Ihre Meinung zu: Bemannte Raumfahrt nach "Sojus"-Panne vorerst gestoppt

11. Oktober 2018 - 17:09 Uhr

Nach dem Fehlstart einer "Sojus"-Rakete setzt Russland die bemannte Raumfahrt aus, um die Ursachen zu erforschen. Auch die Raumstation ISS ist davon betroffen: Offenbar werden auch Versorgungsflüge gestoppt.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.11111
Durchschnitt: 2.1 (9 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Erfolg im Mißerfolg

Selbst dieser Fehlstart beinhaltet einen Erfolg: Die Rettungssysteme haben unter Beweis gestellt, das sie Einwandfrei funktionieren. Darüber hinaus wünsche ich den Russen das sie die Fehlerquelle schnell lokalisieren, und so ihre doch sehr erfolgreichen Weltraumunternehmen bald wieder fortsetzen können!

Glück im Unglück

Man muss sich klar machen, dass auch viel Glück dabei war, dass die beiden Kosmonauten noch leben.

Dafür gab es Opfer

Dieser Vorfall hat wieder einmal gezeigt, daß KEIN Opfer vergeblich war. Sowohl die USA als auch Russland haben tragische Fehlstarts genutzt, die Technik noch sicherer zu machen. Das automatische Rettungssystem hat nämlich genau das gemacht, was es soll.
Sowohl bei Apollo als auch Sojus kann die Kapsel ab dem Moment der Zündung abgesprengt werden, und landet dann an einem Fallschirmsystem.
Erinnert irgendwie an die Formel-1. Welch Häme gab es, als diese häßlichen Käfige Vorschrift wurden. Als kürzlich ein Bolide genau auf dem Käfig einen anderen landete, dieser nur Kratzer davontrug, verstummten alle Diskussionen.
Und wenn ich Frau Virnich richtig verstanden habe, will die selbe Besatzung demnächst trotzdem wieder starten. Das nenne ich Vertrauen.

Na bitte!

Ich gratuliere den beiden Wissenschaftlicher zur gelungenen Rettung und den Konstrukteuren und dem ganzen Team für die gute Arbeit. Ich hoffe, dass die beiden beim nächsten Mal wieder dabei sind.

18:28 von Bernd39

"Noch sicherer"

Der ist gut.

Nach wie vor ist Raumfahrt ein Ritt auf der Kanonenkugel. Diese Rettungsrakete wurden übrigens schon beim Mercury Programm verbaut. Bei der dann folgenden Gemini Serie kamen Schleudersitze zum Einsatz, und ja, Apollo verwendete genau wie die sov. und später russ. Sojus auch die Rettungsraketentechnik (Launch Escape System, bei Apollo mit 667 000 Newton, bei Sojut 800 000 Newton Schub!).

TS, "Panne"?, der ist auch gut.

Ein Glück und Gott sei Dank dass es glimpflich verlaufen ist. Ein Start des "Launch Escape System oder kurz LES" bzw "SAS" bei Sojus ist lebensgefährlich durch die extrem hohen Beschleunigungskräfte, (über 15 g!).

18:28 von Bernd39

"Erinnert irgendwie an die Formel-1. Welch Häme gab es, als diese häßlichen Käfige Vorschrift wurden. Als kürzlich ein Bolide genau auf dem Käfig einen anderen landete, dieser nur Kratzer davontrug, verstummten alle Diskussionen."

Formel 1, genau. Aus Gründen der Luftreinhaltung und der Bedrohung des Klimawandels sollten ab sofort alle Rennsportveranstaltungen weltweit eingestellt werden. Nicht nur die Renn-Boliden verpesten die Luft. Auch die ganzen Fans und Zuschauer fahren mit Kraftfahrzeugen zu den Veranstaltungen und verursachen entsprechende CO2 und NOX Emissionen in ungeahnter Höhe.

Das wird schon. Die Russen sind sehr erfahren und die Rak...

...ist mehr als erpropt.
Die Hauptsache ist doch, daß keiner zu Schaden gekommen ist und die aktuelle ISS Mission weiterlaufen kann.

---

P.S.:
Passt der Spruch "Glück auf" nicht auch auf Raketenstarts?
Nee Frage an die User hier.

um 19:09 von SydB

Das SAS hat hier die Astronauten nicht gerettet, das war schon kurz vorher abgetrennt (das ist nur für Rettungen beim oder kurz nach dem Lift-Off). Abschaltung der zweiten Stufe und Trennung der Soyuz Kaspel von der dritten Stufe mittels Explosivbolzen dürfte das Wahl der Mittel gewesen sein. Große g Kräfte treten allerdings bei so einem ballistischen Direkt-Wiedereintritt durch den recht steilen Eintrittswinkel und den damit deutlichen stärkeren Bremseffekt durch Luftwiderstand auf. Bei Roskosmos hieß es aber, es seien maximal 6.7g gewesen...nicht angenehm, aber für einen trainierten Astronauten keinesfalls lebensgefährlich.

Wie Raumfahrt gestoppt und

Wie Raumfahrt gestoppt und wer bringt jetzt unserem Asto Paule, oder wie der heißt, jetzt die Maultaschen zur Station hoch und wer holt ihn da oben wieder ab, oder soll der da jetzt Wurzeln schlagen? Oder wird jetzt dem Astro Paule erklärt, dass Wurzeln schlagen zur nächsten Dauerversuchseinheit in der Station erklärt wird und da schon ein gaanz bestimmter Mitarbeiter als !Versuchsleiter! schon ausersehen und bestimmt ist ...
So völlig losgelöst und so?

19:24 von Hepheistos

Ihre Ironie und Polemik ist hier wirklich fehl am Platze.

Übrigens, der Mann den sie hier so verunglimpfen heißt Alexander Gerst (Astro Alex).
Und keine Panik, die Sojus Kabsel mit der er zur ISS gereist ist wird ihn auch wieder zurückbringen. Diese ist nämlich an der ISS angedockt.

19:20 von Krogoth, danke für die Info. Habe ich mir aber schon fast gedacht dass das SAS schon abgesprengt war. Aber hauptsächlich wollte ich das System kurz beschreiben.

Eingespieltes Team

Offensichtlich haben alle Notmechanismen und natürlich die Beteiligten wunderbar funktioniert. Das Training mit den übelsten Szenarian bei Auf- und Abstieg, das Notlandetraining der Kosmo- und Astronauten inkl. Überleben in der Steppen, falls die mal ein paar tage und Nächte warten müssen, entfaltet in solchen Augenblicken seine Wirkung. Ich bin ehrlich beeindruckt und natürlich erleichtert. So ein Sicherheitsdenken sollte es in anderen riskanten Arbeitsbereichen auch geben, nicht nur bei Luft- und Raumfahrt.

Tragisch aber trotzdem ein gutes Zeichen

Daß nämlich die alten Sojus nach wie vor das Maß aller Dinge sind im Bereich der bemannten Raumfahrt. Und daß das Rettungssystem so super funktioniert hat, obwohl es so gut wie nie benutzt wurde, ist doch ein toller Erfolg. Eine Shuttlecrew wäre jetzt tot!!! Ich hoffe, die Russen finden bald die Ursache, denn die neuen US Kapseln, die ja auch noch gar nicht verfügbar sind, müssen erst noch beweisen, daß sie mindestens so gut sind wie die alten Sojus.Der Raumstationscrew droht kein Hungertot. Die Rationen reichen bis Ostern und eine Rettungskapsel (Sojus!) ist an der Station angedockt. Aber eine Bitte liebe Russen, MACHT WEITER, mit der bemannten Raumfahrt bitte!

Professionalität rettet offenbar Leben

Ein anderer Kommentar sprach von der Raumfahrt als dem sprichwörtlichen Ritt auf der Kanonenkugel, das Bild trifft die Realität aber nicht so wirklich. Raumfahrt ist eher ein Ritt auf einer riesigen Bombe, jede Rakete die eine Nennenswerte Nutzlast in einen erdnahen Orbit bringt besteht zu über 90% aus hochexplosivem Treibstoff, mehrere tausend Tonnen.
Dass das bei Roskosmos, dank der jahrzehntelangen Optimierung der Sojus, so oft gut geht und nur sehr selten ein Start scheitert spricht für ausgesprochene Profesionalität bei allen Beteiligten. Und dass, zumindest diesmal, selbst ein Problem in einer hochkritischen Flugphase so glimpflich ausgeht zeigt, dass da alle ihre Hausaufgaben gemacht haben. Natürlich gehört auch etwas Glück dazu, primär aber jahrzehntelange, harte und professionelle Arbeit und eine ausgeprägte und tief im gesamten Sojus-Programm verwurzelte Sicherheitskultur, die wir im Westen bei den Russen so vielleicht nicht zwingend erwarten würden.

da ist seit

gefühlten ewigkeiten mal wieder was schiefgelaufen in der bemannten russischen raumfahrt und schon spricht man bei der tagesschau von "große krise" oder "herber rückschlag". kommt nur mir diese unterschwellige meinungsmache so langsam zu den ohren raus?

freuen wir uns doch einfach mal, dass den beiden kosmonauten/astronauten relativ wenig passiert ist. die russen werden das schon sehr schnell herausfinden, was schief gelaufen ist.

Gut...

das die zwei Menschen gut wieder zurück zur unserer Mutter Erde gekommen sind. Das wird für Herrn Alexander Gerst einen längeren Aufenthalt auf der ISS heißen.

Darstellung: