Ihre Meinung zu: Merkur-Sonde "BepiColombo" erfolgreich gestartet

20. Oktober 2018 - 4:05 Uhr

Erleichterung bei der ESA: Die Sonde "BepiColombo" schickte ein erstes Signal an das Kontrollzentrum in Darmstadt. Eine rund siebenjährige Reise zum Merkur hat begonnen.

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Kommentare

Mega fett

Das ist ja wohl mal mega fett!

Faszination

Ich bin jetzt 66 Jahre alt, habe also noch die erste Mondlandung erlebt, und die fortschreitende Erkundung unseres Sonnensystems übt auf mich immer noch eine große Faszination aus. Es ist immer wieder das Woaaaah, dass wir das heute können.

@Horace T West

Dem kann ich mich voll anschließen. Ich bin begeistert und fasziniert zu gleich. Es zeigt einem, wie klein der „persönliche“ Kosmos ist.

Gute Reise!

Ich wünsche eine gute Reise! Der Flug zum Merkur, mit all den Bremsmanövern, ist ja nun wirklich ein komplexes Unterfangen. Gelingt alles, werden wir bessere wissenschaftliche Daten über den sonnennächsten Planeten erhalten als je zuvor. In der Folge werden wir die Geschichte des Sonnensystems - und somit auch unsere eigene Geschichte - besser verstehen.

Ich persönlich finde das hochspannend, und vergleichsweise preiswert ist es auch - wenn alle europäischen Behörden aus ihren begrenzten Mitteln so viel herausholen würden wie die ESA, hätten wir in Europa weniger Probleme.

Alles gut, nur ...

es ist halt eine Investition in die Zukunft. Wer an den Erkenntnissen ernsthaft Teil haben wird, steckt noch in den Kinderschuhen.

08:09 von Rumpelstielz

«Alles gut, nur ... es ist halt eine Investition in die Zukunft. Wer an den Erkenntnissen ernsthaft Teil haben wird, steckt noch in den Kinderschuhen.»

Nun ja. 7 Jahre Flugzeit + 3,5 Jahre "Satellitenzeit" + 4,5 Jahre Auswertungszeit (angenommen) = 15 Jahre.

Da können auch heute 50-jährige Kinder noch mitbekommen, welche Erkenntnisse gewonnen werden konnten.

Kompliziertes Jonglieren mit den Gravitationskräften von

vier Himmelskörpern (Sonne, Merker, Venus, Erde) und einer Sonde.
Faszinierend! Um unsere Technik auf und um die Umlaufbahn des sehr kleinen Merkur abzubremsen, muss sie erst 1x Sonne und Erde umkreisen, dann 1x Sonne und Venus, und danach noch 6x Sonne und Merkur selber. Damit endlich die Impulskraft stark genug abgebremst ist, dass die Anziehungskraft der Sonne auf sie kleiner wird, als die Anziehungskraft des Merkur. So etwas ist viel interessanter, als alle Politik!
Interessant auch, dass trotz der riesen Sonnengravitation, erstens Merker auf der Umlaufbahn um die Sonne bleibt (seine Fliehkraft/Umlaufgeschw. scheint groß genug zu sein). Und zweitens, dass es tatsächlich mal jede Menge Meteore, Meteoriten... gab, die auf ihm landeten (siehe Krater), statt in der Sonne krachend zu verglühen.

@WM-Kasparov-Fan, 9:13

Interessant auch, dass trotz der riesen Sonnengravitation, erstens Merker auf der Umlaufbahn um die Sonne bleibt (seine Fliehkraft/Umlaufgeschw. scheint groß genug zu sein)

Erstens scheint das nicht nur so, sondern ist ein Fakt. Zweitens ist Merkurs Fliehkraft nicht nur groß genug, um nicht in die Sonne zu stürzen, sondern auch klein genug, um die Umlaufbahn nicht zu verlassen. Er ist dort, wo er ist, weil alles so ist, wie es ist. Daran ist nichts wunderliches. Es ist auch nicht faszinierend, dass die Sonne ausgerechnet mit der Wellenlänge scheint, bei der unsere Augen sehen können ...

09:13 von WM-Kasparov-Fan

«Kompliziertes Jonglieren mit den Gravitationskräften von vier Himmelskörpern (Sonne, Merker, Venus, Erde) und einer Sonde. Faszinierend!»

Ja, das ist es tatsächlich!

Ganz großes interstellares Gravitations-Jojo für Fortgeschrittene.

@WM Kasparov-Fan

„So etwas ist viel interessanter, als alle Politik!“
Allerdings, und von der europäischen Zusammenarbeit der Ingenieure und Wissenschaftler bei Bepi Colombo können sich die Politiker eine Scheibe abschneiden.

Sicher toll die Aktion. Warum

startet die nicht in Europa oder gar Deutschland? Da wären die Grünen gehen, schon wegen Feinstaub und so weiter. Dann verpesten wir eben andere Länder mit unserem Dreck. Abartig? Ja, hat sich aber bewährt. Bei uns hauen sich alle vor Begeisterung auf die Schulter. Gott wie armselig.

Merkur-Sonde "BepiColombe erfolgreich gestartet

Sprechen wir eigentlich noch vom Klimawandel, wenn wieder einmal eine von unzähligen teuren Raketen ins Weltall starten, und viel Staub und Dreck aufwirbeln. Die Begriffe Klimawandel und Raketenstart werden in unserer Medienwelt immer schön weit voneinander fern gehalten. Und was das den Steuerzahler alles für Geld gekostet hat.

09:13 von WM-Kasparov-Fan

«Damit endlich die Impulskraft stark genug abgebremst ist, dass die Anziehungskraft der Sonne auf sie kleiner wird, als die Anziehungskraft des Merkur.»

Das ist missverständlich ausgedrückt.
Obwohl ich denke, Sie meinen "das Richtige".

Bahngeschwindigkeit + Anflugwinkel von BepiColombo müssen im Verlauf der diversen Planeten-Vorbeiflüge so "reduziert & eingestellt" werden, dass die Sonde beim endgültigen Anflug auf Merkur langsam genug ist, um von der Gravitation des Merkur eingefangen werden zu können.

@sprachloser

„Warum startet die nicht in Europa“ Weil man in den Weltraum sinnvollerweise möglichst äquatornah startet, wegen des Drehimpulses der Erde. Wissenschaftliche Vernunft siegt über Nationalstolz.

@ Robert Wypchlo

" Die Begriffe Klimawandel und Raketenstart werden in unserer Medienwelt immer schön weit voneinander fern gehalten."

da haben sie recht! genau wie der Zusammenhang von Fallschirmen und übermäßigem mortadellaverzehr totgeschwiegen wird!

hat das eine mit dem anderen am ende gar nichts zu tun?

freuen sie sich doch einfach, dass es noch menschen gibt, die mehr wissen wollen. so eine mission ist eine Investition in die Zukunft.

sie hätten natürlich dann recht, wenn Helikoptereltern ihre kinder mit Raketen zum Kindergarten schießen würden, aber das nur nebenbei....

@ sprachloser

"Sicher toll die Aktion. Warum
startet die nicht in Europa oder gar Deutschland? Da wären die Grünen gehen, schon wegen Feinstaub und so weiter. Dann verpesten wir eben andere Länder mit unserem Dreck. Abartig? Ja, hat sich aber bewährt. Bei uns hauen sich alle vor Begeisterung auf die Schulter. Gott wie armselig."

Die Ariane-5-Raketen starten vom Centre Spatial Guyanais bei Kourou in Französisch-Guayana, weil der Startplatz auf 5 Grad nördlicher Breite und somit sehr nahe am Äquator liegt. Würde man in Europa starten, müsste man mit weniger Anfangsgeschwindigkeit durch die Erddrehung auskommen (diese ist am Äquator am höchsten) und könnte somit nicht so viel Nutzlast ins All schießen.

Aber Hauptsache, wir haben wieder mal ein Thema, das eigentlich nichts mit Parteipolitik zu tun hat, genutzt, um auf die Grünen zu schimpfen.

10:11 von nelumbo

denke nicht dass es @sprachloser um Physik ging sondern um die Tatsache
dass man die Umwelt woanders, kritiklos versauen kann

09:47 von sprachloser

«Sicher toll die Aktion. Warum startet die nicht in Europa oder gar Deutschland?»

Weil es sinnvoller ist, Basen für Raketenstarts möglichst nahe am Äquator zu platzieren. Da erhalten die gestarteten Raketen nämlich eine höhere Bahnbeschleunigung als z.B. im Emsland (wegen der höheren Rotationsgeschwindigkeit der Erde an der Stelle ihres größten Umfangs).

Courou in FRA-Guayana ist unter diesem Gesichtspunkt die am besten geeignete Startrampe der Erde, die es gegenwärtig gibt.

«Da wären die Grünen gehen, schon wegen Feinstaub und so weiter.»

Ist ganz im Sinne der Grünen, bei Raketenstarts möglichst wenig Treibstoff zu verbrauchen. Und so auch weniger Feinstaub auszustoßen.

«Dann verpesten wir eben andere Länder mit unserem Dreck.
Abartig? Ja, hat sich aber bewährt.»

Verglichen mit anderer Verpesterei, hält sich die Raketen-Pest in engen Grenzen.

«Bei uns hauen sich alle vor Begeisterung auf die Schulter. Gott wie armselig.»

Insg. sprachlos machender Beitrag …

@frosthorn um 9:37

Sie sind mir etwas zu dogmatisch in Ihrer Einstellung. Zweifel sollten auch bei Fakten, die einige Milliarden Jahren existieren, immer angebracht sein und in Erwägung gezogen werden.
Ich weiss nicht, ob Sie ein Liebhaber von Astronomie, Raumfahrt, Astrophysik (und Kunst und klassischer Literatur ;-) ) sind, aber meiner "wissenschaftlichen" Weltanschauung nach, gibt es nichts, was es nicht gibt, gibt es niemals absolute 100 Prozent, und auch keine unumstößlichen "Fakten". Wer kann (heute) wissen, ob nicht Merker in 4 Mrd. Jahren (vielleicht kurz bevor die Sonne die Erde verschlingt/frisst) doch die Sonnenumlaufbahn verlässt?

@ Robert Wypchlo

"Sprechen wir eigentlich noch vom Klimawandel, wenn wieder einmal eine von unzähligen teuren Raketen ins Weltall starten, und viel Staub und Dreck aufwirbeln. Die Begriffe Klimawandel und Raketenstart werden in unserer Medienwelt immer schön weit voneinander fern gehalten."

Aus gutem Grund: Raketen wie die Ariane 5 setzen kein Kohlendioxid oder andere Stoffe frei, die zum Klimawandel beitragen.

Die Triebwerke nutzen flüssigen Wasserstoff und Sauerstoff, das verbrennt schlichtweg zu Wasser. Die Feststoffraketen setzen Giftstoffe in geringen Mengen frei, aber ganz ehrlich: Wenn alle paar Monate mal eine Ariane 5 startet, fällt das in puncto Umwelt kaum ins Gewicht. Da produziert eine Stadt wie Frankfurt an einem einzigen Tag x-mal so viel Abgase.

Die Satelliten, die mit solchen Raketen ins All geschossen werden, tragen übrigens wesentlich zur Erforschung des Erdklimas und zur Wettervorhersage bei.

In diesem Sinne: bitte erst informieren, dann nörgeln.

@sprachloser

"Warum startet die nicht in Europa oder gar Deutschland?"

Es ist überhaupt nichts Schlimmes daran, etwas nicht zu wissen und Fragen zustellen. Richtig schlimm ist aber, dass Sie Ihr Nichtwissen derart zur Schau stellen und völlig abstruse Schlussfolgerungen aus Ihrem Nichtwissen ziehen, die am Ende nur noch peinlich sind.

Oder hatten Sie Ihren Beitrag satirisch gemeint? Dann möchte ich um Entschuldigung bitten. Diese Satire hatte ich leider nicht verstanden.

Nur nebenbei: Es wird französisches Staatsgebiet "mit unserem Dreck verpestet".

09:55 von Robert Wypchlo

«Die Begriffe Klimawandel und Raketenstart werden in unserer Medienwelt immer schön weit voneinander fern gehalten.»

