Ihre Meinung zu: US-mexikanische Grenze: Familientreffen für drei Minuten

14. Oktober 2018 - 6:40 Uhr

Hunderte Familien wurden an der US-mexikanischen Grenze zusammengeführt - allerdings nur für wenige Minuten. US-Präsident Trump setzt dennoch weiterhin auf Abschreckung bei der illegalen Einwanderung.

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Kommentare

Es scheint eine besondere Art

Es scheint eine besondere Art der "Gewaltenteilung" bei den Trumps zu geben: Donald bleibt der Grobe, dem das Schicksal und die Bedürfnisse von Menschen egal sind (ausgenommen das eigene Ego), und Melania ist für Abfederung, Verschleierung und ein bisschen Gefühlsduselei zuständig. Wie grausam.

Grenzen sind ...

... dazu da, um Menschen durch zu lassen. Wie kann es illegal sein, dass Menschen Grenzen überqueren?

Trennendes überwinden

Es wird immer Menschen geben, die diese Grenze überwinden.

Es gibt keine Mauer

Wenn Trump noch eine Mauer bauen will, muss er sich langsam beeilen, seine Amtszeit endet irgend wann. Oder war das wieder nur eine Ankündigung.

Wer auch immer irgendwo auf

Wer auch immer irgendwo auf dieser Welt das Leid und die Traumatisierung von Kindern oder Erwachsenen bewusst in Kauf nimmt für welche (pseudo)politischen Themen und Vorhaben auch immer, der hat in der Politik meiner Überzeugung nach nichts verloren.

09:32 von andererseits

Besser kann man es nicht sagen. Danke. Wir zerstören die Lebensgrundlage der Menschen in anderen Ländern, durch unsere Wirtschaftspolitik oder Kriege und schotten uns dann gegen Flüchtlinge ab.

@Forengeschwätz

Kleiner Spaß zum Sonntag " seine Amtszeit endet bald" Putin macht keine halben Sachen, die 8Jahre kriegt Trump schon, da bin ich mir 100% ducher, er hat bereits erwähnt, dass er es toll findet, wie lange manch Afrikanischer Herrscher herrschte, es würde mich nicht wundern wenn demnächst der Vorstoß kommt, die Limitierung der Amtszeit aufzuheben.

Das wird

eins der Größten Probleme der Zukunft werden und das nicht nur in den USA.
Ich weis jetzt nicht wie die Einwanderungspolitik vorher genau war, aber als Fluggast gibt es mehr als strenge Kontrollen hört man von allen Seiten.
Die nächsten 10-50 Jahre werden unter Umständen sehr dramatisch werden befürchte ich.

Hier trifft Überheblichkeit auf

Menschlichkeit! 3 Minuten wird den Mexikanern gegeben, alleine 5 Minuten braucht D.T. für seine Unterschrift. Möchte nicht wissen, wie viel illegale D.T. in seinem Leben ausgebeutet hat. Über Skrupel ist er ja, wie jeder Populist, erhaben.

Tag und Nacht

wenn die Menschen/Familien zu hause geblieben wären, hätten sich Jahre lang Tag und Nacht umarmen können.

Ich sehe diese emotionalisierte und tendenziöse Berichterstattung wieder einmal sehr kritisch.

Wenn nötig mit Gewalt

Seit Jahrzehnten strömen illegale Einwanderer in die USA. Seit Jahrzehnten werden durch die mangelhafte Kontrolle der Grenzen Menschenschmuggel, Drogengeschäfte, Gewaltkriminalität gefördert. So in etwa könnte es auch in Europa werden, wenn nicht entschieden dagegen vorgegangen wird. Sowohl die USA als auch Europa muss seine Außengrenzen gegen illegale Einwanderer schützen. Wenn nötig mit Gewalt. Da gibt es für mich auch keinen Kompromiss. Gute Worte, Abkommen … alles wurde ignoriert, bzw. umgangen.

Grenzen sind nie unüberwindbar

selbst die Hochabgesicherte Grenze zwischen DDR u. BRD wurde von einigen Bürgern überwunden.Aber ein Ausgrenzen der Menschen zwischen Mexiko u. USA muss auch Regeln haben Menschen durchzulassen.

08:14 von Skripal lebt

Grenzen sind ...

... dazu da, um Menschen durch zu lassen. Wie kann es illegal sein, dass Menschen Grenzen überqueren?
///
*
*
Seltsam unter dem Demokraten Obamaa wurde diese Frage nicht gestellt.
*
Das Gesetz war in seiner Amtszeit unkritisiert.
*
Aber wie hier, die laute demokratische "Straßenmehrheit" bestimmt, obwohl in der Wahl unterlegen.

@Schiebaer45

es gibt ja die Regeln, um Menschen zwischen USA und Mexico durchzulassen. Nennt sich Visum.

10:25, Brisant

>>Wenn nötig mit Gewalt
Seit Jahrzehnten strömen illegale Einwanderer in die USA. Seit Jahrzehnten werden durch die mangelhafte Kontrolle der Grenzen Menschenschmuggel, Drogengeschäfte, Gewaltkriminalität gefördert. So in etwa könnte es auch in Europa werden, wenn nicht entschieden dagegen vorgegangen wird. Sowohl die USA als auch Europa muss seine Außengrenzen gegen illegale Einwanderer schützen. Wenn nötig mit Gewalt. Da gibt es für mich auch keinen Kompromiss. Gute Worte, Abkommen … alles wurde ignoriert, bzw. umgangen.<<

Welche Art von Gewalt schwebt Ihnen denn vor?

Etwa so wie damals die innerdeutsche Grenze?

Sie schreiben von Jahrzehnten "illegaler" Einwanderung in die USA. Es waren aber Jahrhunderte.

Oder glauben Sie, die Pilgrim Fathers kamen damals mit einem gültigen Visum?

10:57, nelumbo

>>@Schiebaer45
es gibt ja die Regeln, um Menschen zwischen USA und Mexico durchzulassen. Nennt sich Visum.<<

Menschen zwischen USA und Mexiko durchlassen?

Was liegt denn zwischen diesen beiden Ländern?

Und es gibt Regeln, nennt sich Visum?

Ein Visum ist ein Dokument. Wer eins hat, der hat's gut, wer keins hat findet auch Wege.

Was mir hier im Forum immer wieder auffällt, ist die unglaubliche Dokumentengläubigkeit vieler Leute. Die gibt es in dieser Form wohl nur in Deutschland.

"Die Deutschen waren derart autoritätshörig und dokumentengläubig, daß sie sich erst beruhigten, wenn wir ihre Ausweise angeschaut hatten. Sie hielten uns ihre Papiere unter die Nase um zu beweisen, daß alles in Ordnung war. Diese leidenschaftlichen Sammler von Papieren, zumal von amtlich beglaubigten, boten einen amüsanten Anblick, bis einem klarwurde, daß dies das Verhalten von Sklaven war, die Bürokraten anbeteten."

-Saul Padover, "Lügendetektor", 1946

Interessantes Buch, bitte nachschlagen.

@10:17 peter04

Und ich sehe es wieder einmal sehr kritisch, wenn man vom bequemen "mitteleuropäischen Sofa" aus so tut, als ginge es um die Frage, ob man in diesem Sommer mal "zuhause geblieben" wäre oder doch mal woanders hin gefahren wäre: Wer sich mit den Situationen mexikanischer Familien ein bisschen befasst, weiß mehr. Unendlich viele Männer, Jugendliche und inzwischen auch Frauen sind über die Jahre von der organisierten Kriminalität in Mexiko ermordet worden. Da kann man den Vorschlag "zuhause zu bleiben" nur als zynisch werten.

Schreck lass nach

„Trump setzt auf Abschreckung“

Trump selbst ist der größte Schrecken in der Welt.
Dieser Mann wirkt geradezu abschreckend auf die Menschheit und gehört selbst hinter so eine hohe Mauer.

Unsinn

Natuerlich kann jemand der illegal in einem Land lebt nicht ohne die noetigen Dokumente legal erneut einreisen, was soll daran unfair sein? Und ich schreibe dies im Moment aus Mexiko. Wo an der Grenze zu Guatemala auch nicht anders verfahren wird.

Am 14. Oktober 2018 um 11:43 von fathaland slim

Das mit den Deutschen und dem Papier stimmt schon, nicht um sonst gibt es den Spruch.
" Von der Wiege bis zur Bahre,
Formulare, Formulare! " ;-).

Aber was brauchen Sie um die USA zu besuchen, oder vor 89 Ihr geliebtes Prag ;-).
Wenn keiner mehr Papiere braucht, und überall Essen und Unterkunft bekommt ohne was zu tun.
Dann wüsste ich auch wo ich gerne hin wollte.

Komisch ist, das es bei mir und den meisten Deutschen nicht funktioniert, da will man dann immer so was wie Papier ;-) und meistens auch noch Bares haben.

@fathaland slim

„zwischen USA und Mexico“ : ich hatte hier schiebaer45 zitiert, an den sich die Antwort richtet. Das „von-nach“ wohl besser ausgedrückt ist richtig, aber so belehrend (aka klugs...) wollte ich nicht sein. Ja, man kommt auch ohne Visum durch. Man kann auch ohne Führerschein Auto fahren und ohne ärztliche Approbation Blinddärme rausnehmen. Wozu der ganze Dokumentkram.

Sie wollen id USA leben; warum kriegt Mexiko keinen Frieden hin

Hierzu ein interessantes Sachbuch:

"Warum Nationen scheitern" ("Why Nations Fail") der Wirtschafts- und Politikwissenschaftler Daron Acemoğlu und James A. Robinson. Es wurde von den Wirtschaftsnobelpreisträgern George Akerlof, Gary S. Becker, Michael Spence, Robert Solow, Peter A. Diamond und Kenneth J. Arrow empfohlen. Es handelt im ersten Kapitel von 2 Städten, die nur wenige Kilometer auseinanderliegen. Die eine Stadt prosperiert, die andere hat keine Arbeit. Die eine Stadt liegt etwas nördlicher, in den USA. Die andere etwas südlicher, in Mexiko.

Was hat die USA zu einem Land gemacht, wohin die Leute wollen?
Was wäre , wenn es von ganz Mittel- u Südamerika keine Grenze zur USA geben würde? Wäre dann auch die Stadt südlich der USA-Grenze reich? Warum braucht es eine Öffnung zur USA, damit eine Stadt südlich der USA-Grenze, die ja jetzt schon ganz Mittel- u Südamerika erreichbar hat, prosperierend wird?

Sie wollen in USA leben. Aber die Grenze gehört zum Erfolg der USA

13:25, nelumbo @fathaland slim

>>Ja, man kommt auch ohne Visum durch. Man kann auch ohne Führerschein Auto fahren und ohne ärztliche Approbation Blinddärme rausnehmen. Wozu der ganze Dokumentkram.<<

Uns Deutschen wird auch gern nachgesagt, daß wir die Mitte nicht finden und deswegen ständig von einem Extrem ins andere fallen...

@08:14 von Skripal lebt

"Grenzen sind dazu da, um Menschen durch zu lassen. Wie kann es illegal sein, dass
Menschen Grenzen überqueren?"

- - -

Haben Sie eine Wohnungstür? Oder eine Haustür? Oder lassen Sie das auch offen in der Hoffnung, damit Solidarität bzw Wohlstand für alle zu erreichen? Und was wäre das Ergebnis, wenn alle ihre Wohnungstür und Haustür aushängen würden? Würden dann alle profitieren?

10:27 von schiebaer45

"selbst die Hochabgesicherte Grenze zwischen DDR u. BRD wurde von einigen Bürgern überwunden.Aber ein Ausgrenzen der Menschen zwischen Mexiko u. USA muss auch Regeln haben Menschen durchzulassen"

- - -

Bei der DDR wollten die Leute aus dem System, das sie einmauerte, sie wollten raus.

Bei den USA wollen die Leute rein.

Das ist der Unterschied. Man darf niemanden einsperren. Aber man muss nicht jeden reinlassen.

Die USA kontrollieren die eigene Grenze nach außen, und das ist auch völkerrechtlich erlaubt

13:20, wenigfahrer

>>Aber was brauchen Sie um die USA zu besuchen, oder vor 89 Ihr geliebtes Prag ;-).
Wenn keiner mehr Papiere braucht, und überall Essen und Unterkunft bekommt ohne was zu tun.
Dann wüsste ich auch wo ich gerne hin wollte.

Komisch ist, das es bei mir und den meisten Deutschen nicht funktioniert, da will man dann immer so was wie Papier ;-) und meistens auch noch Bares haben<<

Prag war hinterm eisernen Vorhang. Das mit dem eisernen Vorhang wird ja offensichtlich in gewissen Kreisen wieder modern.

Die USA haben ihre Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen in meiner Lebenszeit kontinuierlich verschärft. In den 70ern galt ein Touristenvisum 6 Monate und konnte mühelos um noch mal sechs Monate verlängert werden. Mittlerweile sind es drei Monate. Verlängerung? No Chance.

Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen gibt es mehr "Illegale" denn je in den USA.

Zu Ihrer Anspielung auf die Flüchtlingssituation in Deutschland: die Leute wollen arbeiten, dürfen aber nicht. Ich wollte so nicht leben.

vielleicht mal Vergleich mit anderen Staaten

Darf in den eigenständigen Staat Vatikanstaat jeder hinein ohne Papiere und sich entscheiden, von nun an dort zu leben im Vatikanstaat auf Dauer und seine Familie nachzuholen? Egal was derjenige kann oder ob er überhaupt einen Schulabschluss hat? Lässt der Vatikanstaat jeden hinein auch ohne Papiere?

@11:34 von fathaland slim

"Oder glauben Sie, die Pilgrim Fathers kamen damals mit einem gültigen Visum?"

- - -

Die Spanier kamen bei den Azteken auch nicht mit Visum an. Viele der südamerikanischen Bewohner haben die Schiffe der Spanier anfangs freundlich begrüßt und ihnen sogar geholfen.
Und die Besiedler des Westens der USA haben den indianischen Bewohnern auch kein Visum gezeigt.

Aber was wollen Sie mit solchen Vergleichen sagen?

14:49, Norddeutscher22

>>Haben Sie eine Wohnungstür? Oder eine Haustür? Oder lassen Sie das auch offen in der Hoffnung, damit Solidarität bzw Wohlstand für alle zu erreichen? Und was wäre das Ergebnis, wenn alle ihre Wohnungstür und Haustür aushängen würden? Würden dann alle profitieren?<<

Und wieder der unsinnige Vergleich eines Landes mit einer Wohnung.

Vergleichen Sie ein Land doch einfach mal mit einer Nachbarschaft. Das ist nicht ganz so schief.

Haben Sie irgendeine Kontrolle darüber, wer in Ihre Nachbarschaft zieht und wer nicht?

Ich jedenfalls nicht.

14:53, Norddeutscher22

>>Bei der DDR wollten die Leute aus dem System, das sie einmauerte, sie wollten raus.

Bei den USA wollen die Leute rein.

Das ist der Unterschied. Man darf niemanden einsperren. Aber man muss nicht jeden reinlassen.<<

Sie glauben wirklich, es gäbe semipermeable Grenzen? Grenzen, die nur in eine Richtung durchlässig sind?

Nein, so etwas gibt es nicht. Wer aussperrt, sperrt auch ein.

08:14 von Skripal lebt

Wie kann es illegal sein, dass Menschen Grenzen überqueren?
.
ist ihre Wohnungstüre offen,
für alle die Einlass begehren ?
Ansonsten was heißt oder bedeutet "Grenze"
.
wobei ich würde noch viel weiter gehen,
eine Grenze ist das natürlichste auf der Welt
jedes Tier hat "sein" Revier, welches es verteidigt

warum ziehen sie nicht zusammen in ein anderes Nachbarland?

Sie finden den Wohlstand in den USA gut, aber nicht die Regeln der USA. Eine solche Rosinenpickerei - Vorteile ja, Regeln nein - geht nicht im Massenbetrieb.
Diese Familienzusammenführungen könnten in jedem Land Mittel- und Südamerikas erfolgen. Die Familien könnten sich entschließen, in einem anderen Land Mittel- und Südamerikas zu leben.
Oder geht es um wirtschaftliche Erwägungen, unbedingt auch um den Preis die eigene Familie zu verlassen, in den USA leben zu wollen? Oder gibt es etwa auch in Mittel- und Südamerika andere Staaten, die mitreden wollen, wer auf ihr Staatsgebiet zieht?

@15:07 von fathaland slim

"Und wieder der unsinnige Vergleich eines Landes mit einer Wohnung"

- - -

Warum scheuen Sie dieses Argument?
scheinbar haben Sie eine Wohnungstür und wollen auch gerne kontrollieren, wer dauerhaft in Ihrer Wohnung wohnt. Erst recht, wenn Sie nicht kontrollieren können, wer in Ihre Nachbarschaft zieht. Ganz ohne Grenzen scheint es also auch bei Ihnen nicht zu funktionieren

14:58, Norddeutscher22

>>Die Spanier kamen bei den Azteken auch nicht mit Visum an. Viele der südamerikanischen Bewohner haben die Schiffe der Spanier anfangs freundlich begrüßt und ihnen sogar geholfen.
Und die Besiedler des Westens der USA haben den indianischen Bewohnern auch kein Visum gezeigt.

Aber was wollen Sie mit solchen Vergleichen sagen?<<

Vielleicht möchte ich damit Äpfel- und Birnenvergleiche provozieren? Die Spanier jedenfalls kamen als imperialistische Eroberer nach Südamerika. Militärisch organisiert.

Die Pilgrim Fathers taten das nicht.

Wer ihnen nachfolgte schon. Die USA würden dann ja zur britischen Kolonie, erst mal.

Sie wollen doch nicht behaupten, die Mexikaner kämen als Kolonisatoren in die USA?

13:26, Norddeutscher22

Was ist denn Ihrer Ansicht nach der Grund dafür, daß Mittelamerika, eine Region, die die USA seit dem spanisch-amerikanischen Krieg als ihren Hinterhof beanspruchen und die dortigen Eliten installiert und gestützt haben, nicht auf die Beine kommt?

11:34 von fathaland slim

Oder glauben Sie, die Pilgrim Fathers kamen damals mit einem gültigen Visum?
.
nachträglich betrachtet....
wäre es sicherlich besser gewesen, die Ureinwohner Amerikas
(und anderer Länder) hätten mehr darauf geachtet, wen sie ins Land lassen
ihrer eigenen Sicherheit und Zukunft wegen

14:55, Norddeutscher22

>>elleicht mal Vergleich mit anderen Staaten
Darf in den eigenständigen Staat Vatikanstaat jeder hinein ohne Papiere und sich entscheiden, von nun an dort zu leben im Vatikanstaat auf Dauer und seine Familie nachzuholen? Egal was derjenige kann oder ob er überhaupt einen Schulabschluss hat? Lässt der Vatikanstaat jeden hinein auch ohne Papiere?<<

Grenzkontrollen gibt es da jedenfalls keine. Sie merken gar nicht, daß Sie eine Grenze überqueren.

15:17, Norddeutscher22

>>@15:07 von fathaland slim
"Und wieder der unsinnige Vergleich eines Landes mit einer Wohnung"

- - -

Warum scheuen Sie dieses Argument?
scheinbar haben Sie eine Wohnungstür und wollen auch gerne kontrollieren, wer dauerhaft in Ihrer Wohnung wohnt. Erst recht, wenn Sie nicht kontrollieren können, wer in Ihre Nachbarschaft zieht. Ganz ohne Grenzen scheint es also auch bei Ihnen nicht zu funktionieren.<<

Ich habe Ihnen geschrieben, warum ich dieses Argument als Scheinargument betrachte. Lesen Sie meine Antwort doch bitte noch einmal.

Noch etwas:

Ich als Individuum habe eine persönliche Privatsphäre. Deshalb die Unverletzlichkeit der Wohnung.

Eine völkische Privatsphäre gibt es nicht.

@15:11 von fathaland slim

"Sie glauben wirklich, es gäbe semipermeable Grenzen? Grenzen, die nur in eine Richtung durchlässig sind? Nein, so etwas gibt es nicht. Wer aussperrt, sperrt auch ein."

