Ihre Meinung zu: Ukrainisch-Orthodoxe: Von Moskau bald ganz losgelöst?

12. Oktober 2018 - 16:26 Uhr

Die Ukraine ist ihrem Ziel einer kirchlichen Unabhängigkeit von Russland nähergekommen. Eine Bischofskonferenz widerrief die Zugehörigkeit zum Moskauer Patriarchat - sehr zum Ärger des Kremls. Von Hermann Krause.

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Kommentare

unabhängige Kirche?

die urkainische Kirche hat doch regelrecht zu morden an den ethischen Russen aufgerufen und den Nationalisten und Ultrarechten Kräften den Segen gegeben.

ist sowas überhaupt mit dem Verständnis vom Gott vereinbar?

Kindergarten

Äh, was für ein Kindergarten - und was für ein Armutszeugnis des ukrainischen Präsidenten, überhaupt an der Geschichte profitieren zu wollen (wo die Mehrheit noch nicht mal der ukrainischen Kirche angehört). Die erste Regel der Demokratie lautet: säkular!!!

Neulich klang in einem Bericht über angebliche Aussichten Georgiens zur EU zu gehören an, dass Georgien sich dabei mit der Ukraine verglich, die angeblich ja jetzt aus Sicht Georgiens zu Unrecht zuerst Chancen hat , in die EU zu kommen, zeigt die völlig verkorkste Selbsteinschätzung dieser Staaten.

Die EU ist jetzt schon überkomplett, es braucht keine weiteren Staaten, außer solcher, die unmittelbar im Herzen Europas liegen (Schweiz und Nórwegen etwa) . Und die EU sollte dies kommunizieren. Polen gehört meiner Meinung nach auch nicht mehr zur EU, viel zu sehr waren sie ausschließlich auf GB und die USA versessen, die EU ist nur als Zahler willkommen. (Nur leider sind sowohl GB/ USA an Polen nur als EU-Spitzel interessiert..)

Es wurden bereits...

... in der Ukraine mehrfach russisch-orthodoxe Kirchen gewaltsam durch die ukrainisch-orthodoxe Kirche übernommen! Diesen Fakt durch die Aussage zu verschleiern, "dass es irgendwann zu einer gewaltsamen Übernahme von Gotteshäusern oder Klöstern kommt, ist nach der neuesten Entscheidung nicht mehr ausgeschlossen", fällt entweder unter mangelhafte Informationsbeschaffung oder bewußtes Verschweigen. Läuft dort zwischen den Kirchen genau so, wie eine ukrainische feindliche Firmenübernahme.

Kreml

"Russland werde die Interessen der Orthodoxen in der Ukraine schützen, erklärte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow. Das werde aber ausschließlich auf politischem und diplomatischem Weg geschehen."

Na, da bin ich aber gespannt. Als das letzte Mal jemand von Moskau aus "beschützt wurde", geschah das weder politisch noch diplomatisch.
Und wie viel Wahrheit in Kreml-Äußerungen enthalten ist, weiß mittlerweile auch jeder.

Moskauer Patriachat:Ukrainisch-orthodoxe machen sich frei....

Frei von was ? Und dann hin zu dem Herrn "historisch-grandiosen" Poroschenko,der wohl jetzt eine Staatskirche haben will.Die Frage ist,wie das die Gläubigen sehen.

bejubelt

Ja wenn Poroschenko nicht Poroschenko wäre, und die Ukraine nicht das liebste Kind der USA und der EU, würde man eine Person in einem solchen Amt, die eine solche Entscheidung mit solchen Worten in Richtung Moskau bejubelt, zumindest differenzierter sehen, denn der Mann disqualifiziert sich durch seine Wortwahl selbst, und bekundet gleichzeitig an einem friedlichen Ausgleich kein Interesse zu haben. Aber dieser Mann seines Pleitestaates würde nicht solch ein Wort führen, wäre er sich nicht der Unterstützung der Wertegemeinschaft gewiss, welche ja mit ihm offensichtlich sehr zufrieden ist.

18:32, steel234

>>unabhängige Kirche?
die urkainische Kirche hat doch regelrecht zu morden an den ethischen Russen aufgerufen und den Nationalisten und Ultrarechten Kräften den Segen gegeben.

ist sowas überhaupt mit dem Verständnis vom Gott vereinbar?<<

Was hat die Kirche, und damit meine ich sowohl die russische als auch die ukrainische, in der Politik zu suchen?

Handelt es sich bei Russland und der Ukraine um orthodoxe Gottesstaaten?

Aber eine Frage hätte ich dann noch:

Wann und auf welche Weise hat die ukrainische Kirche zum Mord an ethnischen (nicht ethischen, das ist was anderes, was Sie wohl nicht meinen, denn es ergäbe keinen Sinn) Russen aufgerufen?

Was für große Worte:

"Was wir erleben, ist der Fall des Dritten Roms. Der Anspruch Moskaus auf die Weltherrschaft geht zu Ende. Russland verliert seinen letzten Hebel in einer ehemaligen Kolonie."

So langsam sollte man wieder mal auf den Boden zurück kommen.
Selber das Land nicht einen Schritt vorwärs bekommen und nun dies.

Wer im Glaushaus sitzt ...

"Poroschenko, dessen Wahlslogan 'Armee, Sprache, Glaube' lautet, versucht gerade, sich die Kirche zu eigen zu machen", sagt der russische Politologe Alexander Assafow.

Das ist sicher richtig. Aber es hat schon einen bitteren Beigeschmack, wenn das ausgerechnet ein Russe beklagt. Denn Putin tut nichts anderes mit der russisch-orthodoxen Kirche, die sich ebenso bereitwillig instrumentalisieren lässt.

@steel234 Belege?

belegen sie den Vorwurf des Aufrufs zum Völkermord doch mal (möglichst mit einer nicht staatlich-russischen Quelle).
Müssen sie natürlich nicht, den sie sagen ja nicht, dass sie es tatsächlich getan haben, sondern nur "regelrecht", machen also einen enormen Vorwurf und relativieren ihn dann gleich wieder. Bravo!

Dass in der Ukraine radikale Kräfte stärker werden ist extrem bedauerlich aber nach Jahren des aufgezwungenen Kriegs fast unvermeidlich (und letztlich auch von Putin gewollt weil es in seinen Augen seine Intervention rückwirkend rechtfertigt).

Dass die Moskauer Orthodoxie schon lange
gleichgeschaltet ist oder freiweillig den Ultranationalen, intoleranten Kurs des Kreml mitgeht sollte man auch nicht verschweigen.

Präsident sollte sich besser raushalten

Warum hält sich der Präsident nicht aus einer solchen Frage heraus? Es geht doch in erster Linie um die Religion. Die russische Orthodoxie ist doch keine Staatsreligion. Oder etwa in den Augen des Präsidenten doch?

Die Ukraine hat sich in den letzten Jahren immer mehr von Russland entfernt, das merkt man auch bei diesem religiösen Thema. Und das ist die Schuld beider Seiten. Von beiden Seiten gibt es Stolz und Sturheit.

Sinnvolle Abspaltung

Die Ukraine und Russland haben sich in den letzten Jahren voneinander entfernt, nicht geografisch, aber vom Denken her. Ich gebe dabei bewusst keiner Seite die Schuld und das wäre sicher auch nicht gerecht.

Daher finde ich im Grunde auch die Abspaltung in Ordnung. Die pro-russischen Klöster können ja umziehen, wenn sie wollen.

Nur sollte sich die Politik in Moskau und Kiew doch besser heraushalten. Putin und Poroschenko verhalten sich hier höchst unwürdig und kleinlich. Beide.

@ steel234

die urkainische Kirche hat doch regelrecht zu morden an den ethischen Russen aufgerufen und den Nationalisten und Ultrarechten Kräften den Segen gegeben.

Diese Einseitigkeit kann ich nicht akzeptieren. Rechte Bestrebungen gibt es gleichermaßen in beiden Staaten. Keine Seite ist besser, keine Seite hat zu mehr Untaten aufgerufen oder sie gewollt. Bitte einfach nur fair bleiben.

Osterweiterung

@ eli

Der Platz der Ukraine und der Platz Georgiens ist langfristig sicherlich in der EU und der Nato. Unsere westliche Position in der Welt kann das nur stärken.

Ohne Gewalt

@ A.Winkler:

Es wurden bereits in der Ukraine mehrfach russisch-orthodoxe Kirchen gewaltsam durch die ukrainisch-orthodoxe Kirche übernommen!

Ja, aber nicht gewaltsam.

instrumentalisieren

Schade dass sich die Orthodoxen für die die Politiker instrumentelisieren lassen.
Das erinnert mich an den Jugislavienkrieg.
Erst lebte man Jahre lang zusammen und dann hat man aufeinander geschossen.

Ich hoffe die Orthodoxen sind schlauer wie die Jugoslaven seiner Zeit.

unzeitgemäß

Mir scheint die Sache ein Kandidat für den Titel "der überflüssigste Streit des Jahres" zu sein. Es gibt nur eine katholische Kirche und zahlreiche orthodoxe, auch eine griechisch-orthodoxe, eine serbisch-orthodoxe, eine bulgarisch-orthodoxe usw. Brauchen wir diese "nationalen" Kirchen?

Interessant ist auch...

"Patriarch Filaret aus Kiew, der demnächst 90 Jahre alt wird, empfindet Genugtuung."

Der Mann war übrigens kurze Zeit selbst Oberhaupt der Orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchat. Nachdem er Anfang der 90iger Jahre dann nicht wieder gewählt wurde gründete er halt seine eigene Kirche ... das Kiewer Patriarchat. Die neuen Häuptlinge exkommunizierten sich daraufhin gegenseitig.

Mir unbegreiflich wie bei solchen so offensichtlichen Machtspielen überhaupt noch jemand an eine organisierte Kirche glauben kann.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Filaret_Denyssenko

Achja .. ganz so einig sind sich die 45% Kiewer Ortodoxen Gläubigen auch nicht. Die haben sich nochmal geteilt. Inzwischen vertreten 3 Oberhäupter "alle" Gläubigen.

Wie kann man..

..so etwas von sich geben, wie dieser Herr Poroschenko!?!?

Und das als Staatsoberhaupt oder was auch immer er in diesem faled state darstellen soll!

Unfassbar.

Gute Nacht.

Unabhängige Kirche

Ich meine wenn man das woanders fordert, warum nicht bei allen Kirchen auch?:
Politik und Religion trennen? Oder doch wie Söder überall Kreuze aufhängen lassen?

@ Kowalski:

"pro-russische Klöster“

Schön, wie Sprache Denken wiederspiegelt, wenn Sie verstehen, was ich meine..

Ich halte mich im Übrigen für einen pro-russischen Putinversteher.

Ein Troll bin ich nicht.

(Das nur mal so am Rande.)

Der Hass der westukrainischen Bischöfe war 2014

auf Phönix auch bei uns zu sehen.
@22:15 von Kowalski
Und zwar wurde da von einer der frühen Konferenzen übertragen.

Ich war völlig überrascht. Kein deutscher Bischof hat sich je so über einen Gegner/Gegenspieler so geäußert.

Versöhnung war von der ukrainischen Kirche aus offensichtlich nicht vorgesehen.
Die späteren Berichte erscheinen mir deshalb durchaus als glaubwürdig.

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