Ihre Meinung zu: Scheinselbstständige Berater im Verteidigungsministerium?

18. Oktober 2018 - 12:43 Uhr

Der Einsatz externer Berater im Verteidigungsministerium steht seit langem in der Kritik. Nun gibt es den Vorwurf der Scheinselbstständigkeit. Nach einer Anzeige ermittelt die Staatsanwaltschaft. Von Christoph Prössl.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
4
Durchschnitt: 4 (6 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Viele Aufträge sind demnach

Viele Aufträge sind demnach freihändig - ohne Ausschreibung - vergeben worden.
.
bitte mit Augenmaß !
auch ich habe in meiner beruflichen Tätigkeit genügend Aufträge ohne Ausschreibung vergeben
ob es immer zielführend ist, für alles und jedes ne Ausschreibung zu machen ?Verzögert einen Beschaffungsvorgang nur und ob die Firma was dabei spart ....
wenn der Preis passte, habe ich beschafft und das kann man wohl beurteilen

Scheinselbständige Berater im Verteidigungsministerium?

Nur im Verteidigungsministerium?
Das dürfte sicher noch ein bischen weiter gehen.
Wenn man sich mal die Welt der Lobbyisten und Unternehmensberater anschaut.

das ist echt zum Lachen

das ist echt zum Lachen ;)

"Viele Aufträge sind demnach freihändig - ohne Ausschreibung - vergeben worden."

Alles gut, das war immer so und wir machen das doch alle selber auch so.
Genial, die Disziplin von Frau von der Leyen.
Entweder Sie duldet das (gehen eigentlich auch Aufträge an Sie und Ihre Familie?) oder Sie befiehlt dieses Verbrechen, genau wie die anderen auch.

Warum...

wundert mich das keine Sekunde?
Ihr Laden taugt nichts, Frau Bundesverteidigungsministerin!

Die Empörung scheint eher den Jägern der Ministerin geschuldet

denn wer mit offenen Augen durch die Welt geht sieht weit aus mehr Scheinselbständigkeit als hier -wenn auch hochbezahlt- angeprangert wird; es wäre schön, wenn die Unsitte der Scheinselbständigen aufrichtiger angegangen würde...

Vetternwirtschaft

und da regen wir uns über Oligarchen auf. Lächerlich wie ähnlich wir sind.

Ist nicht sogar

ein Sohn der Ministerin bei dieser Unternehmensberatung tätig?

Scheinselbstständige Berater im Verteidigungsministerium ?

Neoliberale Beschäftingsverhältnisse auch im Verteidigungsministerium,vielleicht auch Abgabenmindernd.
Aber interessant ist auch,woher denn die Inhaber der 56 Verträge kommen ? Was prädesziniert sie für das Ministerium,wie wurden sie ausgewählt ?Vielleicht aus diversen Think Tanks oder Vereinigungen wie der Atlantik-Brücke oder dem Aspen-Institut.

Transparenz

Die arbeitsrechtliche Fragestellung und die Möglichkeit der Korruption ist ein Aspekt. Man muss sich aber auch die Frage stellen, für wen solche Berater wirklich arbeiten und welche Aufgaben diese Leute hatten. Hier muss Transparenz geschaffen werden, ob es ggf. dadurch eine direkte Einflussnahme von Lobbyorganisationen/Rüstungskonzernen gegeben hat.

Konzept

Folgendes Konzept kann -ohne teuren Untersuchungsauftrag an ein Beratungsunternehmen- angewendet werden: Auf dem Markt schlecht zu bekommende IT-Fachleute (als Beispiel)
erhalten beim Bund ähnliche Gehälter wie in der freien Wirtschaft, also statt einer EG 10 z.B. eine A15 oder mehr, das wäre dann sofort günstiger als die hoch dotierten Berater, und der Bund hätte das Wissen auch in den eigenen Reihen. 200€ die Stunde sollten z.B. Pflegekräfte in der Nachtschicht bekommen.

Arbeitsnehmerverhältnisse mit Scheinselbstständigkeit

Arbeitnehmerverhältnisse stellen keine
Scheinselbständigkeit dar. Gemeint sein dürften
Beraterverhältnisse oder ? Orthografie

Wie kann das sein?

"Der Bundesrechnungshof hatte 56 Verträge mit einem Volumen von mehr als 93 Millionen Euro unter die Lupe genommen. Viele Aufträge sind demnach freihändig - ohne Ausschreibung - vergeben worden."

Wie kann sowas sein? Soweit ich weiß, müssen Aufträge von öffentlichen Trägern auch öffentlich ausgeschrieben sein. Entweder deutschland- oder europaweit (je nach Umfang der Ausschreibung).
Wer ist dafür verantwortlich und mit welcher Motivation? Geld- und Machtgier ist wohl am wahrscheinlichsten.

