Ihre Meinung zu: Abtreibungswerbung: Ärztin soll Urteil wie "Ehrentitel" tragen

12. Oktober 2018 - 13:59 Uhr

Auf ihrer Webseite informierte die Ärztin über Schwangerschaftsabbrüche. Das sei illegal, urteilte ein Gericht. Und auch das Berufungsgericht bestätigte das Werbeverbot nach Paragraf 219a. Aber: Der Richter ermutigte die Ärztin.

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Kommentare

""Ärztinnen und Ärzte

""Ärztinnen und Ärzte brauchen hier dringend Rechtssicherheit", sagte Barley den Zeitungen der Funke Mediengruppe."

Die Rechtssicherheit ist längst gegeben.

Abtreibungen unterliegen dem Werbeverbot.

Wer meint, dagegen verstoßen zu müssen und anschließend klagt (und verliert), ist selber schuld.

Also: Ich verstehe es

Also:

Ich verstehe es nicht.

Eine Info ist keine Werbung!

Das gehört zum Leistungskatalog!

Desweiteren:

Werbung für Abtreibung wie für Waschmittel, wäre genauso menschenverachtend, unethisch und grundfalsch,

wie Frauen, die abgetrieben halben, als Mörderinnen zu bezeichnen!

Sachliche Information ist keine Werbung

Und keine Frau lässt leichtfertig, aus einer puren Laune heraus, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen.

Die Sache selbst ist schon schlimm genug und muss nicht auch noch kriminalisiert werden.

Abtreibung ist ein

Abtreibung ist ein kontroverses Thema
bei dem Gegner wie Befürworter gute Argumente haben
das Argument einen Schwangerschaftsabbruch als Eingriff
wie größer oder kleiner Brüste zu betrachten,
ich denke das ist kein gutes Argument

Auch das werdende Leben muss absolut geschützt werden

So wie man bei pflegebedürftigen auf Beatmung angewiesene Menschen alles macht, um das Leben zu erhalten, muss auch alles für das noch nicht geborene Kind getan werden.
Hoffentlich knickt die Merkel-Truppe nicht auch hier wieder ein.
Zu oft hat sie schon historisch gewachsene Werte verraten.

Warum Werbung fuer Abtreibung

erschliesst sich mir nicht. Sicherlich ist es die Entscheidung jeder Frau ein Kind anzunehmen oder nicht. Was Moralisch ok ist oder nicht sei dahingestellt.

Aber fuer Abtreibung zu werben halte ich fuer unklug und frauenfeindlich. Ich faende besser, wenn man Frauen Bedingungen bieten wuerde Schwangerschaften und Kinder anzunehmen. Aber dafuer ist man zu sehr von maennlichen Erfolgszwaengen dominiert.

Information = Werbung?

Es ist ein typisches Urteil ohne Augenmaß.
Ein Diebstahl bleibt ein Diebstahl, ob es ein für den Abfall vorgesehenes Brötchen oder ein dickes Auto ist - das Strafmaß ist in jedem Fall ruinös für den "Dieb" des Brötchens.
Und für §219a fragt man sich warum aufklärende Information mit Werbung gleichgesetzt wird. Vielleicht sollten einige Richter(innen) mal eine Fortbildung in Punkto Werbung machen. Die deutsche Justiz ist ohnehin schon "weltfremd" - und dieses Urteil bestätigt diese Weltfremdheit.

Abtreibung

bedeutet nichts anderes, als dass man Menschen, die zur Last werden und sich nicht wehren können, töten darf. Aber wer wagt es schon sich mit der Feministenlobby anzulegen.

Keine Kassenleistung =

Keine Kassenleistung = Werbung

Obwohl es nur eine Info ist.

Und keine Werbung wie Waschmittelwerbung.

Macht einfach eine Kassenleistung daraus!

Angela Merkel sprach im

Angela Merkel sprach im Wahlkampfvideo zu einem Ungeborenen: " Dein Land soll ein Land sein, in dem wir gut und gerne leben. Für dieses Deutschland möchte ich mich auch in Zukunft mit ganzer Kraft einsetzen.". Da erwarte ich von der CDU, dass sie nicht bloß auf die Aufweichung des Lebensschutzes von Ungeborenen reagiert, sondern Initiativen Ihrerseits, wie sie den Schutz von Ungeborenen stärken wollen. Nach dem Grundgesetz Artikel 3 sind vor dem Gesetz alle Menschen gleich und niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Die Diskriminierung von behinderten Ungeborenen ist grundgesetzwidrig und da muss etwas gemacht werden.

15:22 von Klauserich

ist es so einfach wie sie es darstellen ?

ein Schwangerschaftsabbruch aufgrund einer sozialen Indikation
ist wohl straffrei nicht aber legal

@StöRschall

Solange das Einschläfern der lästig gewordenen Großmutter nicht auch zum Leistungskatalog gehört ist das eine verlogene Debatte.
Das Töten von Menschen sollte eigentlich in keiner Weise gefördert werden.

"Sachliche Information".

"Sachliche Information" wäre (im äußersten Fall) Sache des Gesundheitsministeriums.

Und nicht von Ärztinnen, die kommerzielles Interesse haben (und deshalb kaum neutral sind).

