Ihre Meinung zu: Italiens Kreditwürdigkeit: Nur noch knapp über Ramschniveau

20. Oktober 2018 - 10:53 Uhr

Die erste Ratingagentur zieht Konsequenzen aus der Schuldenpolitik in Italien. Moody's stufte die Kreditwürdigkeit des Landes herab. Für Italien könnte es nun schwieriger werden, sich Geld zu besorgen.

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Kommentare

Es ist unglaublich, wie die

Es ist unglaublich, wie die italienische Regierung die Stabilität des Landes vor die Wand fährt - und in bekannter rechtspopulistischen Manier natürlich den Schuldigen in der EU ausmacht. Das ist so durchschaubar, dass man sich wirklich fragt, warum eine signifikante Menge von Menschen nicht erkennt, dass man sich mit der Unterstützung solcher Gruppierungen ins eigene Fleisch schneidet.

FAZ:13.02.2018 Alan Greenspan

FAZ:13.02.2018
Alan Greenspan selbst stellte denn auch ungefähr ein Jahr nach seiner von Sorgen getragenen Warnung fest: „Die Vereinigten Staaten können alle Schulden tilgen, die sie haben, weil wir jederzeit Geld drucken können, um das zu tun. Deshalb beträgt die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls null Prozent.“ Daran hat sich seither grundsätzlich nichts geändert.
So schwer scheint es für einen Staat nicht zu sein, Schulden zu bezahlen.

Italiens Glaubwürdigkeit:Nur noch knapp.....

Und da sieht man:Die eingeschränkte Souveränität der Länder in der EU.Die Einmischung in innere Angelegenheiten.
Eine Erhöhung von MindesTrenten und ein auf nur drei Jahre befristetes Grundeinkommen,läßt Brüssel rotieren.
Ob so eine Vereinigung Zukunft hat ?

@ 11:16 Bernd Kevesligeti

Wenn man sich nicht mit der Materie befasst, ist es ein leichtes, wortgewaltig die sinnvollen EU-Kriterien als "Einmischung in innere Angelegenheiten"zu beschimpfen oder mit noch markigeren Etiketten zu versehen. Wenn man sich damit befasst, dass es für den EU-Raum natürlich gemeinsame Kritierien und Rahmenbedingungen auch für nationale Haushalte braucht, fällt diese typische Sündenbockideologie schnell in sich zusammen.

Wer hat diese Ratingagentur

Wer hat diese Ratingagentur gewählt?

Wie ist der Einfluss von Moody's und Ähnlichen mit der Demokratie vereinbar?

20. Oktober 2018 um 11:16 von Bernd Kevesligeti

Alle Kritiker im Sinne von Kevesligeti sollten berücksichtigen, dass sich die Länder, die angeblich bevormundet werden, Verträge abgeschlossen haben, mit denen sie die entsprechenden Verpflichtungen selbst und freiwillig auf sich genommen haben, um bestimmte Vorteile dadurch zu haben. Andere Erwartungen stellt die EU nicht. Sie werden sich auch nicht beschweren wollen, wenn Sie einen Arbeitsvertrag abschließen und dann von Ihnen erwartet wird, dass Sie auch arbeiten.

Immer noch???

Ich kann es nicht fassen, dass nach finanzkrisen, belegten absprachen bezüglich ratings und der offensichtlichen manipulation des finanzmarktes immer noch diese ratingagenturen als aussagekräftigstes argument für den zustand eines landes verwendet werden ..

Völlig unabhängig von dem wahnsinn der in italien grad abläuft ..

wer moodys und co als bibel und orakel nutzt, dem sollten entschädigungen, weitere teilnahme und handel im weltmarkt und besonders politische positionen vorenthalten werden ..

re nie wieder...: So schwer?

„So schwer scheint es für einen Staat nicht zu sein, Schulden zu bezahlen.“

Das kommt auf den Kreditvertrag an. Wenn man eine Tilgung in Kieselsteinen vereinbart, braucht man nur Kieselsteine. In Lira braucht man nur Lira, die man dann selber drucken kann.

Wenn aber der Kreditgeber auf einer Rückzahlung in harter Währung besteht, dann muss man in dieser harten Währung zurückzahlen. Koste es, was es wolle.

Die USA haben eine harte Währung und deshalb kein Problem, Schulden aufzunehmen und Schulden zurück zu zahlen. Solange sie eine harte Währung haben. Das ist ihr Vorteil.

Der Euro ist aber auch eine harte Währung. Nur das - oder besser weil - ein einzelner Staat diese Währung nicht einfach drucken kann. Und genau davon haben Länder wie Italien und Griechenland bei der Kreditaufnahme profitiert. Aber zurückzahlen müssen sie natürlich auch wollen und können.
Jammern hierüber ist da nur peinlich. Und der EU die Schuld zu geben oberpeinlich. Und dreist!
Aber manche glauben es eben.

re shuusiui: Agenturen

„Wer hat diese Ratingagentur gewählt?“

Ich bin wirklich ein sehr kritischer Beobachter dieser Agenturen. Aber das diese eben nicht gewählt werden, ist ihr einziger Vorteil. Es sind privatwirtschaftliche Unternehmen und niemand wird gezwungen, deren privaten Urteile zu übernehmen.

Das Problem ist, dass viele internationale Institutionen und Regelwerke genau diese Übernahme quasi fordern. Das ist politisch höchst brisant, aber eben nicht die Schuld der Ratingagenturen.

Die Prüfung der Kreditwürdigkeit muss wieder in die Hand der Kreditgeber gegeben werden.Das Outsourcing dieses originären Bankgeschäfts ist weder eine Lösung für Banken noch für Staaten noch für private Anleger.

re shuusiui: Agenturen

„Wer hat diese Ratingagentur gewählt?“

Ich bin wirklich ein sehr kritischer Beobachter dieser Agenturen. Aber das diese eben nicht gewählt werden, ist ihr einziger Vorteil. Es sind privatwirtschaftliche Unternehmen und niemand wird gezwungen, deren privaten Urteile zu übernehmen.

Das Problem ist, dass viele internationale Institutionen und Regelwerke genau diese Übernahme quasi fordern. Das ist politisch höchst brisant, aber eben nicht die Schuld der Ratingagenturen.

Die Prüfung der Kreditwürdigkeit muss wieder in die Hand der Kreditgeber gegeben werden.Das Outsourcing dieses originären Bankgeschäfts ist weder eine Lösung für Banken noch für Staaten noch für private Anleger.

20. Oktober 2018 um 12:01 von Shuusui

Die äußern ihre Einschätzung einer Sachlage. Dass das eine Einschätzung ist, die - wie jede Vorhersage - nicht unfehlbar ist, sollte jedem klar sein. Was ist daran undemokratisch? Sie äußern hier doch auch Ihre Meinung? Nicht mit "der Demokratie" vereinbar?

Das geschieht ihnen recht

Wer zu viele Schulden hat, kommt nicht mehr so billig an frische Kredite. Was für Privatpersonen gilt, gilt auch für Staaten. Da geht's de Mensche wie de Leut.

re von andererseits

Na,Sündenbock,daß soll doch Italien sein.Und im Nachzug alle Länder,die sich der Austerität verweigern.Entscheidend hier ist doch auch die Positionierung gegen noch so bescheidene
soziale Verbesserungen.

Und zu den Staatsschulden:Da gehen aber auch die Kosten der Deindustrialisierung im Euro und im Binnenmarkt mit ein.

@ Bernd Kevesligeti

Die eingeschränkte Souveränität der Länder in der EU.Die Einmischung in innere Angelegenheiten.

Es gibt so gesehen keine inneren Angelegenheiten. Bei Beitritt zu einer Gemeinschaft muss man Rechte abtreten und sich an die Spielregeln halten. Wer das nicht will, bleibt alleine (siehe Schweiz).

Wenn ich privat Schulden mache, erkenne ich die Regeln der Bank an, wenn ich überschuldet bin, muss ich mir auch Vorgaben meiner Bank gefallen lassen. Bis hin zur Zwangsvollstreckung.

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Italien sollte die Euro-Zone verlassen!

Wir dürfen in Zukunft nur noch Länder in die Euro-Zone aufnehmen, die in ihre Verfassung die Schuldenregelungen (max. 3% jährlich, bzw. insgesamt max. 60% des BIP) mitaufnehmen. Außerdem brauchen wir einen Zusatzartikel in den Verträgen, und zwar wer die Schuldenregeln bricht, scheidet automatisch aus der Euro-Zone aus und muss seine alte Währung wieder einführen. Wir zahlen alle unsere Rentenbeiträge in Euro. Ich möchte nicht wegen irgendwelchen populistischen Regierungen im Alter in Armut leben.

Man kann Ratingagenturen...

...durchaus kritisch sehen, aber das Prinzip ist durchaus einsichtig. Jeder kann sich selbst folgende Frage stellen: Würde ich mei sauer Erspartes genauso ruhigen Gewissens in Italienische oder griechische Staatsanleihen stecken, wie in deutsche? Und weil viele diese Frage mit „Nein“ beantworten, muss Italien höhere Zinsen bieten. Das beruhigt dann das Gewissen. Ob man dabei Moody‘s glaubt oder eine eigene Einschätzung vornimmt ist egal.
Wem das alles egal ist, der Käufe italienische Anleihen und freue sich über die Zinsen. Der nutzt dann aber in urkapitalistischer Manier die Schwäche der italienischen Politik aus und lebt vom Geld des kleinen italienischen Mannes.
Das Leben ist eben nicht so einfach, wie viele es gerne hätten.

re von Wörterboarding

Wenn man Ihren Kommentar nimmt,ja dann ist daß im Grunde ein Plädoyer für den Austritt von Ländern.Das ist von Ihrer Seite sicher nicht so gemeint aber trotzdem genau das Richtige.

Wenn man das Geld wenigsten

Wenn man das Geld wenigsten für Infrastrukturprojekte und Bildung ausgeben würde...
Das würde dann auch Arbeitsplätze schaffen und dem Land eine bessere Zukunft bringen.

Italien ist halt noch Nettozahler...

Das ist das Problem der EU.
An Griechenland kann man sehen, dass die Rezepte der EU und des IWF nicht funktionieren. Die Schulden sind höher als vorher, der Bevölkerung geht es schlechter.

Portugal hat gezeigt, wie es gegen die EU-Regeln besser geht.

Und: D. bricht die Schuldengrenze seit Jahren (60%), und bricht die Exportobergrenze von 6 %.

Rating-Agenturen spiegeln Kreditwürdigkeit

Diese Agenturen brauchen nicht gewählt werden - sie drücken aus, was jeder eh schon weiß: Italien ist hoch verschuldet, eine Rückzahlung wird immer ungewisser. Deshalb steigen die Zinsen wegen des Risiko-Aufschlags. Ein ganz normaler Prozess: Keiner der Foristen, die sich über Moodys beklagen würde auch nur EINEN CENT an Italien ausleihen - wozu also der Empörismus? Italien ist pleite, der neue Haushalt fährt auf Havarie. Er ist kein Investitions- und kein Konjunkturprogrammm, sondern nur populistische Steuergeschenke. klar wird es für It. teurer, neues Geld aufzunehmen. Jeder Häuslebauer hätte das selbe Problem.

Nur noch knapp über

Nur noch knapp über Ramschniveau? Waren die Italiener denn jemals anders einzuschätzen? Ich habe es bis heute nicht verstranden, wie man mit solchen Finanzjongleuren überhaupt einen gemeinsamen Markt mit all den finanziellen Verwobenheiten aufbauen konnte. Die Folgen aus dieser Träumerpolitik wird uns noch allen da Genick brechen und Trump, Putin, Xi Jinping, Erdowahn und Konsorten warten doch nur darauf, nicht ahnend, dass sie selber davon auch heruntergerissen werden.

