Kommentare

Gewalt bestimmt die erste Parlamentswahl in Afghanistan

die Gewalt bestimmt nicht nur die Wahl
sondern das gesamte gesellschaftliche Leben dieses Landes
Ob unser Konzept, das wir dort installieren wollen klappt,
aber es ist ja unsere westliche Art andere Völker belehren zu müssen

Ich muß gestehen,

daß Afghanistan das einzige Land ist, wo ich den Sinn der Wahlen nicht verstehe. Kann es sein, daß der Ausgang der Wahlen die Taliban eher peripher tangiert?

10:52, Sisyphos3

>>Gewalt bestimmt die erste Parlamentswahl in Afghanistan
die Gewalt bestimmt nicht nur die Wahl
sondern das gesamte gesellschaftliche Leben dieses Landes
Ob unser Konzept, das wir dort installieren wollen klappt,
aber es ist ja unsere westliche Art andere Völker belehren zu müssen.<<

Nein.

Es ist unsere westliche Art, andere Völker beherrschen zu wollen.

Und in diese "westliche Art" beziehe ich die ehemalige UdSSR, jetzt Russische Föderation, ausdrücklich mit ein. Sie ist nämlich Teil davon. Bitte nicht vergessen, daß die Hofsprache am Zarenhof französisch war.

Der Anfang vom Ende Afghanistans war die sowjetische Besetzung.

Und dann kamen die USA mit "Operation Cyclone". Damit wurden, verkürzt dargestellt, die Islamisten, so wie wir sie heute kennen, geschaffen.

Bis dahin war Afghanistan ein gastfreundliches Land, wie jeder, der es in den 60ern bereiste, bestätigen kann.

Man hat das Land mit vereinten Kräften zerstört und will es jetzt demokratisch reparieren? Das ist naiv.

11:02, Barbarossa 2

>>Kann es sein, daß der Ausgang der Wahlen die Taliban eher peripher tangiert?<<

Die Taliban sind keine demokratische Organisation und stellen sich nicht zur Wahl.

Natürlich sind denen die Wahlen nicht nur komplett egal, sie versuchen mit aller Macht, sie zu verhindern.

Deswegen ist es in Afghanistan sehr gefährlich, wählen zu gehen. Und erst recht sich zur Wahl zu stellen. Es ist todesmutig.

11:29 von fathaland slim

Zweiter Versuch. Egal wie die Wahlen ausgehen, ohne die Taliban entweder auszuschalten oder einzubeziehen wird sich nichts ändern.

@ fathaland slim

"Es ist unsere westliche Art, andere Völker beherrschen zu wollen." um 11:19 von fathaland slim

Und nun?

So wie ich es jetzt nach über 40 Jahren auf der Erde sehe, tangiert unsere Beherrschung die normale Bevölkerung peripher.
Ob wir uns in Ländern einmischen oder nicht, ob durch Entwicklungshilfe oder militärisch: für die Leute wird es weder besser noch schlechter.

Ich gebe mittlerweile der Überbevölkerung die Schuld: es gibt kein fruchtbares, unvermintes Land mehr, auf das man ausweichen kann.
Und nein, 6 arbeitslose Kinder (davon statistisch 3 Mädchen, die eh kaum Ausbildung genossen haben und früh geschwängert werden - "prekäre Verhältnisse") dienen definitiv nicht der Altersvorsorge. Wie denn auch?
So viel Anbauflächen gibt es gar nicht, damit sie sich mit etwas Anbau über Wasser halten können.

Was Altersvorsorge durch Kinder bei armen Familien angeht, so war sie auch hier in der Vergangenheit von bescheiden bis "vergessen". Man starb arm mit ca. 60, also eh "vor der Rente".

@fathaland slim um 11:19Uhr

Zitat aus Ihrem Kommentar:"Bis dahin war Afghanistan ein gastfreundliches Land, wie jeder, der es in den 60ern bereiste, bestätigen kann". Leiten Sie aus der Gastfreundschaft alle Ihre "Erkenntnisse " ab? Woher nehmen Sie das Recht für alle Afghanistanbesucher stellvertretend Behauptungen auszusprechen? Was ist mit den Besuchern, die Ihre Ansicht nicht bestätigen? Ein Klassenkamerad von mir kam in Afghanistan Ende der 60er Jahre unter nicht geklärten Umständen ums Leben, damals20 Jahre alt! Vermutlich gab es auch keine Kinderehen, aber dafür jede Menge Mädchen-Schulen, oder? Man muß über Konzelmann nicht einer Meinung sein, aber manches seiner Reiseberichte war bestimmt nicht erfunden!

'An vielen Wahllokalen

'An vielen Wahllokalen standen die Wähler gestern stundenlang vor verschlossenen Türen, weil Wahlleiter nicht erschienen waren oder wichtige Wahlunterlagen fehlten. Viele Wähler seien entnervt nach Hause gegangen (...)
und dann funktionierten die biometrischen Geräte zur Kontrolle der Stimmabgabe nicht richtig. An einigen gab es gar keine Geräte. Zudem seien einige Namen von Wahlberechtigten gar nicht auf den Listen erschienen. Überall gab es Probleme. Ich hoffe, bei künftigen Wahlen läuft das besser. (...)
Korruption bei den Wahlen'

- - -

Wahrscheinlich kann man nicht für alle geschlossenen Wahllokale und Korruption die Taliban verantwortlich machen.
Wenn die Taliban (wie im Artikel geschrieben) das halbe Land kontrollieren, dann besteht das halbe Land offenbar aus Taliban bzw Unterstützern der Taliban. Oder lassen sich die Afghanen trotz westlicher Milliarden von einer Minderheit kontrollieren?
Den Schluss, dass alle Afghanen in Deutschland leben müssen, ziehe ich nicht

12:03 von Tada

Ihre Argumentation trifft es auf den Punkt. Uns, dem Westen, ist bisher einfach nichts eingefallen, den Afghanen eine einigermaßen wirtschaftliche Sicherheit zu bieten. Wir bräuchten doch bloß für Erzeugnisse der Afghanen Abnahmen garantieren. Nur mal ein Beispiel.