Mit welcher Art von Treibstoff denken Sie denn, dass Raketen gestartet werden? Diesel, Super, Super Plus, Kerosin? Nicht ganz richtig …

I.d.R. sind es aus zwei Komponenten bestehende Flüssigtreibstoffe ("Di-Energole"), die die Schubkraft aus einer Oxydations-Reaktion entfalten.

Oft H2 + O2 = Emissionsprodukt Wasser.
Auch H2H4 + N2O5 = Emissionsprodukte Stickstoff (N2) + Wasser.

Bei der Verbrennung "sehr klimafreundlich", da kein CO2 emittiert wird.
Bei Herstellung, Lagerung & Transport der Treibstoffe u.U. mit großen technischen Herausforderungen verbunden.

Erst mal über die Grundlagen schlau machen.
Und dann "abledern", wenn es Sinn ergibt …

Momentan könnt ich mir

bessere Investionen in die Zukunft vorstellen. Zum Beispiel den Aufbau eines "Wasserstoff Silicon Valley" in den neuen Bundesländern auf Basis von Braunkohle und erneuerbaren Energien, statt diesen Wertstoff zum Wasserkochen zu vergeuden. Und als wenn's nichts Anderes gäbe mit tumben grünen Anti-Kohle-Beißreflex gewachse Strukturen kaputt zu machen. Aber unsere Hochgebildeten müssen natürlich an solchen Weltraumprojekten fett machen..... oder wie das heute heißt.

@ Dr. Beyer

Selbstverständlich war das Satire in Reinformat. Wer würde das sonst so schreiben?

Gähn!

Bereits vor rund 45 Jahren sind Sonden mit im Prinzip der gleichen Antriebstechnik und weniger Planet-Billard zum Merkur geflogen. Ja, die Instrumente an Bord dieser Sonde sind viel besser und werden viel mehr Informationen liefern. Aber ob daraus etwas Sinnvolles gelernt werden kann, wage ich zunehmend zu bezweifeln. Wer in 45 Jahren keine bessere Antriebstechnik entwickelt (vom ersten Motorflug bis Düsenjet und Rakete ging schneller) ist offensichtlich am Ende seiner Entwicklungsfähigkeit angekommen. Aus Erfahrungen und Forschung etwas wirklich Neues zu lernen ist nämlich längst passé. Deshalb bezweifle ich auch, das jemals wieder ein Mensch weiter als bis zur ISS fliegt. Wenn die nicht sowieso in den nächsten Monaten aufgegeben wird.

@Sisyphos3

"denke nicht dass es @sprachloser um Physik ging sondern um die Tatsache
dass man die Umwelt woanders, kritiklos versauen kann"

Das ist ja das Peinliche! Die Rakete startet aus physikalischen Gründen dort und nicht aus innenpolitischen!

Abgesehen davon ist es keine Tatsache, sondern eine unbegründete Meinung.

@WM-Kasparov-Fan, 10:28

Wer kann (heute) wissen, ob nicht Merker in 4 Mrd. Jahren (vielleicht kurz bevor die Sonne die Erde verschlingt/frisst) doch die Sonnenumlaufbahn verlässt?

Das ist mir schon klar. Aber auch das wird nicht faszinierend sein, sondern schlicht eine Folge der dann herrschenden physikalischen Kräfte. Schon in der Zeit, in der wir uns hier austauschen, ändert sich Merkurs Bahngeschwindigkeit, und die der Erde auch. Jede einzelne der Teilgeschwindigkeiten ist gleichermaßen faszinierend oder eben auch nicht.

Es ist auch nicht erstaunlich, dass ein 100-m-Läufer irgendwann an der 50-m-Marke vorbeikommt, und das ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, da er 50m zurückgelegt hat. Oder dass die Zugspitze da steht, wo sie eben steht, obwohl es unendlich viele andere mögliche Orte gegeben hätte. Es ist banal. Und es mindert andererseits natürlich keineswegs meine Faszination und meine Neugier.

@sprachloser

"Selbstverständlich war das Satire in Reinformat. Wer würde das sonst so schreiben?"

Da würden mir spontan eine ganze Menge Foristen einfallen.

Übrigens glaube ich, dass Sie noch kräftig an Ihren satirischen Ausdrucksfähigkeiten feilen sollten. Diese Satire haben hier sehr viele Kollegen nicht verstanden.

11 Uhr @spax...

- zu viel unangebrachte Politik
- Thema verfehlt
- Neuerungsvorschläge (für die neuen Bundesländer) ohne beißenden Widerwillen einbringen
- bitte zurück zur Astronomie und der Zukunft der Menschheit finden!
- insgesamt: Gleichmut und Gelassenheit, ebenso wie Neugier, Wissensdurst und Drang zu radikalen Veränderungen bewahren ( ->Glückshormonausschüttung)

@Robert Wypchlo, 9:55

Und was das den Steuerzahler alles für Geld gekostet hat.

Auf diesen Einwurf habe ich schon gewartet. Geld ist nirgendwo so gut eingesetzt wie bei der Erweiterung unseres Wissens. Was schätzen Sie, wie Sie heute leben würden, wenn der Erfinder des Rads statt dessen lieber beim Wurzeln sammeln mitgeholfen hätte?

10:28 von WM-Kasparov-Fan

«… aber meiner "wissenschaftlichen" Weltanschauung nach, gibt es nichts, was es nicht gibt …»

Wissenschaft ist keine Weltanschauung.
Da geht es immer darum, Beobachtungen zu machen & zu überprüfen.
Hypothesen aufzustellen & zu hinterfragen.
Weltanschauung hat bei diesen Prozessen "nix verloren".

«Gibt es nichts, was es nicht gibt.»

Nun ja. "Materie-Dematerialisierung" hat man noch nicht beobachtet. Auch nie eine Geschwindigkeit gemessen, die größer als die des Lichts wäre. "Beamen" konnte nur Scottie auf der Enterprise.

Erscheint mir sehr wenig wahrscheinlich, dass man zu diesen drei Punkten "positive" Erkenntnisse innerhalb der bisher gewonnenen physikalischen "Weltanschauung" gewinnen können wird …

Es klingt sehr schön

für die europäischen Wissenschaftler, dass Ihnen auch ein Erfolg beschieden sein kann.
Doch was ist eigentlich die Realität auf Erden,da werden Milliarden entzogen, um die sozialstrukturellen Herausforderungen im Lande Deutschland einmal in Angriff zu nehmen, wo es anfängt mit der Mobilität von Strasse über Wasser und Luft. Ist es nicht erschreckend, wenn die Menschen 50 und mehr Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt leben, weil die Mieten in den Ballungsgebieten explodieren, vernünftige nachvollziehbare Infrastrukturlösungen anbieten. Die Kosten natürlich Geld und was kostet diese Merkurexpedition ? Und welchen Zweck erfüllt dies, Ego für die Wissenschaften ? Die Wissenschaft sollte sich den Infrastrukturproblemen in Deutschland widmen und nicht in einer nicht erreichbaren Erkundung von Planeten investieren. Da schafft man nicht einmal auf der Erde und begibt sich ins Weltall, wo man es auch nicht schafft. Verschwendung von Steuergeldern. Öffentlichen Verwaltungen 450 Euro-Jobs schafft

@Tinkotis

Das Magnetometer wurde auch schon vor Anno Alledem in allen Varianten von Friedrich Förster gebaut. Der hat dafür sogar die NASA Medaille bekommen. Wird leider meistenteils nicht im Physikunterricht vorgeführt (obwohl mit Flachbandkabelferriten leicht realisierbar), da der Bau Elektronikkenntnisse des Lehrpersonals verlangt.

@Tinkotis

"Bereits vor rund 45 Jahren sind Sonden mit im Prinzip der gleichen Antriebstechnik und weniger Planet-Billard zum Merkur geflogen."

Damals wurde aber nicht im Merkurorbit geflogen, sondern in einer Sonnenumlaufbahn, auf der man dann mehrmals die Bahn des Merkur gekreuzt hat.

Scheint mir zu der jetzt geplanten Reise ein ziemlich großer Unterschied zu sein. Auch, was die Menge an Daten angeht.

Dr Beyer, eher das Problem der

anderen, nicht wahr?

Was interessiert...

...uns der Merkur?
Die gute alte Erde stirbt!

@sprachloser

"DrBeyer, eher das Problem der anderen, nicht wahr?"

Nein.

@Tinkotis "Gähn!" Ja, zu wenig Forscherdrang ermüdet.

"Aus Erfahrungen und Forschung etwas wirklich Neues zu lernen ist nämlich längst passé."
Weil die Konkurrenz/der Wettlauf der zwei Gesellschaftsformen des kalten Krieges fehlt, wurde die Weltraumforschung und -fahrt finanziell fast auf Null herunter gefahren. Diese Tatsache ist sehr traurig, weil damit auch die Zukunft der Menschheit aus dem Blickfeld geraten ist.

"Deshalb bezweifle ich auch, das jemals wieder ein Mensch weiter als bis zur ISS fliegt"
Es lassen sich ernsthaft seit vielen Jahren Bürger aus ganz unterschiedlichen Ländern für den Flug zum Mars ausbilden (ich wäre auch interessiert, aber bin zu unsportlich). Okay, das ist ohne Rückflug"ticket", aber selbst die primitivsten Weltraum-Science-Fiction von heute zeigen noch ganz andere, völlig unglaubwürdige, aber nicht unausschließliche, Zukunftsvarianten aus (Nutzung der 4. Dimension in/aus schwarzen Löchern...). ...

11:46 von sprachloser

«Dr Beyer, eher das Problem der anderen, nicht wahr?»

Nein. Einzig und allein Ihr Problem, wenn Sie nicht ansatzweise in der Lage sind, sich satirisch so auszudrücken, dass die Lesenden die gemeinte Satire auch als solche verstehen …

@Vollgas, @Eftonis, @JG. - Sinn des Unternehmens

Der User frosthorn hat um 11.27 Uhr Ihre Kommentare sehr schön widerlegt.

@ Eftonis

Immer, wenn bei der TS eine Meldung zur Raumfahrt erscheint, kommt von einigen dieses kulturpessimistische Geleier: "Wir können ja nicht mal unsere Probleme auf der Erde lösen, was wollen wir da im Weltraum..."

Dieser Einwand geht von mehreren Fehlannahmen aus: 1) Dass Sozialprobleme wie Armut, Krieg, Umweltverschmutzung usw. sich endgültig "lösen" lassen - vorzugsweise, indem man einfach möglichst viel Geld in die Hand nimmt. 2) Dass die Raumfahrt teuer ist im Vergleich zu den Maßnahmen, mit denen man die genannten Probleme bereits seit Jahrzehnten (weitgehend erfolglos) zu lösen versucht (Sozialprogramme, Entwicklungshilfe usw.). 3) Dass man kein Geld in Grundlagenforschung investieren darf, solange noch irgendwo auf der Welt ein Mensch hungert.

Fakt ist: Solange es Menschen gibt, wird es jede Menge menschengemachte irdische Probleme geben. Würden wir mit der Grundlagenforschung warten, bis ein utopisches Zeitalter ohne irdische Probleme angebrochen ist, müssten wir ewig warten.

Welche Verschwendung?

Reicht es nicht das in China die Säcke Reis umfallen?Und dafür Millarden $ ?Wofür?Sonst wird doch nur alles erdenkliche gemacht unter der Prämissse ;ist es auch wirtschaftlich u. kann man damit Geld machen?!

J.G., 12:04

Wenn auf der Erde alles stimmt, dann könnt ihr wegen meiner den Merkur auch acht mal umkreisen.

Wenn Columbus mit seiner Reise gewartet hätte, bis es in Europa keine Probleme mehr zu lösen gibt, hätte man das Geld ebenfalls anders verwenden können. Und die Indianer hätten heute noch ihre Ruhe.

11:04 von Tinkotis

«Aus Erfahrungen und Forschung etwas wirklich Neues zu lernen ist nämlich längst passé.»

Kompletter Unfug.

Warum sollte "aus Erfahrungen lernen" längst passé sein …?

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