Ihre Meinung zu: IWF-Tagung: "Steuert das Boot, lasst euch nicht treiben"

13. Oktober 2018 - 13:34 Uhr

Auf Dialog setzten statt Handelskonflikte austragen - das ist die Botschaft von IWF-Chefin Lagarde an die Mitglieder des Währungsfonds. Noch stehe die Wirtschaft gut da, doch es drohten neue Krisen. Von Jan Bösche.

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Kommentare

Das lustigste

an dem Artikel sind die Nager.
Ob die sich gezielt ausgerechnet den Flieger ausgesucht haben, waren ja sicher sehr viele Flieger vorhanden.
Was soll man nur von solchen Nagern halten ;-).

IWF-Tagung:"Steuert das Boot,lasst euch nicht treiben"....

Es werden wachsende Probleme bei Entwicklungs-und Schwellenländern konstatiert.Aber wer hat denn in den letzten Jahrzehnten in der Welt dominiert ? Doch IWF und Weltbank.Da hat die Auflagenpolitik im Zuge von Kredite von IWF und Weltbank vielen Ländern wohl nicht geholfen.Dazu gehört die Verringerung des öffentlichen Sektors,Verringerung von Zöllen um Produkte aus dem globalem Norden stärker in dritte Welt Länder zu exportieren und Auflagen zur Privatisierung.Aktuell zu besehen von Argentinien bis Afrika.

IWF-Tagung

Wenn Italien nun den Weg der weiteren Verschuldung geht , und bereits im Schwanken ist , sollte allen klar sein , dass das mit Griechenland nicht vergleichbar ist ! Das Land ist durch Größe und Verschuldung dann nicht zu halten. Aber ebenso verschuldet , sogar höchstverschuldet , sind Frankreich und Deutschland ! Alle haben mit dem 0-Zins ihre Bürger belastet um wenigstens von den Zinszahlungen weg zu kommen. Für Deutschland waren das p.A. 30-40 Milliarden die sich auf 10-12 Mrd. verkleinert haben. Das Wichtigste aber daran ist , dass ein Insitut aus Freiburg errechnete, dass die angegebenen Staatsschulden in Deutschland nicht 2,1 Billionen sind sondern 6,2 Billionen. Das ist in Italien und Frankreich nicht anders aber nichts passiert. Aber es gibt nur ein Mittel für den Staat die Verschuldung auf Null zu stellen ...... Währungsreform ! Und danach wollen alle die die uns das antun, natürlich wieder gewählt werden. Toll. Und der IWF wird nur zusehen. Na dann....

Schulden abbauen ist ...

auf dem Weg in die nächste Krise genau der Weg, der schneller in die Krise führt!
Seit der letzten Finanzkrise hat die Gesamtheit der Unternehmen nicht nur in Deutschland, sondern z. B. auch in den USA die Seite gewechselt und ist von der Schuldnerseite auf die Sparerseite gelangt.
Wenn nun private Haushalte und Unternehmen sparen, dann MUSS der Staat (Beispiel USA) oder das Ausland (Beispiel Deutschland) Schulden machen, um den Nachfrageausfall der Sparer auszugleichen!

Wie schreib noch mal Sascha

Wie schreib noch mal Sascha Lobo: Moralische Fragen lasse ich mir am liebsten von verurteilten Steuerhinterziehern erklären.

Da bin ich ganz bei ihm.

Vermögen der Länder

Der IWF hat das Vermögen von 31 Ländern berechnet, darunter auch Deutschland, und kam auf einen durchschnittlichen Wert von 220 % des Bruttoinlandsprodukts.
Die Kinder und Enkel "erben" also weiterhin mehr Vermögen als Schulden von ihrem jeweiligen Staat!

Nager und IWF

Zuerst zu den Nagern: Was waren das für Nager? Woher kamen sie? Wer hat sie finanziert? Waren diese Nager Agenten des Russischen Auslandsgeheimdienstes SWR? Und welche Rolle spielte Putin dabei? Diese Fragen sind erst einmal zu beantworten, bevor wir zur Tagesordnung übergehen!
Schluß mit dem Sarkasmus. Der IWF mit seinen Kreditvergaberegeln scheint mir ein Teil des Problems zu sein und nicht der Lösung. Siehe Griechenland, die Ukraine, jetzt Argentinien, Brasilien wird noch kommen. Zuerst sind Renten zu kürzen, Sozialausgaben, Bildung, Staatsunternehmen privatisieren, dann gibt erst es Kredite. Diese sind aber nicht für die Bürger des jeweiligen Landes bestimmt, sondern diesen in erster Linie dazu Auslandsschulden zu bedienen und Banken Geld zukommen zu lassen. Die Länder werden oftmals regelrecht erwürgt und ihrer Zukunft beraubt und das Ganze nennt sich dann Kredit. Aber gab es da nicht noch irgendwo so etwas namens "BRICS"? Verteilen die nicht auch Kredite?

Dialog.

Da wird sich Trump bestätigt fühlen. Schließlich erzwingt er nun einen Dialog nach dem anderen.

Steuert das Boot ... eine hübsche Herausforderung ...

Wie wir an allen Ecken und Enden sehen können, ist den betreffenden Nationen beständig das Hemd näher als die Hosen. Wie wir an dem derzeitigen Engpass n der bemannten Raumfahrt sehen, oder an den Hilfen gegen Seuchen, an den Zahlungen für die Welt weit entstandenen "Flüchtlingslager" etc., pflegt man lieber großen Geiz im kleinen, während man im großen - Flüchtlingsströme, Meerwasser Verunreinigung, Klimawandel ganz und gar die Segel streicht.
Alles wird auf Morgen verschoben, selbst das Rentenproblem, vermutlich in der Hoffnung, das die Probleme sich selbst entsorgen …

Warum so viele Worte?

"Steuert das Boot, lasst euch nicht treiben"
Man kann den Kurs des Bootes nur verändern, wenn man schneller als die Strömung ist.
Diese Aussage stimmt nicht nur in der Physik.
Nicht reagieren, agieren ist angesagt. Die Zukunft beginnt jeden Tag neu. Wenn die Wirtschaft nicht den Menschen nützt und nur den Reichtum weniger vergrößert wird sie die Herausforderungen nicht bewältigen.

Steuert, so wie in der Bankenkriese ?

Wo war denn die Steuerung des IWF während der Bankenkrise? Und reihenweise haben sich Politiker von Bankern über den Tisch ziehen lassen: Bezahlt die Banken und das Problem ist gelöst?
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Was mich immer noch interessieren würde: Was hat die Bankenkrise den Dt. Staat letztlich gekostet (wieviel Schrott liegt noch im Keller)? Was hat die GR-Krise den dt. Steuerzahler letztlich gekostet und wieviel % davon ist direkt in die Bankhäuser geflossen? Alles gut gehütete Geheimnisse - die Politiker aller Couleur wissen genau, wieviel Mist sie da gebaut haben. Der Ackermann lacht sich noch heute krumm!

"Das Wachstum ist robust, aber es trübt sich ein"

Wachstum von was? Der Renditen? Des Konsums? Der Müllberge? Der Bevölkerung in Ländern, in denen längst ein untragbares Bevölkerungswachstum herrscht, das die Not der Menschen weiter verschärft (und das nicht zuletzt an unzureichenden Demokratie- und Entwicklungsstandards, d.h. fehlenden Zukunftsperspektiven - insbesondere der Frauen - liegt? Der Kosten für die Bewältigung der Folgen überflüssiger Kriege und politischer Fehleinschätzungen?

Oder der allgemeinen Zufriedenheit und Aussichten auf eine friedliche Zukunft (u.a durch Weiterentwicklung innovativer Technologien, vor allem aber deren richtigen Einsatz)?

In Panik auszubrechen, weil die „Märkte“ mal wieder den Schleudergang einlegen, bringt gar nichts. Angst blockiert nur die Fähigkeit, klar zu denken. „Cool“ bleiben ist da in jedem Fall hilfreicher.

Und wer sein Geld anlegt, um Unternehmen zu stützen, die ihm vielversprechend erscheinen - weil ihre Produkte wirklich jeder(!) braucht - kann eigentlich nicht viel falsch machen.

Irgendwie erinnert mich diese

Irgendwie erinnert mich diese IWF-Mannschaft mehr und mehr an die Titanicbesatzung.

Fortsetzung: Beim Wachstum geht es zu oft nur ums Geld

Zumal es nur um Geld geht – und das (das Geld im heutigen Sinne) ohnehin schnellstmöglich - sukzessive - durch ein zeitgemäßeres Instrument zur Steuerung der Wirtschaft, das eine realistischere, objektivere (d.h., demokratischere) Bewertung aller gehandelten Güter und Dienstleistungen ermöglicht (Stichworte: Klimawandel, Umweltzerstörung, Artenschwund, Bevölkerungsexplosion in „unterentwickelten“ Ländern, schleichender Demokratieverfall in immer mehr Ländern) abgelöst gehört, damit es endlich wirklich überall vorangehen kann.

Wobei es leider nicht gerade einfach ist, an den Märkten die Spreu vom Weizen zu trennen (also die „guten“ Unternehmen von den Blendern zu unterscheiden).

Dies nicht zuletzt wegen der in Wirtschaft und Politik - allen Regulierungsversuchen zum Trotz - epidemischen Intransparenz. Die seitens der "Politik" auch noch nach Kräften befeuert wird.

Was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass unser Geld auf feudalistischen Prinzipien beruht, Geld also Macht bedeutet.

@ Gassi

Wo war denn die Steuerung des IWF während der Bankenkrise?

Welche "Steuerung" hätten Sie denn erwartet? Oder dachten Sie, dass der IWF den Privatbanken wie der Lehman-Bank Geld leiht?

Das Finanzsystem ähnelt weniger einem Boot ...

als einer Fähre, die am Seilzug hängt, auf einem Gewässer mit diversen Strudeln und an einem Dutzend verschiedener Seile hängend, die in unterschiedliche Richtungen leiten, mit verschiedenen Kurbeln unterschiedlicher Übersetzung, besetzt mit unterschiedlich kräftigen und verschieden motivierten Fährknechten, das bildet es eher ab.

Schläft der Steuermann in der Koje

oder hat er den Kompass verloren?
"Steuert das Boot, lasst euch nicht treiben"
Beides könnte man hinter dem Appell des IWF vermuten, denn warum treibt das Schiff? Wenn der Aufruf auf Wahrheit beruht, sollte dem Steuermann sein Patent entzogen werden.

wahre steuerkünstler

unsere polittpromis. kaum einer von denen hat einen beruf, bzw schon mal gearbeitet, ausser andrea, die war schon junksozialistin

@Schläft der Steuermann in der Koje 18:41 von siigrueblerzyz

Die unbequeme Wahrheit ist, das es soviel gar nicht zu steuern gibt.
Das sagt man dem Publikum lieber nicht.

Also wenn man Trichet liest (Ex-EZB Chef), der natürlich auch
sein 'Wirken' etwas vernebelt, so kann man nur hoffen,
dass die nächste Krise das Schiff nicht gänzlich Leck schlägt.
Soviele Schwellenländer in unruhigem Fahrwasser gab es lange nicht.

@18:26_Es_war_kein_Novitschok

Der IWF sollte sich einfach nur an seine Regeln halten. Dann hätte er Griechenland keine Kredite geben dürfen, und erst Recht nicht der Ukraine.
Seine Rezepte ("Steuerung") haben in keinem Land, das sie befolgt hat, gewirkt.

Die Finanzwirtschaft an die Kandare nehmen, so wie es einmal u.a. Lafontaine vorhatte, bzw. entsprechende Strukturen zu fördern, wäre natürlich für den IWF eine sinnvolle Aufgabe

@bernd kevesligeti

"Dazu gehört die Verringerung des öffentlichen Sektors,Verringerung von Zöllen um Produkte aus dem globalem Norden stärker in dritte Welt Länder zu exportieren und Auflagen zur Privatisierung.Aktuell zu besehen von Argentinien bis Afrika."

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Dazu möchte ich die Aussage eines Afrikaners, der inzwischen in Wittenberg lebt, ergänzen. Der IWF forderte in Ghana die Privatisierung der Wasserversorgung. Nun gibt es das Wasser im Dorf nicht mehr kostenlos am Brunnen wie früher sondern nur noch gegen Geld an der Verkaufsstelle. Das Bruttosozialprodukt ist gestiegen nur wo war das eine Verbesserung der Lebensqualität der Menschen? Früher war das Wasser im Dorf kostenlos.

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