Ihre Meinung zu: Schwangerschaft: Bundestag soll über Bluttests debattieren

12. Oktober 2018 - 16:51 Uhr

Mit Bluttests können werdende Eltern feststellen, ob ihr Kind mit Behinderungen auf die Welt kommen könnte. Mehr als 100 Abgeordnete wollen jetzt im Bundestag darüber debattieren, wie weit diese Tests gehen dürfen.

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Kommentare

was soll´s die Büchse der Pandora ist schon lange geöffnet

die Diskussion über Ethik und das Lebensrecht behinderter Kinder anhand von Bluttests
wenn es in unserer Gesellschaft schon üblich ist das Geschlecht des
Kindes zu erfahren und unter Umständen entsprechend zu handeln wenn es den aktuellen Wünschen nicht entsprechen sollte
als nächstes kann man ja Untersuchungen über die Haar und Augenfarbe machen, die Intelligenz ohnehin
Gelegentlich sollte man sich Gedanken machen ob Fortschritt nicht auch Rückschritt bedeuten kann
nicht alles medizinisch machbare nicht mehr Sorgen bringt

Solange eine anständige

Solange eine anständige Versorgung von Behinderten ein ewiger Kampf mit den Krankenkassen ist, sollten weitgehende Tests erlaubt sein.
Aber warum werden nicht die Betroffenen selbst gefragt?
Eltern und Kinder!
Und natürlich auch erwachsene Behinderte!

als wenn "Test oder nicht Test" die Frage wäre

Hier zeigt sich wieder exemplarisch eine der hässlichsten Seiten unserer Gesellschaft, und zwar quer durch alle Schichten und alle politischen Richtungen. Man hat gefälligst keine "komischen" Kinder in die Welt zu setzen. Deshalb soll es Aufgabe der Eltern werden, etwaige Mängel beim Nachwuchs frühzeitig zu erkennen und auszumerzen. Das ist einfach pervers.
Ich bin nicht dagegen, dass sich Eltern frühzeitig über Risiken informieren, aber bitte ohne Druck, die gesellschaftlichen "Erwartungen" zu erfüllen und sich und anderen den Umgang mit behinderten Menschen zu ersparen.
Nie werde ich vergessen, dass ein Pauschalurlauber klagte (und Recht bekam!), der sich vom Anblick einer Gruppe Rollstuhlfahrer in seinem Urlaubserlebnis beeinträchtigt fühlte und eine Minderung des Reisepreises verlangte. Soweit sind wir also gekommen, dachte ich damals. Jetzt frage ich mich, ob wir uns sogar den Grenzen der Eugenik wieder nähern.

Dabei sollte auch der

Dabei sollte auch der Spätabbruch von Ungeborenen mit DownSyndrom nach Artikel 3 des Grundgesetzes diskutiert werden. Hier Zahlen von der Jouranlistin Denis Linke, die selbst Autismus hat: "Und Spätabtreibungen nehmen weiter zu. Das statistische Bundesamt gibt an, dass es 2006 in Deutschland 183 Spätabtreibungen gab. Bis 2013 gab es eine Steigerung von 307,1 Prozent. Insgesamt wurden 3.703 Abtreibungen medizinisch begründet – also mit der Gesundheit der Mutter. Dabei ist es egal, ob es sich um die sehr greifbare körperliche Gesundheit oder eine psychische Belastung handelt.
Die Zahlen sprechen für sich. Nach der Down-Syndrom Diagnose brechen 90 Prozent der Frauen die Schwangerschaft ab. Ich weiß nicht, ob Sie Menschen mit Down-Syndrom kennen. Ich schon, und keiner von ihnen hat jemals gesagt: "Ich wünschte, ich wäre abgetrieben worden.""
https://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2014-09/abtreibung-behinderung

18:09 von frosthorn

ohnehin ein schmaler Grat

wenn ich mir vorstelle, dass in den Niederlanden,
bei schwerer körperlichen Missbildung noch nach dem 3 Monat abgetrieben werden
womöglich im Extremfall im 9. Monat

da frage ich mich schon wo da gross der Unterschied liegt,
zu unseren Erfahrungen mit Eugenik
eine sehr ungute Diskussion

wer's bezahlt..

ist immer wieder die frage, nahezu eine der hauptfragen. ich kann das nicht verstehen.

es gibt eltern, die ein interesse am gesundheitszustand ihres foetus haben, und die daher bereit sind, fuer eine diagnose zu zahlen, zumal dann, wenn vom untersuchungsergebnis entscheidungen abhaengen. anderen eltern ist dies nicht so wichtig, wie ich aus erfahrung mit freunden weiss.

mit welcher begruendung soll denn eigentlich eine kasse fuer diese untersuchung aufkommen? kommen die zukuenftig auch fuer schwangerschaftstests aus der apotheke auf? verkehrte welt!

krankenversicherung sollte fuer die untragbaren belastungen der schwachen durch krankheit aufkommen. ganz im sinne des "versicherungswesens auf gegenseitigkeit". seit langem weicht man hiervon ab, doch gottlob sind wir noch nicht dazu gekommen (zumindest im krankenversicherungssektor), dass jede inanspruchnahme ein kuendigungsgrund seitens der kasse ist.

(ja sie lesen richtig! in anderen sektoren ist dies gaengige praxis!)

Rücksichtslos ?

Natürlich ist das Downsyndrom eine schwere Behinderung von der kein werdendes Elternpaar betroffen sein möchte, wenn sich dieses Schicksal vermeiden lässt ist es nicht rücksichtslos gegenüber den bereits Betroffenen, sondern gegenüber denjeniegen denen ein solches Schicksal erspart bleiben könnte. Wenn Menschen bei denen eine Disposition vorhanden ist untersucht werden tut man es ja genau aus diesem Grund, um es frühzeitig erkennen zu können.

Auch erschließt sich mir die Logik nicht dass Betroffene weniger diskrimiert werden wenn es weiterhin Neufälle gibt, es ist doch eine Frage der Aufklärung - und wie viele Menschen wissen heute schon genau was das Downsyndrom ist ?
Wer den Test wünscht sollte ihn auch machen dürfen, da sollte nicht die Meinung schon Betoffener zählen, sondern die die mit der Problematik konfrontiert sind.

Nichts ganz Neues

Auf eine mögliche Trisomie 21 u.a. wurde vor 20 Jahren auch schon untersucht. Nur eben nicht mit einem einfachen Bluttest, sondern grob mit einem sog. Triple-Test, mittels Hinweisen im hochauflösenden Ultraschall oder genauer aber riskanter mittels Punktion der Fruchtblase oder einer Chorionzottenbiopsie.
Heutzutage kann eben immer mehr untersuchen und wesentlich leichter. Das ethische Dilemma besteht aber schon länger. Was tun bei einem positiven Ergebnis des Tests?

Ehrliche Diskussion wäre gut...

....über die Folgen einer vielfältigen Gesellschaft. Wer kümmert sich um die (dann erwachsenen) Kinder mit Behinderung, wenn deren Eltern gestorben sind? Was bedeutet es längerfristig für eine Leistungsgesellschaft, wenn Menschen mit Behinderung geboren werden?
Sofern die gesellschaftliche Mehrheit bereit ist, das gemeinsam (auch finanziell) zu tragen: wunderbar. Da ist aber noch viel Wandel der Haltung nötig.

Das trifft übrigens auch auf Schwangerschaftsabbrüche generell zu- weniger ideologisierte Diskussion wäre angebracht, denn wer Frauen zum Austragen bewegt darf sie dann auch wenigstens 18 Jahre lang nicht allein lassen: finanziell, bei der Organisation des Lebens mit einem (anfangs) nicht gewollten Kind.

@ MuschelnundMeer 18:35

Das ist bereits schon die Pflicht des Staates: "Der Staat genügt seiner Schutzpflicht gegenüber dem ungeborenen menschlichen Leben nicht allein dadurch, daß er Angriffen wehrt, die diesem von anderen Menschen drohen. Er muß auch denjenigen Gefahren entgegentreten, die für dieses Leben in den gegenwärtigen und absehbaren realen Lebensverhältnissen der Frau und der Familie begründet liegen und der Bereitschaft zum Austragen des Kindes entgegenwirken." (BVerfGE 88,203 Absatz 172) Wenn der Staat seiner Pflicht nicht nachkommt, dann sollte der Rundfunk darüber berichten: "Öffentlich-rechtlicher wie privater Rundfunk sind bei Ausübung ihrer Rundfunkfreiheit der Würde des Menschen verpflichtet [...] ihr Programm hat daher auch teil an der Schutzaufgabe gegenüber dem ungeborenen Leben." (BVerfGE 88,203 Absatz 179).

Was heißt hier " die Test: wie weit gehend?"

Zum weit verbreitetem Gesellschaftsthema, der Misshandlung (seelisch& körperlich) von schutzbefohlenen Kindern stellvertretend für sich selbst, dem "Münchhausen Stellvertreter Syndrom" quer durch in unserer Bevölkerung, würde die Justiz endlich somit entgegentreten. Wobei die besagten frei verfügbaren (alle Beratung bei Gynäkologen, samt Verhütungsmitteln) Bluttests bisher nicht genutzt wurden, bei den oben hier genannten Betroffenen.

Es muss endlich ein verpflichtendes Gesetz her.

Eine wirklich schwierige

Eine wirklich schwierige ethische Frage.
Ich kann viele Argumente alle Position verstehen, allerdings bin ich für eine frühzeitige Untersuchung. Mit einem behinderten Kind zu leben, ist eine ganz besondere Bürde. Wer sich dazu nicht imstande fühlt, dem sollte die moderne Medizin die Chance der Vermeidung bieten.

Alles Privatsache...

...darüber haben Außenstehende wie zb Politiker nicht zu entscheiden... Ethik und Moral hin oder her, jeder sollte selber entscheiden wie er die angewandte Umsetzung von Wissenschaft und forschung für sich nutzt...

@18:23 von Sisyphos3

“wenn ich mir vorstelle, dass in den Niederlanden,
bei schwerer körperlichen Missbildung noch nach dem 3 Monat abgetrieben werden
womöglich im Extremfall im 9. Monat”

Das ist in Deutschland auch erlaubt und für die betroffenen Frauen häufig extrem traumatisch. Das macht keiner leichtfertig .

In meinem Alltag als Lehrerin

In meinem Alltag als Lehrerin an einer Schule für geistige Entwicklung erlebe ich Menschen mit Trisomie 21 als äußerst liebenswert. In ihrer Freundlichkeit und Offenheit sind sie eine Bereicherung für jede Klassengemeinschaft und werden von ihren Familien heiß geliebt.

@MuschelundMeer

Was bedeutet es längerfristig für eine Leistungsgesellschaft, wenn Menschen mit Behinderung geboren werden?

Können solche Aspekte wirklich die Grundlage für die Entscheidung zur Tötung eines ungeborenen Menschen bilden? Dann ist unsere Zivilisation am Ende, denn Zivilisation zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie die Schwächeren einer Gesellschaft mitträgt statt sie sich selbst zu überlassen.

bequeme, saubere Welt....

ein an sich vernünftig scheinendes Anliegen trägt aber die wahre Crux in sich .Seit jeher sorgen sich werdende Eltern darum, das ihr zukünftiger Familienzuwachs gesund und mit allem drum und dran zur Welt kommen möge. Sehr verständlich,bedeutet doch ein "behindert" zur Welt kommendes Kind eine schwere Prüfung für die betroffenen Eltern. Ja es wird nicht selten als "Schicksalsschlag" empfunden,weil es quasi eine Lebenslange "Sorgepflicht" nach sich zieht. In einer immer egoistischeren und eventsüchtigeren Welt jedoch, ist ein behindertes Kind letztlich nur ein "Bremsklotz" zum ausleben eben dieser "Bedürfnisse". Wen wundert es da, wenn diese auf Nummer "Sicher" gehende Möglichkeit, dem eigenen Leben eine derartige Prüfung zu ersparen, ernsthaft begrüßt wird. Letztendlich findet diese "Lebensmaxime" doch auch Spiegelbildlich im Umgang mit alten Menschen sich wieder. Bitte keine Unannehmlichkeiten,ab ins Heim und dann ins Reihengrab, ohne eigenen zusätzlichen "Pflegeaufwand" wie bequem.

Früher hat Frau Gift geschluckt ...

oder sich ne Stricknadel in den Uterus gestochen - wie oft, in wie großer Not auch immer, Männer sollten zu diesem Thema Redeverbot bekommen, zumindest so lange, wie es noch nennenswerte vorenthaltene Alimente gibt oder Männer sich vor Erziehungsleistungen ihrer Kinder drücken.
Wir sollten uns nicht über pronostischen Möglichkeiten der modernen Medizin den Kopf zerbrechen, sondern über deren therapeutische Möglichkeiten und unsere Fähigkeit benachteiligte Menschen nicht zu behindern.

Man stelle sich vor...

...die Frage hätte man früher den Eltern von Contagankindern gestellt.
Sehen sie...alles weitere hätte sich wohl erübrigt.
Natürlich sollte eine moderne Gesellschaft zumindest die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen schaffen damit werdende Eltern eines unter Umständen behinderten Kindes, die Wahl haben.
Nicht alle Menschen können mit Behinderten umgehen und die jetzige Pflegesituation lädt auch nicht dazu ein.

bitte schöpft Möglichkeiten aus, aber unterstützt gleichzeitig

Die Möglichkeiten der Voruntersuchungen sollten ausgeschöpft werden dürfen und die Entscheidung einer Abtreibung muss weiterhin bei der Mutter bleiben.
Denn letztlich trägt sie auch die Last und die Verantwortung für ein behindertes Kind. Muss sich vielleicht im Alter die Sorgen machen, wird für mein Kind auch nach meinem Tod gesorgt.

Unabhängig davon, muss man einen behinderten Menschen und deren Eltern unterstützen wo es nur geht. Bei einem unterstützenden Umfeld fällt es den betroffenen Familien vielleicht leichter sich für ein behindertes Kind zu entscheiden.

Das ist der nächste

Das ist der nächste evolutionäre Schritt. Was man dann machen will ist für die Eltern gerne freiwillig, aber ich will keine behinderten Kinder und sehe eine Einschränkung solcher Test als Einschränkung meiner Rechte den wissenschaftlichen Stand zu nutzen. Im Zweifelsfall wird dann halt im Ausland untersucht.

Auslese bei Menschen?

Wenn der erste Schritt gestattet wird, wie weit ist es dann zu genetischen Optimierung? Wenn gezüchtet wird wie Pferde oder Hunde.
Lässt sich die Sache dann noch kontrollieren und begrenzen?

Also ich würde

das den Eltern der Kinder überlassen, es wäre vermessen aus meiner Sicht sich als Fremder an dem Punkt einzumischen.
Das selbe gilt für die Sterbehilfe im Alter, bei beiden finde ich die Politik nicht richtig.
Bei den Kindern ist die Technik in einigen Ländern ja schon weiter, so das schon vor der Befruchtung Eingriffe möglich sind.
So zu sagen Wunschkinder, da wäre ich auch kritischer.

@wenigfahrer

Also ich würde das den Eltern der Kinder überlassen, es wäre vermessen aus meiner Sicht sich als Fremder an dem Punkt einzumischen.
Das selbe gilt für die Sterbehilfe im Alter, bei beiden finde ich die Politik nicht richtig.

Der Vergleich hinkt. Denn während die Befürworter von Sterbehilfe klar davon ausgeht, dass der alte/kranke Mensch selbst darüber entscheiden soll, ob er sterben will, wollen die Befürworter von Abtreibungen die Schwangere über fremdes Leben entscheiden lassen.

Warum müssen sich diese

Warum müssen sich diese "Gutmenschen" immer in das Leben anderer Menschen einmischen?

Wenn es doch in einer frühen Phase der Schwangerschaft möglich ist, die Geburt eines behinderten Kindes zu vermeiden, dann ist das doch etwas Gutes für alle Beteiligen. Da wird niemand diskriminiert.

Schützenswert ist das Leben ist nach der Geburt. Niemand kann mir erzählen, daß andere Menschen (die Mutter mal ausgekommen) eine emotionale Bindung zu etwas aufbauen können, ohne das sie es je gesehen, angefaßt oder kennengelernt haben.

Wie schützenwert Leben ist, sieht man Mittags bei Schnitzel und Currywurst. Diese Leben war bestimmt schon viel weiter entwickelt.

Das töten von Leben ist nicht von Natur aus etwas böses. Wir haben es nur zu unserem eigenen Schutz als Strafbar definiert. Aber woher soll ein Schutzinteresse vor der Gebut herrühren? Das ist Idiologie pur, siehe oben. Hier sind viel zu viele Emotionen im Spiel. Einfach mal Sachlich bleiben und das Gesundheitssystem entlasten.

"Die Grünen-Abgeordnete

"Die Grünen-Abgeordnete Corinna Rüffer sagte, statt durch immer mehr Tests den Anschein zu erwecken, man habe es unter Kontrolle, was für ein Kind man bekomme, gehe es um Wertschätzung von Vielfalt. Dagmar Schmidt von der SPD erklärte, Eltern sollten nie in Gefahr geraten, sich für die Geburt eines Kindes rechtfertigen zu müssen.

Die Linke-Abgeordnete Kathrin Vogler befürchtet, die Kassenzulassung für die Bluttests könnte zum "Türöffner" werden für zahlreiche weitere Tests auf Erbkrankheiten. Man müsse zu einer gesetzlichen Regelung kommen, die die Diskriminierung von behinderten Menschen verhindere. "

Diese Positionen sind letztlich die, die Priorität besitzen.

18:09 von frosthorn "als wenn

18:09 von frosthorn
"als wenn "Test oder nicht Test" die Frage wäre
Hier zeigt sich wieder exemplarisch eine der hässlichsten Seiten unserer Gesellschaft, und zwar quer durch alle Schichten und alle politischen Richtungen. Man hat gefälligst keine "komischen" Kinder in die Welt zu setzen. Deshalb soll es Aufgabe der Eltern werden, etwaige Mängel beim Nachwuchs frühzeitig zu erkennen und auszumerzen. Das ist einfach pervers.
Ich bin nicht dagegen, dass sich Eltern frühzeitig über Risiken informieren, aber bitte ohne Druck, die gesellschaftlichen "Erwartungen" zu erfüllen und sich und anderen den Umgang mit behinderten Menschen zu ersparen."

150% Zustimmung!
Zu Ihrem gesamten Kommentar.

Die Eltern müssen entscheiden, was für sie das Richtige ist

Ich wurde mit einer schweren Sehbehinderung geboren und weiß aus eigener Erfahrung, welche Belastung eine Behinderung für Eltern und Kind bedeutet. Noch heute gibt es vieles, was ich wegen meiner schlechten Augen nicht tun kann. Ich habe mein Handicap stets mit meinen geistigen Fähigkeiten zu kompensieren versucht – in der Schule hat es mich motiviert, zu den Besten zu gehören. Aber es war immer ein Kampf.

Ich selbst wollte nach Möglichkeit kein behindertes Kind großziehen. Meine Frau und ich haben bei unseren beiden Kindern einen Test auf Chromosomenstörungen durchführen lassen. Glücklicherweise waren beide gesund. Ansonsten hätten wir wohl abgetrieben.

Wenn Eltern ein schwerbehindertes Kind großziehen wollen und sich der Aufgabe gewachsen fühlen, sollen sie das tun – davor habe ich höchsten Respekt. Wissen sie jedoch, dass sie mit der Situation todunglücklich wären, sollten sie abtreiben. Dies muss die alleinige Entscheidung des jeweiligen Paares sein und ist als solche zu achten.

Botschafter sarek

Bin ausnahmsweise ganz Ihrer Meinung.

@AfroDieter

Das ist wohl eher das Ende der Evolution. Mutationen sind Evolution, mal klappt es, mal nicht, aber wenn sie komplett verhindert werden, dann wird es keine Weiterentwicklung des Menschen mehr geben. Und jeder mit Vernunft gesegnete Mensch wird wohl wissen, dass wir uns dringend noch weiterentwickeln müssen.

Etikrat: Die Eltern haben.ein

Etikrat:

Die Eltern haben.ein Recht ... blabla ...

Vorher weiß keiner, was er hinter empfindet.

Was ist mit Kindern, die im Lauf des Lebend erkranke und Behinderungen davontragen?

Nachträglich abtreiben?

Bei meinem Kind hätte man sicher feststellen können, dass es an Krebs erkankt ...

Hätte ich es abtreiben lassen, wenn ich es gewusst hätte?

Ich weiß nicht, ob sie es überlebt.
Aber sie ist das Beste, was die Welt gesehen hat.

Sie ist meine Lehrmeisterin.

Und ich weiß, dass sie wichtig ist und wichtig sein wird, auch mit ihrer Behinderung, die sie dadurch erlitten hat. Es ist egal!
Alles was zählt, ist, dass sie da ist. Dass sie glücklich ist.
Und sie wird eine wichtige Rolle spielen ... das weiß ich seitdem ich ihr das erste mal in die Augen gesehen hab.

Sie war kein Wuschkind. Seit dem Tag ihrer Geburt ist sies aber.
Und das ist das Großartigste. Denn sie gibt Sinn. Egal wie sie ist.

@ b_m

Warum müssen sich diese "Gutmenschen" immer in das Leben anderer Menschen einmischen?

Ich bitte auf diesen Ausdruck aus der Nazizeit zu verzichten. Was ist schlimm daran, Menschen mit einem positiven Wertesystem einfach zu akzeptieren?

