Ihre Meinung zu: Raketen-Fehlstart: Defekter Sensor als Ursache

1. November 2018 - 12:28 Uhr

Der missglückte Start einer russischen Sojus-Rakete ist durch einen defekten Sensor verursacht worden. Die russischen Untersuchungsergebnisse haben Folgen für Astronaut Gerst: Er kann Weihnachten auf der Erde planen.

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Kommentare

Unverständlich

Ein defekter Sensor sollte eigentlich bei diversen Testprotokollen vor dem Start erkannt werden. Nicht zuletzt, da ein redundanter Sensor verbaut sein sollte, der andere Ergebnisse liefert und somit das System abschaltet.
Wieder mal menschliches Versagen bzw. über die Ergebnisse der Technik hinwegsetzen (wie zuletzt mehrfach im Bahnverkehr) oder ein allgemeines Problem der Raumfahrt?

Es war ein defekter

Es war ein defekter Sensor
Gut ist, dass das zertifizierte Qualitätsmanagement System Russlands im Raketenbau jetzt ein QVP generiert. Die Challenger Katastrophe hat auch eine QVP Aktionsfolge generiert. Bei Apollo 13 : „Houston, wir haben ein Problem „ wurden(meine Kenntnis) 4 verschiedene Analyse Verfahren eingesetzt. 3 brachten lösungsorientiert ein richtiges Ergebnis, darunter war die Entscheidungsmethode nach Kepner-Tregoe .

Auf dem Bild ist auch ein Greifvogel zu sehen,

ich vermute dem gehen die vielen Raketenstarts schon lange auf den Wecker...
Der Plan von denen ist den Maas zu besiedeln.
Solange die sogenannte Krone der Schöpfung, nicht mal den Plastikabfall von den Weltmeere fernhalten kann, wird dass eh nichts.

Vorerst keine Starts mehr?

Was soll der letzte Absatz?
Dass man die Ursache so eindeutig finden konnte ist eine sehr gute Nachricht.

Laut Roskosmos soll der nächste unbemannte Progress-Raumtransporter am 16. November starten, falls das problemlos klappt wird die nächste bemannte Sojus schon im Dezember starten.

Und am Rande sei noch erwähnt:
Bereits letzte Woche ist eine andere Sojus-Variante (Sojus 2-1b ) mit einem militärischen Satelliten erfolgreich gestartet.
Beide Sojus-Varianten (Sojus FG und 2-1b) verwenden die gleichen Booster, und damit auch gleiche Sensoren.

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Sojus Start

...es sind doch schon wieder Sojus Raketen gestartet.
Also was soll der letzte Satz?
Ich verstehe ja das sich manche Leute wünschen,daß bei den Russen eine Katastrophe und Blamage die nächste jagt-aber ,das ist nun mal nicht der Fall,weil die Raumfahrt in RU alle Qualitätsmaßstäbe erfüllt und sicher ist!
So sieht es aus!

@ PolitikEsel

"Auf dem Bild ist auch ein Greifvogel zu sehen, ich vermute dem gehen die vielen Raketenstarts schon lange auf den Wecker..."

Nee, eher im Gegenteil. Der ist aus dem gleichen Grunde auf dem Kosmodrom, aus dem Vögel in den Einflugschneisen vieler Flugplätze zum Problem geworden sind: Vögel haben keine Aungst vor Raketen, Flugzeugen oder Krach. Vögel wissen, dass es auf der Welt nur eins gibt, das ihnen wirklich gefährlich werden kann: Menschen. Darum siedeln so gerne in Sperrgebieten.

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@ moas

"Ein defekter Sensor sollte eigentlich bei diversen Testprotokollen vor dem Start erkannt werden."

Ist es Ihnen noch nie passiert, dass Sie vor einer Reise alles genau geprüft haben (Benzin, Öl, Wasser, Luft, Elektrizität), und trotzdem hatte das Auto eine Panne? Das passiert bei Raketen, genauso, wie bei Autos. Nur dass man mit der Rakete dann nicht einfach auf den Randstreifen rollen und auf den ADAC warten kann.

"... oder ein allgemeines Problem der Raumfahrt?"

Ich glaube, das ist ein generelles Problem. John Glenn soll auf die Frage, was ihm beim Start durch den Kopf ging mal geantwortet haben: "Ich sitze auf 100 Tonnen hochexplosiven Treibstoffs und auf einer Maschine mit hundertausend Teilen, die alle nur deswegen an Bord sind, weil sie das billigste Angebot waren."

Das ist in der Raumfahrt genauso, wie bei der Eisenbahn. Und den russischen Ingenieuren war sehr wohl bewusst, dass irgenwann mal etwas schiefgehen kann. Genau darum hatten sie ja ein Rettungssystem entwickelt.

@ skydiver-sr

"... weil die Raumfahrt in RU alle Qualitätsmaßstäbe erfüllt und sicher ist!
So sieht es aus!"

Na, nun wollen wir mal auf dem Teppich bleiben. Ich kann der russischen Raumfahrt sofort und problemlos eine 99-prozentige Sicherheit zusprechen (interessanterweise war der Fehlstart am am 11. Oktober tatsächlich der 100. Start einer Sojus-Rakete seit dem letzten Fehlstart am 26.9.1983).

Aber ALLE Qualitätsmaßstäbe erfüllen können nur Götter. Die Raumfahrt wird von Menschen betrieben, und Menschen machen Fehler.

Ich persönlich würde mich jeder Zeit einer Sojus-Rakete anvertrauen, denn bei den bisher 137 Starts hat es kein einziges Todesopfer gegeben (Tote gab es nur zwei Mal bei missglückten Landungen, aber nie beim Start). In den letzten 40 Jahren sind den Kosmauten ganze drei Raketen beim Start um die Ohren geflogen, und alle drei Besatzungen kamen mit dem Schrecken davon.

Ich habe grossen Respekt vor der Russischen Raumfahrttechnik, aber deswegen muss ich sie doch nicht vergöttern.

Hopp oder Top..?

Defekter Sensor..? Anyway... die NASA oder andere private Space-Companies in den USA sind auch nicht besser... getrauen sich bis heute nicht, bemannte Raketen bis zur ISS zu befördern... Okay - es kann ja ein, daß die USA jetzt sparen, um an längst anderen Optionen zu arbeiten... wie bspw. SpaceCenters auf dem Mond mit weiterreichenden Erkundungsmöglichkeiten bis zum Mars und darüberhinaus... Aber - guckmalda ... das machen längst auch andere, finanzstarke Staaten... Und ein erkanntermaßen defekter Sensor infolge Montagefehlern wir die eher robuste (und allgemein als zuverlässig akzeptierte), russische Weltraum-Raketentechnologie kaum abbremsen... Ganz im Gegensatz zu den USA, wo vergleichbar gleich ein letztlich sinnloses Hauen und Stechen zwischen Lieferanten und Entscheidungsträgern entstünde... bis der Billigste gewinnt...

@sasquatsch

...ja -ich meite es auch so wie sie beschrieben haben

Gut das der Fehler gefunden wurde

Ein Sensor der beim Zusammenbau der Sojus Rakete beschädigt wurde,also kein Konstruktion Fehler. Das ist somit bewiesen. Fehler sind nie ganz auszuschließen 100% Sicherheit wird es nie geben. Gut das keiner der Piloten zu Schaden gekommen ist und Astronaut Gerst kann Weihnachten zu Hause feiern.

18:51 von Sasquatch

«Aber ALLE Qualitätsmaßstäbe erfüllen können nur Götter. Die Raumfahrt wird von Menschen betrieben, und Menschen machen Fehler. […] denn bei den bisher 137 Starts hat es kein einziges Todesopfer gegeben (Tote gab es nur zwei Mal bei missglückten Landungen, aber nie beim Start).»

Es ist im Grunde genommen erstaunlich, wie zuverlässig "die High-High-Tech-Geräte" der Raumfahrt funktionieren. Bemannt oder unbemannt. Von welcher Nation auch immer, die über "das Versuchsstadium" hinaus gekommen ist.

Soweit ich weiß, waren die Luftkissenboote der Hovercraft-Fähren zwischen GB und dem Kontinent das einzige je von Menschen erschaffene Transportmittel, bei dessen regulärem Betrieb es niemals einen ernsthaft Verletzten oder gar Tote gegeben hätte (nach Eröffnung des Euro-Tunnels "eingemottet") …

@ schabernack

Danke für die Hovercraft-Geschichte! Das wusste ich noch nicht.

Schade, dass es die Dinger nicht mehr gibt. Ich bin in 20 Jahren Seefahrt mindestens 50 Mal durch den Kanal gefahren und die Hovercrafts waren ob ihrer hohen Geschwindigkeit bei Ausweichmanövern immer eine Herausforderung. Das Tempo und ihr flacher Bau machte sie auf dem Radar so gut wie unsichtbar. Zum Glück konnte man sie hören, ehe man sie sehen konnte.

Ich wollte immer mal mit so einem Ding mitfahren. Schade, dass das jetzt nicht mehr geht.

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