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Wird denn in den Zeiten von

Wird denn in den Zeiten von „metoo“ und wahrscheinlich auch mehr werdenden muslimischen Obdachlosen die Hilfe auch nach Männern und Frauen getrennt vorgenommen?

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Als ich in München war....

Als ich 2007 für einige Monate in München war, gab es schon diese Container-Siedlungen für Studenten....
Die Situation scheint sich nochmal drastisch verschärft zu haben, denn jetzt sind es eher Zelte.
Vom Zelt morgens in die Vorlesung - so wird mit der Zukunft des Landes umgegangen.
Ich glaube langsam aber endgültig, dass diese Situation politisch gewollt oder zumindest neutral beabsichtigt ist.

Welche Partei, von der eigentlich erwartet wird, solche Situationen zu entschärfen, ist nochmal von ehem. 40+% in die Nähe einstelliger Ergebnisse bei den letzten Wahlen gestürzt.....??

@ 17:47 nie wieder spd

Der Kälteschutz und die Arbeit mit wohnungslosen Menschen ist in den meisten Städten und Kommunen längst gender-sensibel - dazu brauchen Sie nicht mit einem einerseits ahnungslosen und andererseits merkwürdigen Unterton nach "metoo" und muslimischen Wohnungslosen zu fragen; Sie könnten sich zum Beispiel dort, wo Sie wohnen, erkundigen und engagieren.

Den Menschen wäre extrem

Den Menschen wäre extrem geholfen, wenn gesetzlich verankert wäre, dass sie an öffentlichen gewärmten Plätzen verweilen dürfen.

Denn es ist gängige Praxis, dass sie aus Passagen, Bahnhöfen etc. vertrieben werden.

Die Aaozialität kennt keine Grenzen.

Welche unter Merz noch offensiver ausufern wird.

München stellt ab heute mind.

München stellt ab heute mind. 850 Plätze zur Verfügung und hat den sog. Kälteschutz seit Jahren mit 4 verschiedenen Beratungs- und Anlaufstellen vernetzt, die übrigens nicht nur für Männer, Frauen und Paare, sondern auch für Familien mit Kindern und für Schwangere zielgruppenspezifisch arbeiten.

Nothilfe auf Sparflamme

//Auch Hamburg startete mit 900 Übernachtungsplätzen für die etwa 2000 Obdachlose sein Winternotprogramm.//

Die Betonung liegt auf Übernachtung. Zumindest im Stadtteil Niendorf müssen die ehemaligen Flüchtlingsunterkünfte, die nun so gütig von den Obdachlosen genutzt werden dürfen, morgens um 9:00 Uhr wieder verlassen werden.
(Das gilt vermutlich auch für andere Stadteile von Hamburg.)

Warum???

@ 18:46 WirSindLegion

Wenn Ihr Kommentar als Hinweis verstanden wird, dass die Wohnungspolitik dringend reguliert gehört im Sinne von Mieter*innenschutz, Mietpreisbremse, Minimierung von Spekulationsprojekten mit Wohnraum etc., dann gebe ich Ihnen recht. die Situation in München scheinen Sie nicht mehr recht zu kennen: Da sind die Stadtrat-SPD, das Sozialreferat, Bürgermeister, Rathaus und Träger der freien Wohlfahrt in einem funktionierenden Bündnis, was den Kälteschutz und die Wohnungslosen-Arbeit angeht. Aber natürlich kann eine Stadtregierung allein nicht die Verschärfung der arm-reich-Schere eindämmen.

Es ist schon eine Schande,

Es ist schon eine Schande, dass Menschen in Deutschland unter Brücken schlafen müssen.
Zumindest die, die nicht freiwillig dort sind, müssten Zugang zu Räumen mit einem Bett und Duschen haben. Aber ich kenne aus meiner beruflichen Erfahrung auch viele Obdachlose, die keinerlei Hilfe haben wollen, weil das gegen ihre Ehre geht. Die schlafen draußen, obwohl sie andere Möglichkeiten hätten.

Darf man hier fragen, welche

Darf man hier fragen, welche der beiden GroKo Parteien für diesen Zustand verantwortlich ist ?

"Uns geht es gut" Frau Merkel?

Wie ist es möglich, das es in einem Land, in dem wir nach Meinung der Noch-Kanzlerin "gut und gerne Leben" die Zahl der Obdachlosen stetig ansteigt? Angela Merkel reist so gerne durch die Welt, um sich um die dortigen Probleme zu kümmern, aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Elend doch so nahe ist? Ich schäme mich für unsere Regierung, die solche haltlosen Zustände in einem derartig reichen Land zulässt.

@18:46 von WirSindLegion

"Ich glaube langsam aber endgültig, dass diese Situation politisch gewollt oder zumindest neutral beabsichtigt ist."

Davon muss man einem reichen Land wohl ausgehen. Jetzt warte ich nur noch auf Kommentare, die uns erklären, dass die Obdachlosen selbst an ihrer Situation schuld sind und viele von denen gar nicht 'wohnen' wollen. (Und natürlich kommen solche Behauptungen auch von Usern, die sich hier im Forum gern als 'Gutmenschen' gerieren.)
Ja, das gibt es auch. Es handelt sich in der Regel um psychisch Kranke, die eine besondere Betreuung brauchen würden. Kostet aber Geld bzw. würde Geld kosten, wenn man die WÜRDE des Menschen ernst nehmen würde.

19:11 von Thomas Wohlzufrieden

"" Wie ist es möglich, das es in einem Land, in dem wir nach Meinung der Noch-Kanzlerin "gut und gerne Leben" die Zahl der Obdachlosen stetig ansteigt? Angela Merkel reist so gerne durch die Welt, um sich um die dortigen Probleme zu kümmern, aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Elend doch so nahe ist? ""
#
Dem Kommentar darf ich mich anschließen.

Die Politik das Ergebnis der Gesellschaft

Bei solchen Themen: Obdachlosigkeit, Armut, Hartz4 etc etc - dürfen Politiker, die gewählt werden wollen, gar nichts gegen die Missstände machen.

Deutschland ist eine Neid- und Missgunstgesellschaft.

So lange es Leute gibt, denen es schlechter geht, geht es "Deutschland eben gut".

Man schaue sich an, wie sehr die Wähler wanderten - wegen armer Menschen, die Kinderarmut, Ausbeutung, Perspektivlosigkeit und eben auch Krieg und Gewalt nicht mehr ertragen konnten.

Wie sehr in diesem Land die Haltung "wir haben ein Anspruch auf unseren Wohlstand" und "die müssen sich halt mehr anstrengen" die politische Landschaft beeinflusst hat, zeigt: für Arme spendet man gerne - aber wirklich etwas tun - nenene - sonst gehen die doch gerne auf die Strasse.

Glauben Sie nicht? Gehen Sie in die Innenstadt. Egal wo. Sehen Sie sich an, wie selbstverständlich man inzwischen damit lebt, dass Menschen, die den Wohlstand dieses Landes erarbeitet haben, nach Pfandflaschen im Müll fischen!

Zu wenig, wie immer

Obdachlose stehen in der Hierarchie und im Ansehen ganz unten. Die werden gerne stigmatisiert und ausgegrenzt, auch von den sonst so Guten. Wer kümmert sich denn um den Nächsten, wenn so viel mehr Prestige drin liegt, sich um den Fernsten zu kümmern? Welche ehrenamtlichen Tätigkeiten wurden denn die letzten Jahre in Weihnachtsansprachen und -predigten besonders erwähnt? Das ist traurig, aber wahr. Ich arbeite ehrenamtlich in der Wohnungslosenhilfe- fast unmöglich, neue Ehrenamtler zu finden und das setzt sich dann bei den Spendengeldern fort

"Freien Trägern zufolge zieht

"Freien Trägern zufolge zieht sich die Wohnungsnot quer durch die Gesellschaft. Darunter seien auch viele junge Menschen und Frauen."

Freien Trägern zufolge... Liebe Mitarbeiter der Tagesschau,
kennen Sie Ihre Stadt nicht? Ich bin zwar nur Privatperson, kann aber gerne aushelfen, wenn Sie wissen wollen, wo sich regelmäßig Obdachlose aufhalten. Ein Tipp vorweg:
Besuchen Sie mal die Einkaufsstraßen im Stadtteil Altona oder ein paar S-Bahnhöfe.

@Thomas Wohlzufrieden 19:11

Und was machen Sie persönlich gegen diese Zustände?
Ich nehme mal an, Sie sind zu sehr mit Sich-schämen beschäftigt.

@19:05 von andererseits: Mietmarkt ist außer Kontrolle

Ja, ich würde diese unverschämten Preisniveaus gesetzlich kappen. 20 € pro Qm² - mehr ist verboten und führt bei Verstoß zu drastischen Geldstrafen.

Hier kann man den "Markt" eben nicht mehr machen lassen war er will !