@fathaland slim "Die Taliban sind keine demokratische ...

... Organisation"
---
Gut, daß sie so bedeutend viel mehr über die Binnenorganisation der Taliban wissen.

12:03, Tada

>>So wie ich es jetzt nach über 40 Jahren auf der Erde sehe, tangiert unsere Beherrschung die normale Bevölkerung peripher.<<

Ich nehme an, mit "normale Bevölkerung" meinen Sie die Menschen, die in einem Land leben.

Wollen Sie wirklich behaupten, der Kolonialismus/Imperialismus tangiere diese Menschen peripher?

Sind Sie da ganz sicher?

11:19 von fathaland slim

Es ist unsere westliche Art, andere Völker beherrschen zu wollen.

Es bringt überhaupt nichts, Afghanistans innere Zerwürfnisse mit Kritik am Westen zu kaschieren. Afghanistan war auch in den 60ern bettelarm und nicht alle Afghanen waren damit nur rundum glücklich, auch wenn das für Reisende vielleicht so schien ...

12:19, Phonomatic

>>11:19 von fathaland slim
Es ist unsere westliche Art, andere Völker beherrschen zu wollen.

Es bringt überhaupt nichts, Afghanistans innere Zerwürfnisse mit Kritik am Westen zu kaschieren. Afghanistan war auch in den 60ern bettelarm und nicht alle Afghanen waren damit nur rundum glücklich, auch wenn das für Reisende vielleicht so schien ...<<

Nichts dergleichen habe ich behauptet.

Sie müssen aber doch zugeben, wenn Sie ehrlich sind, auch wenn Imperialismuskritik bei Ihnen Abwehrreflexe auslösen mag, daß Afghanistan damals kein Failed State war, so wie jetzt, und es nicht lebensgefährlich war, dieses Land zu bereisen.

Armut ist ein Problem, von dem mehr als 80% der Menschen dieser Erde betroffen sind.

12:17, Theodortugendreich

>>@fathaland slim "Die Taliban sind keine demokratische ...
... Organisation"
---
Gut, daß sie so bedeutend viel mehr über die Binnenorganisation der Taliban wissen.<<

Aus Ihrer süffisant-ironischen Antwort auf meinen Kommentar schließe ich, daß Sie andere Informationen über die Taliban haben.

Dann mal heraus mit der Sprache!

12:12, karlheinzfaltermeier

>>Zitat aus Ihrem Kommentar:"Bis dahin war Afghanistan ein gastfreundliches Land, wie jeder, der es in den 60ern bereiste, bestätigen kann". Leiten Sie aus der Gastfreundschaft alle Ihre "Erkenntnisse " ab? Woher nehmen Sie das Recht für alle Afghanistanbesucher stellvertretend Behauptungen auszusprechen? Was ist mit den Besuchern, die Ihre Ansicht nicht bestätigen? Ein Klassenkamerad von mir kam in Afghanistan Ende der 60er Jahre unter nicht geklärten Umständen ums Leben, damals20 Jahre alt! Vermutlich gab es auch keine Kinderehen, aber dafür jede Menge Mädchen-Schulen, oder? Man muß über Konzelmann nicht einer Meinung sein, aber manches seiner Reiseberichte war bestimmt nicht erfunden!<<

Wieder mal eine Ihrer wütend-polemischen Zurechtweisungen.

Ich kann nicht stellvertretend für alle Afghanistanreisenden sprechen, da ich keiner bin.

Ich kenne aber einige Afghanistanreisende.

Selbstverständlich sind Reisen in Länder der dritten Welt immer risikoreich.

11:19 von fathaland slim

Und dann kamen die USA mit "Operation Cyclone". Damit wurden, verkürzt dargestellt, die Islamisten, so wie wir sie heute kennen, geschaffen.

Das ist nicht verkürzt, sondern entstellt.

12:30 von fathaland slim

Afghanistan war ein "failed state", als es dafür noch keinen Namen gab. Weil es unter den Afghanen keinen Sinn für ein gemeinsames Land gab. Daher sahen einige Afghanen im Kommunismus eine Hoffnung auf Besserung ihrer Lebensumstände und daher meinten die anderen an der Grenze zum Gottesstaat Pakistan, dass sie sich von auf keinen Fall dieses lästerliche Leben aufzwingen lassen würden ... An dieser Grenze verlief auch die Entwicklung des radikalen Islam: mit oder ohne amerikanische Gelder und Waffen.

@10:52 von Sisyphos3

"es ist ja unsere westliche Art andere Völker belehren zu müssen"

Zunächst mal haben die Afganen da einen kompliziezten Schlüllüs für alle Völker und Religienen geschaffen, das keine demokratische Wahl nach westelichem Vorbild. Dannhat das Parlament in Afganistan so gut nicht zu sagen.

Aber: Wie stellen Sie sich das denn vor, wie die ihr Gemeinwesen organisieren sollen? Mit Talibal, IS und Warlords? Klaube kaum, das die Menschen so leben wollen.

12:43, Phonomatic

>>11:19 von fathaland slim
Und dann kamen die USA mit "Operation Cyclone". Damit wurden, verkürzt dargestellt, die Islamisten, so wie wir sie heute kennen, geschaffen.

Das ist nicht verkürzt, sondern entstellt.<<

Der Anschlag vom 11. September beispielsweise lässt sich in direkter Linie auf die Operation Cyclone zurückführen.

Es wurde ungeheuer viel Geld in die religiös motivierten Mujahedin gepumpt, es wurden Schulbücher angefertigt, in denen Koranverse aus dem Zusammenhang gerissen wurden, um das Töten von "Ungläubigen" zu propagieren und vieles mehr.

Die finanzielle und ideologische Unterstützung bis dahin eher unbedeutender islamistischer Bewegungen war ein Mittel der CIA während des kalten Krieges, um den marxistischen Einfluss auf die Befreiungsbewegungen des nahen und mittleren Ostens zu bekämpfen.

Sehr erfolgreich übrigens.

Ich kann mich noch entsinnen, daß es zahlreiche sozialistische Organisationen in der Region gab. Angefangen mit der PLO.

12:15 von Barbarossa 2

«Uns, dem Westen, ist bisher einfach nichts eingefallen, den Afghanen eine einigermaßen wirtschaftliche Sicherheit zu bieten. Wir bräuchten doch bloß für Erzeugnisse der Afghanen Abnahmen garantieren.»

Es wäre wünschenswert, wenn andere Staaten auf diesem Weg zur Stabilisierung Afghanistans beitragen könnten.

«Nur mal ein Beispiel.»

Mir fällt da leider kein Beispiel ein. Nur durch den Export von landwirtschaftlichen Produkten wird es nicht gelingen.

Auch sehe ich keine, die in Afghanistan im Überschuss für den Export produziert würden. Eben so wenig kenne ich industriell gefertigte Güter aus Afghanistan, die "konkurrenzfähig" wären.

An welche Erzeugnisse denken Sie?

12:51, Phonomatic

>>12:30 von fathaland slim
Afghanistan war ein "failed state", als es dafür noch keinen Namen gab. Weil es unter den Afghanen keinen Sinn für ein gemeinsames Land gab. Daher sahen einige Afghanen im Kommunismus eine Hoffnung auf Besserung ihrer Lebensumstände und daher meinten die anderen an der Grenze zum Gottesstaat Pakistan, dass sie sich von auf keinen Fall dieses lästerliche Leben aufzwingen lassen würden ... An dieser Grenze verlief auch die Entwicklung des radikalen Islam: mit oder ohne amerikanische Gelder und Waffen.<<

Sie deuten Imperialismus zur freien Entscheidung der von ihm betroffenen Menschen um.

Afghanistan hatte einen König. Der war bei allen afghanischen Stämmen, so autonom sie auch agierten, respektiert und hielt das Land zusammen.

12:52 von Hugomauser

«Zunächst mal haben die Afganen da einen kompliziezten Schlüllüs für alle Völker und Religienen geschaffen, das keine demokratische Wahl nach westelichem Vorbild.»

Was ist ein "komplizierter Schlüllüs"?

Zu diesem Begriff kann ich mir gar nix zusammenreimen …

Was hat der Westen millitärisch erreicht?

Wählen unter Lebensgefahr? Dann hat wohl die Anwesenheit der Nato in Afghanistan rein garnichts zur Stabilisierung und Sicherheit im Lande beigetragen, wenn noch nicht einmal sichere Wahlen ganrantiert werden können.

12:57 von schabernack

An welche Erzeugnisse denken Sie?

An Aggrarerzeugnisse. Muß gemeinsam mit dem Westen beraten und entschieden werden. Das man in Afghanistan etwas anbauen kann ist ja unbestritten.

Einbindung der Taliban?

@Barbarossa 2: Solche Projekte gibt/gab es. Ich erinnere mich an eine Weltspiegel-Reportage vor ein paar Jahren, als Bauern als Alternative zum Mohn durch die GIZ Rosen angeboten wurden. Das Rosenblütenöl war für die Kosmetikindustrie bestimmt und wurde zu garantierten Preisen abgenommen, die höher waren als das was der Mohn den Bauern eingebracht hätte. Problem: Die Taliban fanden das nicht lustig, weil der Opiumhandel eine wichtige Einnahmequelle ist, einige Bauern und Dorfälteste wurden grausam zu Tode gefoltert und die Rosenfelder verbrannt. Mit Gewalt und Terror kann man leider viel guten Willen zerstören.

Die Einbindung der Taliban ist dennoch wohl unvermeidlich, aber der Geprächsfaden ist dünn. Vor einigen Wochen hat die NATO sogar auf dem Twitter-Kanal von Resolute Support den Taliban ein Gesprächsangebot unterbreitet, was die promt via Twitter zurückgewiesen haben. Aus der Aktion sprach schon eine gewisse Verzweiflung...

12:57 von fathaland slim

Es wurde ungeheuer viel Geld in die religiös motivierten Mujahedin gepumpt, es wurden Schulbücher angefertigt, in denen Koranverse aus dem Zusammenhang gerissen wurden, um das Töten von "Ungläubigen" zu propagieren und vieles mehr.

Das waren Programme des ISI. Sicher war es dumm, das zu unterstützen. Sie können aber nicht die Verantwortung Pakistans, noch die Verantwortung der Afghanen selbst, mit Verweis auf bereitgestellte Mittel so völlig hinwegwischen:

Und dann kamen die USA mit "Operation Cyclone". Damit wurden, verkürzt dargestellt, die Islamisten, so wie wir sie heute kennen, geschaffen.

@11:19 von fathaland slim

"Und dann kamen die USA mit "Operation Cyclone". ...
Bis dahin war Afghanistan ein gastfreundliches Land, wie jeder, der es in den 60ern bereiste, bestätigen kann."

Das ist ausgemacter Unsinn. Der Lanstrich, der sich heute Afganistan nennen, wurde schon zum Zeiten von Zar Peter des Großen zwischen Russland und der Briten zerrieben. Es folgten immer wieder Bürgerkrieg und Riviläten zwischen die einen Stämmen.

Mitter der 30er Jahre des vorrigen Jahrhundert etablietiere man dan dein Könkögkreich mit Frauenrechten und demokratischen Elemente. Das war aber insbesondere in der Landbevölkerung nich unumschritten. Es kam immer wieder zu Aufständen in den Provizen.

Anfang der 70 Jahre stürzten die Russen diese Riegier und und Pakistan versuchte in den Folge seinen Machtbereich auszuweiten. Warlords und Taliban bekamen immer mehr Macht, wobei die Warlords hier auch von den USA unstetzütz wurden. 2001 begann die Invasion unter Fürung der USA.

Afganistan war nie ein friedliches Land.

Am 21. Oktober 2018 um 11:19 von fathaland slim

" Man hat das Land mit vereinten Kräften zerstört und will es jetzt demokratisch reparieren? Das ist naiv. "

Nicht immer, aber immer öfter sind wir wohl einer Meinung ;-). Man erschafft etwas und vergisst die Folgen.
Schade das Ihnen letztens nicht antworten durfte, es ging wirklich nur um Papier.

12:57, schabernack

In Afghanistan wird seit vielen Jahrhunderten Schlafmohn angebaut.

Anstatt zu versuchen, die Mohnbauern zu zwingen, dies nicht mehr zu tun, sollten die Pharmakonzerne ihnen die Ernte zu einem guten Preis abkaufen. Das würde mehrere Fliegen auf einen Streich schlagen: Den Taliban wäre eine wichtige Finanzierungsgrundlage entzogen, die Bauern hätten ein auskömmliches Einkommen und ein erster Schritt zur Kontrolle des weltweiten illegalen Rauschgifthandels wäre getan.

Es würde natürlich nur funktionieren, wenn Junkies ihr Heroin auf legalem Wege beziehen könnten, man sich also vom bisher immer gescheiterten Weg der Prohibition verabschieden würde.

Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen dem Junkieelend auf deutschen Straßen und der Stärke der Taliban.

Aber das brauche ich Ihnen wohl nicht zu erzählen.

@12:15 von Norddeutscher22

"dann besteht das halbe Land offenbar aus Taliban bzw Unterstützern der Taliban. Oder lassen sich die Afghanen trotz westlicher Milliarden von einer Minderheit kontrollieren?"

Viele der Taliban kommen aus Pakististan. Und ja: Eine grausame Herrschaft auch über die Mehheit der Bevölkerung hat es schon immer gegeben. Es sind doch nicht alle zu Helden geboren.

"Den Schluss, dass alle Afghanen in Deutschland leben müssen, ziehe ich nicht"

Was soll das? Davon redet ja keiner.

@mlz - Was ist die Ursache für Gewalt und Terror?

13:09 von mlz:
"Mit Gewalt und Terror kann man leider viel guten Willen zerstören."
> Das ist zweifellos richtig. Die Frage muss aber lauten, was Gewalt und Terror nach Afghanistan brachte: War es die Taliban oder die Operation Enduring Freedom?

"Vor einigen Wochen hat die NATO sogar auf dem Twitter-Kanal von Resolute Support den Taliban ein Gesprächsangebot unterbreitet, was die promt via Twitter zurückgewiesen haben."
> Das ist eine adäquate Antwort auf die Überheblichkeit, mit dem sich der Westen in Afghanistan irgendein Mitspracherecht einzuräumen scheint. Die Taliban ist stark und auf die "Mithilfe" ihrer Gegner nicht angewiesen.

Vielleicht gäbe es Frieden, wenn sich der Westen komplett aus Afghanistan zurückzöge. Aber das hieße ja, Einfluss zu verlieren.

Re: Was hat der Westen militärisch erreicht?

@Thomas Wohlzufrieden: Das ist extrem negativ - es hat stellenweise auch viele gute Entwicklungen gegeben. Die Stärkung der Frauen beispielsweise. Wenn sie gezielt danach suchen, werden sie außerdem immer wieder kleine Erfolgsgeschichten finden. Leute die in Kabul eine Bowlingbahn, ein Kino oder einen Radiosender aufgemacht haben, in die Politik gehen oder Sportler, die für Olympia trainieren. Leider erfordert all das eine große Portion Mut, denn jeder der auch nur im entferntesten etwas tut, was Radikalen wie den Taliban oder dem IS nicht in den Kram passt, wird dort bedroht und ggfs. getötet. Es sind diese Helden des Alltags, die es zu schützen gilt.

Richtig ist, dass sich die Sicherheitslage extrem verschlechtert hat. Hätte man 2002/2003 mit Nachdruck und mehr Truppen agiert, wäre es vermutlich nicht so eskaliert. Damals gingen Bundeswehrsoldaten noch zu Fuß durch die Stadt, heute geht es nur noch per Helikopter, weil es am Boden zu riskant ist.

@ fat slim

Hm, erstaunlich.

Wenn Sie sich nicht gerade politisch äußern (ja ich weiß - alles ist politisch) hört man von Ihnen auch vernünftige Ansichten.

Well done!

@mlz

"es hat stellenweise auch viele gute Entwicklungen gegeben. Die Stärkung der Frauen beispielsweise. Wenn sie gezielt danach suchen, werden sie außerdem immer wieder kleine Erfolgsgeschichten finden." Am 21. Oktober 2018 um 13:32 von mlz

Warum denken Sie, dass diese Erfolgsgeschichten nur dem militärischen Eingriff zu verdanken sind, und nicht sowieso sich entwickelt hätten?
Ich lebe heute auch nicht wie meine Mutter und nicht wie meine Großmutter - ganz ohne Hilfe von Außen.

@ fathaland slim

"Es würde natürlich nur funktionieren, wenn Junkies ihr Heroin auf legalem Wege beziehen könnten, man sich also vom bisher immer gescheiterten Weg der Prohibition verabschieden würde." Am 21. Oktober 2018 um 13:19 von fathaland slim

Ist nicht Ihr Ernst...
Demnach müsste man nur in Deutschland die Waffengesetze lockern, damit die armen Waffenkonzerne die Waffen nicht in die Welt verkaufen müssen, sondern hier.

Drogen würden wegen der Folgen verboten. Klar kann man bei zu viel Alkohol auch unzurechnungsfächig werden, aber die Betonung liegt auf zu viel. Bei sachgerechtem Ver-/Gebraucht passiert (wie bei Küchenmessern) gar nichts.

@fathaland slim um 12:40Uhr

Meine Antwort auf Ihren o.a. Kommentar wurde leider nicht freigegeben! Ich hoffe, die Moderation gibt wenigstens frei, daß ich mich gegen die Einlassung "polemisch" oder "wütend" zur Wehr setze! Für Beleidigungen haben auch Sie kein Recht!

13:59, Tada @ 13:19, fathaland slim

>>"Es würde natürlich nur funktionieren, wenn Junkies ihr Heroin auf legalem Wege beziehen könnten, man sich also vom bisher immer gescheiterten Weg der Prohibition verabschieden würde."

Ist nicht Ihr Ernst...
Demnach müsste man nur in Deutschland die Waffengesetze lockern, damit die armen Waffenkonzerne die Waffen nicht in die Welt verkaufen müssen, sondern hier.<<

Es gibt Vergleiche, die hinken, und es gibt Vergleiche, die tun nicht mal das, weil sie nämlich gar nicht erst auf die Beine kommen.

Waffen- und (illegaler) Drogenhandel sind übrigens eng verbunden, was aber mit Ihrem Vergleich nichts zu tun hat.

>>Drogen würden wegen der Folgen verboten. Klar kann man bei zu viel Alkohol auch unzurechnungsfächig werden, aber die Betonung liegt auf zu viel. Bei sachgerechtem Ver-/Gebraucht passiert (wie bei Küchenmessern) gar nichts.<<

Heroin ist, sachgerecht dosiert, erheblich ungiftiger als Alkohol. Das Junkieelend ist eine direkte Folge der Prohibition.

14:07, karlheinzfaltermeier

>>@fathaland slim um 12:40Uhr
Meine Antwort auf Ihren o.a. Kommentar wurde leider nicht freigegeben! Ich hoffe, die Moderation gibt wenigstens frei, daß ich mich gegen die Einlassung "polemisch" oder "wütend" zur Wehr setze! Für Beleidigungen haben auch Sie kein Recht!<<

Vielleicht lesen Sie Ihren Kommentar noch einmal, auf den ich antwortete.

Ist dies wirklich der Tonfall, den Sie für angemessen halten?

Pflegen Sie diesen Ton auch "offline"?

Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Ich bleibe dabei, Ihr Tonfall mir gegenüber ist wütend und polemisch. Und nein, das ist keine Beleidigung. Wer, wie Sie, mit vollen Händen austeilt, sollte auch einstecken können.

13:13, Hugomauser

>>Afganistan war nie ein friedliches Land.<<

Es war nicht unfriedlicher als die allermeisten, wenn nicht sogar so gut wie alle Länder dieser Erde.

Würden Sie mir darin zustimmen?

Dies hat sich in den letzten Jahrzehnten radikal geändert.

Die Geschichte Afghanistans begann übrigens nicht erst zu Zeiten Peters des Großen.

Afghanistan:Wählen unter Lebensgefahr....

Seit 17 Jahren Krieg und der Einsatz von Nato-Truppen bis hin zu allen möglichen Hilfstruppen.Und es nimmt kein Ende,daß ist doch ein Armutszeugnis für den Westen.
Über wie viel Territorium verfügt eigentlich die Kabuler Regierung im Land ? Welchen Rückhalt hat die Regierung im Volk ? Werden Soldaten,Polizisten und Angestellte pünktlich bezahlt ? Wie und woher finanziert sich das Villenviertel in Kabul ?

@Nachfragerin 13:31

"Die Frage muss aber lauten, was Gewalt und Terror nach Afghanistan brachte: War es die Taliban oder die Operation Enduring Freedom?"

Es war ganz sicher nicht die Operation Endurin Freedom, da die Gewalt schon lange vorher da war.
Ich möchte Sie daran erinnern, dass diese Operation ein Land vorfand, das von den Taliban beherrscht wurde. Ich war nicht selbst dabei, aber es gab eine Menge Berichte, dass die westl. Allianz dort tatsächlich als Befreier aufgefasst wurde.

"Vielleicht gäbe es Frieden, wenn sich der Westen komplett aus Afghanistan zurückzöge. Aber das hieße ja, Einfluss zu verlieren."

Nein, gäbe es nicht. Die Taliban würden einfach mittels ihrer Kalaschnikow wieder die Macht übernehmen.

"[...]die Überheblichkeit, mit dem sich der Westen in Afghanistan irgendein Mitspracherecht einzuräumen scheint."

Dabei übersehen Sie, dass sich die Taliban durch die Tolerierung von Bin Laden ein Mitspracherecht im Westen eingeräumt hatten.

um 11:19 von fathaland

um 11:19 von fathaland slim:
"
Der Anfang vom Ende Afghanistans war die sowjetische Besetzung.

Und dann kamen die USA mit "Operation Cyclone"
"

Noch nicht nachguckt wann was begann ?

"Operation Cyclone" : Juli 1979
"SU-Intervention": Dezember 1979
-> Juli steht vor Dezember im Kalender

...& dass die SU mit Afghanistan ein "Freundschafts- & Beistandsabkommen" hatte & die damalige afghanische Regierung die SU um Beistand bat, kann man auch ausblenden...

->
siehe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetische_Intervention_in_Afghanistan
https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Cyclone
https://de.wikipedia.org/wiki/Zbigniew_Brzezi%C5%84ski

13:31 von Nachfragerin

«Das [Ablehnung des Gesprächsangebots durch die Taliban] ist eine adäquate Antwort auf die Überheblichkeit, mit dem sich der Westen in Afghanistan irgendein Mitspracherecht einzuräumen scheint. Die Taliban ist stark und auf die "Mithilfe" ihrer Gegner nicht angewiesen.

Vielleicht gäbe es Frieden, wenn sich der Westen komplett aus Afghanistan zurückzöge. Aber das hieße ja, Einfluss zu verlieren.»

Wer kann wollen, dass die Taliban, ihre freiheits-, frauen-, mitbestimmungs- & demokratiefeindliche Einstellung & "Lebensart" in der afghanischen Regierung (noch stärker) Einfluss nimmt?

Ich denke nicht, dass die Chancen auf Frieden in Afghanistan "sprunghaft" stiegen, wenn sich "der Westen" (mit seinen Truppen) komplett aus dem Land zurückzöge.

Man kann trefflich darüber streiten, ob der Einsatz 2001 "gerechtfertigt" war (für mich war er zumindest nachvollziehbar). Was denn die inzwischen 17-jährige Truppenpräsenz "gebracht hat".

"Nur schlecht" war / ist sie nicht …

Seit wievielen Jahrzehnten ist dieses Land vom Krieg...

...zerrüttet?
---

Ich habe die Hoffnung aufgegeben, daß in meiner Lebenszeit (Geb. '68)
die mir noch bleibt (20-25 Jahre vielleicht) daran sich noch was ändern wird.

14:26, Bernd Kevesligeti

>>Seit 17 Jahren Krieg und der Einsatz von Nato-Truppen bis hin zu allen möglichen Hilfstruppen.Und es nimmt kein Ende,daß ist doch ein Armutszeugnis für den Westen.<<

Es ist ein Armutszeugnis für alle Beteiligten.

>>Über wie viel Territorium verfügt eigentlich die Kabuler Regierung im Land ? Welchen Rückhalt hat die Regierung im Volk ?<<

Wenn Sie wissen, daß Afghanistan von zahlreichen Stämmen bewohnt wird, die sich untereinander nie wirklich grün waren, dann betrachten Sie die Sache vielleicht ein wenig differenzierter. Es gab seit 1933 eine delikate Machtbalance sowie einen König, den alle Stämme mehr oder weniger respektierten. sein Nachfolger wurde dann von den Sowjets gestürzt.

>>Werden Soldaten,Polizisten und Angestellte pünktlich bezahlt ?<<

Wohl eher nicht. Im Land herrscht Chaos.

>>Wie und woher finanziert sich das Villenviertel in Kabul?<<

Wohl durch das Geld der Villenbesitzer.

@Nachfragerin + @Tada

@Nachfragerin: Die Operation Enduring Freedom war es sicher nicht, denn damals war schon ein Bürgerkrieg der Taliban gegen die Nordallianz im Gange. Dass westliche Regierungen in den Jahrzehnten davor die Islamisten erst als ernstzunehmende Macht aufgebaut haben (nicht nur in Afghanistan) und auch immer schon mit allerlei korrupten Warlords kooperierten, allerdings auch.

@Tada: Wie Afghanistan heute ausssähe, wenn man nie einmarschiert wäre oder komplett abzöge, weiß ich nicht. Mit Grund- und Frauenrechten wäre es aber eher nicht so weit her - Saudi-Arabien ist ein gutes Beispiel.

Außerdem befürchte ich, dass ein Abzug jetzt ein solcher Motivationsschub für Islamisten weltweit wäre, dass danach mindestens von Mali bis Pakistan erst recht das Chaos ausbricht?

Schluß mit dem Krieg

Holt endlich unsere Leute zurück.

14:26 von Bernd Kevesligeti

«Über wie viel Territorium verfügt eigentlich die Kabuler Regierung im Land ?»

Wegen der extremen Topographie Afghanistans bieten sich dort sehr viele Rückzugsräume "für Rebellen-Organisationen".

Das war "das Hauptproblem", weswegen es den Truppen der UdSSR im ihrem "Afghanistankrieg" nicht gelang, diesen zu gewinnen. Die NATO sah / sieht sich mit den gleichen Gegebenheiten konfrontiert. Und die Zentralregierung in Kabul gegenwärtig natürlich auch.

Die Topographie in AFG wird sich nicht ändern. "Die Unkontrollierbarkeit" des gesamten Staatsterritoriums folglich auch nicht.

AFG war immer "eine Stammesgesellschaft", in der die lokalen Machthaber mehr Einfluss hatten, als die (wie auch immer geartete) Zentralregierung im evtl. sehr fernen Kabul.

Es gab in der jüngeren Geschichte "den einigenden Faktor Königtum", unter dessen Herrschaft sich die Stammesgesellschaften "als zu einem einigen Land zugehörig fühlten".

Ich sehe keine ähnl. Instanz im AFG der Gegenwart, die so wirkt …

14:38 von derkleineBürger

Vor der Operation Cyclone kam eine ebenso geartete Operation des KGB zur Unterstützung des kommunistischen Putsches in Afghanistan, deren "Erfolge" die Invasion der roten Armee dann absichern sollte ...

Sie wissen, dass Sie versuchen zu täuschen. Intelligent genug sind Sie ...

Afghanistan hat bereits seit....

Jahren gewaehlt: Taliban!
Nur will das sie NATO nicht sehen.
Haut da endlich ab. Die Kandidaten stinken zum Himmel! .....nach USA.

@barbarossa2

Klar nehmen wir die dortigen"Produkte" ab, siehe die Opiatsuechtigen in US. Die Produktion von Opium war unter den Taliban verboten. Nun wird 20 mal so viel produziert wie je zuvor! Fakt! Was glauben Sie was mit dem Zeig passiert?

re von fathaland slim

"Es ist ein Armutszeugnis für alle Beteiligten".
Und wer sind die Beteiligten ? Doch wohl die Nato mit diversen Hilfstruppen aus einigen afrikanischen oder auch osteuropäischen Ländern.
"Wohl durch das Geld der Villenbesitzer".
Und woher kommt das Geld der Villenbesitzer ?
Sie haben eine wirklich dialektische Herangehensweise.

Nie dagewesene Opium Produktion..

unter NATO Aufsicht und paralell laufende Suchtsteigerung in USA von "legalen" und illegalen Opiumprodukten spricht eine deutliche Sprache. Ein Schelm, der da Zusammenhaenge sieht. Die Taliban haben laengst die Mehrheit, koennen aber nicht gewaehlt werden. Nur "vorsortierte" Kandidaten. Seltsam nicht war?

Wer , wie ich, 73 dort war....

sollte reden. Der Rest schweigt lieber. Super liebenswerte, tollerante , neugierige Menschen dort....einst.

Schlange stehen...

...für eine bessere Zukunft.
Da kann sich so mancher Schlau-Bio-Deutsche, der nicht wählt, sich eine grosse Scheibe abschneiden. Dort, wo fast täglich Bomben explodieren und Menschen sterben, drängen die Bürger zur Urne. Hierzulande geht es den Menschen durchaus zu gut. Dies spiegelt sich auch und gerade im Erfolg der AfD wider: Horten und Ansparen und nur nichts abgeben wollen... Toll, wie diese Deutschen uns alle in die Zukunft führen...

14:38 von derkleineBürger

«Noch nicht nachguckt wann was begann ?
"Operation Cyclone" : Juli 1979
"SU-Intervention": Dezember 1979
-> Juli steht vor Dezember im Kalender»

Die Operation Cyclone war ja auch "keine Antwort" auf die Invasion der UdSSR in AFG. Sie war eine Reaktion auf den Staatsstreich der kommunistischen Partei in AFG, mit der der König gestürzt wurde ("Saur-Revolution" / April 1978).

«...& dass die SU mit Afghanistan ein "Freundschafts- & Beistandsabkommen" hatte & die damalige afghanische Regierung die SU um Beistand bat, kann man auch ausblenden...»

Kann man. Tut in diesem Thread aber bisher niemand.

Das "Freundschafts- & Beistandsabkommen" wurde von der "KPI-AFG" mit der KPdSU geschlossen. Kalter Krieg "at its worst".

Man kann nun darüber philosophieren, wie AFG wohl heute aussähe, wenn das Land nach gewonnenem Krieg "der UdSSR in den Rachen gefallen wäre".

Besser, schlechter, gleich miserabel?
"Kommunistische Stammesgesellschaften"?
Hätte das funktionieren können?
Nun ja …???

@fathaland slim um 14:22Uhr

Ich verwahre mich dagegen, daß Sie gglauben beurteilen zu müssen, wer wann was als Beleidigung wertet! Gerade Sie fühlen sich, und bei dieser Behauptung bleibe ich, immer sofort persönlich angegriffen, wenn man nicht Ihre Ansicht oder Wertung teilt! Und ich verwahre mich gegen Ihre Behauptung, ich würde mit "beiden Händen austeilen"! Im Gegensatz zu Ihnen unterliege ich nicht dem Zwang jeden belehren zu müssen! Ich reagiere nur "allergisch", wenn jemand meint, weil er jemanden kennt, deshalb etwas beurteilen zu können und sich zur entsprechenden Authorität erhebt! Aber ich kann Sie beruhigen! Ich werde mich bemühen Ihre Kommentare nicht mehr zur Kenntnis zu nehmen, auch wenn mir damitIhre kosmopolitischen Weisheiten entgehen.

15:44 von Agent apple

Achso, die Taliban attackieren die Wahl, weil sie die sowieso gewinnen würden. Klar doch!

Und ich dachte, die erobern Afghanistans Provinzen mit Terror und Gewalt, weil sie keine Chance haben die Zustimmung der Bevölkerung auf politischem Weg zu erringen ...

kleine Anfrage: wie gefährlich ist Afghanistan für Europa ?

In Betracht dessen, dass so viele von dort geflohene Straftäter & ausgebildete Mitglieder (m\w/K) d I. S., der Taliban & anderer "vorgespielter Religiöser" nach Europa als Flüchtlinge d Schutz suchen kommen,_oft mit v dort stammenden Drogen & mit falscher Identität wenn überhaupt mit Pass kommend_,erscheint es nicht nur mir haarsträubend,warum sich unsere Volkszerteter f Afghanen einsetzen(Einsatz f. pers. Drogendealer?)

Noch unverständlicher, d Einsatz für Leute aus Afghanistan die hier schlimme Straftaten verüben. Hat d Polizei nicht schon genug mit den eigenen Straftätern zu tun ?

Aktuell gibt`s ja Wahlen in Afghanistan, d. h. eine Art Theateraufführung in "vorgespielter Demokratie. Der HORROR für die dort ihren Dienst leistenden deutschen, französischen & US-amerikanischen Soldaten _Einsatz ohne Sinn & noch weniger Verstand. Ich dachte unsere Volkszertreter hätten was studiert ß Was denn "sozialen Egoismus" ? Das Fach gibt`s speziell auf "talibanisch" eher an der Uni in Kabul ???

15:54 von Agent apple

«Wer , wie ich, 73 dort war sollte reden. Der Rest schweigt lieber.»

Eine sehr hochmütig-überheblich-herablassende Einstellung.

Ich bezweifle nicht, dass Sie 1973 in Afghanistan waren. Kann aber in einem Forum jeder behaupten, er sei schon mal im Jahr (x) in Land (y) gewesen.

Und deshalb dürfe nur er/sie mit Seines-/Ihresgleich mitreden & debattieren …

@schabernack

Eins ist sicher: Schlimmer als jetzt geht nimmer. Dann lieber unter Talibanregierung. Afghanen fragen. Jeder Tag ohne Gewinner ist ein Todestag. Ich persoenlich denke nach ewiger Analyse: Die Taliban haben eine Mehrheit hinter sich, nach den Massakern der NATO seit etlichen Jahren. Sie sind local und kennen die Sitten und Clanverhaeltnisse. Die NATO tappt im Dunkeln. Siehe den letzten Anschlag dem ein US General knapp entkam.

15:50 von Bernd Kevesligeti

«Und wer sind die Beteiligten ? Doch wohl die Nato mit diversen Hilfstruppen aus einigen afrikanischen oder auch osteuropäischen Ländern.»

Beteiligte sind auch die Afghanen, die afghanische Regierung & deren Sicherheitskräfte, die Taliban.

Streng-erweitert genommen auch Pakistan, Geheimdienste aus aller Welt, NGOs (bedingt). Und wohl noch so einige andere Beteiligte mehr …

Tada

Soso, eine Bowlingbahn unter den Taliban... höre sich vielleicht auch so entwickelt. Klar.
Aber wir sind ja im Konjunktiv. Vielleicht weilte Afghanistan ja ohne die US Invasion das wohlhabendste und fortschrittlicheren und offenbarte Land der Welt, dass Millionen von deutschen Wirtschaftsflüchtlingen mit offenen Armen empfängt. Im Konjunktiv kann man ja alles noch so abstruse mal konstruieren. Niemand kann das Gegenteil beweisen...

16:08, karlheinzfaltermeier

Sie scheinen wirklich nicht zu bemerken, daß Sie mir gegenüber konstant, nicht nur heute, persönlich ausfallend werden. So auch in dem Kommentar, der diesen Disput hier ausgelöst hat. Unter diesen Voraussetzungen ist es wirklich besser, wenn Sie meine Kommentare nicht mehr zur Kenntnis nehmen. Ich bin ein Freund durchaus harter sachlicher, aber nicht persönlicher Auseinandersetzungen. Sie bestehen leider viel zu oft darauf, persönlich zu werden.

So, jetzt werde ich auch mal persönlich und wünsche Ihnen einen angenehmen, erfreulichen Sonntagabend.

Christian Rannenberg

Vor der eigenen Tür kehren, hilft besser

Wer hier der falschen Partei angehört, lebt auch gefährlich. Da braucht man gar nicht mehr ins Ausland schielen.

16:40, Agent apple

>>Eins ist sicher: Schlimmer als jetzt geht nimmer. Dann lieber unter Talibanregierung.<<

Sie meinen, unter den Taliban war es besser als jetzt?

Massenhinrichtungen in Fußballstadien?

Schulverbot für Mädchen?

Burkazwang?

Zerstörung jahrtausendealter Kulturdenkmäler aus ideologischen Gründen?

Wissen Sie wirklich, was Sie hier schreiben?

>>Ich persoenlich denke nach ewiger Analyse: Die Taliban haben eine Mehrheit hinter sich, nach den Massakern der NATO seit etlichen Jahren.<<

Was verleitet Sie zu dieser Annahme?

Wissen Sie, wie viele Menschen den Massakern der Taliban zum Opfer gefallen sind?

Die Opfer des "westlichen" Militäreinsatzes sind nur ein Bruchteil davon.

16:40 von Agent apple

«Eins ist sicher: Schlimmer als jetzt geht nimmer.»

"Noch schlimmer geht immer".
Gilt definitiv für eine erneute Machtübernahme der Taliban in AFG.

«Dann lieber unter Talibanregierung. Afghanen fragen.»

Welche Afghanen fragen? Dürfen auch Frauen befragt werden? Die würden ja wohl ganz besonders gern unter einem Taliban-Regime leben wollen …?!

Maße ich mir mal an zu fragen.
Als jemand, der noch nie in AFG war.
Und eigentlich lieber schweigen sollte …

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