Schulhofbullies

Der Unterschied zwischen Trump und Salvini ist, dass der eine an der Treppe oben, der andere unten steht.

Diese Position kann man scheint‘s nicht durch Maulheldentum oder die Gängelung von Migranten oder unliebsamen Bürgermeistern kompensieren.

Wann verliert Salvini die Lust, wenn Sachverstand und Staatspolitik gefragt sind, nicht populistische Rempelei?

Anmerkung

Wenn man diese Regeln für bare Münze nimmt, hätte Deutschland auch nicht Mitglied des Euro sein dürfen. Erst ab diesem Jahr erfüllen sie die 60%-Regel und dann noch dieser Exportüberschuß, welches dafür sorgt, dass es unseren Unternehmen (nicht den Leuten) gut geht. Aber in diesem Falle hat Deutschland die Regeln für sich (und Frankreich, glaube ich), nachträglich geändert, eine Lex Germanica, könnte man sagen...

@ 12:38 Bernd Kevesligeti

In der Situation steckt eine Art Dilemma: Die italienische Regierung argumentiert ja mit der Entlastung der Rentner*innen und der Finanzierung der Grundsicherung für Arme und Schwache (Nicht nur nebenbei bemerkt: Das tut ausgerechnet die Regierung, die Schiffe mit Geflüchteten durchs Mittelmeer irren lässt und abfälligst über ihr Schicksal redet...). Ich bin weit davon entfernt, ein Anhänger des Rankings von Moody's und anderen Interessenlobbys von Kapitalheuschrecken zu sein. Und ich glaube, dass es vor allem aus sozialpolitischen Gründen auch auf EU-Ebene Neuregelungen der Staatsverschuldung geben sollte. Und jeder ökonomisch halbwegs informierte Mensch weiß, dass Sozialreformen auch Kaufkraft generieren. Für die EU geht es einerseits um die Glaubwürdigkeit des Stabilitätspakts und andererseits darum, wegzukommen vom Image sozialer Kälte. Der tragische Witz ist, dass Rechtspopulisten mit diesem Dilemma spielen - und das eben nicht, weil sie die Sozialpolitik für sich entdeckt haben.

Nachtrag

Der Eu-Abgeordnete Schirdewan (Die Linke) kritisiert einerseits zu recht, dass nationale Regierungen wegen des Fiskalpakts keinen Spielraum für Sozialreformen haben. Und er betont, dass dadurch Regierungen wie die derzeitige in Rom erst an die Macht kommen, die eben andererseits nichts mit echter Sozialpolitik am Hut haben, sondern Etikettenschwindel betreiben; Zitat: „Rechtspopulistische Sozialreformen richten sich immer an die Teile der Gesellschaft, die ins Bild der Parteien passen“ - Geflüchtete und andere Minderheiten werden da ausgeschlossen. Sozialpolitik kann man das kaum nennen.

@nie wieder spd

Mario Draghi ist zwar Italiener, trotzdem sitzen die Italiener nicht direkt an der EZB um nach Gutdünken Euro für die Schuldentilgung zu drucken. Die Italiener haben die Fiskalpolitik in ihrer Hand, nicht aber die europäische Geldpolitik. Und selbst wenn wir diesen offensichtlichen Unterschied mal ausblenden und annehmen dies ginge: Der zitierte Satz ist nur ein markiger Spruch. Allein schon wegen der resultierenden Hyperinflation kann kein Staat seine Verbindlichkeiten in dieser Höhe wirtschaftlich vernünftig und vollständig durch Zentralbankgeldschöpfung tilgen. Von der Kreditwürdigkeit ganz abgesehen.