Die Privatmedien wollten uns schon vor dreißig Jahren Werbung als "Produktinformationen" verkaufen.

Aber sicher doch.

@Klauserich

Ein Diebstahl bleibt ein Diebstahl und eine Mord beibt ein Mord! Es sollte weder Informationen dazu geben wie man am besten ein Brötchen stielt noch dazu wie man am besten einen Menschen aus dem Weg räumen kann.

Es gibt keinen...

Die Menschen sollen aufhören sich hinter einem Gott zu verstecken, welcher angeblich die Abtreibung ablehnt. Die Menschen müssen einsehen, dass sie für ihre Auffassung selbst verantwortlich sind und wer gegen Abtreibung ist, ist dies weil er meint ein Mitbestimmungsrecht zu haben wenn eine ihm/ihr völlig fremde Frau/Paar aus welchen Gründen auch immer kein Kind haben möchte! Es ist absolut lächerlich in der heutigen Zeit willentliche Entscheidungen mit der Religion zu begründen und zu versuchen sich damit aus der Verantwortung zu stehlen. Da ich eigentlich die Politik der CDU befürworte macht es mich um so wütender, dass diese entgegen jeder Vernunft und Logik immernoch das "C" in ihrem Namen führt. Was bilden die Leute sich nur ein, zu glauben über das Schicksal eines anderen Menschen bestimmen zu können, indem sie "gegen" Abtreibungen sind? Ich wünschte die Menschheit könnte sich aus den Fängen der Religionen befreien.

re rossundreiter

"Die Rechtssicherheit ist längst gegeben.

Abtreibungen unterliegen dem Werbeverbot.

Wer meint, dagegen verstoßen zu müssen und anschließend klagt (und verliert), ist selber schuld."

So einfach ist das?

Dazu empfehle ich:

a) sich zu informieren, was Werbung ist,

b) die weitere Entwicklung in der politischen und in der juristischen Arena abzuwarten.

@15:16 von rossundreiter

wie um alles in der Welt kommen Sie darauf, dass für Abtreibungen geworben wird? Werbung versucht, den Absatz von Produkten und Dienstleistungen zu erhöhen. Das eine Beratung in Fragen zur Abtreibung als Werbung bezeichnet wird, ist für mich eine völlig unzutreffende Wortwahl. Dass Sie auf diesen Zug aufspringen - spricht "für" Sie.

Meinungsfreiheit adé?

Das Gesetz schränkt m.E. die Meinungsfreiheit unzulässig ein: Wenn ein Schwangerschaftsabbruch rechtlich erlaubt ist, muss darüber auch straffrei informiert werden können.

Und wieder einmal...

wird der sogenannte "Erzeuger" nicht gefragt. Wenn sie das Kind nicht haben will oder kann, dann soll er sich darum kümmern. Sprechen wir nicht ständig von Gleichstellung???
Oder haben wir den Fokus auf die "Gleichberechtigung" völlig verloren. Ist Leib und Leben der werdenden Mutter durch die Schwangerschaft gefährdet, ist natürlich zuerst das Leben dieser Frau zu schützen.

@ Barthelmus 15:20

"Zu oft hat sie schon historisch gewachsene Werte verraten."
Es sind auch historisch gewachsene Werte, nach denen es Unterschiede unter den "Rassen" gibt und nach denen die Frau an den Herd gehört.
Es ist nicht alles gut was historisch gewachsen ist und die Menschen waren früher auch sicherlich nicht intelligenter als heute, somit ist ein Umdenken und ein Kurswechsel oftmals genau die richtige Lösung.

re barthelmus

"Hoffentlich knickt die Merkel-Truppe nicht auch hier wieder ein.
Zu oft hat sie schon historisch gewachsene Werte verraten."

Historisch gewachsen war auch, dass Frauen nicht wählen dürfen und Schwule ins Gefängnis müssen.

Dieser Richter gehört sofort abgesetzt!

Welchen Ehrentitel meint er denn? "Auftragskillerin", wie der Papst treffend meinte? Wenn der Herr meint unsere Gesetze zu bemängeln, dann soll er mal an anderer Stelle damit anfangen! Wie viele Totschläger laufen auf Bewährung frei herum, oder liegen diese Fälle vielleicht in der Verantwortung der das Gesetz auslegenden Richter?

Gutes Urteil

Auch wenn ich nicht katholisch bin, der Papst hat m.E. vor kurzem alles Notwendige zu dem Thema gesagt.

Auch ungeborene Kinder sind eigenständige menschliche Lebewesen, die das Recht haben zu leben. Kein Rechtvwiegt schwerer!

Ich finde es auch sehr gut, dass jede Frau sich jederzeit

frei entscheiden darf, was sie tut oder was nicht.
Aber:
1) Werbung generell ist Einmischung in die unabhängige selbstkritische und vorbehaltlose Urteilsfindung, denn es ist Beeinflussung von Gedanken. Das gilt natürlich in jeder Branche und in jedem Lebensbereich. Werbung ist genau genommen Gehirnwäsche.
2) Aufgrund der vielen egoistischen Entscheidungen von Frauen (auch viele egoistische Männer wollen kein Kind), kein Kind zu bekommen, sinkt und sinkt die Geburtenrate kontinuierlich. Die zu erwartende Folge ist tatsächlich ein Aussterben unserer ("biodeutschen") Gesellschaft.

@15:20 von Barthelmus

wie wäre es, wenn Sie für Sie unangenehme politische Entscheidungen nicht gleich als als "Verrat" bezeichnen? Ist inzwischen etwas abgegriffen. Daher: Lieber eine nachvollziehbre Begründung für Ihre Behauptung.

15:20 von Barthelmus

"So wie man bei pflegebedürftigen auf Beatmung angewiesene Menschen alles macht, um das Leben zu erhalten,..."

Ich, und nur ich entscheide, ob ich künstliche Beatmung oder Ernährung über Sonde will. Ich, und nur ich entscheide, ob ich es für mich mit Apparatemedizin noch ein lebenswertes Leben gibt.
Mein Mann (ALS, inzwischen verstorben) und ich haben uns GEGEN ein Leben an Maschinen entschlossen. Denn, wenn man nur noch die Augenlider bewegen kann, nicht mehr sprechen, nicht mehr atmen, nicht mehr gehen, nicht mehr laufen und ganz wichtig nicht mehr kommunzieren kann, hat das Leben für uns keinen Sinn mehr. Es wird als Belastung empfunden. Ich erlaube niemand sich anmaßen zu dürfen, für mich eine/diese Entscheidung zu treffen. Das mache ich für mich; und nur ich.
Wieso glauben Sie, dass Ihnen (ich weiß nicht ob Sie ein Mann sind, aber oft sind es Männer) das Recht zu steht, bewerten und entscheiden zu können, was Frauen in dieser Situation dürfen oder eben nicht?

@Moos P

Abtreibung ist nicht durch eine Religion ausdrücklich verboten.

Die Tatsache, dass aber vor allem religiöse Institutionen und Menschen gegen Abtreibung sind, liegt darin begründet, dass die Religionen das Töten verbieten.
Auch Atheisten sollten eigentlich menschliches Leben erhalten.

Es gibt einen Gott, wenn sie das bestreiten, dann ist das Ihre Sache, aber sprechen sie anderen nicht ihre Moral und ihren Glauben ab.

re esa00

" Nach dem Grundgesetz Artikel 3 sind vor dem Gesetz alle Menschen gleich und niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Die Diskriminierung von behinderten Ungeborenen ist grundgesetzwidrig und da muss etwas gemacht werden."

Jetzt wird's schon wieder lächerlich.

Der Grund, warum eine Frau sich für eine Abtreibung entscheidet, wird nirgendwo dokumentiert. Also kann man es auch nicht verhindern, dass es wegen einer Missbildung des Kindes gemacht wird.

15:29 von

15:29 von guggi
@StöRschall
"Solange das Einschläfern der lästig gewordenen Großmutter nicht auch zum Leistungskatalog gehört ist das eine verlogene Debatte.
Das Töten von Menschen sollte eigentlich in keiner Weise gefördert werden."

Wenn meine Großmutter in meinem Körper leben würde, hätte ich da ein Wörtchen mitzusprechen, ja, weil es dann auch mich physisch betrifft.

Tut es aber nicht, deshalb ist ihr Vergleich unzulässig, weil es keiner ist.

re sisyphos3

"ein Schwangerschaftsabbruch aufgrund einer sozialen Indikation
ist wohl straffrei nicht aber legal"

Lassen Sie doch das Haarespalten. Sie wissen genau, wie es gemeint ist.

15:27 von StöRschall

Macht einfach eine Kassenleistung daraus!
.

wenn´s nicht klappt mit dem Kinderkriegen zahlt die Kasse
(wenigstens mal 3 Versuche)
wenn einem das Kind gerade nicht in die Lebensplanung passt,
auch da zahlt die Kasse (wenn keine Erwerbstätigkeit/Einkommen da ist)
was wollen sie mehr ?

@15:26 von guggi

das ist ihre Definition von Abtreibung. Viele andere Menschen sehen das durchaus anders. Wen meinen Sie mit "Feministen-Lobby"? Oder meinten Sie "Feministinnen-Lobby"?

@karwandler, 15:35

"Das Landgericht Gießen hat die Verurteilung der Ärztin Kristina Hänel wegen illegaler Werbung für Abtreibungen bestätigt."

Scheint so einfach zu sein.

Daran ändert auch nichts, dass der betreffende Richter (Landgericht!!) sich in der Urteilsbegründung zur Abgabe von politischen Stellungnahmen ("ein Ehrentitel") hinreißen lässt (was kaum seine Aufgabe sein dürfte).

219a, Juristenkauderwelsch

"Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft... seines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise ... anbietet..."

So das Gesetz. Ausgelegt wird "kein Wort über Abtreibung ist Ärzten öffentlich gegenüber Frauen erlaubt."
Unterschied Werbung-Information, nicht geklärt. Definition für "Werbung" nicht vorhanden. "Vermögensvorteil", "Grob anstößig" als Vorraussetzung einfach unter den Tisch gefallen. Ist eine dieser Vorraussetzungen erfüllt? Welche juristische nachlesbare Definition von "Vorteil" und "grob" wird eigentlich verwendet.
Gesetze, die in keiner Weise dem normalen Sprachgebrauch entsprechen, undefinierte Begriffe: juristische Willkür.

@ 15:31 Moos P

Wir leben in einem religiös-weltanschaulich neutralen Staat. Das gilt für Religiöse und für Atheisten: "Wie immer die verschiedenen Phasen des vorgeburtlichen Lebensprozesses unter biologischen, philosophischen, auch theologischen Gesichtspunkten gedeutet werden mögen und in der Geschichte beurteilt worden sind, es handelt sich jedenfalls um unabdingbare Stufen der Entwicklung eines individuellen Menschseins. Wo menschliches Leben existiert, kommt ihm Menschenwürde zu. [...] Dieses Lebensrecht, das nicht erst durch die Annahme seitens der Mutter begründet wird, sondern dem Ungeborenen schon aufgrund seiner Existenz zusteht, ist das elementare und unveräußerliche Recht, das von der Würde des Menschen ausgeht; es gilt unabhängig von bestimmten religiösen oder philosophischen Überzeugungen, über die der Rechtsordnung eines religiös-weltanschaulich neutralen Staates kein Urteil zusteht." (BVerfGE 88,203)

Statt Abtreibungen sollte

Statt Abtreibungen sollte Kondome gefördert werden, Vergewaltigungen stärker bestraft und der ganze Umgang stärker ethisch geordnet werden wie in Schweden.
Mehr gibt´s dazu nicht zu sagen.

Werbung für Abtreibung

Dass Werbung für Abtreibung verboten ist, kann von mir aus so bleiben.

Ich stelle mir die Frage, ob das was die Ärztin gemacht hat „Werbung“ war? Ich kenne natürlich die damalige Homepage nicht.

Ansonsten würde ja auch eine Beratungsstelle, die die Adresse der Ärztin weitergibt Werbung machen.

Ich frage mich auch, ob eine Schwangere auf gut Glück alle Ärzte im Umkreis anrufen soll und ob die Auskunft am Telefon dann auch Werbung ist.

15:26 von guggi

Ganz schön steil, Ihr Kommentar. Die wenigsten Frauen lassen eine Abtreibung vornehmen, weil man Zitat: "Menschen, die zur Last werden und sich nicht wehren können, töten darf."
Zum Kinder machen gehören meines Wissens immer noch zwei. Ich kenne einige alleinerziehende Mütter, die schon immer alleinerziehend waren. Nicht weil die das von Anfang an so geplant hatten. In allen Fällen hat sich der Partner nach Bekanntgabe der Schwangerschaft aus dem Staub gemacht.
Sie wollen also diesen Frauen, auch Frauen die vergewaltigt wurden, unterstellen, dass sie das nur machen, weil das Kind eine Last sein könnte.

15:37 von

15:37 von Coachcoach
"Meinungsfreiheit adé?
Das Gesetz schränkt m.E. die Meinungsfreiheit unzulässig ein: Wenn ein Schwangerschaftsabbruch rechtlich erlaubt ist, muss darüber auch straffrei informiert werden können."

Es darf nicht zu den Kassenleistungen gezählt werden.
Weils keine ist.

Wirds dennoch erwähnt, zählt das als Werbung.

Das hat nichts mit Meinungsfreiheit sondern mit Kassenleistung zu tun.

Ein Arzt, der keine Kassenzulassung hat, kann das bewerben, wie er lustig ist.

@12. Oktober 2018 um 15:31 von guggi

"Ein Diebstahl bleibt ein Diebstahl und eine Mord beibt ein Mord! Es sollte weder Informationen dazu geben wie man am besten ein Brötchen stielt noch dazu wie man am besten einen Menschen aus dem Weg räumen kann."

Sie vergleichen die Konfliktsituation einer Schwangeren mit einem Mord? Der setzt aber niederer Beweggründe voraus. Und die unterstellen Sie allen Frauen, die sich in einer Notlage befinden? Ich bin von Ihren Kommentaren schon einiges gewohnt, aber in diesem Thread toppen Sie alle.

@15:19 von StöRschall

//Also:
Ich verstehe es nicht.
Eine Info ist keine Werbung!//

Geht mir genauso. Vor allem habe ich mich durch Werbung allein nie informiert gefühlt.
Und hier fallen schon wieder unangenehm Moralapostel auf, die das nicht auseinander halten können/wollen und glauben, das Recht zu haben, anderen Vorschriften bzgl. ihrer Lebensweise machen zu dürfen.

re rossundreiter

""Sachliche Information" wäre (im äußersten Fall) Sache des Gesundheitsministeriums."

Blödsinn. Genau das wäre erst recht juristisch anfechtbar, wenn das Ministerium bestimmte Ärzte für bestimmte Behandlungen empfiehlt.

15:38 von Widerstrahl "Und

15:38 von Widerstrahl
"Und wieder einmal...
wird der sogenannte "Erzeuger" nicht gefragt. Wenn sie das Kind nicht haben will oder kann, dann soll er sich darum kümmern. Sprechen wir nicht ständig von Gleichstellung???"

Es gibt biologisch keine Gleichstellung.
Wenn Sie das wollen, dann setzen Sie sich bitte dafür ein, dass auch Männer Kinder austragen !

re c4--

"Gutes Urteil

Auch wenn ich nicht katholisch bin, der Papst hat m.E. vor kurzem alles Notwendige zu dem Thema gesagt."

Ich habe nichts davon gehört, dass der Papst was zum § 219a des deutschen StGB gesagt hat.

Eine Ausschreibung im Leistungskatalog sollte schlicht...

... nicht als Werbung gewertet werden. Zigarettenwerbung im Internet ist z.B. auch verboten - aber niemand würde in Erwägung ziehen, ein Unternehmen wie Marlboro zu verklagen, weil sie eine Website betreiben oder weil sie in ihren Finanzberichten sagt, dass sie Zigaretten herstellt.

Das Gericht hätte hier durchaus die Möglichkeit gehabt, die gleichen Maßstäbe anzulegen: Schwangerschaftsabbruch als Leistung im Leistungskatalog anzubieten ist keine Werbung - Werbebanner für Schwangerschaftsabbruch bei Google zu buchen - **das** wäre Werbung für Schwangerschaftsabbruch im Internet, die auch durchaus verboten werden darf...

Werbung im engeren Sinne in Rundfunk, Printmedien und dem Internet zu verbieten ist okay - einen Leistungskatalog und eine Informationsbroschüre, die nur nach gezieltem Suchen gefunden werden kann, als Werbung zu interpretieren, nicht!

Ich bin mir sicher, dass die Ärztin in letzter Instanz Recht bekommen wird und wünsche Ihr viel Erfolg mit ihrer Revision!

@15:20 von Sisyphos3

"...das Argument einen Schwangerschaftsabbruch als Eingriff
wie größer oder kleiner Brüste zu betrachten,
ich denke das ist kein gutes Argument"

Das ist in der Tat kein Argument. Aber ich bin davon überzeugt, dass Frauen, die über eine Abtreibung nachdenken, wirklich große Probleme haben. Für die Psyche der Frauen ist das eine enorme Belastung.
Wenn das bei einer Frau nicht der Fall sein sollte, dass ist es vermutlich auch besser, wenn sie keine Kinder hat.
(Armes Kind)

15:40 von WM-Kasparov-Fan

"Aufgrund der vielen egoistischen Entscheidungen von Frauen (auch viele egoistische Männer wollen kein Kind), kein Kind zu bekommen, ..."

Interessant. Sie machen es sich nämlich ganz schön einfach. Sie denken, dass es an der egoistischen Entscheidung dieser Frauen liegt, eine Abtreibung vornehmen zu lassen? Vielleicht sollten Sie sich einfach mal mit Frauen unterhalten, die sich in der Entscheidungsphase - mach ich oder mach ich nicht - befinden. Es ist bei den Wenigsten Egoismus, weil es gerade nicht so passt.

Und eine "biodeutsche" Gesellschaft hat es noch nie gegeben. Sie kann also garnicht aussterben.

@ganzneu, 15:37

"Werbung versucht, den Absatz von Produkten und Dienstleistungen zu erhöhen."

Genau das ist ja auch der Fall.

Es wird suggeriert, eine Abtreibung wäre eine quasi normale "Gesundheitsleistung", die man bei gerade nicht so richtig passenden Lebensumständen (Ausbildung nicht fertig, kein Partner, fehlende familiäre Unterstützung) mal so eben an einem Nachmittag einbauen kann (und gleich vor Ort, wie praktisch).

Wenn das keine Werbung ist, dann weiß ich auch nicht.

ohnehin

muß jede Frau zu einer Beratungsstelle gehen
Gespräch führen, einen Beratungsschein beschaffen, bevor sie abtreibt
denke die verfügen dort auch über entsprechende Kontakte zu Ärzten
die in Frage kommen könnten

re wm-kasparov-fan

"1) Werbung generell ist Einmischung in die unabhängige selbstkritische und vorbehaltlose Urteilsfindung, denn es ist Beeinflussung von Gedanken."

Erstens ist ja wohl strittig, dass es hier überhaupt um Werbung im Sinne von "macht, kauft, tut" geht.

Zweitens werden genau Sie abstreiten, dass ein Werbeblock im Fernsehen Ihre Gedanken beeinflusst.

Oder kaufen Sie Gingium oderTebonin, sobald es beworben wird?

Es geht hier nicht um

Es geht hier nicht um irgendwelche ideologischen Dinge, sondern um ganz profane.

Kassenleistung ja/nein

Kassenzulassung ja/nein

Werbung ist Bedürfnisweckung, das ist im medizinischen Bereich sowieao nicht gegeben deshalb generell verboten.

Öffentliche Info über Igelleistung darf man nur unter bestimmten Umständen machen. Z.B. wenn man keine Kassenzulassung hat....

Am 12. Oktober 2018 um 15:40 von WM-Kasparov-Fan

Ihr Punkt 2 gilt für alle auf Kommerz und Egoismus getrimmten Gesellschaften. Sie brauchen sich nur die führenden Industrieländer des Westens anschauen, Deutschland ist da nur eines von vielen Ländern.

Grundsätzlich ist daher zu begrüßen, daß Abtreibung erstmal nicht per se straffrei ist. Wer sich schwängern lassen kann, kann auch das Kind austragen (Ausnahmen siehe Gesetzgebung). Dann gilt eben nicht der Egospruch "Mein Bauch gehört mir!" sondern es gilt "... mir und meinem Kind!"

Da ja die Beratung vor dem Abbruch zwingend erforderlich ist, brauchen nur die Adressen von abtreibenden Ärzten nach erfolgter "Genehmigung" über die Beratungsstelle an die Frauen als Infoblatt weitergegeben werden, schon ist die Mission erfüllt. Und das ganz ohne öffentliche Werbung und Tamtam. Hat jetzt zwei Minuten Überlegungszeit gebraucht. Wow was ein schwieriges Thema!

Wie gesagt: Würde man

Wie gesagt:

Würde man Abtreibung als Kassenleistung aufnehmen, könnte jeder, der das macht und eine Kassenzulasung besitzt, das auch mit auflisten.

# Moos P / 15:31

Vielen Dank für diesen realistischen und
unpolemischen Kommentar.

Schwarz-weiß

Wenn man die Dinge ohne Grauschattierungen sieht: Klar ist es immer falsch, Menschen zu töten.
Aber: Abtreibung und Sterbehilfe haben schon immer existiert. Sie sind nie eine Frage der "Bequemlichkeit", sondern werden in unerträglichen Notsituationen als kleineres Übel gewählt. Sie sind immer noch falsch, aber eben weniger falsch als die Alternativen.

Ich würde mir wünschen, dass einige der Menschen, die sich so vehement für ungeborenes Leben einsetzen, ihre christlichen Werte auch mal auf bereits geborenes Leben anwenden. Mitgefühl statt engherzig frömmelnder Verdammung.

Elvis Presley - Walk a Mile in My Shoes

Neues Urteil mit Beeinflussungsgeschmack

"Richter Johannes Nink sagte am Ende seiner Urteilsbegründung, Hänel solle das Urteil tragen wie einen "Ehrentitel" im Kampf für ein besseres Gesetz." Hat das der Richter wirklich gesagt? Dann ist das ein weiterer Beleg dafür, dass die Unabhängigkeit der Justiz bei den Richtern kein hohes Gut mehr ist, sondern die Justiz immer mehr in die aktive Politik eingreifen will. Offenbar ermutigt durch die Äußerungen von BVG-Präsident Voßkuhle zur Asylpolitik, meinen jetzt auch kleine Richter ihre persönliche Meinung äußern zu müssen. Auf der einen Seite sich beschweren, wenn Urteile kritisiert werden und dann die Unabhängigkeit des Gerichts bedroht zu sehen, auf der anderen Seite ständige Einmischung in die aktuelle Politik passen nicht zusammen.

@15:30 von rossundreiter

//"Sachliche Information" wäre (im äußersten Fall) Sache des Gesundheitsministeriums.//

Na, dann besser gar nicht mehr zum Arzt?

//Und nicht von Ärztinnen, die kommerzielles Interesse haben (und deshalb kaum neutral sind).//

Hat jeder praktizierende Arzt (muss er haben, wenn er von seiner Arbeit leben will), aber eben nicht nur.

Eine große Bitte

Liebe Kommentatoren, es geht bei dem Rechtsstreit nicht darum, ob eine Abtreibung legal ist oder nicht.

Es geht darum, ob eine allgemeine Information zum Thema Abtreibung legal ist oder nicht.

Zur Zeit dürfen Ärtze das nicht.
Die Politik muss nun prüfen, ob der Paragraph verändert, abgeschafft oder bestehen bleiben soll.

Ich denke, der ein oder andere Kommentator bedenkt das nicht.

Werbung wird allgemein gern als Information verpackt und Informationen lesen sich wie Werbungen.
Daher ist das nicht einfach zu trennen.

Für mich persönlich würde eine angemessene Abtreibungsinformation darin bestehen, dass alle Fakten genannt werden (Möglichkeiten, Risiken, Auswirkungen, Kosten, Alternativen).

Jeder der sich mit dem Thema Abtreibung beschäftigt hat, weiß welche Risiken bestehen und würde mir sicherlich zustimmen, dass nach einer solchen Aufklärung die Entscheidung alles andere als leicht macht.

@ karwndler 15:44

"Der Grund, warum eine Frau sich für eine Abtreibung entscheidet, wird nirgendwo dokumentiert."
Doch. Ist im Statistisches Bundesamt zu finden: Schwangerschaftsabbrüche nach Grund des Abbruchs.
Außerdem rede ich von Spätabtreibungen, bei denen es auch statistische Erhebungen gibt.

Information ist keine Werbung

Zuerst ist es der Papst und dann diese weltfremden Richter, die weiter auf die Psyche der betroffenen Frauen einschlagen. Keine Frau lässt einen Schwangerschaftsabbruch leichtfertig vornehmen, viele leiden sehr darunter. Weder der Papst noch die Richter und auch einige Foristen hier haben auch nur die Spur einer Ahnung, was in einer betroffenen Frau vorgeht. Der Hammer ist jedoch die Gleichsetzung einer Information mit Werbung. Gehts noch??

Die Spirale ist auch eine Form von Abtreibung

Die Paragrafen 218 und 219a nehmen ganz bewusst Mord in Kauf.

