Ihre Meinung zu: Nach geglückter Notlandung: "Astro-Alex" begeistert von "Sojus"-Technik

12. Oktober 2018 - 10:04 Uhr

Auch die Besatzung der ISS verfolgte den Fehlstart der "Sojus"-Rakete gebannt. Dass die Notlandung so glimpflich ausging, führt Kommandant Gerst auch auf die Technik der Raumkapsel zurück. Von Markus Sambale.

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Kommentare

Auch ich bin froh dass es diesen Astronauten gut geht

Zuerst mal bin ich auch froh, dass diese Astronauten sicher notlanden konnten und es denen gut geht wie ich lese.

https://www.tagesschau.de/ausland/sojus-155.html

"Bin froh, dass es unseren Freunden gut geht", twitterte "Astro-Alex".

Und ich kann die Sorge sehr gut verstehen!

https://www.tagesschau.de/ausland/sojus-155.html

Nach dem Fehlstart einer "Sojus"-Rakete gab es auch auf der Internationalen Raumstation ISS bange Momente. Von dort aus verfolgte Kommandant Alexander Gerst das Geschehen. Dann aber herrschte Erleichterung, als klar wurde, dass die Notlandung geglückt war.

Aber in einem Punkt was diese Sojus-Technologie angeht, bin ich anderer Meinung als unser Astro-Alex:

https://www.tagesschau.de/ausland/sojus-155.html

Es habe sich wieder gezeigt, wie großartig die "Sojus" sei, schrieb er weiter.

Nein, dass ist sie genau nicht! Diese Sojus-Kapseln sind fliegender Schrott und sonst nichts, Alex!

NASA und SpaceX haben zwei neue Raumkapseln auf der Rampe

Denn ich weiss, dass die NASA und SpaceX Anfang bis Mitte 2019 neue Raumkapseln auf der Rampe haben:

a) diese neue Starliner
b) diese Dragon-Crew-Kapsel

welt.de: Nasa will wieder Astronauten mit US-Raumkapseln ins All bringen (04.08.2018)

Die Raumfahrtbehörde kündigte für April bemannte Testflüge in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtunternehmen SpaceX an. Mitte des Jahres 2019 will sie solche Flüge zusammen mit dem Unternehmen Boeing testen. Damit würde die Nasa unabhängig von russischen Sojus-Kapseln werden.

oder hier vom Handelsblatt:

https://tinyurl.com/ydypbbyt
handelsblatt: So will Musk der Nasa helfen (03.08.2018 - 18:56 Uhr)

Bis zu vier Astronauten pro Raumschiff will die Nasa 2019 ins All bringen. Dabei helfen soll Elon Musk. Sein Unternehmen SpaceX bekommt dafür einen eigenen ISS-Zugang.

Von daher: nur diese beiden Alternativen sind ein sicherer Weg zurueck fuer dich! Diese Sojus dagegen ist zu gefährlich geworden!

@Demokratieschue...

Sehr erfreulich, daß Sie es soviel besser wissen als der Kommandant der Raumstation. Herzlichen Glückwunsch, Sie sind der wahre Experte!

Es geht halt nichts ...

... über russische Spitzentechnologie. So kann man auch der Verbreitung russischer Atomkraftwerke rund um den Erdball ruhigen Auges entgegenblicken :) Im Ernst: Ich freue mich über die geglückte Rettung der Kosmonauten, das überschwängliche Lob ist wohl auch der Erleichterung, der ich mich anschließe, geschuldet.

na, deren Zuverlässigkeit

na, deren Zuverlässigkeit muss sich aber erst noch erweisen!

@Demokratieschu...

lesen sie eigentlich manchmal, was sie da so schreiben?

im bericht steht: die erste ernstzunehmende PANNE seit jahrzehnten!!!

und wenn Herr Gerst meint, die technik der Sojus sei hervorragend, dann gilt das natürlich nichts, der mann hat ja keine ahnung...die sie natürlich im übermaß haben. bei ihnen gilt (leider) auch, was für viele andere hier gilt: russisch = automatisch schlecht!

das weder bei der NASA noch bei Elon Musk alles rund läuft und die mit den von ihnen beschriebenen "alternativen" noch keinen einzigen menschen heil in den orbit gebracht haben, macht ja nichts...

