Ihre Meinung zu: Bertelsmann-Umfrage: Nostalgie hat Konjunktur

5. November 2018 - 11:02 Uhr

War die Welt früher ein besserer Ort? Ja, sagen 67 Prozent in einer Bertelsmann-Umfrage in fünf EU-Staaten. Besonders nostalgisch sind die Italiener. Auffällig: Männer trauern der Vergangenheit eher nach als Frauen.

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Kommentare

Nicht alles

war besser, aber einiges schon, und das ist auch bei jedem etwas anderes was Ihn an der heutigen Zeit oder Dingen stört.
Ich hätte da auch eine Liste was sich nicht zum positiven verändert hat, aber auch eine Liste was positiv ist.

Bin auch Nostalgiker

aber meine Nostalgie hat nichts wie auch immer geartet mit Migranten zu tun.

Ich denke Wehmütig an die Arbeitsverträge aus den frühen 90ern zurück.
Oder daran, dass Mieten maximal 20% des Einkommens ausmachten, nicht wie heute üblich bis zu 60%.
Das damals die Menschen zueinander noch in einem viel engerem Verhältnis standen und nicht Egoismus die Haupttugend war die benötigt wurde um erfolgreich zu sein.

Daran, dass Politiker noch Profil hatten und sich gestritten haben.

Aber es war nicht alles besser, ich bin auf der anderen Seite nämlich sehr froh, nicht in der Zeit aufgewachsen zu sein, in der es Gesellschaftlich zur Norm gehörte Frauen und Kinder regelmäßig zu "verwammschen".

Ich finde es auch gut dass ich als Linkshänder nicht mit mehr das Lineal zu spüren bekommen habe in der Schule, so wie mein Vater.

Alles in Allem kann man sagen, wir haben irgendwo in der Mitte der Verbesserung den Faden verloren und sind abgestürzt.

53 % sind demnach

53 % sind demnach überzeugt, dass Einwanderer den Einheimischen "Jobs wegnehmen".
.
merkwürdige Vorstellung und kaum nachvollziehbar!

dass es Auswirkungen auf meine Chancen haben soll, (Arbeitsplatz, Wohnung, egal was) wenn sich außer mir allein, noch 5 andere darauf bewerben

@Nicht alles 10:09 von wenigfahrer

"Ich hätte da auch eine Liste was sich nicht zum positiven verändert hat"

Nr.1 auf der Liste wäre dann aber der Spruch:
'Früher war alles besser'
Denn den gabs nachweislich schon bei den 'alten Griechen' tausende Jahre zuvor.

Irgendwie scheinen einige Hirnregionen
vom 'Fortschritt' vollkommen ausgenommen zu sein ;)

10:13 von Deeskalator

"Bin auch Nostalgiker"
.
als ich als Lehrling zur Firma ging, hing an jedem Betrieb ein Schild, wir stellen ein Dreher, Fräser, Werkzeugmacher...
das prägt natürlich, wenn man heute hört, finde keine Arbeit ...

Wohnungspreise
nicht in den 90ern - früher, da gab es viele Wohnungen ohne Bad (im Keller/Waschküche) das Klo im Treppenhaus und ich hatte ein Zimmer 8 qm mit meinem Bruder zusammen
ist das heute auch der Standard ?

mein 1. Flug nach Südamerika 80er kostete 1.995 DM, ein halbes Vermögen damals

aber schon damals gab es Leute die schwärmten in der Nostalgie ....

wieder ein politischer rundumschlag..

"frueher war vieles besser, und ganz besonders die zukunft" hoerte ich mal einen sagen.

lasst uns den verklaerenden blick in die vergangenheit, und ordnet nicht auch den noch in eine rechts-links-problematik ein.

ich kann einfach nicht ertragen, dass mein nostalgischer blick auf das 20. jahrhundert, in dem ich meine jugend verbrachte, und aus dem ich meine haupterinnerungen schoepfe, mich nun heut zu tage zu einem potentiellen afd waehler machen sollte.

in diesem sinne: lasst uns unsere nostalgie, und darin besonders die "ostalgie".

