Ihre Meinung zu: Kommentar: Mexikos Angebot hat wenig mit Nächstenliebe zu tun

27. Oktober 2018 - 16:52 Uhr

Die mexikanische Regierung hat den vielen hundert Migranten im Land ein Bleiberecht in Aussicht gestellt. Doch es ist ein vergiftetes Angebot von Noch-Präsident Peña Nieto, meint Anne-Katrin Mellmann.

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Kommentare

Wenn sich das so verhält, wie

Wenn sich das so verhält, wie hier beschrieben, warum gibt es dann keine Sanktionen durch die EU gegen Mexiko?
Und auch gegen die anderen Länder Lateinamerikas, die, nach einem anderen Bericht heute, ihrer arme Bevölkerung nicht im geringsten helfen? Trotz milliardenschwerer Hilfe aus den USA.
Weil es die EU -Länder in Afrika genau so machen?

Anders als Frau Mellmann...

... sehe ich das Angebot der mexikanischen Regierung als sehr großzügig an.

Da es kein Recht auf Einwanderung gibt, befinden sich die Migranten illegal in Mexiko. Auch der Versuch die Grenze zur USA zu überschreiten ist illegal.

Weder die USA noch Mexiko sind verpflichtet, die Migranten aufzunehmen. Nach den geltenden Gesetzen sind sie stattdessen in ihre Heimatländer auszuweisen.

Ein Angebot, bleiben zu dürfen, würde ich daher als großzügig bezeichnen.

Der Kommentar

kommt der Sache schon sehr nahe, ähnliches hatte ich geschrieben, aber ..... .

" Nur die Verzweifelten werden das tun, die von dem langen Fußmarsch ausgelaugten, die die aufgeben. Sie werden auf die Bedingung der mexikanischen Regierung eingehen und in den südlichen Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas bleiben. "

Nur wird es Ihnen auch nichts helfen, wenn die USA macht was Trump angekündigt hat.
Aber mal gut zu hören was die Mexikaner und Ihre Behörden machen, das ist wohl eher weniger bekannt und man hört oft nur Zahlen.
Aber nicht was wirklich daraus geworden ist.

Wenn Mexiko stillhält

ist bald die Grenze zu den USA dicht. Es ist also im Interesse Mexikos, Völkerzüge durch sein Land in die USA frühzeitig zu unterbinden. Es gehört nicht wenig Phantasie dazu, halb Mittel- und Südamerika auf dem Marsch ins gelobte Land USA zu sehen, wenn Trump nicht mit aller Härte gegen illegale Grenzüberschreitungen vorgeht. Kein vernünftiger Mensch kann also ein Interesse daran haben, dass diese Menschen in die USA durchgelassen werden.

Grenzen

Weltweit sollte doch endlich mal verstanden werden, dass es ein recht auf Migration nicht gibt. Gab es noch nie, und in Zeiten frueherer Jahrhunderte oder Jahrtausende haben Staemme, Sippen, Voelker, erbitterte Kaempfe um Territorium gefuehrt, ihre Jagd- und Siedlungsgebiete verteidigt genau wie alle grossen oder kleinen Tiere. Barmherzige Aufnahme von Fremden wurde allenfalls dann praktiziert wenn derjenige in (scheinbar) freundlicher Absicht kam (und damit sind die Indigenen in Amerika ja zuletzt ganz schoen auf die Schnauze gefallen), nicht zu viele andere mit sich brachte, und solange er nicht zum Stoerfaktor in der eigenen Gruppe wurde. Der wurde vielleicht auch gesund gepflegt, aber danach sollte er dann gefaelligst selbt mit auf die Jagd gehen und sich und die seinen versorgen, zur Erhaltung der Gemeinschaft beitragen. In der geteilt wurde und wird, aber auch hohe Erwartungen gestellt wurden an Respekt und kulturelle Einfuegung. Grenzen gab es schon immer.

Eine mehr als fragwürdige Einstellung...

Die Kommentatorin vertritt m.E. eine mehr als fragwürdige Einstellung, da sie die illegale Weiterreise innerhalb eines Staates der Anwendung von geltendem Recht, übrigens auch international, aufgrund ihrer eigenen moralischen Weltanschauung vorzieht.

Ein Rechtsstaat, in dem man sich nur dann an Recht und Gesetz hält, wenn man es nach eigenem Gusto für notwendig erachtet, verdient diesen Namen nicht.

Im Übrigen wirkt der Flüchtlingszug mit seinem Fahnen für mich eher wie ein Eroberungsfeldzug - und das Ziel ist ja sogar offiziell, sich auf illegalem Weg einen Einlass in die vereingten Staaten zu erzwingen.

Solche Kommentare in einem öffentlich-rechtlichen Sender, der sich durch die GEZ finanziert, sind für mich inakzeptabel.

Gewalt, Verbrechen, Asyl

Politische Verfolgung durch den Staat ist ein Asylgrund. Die Unfaehigkeit des Heimatstaates bei der Verbrechensbekaempfung ist das nicht. Armut im Heimatland ist auch kein Asylgrund. Natuerlich ist das Streben des Einzelnen von dort wegzukommen verstaendlich. Das wuerden wir vielleicht auch. Gleichzeitig ist das Streben anderer Voelker, ihre Grenzen zu verteidigen und keine Voelkerwanderungen zuzulassen auch verstaendlich. Die Bilder vom Eintreten des Grenzzauns zwischen Guatemala und Mexiko und das sich Durchwaelzen einer Masse von Menschen, das war nicht anders als die Massen von Planwagen voller Europaeer die sich einst in indianisches Territorium waelzten, entschlossen sich zu nehmen was ihnen nicht gegeben wuerde. Nur geht es heute nicht mehr um Landnahme, sondern um Teilhabe am Wohlstand der von den Nachfahren der Planwagenmigranten geschaffen wurde.
So sehr ich Trump verabscheue, aber so wird das nichts. Gegen das organisierte Verbrechen in den Heimatlaendern muss Hilfe her

Was soll das?

Diese und alle anderen Migranten befinden sich illegal in Mexico. Wenn die Polizei durchgreift und diese Leute wieder ausser Landes befördert, dann tut sie zunächst mal ihre Pflicht und nichts Verwerfliches. Dass es dabei auch zu Übergriffen kommen kann, mag sein, die Frage ist aber auch, wie ist das Verhalten der Migranten. Man sollte nicht immer versuchen, auf die Tränendrüsen zu drücken, sondern auch mal nüchtern beide Seiten betrachten. Ich bin selbst oft in Mexico und sehe Migranten, das sind beileibe nicht alles Heilige.

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