Sonst haben wir bald wie in den USA, die Obdachlosen (mit Arbeitsplatz! - also "Working Poor") überall rumliegen.... Millionen.

@ 19:29 Anna-Elisabeth

Mit allem Respekt: Ihr Blick in die Einkaufsstraßen und Bahnhofsgebäude ersetzt nicht die Expertise der freien Wohlfahrtsverbände: Die sehen nämlich auch Wohnungslose, die Sie nicht sehen; und die kennen deren Geschichten, und die haben den Finger am Puls der Zeit, wie sich die Wohnungslosigkeit verändert und welche spezifischen operativen Hilfen und politischen Weichenstellung es bräuchte.

@19:26 von deutlich

"Wer kümmert sich denn um den Nächsten, wenn so viel mehr Prestige drin liegt, sich um den Fernsten zu kümmern?"

Eine berechtigte Frage. Viele bekommen nicht einmal mit, wenn der eigene Nachbar Hilfe nötig hätte. Es reicht ja, wenn man ein perfektes Weltbild hat.

@ 19:20 schiebaer45 & 19:11 Thomas Wohlzufrieden

Nun bin ich ja wahrlich nicht als Merkel-Verteidiger oder -Anhänger bekannt, aber Ihre Kommentare gehen dann doch zu weit: Merkel-Bashing erklärt nichts und bringt nichts weiter. Wenn Ihnen zu wenig geschieht in der politischen Arbeit für Wohnungslose und andere Menschen im sozialen Abseits, dann engagieren Sie sich für Parteien, die das deutlich ändern wollen, und unterstützen Sie die Verbände, die sich dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe annehmen.

@19:30 von European Son

@Thomas Wohlzufrieden 19:11

"Und was machen Sie persönlich gegen diese Zustände?
Ich nehme mal an, Sie sind zu sehr mit Sich-schämen beschäftigt."

Eine durch nichts begründete, miese Unterstellung.

@Anna-Elisabeth, 19:16

Jetzt warte ich nur noch auf Kommentare, die uns erklären, dass die Obdachlosen selbst an ihrer Situation schuld sind und viele von denen gar nicht 'wohnen' wollen. (Und natürlich kommen solche Behauptungen auch von Usern, die sich hier im Forum gern als 'Gutmenschen' gerieren.)

Hier "geriert" sich niemand als Gutmensch, sondern man wird als solcher beschimpft, wenn man Menschlichkeit einfordert. Bin davon selbst betroffen, und deshalb ärgert mich Ihr Kommentar persönlich.
Kein "Gutmensch" wird behaupten, dass die Obdachlosen an ihrer Situation selbst schuld seien. Im Gegenteil, die sprechen die wahren Gründe an. Dass es andererseits Wohnsitzlose gibt, die ihre Situation nicht verändern wollen, ist ein Fakt. Aber auch das stelle ich nicht fest mit einem herablassenden Blick auf die blöden Obdachlosen. Hier wird leider oft eine Art von Hilfe angeboten, die von vielen Betroffenen gar nicht angenommen werden kann, wenn sie ihre Würde nicht verlieren wollen.

2018 und immer noch...

...Wohnungslose arme Menschen auf deutschen Straßen.
---

Als Kind (ca. 4J. alt) ging ich einkaufen und auf dem Rückweg gab mir meine Mutter Geld, welches ich einen Obdachlosen in die Mütze werfen sollte.

Das war 1972.
Und heute immer noch haben wir es nicht geschafft in unserer Gesellschaft Armut abzuschaffen.

Und was noch viel schlimmer ist, es werden immer mehr.
Selbst ich bin gefährdet.
Es kann durchaus vorkommen, daß ich mich eines Tages auf der Straße wiederfinde.

Es ist beschämend in einer solchen Gesellschaft leben zu müssen.
Leider kann ich persönlich nichts daran ändern,
außer hier meinen Zorn und Unmut zu äußern.

Jetzt muss man sich wirklich für Deutschland schämen

Kältehilfe - statt bezahlte Arbeit, die ein vom Lohn selbstbestimmtes Leben zuläßt.
Ist das also die "Christliche Wertegemeinschaft" des Westens von der die evangelische Pfarrerstochter und Kanzlerin Merkel sprach?
Es ist schon irgendwie pervers, wenn man zunächst durch eine Politik für die Vermögenden, millionen Arme erzeugt, die man auch noch aus den Wohnungen wirft, um sie dann "christlich mildtätig" zu versorgen - auch ja, nur Nachts einen Schlafplatz, ansonsten heißt es: "Raus mit euch, auf die Straße der Hoffnungslosigkeit".
Es ist zutiefst beschämend!
Man muss sich schämen Deutscher zu sein, denn wir haben wieder einmal Parteien gewählt, die wieder einmal alles andere als das Wohl des Volkes im Blick haben!
Wer Lebensraum im Reich der Börse und Steueroasen schafft - schafft Armut!
Aber- "Deutschland geht es gut!"
Ja, geht's euch noch gut!!!!??

@ 19:16 Anna-Elisabeth

Sie meinen, es handelt sich bei den Wohungslosen "in der Regel um psychisch Kranke" - Wie kommen Sie darauf? Es gibt eine Wirklichkeit, die vielen gar nicht gefällt, weil sie gleich wieder die üblichen politischen bis hin zu fremdenfeindlichen Reflexe bedient: Unter den Menschen, die Kälteschutz brauchen, sind hier in München viele Menschen aus osteuropäischen Ländern (Rumänien, Bulgarien, Ungarn...), die mit falschen Versprechungen oder aus übergroßer Verzweiflung und Perspektivlosigkeit hierher gekommen sind. Und die Träger der freien Wohlfahrt sorgen sich darum, dass sie zumindest das notwendigste - wie Wärme und ein Dach über dem Kopf - haben und durch versch. Beratungsstellen in ihrer Perspektivsuche begleitet werden. Dass man in Situationen von Wohnungslosigkeit psychisch krank werden kann und dass bei einem bestimmten Prozentsatz die psychische Erkrankung auch in die Wohnungslosigkeit führte, stimmt - aber eben nicht "meist".

@19:09 von berelsbutze - Ehre?

Ich glube mit Ehre, selbst wenn Ihnen das einer der betroffenden so gesagt haben sollte, hat das nicht viel zu tun.
---
Man muß sich doch nur einmal vor Augen führen, welche Unterkünfte diese Menschen erhalten und vor allem wo u. mit wem (Nachbarschaft) dann dort lebt.

Ein Obdachtloser würde nie einfach so in Ihrer Nachbarwohnung einziehen können, selbst wenn er/sie vom Staat das Geld dafür bekommen würde

Diese ganzen Menschen werden, am besten weit weg vom Stadtzentrum, in ghettoähnliche Wohnblöcke quasi weggeschlossen

Um Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
üben zu können benötigt man neben der sozialen Kompetenz, die viele dieser Menschen
mit der Zeit automatisch verlieren auch Geld um teilhaben zu können

Ich spreche da aus Erfahrung.
Ich selber bin auch arm und meine sozialen Kontakte laufen schon lange auf Sparflamme.
Selbst meine Freunde sehe oder höre ich höchstens 1-2mal/ Jahr.
Noch vor 10 Jahren war das 2-3mal (Monat)
Und zu meiner Studienzeit nahezu täglich.

Abstieg Europas -Obdachlosigkeit als Gradmesser

Sind wir mal ehrlich!
Mit der Dergulierung der Wirtschaft und dem Dogma, dass der Markt alles regele, hat man einen Drachen entfesselt, dessen Artibute "unermessliche Gier" und "abgrundtiefe Unbarmherzigkeit" sind - alles Eigenschaften, die tief in vielen Menschen schlummern, und die wir in der Finanz- , wie in der Realwirtschaft zu hauf finden!
Durch diese Entfesslung haben sie mittlerweile eine solche finanzielle und damit gesellschaftlich-politische Macht erlangt, dass es den gewählten Politiker/innen nicht mehr möglich ist, sie einzufangen und auf ein sozial vertägliches Maß einzuhegen. Lieber holt man mit den europäischem Um- und Neubesiedlungsprogramm noch mehr Menschen nach Europa, um die Löhne noch weiter drücken zu können. Wer glaubt hier gehe es nur um die Aufnahme traumatisierter Kriegflüchtlige, der irrt. Österreich und USA sind schon ausgestiegen, denn laut UN soll nicht mal mehr Asyl soll als Kriterium dienen, um den Zuzug zu bremsen.
Kurzum: Noch mehr Obdachlose.

Asykanten sind besser untergebracht

Weil sie verborgene "Fachkräfte" sind? In München im Zentrum gibt es Neubauten(!) nur für sie. Ist wohl als Aushängeschild zur Aufforderung für noch mehr Migration gedacht? Die Handy-Propaganda wirds richten. Auf der Straße ganzjährig, wie die armen Obdachlosen, müssen diese nicht zurechtkommen.

anderseits 19.38

gerade der aufmerksame Blick an den Brennpunkten, den Anna-Elisabeth anspricht, ist wichtig und das ist genau das, was mir fehlt. Ihr Verweis auf die Wohlfahrtsverbände hat was von Delegieren des Elends an die "Zuständigen"

ja und natürlich ist es schlimm, dass auch mehr Frauen obdachlos sind. Aber die Kälte und die Perspektivlosigkeit sind für Männer genau so schlimm, die machen keinen Unterschied nach Geschlechtern

@19:16 von Anna-Elisabeth - Ihre These,...

...Es handelt sich in der Regel um psychisch Kranke, die eine besondere Betreuung brauchen würden.
---

Ist Unsinn.

Natürlich kann es vorkommen, daß durch die Armut und Obdachlosigkeit auch Krankheitsbilder wie z.B. eine Depression
oder auch Alkoholismus sich entwickelt.

Dies nun aber als den Regelfall abzutun ist schon ein starkes Stück und zudem extrem verletzend wenn nicht gar als abwertend zu werten.

@ 19:47 frosthorn

Danke, dass Sie die Unterstellungen gegen die "Gutmenschen" und die Problematik des Begriffes nochmal darlegen. Ich mache das schon gar nicht mehr. Was ich aber noch hinzufügen möchte ist, dass gerade die Mitarbeitenden bei den freien Trägern diejenigen sind, die den wohnungslosen Menschen im wahrsten Sinne des Wortes "Ansehen" geben und respektvoll auf Augenhöhe mit Ihnen kommunizieren. Manche Abwertungen hier in den Kommentaren fußen da entweder auf horrender Unkenntnis oder auf Unterstellungen.

Kann denn nicht mal der

Kann denn nicht mal der Faktenfinder hier einhaken und mal aufdecken wer für diesen Zustand zur Verantwortung zu ziehen ist ?

@ 20:27 deutlich

Die Userin habe ich gar nicht angegriffen, Sie scheinen mich falsch verstanden zu haben: Die meisten, die in Einkaufsstraßen oder Bahnhofsnähe auf wohnungslose Menschen treffen, begegnen Ihnen herablassend und mit Vorurteilen, wenn nicht gar Beschimpfungen; die in den freien Trägern engagierten Menschen begegnen ihnen zuallermeist mit Achtung und Respekt. Darum ging es mir. Und ich delegiere da nichts an zuständige, ich habe selber beruflich wie ehrenamtlich mit Geringverdienern, Wohnungslosen und anderen auf der "sog. unteren Stufe der Leiter" zu tun. Und ich bezweifle in keiner Weise, dass Wohnungslosigkeit für Männer genauso schlimm ist wie für Frauen - wo lesen Sie das in meinen Beiträgen? - aber für effektive Hilfsangebote ist es wichtig, die spezifischen Entwicklungen und Bedarfe zu kennen. Das gehört zu einer guten sozialen Arbeit dazu. Was freie Träger und bürgerschaftliches Engagement miteinander nicht ersetzen können, ist Politik. Da können Sie die wählen, die was ändern...

Biocreature 20.30

so ganz falsch ist die These. von Anna-Elisabeth nicht. Ich arbeite ehrenamtlich in der Wohnungslosenhilfe. Da gibt es von Alkoholproblemen über aktuellen oder ehemaligen Missbrauch von illegalen Drogen über diverse psychische Probleme wie Depressionen, Antriebslosigkeit, Unfähigkeit zu dauerhaftem Kontakt mit andern Menschen Alles, auch wenn nicht Alle betroffen sind. Da können Sie sich vorstellen, wie mühsam es ist, für Betroffene eine kleine Wohnung zu finden, trotz Unterstützung und erst recht eine Beschäftigung.

@ 20:19 paule2

Sorry, aber Sie reden wirklich komplett falsches und unsinniges Zeug und scheinen weder die Situation der wohnungslosen noch der geflüchteten Menschen in München zu kennen oder zur Kenntnis nehmen zu wollen. Einzig erkennbares Motiv für mich ist: die einen, die Hilfe brauchen, gegen die anderen auszuspielen. Was haben Sie davon?

19:44 von andererseits

"" Wenn Ihnen zu wenig geschieht in der politischen Arbeit für Wohnungslose und andere Menschen im sozialen Abseits, dann engagieren Sie sich für Parteien, die das deutlich ändern wollen, und unterstützen Sie die Verbände, die sich dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe annehmen.""
#
Da haben Sie vollkommen Recht,deshalb stehe ich mit meiner Tochter die eine Tafel leitet hier in HH ,und verteile Lebensmittel und auch Kleidungsstücke so wenn wir diese wieder geschenkt bekommen. Es kommen Hilfsbedürftige aus allen Schichten unserer Gesellschaft und es ist immer sehr gut sich ihren Lebensgeschichte anzuhören. Wir geben auch Rat was man mit den Lebensmitten an Essen zubereiten machen kann.Die unter der Brücke leben haben nicht die Möglichkeit sich etwas warm zu machen.Denen geben wir Adressen mit wo sie sich waschen und schlafen können,sowie auch eine warme Mahlzeit bekommen.

20:41 von deutlich Re.Biocreature 20.30

...wenn Sie meinen Beitrag gelesen hätten,
hätten Sie bemerkt, daß ich es nicht abstreite
das Obdachlosigkeit u. Armut zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Was ich aber nicht akzeptieren kann, wenn einer Behauptet, es sei die Regel, denn das ist falsch und zudem verletzend für jeden Menschen der davon betroffen ist.

@19:47 von frosthorn

@Anna-Elisabeth, 19:16

//Hier "geriert" sich niemand als Gutmensch, sondern man wird als solcher beschimpft, wenn man Menschlichkeit einfordert. Bin davon selbst betroffen, und deshalb ärgert mich Ihr Kommentar persönlich.//

Sie wären der Letzte, den ich treffen wollte. Das tut mir leid. Dennoch behaupte ich, dass sich hier durchaus Foristen als 'Gutmenschen' gerieren. Das kann man z.B. tun, indem man ohne allzu großes Hintergrundwissen andere User in gut und böse einteilt. Das ist etwas, was mich ärgert.

//Dass es andererseits Wohnsitzlose gibt, die ihre Situation nicht verändern wollen, ist ein Fakt.//

Bestreite ich ja nicht.
Ich habe selbst reichlich Kontakt zu Obdachlosen.

Die Suppe auslöffeln, die andere eingebrockt haben

Die Helfer der karitativen Organisationen, die Kirchen und Wohlfahrtsverbände, die freiwilligen Helfer, die unentgeltlich den Armen und Obdachlosen helfen, die Normalbürger, die spenden, um zu helfen,
die löffeln die Suppe aus, die die Großverdiener, Investoren, Miethaie, Industriebosse mit zweistelligem Millioneneinkommen und ähnliche Gierbolzen uns eingebrockt haben, um ihren persönlichen Reichtum noch mehr zu steigern.

andererseits 20.38

dahaben Sie mich z.T. missverstanden. Der Satz mit den Männern und Frauen war nicht auf Sie gemünzt, sondern allgemein auf Antworten im Vorgängerthread

Es ist schon Paradox...

Ohne gesetzliche Verpflichtungen maßen wir es uns an, für jeden Missstand in dieser Welt zuständig zu sein. Wir retten jeden Menschen auf diesem Planeten, ob er will oder nicht. Selbst in der hintersten Ecke dieser Welt sind unsere NGO´s humanitär aktiv.
Aber wir sind nicht in der Lage, in unserem Land Strukturen aufzubauen, die sicherstellen, dass von den hier lebenden Menschen keiner in die Obdachlosigkeit abgleiten muss.
Mit Bedauern stellen unsere Entscheidungsträger leider fest, dass es für eine solche humanitäre Handlung keine gesetzliche Verpflichtung gibt.

@ 20:37 Goldenmichel

Statt den "Faktenfinder" zu bemühen, können Sie die Stellungnahmen der großen Wohlfahrtsverbände lesen - da gehen manchen die Augen auf. Ansonsten werden die Fakten je nach politischer Richtung unterschiedlich interpretiert. Auch das ist Fakt.

anlässlich eines Besuchs von Ronald Reagan

hatten die Polizeistreifen in meiner schwäbischen Herkunftsstadt Anweisung, Obdachlose aus dem Stadtbild zu entfernen. In der Folge wurden (es war tiefer Winter) Obdachlose von der Polizei aufgegriffen und außerhalb der Stadt im Wald ausgesetzt, wo schließlich einer von ihnen erfror. Zum Glück gab es eine Welle der Empörung und diese Art der Menschenentsorgung wurde nie wieder praktiziert.
Es werden aber dabei schon Einstellungen offenbar, die auch heutigentags noch nicht überwunden sein dürften.
Ein TS-Artikel von heute befasst sich damit, dass unter den Obdachlosen auch zunehmend ganz normale Mieter, gar ganze Familien auftauchen, die ihre Wohnung aus unterschiedlichen Gründen verlieren und keine bezahlbare Bleibe mehr finden. Keine "Penner", nein, Menschen mit festem Arbeitsplatz, aber mit so wenig Verdienst, dass sie für Miethaie einfach nicht mehr interessant sind, melden sich bei Sozialstationen und bitten um Schlafplätze für sich und ihre Kinder.
Noch Fragen?

