vorteile genießen, aber Kompetenzen abgeben wollen sie nicht. Da will jeder seine eigene Kompetenz durchsetzen. Den Spruch: "Einer für alle und Alle für Einen" haben einige EU-Länder noch nicht verstanden.

Weber <---> Orban

Hat Weber sich mit Seehofer abgesprochen, unterordnet er Europäisches Interesse diesem Bayrischen Sonderweg im Umgang mit orbanistischer Politik?

Sind wir die Kellerkinder der EU?

Jede Art von Wahlwerbung ist auch irgendwo Popolismus, insofern sollte dieser Begriff nicht ausschließlich negativ besetzt werden. Außerdem fühlen sich immer weniger Europäer in der EU wohl, weil sie den Eindruck haben, das sie in den Keller verfrachtet werden, während Wirtschaft, Konzerne und Finanzlobby die Luxussuiten für sich beanspruchen.

Zacken in der Krone

Wenn Weber nicht á priori gegen Europa-feindliche Tendenzen in Ungarn Stellung bezieht, ist ihm schon ein Zacken aus der Krone gebrochen, die er noch lange nicht auf seinem Haupte trägt.

re von pkeszler

Was "Einer für alle,alle für Einen",daß soll die Richtschnur der EU sein ? Beggar the Neighbour,daß läuft in der EU,die südlichen Volkswirtschaften werden niederkonkurriert,vom Exportstarken.
Und welche "Kompetenzen" sollen sie abgeben ? Die Souveränität sich eventuell zu wehren und ihre Interessen zu vertreten.

Viele werden Weber daran

Viele werden Weber daran messen, ob er klaren Kurs gegen Orban und Co und ihre populistischen nationalistischen und oft genug fremdenfeindlichen Töne und Forderungen bzw. Weisungen fahren wird. Da bezweifle ich doch stark Kompetenz und Fähigkeiten des Niederbayern.

Herr Weber vertritt sehr

Herr Weber vertritt sehr vernünftige Positionen

Ich würde mich in einem Europa wohl fühlen

wo es wieder die D Mark gäbe und wo es nur eine Zollunion gäbe und keine Bevormundung von Brüssel

Ich stehe zum Euro

@ alex 0815:
Ich würde mich in einem Europa wohl fühlen wo es wieder die D Mark gäbe und wo es nur eine Zollunion gäbe und keine Bevormundung von Brüssel

Was bevormundet Brüssel denn? Bitte mal ein konkretes Beispiel statt Allgemeinplätze.
Ich lebe im deutsch-französisch-luxemburgischen Grenzgebiet und kann gern auf die Partikularwährungen wie die DM verzichten. Das wäre ein schildbürgerhafter Rückschritt.

@ Bernd Kevesligeti

Beggar the Neighbour,daß läuft in der EU,die südlichen Volkswirtschaften werden niederkonkurriert,vom Exportstarken.

Mit solchen leeren Allgemeinplätzen kann ich nix anfangen. Auch in Italien oder Spanien gibt es gute Elektronik-Betriebe oder gute Maschinenbauer. Dass wir in Deutschland da allerdings ein bisschen stärker aufgestellt sind, muss uns ja nicht gerade in den Reflex "Asche auf unser Haupt" treiben.

Konkurrenz ist für mich primär Ansporn, nicht Angstfaktor.

Die Frage ist doch

was haben die anderen Parteien anzubieten, welches Europa wollen denn diese Parteien.
Dann kann man wählen welches Europa der Einzelne will, dazu müssen mal ein paar andere Vorgestellt werden.
Was Weber bis jetzt gesagt hat ist mir persönlich zu wenig, das möchte ich dann gern etwas genauer wissen.
Gesagt wird nämlich von Politikern viel, meist kommt dann am Ende etwas andres heraus.
Aber die Programme zu lesen wer was will, ist kurz vor der Wahl noch reichlich Zeit.
Ich denke aber nicht das ich Herrn Weber meine Stimme geben würde, falls ich überhaupt wählen gehe.

re von deutsches Volksmaul

Es ging nicht um Konkurrenz,sondern um die Widersprüche in der EU.Und das sind Austerität und Handelsungleichgewichte,die für mehr Armut in einigen Ländern sorgen.Teile der industriellen Kapazität gingen Südeuropa innerhalb des Binnenmarktes und der Währungszone verloren.

Das kann ja spannend mit

Das kann ja spannend mit Weber werden, wenn die nächste Flüchtlingswelle kommt und alle Länder außer Deutschland eine weitere Aufnahme in höheren Zahlen ablehnen. Dann wird bestimmt wieder gepredigt: "das geht nur mit einer gesamt-europäischen Lösung."

@deutsches Volksmaul

"Was bevormundet Brüssel denn?"
Stichwort: Glyphosat, Schuldenunion, Koordination von Migranten, Gemeinsame Erklärungen von geostrategischen und politischen Ansichten obwohl nicht alle Staaten an Bord sind... Augen auf beim Eierkauf Herr Volksmaul

Kontrolle der EU-Außengrenzen

Dass sich Weber für strengere Kontrollen an den EU-Außengrenzen einsetzt, gibt Hoffnung, dass sich die EU künftig effizienter um dieses Thema kümmert. Das erwarten die Bürger an der Basis von Europa. Wenn die EU das nicht bald hinbekommt, ist der Trend zu Rechtsparteien nur allzu verständlich. Man sollte die wachsenden Wählerzahlen der rechten Parteien i n h a l t l i c h ernstnehmen, nicht sie verdammen. Das scheint Weber verstanden zu haben.

Welche Armut?

@ Bernd Kevesligeti:
Es ging nicht um Konkurrenz,sondern um die Widersprüche in der EU.Und das sind Austerität und Handelsungleichgewichte,die für mehr Armut in einigen Ländern sorgen.

Sie antworten auf meine konkreten Fragen immer mit Allgemeinplätzen. Dennoch will ich es nochmal versuchen: Was konkret sorgt für Armut in "einigen" Ländern? In welchen Ländern?

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