Indem Sie Ihre Wohnungstür zumachen, sperren Sie also die ganze Welt ein?
Und wenn ein Land seine eigenen Grenzen kontrolliert gegen Eindringlinge, sperrt es 100 andere Staaten auf 7 Kontinenten ein? Ein Staat hat nur die Befugnis über sein eigenes Staatsgebiet - aber auch das Recht, auf dem eigenen Staatsgebiet die Regeln zu setzen einschließlich Einreise. Das hat nichts zu tun mit Einsperren der ganzen Welt. Weder juristisch noch von der Logik gibt es eine Pflicht, Fremde auf das eigene Staatsgebiet massenhaft einwandern zu lassen

15:25, Sisyphos3

>>Nachträglich betrachtet....
wäre es sicherlich besser gewesen, die Ureinwohner Amerikas
(und anderer Länder) hätten mehr darauf geachtet, wen sie ins Land lassen
ihrer eigenen Sicherheit und Zukunft wegen.<<

All diese Ureinwohner wurden mit einem Konzept konfrontiert, das sie vorher nicht kannten und nicht verstanden: dem des Nationalstaates und des Imperialismus.

Sie wurden überrumpelt.

Tja, und jetzt begehren die Nachfahren dieser Überrumpelten Einlass bei den Nachfahren der Überrumpler...

15:17 von fathaland slim

Sie wollen doch nicht behaupten, die Mexikaner kämen als Kolonisatoren in die USA?
.
kleines Beispiel das auf den 1. Blick wenig mit der hier diskutierten Sachen zu tun hat

.
kleine Sonntags Feier wo nicht nur die Eltern (ich) der Kindergartenkinder
sondern auch die Gottesdienstler in der Regel Rentner eingeladen waren
ich platzierte den mitgebrachten Kuchen an der Tafel
und setzte mich mit dem Kind an einen der großen Tische
.
Der Raum fühlte sich, 2 Damen kamen und fragten ob an dem 10er Tisch noch Platz wäre …. klar (8 Plätze)
es kamen dann (ungefragt( noch andere
…. dann der Hammer
einer der neu Hinzukommenden fragte, ob ich mich nicht woanders hinsetzen könnte …
und genau so stelle ich mir ihre "Kolonisation" vor
ach ja
ich nahm den Kuchen und ging, klingelte bei meinem Mieter
fragte ob er lust auf ne Tasse Kaffee hätte … das war ein netter Nachmittag

@15:29 von fathaland slim

"Lässt der Vatikanstaat jeden hinein auch ohne Papiere?

Grenzkontrollen gibt es da jedenfalls keine. Sie merken gar nicht, daß Sie eine Grenze überqueren."

- - -

Kann sich denn jeder Tagestourist im Vatikanstaat entscheiden, dort dauerhaft leben zu wollen, auch ohne Schulabschluss und ohne Papiere? Wieviele Flüchtlinge ohne Papiere und ohne Sicherheitsprüfung hat denn der Vatikanstaat als lebenslangen Aufenthaltstitel mit Familiennachzug aufgenommen? Es geht doch nicht um Tagestouristen.

Es geht darum, ob es Grenzen gibt bei der Entscheidung, wer möchte gern im Vatikanstaat dauerhaft leben? Und kann jeder das einseitig auch gegen den Willen des Vatikanstaats durchsetzen?

@ 15:13 Norddeutscher22

Auch Ihr Kommentar scheint mir widerzuspiegeln, dass Sie sich mit der Situation von Menschen, die aus Mexiko fliehen (müssen) nicht sehr beschäftigt haben. Humanrights schreibt z.b. dazu: "In den vergangenen Jahren sind in Mexiko zahlreiche Zivilpersonen ermordet, misshandelt und gefoltert worden oder verschwunden. Hinter den Angriffen auf Leib und Leben stehen sowohl das organisierte Verbrechen oder lokale kriminelle Banden wie auch die Sicherheitskräfte. Im Namen des Krieges gegen Drogen werden Militärangehörige eingesetzt." Amnesty International dokumentierte (Stand 2017): "Es herrschte fast uneingeschränkte Straflosigkeit für die Anwendung von Folter und anderen Misshandlungen. Zahlreiche Berichte über von Polizei und Militär während ihrer Einsätze angewandte Gewalt trafen ein. Hierzu zählten z. B. Prügel, Erstickungsfolter mit Plastiktüten, Elektroschocks, Vergewaltigung und andere sexuelle Übergriffe. Sexualisierte Gewalt als eine Form von Folter war alltägliche Praxis ..."

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