Ihre Meinung zu: Ukrainische Aktivistin Gandsjuk stirbt nach Säureangriff

5. November 2018 - 10:50 Uhr

Drei Monate nach einem Säure-Angriff ist die ukrainische Anti-Korruptions-Aktivistin Gandsjuk gestorben. Ein Mann hatte sie Ende Juli vor ihrem Haus mit einem Liter Schwefelsäure überschüttet und war geflüchtet.

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Kommentare

Bekannte Aktivistin?

"Eine bekannte ukrainische Anti-Korruptions-Aktivistin ist drei Monate nach einem Säureanschlag ihren Verletzungen erlegen."

Ich bin etwas verwundert, dass ich hier zum ersten Mal von dieser Frau lese. Nicht einmal der Säureangriff schien der Tagesschau eine Meldung wert zu sein, obwohl doch sonst jede Schritt eines anderen bekannten Aktivisten eine Meldung wert ist...

Echte Helden profitieren eben leieder nicht

Jeder der sich für Menschenrechte und demokratische Grundrechte und echte Demokratie (unsere westliche Sichtweise) einsetzt, hat wohl noch nie davon profitiert, eher im Gegenteil.
So auch leider für diese Aktivistin.

Leider bedarf es viele solcher Aufopferungen um etwas zu bessern.
Wir vergessen das Menschenrechte und unsere Demokratie und damit unsere im Vergleich unbeschwertes Leben sehr viele Opfer auch von Unbekannten gekostet hat.

Ich hoffe das dieses Opfer nicht umsonst war, und es etwas bewegt.

Durch und durch korrupt

Die Ukraine ist ein durch und durch von Korruption durchseuchtes Land, in dem unsere Euro-Steuergelder versickern oder versenkt werden. Kritische Journalisten und andere, die sich gegen Korruption engagieren, werden schon seit Krawtschuk's Zeiten ermordet. Es geht also schon seit fast drei Jahrzehnten so, und es hat ja nicht erst mit der Ermordung des Journalisten Vladimir Ivanov im Jahre 1995 angefangen.

Wieso verschließt die EU eigentlich die Augen davor, was da abgeht. Es sind ja inzwischen ca. 20 Journalisten und etwa die gleich Größenordnung anderer Antikorruptionsaktivisten zum Schweigen gebracht worden. Aber es scheint ja keinen zu interessieren, wo europäische Steuergelder versickern. Die EU hat ja die Millionen, die sie freizügig an die Oligarchen kanalisiert. Die stecken die Euro ein, und jedes Jahr fliegt ein Kritiker per Autobombe in die Luft, löst sich in Säure auf oder verreckt in der Dnjeper. Die Polizei verhaftet die üblichen Verdächtigen, die es nicht waren.

Ein furchtbares und heimtueckisches Verbrechen

Wie kann man einem Menschen das antun. Welches Leid und Schmerzen musste die Frau durchmachen bis zum Tod.

Unglaublich. Unglaublich auch, dass man dem Taeter bislang nicht habhaft wurde. Einen LIter Schwefelsaeure bekommt man sicherlich nicht einfach so.

Menschen wie diese Aktivistin sorgen fure Entwicklung in der Ukraine. Ich hoffe die Menschen erinnern sich spaeter daran. Mein Beileid an die Familie.

Ich bin auch verwundert, warum ich noch nie von der Frau...

... gelesen habe.
Warum?

Weil sie in der Ukraine tätig war und nicht in Russland? (Meine Vermutung.)

Die Festgenommenen sind u.a. Separatisten...

... und die Vermutung liegt nahe, dass die Ukrainische Regierung den Tod der (für sie problematischen) Aktivistin nutzt, um nun ein paar unliebsame Bürger einzusperren - leider ganz in der Tradition von Russland, wo ja auch nach dem Tod von Kremlkritikern gerne mal ein "Schuldiger" aus T gefunden und verurteilt wird...

Ich wage zu bezweifeln, dass es hier ein ernsthaftes Aufklärungsinteresse gibt - vielleicht in der Führungsriege (wobei auch Poroschenko kein Vorbild im Hinblick auf Korruption ist!), aber dieses Interesse versickert spätestens auf der lokalen Ebene...

Es wird daher wie immer laufen: Es werden ein paar Schuldige gefunden, die den Mächtigen in den Kram passen und die Sache dann abgehakt...

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