@Sarek

Entschuldigung, seit wann ist denn etwas, das im Körper einer Frau heranwächst "fremdes Leben"? Ein Grundkurs Biologie wäre hier nicht gänzlich unangebracht. Zumal es Ihnen wohl äußerst schwer fallen würde, einen ein Monat alten menschlichen Fötus von z.B. einem ein Monat alten Schweinefötus zu unterscheiden. Das liegt daran, dass alle Lebewesen aus einem Zellklumpen entstehen (vereinfacht ausgedrückt) und dann die verschiedenen Phasen der Evolution im Schnelldurchlauf abspulen, bis sich unsere Wege trennen - zum Schwein oder zum Menschen. Bis das Gehirn und das Nervensystem sich zu einem Punkt ausgebildet haben, dass ein Fötus Schmerzen empfinden kann, vergehen einige Monate. Man kann nur etwas töten, das auch schon lebt.

@ b_m

Wenn es doch in einer frühen Phase der Schwangerschaft möglich ist, die Geburt eines behinderten Kindes zu vermeiden, dann ist das doch etwas Gutes für alle Beteiligen. Da wird niemand diskriminiert.

Warum sollte das "etwas Gutes" sein? Warum sollte ein behindertes Kind nicht auch leben dürfen?

@ wenigfahrer

"Also ich würde das den Eltern der Kinder überlassen, es wäre vermessen aus meiner Sicht sich als Fremder an dem Punkt einzumischen."

Das ist auch meine Sicht der Dinge.

Ich bin nach langem Nachdenken zu der Überzeugung gelangt, dass es bei dieser hochkomplexen ethischen Frage kein objektives Richtig oder Falsch gibt. Es stellt sich stattdessen immer die Frage, was für das jeweilige Elternpaar mit seinen individuellen Stärken und Schwächen und mit seiner individuellen Vorgeschichte das Richtige ist.

Selbstverständlich können Menschen mit Down-Syndrom ein vollkommen glückliches Leben führen, und selbstverständlich gibt es Eltern solcher Kinder, die mit ihrem Schicksal vollkommen glücklich sind. Aber ich habe auch Familien gesehen, die an so einer Aufgabe zerbrochen sind - und darunter leidet in erster Linie das Kind.

Deshalb, so finde ich, muss es die freie und alleinige Entscheidung der jeweiligen Eltern sein, ob sie sich der Aufabe gewachsen fühlen und diese annehmen wollen.

Die Frage, ob behindertes

Die Frage, ob behindertes Leben getötet werden darf, weil es behindert ist,

ist Euthanasie.

Die Frage stellt sich nicht.

Falsch, die Eltern müssen befragt werden!

Jeder hat die Vorstellung von leichten Fällen des down syndroms, leider ist aber auch die dunkle zu beleuchten, schwere Fälle sind nicht die vergnügten nur intelligenzmäßig etwas different eingeschränkten Menschen, sondern diejenigen, die kaum sprechen lernen, mit 6 nicht laufen können, und natürlich auch nicht Fragen nach ihrem eigenem Existenzrecht beantworten können. Überlebensfähig sind diese Fälle nur durch die fortgeschrittene Medizin und ob sie selbst das Leben gerne so gelebt hätten, wenn sie denn eine Wahl hätten, wird nicht nicht verstanden.

Tatsache ist, Eltern sind diejenigen, die es zu fragen gilt und zwar ausschließlich. Alle , die sonst Eltern verpflichten wollen, jedes Kind anzunehmen, müssen bereit sein, sofort nach der Geburt das Kind in Einrichtungen aufzunehmen und für sie zu sorgen. Es ist ein Unding, Eltern für den Zufall haftbar zu machen, ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellen zu müssen, weil sie schwer geschädigte Kinder in der Familie versorgen müssen.

Untersuchung legal oder ilegal

sollte die Fragestellung doch sein, wenn es um Moral ginge. Tatsächlich ist die Untersuchung als solche legal - der BT streitet doch wohl nur darum, ob die GKV diese zu bezahlen haben soll oder eben nicht. Unterm Strich bedeutet dies, ärmere Menschen können sich diese ggf, nicht erlauben, wohl aber alle besser Situierten. Was hat das mit Ethik und Moral zu tun? Abgesehen von vielen anderen Untersuchungen bzgl. eines zukünftigen Stammhalters - oder eben nicht.

Die Frage, ob behinderte

Die Frage, ob behinderte Menschen getötet werden dürfen, weil sie behindert sind, ist eine unermessliche Herabwürdigung von Menschen mit Behinderung.

Es zeigt eine unbeschreibliche Verachtung gegen kranke und behinderte Menschen.

In unserer Verfassung ist verankert, dass sie besonders schützenswert sind.
Deshalb steht auch den Sorgeberechtigten außerordentliche Hilfe und Entlastung zu.

@b_m 21:46

"Schützenswert ist das Leben ist nach der Geburt."
Nein, das stimmt nicht. In Deutschland gilt das Grundgesetz und BVerfGE88,203 verpflichtet den Staat das ungeborene Leben zu Schützen, da es sich um einen Menschen mit Menschenwürde handelt.

@ Sisyphos3

"wenn es in unserer Gesellschaft schon üblich ist das Geschlecht des
Kindes zu erfahren und unter Umständen entsprechend zu handeln wenn es den aktuellen Wünschen nicht entsprechen sollte"

Das ist, zumindest auf Deutschland bezogen, Unsinn. Hierzulande darf ein Arzt den Eltern das Geschlecht des ungeborenen Kindes nicht vor der 13. Schwangeschaftswoche mitteilen. Erst zu dem Zeitpunkt, wenn ein Schwangerschaftsabbruch ohne medizinische Indikation nicht mehr erlaubt ist, erfahren die Eltern, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird.

