Ihre Meinung zu: Werbeverbot für Abtreibungen: Barley fordert Neuregelung

12. Oktober 2018 - 1:03 Uhr

Justizministerin Barley beharrt auf einer Änderung des Paragrafen 219a, der Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verbietet. In Gießen bestätigte das Landgericht indes die Verurteilung einer Ärztin wegen illegaler Werbung für Abtreibungen.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.76923
Durchschnitt: 3.8 (13 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

"Mein Bauch gehört mir"

Als empathischer Mann kann ich die Sorgen und Nöte der Gynäkologen /-innen und Frauen nachvollziehen, verstehen aber sicher nicht. Innerhalb von 30 Jahren hat man in der jetzigen Fassung des § 218 einen für (halbwegs) alle akzeptablen Kompromiss gefunden - § 219a ist allerdings in den 1950er Jahren stecken geblieben!

Die Kabarettistin Carolin Kebekus hat das vortrefflich beschrieben. Quintessenz aus deren Analyse: Keine Frau macht einen Schwangerschaftsabbruch, weil gerade Werbung dafür gemacht wird ("Alles muss raus"), oder, "weil man eh grad da ist" - "Für wie bekloppt hält man Frauen eigentlich?"

Die meisten Frauen wünschen sich das Kind. Die wenigen anderen haben aber keine Möglichkeit, sich Informationen über Praxen zu suchen, die auch Abbrüche vornehmen! Diese Informationen finden Frauen in Not nur auf Internetseiten der Abtreibungsgegner!!! Das kann es nicht sein! Der Gesetzgeber muss § 219a derart umschreiben, so dass reine Information nicht mehr strafbar ist...

Unsinnige Argumentation

Winkelmeier-Becker möchte Kinder beschützen?
Vor dem zweiten Trimester gibt es noch nichts zu beschützen. Deswegen sind Abtreibungen bis dahin ja auch legal!
Und ja, eine Abtreibung ist eine normale medizinische Handlung, die genauso wie viele Andere, Konsequenzen hat. Dafür nicht wie für jede andere "werben" zu können ist vollkommener Unsinn und doch nur im Gesetz verankert, weil die Union Angst vor ihren Kirchenfanatikern haben.

Was die Damen mit ihrer

Was die Damen mit ihrer Partei von 15% Zustimmung alles fordert...

Schutz von ungeborenem Leben!

Der Schutz von ungeborenem Leben steht über ALLEM - insbesondere der Werbung zum gezielten töten. Allein die Disskusion darüber ist ethisch fragwürdig. Durch den Kommentar von Herrn Tillmann Kleinnung gestern hier in der Tagesschau wurde ein absolut falsches Signale gesetzt, auch wenn er damit z. Tl. recht hatte, dass der Papst zu harte Worte zu diesem Thema gesprochen hat. Aufklärung und Beratung können nur sinnvoll funktionieren, wenn es den Betroffenen nicht zu leicht gemacht wird. Komerzielle Werbung zur Dienstleistung zum gezielen Töten ist da absolut der falsche Ansatz! Man überlege sich nur mal was die Wirtschaft/Werbung alles initieren könnte wenn dieser Paragraph kippt.

Systematische Missachtung des BVerfG-Urteils

Das BVerfG hat sachlich und wissenschaftlich einwandfrei eine Abwägung der Rechtsgüter des Rechts auf Leben (des Kindes) und des Rechts auf Selbstverwirklichung (der Mutter) ohne jede Emotionalität und Polemik vorgenommen. Es blieb ihm dabei nichts anderes übrig, als dem Recht auf Leben den höheren Stellenwert zuzuordnen. Es blieb ihm aufgrund der heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse nichts anderes übrig, als überhaupt auch dem ungeborenen Kind ein eigenständiges Recht auf Leben zuzusprechen, das von der Verfassung und damit vom Staat wie das jedes anderen Bürgers zu schützen ist. Allerdings hat es keinen strafrechtlichen Schutz verlangt, aber ansonsten wirksames (also nicht nur vorgetäuschtes) Handeln zur Vermeidung von Abtreibungen gefordert. Hierzu gehörte neben umfangreichen Betreuungsmöglichkeiten (die natürlich, da sie Geld kosten, nie umgesetzt wurden) auch das Werbeverbot. Und das soll jetzt auch fallen. Welcher Schutz bleibt dann noch?

Die katholische Kirche

Ja ja, sicher die berufenste Instanz wenn es um Moral geht. Danach kommt gleich die CDU mit ihren Spendenskandalen und Wahlbetrügereien landauf landab.

Wie verdreht muss das Weltbild von jemand sein, der glaubt, dass man einen Schwangerschaftsabbruch als "normale medizinische Leistung" ansehen könnte? Alles was ich denk und tu trau ich auch jedem anderen zu?

Die katholische Kirche hat sich disqualifiziert.

Als moralische Instanz hat sich die katholische Kirche ins absolute Abseits begeben.
Das was wir vom Umgang mit Kindern und besonders mit unehelichen Kindern wissen reicht für mich aus um sie aus jeglicher Diskussion heraus zu halten.
Wir werden Ängste und Verzweiflung von Eltern, besonders Müttern nicht mit der Verurteilung des Schwangerschaftsabbruch beseitigen. Da wir uns ja schon dazu durchgerungen haben diese Notlage anzuerkennen, finde ich es mehr als scheinheilig jetzt gegen Ärzte vorzugehen die noch die Gesundheit der Frauen schützen wollen.
Dazu gehört auch das bekannt gemacht wird wo es Das nötige Fachwissen gibt. ( Werbung?)
Wenn sich Frau an eine Frau an irgendeinen Modetrend anpassen will findet sie Massenhaft Werbung vor. Das findet dann keiner verwerflich. Weder Staat noch sonstige Moral oder Lebenschutz Apostel.
Nein, ich finde Schwangerschaftabbruch nicht gut. Aber ich werde weder die Frauen noch die Mediziner verurteilen. Das maße ich mir nicht an.

Darstellung: