Ihre Meinung zu: Merz - Angst- oder Wunschgegner der Linkspartei?

1. November 2018 - 20:40 Uhr

Finanzlobbyist Friedrich Merz will sich als CDU-Chef sozialpolitisch engagieren. Die Linkspartei kann schwer glauben, dass er sein Wort hält. Dennoch könnte man mit ihm leben. Von Franka Welz.

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Kommentare

Eine Frage

Wen interessiert was die Linkspartei will oder nicht?

Die CDU wird versuchen nach Merkels Abgang wieder in ihre alte Ecke zu kommen. Der Linksdrift unter Merkel hat der CDU nämlich genügend Stimmen gekostet. So lange Merkel aber Kanzlerin ist werden die Verluste steigen

Weder noch

Ich glaube, das Merz weder Angst- noch Wunschgegener der Linken ist, da diese die Regierung aus der Opposition heraus vor sich hertreibt, unabhängig davon, wer Parteivorsitzender ist. Sollte allerdings Merz diesen Posten übernehmen, ist eine drastische Verschlechterung der sozialen Schieflage in Deutschland zu befürchten, und das könnte den Linken Stimmen bringen. Aber die Linke wird ohnehin durch die Bewegung "Aufstehen" in Deutschland immer stärker werden, und das ist sehr gut so.

F. Merz als Kandidat für den CDU Vorsitz,

da wird der Bock zum Gärtner gemacht! Haben ex-cum und cum-cum noch nicht gereicht? Wollten die Parteien nicht zur "Sacharbeit" zurückkehren? Und nun wird ein Kandidat präsentiert, der wieder wie ein Spaltpilz wirkt! Um Himmels willen, was ist hier nur los?!

19:53 von FreidenkenderGeist

der aussage möchte ich mich vollumfänglich anschliessen. ich kann das nur nicht in so schöne worte kleiden!

Merz - völlig unglaubwürdig.

Da hat die Linke schon recht. Wer zum Millionär wird, weil er mithilft, dass z.b. die Mieten steigen, kann kaum als "sozialpolitisch engagiert" durchgehen.

Aber: Wenn Merz es trotzdem schafft, die Mainstreammedien hinter sich zu bringen und seinen Beziehungen entsprechend Mittel anzuwerben, wird sich die Linke sogar schwerer tun.

Woher will sie - im Wesentlichen ohne Parteispenden oder Sponsoring - vergleichbare Kampagnen fahren wie die Konservativen oder Liberalen?

Das ist doch nicht die Frage,

Das ist doch nicht die Frage, mit wem die Linkspartei leben kann. Im unwahrscheinlichen Fall, dass der Ober-Neoliberale die CDU gleichsam übernimmt - wie das geht, kennt man ja aus der Wirtschaft -, muss sie sich mit ihm abfinden, wie alle anderen Parteien auch.

Merz

Gregor Gysi hat einmal formuliert, dass es die historische Verantwortung wertkonservativer Parteien sei, die Interessen Wertkonservativer zu vertreten. Eine CDU, der man nachsagt, dass sie unter A. Merkel weit nach links gerückt ist (ich sehe es anders), hat rechts viele Räume gelassen, die die rechtsradikalen Parteien/Bewegungen zu besetzen versuchen - zum Schaden der bürgerlichen Demokratie und unserer Verfassungsordnung. Wenn die CDU unter Merz sich wieder mehr auf ihre "historische Mission" besinnt, dann wird auch wieder mehr Platz zum Atmen für die SPD und andere Mittelinksorganisationen einschließlich der Linken. Merz als Mitglied der Hochfinanzwelt passt gut in die Reihe der Millionäre im Amt, ob Macron oder Trump. Die kapitalistische Klasse überlässt die Verwaltung ihres Systems offensichtlich nicht mehr so gerne Dahergelaufenen wie Schröder oder Wulf. Ob das für den gemeinen Bürger besser ist? Die Spaltung der Gesellschaft vertieft sich beidseits des Atlantiks.

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