Ihre Meinung zu: Hausärzte wollen selbst Medikamente abgeben

19. Oktober 2018 - 9:28 Uhr

Verschreibungspflichtige Medikamente dürfen im Allgemeinen nur von Apotheken abgegeben werden. Das wollen jetzt auch Deutschlands Hausärzte machen. Apotheken sollten aber nicht ersetzt werden.

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Kommentare

Was für ein Blödsinn!

Und der Arzt verdient dann an den Medikamenten mit?
Toll, dann wird er nicht mehr im Fokus haben, wie der Patient möglichst ohne viele Medikamente klar kommt, sondern wird eine ganze Batterie verordnen.
Der Pharmazie wird es freuen, dem Arzt auch und der Patient hängt am Tropf ohne Ausweg!

Endlich mal ein vernünftiger Vorschlag!

Ich habe nie verstanden, wofür es Apotheken gibt. Ich gebe einer Person einen Zettel, die händigt mir ein Päckchen aus und kassiert. Das kann man entweder einen Roboter machen lassen oder man führt diesen Prozess gleich beim Arzt durch, der sowieso viel besser weiß, was meine Bedürfnisse sind.

Ein guter Vorschlag, ersetzt lange Reisen zur Apotheke

Besonders an Feiertagen ist es oft nur noch für motorisierte Menschen auf dem Lande möglich, vom (Notdienst) Arzt vorgeschlagene Medikamente zu erhalten.
Wenn dann noch die verordnete Medizin nicht in der Notfallapotheke vorrätig ist, war die weite Anfahrt vergebens.
Optimal wäre eine Lösung, wie sie in den osteuropäischen Ländern bis zur "Wende" praktiziert wurde.
Polyklinik.
Ambulante Versorgung, Medikamente und bei Bedarf stationär.
Im Sanitätsbereich der Bundeswehr übrigens auch praktiziert.

Medikamentenausgabe durch Ärzte

Worin soll der Sinn liegen?

Einzig wohl darin, dass Pharmavertreter günstige Konditionen?????? (der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt) anbieten verbunden mit weiteren"Zuwendungen" für Studien zu Medikamenten.

Ich erinnere mich an die Einführung von alternativen
Antikoagulanzien wie Xarelto u.a. Kistenweise stapelten sich in der Praxis meiner Hausärztin die "Einführungen" der Pharma-Industrie(Bayer etc.).
Besonders brisant, weil zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch kein Gegenmittel bei Blutungen vorhanden war.

Abgabe von Medikamenten durch Arzt

ist in der Schweiz meist üblich....es ist angenehm, wenn man nach dem Arztbesuch nicht erst noch zur Apotheke gehen muss....
und Apotheken in der Schweiz gibt es dennoch an jeder Ecke.....

aha ?

und welchen Nutzen haben die Patienten von einer solchen Regelung?

So wie bei den Tierärzten

Die Ausgabe der Medikamente durch die Ärzte ist eine gute Sache, spart Kosten und dem Patienten den Weg in die Apotheke. Die Tierärzte verfahren schon immer so und es hat sich bewährt.

Hausärzte wollen selbst Medikamente abgeben ...

... bitte nicht. Warum nicht?
Weil ich beide Seiten kenne und mir ehrlich gesagt bei den leider immer noch vielen Rückfragen von Apothekern an Ärzte bezüglich der Plausibilität der verordneten Medikation und darin enthaltenen Problemen nicht vorstellen kann, dass ein Arzt die Medikamente ungeprüft an Patienten abgibt.
Das Zweiaugenprinzip und die Abklärung in den Apotheken möchte ich nicht abgeschafft wissen.

Klar wäre das einfacher für den Patienten aber ob es auch sicher wäre ... jedenfalls nicht in jedem Fall....

Ein Gewinn für die Patienten

Eine sehr vernünftige Idee. Dem Patienten werden umständliche Wege zur Apotheke erspart, indem er seine Arzneien direkt in der Arztpraxis bekommt.

Tod der Apotheken?

ich bestelle Medikamente die ich nicht sofort und dringend benötige auch gerne einmal bei einer Online Apotheke.
Sollte ein Arzt die "eiligen" Medikamente (z.B. Antibiotika) direkt verkaufen können, wird dies vielleicht doch an die Existenz der Apotheken gehen.
Da manche Ärzte nicht unbedingt auf dem neuesten Stand der Ernährungswissenschaften sind, würde mir der Rat (zumindest zweite Meinung) eines Apothekers sicherlich hin und wieder fehlen.

Interessenskonflikte?!

a) Der Arzt gibt das Mediakment ab, was er gerade vorrätig hat und nicht das medizinisch Sinnvollste.
b) Oder es stehen ökonomische Gründe im Weg (Gewinnmaximierung) für den behandelnden Arzt (der natürlich nur das Originalpräparat für potentielle Privatknden vorhält und nicht das Gerikum für den Kassenpatient).

Komisch erst wird sich über

Komisch erst wird sich über Horrormäßige Schreibarbeiten beschwert,jetzt ist sogar Zeit um noch Arzneimittel zu Lagern und zu Verwalten! Dienst am Patienten hmmhmm !!Sieht eher nach einem Lukrativen Nebenverdienst aus, den der Patient zahlen darf! Ganz abgesehen von den Arzneimittelvertretern ,die dann noch besser ihre Produkte Loswerden können!Wer soll dann die Ärzte überwachen ,das sie A anbieten B verkaufen aber A abrechnen?Gier macht nicht vor der Moral einen Bogen!!

@ 09:34 von yolo

Sehe ich genauso. Wenn die Ärzte an den verschrieben Medikamenten auch noch verdienen sehe ich einen Interressenkonflikt.

Ach was ...

Ich glaube, dass einige Ärzte den Hals nicht voll genug bekommen können.

@09:57 von avshalom

„Worin soll der Sinn liegen?

Einzig wohl darin, dass Pharmavertreter günstige Konditionen?????? (der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt) anbieten verbunden mit weiteren"Zuwendungen" für Studien zu Medikamenten.“

Die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente sind fix. Da sind Rabatten enge Grenzen gesetzt. Man kann natürlich immer an irgendwelche „kreativen“ Ideen vermuten. Aber „Zuwendungen für Studien“ sind unabhängig vom Dispensierrecht für Medikamente und sehr viel weniger geworden als zu den Zeiten, aus denen das schlechte Image kommt. Eine Apotheke bekommt pro Packung 8,50€ plus irgendeinen Prozentsatz. Ich nehme an, dass das dann auch für Ärzte gelten würde, weil, wie gesagt, die Preise fix sind.

Wenn sich bei Ihrer Ärztin Xarelto gestapelt hat, dann war das tatsächlich gegen die Vorschriften, da ein Arzt nur 2 Muster pro Jahr pro Dosierung bekommen darf. Und auch nur bei neuen Medikamenten.

Ich frage mich nur, ob es in eine Praxis genug Platz für das Lagern gibt?

Versandapotheken

Entweder braucht es die Beratung durch einen Apotheker. Dann kann wäre es fahrlässig, Ärzte direkt Medikamente ausgeben zu lassen. Oder es braucht diese Beratung nicht. Dann sollte das Schikanieren von kostengünstigen Versandapotheken aufhören.

Ärzte an Medikamenten verdienen zu lassen, bringt sie in einen klaren Interessenkonflikt (wie @yolo oben schon schreibt). Aber die Ärztelobby hat es natürlich genau auf diese zusätzlichen Verdienstmöglichkeiten abgesehen.

Was für eine blöde Idee

Schon jetzt sterben jährlich tausende wegen Arzneimittelinteraktionen, die der Hausarzt nicht auf dem Schirm hat. Fragen sie mal in der Notaufnahme wer da wegen Neben- und Wechselwirkung so alles eingeliefert wird. Ich bin ziemlich sicher, dass die Apotheke so manche Leben rettet.
Die Trennung Arzt macht Diagnose und Apotheke verkauft, gibt es nicht ohne Grund schon seit Mitte des 13. Jahrhunderts. Wer soll mich denn noch vor der Unkenntnis bzw. Geldgier der Ärzte schützen?

Von Göttern in weiß, zu Unternehmern.

Ehrlich gesagt, es macht sowieso keinen Spaß mehr zum Arzt zu gehen.
Ich habe den Eindruck, dem Arzt geht es nur noch um Umsatz außerhalb der Pauschale, die er von der Krankenkasse bekommt.
Wobei nach meiner Ansicht die Krankenkasse durch ihre Quartalspauschalen dieses Desinteresse des Arztes erst geschaffen hat.
Wer will schon umsonst arbeiten und deshalb haben Ärzte nur Interesse an Dingen, die ihnen Geld bringen.
Ganz schlimm ist es in den Krankenhäusern. Es geht doch auch dort nicht mehr um die Patienten, sondern darum, wie kann man mit jeden einzelnen Patienten die Umsätze optimieren. Wer nicht mit spielt wird arbeitslos.
Sorry aber für mich sind aus den Göttern in Weiß nur noch schwarze Geschäftsleute geworden.
Dieses Drama zieht sich aber auch in andere Bereiche, der Bänker ihres Vertrauens, der Verkäufer ihres Vertrauens, der Schlachter ihres Vertrauens, der Erzeuger ihres Vertrauens.
Es fällt schwer überhaupt noch jemanden zu vertrauen.
Staatliche Kontrolle? Gibt´s die?

Den Faulen Wege sparen?

Die Arzneimittelversorgung dadurch verbessern zu wollen, ist genauso idiotisch wie die Idee kaputte Straßen durch Tempo 30 Schilder zu reparieren.

halte ich für sinnvoll...

Es ist der Arzt, der meine Krankengeschichte kennt, mein Gewicht, welche anderen Medikamente ich einnehme, und, und, und.

Die Beratung, die laut der Apotheker die Apotheker leisten, übernimmt in der Realität also ohnehin der Arzt.
Kassieren dafür darf aber der Apotheker, und zwar letztlich für die Bevorratung und Ausgabe der Medikamente.

Das ist nachteilig für den Patienten, weil der nach dem Arztbesuch dann auch noch zur Apotheke darf. Besonders lästig bei Notfällen am Wochenende, denn da bedeutet das Fahrerei vom notdiensthabenden Arzt zum notdiensthabenden Apotheker.

Es ist nachteilig für das Gesundheitssystem, weil es den Apotheker gut für etwas bezahlt was letztlich der Arzt leistet. Nicht umsonst gibt es in jedem Dorf mindestens zwei Apotheken.

Zumindest im dörflichen Umfeld könnte man so die Versorgung verbessern, und eine Praxis lohnenswerter machen.

Wirklich?

Viele, die hier jetzt Beifall klatschen, haben keine Ahnung davon, was Apotheken in dem Bereich leisten (müssen). Auch ein enormer bürokratischer Aufwand (z.B. Beachtung von Rabattverträgen usw.). Und das soll jetzt auch noch der Arzt machen, wo der ohnehin schon keine Zeit für seine Patienten hat ... Na dann ....

ein Gewinn für alle!

Und zwar für alle Ärzte! Klar werden die neidisch, wenn sie auf die Gewinnspannen der Apotheker schauen, und fänden es eine tolle Idee, dieses Geschäft selber zu machen.
Als mitdenkender Unternehmer wird ein Arzt dann natürlich nur die Sachen vorrätig halten, die geringe Lagerkosten verursachen, vielleicht auch Medikamente mit abgelaufenem Verfalldatum zum halben Preis anbieten.

Andererseits kann man ja später das Angebot auf Augenfältchencreme, Blasentee und Einwegwindeln ausdehnen.

Wo soll das alles enden?

auch, wenn ich das Monopol

der Apotheken in manchen Fällen kritisch sehe, ist aber doch der/die Apotheker/in die qualifizierte Stelle. Der Arzt verfügt gar nicht über die Ausbildung, um das sinnvoll und sicher abwickeln zu können.
Die Apotheke kann auch beraten, und weist auch schon mal auf Unverträglichkeiten zwischen Medikamenten hin.
Es muss Fachleute geben, die sich mit den Medikamenten besser auskennen, als der Arzt, der dem Pharmavertreter glauben muss. Der Arzt hat seine Kompetenz woanders.
Dass das Monopl zu gewaltigen Gewinnspannen führt, ist eine andere Sache.
Oft wurde das Apothekensterben vorrausgesagt, faktisch findet man alle paar hundert Meter eine (in der Stadt), die alle gut überleben.

Grober Unfug

Ja, das wird in der Schweiz in ländlichen Gegenden praktiziert, allerdings wird es nur dort zugelassen, wo in einer bestimmten Entfernung keine Apotheken sind.
Oh Wunder: Dort wo die Ärzte direkt auch die Arzneimittel verkaufen dürfen, liegen die Kosten für die Arzneimittel etwa 30% höher, als dort, wo es die Apotheken machen.
.
In der Schweiz darf übrigens auch die Apotheke z.B. Chronikern ohne Rezept ihre Dauermedikation abgeben. DAS wäre eine Erleichterung in schlecht versorgten Gebieten. Aber dann käme der Patient ja nicht mehr einmal im Quartal in die Praxis um seine Krankenkassenkarte zur Abrechnung abzugeben.
.
Eine Notwendigkeit sehe ich auch nicht - bei jeder Diskussion um Apotheken heißt es sonst immer: "An jeder Ecke ist eine Apotheke..."
.
Der Arzt hat Medikament 1 lagernd, es verfällt bald. Med. 2 wäre für den Patienten eigentlich besser geeignet.
Preisfrage: Schreibt der Arzt ein Rezept über Med.2 für die Apotheke oder gibt er Med. 1 mit, wo er was dran verdient??? ;)

Ein praxisorientierter Vorschlag

wie ich finde. Nachdem man sich den Rücken "verknackst" hat und sich mit Mühe zum Arzt "schleifen" kann, ist man sicherlich dankbar direkt auch gleich ein Schmerzmittel mitnehmen zu können.
Weiterhin kann der Arzt dadurch gezielter auf Wünsche des Patienten eingehen, kommt man mit dem Rezept in die Apotheke bekommt man oft nur etwas "vergleichbares".

Sicherlich kann und sollte man über derlei und viele andere Vorschläge beraten und nicht "immer" gleich die eigenen Felle wegschwimmen sehen. Ideen braucht das Land, sonst bleibt alles wie es ist.

@10:22 von noemu

Interessenkonflikte?

Kann theoretisch sein, aber...

zu a) es wird einer durchschnittlichen Praxis sowieso nicht möglich sein, alle Medikamente vorrätig zu haben. Das schafft ja nicht mal eine Apotheke mit ihrem Lager. Als Arzt wird also das auf Vorrat haben, das man selbst gerne verordnet und was häufiger gebraucht wird.

zu b) besserer Service für Privatpatienten kann natürlich passieren. Allerdings ist die Apothekengewinnspanne nicht mehr so sehr unterschiedlich zwischen teuren und billigen Medikamenten wie es früher einmal war. Aber ein Unterschied besteht.

Der Arzt muss bei Kassenpatienten viele Generika verordnen, da er sonst Probleme mit seinem Arzneimittelbudget bekommt. Egal was die Pharmavertreter ihm erzählen.

Da gibt es nur einen begrenzten Spielraum.

Interessenkonflikt?

Ich befürchte einen Interessenkonflikt bei den Ärzten. Es wird nicht mehr das Medikament mit der besten Wirkung sondern das mit dem besten Gewinn für den Arzt abgegeben.

Mir ist klar, das die meissten Ärzte ihren Beruf auch als Berufung verstehen und für das Wohl des Patienten handeln. Wenn aber die Möglichkeit Jahr um Jahr ohne Konsequenzen direkt vor der Nase hängt, wird es sehr schwer, auf Dauer zu widerstehen.

@yolo "Der Arzt verdient an den Medikamenten mit"

Das tut er doch jetzt schon. Es gibt derart viele Studien an denen Arzte teilnehmen... Die Pharmahersteller/Großhändler rechnen das aus ihren Lieferdaten heraus.

Tierärzte

Wo jemand die Tierärzte anspricht: Ja wie kommen denn Antibiotika im Tonnenmaßstab in die Nutztierhaltung?
Wenn der Tierarzt nicht auch vom Verkauf der Antibiotika selbst und direkt profitieren würde, würden sich wahrscheinlich viel weniger Tierärzte finden, die die Antibiotika so "großzügig" verschreiben.

ICH möchte mich nicht von einem Arzt behandeln lassen, der gegen seine eigenen Interessen arbeitet, wenn er möglichst wenig Arzneimittel verordnet.
Man muss nur an die extrem hohen Quoten z.B. von fragwürdigen Knieoperationen denken, dann weiß man, wo 'die Reise hingehen' würde.

Bloß nicht um Gottes Willen!

@ 10:05 von Thomas Wohlzufrieden
"Ein Gewinn für die Patienten
Eine sehr vernünftige Idee. Dem Patienten werden umständliche Wege zur Apotheke erspart, indem er seine Arzneien direkt in der Arztpraxis bekommt."
.
Ihnen ist schon bekannt, das es Menschen gibt die sich "Pharmareferenten" nennen?
Lieber Arzt, promote mein Produkt, dafür bekommst du eine neue Theke! Ich hab hier was Neues......
.
Bloß nicht! Ich bevorzuge meine Apotheke, wo mir auch alternative Produkte angeboten werden.
Präparat, Wirkstoff, Preis.
.
Eine derartige Regelung eröffnet den "Gierschlunden" Haus und Hof!
.
Arzt = Diagnose
Apotheke = Prüfung und Arznei
.
Hier steht Gewinnmaximierung im Vordergrund!

Verschiedene Kompetenzen

Ärzte/Ärztinnen sind ausgebildet, Krankheiten zu erkennen und Therapien auszuarbeiten.
Apother/innen sind darin ausgebidet, sich mit pharmakologischen Eigentschaften von Stoffen, deren Dosierung und den Wechselwirkungen auszukennen.
Weder kann die Apotheke kompetent Diagnosen stellen und therapieren, noch ist in der Arztpraxis das pharmakologische Fachwissen vorhanden.
Also beides möglichst getrennt halten. Für die ländliche und Notversorgung sollten andere Wege gefunden werden.

@Was für ein Blödsinn! 9:34 von yolo

Geb Ihnen seltenst Recht.
Aber hier zu Recht.
Abgesehen davon dass der Eid des Hippokrates wieder ein Stück mehr verschwinden würde,
- er tut das ja schon mit den IGEL-Leistungen
schlimmer ist m.E. der mangelnde pharmakologische Sachverstand
der meisten Hausärzte.
Das sage ich als ehemaliger Klinikreferent, ( der, der die Klinikapotheken 'bestückt' )

Das 'Landargument' zieht auch nicht richtig,
da ordentliche Online-Apotheken auch innerhalb von 2 Tagen nach Hause liefern.

Blödsinn! Apotheken haben so wie so den Standort nähe Arzt...

Blödsinn! Apotheken haben so wie so den Standort nähe Arzt und es wird dann an der falschen Stelle verdient.
in Kliniken kann ich mir es durchaus vorstellen und gibt`s so wie so am Krankenbett...

Xarelto?

Xarelto stapelte sich also? Hallo, Xarelto (Rivaroxaban). Mit Verlaub, das glaube ich nicht. Xarelto ist ein Top Medikament, und dazu hat es immer noch einen gesalzenen Preis. Nehme es selbst seit mehreren Jahren.

Kein Arzt und keine Ärztin hat/te dieses Medikament in der Praxis einfach so zum verteilen wie Bonbons Praxis "liegen", und erst Recht nicht gestapelt.

BTT, ich bin nicht erfreut über den Gedanken nun beim Arzt auch Medikamente zu erhalten.
Fakt ist nun mal, der/die Apotheker/in kennt sich mit Medikamenten normalerweise besser aus als der/die Arzt/in. Ist ja irgendwie klar wenn man sich die Berufsbilder, die Ausbildung und das Studium betrachtet.
So hat mein Apotheker schon ein paar mal nach der Vorlage des Rezeptes bei meinem Leibarzt nachgefragt ob das tatsächlich so richtig wäre was er mir verordnete.

Davon ab, beim Kassenpatienten verschreibt der Arzt den normalerweise den Wirkstoff, unabhängig davon ob er ein Fabrikat aufs Rezept schreibt oder nicht.

Mal davon abgesehen

von den Gefahren die Einige aufzählen, sehe ich Gefahr bei ehrlichen Ärzten und auf dem Land nicht.
Ich finde es in Ordnung das mir der Arzt gleich das Medikament gibt, muss ich niemand beauftragen es für mich in der Stadt in der Apotheke zu holen.
In der Stadt sicher kein Problem, man könnte das ja nur fürs Land begrenzen, dann wäre Allen geholfen.

Xarelto 2?

Der Apotheker überprüft darauf hin ob mit "meiner" Kasse ein Rabattvertrag besteht und gibt mir genau ebendieses Medikament.
Ausnahme ist wenn der Arzt ganz gezielt ein bestimmtes Fabrikat verordnen möchte, so muss er dann ein Kreuzchen bei "Aut-idem" vornehmen.

Ich möchte jedenfalls den Service meiner Apotheke nicht missen wollen und hole dort gerne meine Medikament weil ich mich gut beraten fühle.

10:22 von noemu

a) Der Arzt gibt das Mediakment ab, was er gerade vorrätig hat und nicht das medizinisch Sinnvollste.
.
was gibt es in der Apotheke ?
das Mittel das gerade die Krankenkasse mit der Pharmaindustrie verhandelt hat
ich kriege jedes Quartal Medikamente von einem anderen Hersteller
eine tolle Mehrarbeit für die Apothekerin abzufragen welches
Medikament mein Krankenkasse gerade bevorzugt
und wenn ein Medikament nicht vorrätig sein sollte …. zumindest in meiner Apotheke
beschafft der Apotheker das noch am selben !! Tag

Ob das gut durchdacht ist?

Im ersten Moment liest es sich nicht schlecht.

Was würde das allerdings in der Praxis bedeuten?

Die Arztpraxen brauchen mehr Räumlichkeiten, damit die Medikamente gut und sicher aufbewahrt werden können.

Es ist mehr Fachpersonal notwendig für die Ausgabe, Bestellung und fachgerechte Lagerung der Medikamente.
Auch Medikamente haben ein Haltbarkeitsdatum, da muß auch regelmäßig aussortiert werden.

Kein Arzt kann, wie auch die Apotheken, alle benötigten Medikamente vorrätig haben.
Sie müssen bestellt werden, so sind auch dann vom Patienten Zweitbesuche notwendig.
Die meisten Apotheken bieten den Service an, wenn das Medikament nicht da ist, daß sie es kostenlos nach Hause liefern.
Sollte es die Arztpraxis ebenso machen, braucht dafür es mehr Personal.

So werden sich die Kosten einer Arztpraxis enorm steigen.

Am bestenb online

Ich bestelle alle Medikamente online (natürlich nicht in Deutschland). Das ist bis zu 10x billiger als in der Apotheke und ich muss nicht erst einen Arzt fragen, ob ich das auch haben darf.

Trennung wichtig

Zur nächstgelegenen Apotheke haben Ärzte bereits einen kurzen Draht und Apotheken liefern auch aus. Eine zusätzliche Aufgabe wird Wartezeiten in Praxen nicht verkürzen. Man sollte vermeiden, dass ein Arzt in der Entscheidung, was er verschreibt, von anderen Faktoren beeinflusst werden könnte, als dem, was gut für den Patienten ist, wie etwa Provision vom Pharmaunternehmen oder etwas loszuwerden, was bald abläuft. Bilsang tut es meinen Ärzten nicht weh, wenn ich rückmelde, dass ich ein bestimmtes Medikament nicht vertrage. Wenn Ärzte ihre verschriebenen Medikamente aber auch verkaufen, könnte es sein, dass sie eine solche Rückmeldung ungern hören. Das könnte dem Vertrauensverhätnis zwischen Arzt und Patient schaden. - Wichtiger wäre es, sicherzustellen, dass Medikamente bei passender Temperatur gelagert und transportiert werden, damit keine Medikamente genutzt werden, die durch Über- oder Unterschreiten der erlaubten Temperatur wirkungslos oder schädigend wurden.

bloß nicht

Die Frage ist dabei eigentlich nur: was ist, wenn der Arzt ein anderes Präparat verordnet und mitgibt, als die Kasse normalerweise bezahlen würde? Wir kennen das, wir gehen regelmäßig in die Apotheke um Medikamente zu bekommen und erleben es immer wieder mal, dass man das gewohnte Präparat dieses Mal von einem anderen Hersteller kommt. Der Grund: die Kassen handeln regelmäßig neue Konditionen mit den Pharmaziekonzernen aus und der günstigste Anbieter wird dann bezahlt, alle anderen nicht.

Ich finde ohnehin diese aktuelle Regelung sehr patientenfeindlich. Die letzte war ja die, dass die Krankenkasse den Preis des günstigsten Präparates übernimmt und würde der Patient ein Generikum höheren Preises verlangen, dass er dann die Differenz zu zahlen hätte.

Aber wenn Ärzte auch Apothekenleistungen anbieten können, wird es nicht lange dauern, bis Schlupflöcher gefunden werden und die dann zu Lasten von Patienten und Krankenkassen gehen. Weißkittel sind beim Geldverdienen ja sehr kreativ.

Kann man machen, aber...

Ärzte sind nicht die Experten, wenn es um Medikamente gibt.

Ich kann allerdings schon verstehen, dass es für einen Dorfarzt praktisch sein kann, wenn er die gängigsten und unkompliziertesten Medikamente direkt vor Ort hat.

Besonders auf den Dörfern gibt es doch genug alte Menschen die nicht mehr sonderlich mobil sind. Der Bus fährt dann ggf. nur ein paar mal am Tag.
Dann für eine Packung Paracetamol im Wert von ein paar Cent in die nächste Apotheke 5 Dörfer weiter fahren zu müssen ist alles andere als praktisch.

Hyposensibilisierung

Hallo,

besonders sinnvoll wäre es bei Medikamenten, die der Arzt ohnehin verabreicht, wie zu Beispiel bei Hyposensibilisierungen gegen Allergien, da geht der Patient mit dem Rezept in die Apotheke und holt dann nach erfolgter Lieferung das Mittel ab, um es dem Arzt zu bringen, der es ihm spritzt. Das ganze auch noch mit intakter Kühlkette. Hier würde eine direkte Belieferung das Ganze deutlich optimieren.

Die angebliche Beratung in der Apotheke habe ich ohnehin nie erfahren. Die Einnahmemodalitäten erklärt mir der Arzt oder der Beipackzettel.

Die Pharmaindustrie

möchte wohl keine Bestechungsgelder mehr an die inzwischen gut verhandelnden Apotheker geben? Na dann eben gibt der Arzt die Medikamente aus, das macht der mit gezielten Produkten doch noch für ein Abendessen und ne Kaffeetasse.

@11:41 von artist22

"Das 'Landargument' zieht auch nicht richtig,
da ordentliche Online-Apotheken auch innerhalb von 2 Tagen nach Hause liefern."

Wenn ich jetzt krank bin möchte ich auch jetzt Medikamente - und nicht erst in 2 Tagen. 2 Tage Wartezeit ist sicherlich besser als nichts, aber es ist weit entfernt vom Optimum.

Weg mit den Rezepten!

90% aller Rezepte sind ohnehin reine Repressalien und sie gehören abgeschafft!
Warum muss ich mir als gebildeter Mensch den Gang zum Arzt antun um gegen Bronchitis oder einen Tripper um eine Packung Penizillin zu betteln? Ich sehe ja ein das es "Reserveantibiotika" geben muss, dann aber bitte auch in der Tierzucht! Es geht doch nicht an das eine gesunde Sau leichter an Medizin kommt als ein kranker Mensch!
Man könnte ganz einfach zwei mal im Jahr auf die Gesundheitskarte und in Eigenregie Antibiotika abgeben, das wäre zehn mal besser als sich mit Krankheit zum Arzt zu schleppen und das ganze Wartezimmer an zu stecken!
Dieses Monopol gehört abgeschafft, jedenfalls für 08/15 Medikamente die ja 90% aller Rezepte ausmachen. Es ist Menschenverachtend, zumal die meisten ohnehin einfach so lange zu verschiedenen Ärzten gehen bis sie bekommen was sie wollen. Veraltet, ineffizient und unnötig.

@und nicht erst in 2 Tagen. 13:49 von WiPoEthik

Ihre Kritik geht leider an der Realität vorbei.
Notfälle mal ausgenommen, da gelten ja andere Regeln,
aber wenn sie 'einfach' krank sind, bekommen Sie ihr Rezept auch nicht sofort.

Jedenfalls bei den meisten Hausärzten können Sie am Telefon 'vorbestellen',
und am nächsten Tag das Rezept abholen.

Also ein Tag ist heute sowieso schon normal.
Das ist leider Standard inzwischen.

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