Ihre Meinung zu: Bundesregierung will Zahl der Organspenden erhöhen

31. Oktober 2018 - 14:49 Uhr

Gut 10.000 Patienten in Deutschland warten auf ein Spenderorgan. Die Bundesregierung will die Zahl der Transplantationen deutlich erhöhen - und setzt dabei unter anderem beim Geld an. Von Martin Mair.

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Kommentare

Bundesregierung will Zahl der ..

Wenn das "Spender first" zur Regel wird bei der Versorgung mit Blut und Organen, dann werden e sich schon noch ein Paar überlegen, schließlich weiß man nie, wann es einen erwischt.

So lange das

mit dem Hirntod nicht richtig geklärt ist, und die Entscheidung von 2 Ärzten oder Beauftragten getroffen wird, dann noch der Datenschutz aufgeweicht wird.
Sehe ich keine Veranlassung, die Kliniken und Ärzte bekommen mehr Geld, die Hinterbliebenen dürfen dann die teuer Bestattung bezahlen.
Da klemmt etwas, würde ich sagen.
Wenn Herr Spahn die Widerspruchslösung macht, oder durch bekommt.
Dann soll Er seinen Widerspruch bekommen, so eine Karte habe ich hier liegen, kommt von Zeit zu Zeit mit der Post von der Krankenversicherung.

Wichtig ist, das die Karte auch bei einem Unfall gefunden werden will, wie geht das bei Menschen die keine Angehörigen haben ?.

Ziemlich undurchsichtig finde ich.

ich verstehe das Problem nicht

1.000 Spender ..... 100.000 Spender

jeder der Spender ist, hat ein "Anrecht" auf ein Spenderorgan
wer nicht, gehört eben auch nicht zu dem erlauchten Personenkreis
mit einem Anrecht
ist außen vor bei ner Transplantation

Das Problem wäre doch einfach

Das Problem wäre doch einfach zu lösen: Für alles gibts eine Datei. Also machen wir doch noch eine Spenderdatei.
Jeder der da nicht drin steht hat auch kein Anrecht auf ein Organ wenn er selbst eines braucht.
Da wäre das Problem ganz schnell gelöst.

schwierigen Gespräche mit den Angehörigen

auch das läßt sich lösen - auf einfachste Weise
auf jedem Personal Ausweis steht drauf
Organspender .... ja/nein
schon geklärt

Organspende, ja, natürlich

Ich habe meinen Organspendeausweis schon ewig.
Schließlich habe ich von meinen Organen nichts mehr, wenn ich tot bin. Aber vielleicht jemand anderes.

Was von meinen Organen tatsächlich verwendet werden kann, steht auf einem anderen Blatt, nach Jahrzehnten mit Medikamenten und Cortison.

Die Widerspruchslösung würde ich als perfekt empfinden.

Sinnlose Verschwendung von nutzbarem Material ist nicht mein Ding. In jeglicher Hinsicht.

Die lieben Weltverbesserer ...

einfach zack und das Leben ist super.
Hey wieso nicht auch im Sozialsystem: wer nichts eingezahlt hat bekommt nichts. Und weiter ... wer keine Kinder hat bekommt keine Rente. Wer Sport treibt zahlt die Behandlungen der Brüche selbst und Raucher ohnehin alles selbst .. etc.

Was mich betrifft, so gibt es nur einen einzigen Grund wieso ich bisher keinen Organspende Ausweis habe.
Ich traue weder den Ärzten noch den Behörden. Beziehungsweise traue ich zu: Dass wenn Herr Reich im Nebenzimmer des Krankenhaus auf ein Herz wartet, Herr Arm ohne Angehörige, bei der Blindarm OP leider versterben wird.
Und auch wenn dieses Bild düster ist, entspricht es mehr der Realität als die Träumereien der Weltverbesserer.

14:20 von Lyn

"Sinnlose Verschwendung von nutzbarem Material ist nicht mein Ding."

Organe sind kein Material. Aber genau so denken viele Menschen die sich pro Spende aussprechen.
In diesem Sinne würde echte Aufklärung not tun. Das Leben ist nun mal (zum Glück) endlich.

Endlich ist es soweit ...

Endlich ist es soweit, dass jetzt nicht nur die Lebenden ausgebeutet werden, sondern auch ihre Leichen kommerzialisiert werden. Natürlich läuft das Ganze ohne Korruption oder irgendwelche sonstigen wirtschaftlichen Interessen "streng neutral" ab. Ein Schelm, der bei unserer Regierung anders denkt.

14:15 von Sisyphos3

"auf jedem Personal Ausweis steht drauf
Organspender .... ja/nein"

Ebend nicht. Es geht keinen Polizisten, Zollbeamten, Straßenkehrer, Arbeitgeber, Arbeitsagentur Mitarbeiter und und und etwas an ob ich ein potentieller Spender bin oder halt nicht.

Wie wäre es denn als "geschmackvolles" Tattoo, an sich schon ein Widerspruch, auf der Stirn oder auf dem Gesäß, lässt sich der Spendenbereite seine Bereitschaft zum fleddern verewigen. Sieht bestimmt auch noch cool aus.

Hirntod

Hirntod ist erfunden worden, damit man vom lebenden Menschen die Organe nehmen kann, denn vom wirklich toten Menschen kann man die Organe nicht gebrauchen.

14:20 von Lyn

Sinnlose Verschwendung von nutzbarem Material ist nicht mein Ding.
.
schön für sie
nur muß ein anderer ebenso wie sie denken ?
also ich möchte nicht als menschliches Ersatzteillager herhalten müssen

Organe? Genug Organe wird es nie geben

Wer spenden will, der soll es tun.

Aber man sollte den der es nicht tun möchte nicht versuchen umzustimmen.

In diesem Sinne, genug Organe wird es übrigens nie geben. Denn, was "geliefert" wird, wird auch verbaut.

Organspende?

Organspender sind lebende Menschen von denen mal annimmt und unterstellt dass sie nicht mehr aus dem Koma erwachen. Deshalb hat man den Begriff "Hirntod" kreiert (Das ist dann quasi der Freibrief zum Ausschlachten). Die Intensiv-Pflege benötigt man um den Hirntoten vor der Organentnahme zu konditionieren. Die Organe von Verstorbenen sind tot und daher zur Transplantation ungeeignet, Ausnahme Hornhaut des Auges.

Was die proponenten

Von einem Vorrecht vergessen ist das es nicht praktiabel ist zwischen der Entnahmen von Spendeorganen und der Transplanation bleibt nicht genug Zeit das zu klären zumal es auch den Gleichheitsgrundsatz verletzen würde und damit Grundgesetzwiedrig wäre.

Widerspruchslösung ist top!

Hier in Spanien gibt es diese Regelung. Deshalb gibt es auch wesentlich weniger Menschen, die auf eine Organspende warten.
Warum sollte dies nicht in Deutschland eingeführt werden?

Dadurch wird man zumindest dazu aufgefordert, sich Gedanken darüber zu machen. Und wenn man sich keine Gedanken darüber machen möchte - dann kann jemand davon profitieren, der ein Organ benötigt.

Dann nennt es bitte nicht mehr Spende

sondern eine Abgabe.

Spende ist eine freiwillige Entscheidung.

Und nicht eine Abgabe, der ich widersprechen muss, wenn ich sie nicht leisten möchte.

Und nein - ich möchte auch kein Organ erhalten. Ich möchte ja auch nicht wiederbelebt werden.

Allerdings möchte ich auch noch anmerken: ich würde nicht darauf vertrauen, dass das Kärtchen nicht verschwindet, wenn die Antwort darauf nicht gefällt.

Denn vermutlich darf das Ok zur Organspende eben nicht nur für Spenden an andere Menschen gewertet werden, sondern auch für Material in der Forschung.
Heisst: Geld wird mit meinem Kadaver verdient. Es reicht mir, was man an mir im Leben verdient hat.

Pro Widerspruchslösung!

Der Hirntod ist keine Erfindung der „Ärztelobby“, sondern ist Fakt. Sterben ist immer ein Prozess: Manche Körperzellen überleben auch den Kreislaufstillstand noch um mindestens einige Stunden. Andererseits sterben jeden Tag Millionen unserer Körperzellen den Zelltod, ohne dass unser Körper deswegen in seiner Gesamtheit stirbt. Dass während einer Organentnahme Muskelzellen noch kontrahieren oder Nervenfasern noch elektrische Signale leiten können ist daher nicht verwunderlich und nicht mit einem Bewusstsein gleichzusetzen. Dank moderner Intensivmedizin kann für einen zeitlich eng begrenzten Zeitraum durch Gabe von Medikamenten der Kreislauf unterstützt und die Organfunktion anderer Organe eine Zeit lang (!) erhalten werden. Dennoch ist der Hirntod der unumkehrbare Tod!

Mehr Infos z.B. auf „Junge Helden“ oder bei der Bundesärztekammer.

re wenigfahrer

"Sehe ich keine Veranlassung, die Kliniken und Ärzte bekommen mehr Geld, die Hinterbliebenen dürfen dann die teuer Bestattung bezahlen.
Da klemmt etwas, würde ich sagen."

Das ist Unsinn.

Würden die Bestattungskosten des Organspenders übernommen käme genau dieser Einwand: Angehörige würden der Entnahme wegen des finanziellen Vorteils zustimmen bzw. dazu gedrängt.

Die Widerspruchslösung muss her

Das mit „nur Spender sind auch potentielle Empfänger“ ist nicht praktikabel, denn das setzte voraus, dass man eine einmal getroffene Entscheidung niemals mehr revidieren dürfte. Außerdem sind auch etliche Kinder Empfänger von Spenderorganen – z.B. solche mit schwerer Mukoviszidose.

In Europa gibt es zwei Gruppen von Ländern – solche mit Spenderraten von <25% und solche mit >85%. Der Unterschied ist nicht die religiöse Tradition, sondern schlicht dass die letzteren die Widerspruchslösung haben. Die Entscheidung ist nämlich so kompliziert, dass die Mehrheit der Menschen sich lieber nicht damit auseinandersetzen möchte und damit beim Standard bleibt. 25% sind übrigens die Niederlande – das Land hat die Einwilligungslösung und betreibt viel Aufklärungsaufwand, um diese Zahl überhaupt zu erreichen. Die Entscheidung gegen eine Spende wird übrigens auch bei der Widerspruchslösung respektiert - Österreich hat sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Das Organ eines Toten ist

Das Organ eines Toten ist unbrauchbar.

Deshalb werden Lebendige mit den fadenscheinigsten Diagnosen ("Hirntod") zu Tode gebracht.

Das hat sich inzwischen rumgesprochen.

Daher die sinkenden Spenderzahlen.

Wer möchte schon an seinem Lebensende als menschliches Ertsatzteillager ausgschlachtet werden ?

Was die Bundesregierung "will" ist mir egal.

I

re sydb

"Organspender sind lebende Menschen von denen mal annimmt und unterstellt dass sie nicht mehr aus dem Koma erwachen."

Was wollen Sie denn mit den hirntot Diagnostizierten machen?

10 Jahre von den Apparaten am "Leben" erhalten lassen?

...

vonSisyphos3

"ich verstehe das Problem nicht

1.000 Spender ..... 100.000 Spender

jeder der Spender ist, hat ein "Anrecht" auf ein Spenderorgan
wer nicht, gehört eben auch nicht zu dem erlauchten Personenkreis
mit einem Anrecht
ist außen vor bei ner Transplantation"

Dann würden sie als Arzt gegen den von ihnen gegebenen Eid verstoßen...

Wiederspruchslösung ist nicht richtig.

Spenden sind Freiwillig und alleine Sache desjenigen der spendenbereit ist. Oder gibt es demnächst ein Gesetzt, wo jeder 20% seines Einkommens für "Brot für die Welt" spenden muß und wer nicht will kann widersprechen? Zumal für diese "Spende" muß ein Mensch getötet werden. Hirntot ist lediglich eine Definition um diese Tötung rechtssicher zu machen, denn Organe von toten Menschen/Leichen sind für eine Transplantation nicht geeignet, da dort der Zerfall schon begonnen hat. Und ich finde es ehrlich gesagt Pervers auf den Tot eines Menschen zu hoffen und zu warten, damit man selber weiter leben kann.

@tisiphone

"Allerdings möchte ich auch noch anmerken: ich würde nicht darauf vertrauen, dass das Kärtchen nicht verschwindet, wenn die Antwort darauf nicht gefällt. "

Eine Befürchtung welche ich ebenfals teile. Und die Bedenken sind nach den Skandalen der letzten Jahre und meinen Lebenserfahrungen nicht kleiner geworden.

100.000 Euro "kostet" so eine Organentnahme also. Das heist doch nur das alle daran Geld verdienen - nur der "Spender" nicht.

Krankenkasse Beiträge für Spender senken und Spender bei der Organvergabe bevorzugt behandeln. Da lässt sich nichts schnell nachträglich ändern. Das ganze ist dann bei der Kranbkenkasse hinterlegt. Dort müsste die KK Senkung sowieso beantragt werden und auf meine Krankenakte haben die ebenfals schon zugriff.

Orgabspende

Ich gehe davon aus das Herr Spahn und die Politiker und Befürworten alle einen Spendenausweis haben..

@14:40 von schutzbefohlener

>>Ich traue weder den Ärzten noch den Behörden. Beziehungsweise traue ich zu: Dass wenn Herr Reich im Nebenzimmer des Krankenhaus auf ein Herz wartet, Herr Arm ohne Angehörige, bei der Blindarm OP leider versterben wird.
Und auch wenn dieses Bild düster ist, entspricht es mehr der Realität als die Träumereien der Weltverbesserer.<<

Richtig so. Googeln Sie mal Dr. Hontschik (zum Thema Organspende). Da erfahren Sie u.a. folgendes:

"Diese Überraschung legt sich allerdings rasch, wenn man von dem eigentlichen Skandal erfährt, dass nämlich jeder Transplantationschirurg an der Universitätsklinik Göttingen, auch der der Manipulationen beschuldigte Oberarzt, 1500 Euro Bonus für jede transplantierte Leber erhielt." (aus Berliner Zeitung)

Woher kommt dieses Geld?

@17:01 von tisiphone

Ich unterstreiche jedes Ihrer Worte!!!

"Allerdings möchte ich auch noch anmerken: ich würde nicht darauf vertrauen, dass das Kärtchen nicht verschwindet, wenn die Antwort darauf nicht gefällt."

Sie ahnen gar nicht, wie gerechtfertigt Ihr Misstrauen ist.

@17:15 von mlz

"Mehr Infos z.B. auf „Junge Helden“ oder bei der Bundesärztekammer."

Nein Danke - den Verein kenne ich nur zu gut.

Ansonsten:
Contra Widerspruchslösung!

Es ist auch das Recht(!) eines jeden Menschen, sich eben nicht mit dem eigenen Tod befassen zu wollen.

um 17:01 von tisiphone

Ich stimme Ihrem Kommentar 100%ig zu!

Auch ich lasse mich nicht als Ware behandeln, zum Ausschlachten. Und darüber diskutiere ich nicht. Denn es ist mein individueller, persönlicher Wille! Punkt.

@14:56 von Keyalha

"...zumal es auch den Gleichheitsgrundsatz verletzen würde und damit Grundgesetzwiedrig wäre."

Ein wichtiger Hinweis. Demnächst kommt dann noch irgendjemand auf die Idee: 'Bio-Deutscher' vor Migrant, Christ vor Atheist, reich vor arm oder ähnlichem Wahnsinn.

Wer garantiert mir, daß meine Organe nicht entnommen...

...werden obwohl ich es ausdrüchlich in meinem Organspendeausweis mit "Nein"deklariert habe?
---

Wenn ich zum Bspl. bei einem schweren Verkehrsunfall garnicht mehr bei Bewußtsein in die Klinik schaffe und dort im Schockraum versterbe, wen interressiert dann noch mein Organspendeausweis der in meinem Portemonnaie steckt anzusehen wenn ich doch vielleicht ein geeigneter Leberspender wäre?

Keiner.
Keiner kann das garantieren.

Nein, es wird Zeit für eine bundesweite Liste, die jeder Arzt u. jedes Krankenhaus einsehen kann und wo ich zu Lebzeiten auf Widerruf
angeben kann was mit mir nach dem Tod geschehen soll.
Meinetwegen auch auf der Gesundheitskarte der Krankenkassen.

Ich zitiere hier noch einmal

Ich zitiere hier noch einmal Dr. Hontschik:

"Wenn jemand sich Sorgen macht, weil die Skandale in der Transplantationsmedizin zu abnehmender Organspendebereitschaft führen, kann ich das gut verstehen, auch wenn ich nicht dieser Meinung bin. Ich denke, dass diese Skandale keine Ausnahmen, sondern die Folgen unseres undurchschaubaren Transplantationssystems sind. Wenn jemand meint, der Staat müsse sich aus der Medizin heraushalten, auch wenn die Organe der ärztlichen Selbstverwaltung völlig versagt haben, kann ich das gut verstehen, auch wenn ich nicht dieser Meinung bin. Ich denke hingegen, dass sich die private Stiftung DSO und die Organisation Eurotransplant derart disqualifiziert haben, dass dringend neue, auch staatliche Zuständigkeiten geschaffen werden müssen, und zwar ganz ohne die alten."

Organspende

Was bekommen die Angehörigen des Organspenders? Ich denke 50 000,00 pro Organ währen angebracht.

@14:12 von Sisyphos3 - Das was Sie hier erzählen nenne...

...s e l e k t i e r e n.
Was für eine anmaßende Meinung über andere Menschen Sie doch haben.
Aber wir alle hier kennen ja Ihre Haltung gegenüber Menschen, die nicht in
Ihr Weltbild passen zu genüge.
---
Ich bin zur Zeit noch Nicht-Spender und habe meine Gründe dafür.
Sollte ich nun mal in die Situation geraten ein Organ zu brauchen,
werde ich also von Ihnen zum Tod verurteilt, weil ich ja eben kein Spender bin.

Das heißt nicht, daß ich im Falle einer Krankheit auch ein Organ haben möchte.
Ich kann nicht in die Zukunft sehen.

Also wer sind S i e, daß Sie über mein Leben entscheiden!?
W e r...?

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

wir möchten Sie bitten, zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden.

Persönliche Auseinandersetzungen sind nicht erwünscht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Organspende

Werter Duzfreund,

Ihr Vorschlag dürfte nicht verfassungskonform sein. Davon abgesehen stehe ich für eine Organspende nicht zur Verfügung. Weder möchte ich spenden, noch Fremdorgane empfangen. Ich bin allerdings potentieller Knochenmarksspender (Sie auch?) Und was ist mit denen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht spenden könnten? Ich wollte Blut spenden, wurde nur nicht zugelassen, weil sich herausstellte, daß bei mir, aufgrund einer Vorerkrankung, das Risiko, daß ich aufgrund des Blutverlustes einen Kollaps erleide, zu groß war. Soll ich also im Fall des Falles keine Bluttransfusion bekommen? Soll ein kleines Kind, das sich noch nicht entscheiden kann, kein Spenderorgan erhalten?

Lobby

"Junge Helden" und die Bundesärztekammer, die natürlich die Organspende befürworten, sind in dem Fall natürlich nicht neutral. Der "Hirntod" ist durchaus umstritten. Es geht auch nicht einmal um die Frage, ob der Hirntod unumkehrbar ist. Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, daß ein Hirntoter wieder gesund wird. Wie sicher ist die Diagnose wirklich? Es gab schon Fehldiagnosen, und der Apnoetest ist durchaus nicht unumstritten.
Die Frage ist, ist der Hirntod wirklich schon der Tod oder eine Etappe des Sterbeprozesses. Angenommen, man wird für Hirntod erklärt, und weil man der Spende zustimmte (vielleicht taten es auch die Angehörigen), wird man, bei schlagendem Herzen, noch funktionierendem Kreislauf, aufgeschnitten, die Organe werden herausgeschnitten. Da noch niemand diese Explanation überlebte, kann auch niemand wirklich beurteilen, ob der "Hirntote" wirklich nichts mehr spürte.

@19:59 von Fassungslos

"Was bekommen die Angehörigen des Organspenders? Ich denke 50 000,00 pro Organ währen angebracht."

Dann lassen die Angehörigen den Ausweis verschwinden, in dem ein NEIN zur Organspende vermerkt ist?
Dann ist es auch keine Spende sondern ein Verkauf.

Wenn das eigene Geld auf dem Konto für eine Beerdigung nicht reichen sollte, sähe selbst ich mich zu einer Organspende gezwungen, um meinen Angehörigen die Kosten zu ersparen.

Wie war das noch?

Ein "Nein" ist ein "Nein" - oder galt das nur für sexuelle Übergriffe?
Mit einem ausgehebeltem Datenschutz in dem Krankenbereich könnten Krankenhäuser und Ärzte "übergriffig auf Organe" werden, wenn bis zu 100.000 € winken und bezuschußt werden. Zuschüße locken auch die Halbwelt an und geschickt eingefädelt, könnte man aus der Überbevölkerung des Planeten aus dem Vollen schöpfen. Sicherlich sind schon einige Organsiationen am Nachdenken.
Wegen einer Kleinigkeit rein in die Klink und schon ist dieser Patient ein Ersatzteillager für zahlungkräftige Kunden - die Datenverarbeitung macht's möglich.

wenn...

man im Gegenzug zur Einwilligung auch ein Honorar bekommt .Dann ja. Allein bei beiden Nieren spart die KK 600000 Euro an Dialysekosten . Pro Jahr.Daran möchte ich schon ein klein wenig beteiligt werden. Mir erlässt ja auch keiner was.

Widerspruch - eine Lösung?

Eine schwierige, weil hochmoralisch-ethische Entscheidung, die dazu noch gewürzt ist mit wirtschaftlichen, gewinnorientierten Aspekten. Wenn plötzlich eine Fülle von möglichen Spendern zur Verfügung, soll dieses Reservoir ungenutzt bleiben? Spenderorgane können ja auch exportiert werden... Und was ist mit den Menschen, die aufgrund früherer Erkrankungen oder Medikamentenkonsum nicht mehr als Spender dienen können. Wer stellt das fest und wann und wie wird das in der Kartei vermerkt? Vielleicht alles über die elektronische Patientenkarte? Die weitere Debatte im Bundestag und in der Bevölkerung könnte spannend werden. Zumindest sind die Transplantationsskandale der früheren Zeit aufzuarbeiten und es ist Sorge dafür zu tragen, dass Korruption und Missbrauch mit Spenderorganen nicht mehr vorkommen.

Organspende

Der Vorschlag von Herrn Spahn, Kliniken sollten mehr Geld für lebensrettende Maßnahmen erhalten verhöhnt den hypokratischem Eid.

Armes Lobby-höriges Deutschland!

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