Kommentare

CDU/CSU hat ein Generationenproblem

Massive verlußte der über 60 Jährigen
zur rechtspopulistischen AFD.

In 5/10 Jahren hat sich dieser rückwärtsgewandte politikhype
auf natürliche Art & Weise erledigt

In Hessen hat es sogar einige Orte gegeben,
wo die SPD zulegen konnte , während bei massiven Verlußten der CDU
die Rechtspopulisten diese Stimmen bekamen.

Kokettieren mit dem Linksbündnis

Die Grünen haben in Hessen ein historisches Ergebnis eingefahren, sind aber doch hinter den Erwartungen zurückgeblieben - Demoskopen hatten die Partei ja zwischenzeitlich bei 22 % gesehen. In den letzten Tagen vor der Wahl haben die Grünen dann in den Umfragen 2 % abgegeben, während die CDU 2 % hinzugewann.

Was war passiert? Ich persönlich glaube, dass die Grünen vor der Wahl etwas zu laut mit einem Linksbündnis unter grüner Führung kokettiert haben. Da haben einige bürgerliche Wähler kalte Füße bekommen und sind wieder zur Union gewandert.

Es freut mich jedenfalls, dass Rot-Rot-Grün bzw. Grün-Rot-Rot in Hessen verhindert werden konnte. Eine Regierungsbeteiligung der Linkspartei wäre für den Wirtschaftsstandort Hessen alles andere als gut gewesen. Und Leute mit Kindern werden ebenfalls erleichtert aufatmen, denn in puncto Bildungspolitik ist dem bürgerlichen Lager ebenfalls mehr zuzutrauen als den Linken (siehe die entsprechenden Ländervergleichsstudien).

Sehr interessant. Die Groko

Sehr interessant. Die Groko in Berlin ist so dröge und unfähig, daß wirkt sich auf alle Länderparlamente aus.
Es ist ja nicht so, als ob AFD,Linke, Grüne und FDP irgendein Konzept hätten. Die profitieren nur von denen, die SPD und CDU nicht mehr wollen. Das muß man aber nicht in München oder Wiesbaden erkennen, daß muß mal bis nach Berlin dringen. Geschlossener Rücktritt aller Regierungspolitiker und eine erneute Wahl eines Kanzlers wäre jetzt angebracht. Dazu bedarf es keiner Bundestagswahl. Nur mal so zur Info.

Die 1.494.000 Nichtwähler

sind die größte Gruppe unter den Wählern.

Sie ist um 231.000 gewachsen. Unter den Nichwählern finden sich 202.000 Zugezogene (ca. 57% der Zugezogenen) und 123.000 Neuwähler (ca. 44% der Neuwähler).

Den Volksparteien CDU und SPD sterben im Gegenzug die Wähler weg (ca. 10% bei der CDU und ca. 8% bei der SPD). Bei der FDP sind es auch knapp 10%.

Vielleicht sollten sich unsere Parteien, allen voran CDU und SPD, mal Gedanken darüber machen, warum so viele Menschen ihr Wahlrecht nicht wahrnehmen wollen.

Das rote Hessen hat 40 Jahre das schwarze Bayern subventioniert.

@09:08 von Laskaris
Dass der hessische Finanzminister einfach mal so 3000 Millionen verzockt hat kam im Wahlkampf nicht genügend zum Tragen.
Auch Bayern wird noch sein "schwarzes" Wunder erleben, wenn die Folgen der CSU-Landesbankaffäre klar werden. Der Rechnungshof hat da schon Schulden in der Größenordnung von einer halben Billion (!) Euro vorgerechnet.
Dass mit dem Verkauf der Landesbank Schulden zurückgezahlt werden könne, glaubt auch nur die CSU.

Und zur Bildungspolitik: Der Vorteil Bayerns sind die Eltern, wie wir als Betroffene feststellen können. In "guten" Klassen kümmern sich die Eltern evtl. einschließlich Nachhilfeunterricht um die Kinder.
An den Schulen wird gespart. Unterrichtsausfälle, Klassen, die fast komplett von Referendaren unterrichtet werden etc

Von den LINKEN zur AfD

Danke an die Red. für diese sehr aufschlussreiche Grafik.
Wenn Wähler von der CDU zur AfD wechselten, ist das zwar bedauerlich, aber irgendwo noch verständlich, weil die Koalition im ablaufenden Jahr ziemlich unverhohlen am rechten Rand gefischt, bzw. die Treibnetze lautstark am Rechten Ufer ausgelegt hat.
Wie aber ein bisheriger Wähler der LINKEN sein Kreuzchen bei der AfD machen kann, da reibt man sich dann doch die tränenfeuchten Augen.
Wenn es aus Frustration geschehen ist, wäre er besser daheim geblieben.

Es wurde gewählt

und alles bleibt wie immer.
Größte Partei ist wie bei fast allen Wahlen, die Partei der Nichtwähler.
Interessant wird in Zukunft, ob die Grünen das ausbauen können, oder ob mal ein paar neue Parteien entstehen die auch Nichtwähler aufnehmen können.
Aber ich kann das nicht wählen nachvollziehen, geht man zu Wahl kommt dabei heraus XXX, geht man nicht zur Wahl kommen die selben XXX heraus.
Das schaut man sich 2-3 mal an, und versteht am Ende das die eigene Stimme nichts bewirkt hat, also lässt man es sein.

@ Karl Klammer um 09:07

Sie schrieben:
"Massive verlußte der über 60 Jährigen
zur rechtspopulistischen AFD.

In 5/10 Jahren hat sich dieser rückwärtsgewandte politikhype
auf natürliche Art & Weise erledigt"
Freuen Sie sich mal nicht zu früh über das Ableben der "alten weißen Männer"! Auch die heute "jungen" Leute werden älter, gründen Familien und werden realistischer. Selbst ich habe in meinen jungen Jahren aus tiefstem Herzen mal SPD gewählt.
Wie heißt es doch so treffend:
"Wer mit 20 nicht links ist, der hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch links ist, der hat keinen Verstand."

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Viele Grüße
Die Moderation

@ krittkritt

Zum Vorwurf, der hessische Finanzminister habe 3000 Millionen "verzockt": Im Nachhinein ist man an den Kapitalmärkten immer schlauer. Zum Zeitpunkt der Entscheidung, also 2011, gab es durchaus gute Gründe, auf demnächst steigende Zinsen zu setzen und entsprechend zu agieren. Und die Frage ist, ob ein Finanzminister von der SPD oder von den Grünen hier anders gehandelt hätte - es soll ja auch schon das eine oder andere Mal vorgekommen sein, dass linke Regierungen sich verspekuliert haben...

Dass die Sache in den letzten Tagen des Wahlkampfs in die Presse lanciert wurde, war jedenfalls sehr durchsichtig.

Zur Bildungspolitik: Dass der Bildungserfolg zu einem großen Teil vom Vorbild und Einsatz der Eltern abhängt, ist klar. Eben deshalb halte ich den linken Ansatz, durch Gesamt- und Ganztagsschulen für "Bildungsgerechtigkeit" zu sorgen, für verfehlt. Denn fehlendes elterliches Engagement lässt sich auch so nicht ausgleichen.

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