@ 20:44 schiebaer45

Danke für Ihr anschauliches Schildern, in dem ich einiges aus meinem Alltag wiederfinde. Und jetzt gehört neben das bürgerschaftliche Engagement, die Arbeit der freien Wohlfahrtsverbände und Kommunen noch eine Politik, die den Namen "sozial" verdient und jenseits von Almosen die Rechte der wohnungslosen Menschen in den Blick nimmt. Ist leider nicht mit jeder Partei zu machen.

@biocreature @andererseits

Bitte lesen Sie den monierten Kommentar noch einmal etwas aufmerksamer. Vielleicht bemerken Sie dann die Einschränkung, die ich bei der Aussage 'psychisch krank' gemacht habe.

@ 20:53 deutlich

Dann geh ich jetzt mal davon aus, dass Sie, mich und Anna-Elisabeth gar nicht so viel unterscheidet - wenn ich jemanden von Ihnen beiden missverstanden habe, tut mir das leid. Vielleicht haben wir als gemeinsamen Nenner, dass es ein Zusammenwirken von persönlichem Hinschauen und Engagement, Förderung des Eigenengagements der Betroffenen, fachlicher Arbeit der freien Träger, gute Rahmenbedingungen der Kommunen und nicht zuletzt vernünftige politische Weichenstellungen (an denen es mangelt...) braucht.

@ 20:52 Frank_Furter

Da gebe ich Ihnen zum großen Teil recht - aber es braucht nunmal aus humanitären Gründen die Menschen, die sich konkret für Arme und Wohnungslose engagieren, einerseits aus bürgerschaftlichem Engagement und andererseits aus richtig verstandener fachlicher Perspektive heraus. Das ersetzt nicht die notwendige politische Steuerung, die mir derzeit in dem Bereich völlig unzureichend erscheint - wir haben in Bayern jetzt jemanden als Ministerpräsident, der zigtausend Wohnungen an einen "Miethai" verscherbelte und jetzt das Deckmäntelchen anzieht, sich für mehr Wohnungen einzusetzen (ich könnt...), aber es ist ein notwendiger Teil solidarischen Alltags.

Der Skandal geht ja weiter

auch in den großen Städten wie in Hamburg werden die Obdachlosen bei eisigen Temperaturen morgens wieder auf die Straße gesetzt, die Wärmestuben haben ebenfalls begrenzte Öffnungszeiten. Wo bleibt da der Aufschrei? Übrigens: in dem Zusammenhang Respekt und Dank an Judith Rakers für ihr Engagement und ihre Berichte. Die hat tatsächlich schon so harte Tage und Nächte mit Obdachlosen durchgestanden.

deutlich

"Aber die Kälte und die Perspektivlosigkeit sind für Männer genau so schlimm, die machen keinen Unterschied nach Geschlechtern"

Aber Gewalt.

Rohe Gewalt macht einen Unterschied zw. den Geschlechtern.

Und da sind Frauen auf der Straße hochgefährdet !

andererseits 20.59

"eine Politik, die den Namen "sozial" verdient und jenseits von Almosen die Rechte der wohnungslosen Menschen in den Blick nimmt. Ist leider nicht mit jeder Partei zu machen."

Dann sehen Sie mal, wer Hamburg, Berlin, München und Stuttgart z.B. regiert und geben eine Empfehlung?

@21:00 von Anna-Elisabeth @biocreature @andererseits...

...habe ich getan.
Mein Tipp, daß nächste mal ein wenig deutlicher formulieren damit evtl. Mißverständnisse garnicht erst aufkommen.

@ 21:13 deutlich

Ich weiß, wer in diesen Städten regiert, und da wo ich nähere Einblicke habe, regieren SPD oder Grüne gerade im Bereich der Sozialpolitik gar nicht mal so schlecht. In München jedenfalls tut der OB Reiter eine Menge für das politische und gesellschaftliche Engagement für die, die eher auf der Schattenseite des Lebens stehen. Ich brings mal in ein etwas holzschnittartiges Bild: Den Straßenkehrer kann man in der Regel nicht für das Tun derer verantwortlich machen, die den Dreck produzieren. Verständlich?

Von Ungleichheit leben

Von Ungleichheit leben asoziale arbeitende Systeme.

Im Hinduismus wurde über Glaube lange das Kastensystem aufrechtgehalten, um Profit von unten nach oben zu kummulieren und Ausbeutung zu rechtfertigen.

Demokratie hat auch ihre Schattenseiten. In welchen Finazadel und Lobbyismus gleiches auf undurchschaubarer Weise bewirken, was der Hinuismus aus seinem Kastensystem herrauspresste.

20:59 von andererseits

"" Und jetzt gehört neben das bürgerschaftliche Engagement, die Arbeit der freien Wohlfahrtsverbände und Kommunen noch eine Politik, die den Namen "sozial" verdient und jenseits von Almosen die Rechte der wohnungslosen Menschen in den Blick nimmt. Ist leider nicht mit jeder Partei zu machen.""
#
Ja ,das " Sozial " haben doch mehrere Parteien in ihren Programm. Christlich Soziale Union,Sozial Demokraten , Christliche Demokratische Union um nur einige zu nennen. Damit müssten doch die Probleme der Wohnungslosen Mitbürgern eigentlich zu lösen sein,oder?

21:10 von StöRschall

Und da sind Frauen auf der Straße hochgefährdet !
.
und !
es wird totgeschwiegen
weil es nicht in die Ideologie passt

Biocreature

ein ganz aktuelles konkretes Beispiel: wir haben gerade für einen türkischen Mitbürger in ganz prekärer Wohnsituation eine kleine bezahlbare Wohnung gefunden. Er lehnt sie ab mit der Begründung, dass sie im 2. Stock ist und er Angst vor Feuer hat. Dabei ist er körperlich fit. Sonst schlägt er auch mal Einladungen aus aus Angst, ausgeraubt zu werden oder will unser Essen nicht aus Angst vor verstecktem Schweinefleich (was wir nie tun würden). Können Sie sich vorstellen, wie schwer da Hilfe ist?

@biocreature @andererseits

Ich habe eben bemerkt, dass ich mich tatsächlich missverständlich ausgedrückt habe. Das "psychisch krank"
bezog sich auf die, die nicht "wohnen wollen". Gedacht hatte ich dabei vor allem an die Menschen, die unter diversen Phobien leiden.

Auswärts

Außerhalb der großen Städte seht so viel Wohnraum leer. Warum nur will da keiner hin. Wäre es nicht ein Ansatz das Leben in den angehängten Orten wieder atrakiv zu machen und das Leben dort zu fördern?

@ 21:18 von andererseits

"Ich weiß, wer in diesen Städten regiert, und da wo ich nähere Einblicke habe, regieren SPD oder Grüne gerade im Bereich der Sozialpolitik gar nicht mal so schlecht."

Ich verstehe aber trotzdem nicht, wieso die Obdachlosen in Hamburg ihre Unterkünfte morgens wieder verlassen müssen. Dass dies jetzt ein Stunde später ist als letztes Jahr, wird mit dem Berufsverkehr begründet, der durch die Obdachlosen, die zu den Tageseinrichtungen fahren (müssen), nicht zusätzlich belastet werden soll.
Für mich ist Quantenphysik leichter zu verstehen.

@21:18 von andererseits @20:58 von frosthorn

Ich fürchte, auf Hamburg kann man da kein Loblied singen. Rein gefühlt, war und ist die Elb-Philharmonie wichtiger, als diese lästige Sozialpolitik. Umweltpolitisch sieht’s da auch nicht besser aus. Ach ja, Radwege sind noch ganz wichtig – Verkehrssicherheit weniger.
Aus SPIEGEL- online 2001 >>Wie die Bettler vertrieben werden sollen, weiß Schill auch schon. Die Einkaufsstraßen sollen an die Geschäftsleute verpachtet werden, die dann mit eigenen Sicherheitsdiensten für Ordnung sorgen könnten. Ganz neu ist die Idee nicht - auch der damalige SPD-Innensenator Hartmuth Wrocklage hatte 1996 einen ähnlichen Vorschlag unterbreitet, war aber mit dem "Bettler-Papier" gescheitert.<<
Wer genauer wissen will, wie ‚sozial‘ auch CDU und SPD schon 1996! agiert und regiert haben, kann den ganzen Artikel zum Thema Obdachlose hier finden:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hamburg-schill-will-bettler-au...
Vorsicht: Kann zu Brechreiz führen!

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