Ihre Meinung zu: Streit um INF-Vertrag: Weniger Vertrauen als im Kalten Krieg

22. Oktober 2018 - 14:32 Uhr

Die Debatte um den INF-Vertrag offenbart nicht nur das tiefe Misstrauen zwischen Russland und dem Westen. Auch die Verhandlungen mit anderen Atommächten könnten problematischer werden. Von Christian Thiels.

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Kommentare

Nato Doppelbeschluß

War der INF Vertrag nicht auch ein Ergebnis des damals so umstrittenen Nato- Doppelbeschlusses? Es schön zu lesen, dass dieser aus heutiger Sicht doch so positiv bewertet wird. Bleibt zu hoffen, dass die Drohungen aus Amerika erneut dazu führen Russland zum Verzicht auf weitere Rüstung zu bringen. Leider haben weder Europa noch Obama rechtzeitig reagiert um Russland zu bedeuten, dass es sich an Verträge auch halten muss.

INF-Vertrag

Wenn man sich mal betrachtet, wie Russland militärisch eingekesselt wurde muß man zu der Erkenntnis kommen, daß dieser Vertrag zu einer Farce verkommen ist. Die NATO könnte ihre Atomraketen auch praktisch über den Zaun werfen, da ist eine Reichweitenangabe sinnlos.

14:56 von passdscho

Leider haben weder Europa noch Obama rechtzeitig reagiert um Russland zu bedeuten, dass es sich an Verträge auch halten muss.

Da muß man erst mal drauf kommen.

Keine Gefahr

Zitat:"Schauplatz des atomaren Wahnsinns"

Nein Herr Gabriel, Europa war nie "Schauplatz des atomaren Wahnsinns".

Es gab ein Gleichgewicht, das den Krieg verhindert hat.

Zitat Ischinger: "Ich kann nur hoffen, dass dies vielleicht der Auftakt zu einer weiteren Verhandlungsrunde sein könnte."

Wieso und wofür? Ob es diesen Vertrag gibt oder nicht, es ändert nichts an der Realität. Diese Waffen werden so oder so nie eingesetzt.

@Barbarossa 2

Wenn man sich mal betrachtet, wie Russland militärisch eingekesselt wurde

Eingekesselt? Klar, in China stehen vermutlich auch schon US-Truppen oder wie?

Davon abgesehen unterstellen Sie mit dem Wort, dass da eine feindliche Absicht besteht. Aber es ist Russland, dass die Krim besetzt hat und in die Separatisten in der Ostukraine unterstützt. Und es ist Putin, der mit seinen Aussage über den Zerfall der Sowjetunion Unruhe in Polen und im Baltikum auslöst.

Die Aufrüstungsspirale erfährt ihren Startschuß

Wir erleben gerade historisches! Der Wille der USA den INF-Vertrag zu kündigen, verheißt für uns Europäer nichts Gutes. Auch wenn man Russland berechtigt Vorwürfe machen kann, so ist auch der russische Vorwurf gegenüber den Westen, in Bezug auf das Raketenabwehrsystem der USA, dass bereits in Polen und Rumänien in Betrieb ist, sicherlich ebenfalls berechtigt. Die Umrüstung dieses Raketensystems von Abwehr auf Erstschlagwaffe ist ein Kinderspiel und jederzeit binnen Stunden machbar. Die Nervosität der Russen in Bezug auf die Osterweiterung der Nato und der Ukraine-Konflikt ist nachvollziehbar. Jedoch kann der Westen sich ebenfalls über Russland beklagen. Siehe die Besetzung und Annexion der Krim! Hier helfen nur Verhandlungen und neue Verträge. So könnte man meinen. Aber leider muss man den Russen auch recht geben, wenn sie behaupten die USA wäre vertragsbrüchig. Siehe z.B. den Atomvertrag mit Iran. Wenn kein Vertrauen da ist, woher soll es dann bitteschön kommen? Etwa von Trump?