10:15 von Sisyphos3

Meinen Job nimmt mir niemand weg. Allerdings im Niedriglohnsektor,kenne ich Betriebe die Einwanderer bei Mindestlohn einstellen,in Bereiche die vorher wesentlich besser entlohnt wurden.

Für alle Nostalgiker empfehle ich die Serie

"Früher war alles schlechter" im SPIEGEL.
Diese ist inzwischen auch als Buch erschienen.

Es mag manchem die Augen öffnen, denn im Vergleich zu früher ist sehr vieles viel besser geworden.

@Deeskalator, 10.13h

Ich möchte einige Ihrer Punkte herausgreifen.
Mein Klassenlehrer hat 1948 unseren Linkshänder radikal mit dem Haselnussstock zum "richtigen" Schreiben umerzogen.
Das sehe ich immer noch nicht ein.

Zum Thema Migranten sehe ich eine gravierende Verschlechterung erst in den letzten Jahren.

Was mich und meine Frau (82 + 76 Jahre) am meisten stört, ist der gnadenlose Egoismus.
Dieser Ellenbogengesellschaft sind wir früher nicht begegnet.

Da gab es noch Hilfsbereitschaft, auch mal eine Entschuldigung.

Heute hat jeder nur noch recht.

Von daher gesehen, fand ich früher gerade den Umgang miteinander besser.

Welch ein wunder, dass man

Welch ein wunder, dass man nostalgisch auf die Vergangenheit zurückblickt. Damals war man selber ja noch jünger, hatte die Zukunft mit allen dazugehörigen Plänen und dem Optimismus vor sich. Man wird älter und mit der Zeit kann man vielleicht nicht mehr so wie früher, man verliert ältere Familienangehörige und man wird sich seiner eigenen Vergänglichkeit bewusst. Da braucht man schon keine schlechte politische oder wirtschaftliche Lage für Nostalgie.

Stimmt, früher einiges deutlich billiger, anderes dafür aber deutlich teurer. Ich glaube einfach nicht, dass sich der Wohlstand in der Gesellschaft verringert hat. Den Armen heute geht es materiell besser als den Armen in den 80ern. Aber der Wohlstand der Reichen hat sich überproportional gesteigert, so dass einem das eigene "weniger" noch mehr auffällt.

10:28 von artist22

„Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein ungepflegtes Aussehen,
sinnt auf Umsturz, zeigt keine Lernbereitschaft und ist ablehnend gegen übernommene Werte“
( 3000 v. Chr., Tontafel der Sumerer)
Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos.
Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe“
(Keilschrifttext, Chaldäa, um 2000 v. Chr.)
und was aktuelleres - handfestes
knapp 50 % aller Lehrlinge zeigen mangelhafte oder stark defizitäre Leistungen in der Mathematik“ (DIHK, 1965)
„Fehlende Disziplin, mangelnde Leistungsbereitschaft, geringe Belastbarkeit – die Azubis machen unseren Unternehmen Sorgen“ (DIHK-Chef Hans Heinrich Driftmann 2011)

Ja, früher war manches besser....

....nicht zuletzt weil es damals die so genannten "sozialen Medien" noch nicht gab. Manche können es sich nicht vorstellen, aber man hat auch ohne Smartphone, Facebook, Twitter usw. überlebt und das sogar nicht mal schlecht.

Und was die Aussagen zu Migranten und deren Integrations(un)willen angeht: Ein Funken Wahrheit steckt schon dahinter, nur gibt es leider bestimmte politische Lager die das nicht sehen (wollen).

Negatives wird stärker wahrgenommen als Positives.

Es dürfte psychologisch bedingt sein, dass Menschen negative Veränderungen eher wahrnehmen als positive. Die Erinnerung wird also von negativ empfundenen Veränderungen geprägt und folglich umso stärker verzerrt, je dieser Verschlechterungen eine Person erlebt hat.

Was wir Menschen bräuchten, wäre eine Anleitung zum Glücklichsein. Aber das ist in unserer Leistungs- und Konsumgesellschaft kaum möglich.

Nostalgie

Früher war nichts besser, aber anders!
Nostalgiker verklären die Vergangenheit und können deshalb die Gegenwart nicht sehen.
Wer ganz im Hier und Jetzt lebt, erkennt auch seine Chancen und gibt nicht immer den Anderen die Schuld an seiner Misere.

Nostalgie hat Konjunktur

"die Polen mit 59 Prozent hingegen deutlich weniger" nostalgisch.
Das ist aber ein sehr hoher Wert. Für mich etwas unverständlich wenn ich bedenke, was die Polen alles ertragen mussten.

@10:15 von Sisyphos3: Migranten nehmen die Jobs weg

"53 % sind demnach überzeugt, dass Einwanderer den Einheimischen "Jobs wegnehmen"."

In den USA gab/gibt es die gleichen Befürchtungen.

Dazu sagte C.K. Louis (US-Stand-UP-Comedian und Schauspieler):

"Sicherlich nehmen uns die Einwanderer die Jobs weg!

Aber wenn jemand ohne Kontakte, ohne Geld, der unsere Sprache nicht spricht, Dir Deinen Job wegnimmt, kann es dann nicht vielleicht daran liegen, dass Du nicht gut bist?"

Das Originalzitat ist im Englischen etwas deutlicher, ich habe die deutsche Übersetzung entschärft.

Hatte schon immer gernerationsübergreifend Konjunktur.

Wetten ? Schließlich war bei meiner Oma meiner Mutter u. selbst mir früher alles besser .Da weiß ich wenigstens was ich bekomme in der Zukunft nicht Effekt?!Und alles unbekannte oder was ich noch nicht kenne kann Angst auslösen?

Die Leute, die den Aufschwung der 50er miterlebt haben

Die Leute, die im Westen den Aufschwung der 50er miterlebt haben, können mit Fug und Recht behaupten, bessere Zeiten gesehen zu haben: Vollbeschäftigung und Optimismus bis hin zur Euphorie. Alles wird besser, schöner und jeder kann es sich leisten. Frauen haben da in der Tat rückblickend weniger zu lachen, denn Haushalt und Kinder blieben an ihnen hängen, für sie selbst allenfalls ein Taschengeld, und nur gesamtfamiliär war da eine goldene Perspektive zu erkennen. Nur, das ist lange vorbei, seit den frühen 70ern kriselt es im Schnitt alle 7 Jahre, und die Krisen werden schlimmer. Früher hat man vielleicht seinen Job verloren, kein Beinbruch, heute knickt die Karriere ab und man landet auf unterster Ebene, mancherorts so gut wie ungefedert. Da mag die Industrie so sehr nach Fachkräften schreien, wie sie kann, eine zweite Chance gibt es für die Gefallenen nicht mehr.

Leider gibt es kein "Best of both".

Jede Zeit hat(te) ihre positiven und negativen Seiten.
Etliche Probleme machen das Leben auf der Erde zusehends schwieriger:
CO2-Ausstoss und Klimaerwärmung, Plastikmüll, Atommüll, Bevölkerungswachstum, Ressourcenausbeutung, Massentourismus, negative Auswirkungen des Informationszeitalters wie z.B. Cyberkriminalität und Identitätsdiebstahl, etc.
Demgegenüber stehen Errungenschaften bei der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau als auch der technische Fortschritt mit all seinen Annehmlichkeiten.
Zukünftig ist die Menschheit gut beraten, eine Technolgiefolgeabschätzung zu machen und vielleicht auch mal eine Technologieentwicklung auszulassen, ich nenne hier nur mal als Schlagwort "Artificial Intelligence". Realistisch gesehen ist das aber schon nicht mehr aufzuhalten. Nostalgie nutzt nichts, es gibt nur den Weg voraus.

Es war einmal die kleine Kneipe in unserer Straße

Man traf sich zum Schoppen nach dem Feierabend hatte Stammtische und sah
auch gemeinsam Fußballspiele im TV

Heute sitzen noch einige wenige, man spricht nicht mehr
und zeigt sich nur noch gegenseitig Twitter & Fratzebook Postings

Fußball da für den Wirt unbezahlbar kommt
auch nicht mehr.

Immer mehr Wirte machen langsam das Licht endgültig aus
und die deutsche Kultur schafft sich ab.

10:44 von DerVaihinger

fand ich früher gerade den Umgang miteinander besser
.
besser - anders !
da ist man in der Lüsse oder im Steinengarten als Jugendlicher rumgetobt,
hat Äpfel Kirschen geklaut
wurde man erwischt gab es ne Tracht Prügel, das mach mal heute (da zeigt man die an)
Ellbogengesellschaft - Leben und leben lassen
andererseits gab es da für alles und jeden finanzielle Unterstützung ? da sagte keiner ich habe einen "Rechtsanspruch"

und zu ihrem Thema "Migranten" auch damals hat man sich über die 2 ... 4 % Migranten (- Hintergrund) erregt, das tut mancher heute bei den zwischenzeitlich > 40 % auch

für mich war es auch besser

ich war jünger und noch schöner

Früher war nicht alles Besser für mich

Wenn ich nur an meinen Arbeitsweg als Lehrling denke. 20Km mit dem Fahrrad ,wohlgemerkt eine Strecke. Ein Bus fuhr nur Morgens um 8 Uhr und Abend um 18 Uhr.Heute fährt diese Strecke alle halbe Stunde ein Bus. Und auch das knappe Angebot an Nachrichten im 1. u. alleinigen Schwarz/Weiß Fernsehen, 3 Mal in der Woche um 20 Uhr. Nein ich möchte nicht zurück in diese Zeit.

Müßige Diskussion.

Wer meint, dass früher Alles besser war, soll sich anstrengen, dass es besser wird.
Gestern war gestern,
Ich brauch den alten Kaiser Wilhelm mit dem Bart nicht mehr.
Schon in den 70igern meinten die Alten dass früher Alles besser war.
"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte..."
Sokrates.

10:55 von GeMe

Aber wenn jemand ohne Kontakte, ohne Geld, der unsere Sprache nicht spricht, Dir Deinen Job wegnimmt, kann es dann nicht vielleicht daran liegen, dass Du nicht gut bist?"
.
natürlich nicht ! da gebe ich ihnen uneingeschränkt recht
nur ist es verwerflich, wenn ich versuche mich gegen Konkurrenz zu wehren ?

Schönes Bild mit dem Fernseher

Was für eine Sendung läuft da. Sieht aus wie ein 50er-Jahre-Logo von Microsoft Windows. Insofern: War doch nicht alles besser, denn das ist früher dauernd abgestürzt. Meinem Freund hat Word z.B. die Diplomarbeit zwei Wochen vor Abgabe "gefressen".

Früher wurden auf dem Lande

frühestens um 20 Uhr die Grundstücke verriegelt. Tagsüber war Alles für jeden Nachbarn offen. Ohne den Fernseher war auch eine andere Geselligkeit vorhanden, es gibt heute auch kaum noch urige Kneipen.

...

wieso wird da schon wieder ein politisches thema draus?
Die meisten Nostalgiker trauern der Musik, Filmen, Mode usw. nach. niemand wünscht sich Vietnam oder den Kalten Krieg zurück. Filmemacher und musik lables haben das erkannt deswegen gibt es jetzt sequels, Remake und covers. Errinern wir uns, die Flüchtlings Kriese ist keine 4 jahre her, ich besitzte ein Auto das älter ist aber niemand nennt mich deswegen Nostalgiker. 4 Jahre sind wirklich keine Nostalgie zeiten an die man nich zurück erinnert. Das Thema Nostalgie politisch zu betrachten, währe so als würden menschen die den 80ern hinterhertrauern unterstellt werden sie hätten etwas gegen die Ehmaligen DDR Bürger...

Man kennt es...

"Überdies sind die menschlichen Begierden unersättlich, da die Natur uns alles begehren läßt, das Schicksal aber nur wenig zu erreichen erlaubt. Dadurch entsteht im Menschenherzen ewige Unzufriedenheit und Überdruß an allem, was man besitzt. So tadeln wir die Gegenwart, loben die Vergangenheit und wünschen die Zukunft herbei, ohne einen vernünftigen Grund" wusste schon Niccolo Machiavelli im 16. Jahrhundert über Nostalgie zu sagen.

Einfacher - aber irgendwie auch nicht

„Früher“ waren viele Sachen schwerer. Das förderte allerdings das menschliche Beisammensein.

Heute sind viele Sachen leichter und einfacher - was aber haben wir daraus gemacht?
Hektik, Leistungsdruck, Stress, Egotrips, Burnout! und eine soziale überfremdung.

Wieso ist es so gekommen?
Kapitalismus...

Wer heute der Vergangenheit

Wer heute der Vergangenheit nachtrauert würde sich wundern, wie sein Leben dann tatsächlich verliefe.

Nostalgie hat Konjunktur

Aus meiner Sicht ist dieser Artikel populistisch und von Vorurteilen durchsetzt. Was spricht dagegen, mit Hilfe bisheriger Erfahrungen und Erlebnisse die Gegenwart besser zu verstehen? Weder sehe ich hier die Zwangsläufigkeit, dem rechten Gedankengut zu verfallen, noch gegen Menschen anderer Herkunft zu hetzen.

Hier hat die Bertelsmannstiftung wieder ganze Arbeit geleistet und ihr gehöriges Teil zur Stimmungsmache beigetragen. Wie schön, dass die Tagesschau diesem Beitrag einen so großen Raum gewährt.

"Wenn Parteien Ängste und

"Wenn Parteien Ängste und Unsicherheiten für ihre Wahlerfolge ausnutzen, um eine nie dagewesene goldene Vergangenheit zu beschwören, ist das fahrlässig", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann-Stiftung, Aart De Geus.
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Wenn Parteien darauf reagieren, was die Menschen denken und fühlen, ist das laut Bertelsmann-Stiftung fatal und fahrlässig. Eine gewagte These.
.
Ich darf dann mal eine Antithese aufstellen: Wenn Parteien sich darüber hinwegsetzen, dass die Menschen viele der Veränderungen der letzten Jahre und Jahrzehnte als besorgniserregend einstufen und sich eher unwohl fühlen, dann ist das der Stoff, aus dem die aktuellen Wahlergebnisse gestrickt sind.

Nostalgie als solche ist

Nostalgie als solche ist nichts schlimmes. Problematisch wird es nur, wenn sie als Handlungsanleitung für Gegenwart und Zukunft benutzt wird. Übrigens: ich bin 60, männlich, und finde definitiv nicht, dass früher alles besser war. Nur an manche Details denke ich mit Wehmut zurück - aber die haben auch nur in der Vergangenheit funktioniert.

Das meiste ist besser geworden.

Es gibt heute viel mehr Freiheiten, wie man sein Leben gestalten kann als früher. Dafür sind diese Freiheiten heute aber durch soziale und staatliche Zwänge mehr in Gefahr als früher.

@Sisyphos3

"dass es Auswirkungen auf meine Chancen haben soll, (Arbeitsplatz, Wohnung, egal was) wenn sich außer mir allein, noch 5 andere darauf bewerben" Am 05. November 2018 um 10:15 von Sisyphos3

Sie Optimist, Sie!

Nur 5?

Als meine Schwester in Hamburg Wohnung suchte, da stand sie vor jeder Wohnung in der Schlange, wie das letzte mal im sozialistischen Polen, als es endlich wieder eine Klopapierlieferung gegeben hatte.
Aber beim Klopapier brauchte sie wenigstens keinen Einkommensnachweis mitzubringen.

Bewerbungen können doch gar nicht alle durchgelesen werden.

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Schön war die Zeit...

Nostalgie ist auch nicht mehr das, was sie mal war!

Früher war alles besser, sogar die Zeit

Scherz beiseite.
Enttäuschend ist eher die Gegenwart, wenn man die Zukunftsphantasien der 60er und 70er als Maßstab nimmt.
Dabei meine ich noch nicht mal die technologische Entwicklung sondern die Entwicklung des Menschen.
Wir sind immer die "haarlosen Affen mit thermonuklearen Waffen", die damals prognostizierte ethische und moralische Weiterentwicklung des Menschen scheint zum Stillstand gekommen bzw. sogar auf dem Weg zurück zu sein.

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