Interessante Diskussion

Ich könnte es kurz machen und einfach jenem Beitrag
21:46 von b_m
komplett zustimmen. Mit der kleinen Bemerkung, dass ich eigentlich von der entsprechenden Klientel ebenfalls zu den `Gutmenschen´ gezählt werde ;)

Warum nicht Behinderungen vermeiden ? Wir müssen nicht mehr alles hinnehmen, was `die Natur´ uns serviert. Da, wo es sinnvoll ist, und hier finde ich, ist es das, können wir uns gut mehr nach unseren eigenen Vorstellungen und Wünschen richten.
Wenn ich ein Kind will, meine ich doch in erster Linie ein gesundes, oder etwa nicht ?

@Davian

"Mutationen sind Evolution, mal klappt es, mal nicht, aber wenn sie komplett verhindert werden, dann wird es keine Weiterentwicklung des Menschen mehr geben. Und jeder mit Vernunft gesegnete Mensch wird wohl wissen, dass wir uns dringend noch weiterentwickeln müssen." Am 12. Oktober 2018 um 21:55 von Davian

Da liegen Sie etwas daneben.
Der Mensch hat sich seit Zehntausenden von Jahren nicht mehr verändert.
Das liegt vor allem daran, dass wir die Umwelt an uns anpassen, was keinen evolutiven Druck ausübt.

Der Mensch hat bereits alle Ecken der Erde besiedelt. Mehr geht nicht. Es sei denn, Sie erwarten, dass wir ohne Hilfsmittel auf dem Mond oder dem Mars leben können.

Wenn ich es richtig sehe, dann

sind doch die Positionen zu dieser und anderen Fragen im Zusammenhang mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch sehr kontrovers. Dabei fällt mir auf, dass zum Stützen der eigenen Position oft ein Hinweis auf nur eine einzige ausgewählte Situation gewählt wird.
Dem ist nicht so. Die 1000 Zeichen hier reichen bei weitem nicht aus, die absolut vielfältigen Situationen, in denen schwangere Frauen sich befinden, sowohl von den verschiedensten medizinischen Diagnosen her wie den vielfältigen sozialen und psychischen Bedingungen, zu benennen.
Es ist gut, wenn dieses Thema politisch diskutiert wird, genau da gehört es auch hin. Wir wählen die Parlamente als Orte, an denen der gesetzliche Rahmen geschaffen wird.
Innerhalb dieses gesetzlichen Rahmens, fußend auf ethischen Grundlagen, können sich Betroffenen und Ärzte nur verhalten. Die Meinung, Politik sollte sich raushalten, es sei eine Sache der jeweils Betroffenen, ist daher nicht zutreffend. Es braucht weitestgehend Rechtssicherheit dazu.

Eltern können nur alles falsch machen

Wenn sie abtreiben lassen / lässt, ist es falsch.

Kommt das Kind auf die Welt, dann passt höchstwahrscheinlich der Zeitpunkt nicht - zu früh, zu spät, mitten in einem Job.

Ist das Kind nicht 100%ig gesund und erzogen, dann liegt es an den Eltern, die sich zu wenig, zu viel oder falsch kümmern.

Brauchen Eltern - weshalb auch immer - mehr Zeit für Kind, dann sind sie nur faul und nutzen es aus, um der Arbeit fern zu bleiben.
Nehmen sie sich die Zeit nicht, dann sind sie Rabeneltern und lassen das Kind vor dem TV verwahrlosen.

Lasst sie doch wenigstens entscheiden, ob sie die in ihren Familien bekannten Krankheiten auch ihren Kindern in dieser Gesellschaft zumuten wollen.

Hätten diese Eltern hier problemlos jede Hilfe bekommen können, dann müssten sie über sowas gar nicht erst nachdenken.

Es ist alleine die Mutter

dafür verantwortlich ob sie ein behindertes Kind zu Welt bringt. Ich weiß hier wovon ich schreibe,denn diese war ein großes Thema in unserer Familie als meine Tochter erfahren hat während der Schwangerschaft,das ihr Kind schwer behindert zur Welt kommen wird.Hier lief es dann so,ihr Kind kam im 7ten Monat tot auf die Welt.Ganz ohne Abtreibung.

@Friedrich Spee

"krankenversicherung sollte fuer die untragbaren belastungen der schwachen durch krankheit aufkommen." Am 12. Oktober 2018 um 18:23 von Friedrich Spee

Ach hören Sie bitte auf zu träumen. Heute will nicht mal die Brille voll bezahlt, nur die Gläser. Der Rahmen dazu ist privater Luxus.

Ich will gar nicht wissen, was und wozu allem Eltern behinderter Kinder zuzahlen müssen. Und was da Krankenkassen als sinnvoll oder nicht betrachten.

Die meisten Reha Maßnahmen bekommt man eh nur damit man wieder arbeiten gehen kann. Ist man erst in Rente...

Es kostet halt alles Geld.

Was ist eine Behinderung?

Ist alles, was von einer - sich immer wieder wandelnden - gesellschaftlichen Norm abweicht, eine Behinderung? Bin ich behindert, wenn ich nicht in die ultradünnen Klamotten aus dem Katalog passe?
Ich kenne persönlich ein Kind mit Down-Syndrom. Die ganze Freude ihrer Eltern und macht weniger Ärger als der gesunde große Bruder. Es gibt Menschen mit Trisomie 21, die studieren.
Wollen Sie ernsthaft alle Menschen ausrotten, die diese genetische Abweichung aufweisen, egal wie stark das später einmal ausgeprägt sein wird? Denn das zeigt der famose Test nicht mit an.
Hier geht es auch nicht um ein Verbot des Testes sondern darum, ob den die Allgemeinheit bezahlen soll. Den Dammbruch würde ich persönlich gern verhindern.

@ frosthorn

"Hier zeigt sich wieder exemplarisch eine der hässlichsten Seiten unserer Gesellschaft, und zwar quer durch alle Schichten und alle politischen Richtungen. Man hat gefälligst keine 'komischen' Kinder in die Welt zu setzen."

Ebenso vermessen finde ich es jedoch, wenn Eltern moralisch unter Druck gesetzt werden, ein schwerbehindertes Kind unbedingt zur Welt bringen und ein Leben lang pflegen zu müssen - egal, ob sie sich der Aufgabe gewachsen fühlen, egal, ob sie eventuell von anderen Familienmitgliedern oder Freunden Unterstützung bekommen, egal, wie die jeweilige Situation aussieht.

Auch diese Form des gesellschaftlichen Drucks ist schädlich und abzulehnen.

Ich wurde mit einer schweren Sehbehinderung geboren, denn damals waren Tests auf Toxoplasmose nicht üblich. Heute raten Ärzte Schwangeren, einen solchen Test durchführen zu lassen. Ich fühle mich dadurch nicht diskriminiert. Im Gegenteil: Ich hoffe, es kommt eine Zeit, in der niemand mehr mit Toxoplasmose-Schäden geboren wird.

Vom ethischen her: das muss jeder selbst entscheiden

Also in dieser Debatte geht es ja um den ethischen - also um den religiösen - Standpunkt und damit um den Glaubensstandpunkt zu solchen Bluttests und da sage ich mal von meinem ethischen Standpunkt her dass man sowas nicht pauschal vorab entscheiden kann.

Das muessen alle Eltern höchstselbst fuer sich entscheiden, ob sie solche Tests wollen oder nicht. Jeder ist da von ethischer Seite her anderer Auffassung. OK ich finde es auch richtig wenn solche Tests von den Krankenversicherungen angeboten werden. Aber: man kann sowas nicht zur Pflicht machen weil es eben ethisch jeder anders sieht.

OK, auch ich wuerde wohl auch wissen wollen ob mein Baby gesund ist oder nicht. Aber ob dann - bis zum dritten Monat - eine Abtreibung erfolgt oder nicht, muessen ebenfalls alle werdenden Eltern ganz alleine fuer sich entscheiden. Aber: weder diese Bluttests noch eine Abtreibung sollten strafbar sein. Daher muss dieser § 219 wirklich weg und weil er eine Bevormundung ist.

@ AfroDieter

"Das ist der nächste evolutionäre Schritt" Am 12. Oktober 2018 um 19:48 von AfroDieter

Das ist es ganz und gar nicht.

Es gibt bei manchen Völkern immer noch das, was früher weltweit praktiziert wurde:

Neonatizid.

(Dazu gibt es einen ausführlichen Artikel für jedermann bei Wikipedia.)

Auf diese Weise wurden weshalb auch immer ungewollte Kinder beseitigt.

Aber bitte verwechseln Sie diese Handlung nicht mit Gefühlskosigkeit. Es wurde um sie getrauert, aber man konnte es sich nicht leisten sie zu ernähren.

Aber die Wirkung war / ist im Grunde genommen dieselbe, wie Pränataldiagnostik.
Evolutiv hat sich der Mensch dadurch nicht verändert.

@KowaIski

"Warum sollte ein behindertes Kind nicht auch leben dürfen?" Am 12. Oktober 2018 um 22:06 von KowaIski

War erzählt denn sowas?
Natürlich darf ein behindertes Kind leben, es leben ja auch behinderte Kinder und es werden immer noch welche geboren.

Aber ihre Eltern haben sich freiwillig zu dem Schritt entschieden, denn da ist sicher kein Kowalski, der ihnen Selbstlosigkeit mit Taten und Geld hilft.

22:05 von

22:05 von Davian
@Sarek
"Entschuldigung, seit wann ist denn etwas, das im Körper einer Frau heranwächst "fremdes Leben"? Ein Grundkurs Biologie wäre hier nicht gänzlich unangebracht. Zumal es Ihnen wohl äußerst schwer fallen würde, einen ein Monat alten menschlichen Fötus von z.B. einem ein Monat alten Schweinefötus zu unterscheiden. Das liegt daran, dass alle Lebewesen aus einem Zellklumpen entstehen ("

Wie bitte???

Menschen bestehen aus menschlichen Zellklumpen und Schweine aus Schweinezellklumpen!

Es ist festgelegt, was da spärer mal bei rauskommt.

Testen muss von Krankenkasse

bezahlt werden, damit alle Eltern selbst entscheiden können. Eltern mit Geld lassen sowieso testen.
Einmischung von Organisationen die für Kindesmissbrauch Verantwortung tragen (müssten) sind unverschämt. Auch jemand, der Abtreibung mit Auftragsmord vergleicht, hat hierzu jegliche moralische Autorität verloren.

Auch Informationen ueber Abtreibungen sind keine Straftat

Und auch Informationen ueber Abtreibungen (also ueber Methoden, welche Ärzte und Krankenhäuser sowas anbieten) halte ich vom ethischen Standpunkt her ebenfalls fuer sehr wichtig.