Es ist eben blöd, wenn man Vereinbarungen einfach wegwischt

Seit Jahren tut 'der Westen' viel dafür, Vertrauen zu zerstören und nicht dafür, Vertrauen aufzubauen.

Auf einmal kommt die Angst...

Trump wollte von Beginn an auf Russland zugehen und wurde dafür von anderen Poltikern, der Presse und auch seiner eigenen Partei scharf kritisiert....ich erinnere mich noch gut an das Knutschgemälde zwischen Trump und Putin.
Nach dem jüngsten Treffen zwischen Trump und Putin war es der inzwischen verstorbene Senator McCain, der Trump vorwarf, viel zu weich zu sein....und wurde dafür von der Presse (auch der Tagesschau) gefeiert (was mich nicht zuletzt deshalb verwundert hat, da McCain als Gegner von Obama viel Spott ertragen musste, z.B. der Vergleich mit dem Pinguin).
Und nun hat man auf einmal Angst....war man sich der Gefahr eines dritten Weltkriegs nicht bewusst oder hat man dieses Risiko nur verdrängt, um publikumswirksam weiter auf den ungeliebten Trump einzuschlagen?

Gefährliche Situation

Durch den Ausstieg aus dem Atomvertrag mit dem Iran, hat die USA unter Trump bewiesen, dass man ihnen nicht trauen kann. Trotz aller Bedenken der Europäer, wurde dieser Vertrag ohne Rücksicht auf Verluste durch die USA gekündigt. Jetzt ist nun auch der INF-Vertrag dran. Welches Vertrauen sollen nun alle anderen Atommächte, wie z.B. Nordkorea, China, Indien und Pakistan usw. der USA entgegenbringen? Wenn Verträge dazu dienen um sie willkürlich zu brechen, dann sind sie das Papier nicht wert auf dem sie niedergeschrieben wurden. So einfach ist es, weil das Signal was gesendet wird heißt, traue nicht dem Westen und schon gar nicht der USA. Macht uns das sicherer? NEIN, ganz bestimmt nicht. Es ist für Europa an der Zeit aufzustehen und zu sagen: NEIN, das wollen wir nicht! Wir gehen unseren eigenen Weg!
Sollten wir diesen Weg gehen, werden wir uns diesen sehr hart gegenüber der USA erkämpfen müssen. Noch nie war Krieg und Zerstörung in Europa nach dem II. WK so nah wie heute. Schlimm

Der Weltfrieden ist gefährdet

Je mehr Atomwaffen es gibt, desto wahrscheinlicher wird eine atomare Auseinandersetzung, Kernwaffen machen die Welt immer unsicherer. Alle Kirchen und Gewerkschaften sollten zum Wiederstand gegen eine Neuauflage des kalten Krieges Aufrufen. Es steht nichts geringeres als der Weltfrieden auf dem Spiel.

Was ist denn tatsächlich geschehen?

Der Artikel gibt nur Meinungen wieder und liefert keine Fakten. Rüstet Rußland ein bestimmtes Waffensystem (welches genau?) wirklich auf und unterläuft es damit faktisch die Vereinbarungen im INF-Vertrag? Details bitte, notfalls Links zu anderen Nachrichtenquellen.

Embargopolitik

In der amerikanischen Kündigung des INF-Vertrages muss man wohl die Fortsetzung der Embargopolitik gegenüber Russland sehen, denn die für eine weitere Rüstung notwendigen finanziellen Aufwendungen würden in Russland zu Belastungen führen, die für die Bevölkerung spürbar wären. Das über Russland hinaus die gesamte Weltlage schwieriger und unberechenbarer geworden ist, liegt nicht zuletzt an der Regime-Wechsel-Politik der USA, vor der eben nur die Atombombe schützt. Die USA andererseits benötigen die permanenten Rüstungen, denn man braucht keine Experte zu sein, um sich vorstellen zu können, wie die amerikanische Wirtschaft ohne den Militäretat und die Rüstungsindustrie aussähe. Die USA brauchen den ständigen Konflikt zur Aufrechterhaltung ihrer Wirtschaft.

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