Abtreibungen müssen unproblematisch, ohne Bürokratie und zeitschnell über die Bühne gehen, alles Andere zwingt viele Frauen in den Bereich wo auch ich von Mord sprechen wurde.

Eine Spirale macht nichts anderes als ein Zügiger Schwangerschaftsabbruch.

Die Regelblutung bleibt aus, zum frühesten Zeitpunkt einen Schwangerschaftstest und innerhalb wenigen Stunden oder Tagen, die Schwangerschaft beenden.

@15:42 von Margareta K.

//Wieso glauben Sie, dass Ihnen (ich weiß nicht ob Sie ein Mann sind, aber oft sind es Männer) das Recht zu steht, bewerten und entscheiden zu können, was Frauen in dieser Situation dürfen oder eben nicht?//

Dieser Frage schließe ich mich an!

Information ist keine Werbung.

Leute wir leben im Jahr 2018, ich dachte eigentlich, dass die Selbstbestimmung der Frau als Grundrecht anerkannt sei. Dazu gehört auch, dass Frauenärzte Leistungen, die sie anbieten auch in einem Leistungskatalog aufführen dürfen.

Die katholische Kirche mit ihrer anerkannt profunden Kenntnis des weiblichen Körpers und der weiblichen Psyche oder die Befürchtung des Aussterbens der „biodeutschen“ Gesellschaft als Argument gegen eine reine Information Rat und Hilfe suchender Frauen zu verwenden erinnert ein wenig an die Zeiten als die „Deutsche Frau“ dem Vaterland noch Söhne schenken sollte.

Also nochmal der Reihe

Also nochmal der Reihe nach:

Werbung ist generell im medizinischen Bereich verboten!

Das macht Sinn u muss auch so bleiben!

Bei Kassenzulassung, dürfen im Leistungskatalog NUR Kassenleistungen aufgeführt werden.

Abtreibung ist keine Kassenleistung und darf deshalb nicht mit solchen aufgelistet werden.

Ohne Kassenzulassung, also wenn man alles privat zahlen muss, dann darf es immer noch nicht beworben werden, darf aber zu den Leistungen mit aufgelistet werden.

15:58 von Anna-Elisabeth

wirklich große Probleme haben. Für die Psyche der Frauen ist das eine enorme Belastung.
.
keine Frage, das stellt wohl auch keiner in Abrede
aber man sollte ja auch nicht verhehlen, beim ungeborenen Kind
geht es auch um ne wichtige Sache nämlich um Leben und Tod.
Ist aber nicht das Thema hier im Thread, sondern ist es notwendig bei so ner recht fragwürdigen Sache (straffrei aber nicht legal) auch noch Werbung zu machen

15:57 von Dennis K. "Eine

15:57 von Dennis K.
"Eine Ausschreibung im Leistungskatalog sollte schlicht...
... nicht als Werbung gewertet werden. "

Wird es aber, weil es keine Kassenleistung ist.

Wäre es eine Kassenleistung, dann könnte das problemlos erwähnt werden.

Wenn Abtreibung Mord ist...

... Warum haben selbst strengste Abtreibungsgegner Verständnis für Abtreibung bei Vergewaltigung oder Inzest? Ist ein durch Vergewaltigung oder Inzest gezeugter Fötus weniger lebendig?
Dies zeigt eindeutig, es geht gar nicht darum, ob es Mord ist. Sondern schlicht um Erhalt extrem veralteter Vorstellungen, nach denen eine Frau Kinder gebären muss, auf Biegen und Brechen.

Unnötiger Umweg

Meiner Auffassung nach hätte das Gericht durchaus entscheiden können, dass eine Information darüber, dass man etwas anbietet, noch keine Werbung ist.
Andererseits ist der Hinweis des Gerichts darauf, dass der Paragraph nachgebessert werden muss, auch sinnvoll und wird das vernünftig gemacht, sollten aktuelle Unklarheiten beseitigt werden können.

Ganz davon abgesehen: Warum sollte man Abtreibung nicht bewerben dürfen ? Es weiß ohnehin jeder, dass es die Möglichkeit dazu gibt.

@StöRschall

Aha, aber mit finanzieller oder physischer Belastung durch zu leistende Pflegehilfe muss man leben ja? Erscheint mir eine völlig willkürliche - aus Bequemlichkeit heraus geborene (pun intended) - Einstellung zu sein.

eigenständiges Lebewesen

Kann ein zwei oder drei Monate alter Fötus außerhalb des Mutterleibes überleben? Nein, somit ist er dann auch kein eigenständiges Lebewesen, sondern ein Teil des Körpers der Frau und alleine sie kann entscheiden, was mit ihrem Körper geschieht. Und wir als Gesellschaft sollten ihr diese Möglichkeit nicht verweigern oder ihr Steine in den Weg legen dürfen. Abgetrieben wurde früher auch schon, auf fürchterliche Weise, die meist ein Trauma hinterließ. Vom weitverbreiteten Säuglingsmord nach der Geburt mal ganz zu schweigen. Wer die Vergangenheit kennt, der will nicht mehr zu ihr zurück.

Vieles zu verdammen heißt wenig zu verstehen.

ein utopischer gedanke

aber ich bin mir sicher, wuerden wir maenner schwanger werden, koennte man(n) einen abbruch mal ebend so zwischen einem kaffee-to-go und seinem weg zum arbeitsplatz durchfuehren. ach ja, und im radio wuerde folgende werbung laufen: 3 schwangerschaftsabrueche zum preis fuer einen, yippie ya yaya yippiie yippie hey

geborenes Leben versus ungeborenes

Es erstaunt, wie sehr man ungeborenes Leben schützen will.
Ist es aber einmal geboren und womöglich noch ein paar Jahre alt, dann sind die guten Vorsätze bitte wo? Wo sind all die Befürworter zum Schutz des ungeborenen Lebens, wenn es darum geht, das geborene Leben zu schützen, - vor Armut, Missbrauch, Gewalt und Mord (Krieg etc)?

Nochmal: Es sind die Eltern, manchmal aber auch nur die Frau, die zu entscheiden hat, ob sie das Kind haben möchte oder nicht.
Die Gesellschaft soll dagegen Verhütung anbieten/aufklären (darunter zählt auch die Info der Ärztin) und falls erwünscht, einen ungefährlichen Schwangerschaftsabbruch ermöglichen.
Hinweis: ich bin Abtreitungsgegner, aber wer bitte bin ich, daß ich Frauen vorschreiben könnte, dies oder das zu tun? Solange es mich nämlich nicht betrifft, kann ich nämlich eigentlich nicht mitreden, geschweige denn anderen Vorgaben machen.

Vermögensvorteil

Im § 219a steht ja "seines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise". Im vorliegen Fall geht es um ersteres. Das Wort "wegen" macht deutlich, dass es nicht genügt, wenn aus dem öffentlichen Anbieten ein Vermögensvorteil resultiert, sondern dieser muss der Grund für das Anbieten sein. War das hier wirklich gegeben?

unfassbar

für eine Abtreibung (Mord an einem Menschen, bevor er das Licht der Welt erblicken konnte) Reklame zu machen (nichts anderes ist es, denn die Ärztin will damit wie jeder Selbständige Umsatz und Gewinn machen) ist das moralisch Letzte. Diejenigen, die so uneingeschränkt der Abtreibung zustimmen, finden den Rüstungshandel (zu recht) schlimm, das Absaugen von kleinen Kindern jedoch "frei" und "selbstbestimmt".
Man muss halt vorher aufpassen, mit wem man wie Sex hat.

Was bedeutet "menschliches

Was bedeutet "menschliches Leben schützen"? Als Abtreibungsgegner tun Sie so, als ob menschliches Leben erst dann entstehen würde, wenn eine Eizelle und eine Samenzelle zusammenfinden. Sie entziehen sich so der lästigen Diskussion, ab wann menschliches Leben schützenswert ist, weil Sie einfach sagen, von Anfang an. Das stimmt aber gar nicht. Auch jede Eizelle, jede Samenzelle trägt menschliches Leben. Die Befruchtung ist nur einer von vielen Schritten, die zu einem vollständigen Menschen führen können. Ihr scheinbar natürliches/unbestreitbares Argument, menschliches Leben von Anfang an schützen zu wollen, basiert eben doch nur auf Ihren eigenen subjektiven Ansichten. Und die haben Sie kein Recht, anderen Leuten aufzwingen zu wollen.

Für mich persönlich beginnt eine Grenze, wenn ein Bewusstsein entsteht - sicher auch noch im Mutterleib, aber schwer zu datieren und sicher nicht von Anfang an. Aber auch ich will meine Ansicht darüber niemandem aufzwingen. Jeder muss selbst entscheiden.

@ Margareta K.

Wie Ihre alleinerziehenden Bekannten ja verdeutlichen, geht das Aufziehen eines Kindes mit erheblichen Einschränkungen der persönlichen Freiheit einher. Und ja, das ist der Grund warum Frauen Abtreibungen vornehmen lassen (Vergewaltigungsopfer ausgenommen).

@15:40 von WM-Kasparov-Fan

"Aussterben unserer ("biodeutschen") Gesellschaft."

Es gibt keinen biologischen Deutschen. Angesichts der großen und weitläufigen Völkerbewegungen während der letzten Jahrhunderte, sind die, die sich heute "Deutsche" nennen, ein genetischer Cocktail, der seines Gleichen sucht. Auch eine gemeinsame Mentalität ist nicht zu finden. Noch heute sind sich z.B. Bayern und Friesen sehr fremd. Diese Vielfalt, die wir darstellen, kann nicht so schnell aussterben.

Ich finde Abtreibung jedesmal beklemmend, wenn ich von einem Fall höre und hoffe, dass das niemals ein ganz normaler Teil von Familienplanung wird. Gleichzeitig bin ich nicht der Meinung, dass ein Kind "auf Biegen und Brechen" zur Welt kommen muss, ungeachtet der Umstände (familiär, Behinderungen etc.).

Wenn Ärzte in ihrem Portfolio angeben, dass sie darüber beraten, ist das in meinen Augen keine Werbung. Das wäre erst der Fall, wenn auf Plakaten stehen würde: "Abtreiben? Kein Problem, wir machen das!"

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