@Demokratieschue - ahnungslos & leichtgläubig

"Es habe sich wieder gezeigt, wie großartig die 'Sojus' sei, schrieb er [Gerst] weiter."

11:13 von Demokratieschue...
"Nein, dass ist sie genau nicht! Diese Sojus-Kapseln sind fliegender Schrott und sonst nichts, Alex!"

Was glauben Sie denn, wer die Qualität der Sojus-Kapseln besser einschätzen kann:
A) Ein Astronaut, der nicht nur vom Fach ist, sondern dieser Technik bereits mehrfach sein Leben anvertraut hat oder
B) eine Foristin, die gerne Meldungen aus unterschiedlichen Nachrichtenportalen zusammenträgt und - zumindest auf mich - einen ausgesprochen leichtgläubigen Eindruck macht?

@Demokratieschu...

"Diese Sojus-Kapseln sind fliegender Schrott und sonst nichts, Alex!"

das sie als fan-girl Alexander Gerst auf twitter folgen, heisst noch lange nicht, dass sie das recht haben, ihn zu duzen!

und was gibt ihnen die legitimation zu beurteilen, was diese Sojus-kapseln sind?

einseitige berichte der anti-russsichen presse bestimmt nicht...

Von wegen Schrott @Demokratieschuetzerin2021

Was SpaceX da baut, ist fraglos technisch interessant. Aber ob sie damit auch so eine Erfolgsgeschichte schaffen, wird man erst einmal sehen müssen. Zum letzten Mal ernsthaft verletzte Kosmonauten in einer Sojus-Kapsel gab es m.W. 1975, Tote sogar seit 1971 nicht mehr (nicht eingerechnet Unfälle mit Trägerraketen am Boden, aber hier geht es ja um bemannte Raumfahrt). Danach hat die NASA noch zwei Space Shuttles mit gesamter Besatzung verloren.

Ich denke, man kann die Systeme nicht direkt vergleichen - aber ob die Entwicklung kritischer Systeme durch kommerzielle Firmen, die unter dem üblichen Kostendruck arbeiten, tatsächlich zu besseren Ergebnissen führt, halte ich zumindest derzeit für unbewiesen.

@ Demokratieschue...

Ich glaube, jetzt übernehmen Sie sich doch ein wenig. Ihre Einschätzung kann man selbst als interressierter Laie nicht ernst nehmen, geschweige denn Leute, welche im Fach stehen, und ihr Leben einem technischen System anvertrauen. Denn ein technisches System ist nur so gut, wie es auch funktioniert. Da zählt nicht nur die Modernität, sondern auch, wie funktioniert es im Fehlerfall. Die Ergebnisse der zwei Katastrophen mit dem Shuttle haben sie sicher nicht vergessen. Diese waren auch moderener als das alte Sojus-Design, geholfen hat es den Insassen nicht, vorsichtig ausgedrückt.
Andererseits ist das gegeneinander Ausspielen ziemlich armselig. Natürlich wünscht man sich, auch ich , das auch die USA wieder selbst Astronauten befördern können, und ich wünsche ihnen Erfolg dabei und das sie wenig Lehrgeld bezahlen müssen. Der Unterschied zu Ihnen ist, ich wünsche mir mehr Vielfalt bei der Erforschung des Weltraums, und nicht politische Siege über einen politischen Gegner.

Experten

Es ist erstaunlich, daß manche Kommenratoren Expertin/ Experte in allen Fachgebieten zugleich sind. ;-) So z.B. Vielstschreiber "Demokratieschue..." Sie/ Er weiß die Raumfahrttechnik besser einzuschätzen als der Kommandant der ISS.

In eine Gefahr begibt sich Kommandant Gerst allerdings: Er katapultiert sich mit seiner offen formulierten positiven Aussage über russische Technik wahrscheinlich ins gesellschaftliche und berufliche Aus. Für seine Zivilcourage umsomehr mein Respekt!

11:24 von Demokratieschue...

Pingo, Pingo, recherchiere doch bitte besser und vor allem vollständig:

"Starliner" sind für 2019 ein Testflug geplant. Testflug und geplant sprechen für sich. Da ist weder etwas spruchreif noch wird zur ISS gefogen.

Dragon-Crew Kabsel, eher ist es doch so dass die NASA das Projekt von SpaceX finanziert, und mitnichten Eton Musk der NASA "hilft". Eher das Gegenteil, die NASA hilft Mr. Musk. Wenn es denn so läuft wie bei den seinen Tesla Versprechungen, dann kann es noch ein wenig länger dauern.

Sojus, bitte besser informieren, immer noch State of the Art, sprich Stand der Technik.

Und ich muss Dir nochmals sagen, mit Verlaub, Deine aufgeregten Kommentare, haltlose Forderungen und wahllos, aber zu deiner eignen Meinung als passend empfundene, zusammen getragene Internet "Recherche" tragen weder zu einer sachlichen Diskussion und, entgegen deiner Meinung, erst recht nicht zur Aufklärung bei.

@Demokratieschuetzerin2021

Dieser "Schrott" hat schon viele Menschen sicher ins All und auch wieder zurück gebracht. Das spricht dafür, dass bei der Konzeption der Kapsel einiges richtig gemacht worden ist. Das ist auch das, worauf Herr Gerst in für mich nachvollziehbarer Weise hinweist. Und er hat davon wahrscheinlich mehr Ahnung, als Sie und ich zusammen, weil er solche Kapseln hautnah kennt und mit ihrer Bedienung vertraut gemacht wurde.

Ich würde daher dafür plädieren, seine Worte ernster zu nehmen und außerdem die Ursachenforschung für den gescheiterten Flug in den Orbit abzuwarten. Dann können Leute vom Fach und evtl. auch Laien sich noch besser eine Meinung bilden, ob die Sojus-Kapseln sich in Schrott gewandelt haben oder auch nicht.

@Demokratiedingens

"Diese Sojus-Kapseln sind fliegender Schrott und sonst nichts, Alex!"

Wo genau haben Sie Raketenwissenschaft studiert, um sich dieses Urteil zu erlauben, das doch um einiges von dem echter Experten abweicht?

Die Sojus ist seit Jahrzehnten bewährt, eine Panne hin oder her. Die NASA hingegen ist so abgewirtschaftet, daß sie auf Mr. Tesla zurückgreifen muß.

"Von daher: nur diese beiden

"Von daher: nur diese beiden Alternativen sind ein sicherer Weg zurueck fuer dich! Diese Sojus dagegen ist zu gefährlich geworden!"

Gut, dass wir einen ausgewiesenen Raktenfachmann am Start haben. Ich muss es überleseh haben: wie viel Erfahrung hat man mit den "beiden Alternativen"?

Hoher Sicherheitsstandard

Dass, wie "Astro-Alex" berichtet, die Sojus-Kapsel einen völlig ungesteuerten Wiedereintritt in die Atmosphäre übersteht und sich dabei -rein aerodynamisch- selbst stabilisiert, wusste ich noch nicht. Sensationell, wirklich.

Was die Sojus- wie früher auch die US-Apollo- Kapseln aber dem Space Shuttle voraus haben (hatten), ist ein wirksames Rettungssystem für die Startphase.

Wenn z.B. die Trägerrakete zu explodieren droht, wird damit die Raumkapsel abgetrennt und mit einer kleinen Rettungsrakete in sichere Entfernung gebracht, die Notlandung erfolgt dann per Landefallschirm.

Beim Space Shuttle auf ein solches System zu verzichten, war im Grunde unverantwortlich.

@Demokratieschue...

Zwischenfall nicht ordentlich nachgelesen oder nicht verstanden? Die Sojuskapsel hat doch eben gerade wieder bewiesen, wie hervorragend sie funktioniert. Die Notlandung wurde beim Absprengen der ersten Antriebsstufe ausgelöst, das Problem betraf also die Trägerrakete, nicht die Kapsel. Diese funktionierte tadellos. Ob die Amerikaner da ein besseres Modell hinbekommen als die erprobten Sojuskapseln muss sich erst noch zeigen.

Liebe Foristen

Ich bitte zu bedenken, das die amerikanischen Alternativen noch nie in real life (mit Homo Sapiens Sapiens an Bord) getestet wurden. Der angestrebte Zeitraum für die Indienststellung klingt sehr nach Herrn Musk, mit Verlaub. Dies sind keine wiederverwendbaren Raketen, EAutos oder Flammenwerfer. Da steckt offenbar ne Menge mehr drin, unter anderem etwas, was man als Sicherheitsreserven bezeichnen könnte. Hat beim Space shuttle Programm leider nie geklappt.

Ich glaube auch nicht, das die beiden Astronauten die Sojus Technik als Schrott bezeichnen würden, wie wäre es mit bewährter Technik als Bezeichnung - hat man ja gerade wieder gesehen - sonst würden die beiden wohl nicht mehr unter uns weilen ? Nur so als Angebot ?

Einen schönen Tag.

Schuster, bleib dei deinen Leisten

@Demokratieschützerin: Bei allem Respekt, denken sie nicht ein Astronaut und Ingenieur (zumindest Astronautin werden Sie wohl nicht sein) kann das etwas besser einschätzen als Sie? Es mag sein, dass die Sojus-Kapseln nicht auf dem technisch allerneuesten Stand sind, aber sie haben sich über die Jahrzehnte bewährt während die neuen Entwicklungen erst noch zeigen müssen was sie können. Aber da ich im Grunde keine wirkliche Ahnung davon habe will ich mich hier nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Nur denke ich nicht, dass Herr Gerst lebensmüde ist und in fliegenden Schrott einsteigt...

@Demokratieschülerin

Normalerweise kommentierte ich ihre Bemerkungen nicht. Ihren Kommentar "Diese Sojus-Kapseln sind fliegender Schrott und sonst nichts" kann ich dieses mal aber so nicht stehen lassen.

Eine geniale Konstruktion erkennt man immer daran das sie einfach ist. Einfach genial eben.

Die Sojus Kapsel ist so etwas. Selbst bei kompletten Computer, Funk und sogar Strom Ausfall wird diese Kapsel jeden Raumfahrer im Gravitationsfeld der Erde sicher zurück bringen dem es gelingt einzusteigen und die Luke zu schließen.

Nicht ohne Grund ist so eine Sojus Kapsel auch das "Rettungsboot" der ISS.

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die...

11:26 von crastro

Möchte mich ihren Glückwünschen nebst Begründung anschließen.

man kann es drehen und wenden ...

genau genommen fliegt man mit nem Treibstofftank
und dem entsprechenden Risiko

Rettung dank eines Systems

Im Gegensatz zu uns ist Alexander Gerst mit diesem System bereits geflogen und kann es kompetent beurteilen. Zudem sollten wir die schrecklichen Unfälle der NASA nicht vergessen. Das russische System hat wenigstens einen Plan B! Die Rettung ist sicher geglückt. Wie auch beim Apollo-Programm. Habe hier gelesen, dass ein ICE gebrannt hat. Zum Glück wohl keine Opfer. Wie sicher und gut ist aber die deutsche Technik. Ok, ich kenne die Ursache für den Brand nicht.
Wichtig ist doch, dass die Russen ein Versagen ihres Systems eingeplant haben. Alle Achtung, ist nicht Standard.

@ postmaterialist

"Beim Space Shuttle auf ein solches System zu verzichten, war im Grunde unverantwortlich."

Nicht unverantwortlich, aber riskant. Ein Risiko, das man bewusst in Kauf genommen hat. Die Rettungssysteme von Sojus und Apollo funktionieren nur bei Raumschiffen, die auf der Spitze der Rakete sitzen, nicht, wie beim Shuttle auf dem "Rücken."

Leider hat nun der Beitrag

dieser fleißigen, doch leider recht ahnungslosen, Kämpferin für die Demokratie die Diskussion vom eigentlichen Thema weggezogen. Ich hoffe mal, deren Kenntnisse über die Demokratie sind ein wenig fundierter.
Nun geht leider die recht mutige, dem derzeitigen "westlichen" Zeitgeist doch ein wenig widersprechenden Erklärung von Alex Gerst unter. Erfreulich finde ich auch die ungefärbte Darstellung des Herrn Markus Sambale, dessen sonstige Beiträge zu Russland es doch öfter, meiner Meinung nach, an Objektivität fehlen lassen. Daraus lerne, zumindest ich, man sollte Halt niemals nie sagen.

Zuverlässig

Der letzte Fehlstart einer Sojus-Rakete fand am 26.09.1983 statt, auch damals überlebten beide Kosmonauten den Unfall unbeschadet.

Der Fehlstart 1983 war der 37. Start einer Sojus-Rakete - der Fehlstart gestern der 137. Das ist eine 99-prozentige Erfolgsrate, besser geht es gar nicht mehr.

Das momentan einzige Problem ist wohl, dass die Elektronik der Sojus-Schiffe nicht so dick isoliert ist, wie die Elektronik der ISS. Sojus ist nur für einen sechmonatigen Aufenthalt im All ausgelegt, nach mehr als einem halben Jahr kosmischer Strahlung kann es ernste Probleme geben. Wenn das nächste Schiff sich zu sehr verspätet, wird die momentane Besatzung mit Sojus MS-9 zur Erde zurück kehren müssen und die Station unbemannt lassen.

Das Naheliegendste wäre wohl, demnächst ein unbemanntes Sojus zu schicken - sowohl, um die Technologie zu testen, als auch, um die Besatzung mit einem frischen Schiff zu versehen. Und das ominöse Loch in Sojus MS-9 wäre dann auch kein Problem mehr.

Warten wir's ab.

Bewährte Technik

Die Sojusraketen haben schon viele Menschen und etliche Tonnen Fracht ins All gebracht, ihre Technik ist völlig ausgereift. Und jetzt wurde, unfreiwillig, in der Praxis sogar bewiesen, das die Notfallsysteme ebenfalls Tadellos funktionieren. Ich freue mich über die gesunde Rückkehr der Astronauten, und wünsche den Technikern viel Erfolg bei der Fehlersuche, denn die Sojusraketen sind ja das einzige Transportmittel, das für bemannte Flüge zur ISS zur Verfügung steht.

Wettbewerb?

Es hat sich bei der Raumfahrt meiner Meinung nach bewährt, von dem alten Wettbewerb Ost gegen West wegzukommen. Das wäre auch hier angebracht.
Die Sojus funktioniert schon ewig und ist zugegeben ein altes Konzept. Aber es tut normalerweise, was es soll.
Was die zukünftigen US-Systeme leisten wird man frühestens in einigen Jahren sehen. Die sind aber sicherlich moderner, ob deswegen besser ist noch nicht raus.
Raumfahrt, selbst so etwas scheinbar banales wie das Erreichen eines Orbits in 400 km Höhe (Strecke München-Frankfurt), ist immer noch ein schwieriges und riskantes Unternehmen. Obwohl sie jetzt schon so lange betrieben wird.
Alle Systeme hatten schon Pannen, auch die Ariadne der Europäer. Weil dort keine Menschen transportiert werden ist das weniger spektakulär als z.B. bei den Space Shuttles.
Im Moment würde ich mich aber eher in eine Sojus setzen, als in ein SpaceX-Gefährt. Und Alex Gerst hat sowieso keine andere Wahl.
Ich bin kein Putin-Troll.

Never change a winning team

"Bin froh, dass es unseren Freunden gut geht", twitterte "Astro-Alex".

Das sind wir sicher alle.

"Es habe sich wieder gezeigt, wie großartig die "Sojus" sei, schrieb er weiter."

"Erfunden hat die "Sojus" in den 1960er-Jahren der legendäre sowjetische Raketenkonstrukteur Sergej Koroljow. Die Technik entwickelte sich weiter, die Grundidee blieb dieselbe, wie Gerst vor seinem Raumflug erzählte.

"Das ist ein Wahnsinnsdesgin, wenn man das als Ingenieur sich anschaut", schwärmt er. "Wie man so etwas baut. Dass das funktioniert. Und es ist natürlich über Jahre hinweg erprobt worden."

Zurecht sei man da relativ konservativ, was Änderungen angehe - auch wenn es mit der Notlandung jetzt die schwerste Panne bei einer bemannten "Sojus"-Mission seit Jahrzehnten gab"

Auf Bewährtem - also auf etwas, das sich über lange Zeit als gut und richtig, weil funktionsfähig und von allgemeinem Nutzen erwiesen hat - aufzubauen und es technisch immer weiterzuentwickeln, ist offensichtlich eine gute Idee.

@ Axtos

"Eine geniale Konstruktion erkennt man immer daran das sie einfach ist."

Das unterschreibe ich hundertprozentig.

Ja, in den Anfangsjahren gab es zwei tragische Unfälle, aber seit Jahrzehnten funktioniert das System tadellos - selbst dann, wenn es nicht funktioniert. Sojus-Raumschiffe sind schon mal mitten in der Taiga gelandet und einmal sogar im Issyk Kul, dem einzigen grossen See in der kasachischen Steppe. Zwei Mal haben Besatzungen ein Sojus-Raumschiff heil nach Hause gebracht, nachdem im All ein Triebwerk explodierte und ein Mal (Sojus 4) überlebte ein Kosmonaut den Eintritt in die Atmosphäre mit der Nase zuerst (erst später drehte sich das Schiff so, dass das Hitzeschild wirken konnte).

Sojus ist das kosmonautische Gegenstück zur Kalaschnikow: genial konstruiert und einfach nicht kaputt zu kriegen.

Die NASA hat 1,5 Millionen Dollar ausgegeben, um einen Kugelschreiber zu entwickeln, der in der Schwerelosigkeit funktioniert - Die Russen haben einen Bleistift benutzt.

13:01 von Thomas Wohlzufrieden

ihre Technik ist völlig ausgereift
.
also ich weiß nicht ….
mein Auto im Vergleich
- aufschließen
- reinsetzen
- Starten
ob das bei der Rakete auch so funktioniert ?

@postmaterialist

"Beim Space Shuttle auf ein solches System zu verzichten, war im Grunde unverantwortlich"

Fairer Weise muss man aber dazu sagen, dass bei der Challanger so ein System nicht geholfen hätte. Genauso wenig wie die Sojus Kapsel noch was nützen würde, wenn ein Abgasstrahl einer Booster Rakete die Hauptträger Rakete seitlich aufschweisst und das ganze Ding einfach explodiert.

Bei der Columbia allerdings haben schon vor dem Wiedereintritt Teile im Hitzeschild gefehlt. Dies war bekannt. Eine Alternative zum damit extrem riskant gewordenen Wiedereintritt gab es hier leider nicht. Mit den bekannten tragischen folgen.

Respekt, dass man so einen Defekt überleben kann !

Das ist wirklich eine Leistung, dass die Kosmonauten so ein Problem überleben können. War ja leider bei der Challenger nicht möglich - vielleicht gar nicht angedacht? Mag konservative bis veraltete Technik sein, aber sie hat erneut robust funktioniert. Ich würde diese Leistung in die Riege mit Apollo 13 stellen, denn es ist gelungen, die Menschen von einem Höllentrip wieder auf die Erde zu bringen.

@Demokratieschübe

Mal abgesehen davon, dass mir das Wort eines Astronauten, dessen Leben ja auch einmal von dieser Technik abhängen kann, vertrauenswürdiger erscheint, spricht auch die geglückte Rettung dagegen, dass diese Sojus-Kapseln fliegender Schrott sind.

Demokratieschue...um 11:24 Uhr - Ohne Kompass unterwegs

" Demokratieschue...

"Von daher: nur diese beiden Alternativen sind ein sicherer Weg zurueck fuer dich! Diese Sojus dagegen ist zu gefährlich geworden!"

Mitte des Jahres sollen die Tests stattfinden. Bis dahin also sollen die Astronauten im All bleiben. Was geschieht wenn die Test sagen: Fehlanzeige? Denken Sie, dass der lange Aufenthalt dort keine gesundheitlichen Auswirkungen hat? Wie stellen Sie sich die psychische Situation auf engen Raum und reduziertem persönlichen Leben vor? Alerdings wäre das ein interessanter Test zur Dauerbelastung von Astronauten.
Ich würde vorschlagen, dass Sie Herrn Gerst die Entscheidung überlassen und derweil Ihr Selbstbild einer Prüfung unterziehen. Ich sehe da Handlungsbedarf.

Space-Shuttle

Am 28.01.1986 starben alle 7 Crewmitglieder der Challenger. Wie die Autopsie ergab wohl beim Aufprall auf die Wasseroberfläche. Individuelle Lebenserhaltungssysteme wurden von den Crew-Mitgliedern benutzt. Es kommt auf das Konzept an. Bei entsprechender Änderung der Konzeption hätte wahrscheinlich wenigstens die Challenger-Crew überlebt. Aber das hätte nicht unerhebliche Veränderungen erfordert am Shuttle-Konzept erforder, die Gewicht und Ladekapazität gekostet hätten. Aber abgesehen davon, Sicherheitsgurt und Airbags im Auto sind keine Überlebensgarantie. Sie verbessern die individuellen Chancen einen schweren Unfall zu überleben. Jedenfalls wünsche ich allen Astronauten alles Gute.

Immer wieder

Denken alle voran die Amis das modern gleich Herrschaft über alles und jedem bedeutet. Nur sind sich Wissenschaftler, Techniker einig das Technik die über Jahrzehnte nur etwas besser gemacht wurde und eine lange Testphase durchgemacht haben das zuverlässigste sind. Da hat es dann auch Flugleiter, Techniker uaw die das System zu 100% kennen und weniger Fehler machen. Die Sojus war und bleibt das effektivste Weltraumsystem. Was hat es Amerika gebracht Menschen zum Mond zu schießen wenn schon davor Lina 1,Luna2 den Mond besucht haben? Die Russen haben eben gewusst das es unnötig ist Menschen dahin zu senden deswegen haben sie auf Weltraum Szadionen gesetzt um erst einmal den Aufenthalt außerhalb der Erde zu erforschen ohne Russisches wissen gebe es keine ISS. Der Russe baut für die Marsmission mit nen 80zigjährigen die Räder weil der Ami es nicht hinbekommen tut. Amerierobert in jeden 3 Film das All aber da oben sind die noch nich mal halb so real wie der Russe angekommen.

Einfach ist einfach genial

Das die einfache russische Raumfahrttechnik dem amerkanischen High-Tech nicht immer, aber oft naturgemäß überlegen ist, möchte ich an einem sehr eindrucksvollen Beispiel erläutern: Zu Beginn der Raumfahrt entwickelte die Nasa für eine Million Dollar einen Kugelschreiber, der in der Schwerelosigkeit funktionierte. Die Russen lösten das Problem billiger und funktioneller: Sie gaben den Kosmonauten Bleistifte mit...

13:13 von Sasquatch

"Zwei Mal haben Besatzungen ein Sojus-Raumschiff heil nach Hause gebracht, nachdem im All ein Triebwerk explodierte und ein Mal (Sojus 4) überlebte ein Kosmonaut den Eintritt in die Atmosphäre mit der Nase zuerst (erst später drehte sich das Schiff so, dass das Hitzeschild wirken konnte)."

Die Sojus Kapsel dreht sich selbstständig in die richtige Richtung so dass sie vom Hitzeschild geschützt in die Atmosphäre eintauchen und schließlich landen kann. Hat übrigens in diesem Beitrag Alexander Gerster erklärt.

13:19 von Gassi: Ich denke Apollo 13 und eben diese Sojus Notlandung kann man in keiner Weise miteinander Vergleichen. Einfach zu verschiedene Ausgangssituationen.

@Demokratieschülerin

Zum Thema "Schrott" mal ganz nebenbei bemerkt: Die ISS ist auch dem Design der sowjetischen Raumstation MIR nachempfunden, natürlich moderner und größer - aber im Prinzip gleich. Die Sowjets haben damals auf das richtige Pferd gesetzt - die modular aufgebaute Raumstation. Ohne die MIR würde es so keine ISS geben, die Erfahrungen der Russen waren/sind da unersetzlich.

um 13:13 von Sisyphos3

Der Begriff "ausgereifte Technik" ist immer relativ zu verstehen. Sie haben völlig Recht, eine Rakete ist technisch viel komplexer als ein Auto. Aber ein modernes Auto von Heute ist auch wiederum technisch viel komplexer als ein Oldtimer. Die Sojusraketen sind schon über hundert Mal geflogen, bei einer verschwindend kleinen Fehlerrate. Ich denke schon, das man dann von "ausgereifter Technik" reden kann, zumahl ja die Rettungssystem eindwandfrei funktionierten. Gruß.

@Sasquatch

"Die NASA hat 1,5 Millionen Dollar ausgegeben, um einen Kugelschreiber zu entwickeln, der in der Schwerelosigkeit funktioniert - Die Russen haben einen Bleistift benutzt."

Die Story ist immer wieder für einen Schmunzler gut und beschreibt die Herangehensweise beider Seiten recht gut. Auch hier muss man aber Fairerweise sagen das die Russen inzwischen ebenfals einen teuren Druck-Kugelschreiber benutzen. Freischwebendes Graphit in einer mit lebenswichtiger Micro Elektronik vollgestopften Umgebung ist auf Dauer nämlich nicht lustig.

@ SydB

"Die Sojus Kapsel dreht sich selbstständig in die richtige Richtung so dass sie vom Hitzeschild geschützt in die Atmosphäre eintauchen und schließlich landen kann.
Hat übrigens in diesem Beitrag Alexander Gerster erklärt."

Hat er.

Die Kapsel dreht sich aber nur dann selbsständig, wenn sie autonom ist. Bei Sojus 5 (nicht Sojus 4, wie ich ursprünglich schrieb) hatte sich das Service-Modul, das normalerweise im All zurückbleibt aber nicht von der Landekapsel getrennt und die unglückliche Kombination drehte sich in die aerodynamisch stabilste Position - mit der Nase nach vorn. Es dauerte einige Zeit, bis die Verbindung zwischen beiden Teilen wegbrannte und die Kapsel sich in die richtige Position (Hitzeschild vorn) drehen konnte. Während dieser Zeit wurde Kosmonaut Volynov nicht in seinen Sitz gedrückt, sondern gegen die Wand der Kapsel, was ihn einige Zähne kostete. Das Wichtigste aber ist, dass er das Abenteuer überlebte, was wohl in keinem anderen Raumschiff möglich gewesen wäre.

@ Axtos

"Freischwebendes Graphit in einer mit lebenswichtiger Micro Elektronik vollgestopften Umgebung ist auf Dauer nämlich nicht lustig."

Danke für diesen Hinweis! Daran habe ich ehrlich gesagt noch nie gedacht. Schade nur, dass dieses Wissen auf Kosten einer der amüsantesten Geschichten der Raumfahrt kommt.

Hier ist eine andere, die die Improvisationsgabe der Russen illustriert. 1985 war bei Salut 7 in einer unbemannten Phase der Strom ausgefallen. Sojus T-13 wurde geschickt, um die Station zu re-aktivieren. Es was auf Salut 7 mittlerweile so kalt, dass die Skalen der Termometer nicht ausreichten. Um die Temperatur in der Station zu messen, wurden die Kosmonauten angewiesen, auf ein Stück Metall zu spucken und die Zeit bis zum Gefrieren zu messen.

Ulf Merbold war nach seinem Aufenthalt auf der Mir voll des Lobes über seine russischen Kollegen und deren Improvisationstalent.

@ iMilanek

"Ohne die MIR würde es so keine ISS geben, die Erfahrungen der Russen waren/sind da unersetzlich."

Sehr richtig! In Vorbereitung des Baus der ISS gab es zwischen 1994 und 1998 elf Missionen, in denen das Space Shuttle an der MIR andockte, und US-Astronauten verbrachten zusammengerechnet fast 1000 Tage im All gemeinsam mit ihren russischen Kollegen.

Damals gab es einige Pannen an Bord der MIR (u.a. einen Brand und einen Ausfall der Lagestabilisierung), was im US-Kongress zu einer Anhörung führte, da einige Politiker sich Sorgen um die Sicherheit der Astronauten machten. Alle befragten US-Astronauten unterstützten bei dieser Anhörung die Fortsetzung des Programms und NASA-Chef Goldin brachte es auf den Punkt, als er sagte: "Wenn es die MIR nicht gäbe, müssten wir sie erfinden."

@Axtos

Doch, gerade bei der Challenger hätte es evtl. was genützt, denn wie die Untersuchungen ergaben, starben die Astronauten wohl nicht bei der Explosion des Tanks, sondern durch den Aufprall der relativ unbeschädigten Kabine aufs Wasser.
Allerdings waren sie wohl schon vorher bewusstlos durch die hohen g-Kräfte. Vermutlich hätten sie ein Rettungssystem nicht mehr auslösen können.
Die Pläne, das Cockpit abtrennbar zu gestalten, wurden aber lange vorher schon verworfen

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