Too Big to Fail - Italy = Hellas³

Weiter schlechte Nachrichten für Sparer und Steuerzahler im Euroland.
Die Schuldenmacher im Übermaß werden gewählt und als Helden gefeiert.
Eigenvorsorge und Sparen ist von Übel und wird bestraft, direkt oder schleichend enteignet.
Diese EU/RO-Gemeinschaft hat so keine Zukunft.

Zur Erinnerung:

https://meta.tagesschau.de/id/135434/ezb-geldpolitik-kein-land-in-sicht-...

Keiner haftet für Dritte war die Bedingung für die Euroeinführung!

Deutschland, seine Sparer und Steuerzahler haften für die Schulden Dritter in dieser EU und hat doch selbst genug eigene Schulden:

https://www.steuerzahler.de/Verschuldung/7688c8973i1p477/

Es war damals ja das Problem

Es war damals ja das Problem bei der Gründung der EU und der Einführung des Euro, dass die Deutsche Mark, da zu stabil, verschwinden musste und der Euro eingeführt wurde, wodurch alle EU-Mitglieder die auch den Euro bekamen ihre eigene Währung aufgeben mussten.
Wenn es aber nur EINE Länder-übergreifende Währung gibt, sollte es aber auch nur EINE gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik geben!
Das war damals aber weder erlaubt noch von den einzelnen Ländern, die auf ihrer Souveränität beharrten, gewünscht.

@ um 11:08 von andererseits

"Es ist unglaublich, wie die italienische Regierung die Stabilität des Landes vor die Wand fährt - und in bekannter rechtspopulistischen Manier natürlich den Schuldigen in der EU ausmacht. Das ist so durchschaubar, dass man sich wirklich fragt, warum eine signifikante Menge von Menschen nicht erkennt, dass man sich mit der Unterstützung solcher Gruppierungen ins eigene Fleisch schneidet."

Da unsere Regierung die Bürger nicht gefragt hat, ob sie die EU haben wollen oder gar den Euro, ist das beste Mittel sich ganz tief zu schneiden und endlich dieses kranke Kostruckt EU zu verlassen. Schauen Sie sich Polen an. Die hätten schon seit Jahren den Euro einführen sollen und? Nein, da hat die Regierung die Notbremse gezogen und die Bürger über die Einführung des Euro entscheiden lassen und somit nicht eingeführt. Die Polen können sich zurücklehnen, wenn der Euro die Wirtschaften zerstört aber nicht die BRD. Dank sei der SPD und CDU!

re von andererseits

Ja,aber vom Image der sozialen Kälte,da kommt die EU nicht weg.Und richtig soziale Maßnahmen können auch angebotsorientiert wirken.
Während die bisherige Austeritätspolitik genau das Gegenteil bewirkt.Ein tragischer Witz dabei ist,daß der Großteil der italienischen Linken(PD-Renzi,Ökologie und Sinistra) hörig gegenüber Brüssel ist und damit gegen die Subalternen im eigenen Land.

Italien: im Himmel ist Jahrmarkt

und wenn die Bevölkerung durch immer mehr (selbst-gemachte) Armut und vor allem Bildungsarmut glänzt, haben es Rechts- wie Linkspopulisten relativ einfach. Man beschimpft noch den Journalismus als "Lügenpresse" usw. weils einfach nicht ins neue einfache Weltbild passt und schon haben wir den "Salat". Selbstverständlich war - im Nachhinein - der EURO eine "Frühgeburt" die man mit viel zu heißer Nadel gestrickt hat. Eine gemeinsame Währung halte ich für gut, aber nur, wenn auch Regeln eingehalten werden. Aber selbst Deutschland unter Schröder hielt sich nicht daran. Insofern müssen auch wir deutschen etwas leise sein, wenn es um das laute Fordern von "Einhaltung von Kriterien" geht. Auch wir haben lange Zeit drauf gepfiffen. O-Ton Schröder (SPD) damals: "ja was wollen die denn machen? Uns einen blauen Brief schicken?"

Das war zu erwarten. Dafür -

Das war zu erwarten. Dafür - für die Durchsetzung der gewünschten Politik - sind die Ratingagenturen da. Allerdings schneiden sich die Wünscher diesmal ins eigne Fleisch. Italien ist to big to fail.

@ andererseits 11:08 Uhr

"Das ist so durchschaubar, dass man sich wirklich fragt, warum eine signifikante Menge von Menschen nicht erkennt, dass man sich mit der Unterstützung solcher Gruppierungen ins eigene Fleisch schneidet."
Ist es denn hier (in D) anders?
Die Erträge von Spargroschen werden quasi gestohlen.
Die Eigenvorsorge wird gefordert, aber im Ergebnis wird derjenige wieder abgezockt.
Dies von Politikern die mit erheblich höheren Einkünften ihre Unbedarftheit, entgegen einer simplen Mathematik, unverändert beweisen.

Fataler Irrtum

Wie User @ Wörterboarding und andere unterliegen diese dem fatalen Fehler, einen Staat mit einer marktwirtschaftlichen Privatperson oder einem Unternehmen gleichsetzen zu wollen, um zu argumentieren, dass für Staaten die gleichen Spielregeln gelten müssten.

Dabei übersehen diese User aber, dass man einen Staat mitnichten den marktwirtschaftlichen Regeln einer Privatperson oder eines Unternehmens unterwerfen sollte, denn ein Staat ist vor allem zur allgemeinen Wohlfahrt verpflichtet, die sich nicht marktwirtschaftlich nach Nutzen-Kosten bemessen darf. Die soziale Wohlfahrt der Menschen hat hier immer Vorrang. Und wenn das Ratingagenturen bzw. deren Auftraggeber anders sehen, dann muss man jedenfalls mich nicht mehr fragen, wo denn da der Fehler im System ist.

Ich hoffe jedenfalls, das Italien standhaft bleibt. Die Menschen zuerst, dann erst die Finanzmärkte!

Vertragsbrecher Deutschland

1. Solange Deutschland mit seinem enormen Leistungsbilanzüberschuss seit 2011 gegen europäische Verträge verstößt, solange brauchen sich Italien und andere Länder auch nicht an europäische Verträge zu halten.
2. Kein einziger deutscher Steuer-Euro ist in die Zinszahlungen oder Tilgungen von italienischen Staatsanleihen geflossen!
3. Die EZB könnte durch den verstärkten Ankauf von italienischen Staatsanleihen sehr schnell das Zinsniveau wieder senken. In den letzten Jahren hat sie dagegen mehr deutsche als italienische Staatsanleihen gekauft (laut Wikipedia nach dem Kapitalanteil der Länder an der EZB).

So lange die EZB Geld druckt

tragen die Herrschaften weitwrhin Massanzüge auf Pump.

@ heimatplanetmars

"Da unsere Regierung die Bürger nicht gefragt hat, ob sie die EU haben wollen oder gar den Euro, ist das beste Mittel sich ganz tief zu schneiden und endlich dieses kranke Kostruckt EU zu verlassen."

Ein wenig differenzieren sollte man schon. Die Europäische Union und der Euro sind zwei verschiedene Dinge.

Die EU funktioniert - trotz berechtigter Kritik, die man an bestimmten Aspekten anbringen kann - im Großen und Ganzen gut. Genauer gesagt, sie hat gut funktioniert, bis der Euro eingeführt wurde.

Die Gemeinschaftswährung dagegen war von Anfang an eine Fehlkonstruktion. Das sagen mittlerweile so unterschiedliche Ökonomen wie Barry Eichengreen, Oliver Hart, Hans-Werner Sinn und Joseph Stiglitz.

Leider hat Merkel mit ihrem Satz "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa" selbst dafür gesorgt, dass viele Bürger mittlerweile EU und Euro gleichsetzen. Was Unsinn ist, denn für ein gemeinsames Europa braucht man nicht zwangsläufig eine gemeinsame Währung.

Oktober 2018 um 12:11 von Abbdul 20. Oktober 2018 um 11:1

Erläutern Sie uns doch mal bitte die sogenannten "Vorteile" der EU im bezug auf die südliche Länder der EU. Die einzige Nation die hauptsächlich von der EU profitiert ist Deutschland. Da Deutschland mehr Exportiert als Importiert hat sie ein großes Defizit. Vielleicht sollte man in der EU mal über dieses Defizit diskutieren und Deutschland verbieten mehr exportieren als importieren, so wie es der Rest der EU Länder macht. Dann nämlich würden unsere Politiker die ersten sein, die eine Neuverschuldung anstreben.

18:42 von RoyalTramp - klitzekleiner Gedankenfehler

Wenn sie die Geldpresse anwerfen wollen, um die Wohlfahrt für alle ohne Leistung - also die Abschaffung der Marktwirtschaft fordern, müssen Sie den Foristen auch noch mitteilen, wohin das führt: zur Hyper-Inflation und dem Totalverlust eines handlungsfähigen Staates. Der Staat (also wir alle) hat die Rahmenbedingungen zu setzten. Die Spielregeln so zu sagen. Ich bin Lichtjahre davon Entfernt, dem Neoliberalismus der AfD und der F.D.P. das Wort zu reden. Vieles gehört als Daseinsvorsorge in die öffentliche Hand und da muss es um Nutzen und nicht um Gewinn gehen. Dazu gehören: Polizei, Feuerwehr, Krankenhäuser, Pflegedienste, Eisenbahn, Briefpost. Aber alles, was wir ausgeben, müssen wir auch vorher einnehmen. Das ist der Punkt!

Das sind die Folgen des Euros!

Zitat: „"Kümmert euch um eure eigene Wirtschaft, eure eigenen Renten und eure eigenen Unternehmen."

Grundsätzlich hat der gute Matteo da matürlich recht.

„Dank“ „unserer“ Genies wurde aber ungefragt der Euro eingeführt und, da sich kein Schwanz an die grundlegenden Verträge hält, hat D jetzt schon Haftungen in Billionenhöhe übernommen.
Deswegen lässt Italien das, was es Schulden macht, nahezu 1:1 bei EZB bzw. D anschreiben.

Dem dt. Sparer, Steuerzahler, Arbeitnehmer, der all diese wertlosen Forderungen zum Kamin anzünden kann, kann sich bei der EU und Merkel „bedanken“!

Wieso sollte sich Italien an die Vorgaben der EU halten?

Wieso sollte sich Italien an die Vorgaben der EU halten?

„Dank“ Merkel, Schulz, Schäuble, Juncker, Draghi hat Deutschland Haftungen und Schuöden in Billionenhöhe übernommen, um den Euro zu „retten“.

Italien hat somit viel Verhandlungsmasse, um von der EU und D Zugeständnisse zu erpressen.

Das sind die Folgen eines gemeinsamen Euros und eine unbegrenzten Euro-„Rettung“. Draghi hat schon oft genug bestätigt, dass die EZB für alles aufkommt („whatever it Takes“).

Der geneigte Leser, der nun um sein Sparvermögen, Steuergeld, Einkommen bangt, kann sich bei oben genannten Personen bedanken!

Der EURO

Eine Währungsunion funktioniert nur, wenn es eine koordinierte Lohnpolitik gibt, denn die Inflation wird neben den Importpreisen vor allem durch die Steigerung der Lohnstückkosten angetrieben (empirisch von Prof. Heiner Flassbeck für die letzten Jahrzehnte aufgezeigt)!
Doch das haben die meisten Politiker bis heute nicht verstanden!
Italien und Griechenland hatten die Lohnstückkosten zu stark gesteigert, doch sie haben dies in der Zwischenzeit korrigiert.
Deutschland hat die Lohnstückkosten zu schwach gesteigert und dies bis heute nicht korrigiert!
Insbesondere die unteren Lohngruppen, Zeitarbeiter, Mindestlöhner müssten in Deutschland ca. 15 % mehr erhalten, damit das deutsche Lohndumping beendet wird.

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