Sowas ist in meiner Ansicht keine Straftat. Warum eigentlich?? Sachliche Information ist keine Werbung. Und warum sollten Ärzte nicht darauf aufmerksam machen duerfen, dass sie solche Leistungen anbieten??

Außerdem hat ja heute auch das Gericht selbst schon gesagt, dass es Zweifel daran hat, ob so ein Werbeverbot ueberhaupt noch zeitgemäß ist laut n-tv.de.

https://tinyurl.com/yb9gbu3b
n-tv.de: Strafe wegen Abtreibungswerbung bestätigt (Freitag, 12. Oktober 2018)

Das Gericht äußerte zwar Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Werbeverbots, lehnte eine Vorlage des Falls in Karlsruhe aber trotzdem ab. Indirekt forderte es eine politische Entscheidung in der Sache. Die Gerichte seien "in solchen Dingen überfordert".

Von daher: dieser § 219 ist nicht mehr zeitgemäß und muss weg, restlos!

22:05 von Davian @Sarek "Bis

22:05 von Davian
@Sarek
"Bis das Gehirn und das Nervensystem sich zu einem Punkt ausgebildet haben, dass ein Fötus Schmerzen empfinden kann, vergehen einige Monate. "

Falsch. Es sind wenige Wochen.

Bist zur elften Woche ist das Herzund Kreislauf eigenständig. Das Hirn ist soweit ausgebildet, dass es auf verschiedene Geräusche reagiert. Man geht davon aus, dass es da schon Geräusche wahrnehmen kann und die Stimme der Mutter erkennt und darauf reagiert. Es besitz Gliedmaßen und Ansätze von Fingern. Woche 11. Bis dahin darf man abtreiben.

Von Woche eins bis fünf, weiß man noch gar nicht, dass man schwanger ist.

Mann hat, wenn man schnell im Bemerken ist, ganze sechs Wochen Zeit.
Und die vergehen wie im Flug.

@ StöRschall

"Die Frage, ob behindertes Leben getötet werden darf, weil es behindert ist, ist Euthanasie. Die Frage stellt sich nicht."

Es geht bei der Frage des Schwangerschaftsabbruchs in einem frühen Stadium nicht um ein behindertes Kind, sondern um einen Zellhaufen, aus dem sich möglicherweise einmal ein Kind entwickelt.

An der Unfähigkeit (oder Unwilligkeit), beides zu unterscheiden, krankt die gesamte Diskussion über das Thema.

"...ist eine unermessliche Herabwürdigung von Menschen mit Behinderung. Es zeigt eine unbeschreibliche Verachtung gegen kranke und behinderte Menschen."

Ich habe eine schwere Sehbehinderung. Ich entscheide selbst darüber, was ich als Herabwürdigung oder als Verachtung meiner Person empfinde. Und ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sich nicht anmaßen würden, für mich zu sprechen.

Ich bin froh, dass Ärzte den Schwangeren heute raten, einen Toxoplasmose-Test durchzuführen, und dass deshalb weniger Menschen mit meiner Behinderung geboren werden.

22:38 von Gondarin "Was ist

22:38 von Gondarin
"Was ist eine Behinderung?"

Was nicht in die Vorstellung derjenigen passt, die glauben, nicht behindert zu sein.

Was also eine grobe Abweichung der eigenen Vorstellung ist, und deshalb von einigen Menschem als wertloser betrachtet wird, als man sich selbst betrachtet.

Diese Menschen glaubem, dass Behinderung nicht lebenswert ist.

Sie verurteilen indem sie ihre Vorstellung projezieren auf andere.

Eine Frage an Leute z.B.

Eine Frage an Leute z.B. Laskaris, die nur gesunden Kindern das Leben ermöglichen wollen.

Was macht ihr, wenn das Kind "gesund" geboren wird und im Lauf seiner Kindheit erkrankt oder durch einen Unfall eine Behinderung davonträgt. ...

Nicht mehr lieben und wertschätzen?
zur Adoption freigeben?
Töten?
Oder das Kind einfach doch so nehmen, wie es ist?

Ich bin mittlerweile der Meinung und das sage ich als betroffene Mutter, die weitaus meisten Erkrankungem und Behinderungen entstehen nach der Geburt.

Und da hilft eigenrlich nur eines:

Bedingungslose Wertschätzung und Liebe

Diese ganze Themarik hängt

Diese ganze Themarik hängt letztlich von der Frage ab, ob man das eigene Kind bedingungslos wertschätzen kann oder nur bedingt.

Das wiedeeum hat nichts mit dem möglicherweise behinderten zu tun, sondern mit der eigenen Verfasstheit, mit der eigenen Vergangenheit.

diskriminierung

Ist es nicht schon für Frauen diskriminierend wenn sie in einer Statistik auftauchen wo eingetragen wird warum jene Kinder abgetrieben wurden?

Werden Frauen nicht kriminalisiert wenn sie ein Kind warum auch immer abtreiben?

Ich kenne einige Familien mit behinderten Kindern. Bei einigen sind die Ehen kaputt gegangen, bei anderen kamen noch behinderte Kinder und Enkel dazu.
Wie groß diese Belastung für die Familien sind darf nicht ausser acht gelassen werden.

Und ja es ist nervenzerreibend mit den Ämtern und Behörden über jede Kleinigkeit streiten zu müssen, damit die behinderte Person rundum mit allem versorgt werden kann.
Ja, der Staat entzieht sich hier sehr oft seiner Verantwortung.

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