Aber das muss doch leicht nachvollziehbar oder andernfalls durch gute journalistische Arbeit recherchierbar sein.
Für mich riecht das stark nach Korruption und Vetternwirtschaft.

Ich würde mir hier mehr Informationen wünschen und hoffe, es wird weiterhin in dieser Sache berichtet bei der Tagesschau.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Am 18. Oktober 2018 um 13:52 von Sisyphos3

"bitte mit Augenmaß !
auch ich habe in meiner beruflichen Tätigkeit genügend Aufträge ohne Ausschreibung vergeben"
#
#
Und wo ist Ihr Augenmaß?
Es geht um Steuergelder, da kann ein Auftrag unter Amigos etwas mehr kosten, der Steuerzahler hat ja genug. Das ein Unternehmen keine Wucherpreise zahlt, dürfte jedem klar sein.

Die Sache mit den Beratern

Da bin ich ja mal froh dass zumindest jetzt in diesem Bereich Berater, denn wären es keine Berater dann handele es sich um Fachangestellte oder Sachbearbeiter die speziell dafür geschult wurden und die nötige Erfahrung besitzen oder sich über Jahre aneignen, in Frage gestellt werden.

So in etwa wie das Internet, Google, Geheimdienste sich fast überall und auch in unser Privatleben eingeschlichen haben, so haben sich über die letzten Jahre oder Jahrzehnte hinweg immer mehr solcher Berater überall eingeschlichen.

In Institutionen und Parteien, wimmelt es nur so von diesen Beratern und man kann sich durchaus fragen, in wessen Auftrag kommen sie und in wessen Interessen beraten sie denn diese Institutionen oder unsere Parteien.

Viele Berater werden ausgewechselt wie es eben auch passt und läuft in der Zeit in der sie in ihrer Funktion als Berater dienen etwas schief, dann kann von Oben, von verantwortlicher Seite, von Institutionen, jegliche Selbstverantwortung von sich gewiesen werden.

Mit der Bitte um Freigabe

Zitat aus dem Artikel:
"Der Bundesrechnungshof hatte 56 Verträge mit einem Volumen von mehr als 93 Millionen Euro unter die Lupe genommen."

Vorausgesetzt, hinter jedem Vertrag verbirgt sich eine einzelne Person, was bei vermuteter Scheinselbstständigkeit anzunehmen ist, dann hat jeder einzelne Vertrag im Durchschnitt ein Volumen von über 1,5 Mio Euro.
Wenn sich die Verträge und die Summe auf ein Jahr beziehen, wozu es im Artikel keine Angaben gibt, dann errechnet sich daraus ein durchschnittlicher Stundensatz von gerne mal 750,-€.

Laut Artikel sind viele dieser Verträge freihändig vergeben worden.

@Sisyphos3 um 13:52Uhr

Grunsätzlich haben Sie vermutlich Recht, wenn Sie die Notwendigkeit einer Ausschreibung in Einzelfällen bezweifeln. Natürlich verhindert eine Ausschreibung schon alleine wegen der Regularien ein schnelles, zeitnahes Handeln. Nur, darum ist es noch nie gegangen! Ziel war doch immer die Befreiung von Verantwortung, denn wer wäre denn bereit gewesen, tatsächlich die Verantwortung zu übernehmen? Da war es doch praktisch, wenn man auf das günstigste Angebot verweisen konnte, egal ob das Kugelschreiber, Papier oder Rüstungsaufträge waren. Dramatisch finde ich das Verhalten der Politiker, die mit dem Einsatz von externen Beratern ja beweisen, daß sie die sachlichen Zusammenhänge nicht verstehen. Ob eine Frau Suder im BmfVg wirklich hilfreich war? Ich habe in meiner Behörde selbst eine externe Beratergruppe "genossen" und mich freiwillig zur Prüfung gemeldet um zu beweisen, wie fragwürdig das Schauspiel war, da doch das Ergebnis schon feststand. Leider wurde ich nicht ausgewählt! Warum wohl?

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

@13:52 von Sisyphos3

"auch ich habe in meiner beruflichen Tätigkeit genügend Aufträge ohne Ausschreibung vergeben"....
aber dann ganz sicher als Leistungsbesteller in der privaten Wirtschaft....die öffentliche Hand durfte noch nie Aufträge "unter der Hand" vergeben.

Unfassbar

Im öffentlichen Dienst scheint einiges nicht so ganz zu funktionieren. Auf der einen Seite werden junge Berufseinsteiger trotz besten akademischen Qualifizierungen durch die Bank mit befristeten Verträgen hingehalten - da ja kein Geld vorhanden sei- auf der anderen muss ich dann lesen, dass mögl. Vetternwirtschaft zum. aber definitiv an der Öffentlichkeit vorbei Aufträge vergeben worden sind.
Die Zukunft gehört der Jugend, wenn die Politik nicht langsam beginnt sie ernstzunehmen fürchte ich um die Zukunft des Landes

Darstellung: